Salis, Hans Wolf Freiherr von

Salis, Hans Wolf Freiherr von; Generalfeldzeugmeister [1597 – 6.4.1640 Wismar] Hans Wolf von Salis[1] [Salys, Saliß] [1597 – 6.4.1640[2] Wismar] war kurbayerischer Obrist und kurbayerisch-kaiserlicher Generalfeldzeugmeister. 1619 war er Major, 1625 Obristleutnant, 1628 übernahm er das Regiment Tilly von Wahl, 1629 wurde er Obrist, 1630 Kämmerer von Kurfürst Maximilian I. von Bayern und Ferdinand II., 1631 Generalmajor, 1632 Reichsfreiherr und Kommandant von München und Regensburg[3] und im Mai des Jahres von Burghausen[4] und Wasserburg,[5] am 25.2.1634 wurde er zum Kommandanten von Rain am Lech[6] ernannt. Am 9.12.1634 wurde von Salis wegen nicht autorisierter Unterhandlungen seiner Charge enthoben, 1635 wurde er kaiserlicher Generalwachtmeister, am 11. 6.1636 kaiserlicher Oberstfeldwachtmeister, am 1.5.1638 Generalfeldzeugmeister. Am 14.9.1639 erlitt er zusammen mit Morzin eine schwere Niederlage bei Chemnitz[7] gegen Johan Banér und Lennart Torstensson[8] Er verstarb in schwedischer Gefangenschaft in Wismar.[9]

In einer Chronik aus Höxter[10] heißt es: „Anno 1623 undt am 19. Julii des 1623. Jahrs zwey compagnien zu fues unterm obristwachtmeister Hanß Wulff von Salis undt capitain Critzheimer von 600 Mann herein gelegt, welche mit eßen undt trincken, auch allerhandt nothurfft bis in den wein monaht seindt verpfleget worden. Da gieng daß Hüxarische ehlendt nun recht an.

Anno 1624

Capitain Critzheimer zoeg zwar auß, aber der obristwachtmeister von Salis blieb bis in den Junium des 1624. Jahrs drinn liegen. Zu dieser Zeit ward ihre fürstliche gnaden Johann Christoph [v. Brambach; BW] christmilten andenckens, alß damahls erwehlter undt bestättigter administrator des stiffts Corbey, gefänglich nach Paderborn[11] geführet, hatt der churfürst von Cöllen daß Stifft mit cantzlar undt dienern besetzen laßen (davon anderstwoh mit mehrerem ist geredet worden), masen dan der damahliger cantzlar herr Bernhardt von Wiedenbrück, iuris utriusque doctor, gewesen. Diesen obristwachtmeister von Salis haben fünnf compagnien zu fues, alß capitain Schwartz, capitain Binder, capitain Richard, capitain Lombach undt capitain Kranholtz abgelöset, undt hatt die bürgerschafft sölche völcker eine zeitlang speisen müßen, bis sie vor anderen auß Geismar[12] abgelöset“.[13]

Der Schmalkaldener[14] Chronist Johann Georg Pforr [1612 -1687] hält fest: „Den 7. Januar: [1628; BW] ist der Obriste [Joachim Christian v. der; BW] Wahl mit deß General Tylli[15] stab und leibcompagnia unter deß Capitänleutenant Johan Jacob Myners commando anhero kommen, welche companie zu fueß 300 man starck geweßen und alhier 3 gantzer jahr und 4 monat alhier gelegen. Und waß vor ein mercklicher uncost in wehrenter zeit uff dieße völcker gewendet worden, wird an seinem ortt gemeldet wird[en. Heist das mit einquartirung verschont zu pleiben, wie von den Darmbstadisch[en versprochen worden“.[16] „In diesem jahr hat der Obrist Wahl abgedanckt und ist an seine statt Hanß Wolff von Salß Saliß obrist[er worden“.[17] „Den 15. Mart: [1631; BW] ist der Obriste Saliß mit des Tylli leibcompag: und stab einmahl ufgebrochen und wechgezogen, nachdem solche völcker 3 jahr und 4 monat alhier gelegen. Doch hat er den regiementsquartirmeister mit 50 mußquetirer hinterlassen, welcher die hieoben bemelte wochentliche contribution erheben sollen und ihme nachschicken. Endlich[en sint solche 50 man den 7. Maii auch hernach gezogen“.[18]

Bei Pforr heißt es weiter unter 1631: „Und dieweil der Schwedische Generalleutenand Baudiß [Baudissin; BW] in erfahrung kommen, daß die Keyserliche officirer, alß Obrist Saliß und Capitänleutenant Miner, nicht allein etzlichen wein, sondern auch andere mobilien und außstehende schulden alhier hinterlassen hetten, alß hat er seinen hoffmeister und einen leutenant hinterlaßen, welche itzbemelter Keyserlich[er officirer sachen bemechtigen und zu sich nehmen müßen, worauff bemelter hoffmeister zugefahren und erstlichen deß Cap:leut: Miners schwiegervater, Valtin Clemen, vorgenommen und gezwungen, die schlüßell zu seines eidambs wein her[zu]geben müßen, dessen wein 164 eimer[19] geweßen. […] Nechst diesem hat der Baudisische hoffmeister, dass Johan Fichtell, des rahts alhier, Johann Jacob Miner, dem Keys: Cap:leut:, mit 1000 thlr schulden verhafftet <were>, berührter Fichtell aber ihme dieselbe nicht ehir außzahlen wollen, biß zuvor seine obligation, so er dem Miner übergeben, ihme dargegen wieder zurückgestellet würde. Alß hat der hoffmeister abermalß den Valtin Clemen vorgenommen und bemelte Fichtelsche obligation von ihme habenn wollen. Weil er aber sich entschuldiget, daß er solche nicht hette, aber er hatt [er] solches nicht glauben wollen, sondern Valtin Clemen und sein weib dahin getrieben, das sie ein leyblichen eyd schweren müßen, das sie bemelte handschrifft nicht bey sich hetten, auch nicht wüsten, wie dieselbe wehre. Endlichen hat er an Johan Fichtell begehret, berührte 1000 thlr gegen zurückgebung einer quittung außzuzahlen. Weil sich aber Fichtell solches gentzlich geweigert und zuförderst seine handschrifft haben wollen, weil ihme aber allerhand trangsall zugefügt worden und er ein solche starcke summe gelt in der eill nicht uffbringen können, alß hat er noch ein handschrifft uber sich geben müßen, solche 1000 thlr in einem jahr zu erlegen“.[20]

Der in schwedischen Diensten stehende finnische Obrist „Hastver war also im Begriff, in Franken ein einheimisches Regiment zu Fuß und eines zu Roß zu werben. Als Sammelplatz für sein Vorhaben hatte er Lichtenfels[21] gewählt. Das ganze Vorhaben scheint jedoch nur sehr langsam vorangegangen zu sein, obwohl am 27. November bereits 15 Ämter des Hochstifts als Musterplätze ausgewiesen waren (Looshorn VI, S. 182). Interessant dabei ist, daß bis zu diesem Zeitpunkt der Bamberger Fürstbischof die Werbeaktionen Hastvers tolerierte, da die von Feldmarschall Gottfried Heinrich von Pappenheim[22] nach Forchheim[23] und Bamberg[24] abkommandierten bayerischen Regimenter der Obristen Hans Wolf von Salis (dieser schickte am 13. Dezember 1631 eine Kompanie Dragoner aus seinem Regiment mit dem Hauptmann Georg Kempf nach Kronach[25] in Garnison, s. Looshorn VI, S. 190) und Raimond d’Espaigne (Kavallerie) dagegen einschreiten wollten, doch ‚der Fürstbischof wollte es nicht und gebot Ruhe zu halten‘ (Looshorn VI, S. 184, 187)„.[26]

„Bereits am 23. November 1631 waren auf Veranlassung des Feldmarschalls Pappenheim 5 Kompanien zu Roß unter Oberst Raymond d’Espaigne und 500 Mann zu Fuß aus dem Regiment Johann Wolf von Salis unter Hauptmann Eppenauer aus Forchheim nach Bamberg zum Schutz der Stadt abkommandiert worden. Der Bischof hatte gegen diese eigenmächtige Einquartierung heftig protestiert. Am 4. Dezember schrieb er dem Generalwachtmeister Timon von Lindlo [Lintelo; BW], zu diesem Zeitpunkt noch kurbayerischer Kommandant in der Oberpfalz, und bat ihn ‚das Regiment  des Obristen de Spagne [Espaigne; BW], daß in der Stadt so übel haust, aufs ehest abzuberufen‘. Die Bitte wurde mit einer Sendung Wein untermauert. Wie berechtigt die Bedenken des Bischofs waren, zeigte sich[,] als die schwedischen Truppen unter Gustav Horn in Bamberg einmarschierten. Bereits am 10. Februar waren 5 Cornets, zumeist aus fränkischen Adeligen bestehende Reiter und 2 Fahnen Fußvolk vor der Stadt eingetroffen. Am nächsten Tag, dem 11. Februar 1632, näherte sich die schwedische Hauptmacht, nach Heilmann aus 18.000 Mann und 30 Geschützen bestehend. Vor Tagesanbruch verließ die gesamte Besatzung, Obrist d’Espaigne mit seinen Reitern und Hauptmann Michael Heinrich von Lüdinghausen (gen. Wolff) mit dem Salis’schen Fußvolk, die Stadt. Diese Truppen quartierten sich bei Zochenreuth (nahe Aufseß[27]) und Waischenfeld[28] ein. Der Bischof und die Domherren hatten sich, wie üblich, nach Forchheim in Sicherheit gebracht. Der Bürgermeister Sebastian Meyer entfloh im Hemd. Die weitgehend unbefestigte Stadt war nun vollkommen auf sich gestellt. Feldmarschall Horn ließ die Stadt durch zwei Trompeter zur Übergabe auffordern und schickte den Obersten Georg Wulf von Wildenstein als Kommissionär. Während in der Residenz die Übergabebedingungen von den Vertretern der fürstlichen Regierung und den städtischen Behörden aufgesetzt wurden, war ein Teil der Reiterscharen Horns bereits über den Kaulberg in die Stadt herein gezogen, wurde jedoch durch die immer noch zum Widerstand entschlossenen Bürger, die sich im Rathaus verschanzt hatten, am Übergang über die östliche Regnitzbrücke gehindert. Mittlerweile waren auch die angeforderten Ausschüsse vom Obermain, aus Marktzeuln[29] und Burgkunstadt,[30] von Hallstadt[31] kommend in der Stadt eingetroffen. Obwohl die Übergabebedingungen dem Feldmarschall Horn bereits von Dr. Anton Winter überbracht worden waren, entbrannte im Westen der Stadt ein verbissener Kampf um die ‚Seeßbrücke‘ (diese war aus Holz und stand an der Stelle der heutigen Kettenbrücke). Die schwedischen Truppen wurden dreimal zurückgeworfen, die Brücke teilweise abgeworfen. Der Kampf um die Brücke dauerte von drei Uhr nachmittags bis gegen Mitternacht. Letztendlich mußten die Verteidiger zermürbt und wegen Mangel an Munition der Übermacht weichen. Soweit der Bericht der Statthalter und Räte vom 13. Februar an den Bischof.

