Pucher, Johann Georg

Pucher, Johann Georg; Hofkriegsratssekretär [ – ] Johann Georg Pucher stand als Sekretär des Hofkriegsrats in kaiserlichen Diensten.

Pucher schrieb am 2.12.1636 aus Regensburg[1] an an den kaiserlichen Hof- und Kriegssekretär B. Wesselius: In Gallas’ Auftrag teilte er mit, dass Winterquartiere für die Armee in Lothringen und Burgund bereit gestellt werden müssten, da das Land zu beiden Seiten des Rheins völlig ausgehungert sei. Die Kontribution zum Unterhalt der einquartierten Soldaten werde anderswo erhoben werden. Dies sei notwendig, da der Gegner im Dezember ins Land einfallen und so nicht nur Lothringen verloren gehen könnte, sondern auch der Rest Burgunds, der noch in kaiserlichen Händen sei. Der Kardinal-Infant stehe in der Picardie, auch dort rüste sich der Gegner gingen ihn. Man werde auch die Anmarschgebiete für den künftigen Feldzug nach Frankreich halten müssen. Es seien Patente zur Beschaffung von Ochsenvorspännen für die Armee herausgegeben worden.[2]

Im August 1639 korrespondierte er mit Melchior von Hatzfeldt wegen der Vorschläge zu Beförderungen, im Dezember meldete er die Ausstellung von Bestallungsurkunden.[3]

Pucher verwandte sich im Mai 1640 bei Hatzfeldt für die Übernahme des Georg Nikolaus Pucher in Hatzfeldts Dienste.[4]

Im Januar 1642 war die Kritik an der Belagerung von Erfurt[5] während des gleichzeitigen Vorrückens sachsen-weimarischer Truppen an den Niederrhein Gegenstand der Korrespondenz mit Hatzfeldt.[6]

Am 20.7.1644 schrieb Piccolominis Informant Formarini aus Wien an seinen Gönner: Am Freitag sei Graf Saint Amour in Begleitung Pater Quirogas und Doktor Navarros eingetroffen, und er, Formarini, habe nach Piccolominis Anweisung den Grafen in seinem Haus aufgenommen und die Herren darauf aufmerksam gemacht, dass sie bei den Bayern betreffenden Verhandlungen die Gunst des Grafen Ferdinand Sigismund von Kurz zu gewinnen trachten müssten. Am 19.7. seien bei Quiroga Saint Amour, Navarro, Kurz, W. E. von Lobkowitz, Gonzaga und Johann Georg Pucher zusammengekommen und hätten über die Überstellung der 4.000 Mann aus der Toskana, den baldigen Frieden in Ungarn und auch über den Transport der Garnisonen aus Ungarn über den Böhmerwald nach Franken verhandelt, letzteres, um der Gefahr eines drohenden Zusammenstoßes mit Königsmarck zu entgehen.[7]

[1] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.

[2] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 361.

[3] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 222.

[4] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 222.

[5] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[6] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 222.

[7] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 331.

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