Wangler der Jüngere, Johann

Wangler der Jüngere, Johann; Obrist [ -14.4.1639 bei Chemnitz] Johann Wangler der Jüngere, ein Luxemburger, stand 1634 noch als Obristleutnant in kaiserlichen Diensten.

„In Regensburg[1] waren die Belagerer dem Hornwerk vor Stadtamhof[2] so nahe gekommen, daß man sich mit Piken erreichen konnte. Der Graf von Thurn, der dort kommandierte, konnte jedoch am 28. Juni diese Bastion behaupten, indem man sich mit Handgranaten wehrte und eine Mine springen ließ, wobei der Major und ein Corporal des Jung-Breunerischen Regiments verschüttet wurden und erstickten (Khevenhiller, S. 1187). Die Stadt wurde am 29. und 30. Juni sowie am 1. und 2. Juli heftig beschossen, und den Belagerern zwei Stücke genommen, mit welchen sie bis dahin von zwei Türmen das feindliche Lager bestreichen konnten (Heilmann II, S. 474).

Nachdem die Sturmangriffe der kaiserlich-bayerischen Belagerer von der Stadtseite her alle erfolglos geblieben waren, versuchte man sich nun wieder von der Flußseite zu nähern. Am 26. Juni/6. Juli zwischen 7 und 8 Uhr morgens wurde ein Generalsturm angesetzt, dessen Verlauf König Ferdinand III.[3] vom Weinberg aus verfolgte. Mit Hilfe einer Schiffbrücke gelangte man auf den oberen Wöhrd, ‚beim Wehrsloche, da das Wasser gar enge, marchirte mit hellem hauffen zu ros vnd fus darüber […] und überwältigte das darauff gelegene Schänzlein: Worin die Königl-Schwedische sich zwar, so lange Sie eine Ader regen können, tapffer gewehret, doch endlich übermannet, vnd allesamt, ausser dem Capitain, so verwundet vnd gefangen blieb, niedergehawen worden. Nach Khevenhiller gelang die Einnahme des oberen Wöhrds mit Hilfe von 2 großen und 12 kleinen Schiffen, welche mit Soldaten beladen dort angelandet wurden, worauf man mit Hilfe eines ‚Krauden-Feuers‘ (angezündetem Pulver) das Kommando zum Hauptsturm gab.

Die Belagerer waren nun mitten auf der Brücke eingebrochen und hatten den Verteidigern im Hornwerk bei Stadtamhof den Rückweg abgeschnitten. Diese waren, nach hinten völlig ohne Deckung, dem Feuer der Angreifer schutzlos ausgesetzt. Die Verteidiger mußten das Hornwerk räumen und versuchten einen Durchbruch zur Stadt, der allerdings aufgrund der Tatsache, daß der Brückeneingang mit Sandkästen und Barrikaden sehr eng verbaut war, nur mit erheblichen Verlusten, darunter etliche Offiziere und der Oberstleutnant des Regiments Brinken, glückte. Der Feind besetzte daraufhin, außer dem Hornwerk, den oberen und unteren Wöhrd und die steinerne Brücke mit den ausgebrannten Türmen bis zu der Zugbrücke, ‚zwey Joch von der Stadt‘, welche der ehemalige bayerische Kommandant Johann Frh. von Troibreze Anfang November 1633 nach der Sprengung des Brückenbogens hatte errichten lassen.

Die Kaiserlichen warfen sofort Schanzen auf dem oberen und unteren Wöhrd auf und pflanzten Stücke verschiedener Kaliber darauf, darunter etliche halbe Kartaunen. Auch versuchten sie zwei derselben auf ein Floß zu montieren, welches jedoch diese Gewichte nicht halten konnte, so daß die Geschütze versanken. Die Belagerer beschossen nun von nächster Nähe die flußseitigen Stadtmauern, besonders den Salzstadel und dabeistehenden Turm, welcher dermaßen zerlöchert wurde, daß die oben angebrachten kleinen Geschütze eilig heruntergebracht werden mußten. Auch wurden vom oberen Wöhrd aus die Prebrunner[4] Bastei und der dortige Turm gewaltig beschossen, so daß die Verteidiger diesen unter hoher Gefahr abtragen mußten, um nicht von den herabfallenden Steinen Schaden zu erleiden. Dabei hält es der Chronist für bemerkenswert, daß eine Kugel von 36 Pfund aus einer dreiviertel Kartaune abgefeuert, drei mit Sand gefüllte Kässten auf dieser Bastei glatt durchschlug. (Chemnitz II, S. 469, 470). Die Verluste dieses Sturmes waren erheblich. Allein vom bayerisch-ligistischen Regiment des Gabriel Frh. von Comargo (dieser hatte das Regiment 1632 von seinem Bruder Theodor übernommen) fielen der Oberst selbst, 4 Hauptleute, ebenso viele Leutnants und 300 Gemeine. Der Oberst Lasco (Ladislaus Burian) von Waldstein, Oberstleutnant (Johann) Wangler (d. J.) und Hauptmann Ehrenreich Teufel wurden in den Schenkel geschossen, woran letzterer später starb. Von den Verteidigern wurden in der Schanze auf dem Wörth 300 Mann, im Hornwerk 150 Mann niedergemacht, der Oberstleutnant des Regiments Thun wurde wurde gefangen. (Khevenhiller, S. 1118).

