Wedelbusch, Detlev [Dietloff] von

Wedelbusch, Detlev [Dietloff] von; Obristleutnant [ – ] Wedelbusch,[1] Herr auf Liebstadt,[2] Rödern[3] und Gräbendorf,[4] in 2. Ehe verheiratet mit Anna Sophie von Bünau, stand als Obristleutnant in kursächsischen Diensten.[5]

Das „Theatrum Europaeum“[6] berichtet von den Kämpfen um Bautzen[7] im Jahre 1639: „Der [Melchior v.; BW] von Hatzfeld hatte die 5. Chur-Sächsischen Regimenter / die sich vorm Banner [Johan Banér; BW] zu S. Excel. salviret / wiederum von sich gelassen / die waren um den 13. 23. Octobris zu Zeitz[8] / Börnau[9] und Pegau[10] wiederum ankommen / und wurden um den 20. 30. diß bald nach der Laußnitz in Bautzen commdiret / in welcher Stadt bey 110. Tragoner Bannerischen Leib-Regiments lagen / die der Obr. Lieutenant Jacob Wancke / ein Liffländer / so vor 3. Jahren auff der Moritzburg zu Hall[11] gelegen / commandirte. Es hatten die Churfürstl. Völcker die Stadt Bautzen ersten Abends erstiegen / von den Wanckischen 4 nidergemacht / 6. gefangen / die übrigen hundert aber retirirten sich in die vor diesem abgebrannte Burg hinder das Gemäuer / welches sie in kurtzer Zeit zur Defension verbaueten / und sich noch lang hernach vest darinnen gehalten haben. Solcher Einfall hat Herrn Banner so hart entrüstet / daß S. Exc. noch vor Außgang deß Octobris, den Obr. Schlangen [Erik Klarson Slange; BW] / als Gen. Majorn mit 5. Regim. zu Pferd / vielen Fahnen Fußvolck / und 6. Stücken / in allem ungefehr 3000. zu Pferd und 2000. zu Fuß / dahin geschickt / welche den 29. besagten Monats diß Orths ankamen / und zum Ernst alsbalden Anstellung machten: Es commandirte der Obr. [Arvid; BW] Wittenberg die Reuterey / und der von Erichthausen das Fußvolck / die in der Burg hatten ein Loch durch die Mauer gemacht / auß und einzukommen / durch welches Obr. Schlang zu obernannten Wancken hinein kom̃en / und der inligenden Gelegenheit recognosciret hat. In der Stadt lagen die Chur-Sächsischen von 6. Compagnien / auff ungefehr 500. starck / unterm Obr Wachtmeister Dietloff Wedelbuschen / uñ hatten bey grossem Mahlwerck so starcken Mangel am Meel / daß sie ihr Korn theils sieden müssen. Aber zu ihrer Defensions Hülffe leisteten ihnen die eingeflehente vom Adel / die Bürgerschaft und Landvolck sehr getreue uñ dapffere Assistentz. Die in der Burg verstärckten sich von den ankommenden Schwedischen auff 300. starck und thaten in die Stadt einen Sturm / welcher ihnen abgeschlagen wurde / mit denen aber von der Burg brach die Burgbrücken / daß bey 100. in den Graben und ihrer viel zu todt fielen / die Außgefallene meist erschlagen wurden : von den Stürmenden bey 50. todt / in 60. qequetscht / der Obr. Iltzwitzky in Arm verwundet / sein Obr. Lieut. benebens einem Major ebenmässig beschädiget / uñ noch ein Major todt blieben. Die Todsten im Graben wolten die Chur-Sächs. begraben / auff Condition, daß ihnen derselben Gewehr und habendes beste verbleibẽ solte / welches der Commendant in der Burg nit eingehen wolte: Worauff die Schwedische den Burggraben mit Fascinen oder Büschlein außfülleten / und rüsteten sich noch einmahl zu fernerem Sturm / machten auch unterschiedliche Minen / die in der Stadt aber beflissen sich um so viel desto mehr ihrer Gegenwehr. Der Feld-Marschall Banner schickte den Seinigen noch mehr Volck zu / und um den 24. Novemb. noch ein Sturm gethan / die Stadt / wo möglich an 3. Orten / zumal beym Reichenbacher Thor angestecket / auch Feuerkugeln hineingeworffen werden. Es wurde aber den Schwedischen auch dieser Sturm / mit Verlust der Ihrigen von 2. biß in 300. abgeschlagen / und thäten ihre 2. Minen zurück springen : doch war auch mehr Volcks für sie im Anzug / sammt mehrerm Geschütz. Auff voriges Stturmen thaten die Schwedische den 27. Novembr. deß Nachts um 11. Uhr noch einen starcken Außfall auß der Burg / und währete dieser Scharmützel biß Morgens 3. Uhr / sie kamen auch biß auff den Fleischmarck / wurden aber eben so wol noch einmal zurück geschlagen / und hatten darüber auffs wenigste von 3. biß 400. Mann eingebüsset / ihre Verstärckung war aber noch nit ankommen / sondern noch unter Weges : daß sie also in zweyen Stürmen / vnd einem Außfall bey 600. Mann verlohren hatten. So kame nun den 6. December erwehnter dieser Succurs unterm Commando deß General Feld-Zeugmeisters Torstensohn / deß Morgens frühe vor Bautzen an / der von 2. Regimentern Fußvolcks bestunde / welche 12. Stücke Geschützes mit sich brachten / unter denen 4. halbe Carthaunen waren. Es gedachten aber die inligende Chur-Sächsische / unangesehen sie genug geänstiget wurden / opiniatrischer Weise / dannoch nicht ergeben / sondern vielmehr auff oberwehnte ihre getreue Assistentz vom Adel / Bürgern und Bauern sich zu verlassen / inmassen sie um den 24. Novembr. noch die Resolution gefasset hatten / den Orth biß auffs neue Jahr zu manuteniren / hatten auch die Hoffnung / alldieweilen auß empfangener Kundschafft das Taubische Regiment nach Dreßden[12] aufgebrochen war / die andern würden sich auch moviren / und sie entsetzet werden. Es bedorffte aber dieser Hoffnung gantz nicht : gestalt dann General Torstensohn die Stadt mit solchem Ernst alsbalden angegriffen / daß nach wenig gethanen Schüssen / sie sich eines andern bedacht / der gefährlichen Consequentz nicht erwarten wollen / sondern um Accord gebetten : welcher ihnen doch abgeschlagen worden / darum sie sich auff Discretion ergeben müssen / und seynd die Officirer alle gefänglich angenommen / von ihnen zwo Standarten bekommen / die gemeine Reuter und Fußknecht alle untergestellet worden : deren man in allem von 700. noch 200 übrig gezehlet / so sehr hatten diese Regimenter Zeit dieser ihrer Belagerung / an ihrer in Bautzen gebrachter Mannschafft abgenommen / und seynd die gefangene hohe Officirer gewesen / der Commandant und Obriste-Wachtmeister Wedelbusch / der Obriste-Wachtmeister von der Artillerie. Joachim Friederich von Dölau / der Obriste-Wachtmeister David Daube [Taube; BW] / sammt den Hauptleuthen und andern ihrern Officirern / die alle gefangen / erstlich nach der Sitta[13] / und fürters nacher Böhmen geführet / darauff die Stadt Bautzen und umligendes Land zwar auff vier und zwantzig tausend Thaler geschätzet / diese Summa aber auff siebenzehen tausend / diese innerhalb zween Tagen bey Straff Feuer und Schwerdt zu erlegen / moderiret / hergegen die Thor verbrennet / etwas von der Stadt- und Schloß-Mauer eingerissen / und alles Volck abgeführet worden“.[14]

