Volhard, Dr. Johannes

Volhard, Dr. Johannes; Arzt [29.8.1602 getauft – 28.4.1662] Dr. Volhard wurde am 29.8.1602 in Friedberg[1] (Landgrafschaft Hessen-Kassel) getauft, besuchte dort wahrscheinlich die Augustinerschule und wurde am 29. Mai 1623 an der Universität Helmstedt[2] immatrikuliert. Er studierte Medizin und erwarb den Doktorgrad. Am 3.6.1627 ging er seine erste Ehe, am 29.11.1639 die zweite Ehe ein. Bei seiner 2. Eheschließung wird Volhard als Stadtmedikus und Schöffe bezeichnet. Er muss also bald nach seiner Niederlassung in Friedberg in den Stadtrat eingetreten sein (wohl nach dem Tode Dr. Molthers 1635) und Stadtarzt geworden sein. 1638 und 1641 war er älterer Bürgermeister. Schon 1640 hatte man den politisch sehr brauchbaren Mann zum Dienst als Stadtschreiber herangezogen. Als bei einem Angriff der kaiserlichen Truppen unter Geleen der diesen verhasste Stadtschreiber Joh. Henrich Fuhrlohn nach Frankfurt[3] geflüchtet war. 1645 wurde ihm die Tätigkeit auch amtlich angetragen. Volhard nahm an und verzichtete auf seine Schöffenstelle. Am 8.8. muss er den Aufzeichnungen nach 120 ruhrkranke bayerische Soldaten verarztet haben.

[1] Friedberg [Wetteraukr.], HHSD IV, S. 145ff.

[2] Helmstedt; HHSD II, S. 219ff.

[3] Frankfurt/M.; HHSD IV, S. 126ff.

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