Begriffe N

naarstig: emsig, fleißig.
nabuirschap: Nachbarschaft.
Nachbar: „Nachbarn“ galten als vollberechtigte Dorfgenossen, sie durften die Gemeindegüter (Allmende) nutzen, das Hüttungsrecht auf Brache, Fristen und Rainen ausüben und an den Gemeindeversammlungen teilnehmen. Den Grundherren waren und blieben sie lebenslang lehenspflichtig und mussten bei jedem Besitzwechsel die Lehen nachsuchen, sodass eine Veräußerung oder Zerstückelung nicht möglich war. Nur die später durch Neuordnung entstandenen Ackerstücke durften weiter verkauft, oder verschenkt werden (wandeln).
nach der Hand: darauf, danach.
Nachdruck: Nachhut.
nachgehends: nachher, später.
nachhauen: nachsetzen, nachkommen.
Nachprediger: Geistlicher, der nach den Frühgottesdiensten zu predigen hatte.
Nachtarbeiter: (auch „Pappenheimer“ genannt), besorgte die Entleerung der Abortgruben.
Nachrichter: veraltete Bezeichnung für Scharfrichter: I. Scharfrichter (auch Henker, Freimann, Nachrichter, Kasperer oder Schinder). Aufgabe des Regimentsscharfrichters war die Enthauptung, während ein Henker Hinrichtungen mit dem Strang vollzog. Die Hinrichtung erfolgte zur Abschreckung stets öffentlich. Der Scharfrichter im Militärdienst bezog einen festen Sold [nach der „Ordnung Wie es mit der verpflegung der Soldaten“ (1630) 12 fl.], während der zivile Scharfrichter die ihm entstandenen Kosten auflisten musste. Die übliche „Unehrlichkeit“ des zivilen Scharfrichters scheint im Militär aufgehoben gewesen zu sein. Zum Teil griff man auf städtische Scharfrichter zurück. Zur Abschreckung wurden zumeist in den Städten sogenannte Quartiergalgen errichtet. Vgl. Carnifex, Diebshencker. II. Städtischer Scharfrichter, der auch als Abdecker fungierte. Sein Beruf verlangte eine sehr lange Lehr- und Gesellenzeit. Sein Meisterstück bestand entweder in einer formgerechten Enthauptung oder einer Hinrichtung am Galgen. Sollte ihm eine Hinrichtung misslingen, musste er mit Aufruhr und Verfolgung durch die Zuschauer und empfindlichen Strafen durch die Behörde rechnen. Ihm stand auch die Verwertung der Körper [Armesünderfett, Blut, Diebsfinger etc.] der Hingerichteten zu. SEMLER, Tagebücher, S. 174: „Die haben in volgender nacht herwerts Bermatingen 8 reütter von Bůchhorn kommendt angetroffen, auf welliche die vnserige in vortrab gar zu frühe fewr geben, daß die schwedischen sich gewendt vnd die flucht genommen, sonsten hette man alle 8 ring [leicht; BW] bei den köpffen nemmen mögen. Im nachiagen haben beide meine pferdt vor andern die füeß gebraucht, vnd seyn noch zwen vom feind erritten vnd gefangen genommen, vnd alhero gebracht worden, deren der eine, so quattier [Pardon; BW] angenommen, beim leben gelaßen: der ander aber, so trutzig, kein quattier haben wollen, nechst vorm Wißthor archibusirt vnd hernach wegen fätten leibs vom nachrichter ad usum medicinae vmb mitte deß leibs geschunden vnd begraben worden“. Er stellte Wundsalben her und heilte auch Knochenbrüche. Der Scharfrichter Otto Heinrich von Wahl wird 1639 in Meiningen von einem schwedischen Musketier erschossen, dem er angeblich das Jahr zuvor auf Befehl seines Obristen einen Galgen auf die Stirn gebrannt hatte; GÜTHEN; SCHAUBACH, Poligraphia Meiningensis, S. 260. Vgl. KELLER, Henker; SCHILD, Geschichte, S. 177ff.; DANCKERT, Unehrliche Leute, S. 23ff.
Nachtlader: Abfallbeseitiger => Nachtarbeiter.
nachtimes: Abendessen.