„Bis 1639 blieb Bautzen von kriegerischen Ereignissen nahezu unberührt. Im Frühjahr dieses Jahres erschien der schwedische General Lennart Graf von Torstenson in Sachsen. Nachdem seine Truppen Pirna[15] belagert und eingenommen hatten, besetzten sie die Oberlausitz und rückten am 18. Mai mit etwa 8000 Reitern nach Bautzen vor. Die notdürftig wiederaufgebaute Stadt ging bald darauf an die Schweden über, da ihr von Torstenson für den Fall, daß sie die Übergabe verweigerte, mit Erstürmung und Plünderung drohte. Für ihre Verschonung mußte sie 18000 Taler Schutzgeld an den General zahlen. In der Umgebung von Bautzen aber verwüsteten und terstörten seine Soldaten Felder und Häuser. Um sich vor weiteren Bedrohungen zu schützen, erwarb der Bautzener Rat vom schwedischen Feldherrn Johann von Banér am 7. Juli einen Schutzbrief. Kurze Zeit später beorderte von Banér ein Regiment unter dem Kommando des Oberstleutnant Jakob Wanke nach Bautzen, das am 18. Oktober in der Stadt eintraf und sofort begann, die Befestigungsanlagen durch Ausbesserungsarbeiten für den Verteidigungsfall zu verstärken.

