Lützelburg, Peter Ernst von

Lützelburg, Peter Ernst von; Obrist [ – April oder Mai 1644] Peter Ernst von Lützelburg stand als Obrist in kaiserlichen Diensten.

Er nahm an dem verhängnisvollen Feldzug Gallas‘ 1635 nach Lothringen gegen Bernhard von Weimar und seine französischen Konföderierten teil. In seinem Schreiben aus Rambersvillers[1] vom 22.9.1635 schrieb Rudolf von Colloredo an Gallas, nach erhaltenen Informationen eile Bernhard den Holländern zu Hilfe, so dass es gut wäre, Kroaten und Dragoner schleunigst nach Saarburg[2] zu schicken, damit La Valette diesen Pass nicht besetzen könne. Er habe daher dem Kommandanten der Kroaten geschrieben, in diese Richtung vorzustoßen und sich mit Lützelburg zu verbinden, der ihm weitere Anweisungen erteilen werde.[3]

Im Oktober 1641 berichtete er Melchior von Hatzfeldt von der Belagerung Erfurts.[4]

Im Dezember 1642 muss er sich in Heilbronn[5] aufgehalten haben: Er informierte Hatzfeldt, dass ihr Verbündeter Karl IV. von Lothringen im Anmarsch auf Heilbronn sei. Zugleich bat er um eine Verstärkung der dortigen Garnison. Aus Heilbronn berichtete er im November 1643 dem kaiserlichen Feldmarschall vom Transport von Geschützen nach Tübingen[6] und im Dezember von den Versorgungsproblemen in der zu verstärkenden Garnison. Vom Januar 1644 stammt eine Resolution des Rates von Heil-bronn an Ferdinand III. wegen der Winterquartiere des Regiments Lützelburg. Im März ging es um den Schutz von Winzern und Bauern durch Soldaten gegen herumstreifende Parteien. Gleichzeitig bat er Hatzfeldt um Erlaubnis, in Wildbad[7] zur Kur gehen zu dürfen.[8]

Bürgermeister und Rat von Heilbronn baten Hatzfeldt im Mai 1644 um die Einsetzung des Obristwachtmeisters van Nounck zum Kommandanten nach dem Tode Lützelburgs.[9]

[1] Rambervillers [Dép. Vosges].

[2] Saarburg [Sarrebourg; Lothringen; heute Frankreich; Dép. Moselle].

[3] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 108.

[4] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 186; Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[5] Heilbronn; HHSD VI, S. 315ff.

[6] Tübingen; HHSD VI, S. 801ff.

[7] Wildbad im Schwarzwald; HHSD VI, S. 888f.

[8] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 186.

[9] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 84.

Dieser Beitrag wurde unter Miniaturen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.