Goldacker, Caspar von

Goldacker, Caspar von; Rittmeister [ – ] Caspar von Goldacker war kursächsischer Rittmeister und Rittergutsbesitzer auf Weberstedt.[1]

Unter 1635 wird mitgeteilt:: „Das Partiereiten, wie man die Streifzüge der Kavallerie nannte, ging übel aus; ein Leutnant, ‚der kleine Goldacker’, wohl ein Märker, beteuerte: ‚Ich wollte mir lieber zum Berlin des Tages drei Clystier setzen lassen als einmal auf Partie mitreiten’ “.[2]

„Eine starke Kompanie Reiter unter Rittmeister Caspar von Goldacker wird von Weberstedt am 2. Mai [12.5.; BW] nach Langensalza[3] verlegt. Als die Truppe am 10. August [20.8.; BW] wieder abzieht, muß der Magistrat 1.172 Gulden an Goldacker zahlen“.[4]

Der schwarzburg-sondershausische Hofrat Volkmar Happe erinnert sich in seiner „Thüringischen Chronik“: „Den 22. [22.11./2.12. 1639] Gollacker den Stadt Lieutenant zu Salza erstochen“. [5]

„Am 18. Januar [1641; BW] zeigten sich die Spitzen der Schweden an den cöllnischen Weinbergen. Sofort gab Kracht der Reiterei den entscheidenden Befehl. Als wenn eine wilde Meute losgelassen wurde, so brachen die Soldaten in die Cöllner Vorstadt ein. Sie arbeiteten gründlicher als die Krachtschen Musketiere das Jahr zuvor. Sogar die Offiziere beteiligten sich daran, an ihrer Spitze Kracht und die drei Herren von Goldacker [Burkhard, Caspar und Hartmann v. Goldacker; BW], die persönlich brennende Fackeln in die kurfürstlichen Häuser auf dem Werder warfen. Fast alle Gebäude brannten bis auf den Grund nieder, nur wenige blieben, die geringeren Schaden litten. Die Vorräte auf dem Cöllnischen Holzgarten wurden zum großen Teil vernichtet, die Ostbäume ein Raub der Flammen. Selbst das Hospital verschonte man nicht. Die Soldaten gingen bei ihrem Werk ohne jede Rücksicht vor; sogar jenseits des ‚Kirchleins Jerusalem’ wurde ein Wohnhaus angezündet, das wegen der großen Entfernung die Verteidigung der Mauern nicht im geringsten hindern konnte“.[6]

[1] Weberstedt [Unstrut-Hainich-Kr.].

[2] FADEN, Berlin, S. 192.

[3] Bad Langensalza [Kr. Langensalza]; HHSD IX, S. 33ff.

[4] ROCKSTUHL, Langensalza, 78; GÖSCHEL, Chronik Bd. 3, S.  29

[5] HAPPE II 292v; mdsz.thulb.uni-jena.de.

[6] FADEN, Berlin, S. 225.

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