Am gleichen Tag, dem 6. Juli, forderte General Gallas[ ] die Stadt zur Übergabe auf, was aber abgelehnt, und das Übergabeschreiben vorerst nicht beantwortet wurde. Die Belagerung wurde hierauf fortgesetzt und am Abend des 7. Juli die Prebrunner Schanze vergeblich bestürmt. Am 8. Juli wurde ein Waffenstillstand vereinbart, um die Toten beerdigen zu können. Am nächsten Tag gelang es den Verteidigern, die Bayern aus ihren Laufgräben zu treiben und deren Angriff auf die Peters- und Osterschanze abzuwehren. Am 11. fiel die Besatzung an drei Punkten heraus, ohne jedoch besondere Erfolge erringen zu können. Die Belagerer begannen nun in der folgenden Nacht vermehrt, Feuerballen von 100 und mehr Pfund und ebenso schwere ‚verteufelte Granaten, die Krankheit wegen ihres giftigen Dampfes verursachten'[,] in die Stadt zu werfen. Diese damaligen Errungenschaften und ersten Beispiele chemischer Kriegsführung wurden nach Heilmann in Ingolstadt laboriert. Am 12. warfen die Bayern wiederum ‚etliche vermaledeyte Feuerkugeln‘ in die Stadt. Am 14.7. stürzte der Emmeramerturm nach dem 63. Schuß ein, fiel aber, wie gewünscht, nicht in den Stadtgraben. (Heilmann II, S. 474).

– – Am 17.7. hieß es in einem Bericht aus Neumarkt,[5] veröffentlicht in der „42. Ordentliche[n] Wochentliche[n] Zeitungen“: „Von 2. Gefangenen / so vom Feind vor Regenspurg wider ausgerissen / vnd Dato anhero kommen / hat man / daß der Graff von Thurn bey jüngster Eroberung deß obern Wörths bey Regenspurg / nicht sey gefangen / sondern sein Leutenant gewesen / vnd daß es mit der Statt ( angesehen / der Commendant darinnen / gegen besagtes Wörth der Mawren an der Thonaw ein Trenchement verfertigen lassen / vnd starcke Gegenwehr erzeigt) keine Noth habe / es wolte dann Gott sonderlich darüber verhängen. Es hette der Feind bey acht Tagen hero sehr Granaten hinein gespielet / weren aber deß Obristen Wahlen [Joachim Christian v. Wahl; BW] hinab gebrachte Mörser darüber zersprungen: Der Feind hette Brieff von Herzog Bernharden auffgefangen / darinnen er der Statt geschrieben / solten nur noch zween Tag halten / so wolte er mit dem Entsatz ankommen / darauff die meiste Reuterey ihme entgegen gesandt / vnd auff gestern einen Generalsturmb angestellt / welcher dann vermuthlich vorgangen / weiln man gestern den ganzen Tag allhie starck hat schiessen hören / vnd an jetzo nur erwartendt ist / wie es abgelauffen“.[6] – –

So und ähnlich ging es fort bis zum 21. Juli. Nachdem die Belagerer auf diese Weise mehr und mehr die Oberhand gewannen und in der Stadt die Vorräte, vor allem an Munition (man hatte nur noch 39 Zentner Pulver) und Wasser, mehr und mehr zur Neige gingen, entschloß sich der Kommandant Lars Kagg am 21. Juli zur Übergabe. Er ließ am gleichen Tag alle Obersten, den schwedischen Residenten in Regensburg, Martin Chemnitz[,] und den Generalauditor Dr. Georg Wölkern zusammenrufen und legte ihnen die Situation dar. Dr. Wölkern riet zunächst, einen Waffenstillstand auf 10 Tage einzugehen, um inzwischen vom Direktorium in Frankfurt[7] Befehle einholen zu können. Tatsächlich richtete der Kommandant Kagg am 22. Juli ein Schreiben an den kaiserlichen Generalleutnant Grafen Gallas,[8] in dem er sich zuerst entschuldigt, das[s] er das Schreiben mit der Übergabeaufforderung vom 6. Juli aus gegebenen Gründen nicht beantworten habe können, da ihm der Auftrag erteilt sei, so lange zu fechten und die Stadt nicht zu übergeben, so lange noch ein Mann übrig sei. Damit er aber nicht als ein ‚Tyranne gegen vieles unschuldiges Christen-Blut angesehen werde'[,] habe er dem Kämmerer und Rat der Stadt bewilligt, bei der Königl. Maj. von Ungarn untertänigst um einen Waffenstillstand anzuhalten, damit er, Kagg, einen Kurier nach Frankfurt am Main um Rat und Anweisung schicken könne. Am gleichen Tag ging auch ein Schreiben gleichen Inhalts vom Rat der Stadt Regensburg an Gallas (beide Schreiben bei Khevenhiller XII, S. 1190, 1191). Anscheinend wartete man die Antwort des Kuriers nicht ab, denn das oben erwähnte Konsortium begann sofort damit, die Übergabebedingungen zu entwerfen. Der Auditor Wölkern wurde mit einem Akkordentwurf zu General Gallas abgefertigt, welcher diesen unter Abänderung einiger weniger Punkte am 25.7. annahm. Gleiches geschah auch seitens der schwedischen Offiziere. (Soden II, S. 525, 526ff.).