Der Bericht der Nonne vom Heiligen Grab, Maria Anna Junius (abgedruckt im BHVB 52, S. 53), relativiert die Ereignisse etwas: ‚Das Schießen hat angefangen um 6 Uhr und gewährt bis zu früh um 1 Uhr, denn etliche Bürger sind auf dem Rathause gewesen, die haben gar stark herüber auf die Feind geschossen, daß sich kein Feind herfür vor die Häuser hat wagen dürfen; denn sie haben sie geschwind niedergeschossen. Wann wir in die Stadt gesehen haben, so haben wir nichts als Feuer gesehen, daß unser Kloster licht davon worden ist. Auch hat man diese Nacht dahausen beim Gericht [vor dem Langasser Tor, etwa auf der Höhe Schützen-/Amalienstraße] ein großes Feuer geschürt, daß die Feinde haben meinen sollen, es sei Volk vorhanden, denn wir haben alle Stund gemeint, es werde Volk uns zu Hülf geschickt, aber da ist kein Mensch kommen; denn der Ausschuß, der zu Abends kommen ist und Lärmen gemacht hat [Alarm geschlagen], ist aller ausgerissen [sic !]. Die Bürger, so noch auf dem Rathaus gewesen, deren gar wenig waren, haben sich gar ritterlich gewehrt; um 12 Uhr [Mitternacht] hat man in der Stadt umgeschlagen, die Bürger sollen aufs Rathaus kommen, da kamen auf dem Markte ihrer 6 zusammen und als sie aufs Rathaus kamen, waren es noch 2. Auf dem Rathaus waren noch 12 Männer; sie sagten, wenn noch 12 Bürger da wären, wollten sie sich halten, bis es Tag würde; nun aber wollten sie auch weggehen‘. Tatsächlich war die Stadt, entgegen der aufgeregten Schilderung der Räte, fast widerstandslos an die schwedisch-protestantischen Truppen übergegangen. Die Nonnen vom Heiligen Grab baten in den frühen Morgenstunden den Obersten Wildenstein, der bereits im Gasthaus zur Gans am Marktplatz residierte, um eine Schutzwache, die ihnen durch Vermittlung seines Vetters (des fürstbischöflichen Rats Jobst Gabriel von Wildenstein) und seines Fuchs von Dornheim, eines Vetters des Bischofs gewährt wurde“.[32]

Der schwedische Kapitän Blum war 1632 zusammen mit Hamilton und Mortaigne bei Landsberg[33] in Gefangenschaft geraten und sollte auf Befehl Maximilians I. von München in die Festung Ingolstadt[34] verbracht werden. Am 10.1.1633 schrieb Maximilian I. an den Münchner Kommandanten Hans Wolf von Salis: „’Wir vernemmen mit hohem Befremden, welcher gestalt die zu Landsperg gefangene Schwedische offiziere bißhero zu München in der Statt öffentlich hin: und widergangen, sich lustig erzaiget, ohne Scheich (Scheu) geferliche Droworth ausgestossen und bey dir selbst zu Gast gewest. Wann uns aber zu sonderm mißfallen geraicht, daß du ermelte gefangene nit in besserer Verwahrung: (sie auch) noch darzu selbst zu gast gehalten mit mit Ihnen freundschafft gemacht (hast), Alß wollen wür Dir’s hiemit ernstlich verwiesen haben‘. Wofern sich in der anzustellenden ‚Inquisition‘ ergebe, daß unter den noch zu München verbliebenen ‚gemeinen officiren‘ einer oder der andere solche Drohungen verlauten lasse, so sollen solche ‚in einer Thurmgefänckhnuß als etwa in dem Teschenthurm verwahrt, die ybrigen aber enge und vor aussreissen sicher gehalten werden‘. In einem eigenhändigen Zusatz droht der Kurfürst noch: ‚denn sollte durch diese zu viil gebne libertät einer oder der Andere ausreißen, (so hatten wür solches bey deinem Khopf billich zu suchen‘ „.[35]

„Um den geplanten Zug der schwedisch-protestantischen Armee nach Regensburg[36] weiter voranzutreiben, beschloß der schwedische Feldmarschall Gustav Horn die Eroberung von Neumarkt.[37] Bereits Ende März hatte die Stadt Nürnberg[38] durch den Abgesandten Jobst Christoph Kreß den schwedischen Truppen bei einem solchen Unternehmen in der Oberpfalz die Unterstützung durch Truppenkontingente unter dem Generalmajor [Balthasar v.; BW] Schlammersdorff zugesagt (ebd. S. 89). Am 25. Juni brach Horn mit einem Teil der Armee vom Feldlager in Donauwörth[39] auf (Bernhard befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade bei Oxenstierna in Heidelberg,[40] um wegen der Zahlungsforderungen seiner Regimenter zu unterhandeln). Unterwegs überfiel Horn bei Beilngries[41] ein Geschwader Reiter und Kroaten, welche die Festung Wülzburg[42] von Ingolstadt aus verproviantiert hatten. 150 Kroaten wurden niedergemacht und 300 Pferde mit Sätteln und Pistolen erbeutet. Am 27. Juni kam Horn mit 16.000 Mann zu Roß und Fuß vor Neumarkt an, worin 6 Kompanien vom kaiserlichen Regiment Montecuccoli und eine Kompanie vom bayerischen Reiterregiment (Hans Wolf) von Salis lagen. Von Nürnberg forderte Horn zur Unterstützung täglich 38.000 Pfund Brot, mehrere Geschütze und Munition.

Der Generalmajor Schlammersdorff traf am 29. Juni mit den Hastver’schen Truppen und 2 halben Kartaunen vor Neumarkt ein, welche noch am selben Abend vor der Stadt aufgepflanzt wurden. Man ließ die Garnison durch einen Trommelschläger zur Übergabe auffordern, welcher jedoch von der Besatzung erschossen wurde. Hierauf ließ Horn die ganze Nacht mit Stücken auf die Stadtmauern spielen und Bresche schießen. Alles war zum Sturm bereit und die Soldaten so erzürnt, daß man sie kaum vom Stürmen abhalten konnte. Am Morgen des 30. Juni ergaben sich die Belagerten auf Gnade und Ungnade. Das Fußvolk stellte sich bei den Belagerungstruppen unter“.[43]

„Am gleichen Tag, an dem die Veste Coburg[44] übergeben wurde, fiel nach mehr als sechsmonatiger Belagerung auch die protestantische Hochburg Augsburg[45] an die Kaiserlichen. Bereits am 12.9.1634, sechs Tage nach der Schlacht bei Nördlingen,[46] war die Stadt durch den Deutschordensmeister Kaspar von Stadion zur Übergabe aufgefordert worden. Das Aufforderungsschreiben war jedoch nicht beantwortet worden.[47] Dessen ungeachtet hatten Kommandant und Bürgerschaft sämtliche Vorbereitungen zur Verteidigung der Stadt getroffen. Augsburg wurde anfänglich nicht förmlich belagert, sondern durch bayerische Truppen blockiert. Zu diesem Zweck wurden die Lechübergänge bei Augsburg, Rain und Landsberg[48] besetzt und somit die Stadt von möglichen Versorgungslinien, vor allem aus Memmingen[49] und Ulm,[50] fast vollständig abgeschnitten.

Die Belagerungstruppen bestanden aus den bayerischen Regimentern Stephan Binder (Arkebusiere), Caspar Schnetter (Fußvolk), Jan von Werth (Dragoner), Hans Wolf von Salis (Dragoner und Kroaten), Salzburg (Fußvolk, 1633 von Piccolomini geworben, ab 1635 unter bayerischen Befehl) und Hans Heinrich von Haslang (Fußvolk). Die Dragoner Werths wurden nach der Ankunft von Wahls Dragonern, welche aus der Oberpfalz anrückten, wieder abgelöst. Das Kommando über dieses Blockadekorps hatte seit dem 17. September der bisherige Kommandant der Oberpfalz, Feldmarschall-Leutnant Joachim Christian Graf von der Wahl, unterstützt durch den Obersten Sebastian von Pörring. Die Besatzung Augsburgs bestand aus dem Alten Blauen Regiment des seit April 1633 von Oxenstierna zum Augsburger Gouverneur ernannten Oberst Johann Georg aus dem Winckel und dem finnischen Savolax-Regiment unter dem Kommando des Obersten Caspar Ermes und des Majors Georg Paykull. Letzteres war im Juli 1634 durch den schwedischen Feldmarschall Gustav Horn von Königshofen und Schweinfurt hierhin verlegt worden. In den zeitgenössischen Berichten wird Winckel stets als ‚Gubernator‘, Ermes als der Kommandant oder einfach nur Oberst genannt. Die beiden Fußregimenter wurden noch durch 300 Dragoner ergänzt.

Als bewährtes Mittel der Blockade wurden kroatische Streiftrupps eingesetzt, um die Stadt hermetisch abzuriegeln, Sabotageakte durchzuführen und die umliegende Bevölkerung zu terrorisieren. Am 28. September wagten sich die Kroaten bis dicht vor die Mauern von Augsburg und raubten das Vieh der nächstgelegenen Dörfer. Die Tatsache, daß man sie aus der Stadt beschoß, auch einen Ausfall auf sie machte, machte keinerlei Eindruck: am 1. Oktober brannten sie 2 Mühlen in Göggingen[51] nieder. Am folgenden Tag begannen 9 Kompanien beim sogenannten Ablaß (Stauwehr am Lech mit Ableitungskanal zur Wasserversorgung) die Wehre mit Kies zu verschütten, so daß von dort kein Wasser mehr in die Stadt fließen konnte. Der Besatzung gelang es jedoch, diese am Abend wieder in Stand zu setzen. Gleichzeitig brannte sie vorsorglich die Brücke oberhalb des Ablaß ab, um das Übersetzen vom anderen Ufer zu erschweren. Die Belagerer ließen sich aber davon nicht von ihrer Strategie abbringen, zumal ihnen Kurfürst Maximilian von Bayern aufgetragen hatte, der Stadt ‚obverstandenermaßen das Wasser zu benehmen und sie dadurch verhoffentlich bald zur Ergebung zu bezwingen‘. Man begann deshalb am 4.10. den Brunnenbach und die Sinkel abzugraben. Auch diese wurden von der Besatzung wieder in ihren ursprünglichen Stand versetzt. Am 5.10. fand ein Gefecht mit den Kroaten statt, welche erneut versuchten, die Wasserversorgung zu stören. Um weitere Zwischenfälle dieser Art zu verhindern, ließ der Kommandant den Ablaß beim Siechenhaus St. Servatius sowie die dortige Kapelle abbrennen. Den hohen Ablaß brannten die Kroaten selbst nieder.

Feldmarschall-Leutnant von der Wahl hatte am 3. und am 16. Oktober der Stadt einen Akkord angeboten, worin er sich erbot, die Dinge dahin zu verhandeln, daß die Stadt bei ihren Privilegien und ihrer Religion belassen würde. Beide Schreiben Wahls wurden jedoch nicht beantwortet. Die Stadt hatte zu diesem Zeitpunkt Ursache, allen Übergabeangeboten kritisch gegenüberzustehen. Chemnitz erfaßt die Ausgangssituation wie gewöhnlich richtig, wenn er schreibt: ‚Zudeme war der Feind nach der Nördlinger Schlacht so hochmütig und vermessen, das er in denen hernachmahls occupirten Plätzen fast niemahls accord gehalten, sondern die gvarnisonen, wider gegebene parole ruinieret: Das also, war vor promesse und schriftliche Versicherung er geben könte oder möchte, auch mit was praetext Er es versprechen thete, der accord jedoch ohne völlige[n] ruin nicht würde abgehen‘. (Bd. II, S. 656). Die Augsburger setzten im November des Jahres 1634 deshalb auf Unterhandlung mit dem sächsischen Kurfürsten, um eventuell mit in die laufenden Pirnaer Friedenstraktate einbezogen zu werden. Diese Hoffnung zerschlug sich allerdings, da innerhalb dieses Verhandlungsspielraumes die Forderungen Augsburgs nicht erfüllt werden konnten.