Nadler: Der Nadelmacher stellte nicht nur Näh-, Steck- oder Heftnadeln für Frauen und Schneider her, sondern produzierte auch spezielle Nadeln für Beutler, Barbiere und Bader, Handschuhmacher, Sattler und Schuster. Zudem fertigte er auch Ketten, Haken, Ösen, Schnallen etc. an.
Nage, Neige: Wein- oder Bierrest.
Nagel, Näglein, Negelein: Gewürznelke.
nähere Kosten: geringere Kosten.
nährlich: kaum, gerade; notdürftig.
Nähtrühlein: kleine Truhe mit Nähzeug.
Namen an den Galgen schlagen: „brief, d. h. zettel mit dem urtheil über einen zum galgen verurtheilten, aber flüchtigen verbrecher, der an den galgen geschlagen wurde, vgl. bei Ad. Junghans kriegsordnung 1598 O 2b: urkundlich mandat über verlaufene schelme, darvon mag man copei und abschriften machen, an die galgen und pranger zu schlagen, dann (gleich mhd. wan, nur) man darf keine siegel oder underzeichnete hand mit an galgen schlagen, nur den eingang mit hauptmans namen (es handelt sich um kriegsrecht) und hernach die scheltwort (d. i. die begründung des urtels). wil man sie in andern fürstenthumben auch ‚schelten’ (‚bescholten‘ machen) und an galgen schlagen, so musz es mit derselben herrschaft vorwissen geschehen“. [DWB]. Das geschah auch im Falle flüchtiger Deserteure (z. B. im Falle Werths, der 1647 aus kurbayerischen Diensten zum Kaiser übergetreten war) oder auch, um Schulden einzutreiben; STÜNKEL, Rinteln, S. 83.
Nase und Ohr abschneiden: Im Mittelalter war das Nasen- und Ohrenabschneiden häufig noch mit der Verweisung verbunden gewesen. Bei Diebstahl, Gotteslästerung, Tragen verbotener Waffen und Desertion wurde meist ein Ohr abgeschnitten und an den Galgen genagelt. In der Hannoverschen Chronik heißt es unter 1633; JÜRGENS, Chronik, S. 514: „Den 11. [21.4.1633; BW] ist ein Königsmarkischer Soldate, so entlaufen, und hie unter Caspar von Lühden Stadt-Compagnien angetroffen, vor Linden bey dem Galgen stigmatisiret und das rechte Ohr abgeschnitten durch unsern Nachrichter Meister David“. Das Abschneiden eines Ohres galt als Strafe und Warnung zugleich, in Zukunft ein ordentliches Leben zu führen. Von Caspar Ermes, schwedischer Kommandant in Erfurt, wird berichtet; KRAFFT 156 r – 156 v; mdsz.thulb.uni-jena.de: „1643 hat der Commandant [einem Mann] die Ohren und Nasen abschneiden lassen und den Galgen und das Rad auf die Stirn und die Backen gebrannt, weil er Degen, Sporen, Flore aus der Kaufmannskirche gestohlen [hatte] und auch davon gelaufen war“. Vgl. auch NÜCHTERLEIN, Wernigerode, S. 81. GÜTHEN; SCHAUBACH, Poligraphia Meiningensis, S. 273 (1644): „In eben demselbigen sind auch einem Soldaten, so einen Mandel gestohlen gehabt, die Ohren abgeschnitten, und an den auff dem Marckt stehenden Galgen genagelt worden“. Aus Zwickau wird 1648 berichtet: SCHMIDT, Chronica Cygnea, S. 699f.: „Kam der Obriste Herr Hans Georg Haubold von Schleunitz Churfürstl. Ampts-Hauptman / der Assecurirten Aempter halber / etc. zu Weida einsmal hieher / in dem er sich nun wieder auff die Reise gemachet / ist ein Mußqvetirer von der Convoi / welcher unvorsichtig auff einer Wagen-Deichsel gesessen / gefallen / dem hat das Wagen-Rad / wunderlicher weisse ein Ohr so glatt / als wenn es mit einen Scheermesser geschehen wär / vom Kopf abgeschnitten / um ihm sonsten am Leibe nichts versehret. Weil nun dieses vielen Leuten unglaublich vorkommen / und er sich zu befahren gehabt / es würde ihm / als wär es durch Scharffrichters Hand geschehen / vorgeworffen werden / hat er ihm von Hauptman Adam Kraussen / unter dessen Compagni er gehöret / ein sonderliches Zeugnis darüber geben lassen“.