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Kaiserlichen 7 große Sturmangriffe auf die Stadt unternommen, welche jedoch sämtlich zurückgeschlagen worden waren. Die Verteidiger hatten insgesamt 465 Ausfälle getan. Während der Belagerung waren 15.000 Kanonenschüsse auf die Stadtmauern und 2000 Granaten von 100 Pfund und mehr in die Stadt geworfen worden. (Theatr. III, S. 284/285; Soden II, S. 525). Wegen des nicht mehr zu erwartenden Entsatzes durch Herzog Bernhard[9] und Feldmarschall Gustav Horn (ersterer hatte sich zwar am 12. Juli mit General Horn bei Aichach[10] in der Nähe Augsburgs[11]  vereinigt, das Heer war jedoch durch die Eroberung Landshuts[12] am 22. Juli in zeitlichen Verzug geraten) sowie der oben erwähnten Mangelzustände wurde schließlich, nach zweimonatiger Belagerung, am 16./26. Juli 1634 der Akkord unterschrieben. Die Besatzung bekam am 19./29. Juli freien Abzug nach Neumarkt in der Oberpfalz. Generalmajor Kagg erhielt vom Rat der Stadt ein schriftliches Zeugnis für gute Führung, auch wurde er beim Auszug von König Ferdinand und den kaiserlichen Offizieren per Handschlag verabschiedet. Khevenhiller schreibt, daß Hastver sein Regiment mit blauen Fahnen abführte, ‚Generalmajor Kagge, welcher auf einem schönen blauen Roß gesessen‘, mit gelben Fahnen und Graf Thurn, ‚welcher zwar mit dem Hut Referenz gemacht, aber vom Pferd nicht abgestiegen, welches ihm der kaiserliche Hof, weil er ein Vasall und Emigrant aus Mähren, sehr verübelt hat‘, mit schwarzen Fahnen auszog (Khevenhiller XII, S. 1200).

Die Kaiserlichen hatten während der Belagerung mehr als 8000 Mann, davon 87 Offiziere, verloren, 6000 Mann waren desertiert. Die schwedische Besatzung hatte 586 Tote zu beklagen, unter ihnen 64 hohe und niedere Offiziere, und zählte 711 Verletzte. Gefallen waren, neben den bereits Erwähnten, Hastvers Oberstleutnant John Affleck, ‚ein Schotte, so die Bürgerschaft als Stadt Obrister commendirt, vnd an einem Schus, welchen er, die Außenwerke an seiner post recognoscirend, ins Bein empfangen [und daraufhin] todes verfahren‘. Ebenso gefallen war der Regensburger Werkmeister Cornelius vom Sande, ‚ein geschickter Man‘, sowie der Major Buraeus vom gelben Regiment, ‚ein junger Cavalier von 29 Jahren‘. Dieser war jedoch nicht vom Feind erschossen, sondern von seinem eigenen Regimentshauptmann Falckner erstochen worden, der daraufhin hingerichtet wurde. Verwundet wurde der Oberst Wilhelm von den Brinken, der sich im Anschluß nach Königshofen[13] begab, wo er bis Ende 1635 die Stelle eines Stadtkommandanten einnahm. Ebenso die beiden Oberstleutnants vom gelben Regiment und vom Regiment Thurn. Von der wehrfähigen Bürgerschaft waren nur etwa 800 Männer verblieben. Da diese ursprünglich aus 12 Kompanien mit je 100 Mann bestanden hatten, waren also auch 400 der wehrfähigen Bürger gefallen. (Chemnitz II, S. 479; Theatr. Europ. III, S. 314, 315). Der Obrist Pietro Aldobrandini begleitete Kagg mit den schwedischen Regimentern bis Neumarkt und ihn selbst mit dem Gelben Regiment weiter nach Nürnberg.[14] Kagg war über den ausgebliebenen Entsatz Herzog Bernhards so enttäuscht, daß er diesen nicht einmal sprechen wollte (Khevenhiller XII, S. 1201).

König Ferdinand III. von Ungarn und Böhmen gewährte der Stadt Regensburg, zusätzlich zu den umfangreichen Akkord-Vereinbarungen, auch noch einen Spezial-Pardon, in dem er zusagte, Rat und Bürgerschaft wieder in kaiserliche Huld, Gnade und Schutz zu nehmen. Man erteilte der Stadt ferner die Versicherung ungestörten Religions- und Profanfriedens, sowie die Aufrechterhaltung ihrer übrigen Freiheiten, Rechte und Verträge. Am 31. Juli mußten Rat und Bürgerschaft vor einer kaiserlichen Kommis-sion den Treueid leisten. Die Stadt erhielt zwei Regimenter als Garnison, zuerst unter dem Freiherrn (Martin Maximilian) von der Golz, später unter Oberstleutnant Fitschen vom Regiment des kaiserlichen Obersten und späteren bayerischen Feldmarschalls Adrian von Enckevort. (Soden II, S. 532).

Die ehemalige schwedische Besatzung war am 30. Juli in Neumarkt angekommen, von wo der schwedische resident Martin Chemnitz den Rat der Stadt Nürnberg über die Niederlage unterrichtete und diesen zur Verpflegung der abgematteten Truppen um 5000 Pfund Brot für etliche Tage bat. Während Claus Hastver mit seinen Truppen in Neumarkt blieb, begab sich Kagg mit seinem Regiment sofort weiter nach Nürnberg, wo er bereits am 1. August anlangte und sein Volk in der Gegend um Schweinau[15] logierte. Es bestand noch aus 12 Mann in 12 Kompanien, ohne Bagage und Troß. Auf Bitten des Rates von Nürnberg[s] begab er sich weiter nach Fürth.[16] General Kagg selbst kam nach Nürnberg und logierte in der Goldenen Gans. Den Rat der Stadt bat er noch während seiner Anwesenheit im die Erlaubnis zum Druck des Akkordes betreffend die Übergabe von Regensburg, was der Rat schließlich nach anfänglichem Zögern erlaubte. Nicht jedoch erlaubte er den Druck des Spezialpardons, weil in diesem der Rat und die Bürgerschaft Regensburgs ‚des Hauses Österreich Erbschutz Unterthanen‘ genannt wurden, was dem ‚gemeinen Wesen der freien Reichsstädte‘ zum Nachteil gelangen könnte. (Der Akkord ist abgedruckt bei Khevenhiller XII, S. 1190-1196 und Soden II, S. 626-531, der auch den Spezialpardon wiedergibt).