Mittlerweile hatte Wahl den Belagerungsring um die Stadt enger gezogen, so daß Hunger und Infektionskrankheiten immer mehr um sich griffen. Gegen Ende des Jahres 1634 waren bereits 4664 Personen und Hunger und an der Pest gestorben. Dies war dennoch erst der Anfang. Mit Beginn des Jahres 1635 verschlimmerten sich die Zustände dramatisch. Da die Wege nach Ulm und Memmingen blockiert waren, machte die Augsburger Garnison am 1. Februar 1635 einen Ausfall und überfiel das Städtchen Aichach.[52] Die Tore wurden mit Petarden aufgesprengt und die dort liegende bayerische Besatzung vom Regiment des Obersten Friedrich von Schletz unter dem Obristwachtmeister Antonio Valtorto überwältigt. Der Major, sein Fähnrich, alle Unteroffiziere und 84 Gemeine wurden gefangengenommen. Der gesamte Proviantvorrat Aichachs wurde nach Augsburg transportiert. (Chemnitz II, S. 654). Dieser Vorrat war aber nur ein Tropfen auf einen heißen Stein und reichte nur wenige Tage. Als er aufgezehrt war, suchten die Menschen alles zusammen, was sie irgendwie verdauen konnten: ‚Hunde, Katzen, Mäuse und dergleichen waren nicht mehr zu bekommen. Das Pferdefleisch war bei den Vornehmsten ein allgemein, und das beste Gerichte. Der anderen Leute verschmachteten täglich viele vor Hunger, fielen und sunken auf freyer Gasse darnieder. Nicht nur die Todten, sondern mehr andere vnnatürliche Sachen wurden angegriffen vnd, das Leben damit ein zeitlang aufzuhalten, hervorgesucht‘. (Ebd. S. 655). Als auch hiervon nichts mehr zu bekommen war, kochten die notleidenden Menschen Leder, verzehrten Aas und menschliche Leichen. Es gab sogar Berichte, nach denen Eltern ihre gestorbenen Kinder aßen. ‚Es wandelten menschliche Gerippe auf der Gasse umher und priesen das Glück der Todten. Gegen die letzte Zeit starben gewöhnlich hundert und mehr Menschen an einem Tag‘. (Stetten, Geschichte von Augsburg II, S. 369). Nachdem schließlich auch die letzten Vorräte zur Neige gingen, trat man in Übergabeverhandlungen mit dem zu Stuttgart weilenden Generalleutnant Matthias Gallas. Zuvor hatte der weimarische Generalleutnant Lorenz von Hofkirchen, der sich nach seiner am Vortag der Nördlinger Schlacht erhaltenen Verwundung immer noch in Ulm aufhielt, dem Augsburger Gouverneur Winckel den Vorschlag gemacht, sich mit der Garnison ohne Akkord und unbemerkt, samt Munition, Geschützen und unter Mitnahme der Münchener Geiseln, nach Ulm zu begeben. Dieses Ansinnen wurde jedoch von Winckel vernünftigerweise als undurchführbar und unehrenhaft abgelehnt. (Chemnitz II, S. 656). Nach langwierigen Verhandlungen kam schließlich am 13. März 1635 ein Übergabevertrag zustande. Es wurde vereinbart, daß Augsburg eine freie Reichsstadt bleiben konnte, hingegen mußte es in Bezug auf Religion und Kirchengüter bei den vom Kaiser im Jahr 1629 im Zuge des Restitutionsediktes getroffenen Anordnungen bleiben. Die Stadt mußte 300.000 Gulden an den Kaiser und 80.000 Gulden zur Erstattung der Belagerungskosten an den bayerischen Kurfürsten zahlen. Die im Mai 1632 aus der Münchner Kunstkammer geraubten Schätze mußten zurückgegeben und die Münchner Geiseln ohne weitere Ansprüche freigelassen werden.

Am 28. März 1635 verließ die schwedische Garnison unter Winckel und Ermes die Stadt und marschierte nach Thüringen ab. Das finnische Regiment unter Caspar Ermes begab sich nach Erfurt.[53] In Augsburg rückte eine Garnison von 14 Kompanien kaiserlichen und 6 Kompanien bayerischen Truppen unter Caspar Schnetter ein. Der bayerische Generalfeldzeugmeister Ottheinrich Graf Fugger[54] wurde zum neuen Gouverneur ernannt, dem die Stadt monatlich 2000 Reichstaler zahlen mußte. Auch die ursprünglichen Akkordbedingungen wurden, wie zu erwarten war, nicht eingehalten. Der evangelische Stadtrat wurde abgesetzt und für einige Zeit im Rathaus arrestiert, dafür ein katholischer eingesetzt. Sämtliche Kanonen, welche die Schweden aus München mitgenommen und im Augsburger Zeughaus eingelagert hatten, mußten bis Ende April auf Kosten der Stadt wieder nach München gebracht, auch Umgießungs- und Reparaturkosten in Höhe von 9000 Gulden bezahlt werden. Die Bürgerschaft wurde am 2. April entwaffnet, die Besatzung auf 5000 Mann verstärkt, jedoch nach einiger Zeit auf 2600 und nach acht Monaten auf 1000 Mann verringert. Die evangelischen Kirchen wurden, bis auf eine, gesperrrt, so daß die Protestanten den Gottesdienst unter freiem Himmel halten mußten. Zudem wurden alle evangelischen Schulen geschlossen und die Schuldiener entlassen. Auch sonst hatte die Bürgerschaft noch lange zu leiden. Die Häuser wurden als frei erklärt, so daß nicht nur Garnisonssoldaten, sondern auch andere Personen sich nach Belieben einquartieren konnten. Schließlich waren von den 80.000 Einwohnern, die Augsburg zu Mitte des Jahres 1632 noch gezählt hatte, nur noch 18.000 Personen in 2400 Haushalten übrig. (Die Schilderung der Belagerung und Einnahme Augsburgs, wo nicht anders vermerkt, nach Chemnitz II, S. 653-663 und Heilmann II, S. 516-519)“.[55]

Der Hildesheimer[56] Arzt und Chronist Dr. Jordan hält in seinem Tagebuch unter dem 22.8./1.9.1636 fest: „H. General H. Georg ziehet mit dem Kayserl. Obristen Salir von hinnen nach Lawenstein,[57] wohin der Feldmarschalk Götze [Johann v. Götz; BW] auch komen wollte“.[58] 21.10./31.10.1636: „Genweal-Majeur Salis von Feldmarschalk Götzen Armee komt anhero“.[59]

Der schwarzburg-sondershausische Hofrat Happe hält in seiner „Thüringischen Chronik“ die Züge des Reiterregiments von Salis fest: „Den 10. Juni [20.6.1637; BW]ist das keyserliche Salische Regiment, welches hiebevor Höpping [Gottschalk Hepping; BW] gehabt, und darbey der Obriste Lieutenant Claus von der Decken, auch Obrister Wachtmeister von der Dannen zu Badra[60] ankommen. Dis Regiment hat |vorm Jahre| der Obriste Höppingck in der Grafschaft Schwartzburg geworben“.[61]

„Den 12. Juni [22.6.1637; BW] haben die Salischen Reuter Meinem Gnädigen Herrn Graf Antonio Heinrichen vor Sondershausen[62] eine gantze Heerde Lemmer genommen“.[63] „Eodem [die] sind die Salischen Reuter in die Grafschaft Hohnstein[64] gezogen“.[65] II 126 v: „Eodem [die] [14./24.6.; BW] das Salische Regiment durch das arme Amt Keula[66] nach Schlotheim[67] marchiret“. „Den 19. Juni [19.6.; BW] ist das Salische Regiment zu Abends umb 8 Uhr alhier zu Ebeleben[68] eingefallen und mit Gewalt Quartier genommen, haben fast alle Quartier ausgeplündert, mir zweene junge Fohlen, dem Schäfer ein Pferdt, dem Hofmeister ein Pferdt, Brellern ein Pferdt, Clauß Schertzbergen ein Pferdt, drey Pferdt zu Wiedermuth und zwey Pferde zu Rockensußra, auch viel Viehe genommen. Den 20. Juni sind diese Raubvögel mit dem gestohlen Guthe nach Clingen gezogen“.[69] „Den 21. Juni [1.8.; BW] sind die Salischen Reuter von Clingen[70] nach Günstedt[71] und Weißensee[72] gezogen“.[73] „Sind wir elendiglich geplündert, beraubet, gemartert und geplaget worden von den Sperreuterischen und Salischen Soldaten, sonderlich haben die Sperreuterischen sehr barbarisch tyrannisiret“.[74]

Am 31.7.1637 schrieb der sächsische Kurfürst an Gallas,[75] er werde am 9.8. [30.7. a. St.] eine Zusammenkunft mit Dam Vitzthum von Eckstätt haben. Der schwedische Kommandant von Erfurt [Christoph Heinrich v. der Goltz; BW] habe bei einem Ausfall den Regimentern Salis und Sperreuter beträchtlichen Schaden zugefügt. Einer ihm zugegangen Nachricht zufolge hätten die sächsischen Herzöge und Altenburg und Weimar ihre Legaten zu Verhandlungen nach Erfurt entsandt.[76]

Happe notiert weiter:„Den 12. August [22.8.; BW] sind etzliche reuberische Diebe von den Salischen zu Bendeleben[77] eingefallen und etzliche Pferde genommen. Die sind aber verfolget, der Diebe 8 todt geschossen und einer gefangen worden“.[78]

„Eodem [die] [30.11./9.12.; BW] das Salische Regiment nach Gottern[79] kommen. Dezember 1637 Den 1. [11.12.; BW ist das Salische Regiment nach Großmehlra[80] kommen. Den 2. ist dis Regiment in Großbrüchter[81] und Toba[82] gezogen. Eodem [die] sind unbilligerweise 50 Reuter in Clingen geleget worden von des Obristen Haubitzen [Haugwitz; BW] Regiment wegen ungestendiger Fourage zu exequiren. Den 3. sind diese Presser in Großenehrich[83] gerücket. Eodem [die] ist das Salische Regiment von Toba nach Großfurra[84] verrücket, haben den Abschied genommen wie der Ratz vom Taubenhause“.[85]

Aus Loitz[86] schrieb Klitzing am 9.12.1637 an Salis: Laut Gallas‘ Beschluss werde er in Hinterpommern einfallen, da Banér nun zur Eroberung Usedoms[87] abmarschiert sei. Er sei bereit, sich Salis‘ Befehlen zu unterwerfen und bat um Zustellung mehrerer Kanonen.[88] Bei Happe heißt es: „Den 7. Dezember [17.12.1637; BW] die Salischen im Ambt Bodungen[89] gelegen“.[90]

Im Dezember 1637 informierte der kaiserliche Generalleutnant Gallas Feldmarschall Melchior von Hatzfeldt über seine Besetzung von Schloss Wolgast[91] und Demmin[92] und von Haus Spangau[93] durch Generalwachtmeister von Salis.[94]

Am 14.5.1638 sandte Salis an Gallas eine Kopie seines an den brandenburgischen Generalleutnant Klitzing gerichteten Schreiben vom selben Tag. Dieser begann die Belagerung Anklams[95] und habe von ihm, Salis, Unterstützung bei den Kämpfen verlangt. Zugleich berichtete er ihm, dass Banér bei Anklam war, sich dann aber wieder nach Stettin[96] zurückgezogen habe. In seinem Schreiben an Klitzing warnte Salis vor den Hindernissen bei der Belagerung Anklams, die von allen Seiten angegriffen werden sollte, sowie vor der von Banér drohenden Gefahr, der sich sicher nicht auf die Sperrung der Oder und die Instandsetzung der Brücken beschränken werde. Salis versprach, im Bedarfsfall 1.000 Reiter zu Hilfe zu schicken, und wies auf die Notwendigkeit hin, auch Herman Wrangels bei Stralsund[97] stehende Armee im Auge zu behalten. Obrist Christian von Münster sei angewiesen worden, am 15.5. bei Stettin Alarm zu schlagen. Ferner teilte er mit, dass er auf das Feldlager Carl Gustav Wrangels bei Barth[98] einen Angriff unternehmen wollte; dieser misslang aber, da er und seine Leute statt in der Nacht erst am Morgen das Lager erreichten und daher kehrtmachen mussten.[99]

