Stahl von Hohenstein, Andreas

Stahl von Hohenstein, Andreas; Obrist [ – ] Stahl von Hohenstein erhielt nach der Schlacht bei Lützen[1] eine Rittmeisterstelle im Regiment Alt-Piccolomini.

Er stand seit 1643 als Kürassier-Obrist in kaiserlichen Diensten.[2]

Für den Dezember 1645 schreibt der Chronist Leopold aus dem von Eger[3] abhängigen Marktredwitz:[4] „Als wir nun den 8. Dezember nach Eger kamen, haben wir vor dem Tor 6 Kompagnien Reiter – samt dem Troß an [die] 800 [Mann] stark – stehend gefunden, die im Egerkreis Quartier machen wollten. Weil sie aber keine richtige Order [hatten], ist es ihnen abgeschlagen worden.  Sie haben sich aber nit daran gekehrt, sondern haben sich mit Gewalt um die Stadt [herum] eingelegt. Zur Abwendung dessen sind H[err] Bürgermeister Dressel, H[err] Oberstleutnant Ottowalski [Odowalsky; BW] und Oberstwachtmeister Moser nach Klattau[5] ins kaiserliche Hauptquartier gereist. Unterdessen haben diese Völker nach [ihrem] Belieben gehaust, weshalb sich die Kreisstände mit beiden Oberstwachtmeistern verglichen und die Quartiere [für] 3 Kompagnien vom Graf Auersbergischen und 3 Kompagnien vom Stahlischen Regiment anders verteilt haben. Eine Kompagnie hat die Ritterschaft zur Verpflegung angenommen [und] 5 sind der Stadt geblieben“.[6]

1653 nahm er am Feldzug gegen die Osmanen teil.

[1] Lützen [Kr. Merseburg/Weißenfels]; HHSD XI, S. 286f.

[2] WREDE, Wehrmacht Bd. 3, S. 488; BROUCEK, Schwedenfeldzug, S. 31.

[3] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[4] Marktredwitz [LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge]; HHSD VII, S. 429f.

[5] Klattau [Klatovy]; HHSBöhm, S. 262ff.

[6] BRAUN, Marktredwitz, S. 246.

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