Spankau [Spandko, Spantko, Spandtkau, Spantekow, Spankow], Paris [Paric] Freiherr von

Spankau [Spandko, Spantko, Spandtkau, Spantekow, Spankow], Paris [Paric] Freiherr von; Obrist [ – 13.7.1675 Kaschau] Spankau[1] stand 1639 als Obristwachtmeister unter Melchior von Hatzfeldt in kaiserlichen Diensten.[2]

Der Schmalkaldener[3] Chronist Pforr berichtet unter 1639: „Hiervorn ist gemeltet worden, daß der General Hatzfeld im anzugk geweßen und weil die Schwedischen damalß gewichen, ist er mit seinen völckern bey Schleußungen[4] stehen geplieben. Hiervon ist der 20. 8br: der Obristwachtmeister Paric Spantko mit 18 pfer[en alhier einkommen und vom Hatzfeld dieße ordre vorgezeigt, daß wir uff deß Zaratetzki [Zahrádecký; BW] und Naßawische regimenter teglich 800 lb: brod und 135 thlr an gelt lieffern solden, welchen proviant wier nach Schleußung[en schicken, ihme, dem wachmeister, aber das gelt zustellen müßen“.[5]

1645 wurde er Obristleutnant des Regiments Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg.[6]

1647 führte er als Obrist [?] das Regiment Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg.[7]

„Vor Eger[8] kam es überhaupt nur zu heftigen Gefechten, aber zu keiner Hauptschlacht. [9] Das Alt-Nassauische Regiment befand sich auch bei dem Heere. Es hielt sich bei allen Gelegenheiten vorzüglich tapfer. Dem bekannten Treffen bei Triebel[10] in Böhmen [am 22.8.1647; BW] wohnte es bei und benahm sich im größten Feuer sehr brav. Es hatte zwei Standarten erobert und Oberstlieutenant von Spankow erhielt zwei Schusswunden und einen Stich über dem Auge“.[11]

Am 25.10.1649 erhielt er die böhmische Freiherrnwürde.[12]

[1] Vgl. die Erwähnungen „Spankau“ bei HARRACH, Tagebücher; hier fälschlich Todesjahr 1670. Vgl. dagegen WAGNER, Analecta Bd. 2, S. 39.

[2] Vgl. die Erwähnungen bei ENGELBERT, Hatzfeldt.

[3] Schmalkalden [Kr. Schmalkalden]; HHSD IX, S. 387ff.

[4] Schleusingen [Kr. Suhl]; HHSD IX, S. 382ff.

[5] WAGNER, Pforr, S. 151.

[6] KELLER, Drangsale, S. 415f.

[7] REDLICH, Military Enterpriser, S. 432.

[8] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[9] Hofer, Ende, S. 81ff.

[10] Třebel, heute Ortsteil von Černosín, Bez. Tachov.

[11] KELLER, Drangsale, S. 451.

[12] PROCHÁZKA, Genealogisches Handbuch, S. 294.

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