Am 4.6.1638 schrieb Georg Wilhelm von Brandenburg an den kaiserlichen Kommandierenden Gallas: Er habe beschlossen, den Angriff auf Anklam bis zu Gallas‘ Rückkehr zu verschieben. Er hoffe, in der gegenwärtigen günstigen Jahreszeit würden Aktionen gegen den Feind unternommen; er selbst werde zusehen, dass sich seine Soldaten fester Plätze bemächtigten und so die Basis für einen Angriff auf das von schwedischen Truppen besetzte Stettin geschaffen werde. Zu diesem Zweck wolle er zwei Brücken bei Oderberg,[100] später noch eine bei Schwedt,[101] gegebenenfalls woanders, schlagen lassen. Er möge Salis anweisen, einerseits die 11 Regimenter zum 22.6. nach Neustadt-Eberswalde[102] zu kommandieren, anderseits sich an den genannten Aktionen mit den ihm unterstellten Reiter- und Infanterieabteilungen selbst zu beteiligen. Er dankte für die an Obrist Otto Christoph von Sparr erteilte Instruktion betreffs der Festungen Landsberg[103] und Dömitz,[104] sowie für den Befehl an Sparr, für gewisse Zeit ihm, dem Kurfürsten, zur Verfügung zu stehen. Gallas möge die Übernahme der Festung Dömitz beschleunigen, da Kracht beordert werde, sich mit seinem Regiment am 19.6. in Spandau[105] einzufinden.[106] Gallas schrieb am 25.6.1638 aus Grabow[107] an Ferdinand III., er habe die Truppenkonzentration des Kurfürsten von Brandenburg in Neustadt a. d. Spree[108] mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, hätte sich auch gern selbst beteiligt, sei aber, als er von ihrem Aufschub hörte, mit Rücksicht auf mögliche Aktionen des Gegners nicht hingefahren, sondern habe Salis, Caba und seinen Adjutanten hingeschickt.[109]

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet: „Kurtz vor Ausgang dieses Monats [Juni bzw. Juli 1638; BW] hat der Käyserl. Gener. FeldZeugmeister / Freyherr von Salis das Fürstliche Haus Wolgast / mit Munition und Proviant auff eine Zeitlang genugsamb versehen / welches zu verhindern / ob wol I. Excellentz der alte Schwedische Feld-Marschall [Herman; BW] Wrangel sich unterstanden / in deme er 2. starcke Truppen in den nechsten Wald versteckt / er aber in dessen mit etlich 100. Mußquetirern und kleinen Feldstücklein an einen Dorff haltend / verblieben / seynd gleichwol die Kayserischen fortgangen / und nachdem sie beyde unter wegs einander angetroffen / hat der Käyserische Obr. Herr von Hohen Rechberg / selbsten auf die Schwedische angesetzt / deme Freyherr von Salis also starck succurirt / und so lange gefochten / biß endlich die Schwedische (welche sich auff bemelten Wrangels Entsatz verlassen / und aber zulang aussen geblieben war) sich zum reißaus schicken müssen / und ihrer bey 300. sitzen blieben / welches Volck Ihr Excell. Herr FeldMarschall Wrangel nicht so viel / als die beschehene Proviantirung deß Schlosses Wolgast / gedauert / obs zwar die Käyserischen fast gleichen Verlust gekostet / weil ihrer nicht viel weniger dann der Schweden drauff gangen“.[110]

Auch aus Warnemünde[111] trafen am 4.9. schlechte Nachrichten ein. Der dortige Kommandant der Schanze, Peter Ludwig von Matzdorf, teilte Gallas mit: Generalfeldzeugmeister Salis liege noch bei Malchin.[112] Der Feind stehe mit 150 Pferden in den hiesigen Schanzen und im Dorf Driedrichshagen[113] und habe seine Wachtposten zwischen den Schanzen und dem Dorf so aufgestellt, dass niemand durchkommen könne. Die feindlichen Truppen seien bis Warnow[114] vorgedrungen, lägen aber jetzt zwischen Wismar und Doberan.[115] Auf der anderen Seite rücke der Feind in großer Stärke von Ribnitz[116] und Damgarten[117] vor und hindere ihn, M., daran, den Übergang über das Wasser zu halten. Doch sei es in der Nacht gelungen, den Feind zu vertreiben, so dass der Weg nach Rostock[118] wieder offen sei. Hierorts habe er Schwierigkeiten mit dem Mahlen von Getreide und werde es zum Mahlen nach Dänemark oder Holstein schicken müssen. Im Postskriptum hieß es: Die schwedischen Schiffe seien da und führen hin und her, es sei jedoch kein Militär auf ihnen.[119]

Aus seinem Feldlager bei Malchin informierte Gallas am 5.9.1638 Braganza sehr ausführlich über die Gesamtlage auf dem Kriegsschauplatz: Nach Braganzas Abreise habe er am 18.7. sämtliche zum Schutz der Küste eingesetzte kaiserlichen Truppen, Reiterei und Fußvolk, nach Dömitz beordert, um Banérs Absichten zu vereiteln. Er habe den Kurfürsten von Brandenburg und dessen Oberbefehlshaber Klitzing nachdrücklich aufgefordert, die Truppen zu vereinigen und nach Prenzlau[120] zu ziehen, während er selbst auf der anderen Seite gegen Neubrandenburg[121] marschierte, um sich auf diese Weise unterstützen zu können und zusammen mit Feldzeugmeister Salis die gegnerischen Versuche, nach dem Flussübergang bei Loitz[122] in Vorpommern Fuß zu fassen, zunichte zu machen. Der Kurfürst aber entgegen jeder Erwartung die Musterung seiner Truppen bei Zehdenick[123] erst am 5.8. anbefohlen. Inzwischen habe Banér den Stand seiner Truppen erhöht – nach Aussagen von Kundschaftern, Überläufern und Gefangenen angeblich auf 10.000 Reiter und 14.000 Infanteristen – , habe die Verspätung genutzt und die Garnsion in Gartz[124] angegriffen; die Festung sei dem Erdboden gleichgemacht worden. Das Brandenburger Heer habe die Ansicht vertreten, der Gegner werde nach der Besetzung von Oderberg,[125] Frankfurt,[126] Landsberg[127] und Schlesien seine  Truppen an der Order und Warthe dislozieren. Daher sei für notwendig erachtet worden, dass er, Gallas, mit Rücksicht auf den Schutz der kaiserlichen Provinzen und des Gebiets beider Kurfürsten Brandenburg und Sachsen sowie im Interesse der notwendigen Truppenvereinigung Neuhaus[128] zu seinem Standort wähle, das sowohl in der Nähe der Truppen des Brandenburgers als auch unweit von Salis‘ Truppen liege. Als am 6.8. der Kurfürst mit seinem Heer zwischen Zehdenick und Gransee[129] heranrückte, hätten sich bereits Gerüchte verbreitet, der Gegner habe bald Neubrandenburg, bald Ueckermünde[130] umziegelt oder sei über die Peene und Anklam[131] nach Vorpommern vorgedrungen, und habe Loitz, Demmin und Wolgast[132] besetzt. Schließlich habe es sich herausgestellt, dass er nur Loitz, mit dessen Verteidigung Salis den Kurfürsten von Sachsen betraut hatte, überfallen und schnell erobert hatte. Damit habe nun der Gegner freien Zugang nach Vorpommern sowie die Möglichkeit gewonnen, sich entweder über Usedom[133] und Swinemünde[134] nach Hinterpommern und Schlesien oder auf der anderen Seite über die Peene und die Trebel ins Herzogtum Mecklenburg zurückzuwenden. Nachdem er, Gallas, festgestellt habe, dass sich ihm der Gegner nur über Demmin nähern könne, habe er als günstigsten Standort Malchin gewählt, von wo er den Gegner nicht nur in seinen Bewegungen an Elbe und Oder verfolgen, sondern sich ihm auch stellen könne, sollte er die Peene oder Trebel überschreiten.[135]

Salis stand im Januar 1639 noch in Tangermünde.[136] In der Korrespondenz mit Hatzfeldt ging es um die Zuweisung von Quartieren in Goslar,[137] Mühlhausen,[138] Nordhausen,[139] im Stift Halberstadt[140] und in den Grafschaften Hohnstein[141] und Stolberg-Wernigerode.[142] Aus der Grafschaft Stolberg-Wernigerode ist überliefert: „Im Jenner kamen allhier in der Grafschafft an des General Feld-Zeugmeisters von Saliß Völcker / begehrten vor 3 Compagnien Qvartier in der Grafschafft Stolberg und vor 4. Compagnien in der Grafschafft Wernigeroda. Weil aber unsere gnädigste Herrschafft von wegen ergangenen Craiß-Schlusses zu Leipzig / allda die Ober-Sächsischen Craiß-Stände 120. Römer einfache Monats-Gelder verwilliget / und dagegen dieselben mit Einqvartirung solten verschont bleiben / anfangs sich nicht dazu verstehen wollen / ist unter dessen das Amt Roßla[143] / mit den Dörffern Berga[144] und Urbach[145] / von solchen Völckern gäntzlich ruinirt worden. Letzlich kamen anher nebst einem Obrist-Lieutenant / Wilhelm von Einhausen genannt / (welcher im Gasthofe wohl 150. Thaler verzehret) 7. Compagnien / begehrten Qvartier / wurden aber nicht eingelassen / und unterdessen die gesamte Bürgerschafft mit den Bauren ins Gewehr erfordert / biß endlich die Sache also verglichen worden / dass man 4. Compagnien durch die Stadt nach Breitenstein gelassen[146] / und die übrigen 3. Compagnien / welche mit den Officirern über 50. Mann nicht starck waren / ins Amt Roßla / Häyn[147] und Stolberg eingetheilet worden / auch diese in Rottleberoda[148] verbleiben und ihr Proviant und Geld hinaus geschickt werden müssen. Den 27. dieses kamen die nach Wernigeroda gewidmete 4. Compagnien unter der Predigt wieder zurück / weil man sie dort nicht einlassen wollen / und dräueten / mit Gewalt in die Stadt zu dringen / und Qvartier zu nehmen / wenn man sie nicht einlassen wolte. Da kam es endlich auf einen gütigen Vergleich à 70. Thaler an Gelde / ein gut Pferd 50. Thaler werth / 3. Faß Bier 500. Pfund Brodt. Sie wurden darauf von der in Gewehr stehenden Bürgerschafft nach Berga begleitet / und hätten sich gerne länger in der Grafschafft aufgehalten ( wenn nicht gleich das Gerücht von des Schwedischen Kriegs-Raths und Feldmarschalls Johann Banniers anmarchirenden Völckern sie aufgetrieben hätte. Ob man aber wohl vermeinet / die Soldaten hätten für Furcht wegen der Schweden die Grafschafft gantz Qvittiret / so kam doch den 28. wieder ein Adjutante her mit 3. Reutern / und forderte die Verpflegung der 3. Compagnien auf die andere Woche. Man brachte 700. Pfund Brodt zusammen und 2. Faß Bier / aber er wolte noch 300. Thaler dazu haben ( berieff sich auf die Käyserliche Ordre, die durch den General neben vielen Verdrießlichen Schreiben anher geschickt wurde. Endlich da er nun 5. Tage im Gasthofe gelegen / und darinnen bey 26. Thaler verzehret / und des Nachts von den anmarchirenden Schweden Post eingelauffen / ließ er zu Mitternacht den Rath fordern / mit Bedrohung / wenn man ihm nicht 200. Thaler baares Geld geben würde, wolte er alsbald die gantze Völcker wieder zurück in die Stadt fordern. Nachdem aber wegen solchen Drohens die gantze Stadt rege worden / auch die Bürger ins Gewehr getreten / ist er letzlich mit grossen Unmuth / von 12. Bürgern begleitet / abgezogen / und sind dagegen die Schweden 4. Meilen von hier wieder angelanget. So lange aber der Adjutante hier gelegen / haben die Salischen Völcker die gantze Grafschafft fast ausgeplündert / sonderlich in Kelbra[149] mit rauben / plündern und andern unmenschlichen Thaten sehr grossen Schaden gethan“.[150]

Auch Happe hält fest: „Den 19. Januar [29.1.1639; BW] ist der Keyserliche Generalfeldzeugmeister Freyherr von Salis bey Nordhausen mit sechs Regimentern zu Ross und Fuß ankommen, hat sobalde an Unsere Genedige Herren [ Günther XLII. von Schwarzburg-Sondershausen, Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen] Quartier begehret auf ein Regiment zu Pferde in Frankenhausen[151] und ein Regiment zu Fuße in Sondershausen“.[152]