Napf: 1 Napf = 9, 34 Liter (= 1/32 Kar) (Marktredwitz).
Narren: Im Hofstaat adliger Offiziere, die den kaiserlichen und fürstlichen Hofstaat imitierten, fanden sich oft Narren, deren menschenunwürdige Behandlung sogar bei zeitgenössischen Beobachtern Anstoß erregte. Der Schreiber Zacharias Allert [?-nach 1660] hält in seinem Reisetagebuch (1627) über ein Gastmahl bei Ernesto Graf Montecuccoli de Montecenere fest; KREBS, Zacharias Allerts Tagebuch, S. 41: „ist gar wenig, weil die Italiener wenig trinken, getrunken, sondern dabei mit einem Narren, den sie mit Nasenstübern, Maultaschen hässlich tractirt, Kurzweil getrieben, insonderheit dem armen Teufel vom Grafen Montecuculi, nachdem er die Backen aufgeblasen, ein solcher Backenstreich gegeben, dass ihm die Augen im Kopf vergangen, darauf ihm ein gut Bisslein zwar, aber dermassen gepfeffert und gesalzen gereicht, wie auch lange Weil hernach ein dergleichen zugerichteter Trunk zugelangt worden, dass sich der arme Mensch gar übel befunden und gesagt: ‚Du Hundsfott, schlägst Du doch wie ein anderer sakramentischer Bärenhäuter, möchtest auch das Ding selber fressen und saufen’. Ob nun einen solchen armen Teufel zu schlagen eine grosse Lust sei, kann ein vernünftiger Mensch darüber judiciren ?“
narrieren: erzählen.
nascentia: Geburt.
nascentiae: Wehen.
Näscherin: Ehebrecherin. => Ehebruch.
Naseneisen: aus der orientalischen Ausrüstung kommender beweglicher bandförmiger Nasenschutz an offener Sturmhaube und Zischägge.
Nasenschweiß: Nasenbluten.
nativitas: Geburt.
Nativitas Christi: Geburt Christi.
Nativitätensteller: Astrologe.
natu rerum: Wesen der Dinge.
neapolitanische Krankheit: => Syphilis.
N. C.: neuer Kalender.
Nebenaufgänge: Nebenkosten.
Neben-Christen: Katholische Mitbewohner, Nachbarn.
negiren: leugnen.
Negotiation: Verhandlung.
negotiiren: aushandeln, verhandeln.
Negotium: Handel, Geschäft.
negotium religionis: Religionsstreit.
nehrer, neher: billiger, wohlfeiler; billig, wohlfeil.
Nekromant: Beschwörer der Geister von Toten.
neminem excipio: ich nehme niemanden aus.
nempe: nämlich, denn doch allerdings.
nerstig: emsig, fleißig.
nervus belli: Stärke des Krieges.
nervi rerum gerendarum: die Mittel zur Resistenz (zum Widerstand).
nervus: Armee-Abteilung, Stärke, Kraft.
Nestel (Senkel): dünner lederner Riemen oder Schnur, am Ende mit einer Art Nadel, Stift oder Beschlag zum Einsenken, Durchstecken oder Einschnüren versehen. An die Stelle der Nestel traten vielfach die Knöpfe.
netzen: horten.
Neuer Stil, auch styl. nov.: nach neuer Zeitrechnung, nach dem Gregorianischen Kalender, der mit der Reform Papst Gregors XIII. von 1582 den Julianischen Kalender (stylus vetus) abgelöst hat. Die meisten Protestanten jedoch wollten den neuen Kalender lange Zeit nicht übernehmen. Um nach dieser neuen Zeitrechnung zu datieren, mussten 10 Tage zum Datum des alten Kalenders dazugezählt werden.
neugichte: Neubürger ?