Kagg war schnell mit der Stadt Nürnberg, die alle Versäumnisse bei der Verpflegung auf den Residenten Chemnitz schob, versöhnt und erbot sich freiwillig am 4. August mit seinem Volk von Nürnberg aufzubrechen, wenn ihm die Stadt 10.000 Pfund Brot geben wolle. Diese beeilte sich natürlich, dem Wunsch schleunigst nachzukommen. Der Abmarsch verzögerte sich allerdings aufgrund verschiedener Unstimmigkeiten bis zum 18.8., zu welchem Zeitpunkt das aus 12 Fahnen bestehende Gelbe Regiment auszog und am 24. August 1634 seinen Einzug in Würzburg[17] hielt, dieses aber am 26. des Monats bereits wieder verließ und sich nach Schweinfurt[18] begab. Sein Abmarsch wurde mit 8 Kanonenschüssen von der Festung Marienberg begleitet. (Soden II, S. 534-537)„.[19]

Wangler stand 1637 als Obrist in kaiserlichen Diensten.

Die Pfarrchronik von Bruck[19a] (bei Erlangen[19b]) erwähnt sein Regiment unter dem 19.4.1637: „Sind auch 15 Reuter vom wanglerischen Regiment durchkommen, das andere Volk, umb Ansbach[19c] liegend, abzuholen. Ist also ganz unsicher worden, und den andern Ostertag, weil die Leut in großem Schrecken und alle Augenblick uff der Flucht gesessen, nichts zu verrichten gewesen“.[19d] Und noch unter dem 26.11.1637 heißt es in der Pfarrchronik von Eltersdorf: „Bin ich von Bruck hie heraufgangen und hab predigen wollen, so sind die Leute alle aus dem Dorf hinweg gewesen wegen der Soldaten, bei 100 Mann vom wanglerischen Regiment, so zu Stadeln gelegen; habe es also notwendig einstellen müssen“.[19e]

Der Hofer Chronist[20] und Organist Jobst Christoph Rüthner [1598 – 1648] hält die Einquartierungen von Teilen des Regiments fest: „Den 23. Martii [1637; BW] wurde die eine compagnie vom wanglerischen regiment [des] hauptmann[s] Georg de Klerick, über 100 starck, bey großen erschrecklichen sturmwindt und ungestümen wetter hier einquartieret, etliche wenige davon, ohngefähr auf 30 mann, wurden nachmahls davon aufs land gelegt“.[21] „Den 6. aprilis ließ herr capitain de Cleric diejenigen völcker, so er auf dem lande ligend hatte, hereinfordern, und zog hernach mit ihnen fort gegen Culmbach,[22] die übrigen aber blieben alle noch in dieser stadt beliegen. Den 10. huius kam er wieder, und folgeten den 11. die mit hinausgeführten völcker samt dem fähnlein. Den 13. wurde von seiner fürstlichen gnade die kayserliche ordre anhero geschickt und geschrieben, weil sich die wangelischen völcker in dieß land eingedrungen, so sollte man ihnen noch wenig tage verpflegung geben und hernach nichts mehr zu willen seyn. Aber es half nichts, musten einen weg als den andern verpfleget werden“.[23]

Das war ein billiger, aber schwer ausführbarer Rat. Selbst Markgraf Christian musste sich darüber klar sein, dass man eine Einquartierung ohne Gewährung einer großen Summe nicht ohne weiteres zum Abzug bewegen könne. So musste er sich dazu bequemen, mit Clerick Verhandlungen zu führen. Als mit „Instruction und Vollmacht“ ausgestattete Unterhändler sandte der Markgraf Friedrich Weigandt von Lüchau und Leonhard Rodner nach Hof. Aber die Verhandlungen zerschlugen sich. Erst nach Zahlung einer erheblichen Kontribution zogen die Wanglerschen Truppen ab. „Den 31. maii früh nach 2 uhr geschahe der aufbruch des wangelschen fußvolckes. Und weilen sie nicht gar ausgezahlet werden könten, hat man den hauptmann de Cleric über allen erhaltenen empfang eine obligation über 400 gulden zustellen müßen, ist also die liebe stadt ihre in die 10 wochen hart druckenden beschwerlichen einquartierung dermahleinst erledigt worden“.[24]

Bei dem Hofer Chronisten Rüthner heißt es: „Eodem die [30.7.1637; BW] kam ein lieutenant vom prinkischen [Wilhelm von der Brink; BW] regiment mit 6 musquetirern anher, wie auch zu Wunsiedel[25] ankommen, und quartirten, unangesehen hier und zu Wunsiedel wanglerische [Johann Wangler d. J.; BW] wegen anforderung ihres hinterstandes lagen, dennoch sich ein. Derer hauptman de Cleric [ist] zu Landesberg[26] in der schanze, da sie den Banier, so von Torgau[27] aus sich dahin reterirt, verfolget, erschossen worden“.[28]

Der Chronist und Bürgermeister Georg Leopold[29] aus dem von Eger[30] abhängigen Marktredwitz[31] erinnert sich an den März 1637: „[Zu] dieser Zeit ist auch das junge wanglerische Regiment zu Fuß in das Markgrafentum einquartiert worden; wie sie denn den 24. dito in [die] 6 Ämter eingezogen und alsbald(en) in die Dörfer eingeteilt worden [sind]. Bei [der] Einquartierung dieses Regiments ist es dahin [ge]kommen, daß auch unsere Bürger, welche Sparneck(er)ische[32] Lehen gehabt [haben], Kontributionen haben bezahlen müssen. Obzwar man sich anfangs widersetzte – auch ein edler, hochweiser Rat der Stadt Eger [hat] Kontributionen zu reichen verboten – , sind wir doch durch Arrestmittel dahin gezwungen worden. [Es] hat dies einen großen langwierigen Streit verursacht, indem fast über ein Jahr [lang] neben anderen Bedrängnissen und großen Beschwerden, die deswegen vor[ge]gangen [sind], allezeit ein Bürger um den anderen, welche dergleichen Lehenstück[e] hatten, zu Wunsiedel[33] [hat] in Arrest verbleiben müssen, bis endlich die Sache(n) von Kais[er.] Maj[estät] erörtert undbeigelegt worden [ist]; wie solches in den Akten und Ratsprotokollen mit [anderem] mehr zu ersehen [ist]“.[34]