„Den 28. Januar [8.2.; BW] ist der Generalfeldzeugmeister Salis zu Bendeleben[153] mit seiner Hofstadt ankommen. Auch wird starck gesagt von dem Anzuge der schwedischen Armeen. Dahero wir sämtlich in großer Gefahr und großer Furcht. Den 29. Januar [9. 2.; BW] sind etzliche Compagnien Reuter von den Salischen zu Schernberg,[154] etzliche zu Holzthaleben,[155] etzliche zu Ebeleben,[156] etzliche zu Toba,[157] etliche zu Clingen einquartiret worden und alles jämmerlich zugerichtet“.[158]

„Den 1. Februar [11.2.1639; BW] haben die fünf Compagnien Salische Völcker zu Fuße zu Jecha[159] noch stille gelegen und haben wir von hier und auch von Greußen[160] dahin Proviant geben müssen. Auch ist zu Schernberg das Wamboldische Regiment zu Pferde noch immer gelegen und hat uns der Salis vollends gantz zu Grunde unschuldiger Weise gerichtet, denn alle Dorfe ausgeplündert und ruiniret worden“.[161] „Den 2. Februar [12.2.1639; BW], war der Tag Maria Lichtmesse, sind die Salischen Völcker aufgebrochen und aus hiesiger Herrschaft hinweg nach der Sachsenburg[162] gezogen“.[163]

Im Februar dieses Jahres stand Salis in Erbich[164] und Bendeleben. Er berichtete Hatzfeldt über den Marsch Banérs von Bleicherode[165] nach Halle[166] und Leipzig.[167]

Ferdinand III.[168] schrieb am 18.2.1639 an Gallas: Von verschiedenen glaubwürdigen Stellen seien ihm übereinstimmende Berichte darüber zugegangen, dass Banér die Elbe überschritten, das Halberstädtische Land betreten habe und gegen Erfurt zu ziehen beabsichtige; man dürfe annehmen, dass er plane, in die kaiserlichen Erbländer einzufallen und auch das hessische Kriegsvolk für sich zu gewinnen. Daher habe er beschlossen, dass Gallas sämtliche fähigen Reiter an der Grenze Böhmens konzentrieren und mit den Statthaltern die Frage ihrer Verpflegung besprechen sollte; die übrigen sollen in ihren Quartieren bleiben und sich erholen. Zur besseren Sicherung des Sieges habe er an Goltz und an Fürstenberg, den Feldwachtmeister im Fränkischen Kreis, den Befehl erteilt, den Kern der Reiterei aus den nächstliegenden fränkischen Quartieren (Ansbach,[169] Kulmbach,[170] Henneberg,[171] Nürnberg) an einem einzigen Ort zusammenzuziehen und sich im Bedarfsfall auf Gallas‘ Befehl in Marsch zu setzen. Ferner möge er einen tüchtigen Offizier nach Eger entsenden, der die Bewegungen der Truppen verfolgen und den schriftlichen Verkehr aufrecht erhalten würde. An Maximilian von Waldstein habe er geschrieben, er solle mehrere hundert seiner Rekruten nach Eger abkommandieren. Gallas möge mit dem Kurfürsten von Sachsen und Morzin in Korrespondenz bleiben, um eine ständige Verbindung von der Vorhut bis ins Zentrum zu gewährleisten; Hatzfeldt habe er schriftlich beordert, seine Aktionen ostwärts zu lenken. Er, F., halte es nicht für vorteilhaft, die Regimenter aus Franken nach Böhmen zu führen, sondern für besser, sie zur Vereinigung mit Morzin und Salis über den Thüringer Wald zu führen.[172]

„Im Januar 1639 rückte Banner [Banér] gegen die in der Mark Brandenburg gelagerte kaiserliche Armee. Er hatte es, wie er am 6/16. Februar Oxenstierna mitteilte, in erster Linie auf die sieben Regimenter abgesehen, welche unter ‚[Hans Wolf von] Salis Commando auffm Eichsfeld commoriren sollen‘ und die er ‚nach gelegenheit der occasionen … aufzuheben‘ vorhabe. Gallas sei ‚dergestalt zugerichtet, daß er vor dießmal vor keinen feindt, so schaden thun kann, zu achten‘. In einem Postscriptum desselben Schreibens berichtet Banner, Salis sei mit den sieben Regimentern, ‚mit welchen er bis dato in und bei Mühlhausen (an der Unstrut) gelegen, nach Franckenhausen (in Schwarzburg-Rudolstadt) gerückt und von dannen auch, wie jedermann sagte, über die Unstrut forgegangen‘, und werde ‚vielleicht zu Torgau[173] seinen übergang nehmen‘. Banner’s Anschlag auf Salis‘ Heer sollte nur zu gut gelingen. Gallas, dessen Truppen sich nur noch auf 8000 Mann belaufen haben sollen, wich mehr und mehr durch die Lausitz und Schlesien nach Böhmen zurück – ihm nach Salis. Letzterer war noch in Kursachsen, aber schon nahe an der böhmischen Grenze, als sein Verhängnis über ihn hereinbrach.

Es war am Abend des 2. März (1639) acht Uhr, als der zu Eger anwesende kurbayrische Oberst Moser dem uns schon bekannten früheren Kommandanten des Regiments Salis in bayrischen Diensten Obersten Schütz ‚in großer Eil‘ die Nachricht zugehen ließ, ‚daß der Feindt 7 Meilen von hier (Eger) Herrn General Feldtzeugmeister Salys angetroffen‘ und demselben ein Treffen geliefert habe; ‚wie es abgegangen‘ wisse man noch nicht, allein Salis habe die Seinigen ‚mit aller sach alhero nach Eger geschickt; ‚ist bey ihnen große forcht, … es möchte in zwei Tagen auf das lengst Freund und Feindt hiero bey uns sein‘. […] Und nun folgen sich rasch hinter einander eine ganze Reihe nach und nach bestimmter auftretender und eingehender Nachrichten, welche, zum größern Teil in den Münchener Akten des 30jährigen Krieges aufbewahrt, einen ziemlich klaren Einblick in den Verlauf dieses verhängnisvollen Ereignisses gestatten.

Bürgermeister und Rat der Stadt Eger melden am 3. März dem kurbayrischen Rat und Pfleger zu Tirschenreuth an der Waldnaab[174] (bayr. Oberpfalz), Johann Ulrich von Burhus auf Ottengrün, der sich um nähere Details erkundigt hatte: gestern (den 2. März) Abends zwischen 6 und 7 Uhr sei des ‚Herrn Veldtzeugmeisters Hans Wolf Freyherrn von Salis sein Leibwagen und Canzley … mit einer Convoi und Roß‘ angelangt; dessen ‚Leute und Offiziere‘ berichteten, ‚daß Er‘ (Salis) mit 6 und zwar zimblich schwachen Regimentern hernach komme; daß der Feind gestern frühe 8 Meyl von hier zu Rumpersgrün (recte Ruppertsgrün[175]) bei Plauen[176] im Voigtland dieselben mit 12 Regimentern hat wollen überfallen; weil aber Herr General Wachtmeister (sic) al Erto gewesen und sich nicht mit manir (hat) retiriren können, hete Er mit seinem Volgkh sich alda entgegen gesetzt und weren darauf an einander kommen. Und sonderlich sol Herr Obrist Wambold entweder Todt oder doch tödtlich verwund sein‘. Heute, am 3. März, seien weitere ‚avisen‘ eingelangt: Salis sei mit sechs Regimentern, ‚zwei zu Fueß und vier zu Roß‘ von 12 feindlichen Regimentern, ‚so General Slang und Pfuel Commandiren‘, überfallen worden; ‚die Reutterey sol alsobalden in Ein Confusion gerathen sein. Weßen dann (diese) theils mit der pagagy anheut über die Eger gangen (sind) und sich am Böhmer Waldt umb Königswarth[177] logiren; die übrigen haben mit Herrn General (Salis) gegen Hoff[178] sich gewendet und werden heunt oder Morgen auch anhero kommen. Das Fueßvolkh, so bey 1000 Mann gewesen sein soll, hat nicht ausreißen können, dahero (es) sich in den Kirchhoff im Dorf reterirt und eine Zeit lang gewöhret (hat); und geben die marchitender vor, daß es sehr soll eingebüßt haben‘. Wie ein vom Feinde wieder entkommener Soldat angebe, habe Feldmarschall ‚Pannier‘ (Banner) 35 Regimenter zu Roß unter sich, auch sei Wrangel mit einem starken Regiment zu ihm gestoßen, sodaß der Feind also ’36 Regimenter zu Pferdt und 14 precaden (Brigaden) zu Fueß, eine Jedliche uff 5: oder 600 Mann stark‘, beisammen habe. Die Schweden hätten alle ihre alten Quartiere in Meißen und Thüringen wieder bezogen, wohin aber ihr Marsch gehen möchte, könne man nicht wissen. […]

Ein anderer Bericht vom Abend desselben Tages (3. März), der dem Obersten Andreas Kolb von Reindorff zu Weiden[179] in der Oberpfalz – es ist nicht ersichtlich von wem – zukam, meldet, daß ‚gestern (2. März) Abends Truppen, geschlagene Reuther ohngefähr bei 300 Pferdt, eilendt‘ angelangt seien, ‚denen zur nacht immer zue mehr und mehr gefolgt, die mit Stifel und Sporen zue Fueß gegangen und uff Eger geeilet‘ (sind). Diese Flüchtlinge sagen ungefähr das nämliche aus. Die ‚Schwedische Parthey‘ habe etwa ‚2000 oder 1500 Pferdt‘ betragen; die Salissche Reiterei, ‚deren 3 Regimenter gewesen‘, seien ‚zerstreut und in die Flucht geschlagen, das Fußvolkh aber, welches in dem Dorf (Ruppertsgrün) gelegen und sich in das Schloß und (auf) den Kirchhoff retirirt und gewehret, … meist nieder gemacht und die übrigen gefangen genommen (worden), alßo daß von Inen gar wenig entkommen (sind) und (haben) ausreißen können, wie dann Herr General Salis und Obrist Spiegel mit (dem) Obrist Leutenant, Obrist Wachtmeister und vielen Rittmeistern neben andern officiren gefangen worden und auff Reichenbach[180] (bei Zwickau[181]) geführt worden. Den Flüchtigen haben die schwedischen biß auff plauen nachgesetzt, also daß sie von früem morgen (des 2. März) vor 8 Uhren, in der sich der Scharmützel angefangen, den ganz tag und nacht (d. h. Abend) gelauffen (sind) und nicht (haben) ruhen dörffen‘. Schleitz[182] sei vom Feinde genommen, ebenso Neustadt[183] bei Zwickau samt andern Orten; in Eger herrsche große Panik.“[184]

Am 4.3. hatte Johann Georg I. noch an Ferdinand III. geschrieben: Das Rendezvous zwischen den sächsischen Reiterregimentern unter Generalwachtmeister Traudisch und den Kaiserlichen unter Salis an der Saale sei nicht zustande gekommen, da sich der Feind inzwischen der Orte Halle,[185] Merseburg,[186] Lützen,[187] Pegau,[188] Zeitz[189] u. a. bemächtigt hatte. Wegen großer Erschöpfung habe er, J. G., seine Truppen nach Waldheim[190] und Nossen[191] zurückgezogen; an Gallas habe er einen Bericht mit der Bitte um beschleunigte Hilfe geschickt. Im Postskriptum hieß es: Der Stadtrat von Zwickau habe ihn eben wissen lassen, dass Salis an der Stadt vorbeizog und der Feind ihm dicht folgte; daher habe er seinen Regimentern bei Nossen befohlen, schleunig nach Chemnitz und Zwickau zu marschieren, um entweder zu Salis zu stoßen oder die Absichten des Feindes zu verhindern; der Großteil der Artillerie und Infanterie stehe angeblich noch bei Eisleben.[192]

Der Jenaer[193] Chronist Beier hält fest: „6. Febr. Joan Wolff Freiherr von Saliß, Kaisers Ferdinants III. Generalzeugmeister, Oberster zu Roß, commendator des teutschen hauses in Regenspurg Enghausen, ertheilet der Universität Jena salva guardia : helt sein nachtlager zue Apolleda,[194] darauf zue zwezen,[195] zeucht  zue Jena vber das Spittalbrückigen v. landveste, gegen das vogtland, wird bald darauf vom Schwedischen General Maior pfüll zwischen Reichenbach[196] v. Ölsnitz[197] gefangen …“[198] Auch Happe notierte diese Niederlage: „Auch haben diese Wochen die Schwedischen die Salischen Regimenter geschlagen und der Salis selbst gefangen worden“.[199] Der Hofer Chronist und Organist Jobst Christoph Rüthner [1598 – 1648] notiert: „Nachmittags aber [20.2. a. St.; BW] um 4 uhr kamen unterschiedliche trouppen von der Plauischen Straße an, welches dann großen schrecken verursachte, weil jederman glaubte, dass es schwedische völcker seyn würden. Als sie aber an das thor gelanget, berichteten sie und viel andere flüchtige nebst ihnen, [dass sie] unter den general Salis mit 7 regimentern zu Mühla[200] bey Plauen gelegen, aufgeschlagen und ruiniret worden wären, wie sie dann nicht mehr als 4 standarten mit hinweggebracht. Sie versaumten sich auch alhier nicht lange, sondern gingen stracks auf Eger zu, sich daselbst zu recolligiren. Desgleichen kamen auch etliche zu fuß, so das gewehr von sich geworfen, blieben diese nacht in der Altenstadt. Also kamen auch in der nacht 2 compagnien reuther von Buch,[201] so zu diesen geschlagenen völckern gehörten, deswegen dann bey alhier liegenden nicolaischen[202] völckern man so viel erhielt (weilen sie selbst von einem kayserlichen rittmeister gewarnet worden, daß er bey hiesiger stadt sich nicht aufhalten könte), dass sie sich auch von hier um mitternacht auf und hinweg machten.