Neumark: östlich der Oder gelegene historische Landschaft, die heute größtenteils (mit Ausnahme u. a. von Arnswalde, Königsberg (Neumark), Soldin und der bei Deutschland verbliebenen Teile) zur polnischen Woiwodschaft Lebus gehört. Bis 1945 war sie Bestandteil der preußischen Provinz Brandenburg (Regierungsbezirk Frankfurt) [wikipedia].
Nickel: a) ein von den Hexen gebrauchter Teufelsname; b) Nikolaus war ein beliebter Name geringer Leute und Bauern, Nickel wurde daher pejorativ gebraucht.
Nicolai: 6. Dezember.
Niedergang adliger Güter: Über Pommersfelden (1647); Staatsarchiv Bamberg G 12/I, fol. 4 A: Generalvisitation 1648 : „Sind zwei adelige Häuser daselbst, so jetzt einen zugehören (= Wolf Christoph Truchseß von Pommersfelden), so mithin zu thun, das Leben kümmerlich fortzubringen, bestellt seinen Feldbau mit 6 Ochsen, hat noch zu beiden Gütern nicht mehr als sechs Untertanen, so drei Paar Ochsen vermögen; die ansehnlichen Weiher daselbst sind sehr eingegangen und auf etliche Jahre dahin geliehen (Wester zu Höchstadt), weil der Herr die Mittel nicht gehabt, zuzurichten“. Für Mainsondheim; Staatsarchiv Bamberg G 12/I: Generalvisitation 1648, fol. 9 A: Fuchs v. Dornheim „den Feldbau mit 4 Ochsen, ist sehr verderbt, das Schloß und Dorf meistentheils abgebrannt, haben die neun vorhandenen Untertanen ihre Nahrung von der Weingartsarbeit, sind nur mit zwei Ochsen versehen“.
Niedergericht: Gericht, zuständig für Delikte, die nicht mit Hinrichtung oder Verstümmelungsstrafen bedroht waren.
Niederlausitz: ehemaliges Territorium im Süden des Landes Brandenburg, im nördlichen Sachsen und im Westen Polens. Ihr Zentrum ist die Stadt Cottbus. Sie war 1623/1635 an Kursachsen abgetreten worden. Vgl. KÖBLER, Historische Lexikon, S. 430f.
Niederreißen von Häusern: Das geschah, wenn die Besitzer die auferlegten Steuern und Kontributionen nicht mehr bezahlen  konnten. Vgl. den Bericht vom 20.3.1637 aus Bernburg über das Amt Ballenstedt; KRAUSE, Urkunden Bd. 4/1, S. 136: „Die Unterthanen selbsten haben Zuwider vielfältiges Verbott, ihre eigene häußer abgetragen vndt in Quedlinburgk verkaufft; also daß manches Dorff, so sonsten hundert Fewerstedten gehabt, ietzo nicht mehr Zwanzig hat“.
Nikodemismus: die Lehre von der äußerliche Anpassung an eine feindliche Konfession oder ungerechte Obrigkeit, der „leidende Gehorsam“.
Nobben: erhöhter oberer hölzerner Wehrsteg stadtseitig an der Mauer, von dem man durch die Schießscharten nach draußen schießen konnte. Freundlicher Hinweis von Herrn Gabriel Holm.
nobiles: Ritterschaft (Adel).
nōē: nomine: im Namen.
nominatim: namentlich.
nomination: namentlich.
nomine Senatus et Communitatis: im Namen des Rats und der Bürgerschaft.
nootsaken: zwingen, nötigen.
nopen: veranlassen.
Nordgau: Der Nordgau umfasste seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. die Gebiete nördlich der Donau zwischen Neuburg an der Donau und Regensburg, die später bis zum oberen Main und seit 1060 in das Egerland ausgedehnt wurden. Das Gebiet stand im Laufe der Zeit unter der Herrschaft der Karolinger, der Luitpoldinger, der Markgrafen von Schweinfurt (939–1003), der Grafen von Sulzbach und der Diepoldinger-Rapotonen. Ende des 12. Jahrhunderts fassten die Grafen von Wittelsbach Fuß, die 1255 als Herzöge von Bayern den größeren Teil des Gebietes erwerben konnten und in das Stammesherzogtum Baiern eingliederten. Als Folge der wittelsbachischen Zweiteilung des Jahres 1329 veränderte sich der Name in Obere Pfalz [wikipedia].