Am 8.4. ging wieder ein kaiserliches Schreiben an Gallas: Vom Markgrafen Christian von Brandenburg-Kulmbach und von Franz von Hatzfeldt, dem Bischof von Bamberg, seien Beschwerden über die Einquartierung und Aufführung von vier Regimentern in Franken eingegangen. Ein weiteres Regiment, das [Johann v.; BW] Wanglersche, habe sich dort sogar ohne Bewilligung einquartiert; dieses möge sofort aus Franken abkommandiert werden. Er selbst habe beiden Beschwerdeführern geantwortet, dass ihr Schaden vergütet werde, dass aber jene vier Regimenter bis zur baldigen Eröffnung des Feldzugs noch in Franken bleiben müssen. Die Regimenter seien aufgefordert worden, sich jeder Gewalttätigkeit zu enthalten. Obrist Franz von Mercy, das Dragonerregiment und das Regiment Lamboy seien angewiesen worden, jenseits des Rheins Wache zu halten, um eine Versorgung der feindlichen Garnisonen im Elsass zu verhindern. Er selbst fürchte aber, dass Mercy, der in Burgund liegt, viel zu weit entfernt ist, und dass die übrigen zwei Regimenter dieser Aufgabe nicht gewachsen sind. Daher möge Gallas diese Anweisung aufs Neue überprüfen und bessere und zweckdienlichere Maßnahmen anordnen, die dem Feind die Versorgung seiner Garnisonen unmöglich machen würden.[35]

Unter dem 4.5. schrieb der Kaiser erneut an Gallas, Wangler stände noch immer in Franken.[36]Der Chronist Leopold erinnert sich an den Juni 1637: „Den 22. dito kamen wieder etliche Komp[agnien] zu Fuß, (in) 450 [Mann] stark und wohl bewehrt. Darunter waren etliche Hauptleut[e], ein Teil des Volkes gehörte unter das wanglerische, etliche unter das Graf Schlickische Regiment. Diese machten hier auch Quartier nach ihrem Gefallen. Sie brachen des andern Tags auf – nachdem sie uns vorher ziemlich geplagt – und marschierten auf Selb[37] zu. Der sie kommandierte war Hauptmann Gruber von dem Wanglerischen Regiment“.[38]

Bei Rüthner heißt es weiter: „Eodem die [30.7.; BW] kam ein lieutenant vom prinkischen [Wilhelm v. der Brink; BW] regiment mit 6 musquetirern anher, wie auch zu Wunsiedel ankommen, und quartirten, unangesehen hier und zu Wunsiedel wanglerische [Johann Wangler d. J.; BW] wegen anforderung ihres hinterstandes lagen, dennoch sich ein“.[39]

In dem Treffen bei Chemnitz[40] am 14.4.1639 soll er nach Aussage Banérs „biß auff den Tod verwundet“ worden sein.[41] Über diese Niederlage berichtet der Erzgebirgschronist Christian Lehmann [11.11.1611 – 11.12.1688] in seiner Kriegschronik unter „Das gröste Unglück vor Chemnitz“:[42] „Der Schwedische General Leonhart Torsten-Sohn wahr nun mit der hinderstellichen Armee und Artollerey auß dem Stift Halberstadt[43] aufgebrochen, Nach dem Fürstenthumb Altenburg[44] gerückt und zue Zeitz[45] den 2. April mit Banern sich conjungiret, und weil er kundtschaft eingezogen, daß die keyßerlichen und Chur-Sächsischen zwischen Zwicke und Chemnitz stünden und sicher legen, brach er den 3. April von Zeitz auf und eilte auf die keyßerlichen zue, ehe Hatzfeld, der schon ezliche Regiementer zum Succurs vor Freyberg[46] geschickt hatte und nunmehr in March wahr, von Eichsfeld[47] durch Düringen mit den Chur- Sächsischen zuesammenzuestoßen, sich conjungiren kundte, schickte von Altenburg den General Schlangen [Slange; BW] uff Zwicka und von dar mit wenig reutern mittin unter die Marzinischen und Chur-Sächsischen. Der recognoscirte alles, wie sie lagen, und ritte wieder zum Baner. Der General Marzin [Morzin; BW] wuste nicht, daß Baner so nahe, und daß Torstensohn zu ihme gestoßen sey. Doch bekam er 3. April abendts umb 5 Uhr kundtschaft, ließ seine Regiementer zuesammenziehen und befahl, daß Sie Morgens alle solten vor Chemnitz stehen. Des abendts zuevor war das keyßerliche Haupt-Quartier zum Honstein[48] gewesen; dohin kam Baner, der sich 4. April viel früher aufgemacht, mit aufgang der Sonne, traf doselbst in der retrogarden 300 Pferde und jagte Sie ins Corpus, das vor Chemnitz stunde. Marzin hatte den Paß an einen Morast vor Chemnitz, den er durchmuste, mit Trajonern besezt, damit der feind nicht da durchbreche, aber es halfe nichts. Baner sezte an, brachte in der eil uber 4 Regiementer zue Pferde, Sein leib Regiement, des Torsten-Sohns, Hans Wachtmeisters und Hans Wittenberg(s), darzue viel Wagehälse, die theils in nachjagen ermüdeten und sich in Marrast durchwuhleten, uber den Marrast hatte (er) die andere Armee ihme nach commandirt, jagte die Trajoner weg, hiebe durch, machte das felt unsicher und nahmb dem Marzin die Höhe, welcher unter deßen, Ehe der feindt uber den Pas kommen, Zeit gehabt, sich zue stellen.