Folgends den 21. februarii kam auch alleweil solch aufgeschlagen volck hernach, und war den ganzen tag grose furcht, dass nicht die schwedischen, so von Plauen 4000 thaler rantion erfordert, auch mochten hieher gehen“.[203]

Der Chronist und Bürgermeister Georg Leopold aus dem von Eger abhängigen Marktredwitz[204] erinnert sich an den Februar 1639: „Den 20. Febr[uar] ist ein Geschrei allhier ein[ge]kommen, [dar]ob, [daß] die schwedische Armee, [die] unter dem Feldmarschall Banner um Altenburg[205] [gelegen], ankomme. [Sie soll auf] die Kaiser. Völker bei Zwickau eingefallen sein, etliche Regimenter ruiniert und sie bis nach Ölsnitz und Adorf[206] verfolgt [haben]. Daher [war] um uns ein großer Schrecken; wie denn auch das Volk so im Markgrafentum gelegen, aus Furcht auf[ge]brochen [ist] und sich nach der Stadt Kronach[207] retiriert [hat]. Es ist hernach Bericht eingelangt, daß dieser schwedische Anfall zu Rupertsgrün bei Plauen geschehen ist. [Dabei sind] gefangen worden: der Kaiser. Feldzeugmeister Freiherr von Salis, der Gen[eral]quartiermeister Mannslohe [Hermann v. Mandelslohe; BW], Oberl[eutnant] Barre, Oberl[eutnant] Spiegel und fast alles Fußvolk; welches denn bei den Kaiser[ischen] auch großen Schrecken verursachte“.[208]

„An demselben Tage [5.3.] meldet Oberst Kolb zu Weiden seinem ‚hochgeehrten Herrn Schwagern‘, dem Rentmeister N. zu Amberg,[209] er habe in Erfahrung gebracht, General Salis sei mit den 3 Kavallerie-Regimentern Coloredo, Salis und [Gayling v; BW] Altheim und mit 2 Regimentern zu Fuß, deren Namen der Kundschafter ‚nicht behalten‘, bei Plauen auf die Schweden gestoßen, ‚deren 8 Regimenter, 600 Tragoner und 6 Veldtstuckh unter dem Commando Frangels und Schlangs‘ standen. Das Regiment Salis habe 5 Standarten verloren. Von Salis selbst habe noch nicht in Erfahrung gebracht werden können, ‚ob er gesundt, Gefangen, bey leben oder Todt‘ sei; die ‚bagagi von disen 5 Salischen Regimentern‘ habe bei dem raschen Vordringen des Feindes zurückgelassen werden müssen und sei ‚in der Voidtländischen Bauern Handt verblieben‘.[210]

Am 8.3.1639 schrieb Maximilian I. an Ottavio Piccolomini: Er habe zur Unterstützung des Feldzugs der Kaiserlichen 500 Kürassiere und 300 Fußsoldaten unter dem Kommando von Kolb abkommandiert. Trotzdem er von der Niederlage der sechs Regimenter des Feldzeugmeisters Salis im Vogtland und dem schnellen Vormarsch des Feindes gegen die Oberpfalz erfahren habe, glaube er fest, sein, Ps., Feldzug werde der Sache am besten dienen; er habe Kolb angewiesen, nach seinen Befehlen mehr in Richtung Böhmen, eventuell auch ins Land hinein zu marschieren. Er hoffe, Piccolomini werde Kolb die nötigen Befehle erteilen und den Krieg so führen, daß keine weiteren Reichsländer bedroht würden; er sei auch überzeugt davon, dass Piccolomini die Truppen auf schnellstem Weg zur kaiserlichen Hauptarmee führen werde. Erhaltenen Berichten zufolge sei der Feind zu weit vorgedrungen und könnte leicht abgeschnitten werden; seiner Meinung nach sollte auch Hatzfeldt etwas vorrücken und so den Erfolg des Feldzugs beschleunigen. Er würde Piccolominis Berichte über den Verlauf des Feldzugs und die noch zu erwartenden Streitkräfte begrüßen.[211]

Am 9.3.1639 schrieb Ferdinand III. an seinen Kommandierenden Gallas: Aus dem Schreiben des Kurfürsten von Sachsen gehe hervor, dass der Gegner beabsichtige, entweder den bis auf 4 Meilen vor Dresden[212] zurückgewichenen sächsischen Abteilungen nachzuziehen oder sich nach Zwickau und weiter nach Böhmen zu wenden; in beiden Fällen müssten die böhmischen Grenzstädte gesichert werden. Er habe beschlossen, die Städte Eger und Elbogen[213] von den Regimentern Hans Wolf von Salis und Bourré besetzen zu lassen; die Regimenter, die nach dem Abmarsch der 800 Mann in den Kreisen Königgrätz[214] und Bunzlau[215] zurückblieben, sollten Saaz,[216] Komotau,[217] Brüx[218] und Leitmeritz,[219] ein Teil von ihnen auch Prag besetzen.[220] Am 13.4.1639 teilte der Kaiser Gallas mit, die Infanterieregimenter Salis und Bourré würden nach Prag abkommandiert, wohin er im Mai auch zu kommen gedenke und daher eine Garnison in der Stadt zu haben wünsche. Gallas möge diese Regimenter mit einfarbigen Uniformen ausstatten und sie nach Abmarsch der übrigen Truppen in die Stadt führen.[221]

Am 9.3.1639 informierte der Kaiser den Generalleutnant: Aus dem Schreiben des Kurfürsten von Sachsen (4.3.1639) gehe hervor, dass der Feind beabsichtige, entweder den bis auf vier Meilen vor Dresden zurückgewichenen sächsischen Abteilungen nachzuziehen oder sich nach Zwickau und weiter nach Böhmen zu wenden; in beiden Fällen müssten die böhmischen Grenzstädte gesichert werden. Er habe beschlossen, die Städte Eger und Elbogen von den Regimentern Salis und Bourré besetzen zu lassen; die Regimenter, die nach dem Abmarsch der 800 Mann in den Kreisen Königgrätz[222] und Bunzlau[223] zurück blieben, sollten Saaz,[224] Komotau, Brüx und Leitmeritz, ein Teil von ihnen auch Prag besetzen.[225] Am 10.3.1639 schrieb der Kaiser an Friedrich von Fürstenberg: Nach Salis‘ Niederlage ändere er seine Befehle dahin, dass Fürstenberg statt der Verbindung mit Salis seinen Vormarsch nach Böhmen beschleunigen und mehr zur rechten Hand nach Weißenstadt[226] und weiter nach Eger ziehen solle, wo er weitere Befehle von Gallas erhalten werde.[227] An diesem Tag informierte Ferdinand III. auch Goltz: Er ändere seine Befehle vom 8.3. im Sinne der Beilage; in dieser setzte er ihn über seine Order an Fürstenberg in Kenntnis. Da die für den Feldzug gegen Banér bestimmten Regimenter so schnell wie möglich beisammen sein sollten, möge er in Tag- und Nachtmärschen vorrücken.[228] An diesem 10.3. ergingen neue Weisungen an Gallas: Er informierte ihn über Salis‘ Niederlage, von der wohl schon wisse, in den beiliegenden Kopien. Zur Verhinderung eines gegnerischen Angriffs müssten nicht nur die früher bestimmten, sondern sämtliche zur Verfügung stehenden Regimenter vereinigt werden. Daher halte er Gallas‘ persönliches Erscheinen in Prag zu Gesprächen mit den Statthaltern für unerlässlich. Falls sich der Gegner nach dem Sieg über Salis nur in kleineren Abteilungen zeigen sollte, könne das Rendezvous bei Chemnitz verwirklicht werden. Falls der Gegner jedoch mit dem ganzen Heer nach Böhmen vorrücken sollte, werde Gallas sicherlich einen solchen außerhalb des Königreichs Böhmen liegenden Ort wählen, wo er sich leicht mit Verstärkungen verbinden könnte. An Fürstenberg, dem er die Aufrechterhaltung der Korrespondenz mit Salis anbefohlen hatte, habe er jetzt die Order erteilt, mehr zur rechten Hand nach Adorf und Oelsnitz zu marschieren, um Böhmen bei Weißenstadt zu betreten. Gallas möge diesem einen erfahrenen Offizier nach Eger entgegen schicken, ferner sämtliche Truppen aus Schlesien zu sich ziehen, ihre Quartiere aber nicht auflassen. Ferner solle er beim Kurfürsten von Sachsen 5.000 Mann und 2.000 Reiter anfordern sowie die in Richtung Dresden kommandierten und jetzt irgendwo in der Lausitz befindlichen Regimenter aus Schlesien zu sich beordern. Am Vortag habe er 60.000 fl. Zu Provianteinkäufen an Schönfeld geschickt. Außerdem solle J. A. Bořita von Martinitz alle etwaigen Streitfälle zwischen Armee und Land schlichten. Alles Weitere überlasse er seinem Gutdünken.[229] Der Kaiser schrieb einen Tag später wieder an den Generalleutnant: Er entsende Schlick nach Prag, damit er sich mit ihm über den Feldzug gegen Banér im Vertrauen berate und ihm die kaiserlichen Absichten mitteile; alle gemeinsam beschlossenen Pläne mögen sofort in die Tat umgesetzt werden, damit der Feind baldmöglichst von Böhmen und den Ländern des Kurfürsten von Sachsen vertrieben werde.[230] Maximilian I. schrieb am 15.3. an Gallas, der Kaiser rechne mit einem raschen Schlag gegen den Gegner. Er drückte den Wunsch aus, die Regimenter der Reichsarmee möchten ebenso wie die Regimenter Goltz und Fürstenberg so bald wie möglich zurückkehren und sich zum nächsten Feldzug rüsten, da mit jeder Stunde der Einfall Bernhards von Sachsen-Weimar zu befürchten sei.[231]