Dieser Fall trat schon in Bälde ein, da Kurfürst Johann Georg I. beschloß, die Oberlausitz und so auch Bautzen zurückzugewinnen. Seine Soldaten erschienen am 27. Oktober vor der Stadt und versuchten noch am selben Tag, sie durch einen Überraschungsangriff einzunehmen, was jedoch mißlang. Die Schweden hatten sich zuvor in die Innenstadt und auf die Ortenburg zurückgezogen und die schwer zu verteidigenden Vorstädte aufgegeben. Der Aufforderung, die Stadt und die Ortenburg an die Sachsen zu übergeben, kam Oberstleutnant Wanke nicht nach, und so bereiteten die kurfürstlichen Truppen – acht Kompanien Reiterei und sieben Kompanien Infanterie – deren Belagerung vor. Am Abend des 28. Oktober starteten sie einen erneuten Angriff und eroberten nach heftigen Kämpfen auch das Innere der Stadt, worauf sich die Schweden vollends auf der Ortenburg verschanzten. Die Sachsen ließen, nachdem alle wichtigen Posten in der Stadt besetzt waren, Schanz- und Befestigungsarbeiten ausführen, wobei insbesondere die vor der Ortenburg gelegenen Gassen und die Schloßstraße befestigt wurden.

An Stelle der zum Teil abberufenen sächsischen Reiterei, die am 1. November den Rückmarsch nach Dresden antrat, trafen tags darauf Artilleristen mit Belagerungsgeschützen und Munitionswagen in Bautzen ein. In den Abendstunden desselben Tages erhielten auch die schwedischen Truppen Verstärkung, denen drei Regimenter Kavallerie und 2000 Musketiere zu Hilfe kamen. Sie schlugen ihr Lager vor den Toren der Stadt auf, umschlossen sie von allen Seiten, nahmen die äußeren Tore ein und begannen, sie zu belagern. Auf diese Weise kam es zu einer doppelten Belagerung, welche Bautzens Einwohnern von neuem viel Leid und Elend brachte. So war die schwedische Besatzung der Ortenburg, als die Munition knapp wurde, Steine und Pechkränze[16] auf unweit des Schlosses gelegene Häuser und fügten ihnen dabei größere Schäden zu.

Die Lage der eingeschlossenen Sachsen verschlechterte sich weiter, als die Schweden am 8. November nochmals Verstärkung erhielten: drei Brigaden mit 1200 Fußvolk. In der Nacht stiegen schwedischen Soldaten auf die Ortenburg und zogen sechs Kanonen hinauf, ohne dass es die Sachsen – sie waren nicht mehr im Besitz der Vorstädte – verhindern konnten. Am nächsten Morgen griff die Besatzung der Ortenburg die Stadt an und unternahm einen Ausfall aus dem Schloß. Die kurfürstlichen Truppen konnten die Angreifer nur mit Mühe wieder zurückdrängen. In der Stadt machten sich in der Folgezeit ein Mangel an Lebensmitteln nachhaltig bemerkbar, weil sich alle Mühlen in feindlicher Hand befanden.

Zu militärischen Aktionen kam es auch in den nächsten Tagen und Wochen, die vornehmlich der schwedischen Seite Verluste brachte. Wiederholt versuchten die Schweden, die Innenstand in Brand zu schießen, was ihnen infolge der Wachsamkeit der Sachsen nicht gelang. Obgleich sich die kurfürstlichen Soldaten standhaft behaupteten, verschlechterte sich ihre Situation. Während sie keine Unterstützung mehr erhielten, wurde das schwedische Belagerungsheer am 5. Dezember noch einmal durch Truppenteile von Torstenson verstärkt. Der sächsische Kommandant von Wedelbusch musste, nachdem seine Soldaten den Belagerern sechs Wochen Widerstand geleistet hatten, erkennen, daß die Innenstadt nicht mehr zu halten war. Die ungünstigen Umstände zwangen ihn am 9. Dezember zur Kapitulation, in deren Ergebnis seine Truppen in Kriegsgefangenschaft gerieten. Wedelbuschs Mannschaften wurden den schwedischen Regimentern einverleibt, und die Stadtgemeinde wurde verpflichtet, 17000 Taler zum Schutz vor Brandschatzung an die Schweden zu zahlen. Bevor diese am 12. Dezember Bautzen in Richtung Zittau und Görlitz[17] verließen, zerstörten sie alle Türme (außer dem Lauenturm) und Tore sowie die durch die Schweden angelegten Schanzen und Befestigungen“.[18]