Gegen die Statt sazte er an einen Marrast den lincken Flügel, der meist von Curaßiren bestundte, hinder Chemnitz aber uber den fluß den rechten flügel, die wahren viel stärcker an Volck, den der feindt, hatten stücke und Munition bey sich, welches dem feinde noch zur Zeit fehlte. Baner thete mit seinen regiement den ersten angrif an Lincken flügel und litte schaden, die andern 3 Regiementer entsazten ihn, und kamen andere Regiementer mehr darzue und jagten den Lincken flügel in disordre an 2 marrastigen graben, drüber Sie nicht kommen kunten, zum großen Vortheil der Schwedischen; den was nicht gegen Chemnitz zum rechten flügel entkam, das wurde alles entweder gefangen oder Niedergehauen. Weil nun der Schweden volle Armee auch ankommen wahr, wurde commandirt, wer reiten kundte, sezten derowegen die Schwedischen regiementer durch den fluß Chemnitz und chargirten den rechten flügel, der schon gewichen und sich hinder 3 Morrastigte Dämme gesetzet hatte, gingen doch fort und wurden meist niedergehauen. Das Fußvolck drengte Sich an ein Wäldlein nach der Stadt und trachtete ferner an Walt 400 schrit gegen den gebirge und wolte außreißen. Baner ließ ihnen vorbeugen durch General-Major Stalhansen [Stålhandske; BW], Herr Major Pfulen [Pfuel; BW], Obrist Schlangen [Slange; BW] Regiement und 1 Esquadron von Konigsmarck untter Obrist-Leutenant Hammerstein, die hohleten Sie ein, machten ezliche 100 nieder, nahmen den Rest gefangen und richteten damit die keyßerliche, Chur-Sächsische und Salische armee auf einen tag hin, verfolgeten die flüchtigen Nach Leipzig,[49] Freyberg, Annen[50]- und Marienberg.[51] Der General Marzin kam kümmerlich darvon ohne hut und mit einen Pferd biß an die Seigerhütte an die Flöhe. 800 blieben auf der Walstat, 2000 zue fuß wurden gefangen, 40 standtarten, 20 fahnen, alle stücke, munition und Pagage bliebe in stich. Das thaten die Schweden nur mit der Avangardia von lauter Reutern, und ist kein Canonschuß darzue kommen, welches der Churfürst dem General Marzin, den er mit den Calenbergischen [Reinecke v. Callenberg; BW] Regiement nach Dresden[52] confoiren ließe, heftig verwiese, von seinen Reutern 400 wiedersamlete und den rest von allen seinen Regiementern den Obristen Wachtmeister Trautischz [Trauditsch; BW] ubergabe, der reformirte Sie und nahm sie mit sich in Böhmen. Da hatte des Marzins Commando ein Ende.

Die keyßerlichen gingen nach Pirn,[53] Frauenstein,[54] in Böhmen nach Brüx[55] und Prag. Viel wahren nach diesen gebirgen geflohen und gingen die gantze Nacht durch Elterlein[56] auf Annenberg mit blutigen Köpfen, ferner hienunder biß nach Dresden, darüber alles rege und furchtsam wurde in Gebirge, alle Flecken und Dörfer rißen auß nach den Wäldern und in die Städte. Den 5. April sahe mann noch immer einzlich die geschlagenen reuter auf allen straßen nach Böhmen reiten, die leute untterwegens angreiffen, den Sie sehr hungrich thaten und wurden eines theils an Päßen mit Pulver und bley gespeist, daß Sie des hungers vergaßen, ehe sie in Böhmen kommen. Die Schweden haben ihnen auch nachgesezet in das gebirg undt vor Annenberg etliche Chur-Sächsische weggenommen“.[57]