Torstensson kämpfte 1639 bei Chemnitz[232] in dem Treffen mit Morzin. Das Regiment Salis war auch daran beteiligt. Darüber berichtet der Erzgebirgschronist Lehmann in seiner Kriegschronik unter „Das gröste Unglück vor Chemnitz: Der Schwedische General Leonhart Torsten-Sohn wahr nun mit der hinderstellichen Armee und Artollerey auß dem Stift Halberstadt[233] aufgebrochen, Nach dem Fürstenthumb Altenburg gerückt und zue Zeitz den 2. April mit Banern sich conjungiret, und weil er kundtschaft eingezogen, daß die keyßerlichen und Chur-Sächsischen zwischen Zwicke[234] und Chemnitz stünden und sicher legen, brach er den 3. April von Zeitz auf und eilte auf die keyßerlichen zue, ehe Hatzfeld, der schon ezliche Regiementer zum Succurs vor Freyberg[235] geschickt hatte und nunmehr in March wahr, von Eichsfeld durch Düringen mit den Chur-Sächsischen zuesammenzuestoßen, sich conjungiren kundte, schickte von Altenburg[236] den General Schlangen uff Zwicka und von dar mit wenig reutern mittin unter die Marzinischen [Morzin; BW] und Chur-Sächsischen. Der recognoscirte alles, wie sie lagen, und ritte wieder zum Baner. Der General Marzin wuste nicht, daß Baner so nahe, und daß Torstensohn zu ihme gestoßen sey. Doch bekam er 3. April abendts umb 5 Uhr kundtschaft, ließ seine Regiementer zuesammenziehen und befahl, daß Sie Morgens alle solten vor Chemnitz stehen. Des abendts zuevor war das keyßerliche Haupt-Quartier zum Honstein[237] gewesen; dohin kam Baner, der sich 4. April viel früher aufgemacht, mit aufgang der Sonne, traf doselbst in der retrogarden 300 Pferde und jagte Sie ins Corpus, das vor Chemnitz stunde. Marzin hatte den Paß an einen Morast vor Chemnitz, den er durchmuste, mit Trajonern besezt, damit der feind nicht da durchbreche, aber es halfe nichts. Baner sezte an, brachte in der eil uber 4 Regiementer zue Pferde, Sein leib Regiement, des Torsten-Sohns, Hans Wachtmeisters und Hans Wittenberg(s), darzue viel Wagehälse, die theils in nachjagen ermüdeten und sich in Marrast durchwuhleten, uber den Marrast hatte (er) die andere Armee ihme nach commandirt, jagte die Trajoner weg, hiebe durch, machte das felt unsicher und nahmb dem Marzin die Höhe, welcher unter deßen, Ehe der feindt uber den Pas kommen, Zeit gehabt, sich zue stellen. Gegen die Statt sazte er an einen Marrast den lincken Flügel, der meist von Curaßiren bestundte, hinder Chemnitz aber uber den fluß den rechten flügel, die wahren viel stärcker an Volck, den der feindt, hatten stücke und Munition bey sich, welches dem feinde noch zur Zeit fehlte. Baner thete mit seinen regiement den ersten angrif an Lincken flügel und litte schaden, die andern 3 Regiementer entsazten ihn, und kamen andere Regiementer mehr darzue und jagten den Lincken flügel in disordre an 2 marrastigen graben, drüber Sie nicht kommen kunten, zum großen Vortheil der Schwedischen; den was nicht gegen Chemnitz zum rechten flügel entkam, das wurde alles entweder gefangen oder Niedergehauen. Weil nun der Schweden volle Armee auch ankommen wahr, wurde commandirt, wer reiten kundte, sezten derowegen die Schwedischen regiementer durch den fluß Chemnitz und chargirten den rechten flügel, der schon gewichen und sich hinder 3 Morrastigte Dämme gesetzet hatte, gingen doch fort und wurden meist niedergehauen. Das Fußvolck drengte Sich an ein Wäldlein nach der Stadt und trachtete ferner an Walt 400 schrit gegen den gebirge und wolte außreißen. Baner ließ ihnen vorbeugen durch General-Major Stalhansen [Stålhandske; BW], Herr Major Pfulen [Pfuel; BW], Obrist Schlangen Regiement und 1 Esquadron von Konigsmarck untter Obrist-Leutenant Hammerstein, die hohleten Sie ein, machten ezliche 100 nieder, nahmen den Rest gefangen und richteten damit die keyßerliche, Chur-Sächsische und [Hans Wolf v.; BW] Salische armee auf einen tag hin, verfolgeten die flüchtigen Nach Leipzig, Freyberg, Annen[238]- und Marienberg.[239] Der General Marzin kam kümmerlich darvon ohne hut und mit einen Pferd biß an die Seigerhütte an die Flöhe. 800 blieben auf der Walstat, 2000 zue fuß wurden gefangen, 40 standtarten, 20 fahnen, alle stücke, munition und Pagage bliebe in stich. Das thaten die Schweden nur mit der Avangardia von lauter Reutern, und ist kein Canonschuß darzue kommen, welches der Churfürst dem General Marzin, den er mit den [Reinecke v.; BW] Calenbergischen Regiement nach Dresden confoiren ließe, heftig verwiese, von seinen Reutern 400 wiedersamlete und den rest von allen seinen Regiementern den Obristen Wachtmeister Trautischz [Traudisch; BW] ubergabe, der reformirte Sie und nahm sie mit sich in Böhmen. Da hatte des Marzins Commando ein Ende.

Die keyßerlichen gingen nach Pirn,[240] Frauenstein,[241] in Böhmen nach Brüx und Prag. Viel wahren nach diesen gebirgen geflohen und gingen die gantze Nacht durch Elterlein[242] auf Annenberg mit blutigen Köpfen, ferner hienunder biß nach Dresden, darüber alles rege und furchtsam wurde in Gebirge, alle Flecken und Dörfer rißen auß nach den Wäldern und in die Städte. Den 5. April sahe mann noch immer einzlich die geschlagenen reuter auf allen straßen nach Böhmen reiten, die leute untterwegens angreiffen, den Sie sehr hungrich thaten und wurden eines theils an Päßen mit Pulver und bley gespeist, daß Sie des hungers vergaßen, ehe sie in Böhmen kommen“.[243]

Salis starb am 6.4.1640[244] in Wismar in schwedischer Gefangenschaft.

[1] SALIS-SOGLIO, Hans Wolf von Salis. Diese Beiträge verstehen sich als Ergänzungen zu dieser immer noch wichtigen Biographie. Vgl. die Erwähnungen bei HARRACH, Tagebücher.

[2] Bei SCHMIDT-BRENTANO, K. u. K. Generäle, S. 87, 22.4.1640.

[3] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.

[4] Burghausen [LK Altötting]; HHSD VII, S. 115.

[5] Wasserburg am Inn [LK Rosenheim]; HHSD VII, S. 790ff.

[6] Rain am Lech [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 599f.

[7] Chemnitz; HHSD VIII, S. 43ff.

[8] [GOEBEL, Joachim] Danck- und FrewdenPredigt / Uber die Herrliche/ von Gott dem AllerHöchsten verliehene Doppelte Victoria, Da im Anfang Martii in Meissen … Johann Baner Königl. Mayest. und der Reiche Schweden … Generalissimus Erstlich den Salis geschlagen … hernach etliche ChurSäsische Regiementer ruiniret. Rinteln 1639. [VD17: 14:005756V]

[GOEBEL, Joachim] Danck- und FrewdenPredigt / Uber die Herrliche / von Gott dem AllerHöchsten verliehene Victoria, Da am 4. Aprilis bey Chemnitz in Meissen … Johan Baner Königl. Mayest. und der Reiche Schweden … Generalissimus Die Käyserl. und Chur-Sächsische Macht geschlagen … : Auff Anordnunge Ihr Excell. H. GeneralMajorn und Gubernatorn zur Nyenburg öffentlich in der Kirchen in Volckreicher Versamlung Domin. quasimodogeniti, gehalten. Rinteln 1639. [VD17: 14:005758L].

[9] Wismar [Kr. Wismar]; HHSD XII, S. 133ff.

[10] Höxter [LK Höxter]; HHSD III, S. 346ff.

[11] Paderborn; HHSD III, S. 601ff.

[12] Hofgeismar; HHSD IV, S. 231f.

[13] NEUWÖHNER, Im Zeichen des Mars, S. 92.

[14] Schmalkalden [Kr. Schmalkalden]; HHSD IX, S. 387ff.

[15] Vgl. KAISER, Politik; JUNKELMANN, Der Du gelehrt hast; JUNKELMANN, Tilly.

[16] WAGNER, Pforr, S. 101.

[17] WAGNER, Pforr, S. 101.

[18] WAGNER, Pforr, S. 104.

[19] 1 Eimer = 79, 37 Liter.

[20] WAGNER, Pforr, S. 108f.

[21] Lichtenfels [LK Lichtenfels]; HHSD VII, S. 408.

[22] Vgl. STADLER, Pappenheim.

[23] Forchheim; HHSD VII, S. 201ff.

[24] Bamberg; HHSD VII, S. 66ff.

[25] Kronach [LK Kronach]; HHSD VII, S. 375f.

[26] ENGERISSER, Von Kronach, S. 35 (die derzeit beste kriegsgeschichtliche Darstellung).

[27] Aufseß, Burg [LK Bayreuth]; HHSD VII, S. 43f.

[28] Waischenfeld [LK Bayreuth]; HHSD VII, S. 781f.

[29] Marktzeuln [LK Lichtenfels].

[30] Burgkunstadt [LK Lichtenfels]; HHSD VII, S. 117.

[31] Hallstadt [LK Bamberg]; HHSD VII, S. 266f.

[32] ENGERISSER, Von Kronach, S. 38ff.

[33] Landsberg a. Lech; HHSD VII, S. 385f.

[34] Ingolstadt; HHSD VII, S. 326ff.

[35] SALIS-SOGLIO, Hans Wolf von Salis, S. 31.

[36] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.

[37] Neumarkt i. d. OPf.; HHSD VII, S. 505f.

[38] Nürnberg; HHSD VII, S. 530ff.

[39] Donauwörth [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 147ff.

[40] Heidelberg; HHSD VI, S. 302ff.

[41] Beilngries [LK Eichstätt]; HHSD VII, S. 79f.

[42] Wülzburg [Stadt Weißenburg i. Bayern]; HHSD VII, S. 835f.

[43] ENGERISSER, Von Kronach, S. 158f.

[44] Coburg; HHSD VII, S. 127f.

[45] Augsburg; HHSD VII, S. 44ff.

[46] Nördlingen [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 525ff.

[47] ROECK, Als wollt die Welt, S. 272: „Dem Deutschmeister Graf Stadion, der nach der Nördlinger Schlacht den Ausgleich zwischen der Reichsstadt und dem Kaiser vermitteln wollte, schrieb man: «Auf allen unverschuldeten und nicht hoffenden Fall aber sind wir alles dasjenige gewissenshalben zu erdauern gezwungen, was der liebe Gott in diesem schnöden Jammertal über uns in seinem göttlichen unwandelbaren Willen beschlossen: geströsten uns auch gegen Gott und eine ganze ehrbare Welt unserer Unschuld, und daß alle zeitliche Macht, Hab und Gut, Leid und Freud in dieser flüchtigen Zergänglichkeit gar bald ihre Endschaft gewinne, die Gewissensruhe und Seligkeit aber immerwährenden bestehe und rechtschaffener Christen ewiger Trost und erwünschtes Heil sei.» „

[48] Landsberg a. Lech; HHSD VII, S. 385f.

[49] Memmingen; HHSD VII, S. 439ff.

[50] Ulm; HHSD VI, S. 808ff.

[51] Göggingen [Stadt Augsburg]; HHSD VII, S. 239f.

[52] Aichach [LK Aichach-Friedberg]; HHSD VII, S. 3.

[53] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[54] Vgl. HABERER, Ott Heinrich Fugger.

[55] ENGERISSER, Von Kronach, S.  419f.

[56] Hildesheim; HHSD II, S. 228ff.

[57] Lauenstein [Kr. Hameln-Pyrmont]; HHSD II, S. 284f.

[58] SCHLOTTER, Acta, S. 247.

[59] SCHLOTTER, Acta, S. 251.

[60] Badra [Kyffhäuserkreis].

[61] HAPPE II 124 r; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[62] Sondershausen [Kyffhäuserkreis].

[63] HAPPE II 125 r; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[64] Hohnstein bei Neustadt [LK Nordhausen].

[65] HAPPE II 125 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[66] Keula [Kyffhäuserkreis].