Im August 1640 lag Wedelbusch in Zittau.[19]

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet zu 1642: „Es ist leichtlich zugedencken / daß beyde Theil mit streiffen gegen einander nicht gefeyret haben werden : Die Käis. kondten um ihrer Reuterey Menge willen ein viel mehrers thun / das hatten die Schwedischen im fouragieren wol erfahren : Sie durfften auch deßwegen nicht weit aus ihrem Läger / darum sie auch an Bier und Brod grossen Mangel litten / und das Korn / wann sie dessen hatten / kochen musten : damit sie sich auch nicht etwa sich der Stadt Bautzen unversehens impatroniren möchten / so ermahnete deß Herrn Piccolomini Excellentz den darinnen liegenden Chur-Sächs. Commendanten Wedelbusch / sich ehrlich zu wehren / mit Versprechen / die Schwedischen auff solchen Fall in ihrem Vortheil anzugreiffen / die dann um diese Zeit schon bey Görlitz fürüber / und nach Lüben[20] kommen waren : Es schlieff auch deß Herrn Piccolomini Excellentz in diesem Feldzug ohne das den wenigsten Theil“.[21]

Wedelbusch war 1643 Kommandant von Bautzen. Im Postskriptum vom 14.4.1643 an den kaiserlichen Kommandierenden Gallas machte der Kurfürst von Sachsen auf den beigelegten Bericht des Bautzener Kommandanten Wedelbusch vom 13.4. aufmerksam; dieser schrieb über den Marsch der über 1.000 Pferde und viele Musketiere zählenden schwedischen Armee zum Gebirgspass von Kreibitz[22] sowie die Absicht des Feindes, Leitmeritz[23] anzufallen. Der Kommandant in Leitmeritz solle verständigt werden.[24]

Der Erzgebirgschronist Christian Lehmann [11.11.1611 – 11.12.1688][25] erwähnt ihn und seine 700 Dragoner anlässlich der Belagerung und Eroberung von Chemnitz 1644.[26]

„Nach dem Enckevorts Reiterei aufgerieben war, wendete sich Torstenson wieder nach Pegau,[27] von wo aus die Sachsen der Besatzung in Leipzig erheblich zusetzten. Am 13. Dezember [1644; BW] traf er vor der Stadt ein und ließ Hans Abraham von Gersdorf einen Tag später zur Übergabe auffordern. Weil dieser ablehnte, begannen die Schweden in der Nacht mit dem Beschuss von Feuerkugeln. Innerhalb weniger Stunden brannten Kirche, Rathaus, 350 Bürgerhäuser und 80 Scheunen nieder. Nur etwa 20 kleinere Häuser blieben erhalten. Schließlich sah sich der Oberst zur Übergabe gezwungen. Er selbst, Wedelbusch und andere Offiziere wurden als Gefangene nach Leipzig und Erfurt[28] geführt. Die Soldaten mussten sich in die Reihen der Schweden eingliedern“.[29]

Über 200 Jahre hatte sich das Schloss Kuckuckstein in Liebstadt im Besitz der Familie von Bünau befunden. 1651 fiel es an Wedelbusch, dem zweiten Ehemann der verwitweten Anna Sophie von Bünau, die, wiederum verwitwet, das Schloss am 13.12.1694 an den Generalleutnant Cuno Christoph von Birkholz verkaufte.