Das „Theatrum Europaeum“[58] berichtet sehr ausführlich über die Ereignisse: „Nichts destoweniger aber hat Hr. General Banner / wiewol er auch von Käis. und Chur-Bäyerischem Volck um ein zimliches übermannet gewesen / bey obbesagtem Hohenstein / nahend Kemnitz / dergestalt gefochten / daß nicht allein seines Feindes (die reichsArmada genennet) meinste Infanterie, von sehr gutem Volck / und dabey so viel hohe / als untere officirer / guten theils darauff gangen / sondern auch die Cavallerie zertrennet worden / das geschütz und alle Bagage in zimlicher Anzahl im Stich geblieben / und hat sich so gar die Schwedische Reuterey auch deß an ihrer reuterey vor freyberg erlittenen Schadens von diesem Treffen wiederum erholet: von welchem allem uns für gut angesehen / das außführliche Schreiben / so Hr. General Banner hiervon an einen hohen der Cron Schweden Bedienten alsbald abgehen lassen / hierbey in Druck mitzugeben / also lautend: Meinem jüngsten Schreiben zu Folge / habe ich die Conjunction mit dem Herrn General der Artillerie Leonhard Dorstensohn / am 2. dieses zu Zeitz effectuiret / und wie ich die gewisse Kundschafft von meinen außgehabten Partheyen / die mir von unterschiedenen deß Feinds rencontrirenden und niedergehauenen Partheyen häuffig gefangenen einbracht / erhalten / daß der Feind / als die Käiserl. und ChurSächs. Armee / zwischen Kemnitz und Zwickau[59] sich befinden thäte / habe ich darbey considerirt / wie hochnöthig es seyn wolle / ohne Säumnüß mein Heyl an diesen zu versuchen / ehe Hatzfeld / wie bißhero / sowohl von Herrn[60] / als auch von Minden[61] / Hamburg[62] und Erfurt[63] / und andern vielen Orten / mehr Bericht geschehen / daß er im marchiren übers Eichsfeld und durch Thüringen begriffen / zu ihnen stossen möchte / bin derowegen am 3. dieses zu Zeitz auffgebrochen / und desselben Tags biß an Kemnitz avancirt / indem auch einen Gefangenen bekomen / der soviel außgesagt / daß der Feind noch also elargiret still ligẽ / und von meiner Ankunfft nicht wissen sollte / mich darauff resolviret / dieselbe Nacht zeittlich auffzubrechen / ihnen zwischen die Quartier einzugehen / und also von ihnen auffzureiben / soviel ich immer gekönt / und Gott der Allmächtige darzu Glück / Segen und Heil verleihen / und die Gelegenheit Anweisung gethan hätte. Es hat zwar der Feind bemeltes Abends um 6. Uhr Nachricht von mir und Alarme bekomen / auch die armee zusammen gezogen / und gegen Morgen zeitlich auff den Rückritt gegen Kemnitz sich begeben / als ich aber gleichwohl auch sehr frühe noch vor der Sonnen Auffgang auffgebrochen / meinen March nacher Glaucha[64] gerichtet / gerichtet / und also zeitlich zu Hohenstein[65] / da den Abend zuvor deß Feinds Haupt-Quartier gewesen / habe ich in seinen Retrogarden in 300. Pferd starck angetroffen und dieselbe verfolgt / biß in das Corpus, so allbreit nahe allhie bey Kemnitz gewesen / eingejagt / und weil ich einen Morastigen Ort vor mir zu filiren gehabt / den der Feind mit Dragonern besetzt / hat er Gelegenheit erlangt sich zu stellen / demnach den lincken Flügel / so mehrentheils in Cürassirern bestanden / dahinden / und auff die Seit Kemnitz / den rechten Flügel aber weiter hinter sich / über den Fluß die Kemnitz genant / hinter der Stadt / auch gesetzet / darauff ich mit meiner Guarde von Dragonern / an bemelten Morastigen Paß / dahin wegen der Tieffe deß Sumpffs nicht zu kommen war / zu Fuß übergesprungen / nach wenigem disputiren / deß Feindes Dragoner gewichen / quittiret / und mir die Occasion zum filiren geöffnet / welcher ich also wahrgenommen / dem Feind die Höhe zu nehmen / und das Feld unsicher zu machen / so auch geschehen / also daß ich Anfangs mein Regiment / wie auch des Herrn General Dorstensohns Obrist Hanß Wachtmeisters / und Obr. Wittenbergs Regiment / überbracht / wovon wegen deß grossen Eilens / viel Reuter / so ermüdet waren / zurück geblieben / hinweg gewesen / damit erwehnten lincken Flügel chargirt / mit meinem Regiment den ersten Angriff gethan / und wegen empfundenen Widerstands in Schaden gerathen / aber weil deß Herrn Generaln / wie auch Hanß Wachtmeisters und Wittenbergs Regiment / auch zeitlich genug dem Feind zu schaffen gegeben / ist dieser lincke feindliche Flügel / so in Disordre kommen / und zu seinem grossen Schaden / und unserm trefflichen Vortheil zween grosse Morastige Gräben hinter sich gehabt / biß auff weniges / so sich an den rechten Flügel zu entfliehen / hat gearbeitet / gantz nidergehauen / wir starck nachgedrungen / auch fort und fort / wegen Ankunfft und mehrer Versammlung der unsern / je mehr und mehr verstärcket worden / solches ohne Säumnüß gethan / und 3. Dämme zu filiren / gehabt / hinder welche sie sich zwar hätten setzen / und Widerstand thun können / aber weil der Muth gantz entsuncken / haben die unserige alles niedergehauen / und wenig darvon kommen lassen / das Fußvolck aber / hat sich zwar an die Stadt gedrenget / gleichwol durch einen kleinen Wald / nahe bey der Stadt / so nur 400. Schritt von einem andern Wald / gegen den Gebürge werts distiret / sich zur Flucht wenden wollen / denen ich aber Hn. General Major Stallhansen / Herrn Major Pfuls / und Obr. Slangens Regimenter / und von den Königsmarckischen eine Squadron / unter ihrem Obrist-Lieutenant Hammerstein / nachgeschickt / die sie umringet / und auch totaliter ruiniret und geschlagen / also daß nunmehr / was [Hans Wolf v.; BW] Salis bey sich gehabt / schon vernichtiget / in dieser glücklichen Expedition die gantze Käiser. und Chur-Sächsische Armee zu Grund gerichtet / Stücke / Munition / Fähnlein und Standarten / darvon mir die Anzahl / weil noch die wenigsten einbracht / nicht soeben bewust / so dann alle Bagage der Generalen / Officirer und gemeinen zu Fuß erobert / und eine treffliche Anzahl Officirer gefangen worden : von denen so man in der Eil weiß / und von hoher Importantz seyn / ist der GeneralWachtmeister der Cavallerie Graf von Puchheim / Obr. Webel / Obr. Wangeler / der biß auff den Tod verwundet / der Obr. Lieutenant Paradiser / von Marq. de Grana, Obr. Lieutenant Wachenheim von Graf Schlicken / und eine große Anzahl Majorn / Rittmeister / Hauptleute / Lieutenant / Cornet und Fähnrich / die Specification wird von den Regimentern colligirt / / soll ohne Säumnuß in Form gebracht / und dem Herrn mit ehistem nachgeschickt werden: an unserm Ort weiß man noch von keinem Officirer / so sonderlich Namkündig / die gequetscht oder geblieben wären / als deß Herrn Gen. Stallhanß Obr. Lieutenant / so geblessiret / und der junge Graf von Witgenstein / der unter Hn. General Pfuls Regiment gewesen / etc. etc. Datum im Haupt-Quartier zu Chemnitz / den 5. April. Anno 1639“.[66]

[1] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.