[67] Schlotheim [Unstrut-Hainich-Kreis].

[68] Ebeleben [Kyffhäuserkreis].

[69] HAPPE II 127 v -128 r; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[70] Clingen [Kyffhäuserkreis].

[71] Günstedt [Kreis Sömmerda].

[72] Weißensee [Kreis Sömmerda].

[73] HAPPE II 126 v, 128 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[74] HAPPE II 132 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[75] Vgl. REBITSCH, Matthias Gallas; KILIÁN, Johann Matthias Gallas.

[76] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 487.

[77] Bendeleben [Kyffhäuserkreis].

[78] HAPPE II 145 r; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[79] Großengottern [Unstrut-Hainich-Kreis].

[80] Großmehlra [Unstrut-Hainich-Kreis].

[81] Großbrüchter [Kyffhäuserkreis].

[82] Toba [Kyffhäuserkreis].

[83] Großenehrich [Kyffhäuserkreis].

[84] Großfurra [Kyffhäuserkreis].

[85] HAPPE II 179 v – 180 r; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[86] Loitz [Kr. Grimmen]; HHSD XII, S. 232f.

[87] Usedom [Kr. Usedom-Wollin]; HHSD XII, S. 309f.

[88] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 533.

[89] Großbodungen [Kreis Eichsfeld].

[90] HAPPE II 180 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[91] Wolgast [Kr. Greifswald]; HHSD XII, S. 317ff.

[92] Demmin; HHSD XII, S. 175ff.

[93] Spangau: noch nicht lokalisiert.

[94] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 40.

[95] Anklam [Kr. Anklam]; HHSD XII, S. 153ff.

[96] Stettin [Szczecin]; HHSD XII, S. 280ff.

[97] Stralsund [Kr. Stralsund]; HHSD XII, S. 292ff.

[98] Barth [Kr. Franzburg-Barth]; HHSD XII, S. 160ff.

[99] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 613.

[100] Oderberg [Kr. Angermünde/Eberswalde]; HHSD X, S. 300f.

[101] Schwedt [Kr. Angermünde/Stadtkr.]; HHSD X, S. 351ff.

[102] Eberswalde [Stadtkr./Kr. Eberswalde]; HHSD X, S. 165ff.

[103] Landsberg [Gorzów Wielkopolski, Brandenburg, h. Polen]; HHSD X, S. 446ff.

[104] Dömitz [Kr. Ludwigslust]; HHSD XII, S. 21ff.

[105] Berlin-Spandau; HHSD X, S. 97ff.

[106] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 628.

[107] Grabow [Kr. Ludwigslust]; HHSD XII, S. 35f.

[108] Eberswalde [Stadtkr./Kr. Eberswalde]; HHSD X, S. 165ff.

[109] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 641.

[110] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 3, S. 956.

[111] Rostock-Warnemünde; HHSD XII, S. 108ff.

[112] Malchin [LK Demmin]; HHSD XII, S. 61f.

[113] Diedrichshagen [Bez. Rostock].

[114] Warnow [Bez. Rostock].

[115] Doberan [Kr. Doberan]; HHSD XII, S. 20f.

[116] Ribnitz [Kr. Ribnitz-Damgarten]; HHSD XII, S. 91ff.

[117] Damgarten [Kr. Franzburg-Barth]; HHSD XII, S. 174f.

[118] Rostock; HHSD XII, S. 95ff.

[119] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 682.

[120] Prenzlau; HHSD X, S. 320ff.

[121] Neubrandenburg; HHSD XII, S. 69ff.

[122] Loitz; HHSD XII, S. 232f.

[123] Zehdenick a. d. Havel; Bez. Potsdam; HHSD X, S. 403f.

[124] Gartz a. d. Oder; HHSD XII, S. 185ff.

[125] Oderberg; Bez. Frankfurt/Oder.

[126] Frankfurt a. d. Oder; HHSD X, S. 177ff.

[127] Landsberg [Gorzów Wielkopolski, Brandenburg, h. Polen]; HHSD X, 446ff.

[128] Sehr wahrscheinlich ist hier Neuhausen; HHSD X, S. 292 gemeint.

[129] Gransee; HHSD X, S. 201ff.

[130] Ueckermünde; HHSD XII, S. 307ff.

[131] Anklam; HHSD XII, S. 153ff.

[132] Wolgast; HHSD XII, S. 317ff.

[133] Usedom; HHSD XII, S. 309f.

[134] Swinemünde [Świnoujście]; HHSD XII, S. 299f.

[135] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 683.

[136] Tangermünde [Kr. Stendal]; HHSD XI, S. 458ff.

[137] Goslar; HHSD II, S. 174ff.

[138] Mühlhausen [Kr. Mühlhausen]; HHSD IX, S. 286ff.

[139] Nordhausen [Kr. Nordhausen]; HHSÖ IX, S. 305ff.

[140] Halberstadt [Kr. Halberstadt]; HHSD XI, S. 169ff.

[141] Honstein, Burg [Gem. Neustadt, Kr. Nordhausen]; HHSD IX, S. 205f.

[142] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 200; Stolberg [Kr. Sangerhausen]; HHSD XI, S. 453ff., Wernigerode [Kr. Wernigerode]; HHSD XI, S. 493ff.

[143] Roßla [Kreis Mansfeld-Südharz].

[144] Berga [LK Mansfeld-Südharz].

[145] Urbach [Unstrut-Hainich-Kreis].

[146] Breitenstein, heute Ortsteil von Südharz [LK Mansfeld-Südharz].

[147] Hain, heute Ortsteil von Kleinfurra [LK Nordhausen].

[148] Rottleberode, heute Ortsteil von Südharz [LK Mansfeld-Südharz].

[149] Kelbra [LK Mansfeld-Südharz]; HHSD XI, S. 236f.

[150] ZEITFUCHS, Stolbergische Kirchen- und Stadt-Historie, S. 296ff. Vgl. auch NÜCHTERLEIN, Wernigerode, S. 163f.

[151] [Bad] Frankenhausen [Kyffhäuserkreis]; HHSD IX, S. 29ff.

[152] HAPPE II 229 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[153] Bendeleben [Kyffhäuserkreis].

[154] Schernberg [Kyffhäuserkreis].

[155] Holzthaleben [Kyffhäuserkreis].

[156] Ebeleben [Kyffhäuserkreis]; HHSD IX, S. 84f.

[157] Toba [Kyffhäuserkreis]; HHSD IX, S. 441.

[158] HAPPE II 231 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[159] Jecha [Kyffhäuserkreis].

[160] Greußen [Kyffhäuserkreis]; HHSD IX, S. 170f.

[161] HAPPE II 232 r; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[162] Sachsenburg [Burgenlandkreis]; HHSD VIII, S. 312f.

[163] HAPPE II 232 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[164] Erbich [bei Nordhausen].

[165] Bleicherode [Kr. Nordhausen]; HHSD IX, S. 53.

[166] Halle a. d. Saale [Kr. Halle]; HHSD XI, S. 177ff.

[167] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 200; Leipzig; HHSD VIII, S. 178ff.

[168] Vgl. REBITSCH, Ferdinand III.

[169] Ansbach; HHSD VII, S. 26ff.

[170] Kulmbach; HHSD VII, S. 379f.

[171] Henneberg [Kr. Meiningen]; HHSD IX, S. 193ff.

[172] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 748.

[173] Torgau; HHSD XI, S. 467ff.

[174] Tirschenreuth; HHSD VII, S. 747f.

[175] Ruppertsgrün, heute Ortsteil von Pöhl [Vogtlandkr.].

[176] Plauen; HHSD VIII, S. 279ff.

[177] Bad Königswart [Lázně Kynžvart, Bez. Eger]; HHSBöhm, S. 20f.

[178] Hof; HHSD VII, S. 302f.

[179] Weiden; HHSD VII, S. 794ff.

[180] Reichenbach; HHSD VIII, S. 298f.

[181] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[182] Schleiz [Saale-Orla-Kr.]; HHSD IX, S. 380ff.

[183] Neustadt [Kr. Sebnitz]; HHSD VIII, S. 247f. ?

[184] SALIS-SOGLIO, Hans Wolf von Salis, S.89ff.

[185] Halle a. d. Saale [Kr. Halle]; HHSD XI, S. 177ff.

[186] Merseburg [Kr. Merseburg]; HHSD XI, S. 322ff.

[187] Lützen [Kr. Merseburg/Weißenfels]; HHSD XI, S. 286f.

[188] Pegau [Kr. Borna]; HHSD VIII, S. 272ff.

[189] Zeitz [Kr. Zeitz]; HHSD XI, S. 519ff.

[190] Waldheim [Kr. Döbeln]; HHSD VIII, S. 355.

[191] Nossen [Kr. Meissen]; HHSD VIII, S. 253f.

[192] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 761.

[193] Jena; HHSD IX, S. 215ff.

[194] Apolda; HHSD IX, S. 16f.

[195] Zwätzen [Stadt u. Kr. Jena]; HHSD IX, S. 502f.

[196] Reichenbach [Vogtlandkreis]; HHSD VIII, S. 298f.

[197] Oelsnitz [Kr. Stollberg]; HHSD VIII, S. 263f.

[198] TRÄGER, Chronologus Jenensis, S. 52.

[199] HAPPE II 241 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[200] Mylau [Kr. Reichenbach]; HHSD VIII, S. 240f.

[201] Berg-Bug [LK Hof],

[202] Montard de Noyrel, Nicola; Obrist [um 1605 – 2.11.1642 bei Breitenfeld].

[203] KLUGE, Hofer Chronik, S. 132 (eine sehr gut kommentierte Edition zur Geschichte Hofs und seines Umlandes).

[204] Marktredwitz; HHSD VII, S. 429f.

[205] Altenburg; HHSD XI, S. 9.

[206] Adorf; HHSD VIII, S. 1f.

[207] Kronach; HHSD VII, S. 375f.

[208] BRAUN, Marktredwitz, S. 100.

[209] Amberg; HHSD VII, S. 20ff.

[210] SALIS-SOGLIO, Hans Wolf von Salis, S. 92.

[211] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 760.

[212] Dresden; HHSD VIII, S. 66ff.

[213] Elbogen [Loket]; HHSBöhm, S. 133f.

[214] Königgrätz [Hradec Králové]; HHSBöhm, S. 269ff.

[215] Jung-Bunzlau [Mladá Boleslav]; HHSBöhm, S. 237ff.

[216] Saaz [Žatec]; HHSBöhm, S. 535ff.

[217] Komotau [Chomoutov]; HHSBöhm, S. 282ff.

[218] Brüx [Most]; HHSBöhm, S. 79ff.

[219] Leitmeritz [Litoměřice]; HHSBöhm, S. 324ff.

[220] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 761.

[221] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 787.

[222] Königgrätz [Hradec Králové]; HHSBöhm, S. 269ff.

[223] Bunzlauer Kreis [Boleslavsko; Böhmen].

[224] Saaz [Žatec, Bez. Laun]; HHSBöhm, S. 535ff.

[225] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 760.

[226] Weißenstadt; HHSD VII, S. 803f.

[227] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 762.

[228] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 763.

[229] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 764.

[230] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 765.

[231] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 768.

[232] Chemnitz; HHSD VIII, S. 43ff.

[233] Halberstadt [Kr. Halberstadt]; HHSD XI, S. 169ff.

[234] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[235] Freiberg; HHSD VIII, S. 99ff.

[236] Altenburg [Kr. Altenburg]; HHSD IX, S. 6ff.

[237] Hohnstein [Kr. Sebnitz]; HHSD VIII, S. 151f.

[238] Annaberg; HHSD VIII, S. 5ff.

[239] Marienberg; HHSD VIII, S. 215f.

[240] Pirna; HHSD VIII, S. 276ff.

[241] Frauenstein [Kr. Brand-Erbisdorf]; HHSD VIII, S. 98f.

[242] Elterlein [Kr. Annaberg]; HHSD VIII, S. 89.

[243] LEHMANN, Kriegschronik, S. 102f.

[244] Bei SCHMIDT-BRENTANO, K. u. K. Generäle, S. 87, 22.4.1640.

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