[1] Die Angabe bei KUNATH, Sachsen, S. 246, Johann Christoph von Wedelbusch [1661 – 24.3.1674 Dresden; http://thesaurus.cerl.org/record/cnp00361795], ist falsch. Dieser war der Sohn des Detlev von Wedelbusch. Vgl. VD17 14:014555A: RICHTER, Zacharias, Junger Frommer Leute geschwinde Vollkommenheit Aus dem Büchlein der Weißheit Cap. 4. v. 7. 14. Aber der Gerechte/ ob er gleich zu zeitlich stirbt [et]c. : Als Der … Hr. Johann Christoph von Wedelbusch / auf Liebstadt … Ein nachgelassener einiger … Sohn Des … Herrn Dettloffs von Wedelbusch … Churfl. Durchl. zu Sachsen … Obristens … durch den zeitlichen Tod den 23. Martii 1674. … in Dreßden abgefordert/ den 31. darauff nacher Liebstadt gebracht und … beygesetzet worden / Gezeiget Und auf Begehren in Druck gegeben durch Zachariam Richtern / Pastorem zu Liebstadt. Dresden; Bergen 1674.

[2] Liebstadt [Kr. Pirna]; HHSD VIII, S. 203f.

[3] Rödern (Ebersbach) [LK Meißen].

[4] Nicht identifiziert.

[5] Vgl. SENNEWALD, Das Kursächsische Heer (ab März 2012).

[6] Vgl. BINGEL, Das Theatrum Europaeum.

[7] Bautzen [Oberlausitz], HHSD VIII, S. 19ff.; vgl. SCHULZ, Bautzen im Krieg.

[8] Zeitz [Kr. Zeitz]; HHSD XI, S. 519ff.

[9] Bernau [Kr. Niederbarnim/Bernau]; HHSD XI, S. 125f.

[10] Pegau [Kr. Borna]; HHSD VIII, S. 272ff.

[11] Halle a. d. Saale [Kr. Halle]; HHSD XI, S. 177ff.

[12] Dresden; HHSD VIII, S. 66ff.

[13] Zittau; HHSD VIII, S. 371ff.

[14] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 116f.

[15] Pirna; HHSD VIII, S. 276ff.

[16] Pechkranz: Aus brennbarem Stoff geflochtener und mit Pech überzogener Kranz, verwandt, um zu leuchten oder in Brand zu stecken; er wurde bei Belagerungen an die Stadttore gehängt, um diese zu verbrennen.

[17] Görlitz; HHSD VIII, S. 119ff.

[18] SCHULZ, Bautzen im Krieg, S. 52ff.

[19] PESCHECK, Handbuch Bd. 2, S. 586f.

[20] Lüben [Lubin]; HHSSchl, S. 305ff.

[21] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 879.

[22] Kreibitz [Chřibská, Bez. Tetschen]; HHSBöhm, S. 296ff.

[23] Leitmeritz [Litoměřice]; HHSBöhm, S. 324ff.

[24] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1454.

[25] SCHMIDT-BRÜCKEN; RICHTER, Der Erzgebirgschronist Christian Lehmann.

[26] LEHMANN, Kriegschronik, S. 153; Chemnitz; HHSD VIII, S. 43ff.

[27] Pegau [Kr. Borna]; HHSD VIII, S. 272ff. Vgl. ferner GRÄSSE, Der Sagenschatz Bd. 1, S. 397-398: „Im Jahre 1644 berannte der schwedische Feldherr Torstensohn die Stadt Pegau mit aller Macht, um dieselbe dafür zu bestrafen, daß zwei berüchtigte Pegauer Räuber oder Freischaarenführer, Flachsveit und Fiedelhans genannt, die Abgeordneten dieser Stadt, welche die derselben aufgelegte Contributionssumme an den schwedischen General nach Leipzig zu bringen hatten, überfallen, letztere geraubt, die schwedische Bedeckung zerstreut und verwundet und eine in dem Geleite befindliche junge schwedische Gräfin ermordet hatten“.

[28] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[29] KUNATH, Kursachsen, S. 272. Vgl. auch http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/dda/urn/urn_uba000800-uba000999/uba000837: „I. Bericht Auß dem Königlich-Schwedischen Haupt-Quartier vor Pegau den 6. Decembr. Anno 1644. II. Copia Schreibens von deß Herrn General und Feldmarschall Torstensons Excellentia An den Herrn Obristen Gersdorff dato im HauptQuartier Würben bey Pegau, den 4 Decembr. 1644. III. Copia Antwort Schreibens An deß Herrn General vnd Feldmarschall Torstensons Excell. Von Herrn Obristen Gersdorff / Chursächsischen Commendanten zu Pegau. Die Vbergab selbigen Orts betreffend / de dato 4. Decembr.1644“.

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