Nosedücker: Nas[en]tücher.
Nösel: 1 Nösel = ca. 0, 5 Liter (Schwarzburg).
nos orando, vos laborando: An uns ist es zu beten, an euch zu arbeiten.
notabile exemplum: bemerkenswerter Fall.
Notables: Aufzeichnenswertes.
Notar: Urkundner, kein ausschließlicher Beruf, d. h. zum Teil als Nebentätigkeit ausgeübt, (öffentlicher) Beamter zur Beglaubigung von Urkunden.
Notat: Anmerkung.
Notbede: vom Landesherrn im Notfall erhobene Steuer.
Notdurft: Bedarf; Lebensunterhalt (Eigenbedarf und Verkauf); Bedürftigkeit.
Notel, Notul: schriftliche Aufzeichnung, Abschrift einer Urkunde.
notification: Anzeige, Mitteilung.
notoors: mitteilenswert.
Notorietät: Offenkundigkeit, Anerkanntheit, Bekanntheit.
notorium: altbekannt, gerichtskundig, offenkundig, bekannt, althergebracht.
Notschlange: Feldgeschütz, das 24pfündige Kugeln verschoss. Bei der Kapitulation Iglaus (1647) fanden die Kaiserlichen doppelte Notschlangen zu 32 Pfd. und einfache Notschlangen zu 16 Pfd; STERLY, Drangsale, S. 112; ; so auch bei der Belagerung Brünns durch die Schweden; z. B. Quelle 1126: Brünn 1645-7: Brünnische SiegsFahne, S. 43 (unter 1.8.).
Notstall: behelfsmäßige Unterbringung für Vieh.
Notel, Notul: schriftliche Aufzeichnung, Abschrift einer Urkunde.
Notschlange oder Drache: Rohrlänge: 42-36faches Kaliber [12,5-14 cm], schoss zwischen 16 und 20 Pfd. Eisen, Rohrgewicht: 45-60 Zentner, Gesamtgewicht: 72-90 Zentner, Vorspann: 24-30 Pferde.
Notzucht => Vergewaltigung.
Nové Mešto [Neustadt]: Prager Viertel im Osten, Südosten und Süden der Stadt, von Karl IV. angelegt.
novo quodam et inaudito exemplo: in einem gewissen neuen und unerhörten Beispiel.
novo genere tormenti: mit der neuen Art des Folterns.
n. St.: neuer Stil, auch styl. nov.: nach neuer Zeitrechnung, nach dem Gregorianischen Kalender, der mit der Reform Papst Gregors XIII. von 1582 den Julianischen Kalender (stylus vetus) abgelöst hat. Die meisten Protestanten jedoch wollten den neuen Kalender lange Zeit nicht übernehmen. Um nach dieser neuen Zeitrechnung zu datieren, mussten 10 Tage zum Datum des alten Kalenders dazugezählt werden.
nugas (lat. nugae): Possen, Flausen, dummes Zeug.
nulli legitime: niemanden gesetzmäßig.
Nullität: Wertlosigkeit, Nichtigkeit.
nuncius officiorum: Amtsbote.
nuncius decretorum: Bote/Überbringer von Bescheiden im Dienst der Elf Ämter und der Stadt (Osnabrück).
Nürnberger Exekutionstag oder Friedensexekutionskongress: Der Nürnberger Exekutionstag oder Friedensexekutionskongress zwischen dem April 1649 und dem Juli 1650, an dem Wrangel wie auch Karl Gustav teilnahmen, diente der Klärung von Fragen, die bei der Beendigung des Dreißigjährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden in Osnabrück und Münster nicht geklärt worden waren. Die Ergebnisse wurden im Nürnberger Reichs-Friedens-Rezess vom 26.7.1650 niedergelegt. Behandelt wurden insbesondere Probleme der Demobilisierung und des Truppenabzuges aus den besetzten Gebieten.
nurt : niemand/nichts weiter als, bloß.
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