[2] Stadtamhoff [Stadt Regensburg]; HHSD VII, S. 708f.

[3] Vgl. HÖBELT, Ferdinand III.

[4] Prebrunn, ehemaliger Stadtteil Regensburgs.

[5] Neumarkt i. d. OPf.; HHSD VII, S. 505f.

[6] Archives Municipales Strasbourg AA 1065.

[7] Frankfurt/M.; HHSD IV, S. 126ff.

[8] Vgl. REBITSCH, Matthias Gallas; KILIÁN, Johann Matthias Gallas.

[9] Vgl. JENDRE, Diplomatie und Feldherrnkunst.

[10] Aichach [LK Aichach-Friedberg]; HHSD VII, S. 3.

[11] Augsburg; HHSD VII, S. 44ff.

[12] Landshut; HHSD VII, S. 386ff.

[13] Bad Königshofen im Grabfeld [Stadt Bad Königshofen i. Grabfeld]; HHSD VII, S. 368.

[14] Nürnberg; HHSD VII, S. 530ff.

[15] Schweinau, heute Stadtteil von Nürnberg.

[16] Fürth; HHSD VII, S. 219ff.

[17] Würzburg; HHSD VII, S. 837ff.

[18] Schweinfurt; HHSD VII, S. 686ff.

[19] ENGERISSER, Von Kronach, S. 279ff. (die zurzeit beste kriegsgeschichtliche Darstellung).

[19a] Bruck [LK Erlangen].

[19b] Erlangen; HHSD VII, S. 179ff.

[19c] Ansbach; HHSD VII, S. 26ff.

[19d] GROßNER; HALLER, Zu kurzem Bericht, S. 58f.

[19e] GROßNER; HALLER, Zu kurzem Bericht, S. 62.

[20] Hof; HHSD VII, S. 302f.

[21] KLUGE, Hofer Chronik, S. 117 (eine sehr gut kommentierte Edition zur Geschichte Hofs und seines Umlandes).

[22] Kulmbach; HHSD VII, S. 379f.

[23] KLUGE, Hofer Chronik, S. 117f.

[24] KLUGE, Hofer Chronik, S. 119.

[25] Wunsiedel [LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge]; HHSD VII, S. 836f.

[26] Landsberg/Warthe [Gorzów Wielkopolski, Brandenburg, h. Polen]; HHSD X, S. 446ff.

[27] Torgau [Kr. Torgau]; HHSD XI, S. 467ff.

[28] KLUGE, Hofer Chronik, S. 120. Vgl. auch BRAUN, Marktredwitz, S. 77.

[29] KRUSENSTJERN, Selbstzeugnisse, S. 151f.

[30] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[31] Marktredwitz; HHSD VII, S. 429f.

[32] Sparneck; HHSD VII, S. 706. Sparneck war Amtssitz der Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach.

[33] Wunsiedel; HHSD VII, S. 836f.

[34] BRAUN, Marktredwitz, S. 77.

[35] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 432.

[36] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 446.

[37] Selb [LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge]; HHSD VII, S. 694f.

[38] BRAUN, Marktredwitz, S. 79. Braun datiert nach dem a. St.

[39] KLUGE, Hofer Chronik, S. 120.

[40] 14.4.1639: Die Schweden unter Johan Banér schlugen die Kaiserlich-Sächsischen unter Matthias Gallas und Rudolf Graf von Morzin. Vgl. THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 94f.; LEHMANN, Kriegschronik, S. 102f.

[41] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 95.

[42] Chemnitz; HHSD VIII, S. 43ff.

[43] Halberstadt [Kr. Halberstadt]; HHSD XI, S. 169ff.

[44] Altenburg [Kr. Altenburg]; HHSD IX, S. 6ff.

[45] Zeitz [Kr. Zeitz]; HHSD XI, S. 519ff.

[46] Freiberg; HHSD VIII, S. 99ff.

[47] Goldene Mark (Kr. Duderstadt); HHSD II, S. 172f.

[48] Hohnstein [Kr. Sebnitz]; HHSD VIII, S. 151f.

[49] Leipzig; HHSD VIII, S. 178ff.

[50] Annaberg-Buchholz [Erzgebirgskreis]; HHSD VIII, S. 5ff.

[51] Marienberg; HHSD VIII, S. 215f.

[52] Dresden; HHSD VIII, S. 66ff.

[53] Pirna; HHSD VIII, S. 276ff.

[54] Frauenstein; HHSD VIII, S. 98f.

[55] Brüx [Most]; HHSBöhm, S. 79ff.

[56] Elterlein; HHSD VIII, S. 89.

[57] LEHMANN, Kriegschronik, S. 102f. Lehmann datiert nach dem alten Stil.

[58] Vgl. BINGEL, Das Theatrum Europaeum.

[59] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[60] Herne; HHSD III, S. 317.

[61] Minden [LK Minden]; HHSD III, 517ff.

[62] Hamburg; HHSD I, S. 83ff.

[63] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[64] Glauchau; HHSD VIII, S. 116f.

[65] Hohnstein [Kr. Sebnitz]; HHSD VIII, S. 151f.

[66] THEATRUM EUROPAEUM 4. Bd., S. 94f.

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