Personen C

Caba [Cabo, Gabo], Johann Philipp von; Ritter, Obrist [ - 14.11.1643] siehe unter „Miniaturen“.

Cachan [?], N; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cadé, Dominik; Obrist [ - ] Simon Baron Des Fours war 1644 aus dem Dienst geschieden. Sein Regiment übernahm Cadé.

Cadet de Merzi, N; Generalquartiermeister [ - ] Cadet de Merzi stand als Generalquartiermeister in kaiserlichen Diensten und soll am 15./25.6.1631 zusammen mit dem ligistischen Generalleutnant Tilly in der freien Reichsstadt Mühlhausen einquartiert gewesen sein. JORDAN, Mühlhausen, S. 50f.

Caesar, Don => Herculani.

Caffoy, Johann Frank; Obrist [ - ] Caffoy stand als Obrist in kurbayerischen Diensten. Sein Regiment wurde allerdings nur ein Jahr geführt. DAMBOER, Söldnerkapitalismus, S. 226.

Cahel, N; Obrist [ - ] Cahel stand als Obrist in kaiserlichen Diensten und soll am 15./25.6.1631 zusammen mit dem ligistischen Generalleutnant Tilly in der freien Reichsstadt Mühlhausen einquartiert gewesen sein. JORDAN, Mühlhausen, 51.

Cahr, N; Obrist [ - ] Cahr stand als Obrist in schwedischen Diensten. Nach der Schlacht bei Wittstock am 24.9.1636 war er mit seinem Fußvolk in Eisenach einquartiert. PETER, Eisenach, S. 30.

 

Cajero [Cayro, Caxero ?], Lucas; Gouverneur [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Calancha, Don Juan de; Obristleutnant [ - ] Calancha stand als Obristleutnant in spanischen Diensten und wurde im Juli 1646 auf Veranlassung von Guilio Antonio Frangipani, dem Kommandanten von Frankenthal, zu Melchior von Hatzfeldt entsandt; ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 302.

Caldenbach, N; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Calenbach [Calembach], N; Obrist(leutnant) [ - 17.9.1631] siehe unter „Miniaturen“.

Calenberg, N; Hauptmann [ - ] Calenberg war 1631 Hauptmann des Paderborner Stiftsausschusses. Bei der Einnahme Warburgs durch die Hessen war seine Kompanie anscheinend zerstreut worden. So heißt es im Sitzungsprotokoll der Paderborn’schen Regierungskanzlei vom 19.1.1632: „Haubtman Calenbergh ist vorgefurdert undt ob er seine zerstrewete compagnie wiederum zu colligir- undt auff die beine zu bringen getrawen mogte, befragt worden. Ist willig dieselbge wiederumb auff die beine zu bringen, wan ihme nuhr darzu ein sammellplatz assignirt werden mogen“. NEUWÖHNER, im Zeichen des Mars, S. 43, 45, Zitat 59.

Calendo [?], N; General [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Callenberg [Calenberg], Henning Ernst von; Obristleutnant [ - ] Henning Ernst von Callenberg stand als Obristleutnant in kaiserlichen Diensten und war im November 1643 in Hammelburg stationiert. Er warnte Johann Philipp von Schönborn vor sich nähernden hessen-kasselischen Soldaten und einem Angriff auf Hammelburg. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 56.

 

Callenberg [Calenberg], Otto Heinrich von; Obrist [20.10.1601 in Wettesingen bei Volkmarsen – 23.11.1644 in Lucklum bei Wolfenbüttel] siehe unter „Miniaturen“.

Callereck, N; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Camenitz, Stephan von; kaiserlicher Rittmeister [ - ] Camenitz war kaiserlicher Rittmeister. Der sächsische Chronist Lehmann erwähnt ihn unter 1632 anlässlich des 1. Einfall Holks ins Erzgebirge: „Den 30. August legten Sich hier nein 2 Compagnien zue Roß untter Stephan von Camenitz und Wilhelm Petschschacher, kosteten 300 thl. Dem Camenitz muste mann geben 1 Eimer Wein und 1 Elendtshaut, Petschschachern aber den Wein bezahlen mit 18. thl., Die Elendtshaut mit 16 thl., bekam einen Silbern vergulden Pocal darneben, hatte noch nicht genug, ließen ezliche heußer Plündern und der Stadt uber 1000 thl. schaden thun“. LEHMANN, Kriegschronik, S. 46. Lehmann datiert nach dem alten Stil.

 

Cammershof, N; Obristleutnant [ - ] Cammershof soll als Obristleutnant in kaiserlichen Diensten gestanden und in der Schlacht bei Lützen am 16.11.1632 gefallen sein. Nach dem „Theatrum Europæum“ bei MILGER, Gegen Land und Leute, S. 253.

Camolli [Kamolli], N; Kapitän [ - ] Camolli diente 1627 als Kapitän. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 226.

Campana, Federico; Kapitän [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Campbell [Cammel, Kammel], Charles [Carl]; Kapitän [1593 oder 1595 ? -1632] Charles Campbell scheint in Schweden bereits um 1608 oder 1609 gedient zu haben, wie aus einem Brief an seine Witwe hervorgeht. Es scheint, dass er um 1609 in russische Gefangenschaft geriet, in der er drei Jahre bleiben musste. Es gibt einen Hinweis auf einen Kapitän Campbell in einem Brief Oxenstiernas an Feldmarschall Jasper Kreis vom September 1612. Um 1622 kehrte er nach Schweden zurück und diente als Kapitänleutnant in Patrick Ruthvens Småland-Regiment. Danach stand er als Kapitän in Herman Wrangels Kronoborg-Regiment und dann unter dem Befehl von Thomas Muschamp, unter dem er 1628 als Kapitän diente. Bis zu seinem Tod um Weihnachten 1632 stand er in schwedischen Diensten. Campbell heiratete Elin Jacobsdotter und hatte mit ihr einen Sohn, Jacob Campbell. Ein an die Wand gemaltes Portrait von Charles Campbell findet sich im Schloss Skokloster. MURDOCH, SSNE ID: 2016 (mit Literaturangaben).

Canisio, Diederich; Hauptmann [ - ] Canisio war 1643/44 Hauptmann unter Alexander von Velen. WOLF, Landsberg-Velen, S. 151.

Cannavell [Canevale], Johann Baptist; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cannaert, Michael von; Hauptmann [ - ] Cannaert war Hauptmann im Regiment Julius von Hardegg und resignierte Ende 1632. Seine Kompanie erhielt Georg Adam von Kufstein. HAUSMANN, Regiment, S. 103, 112.

Cantu, Hyacintho; Obristwachtmeister [ - ] Cantu stand als Obristwachtmeister im kaiserlichen Regiment Annibale Gonzaga und geriet in der 2. Schlacht bei Breitenfeld am 2.11.1642 in schwedische Gefangenschaft. RUDERT, Kämpfe, S. 148.

Capilet, Marco; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Capoletti [Capollet, Campelatenai], Peter; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cappell [Cappelle; von der Capellen ?], N [de]; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Capellen, Johann von der; Hauptmann [ - ] Capellen stand 1625 als  Hauptmann in den Diensten Münsters.

“Am 18. August erwägt man Abdankung der Kompanie des Hauptmanns Johann von der Capellen, doch wird das am 6. Oktober widerrufen, nachdem ‘Zeitung’ eingekommen ist, Graf Mansfeld sei im Anzug und die Dänen stünden in voller Bereitschaft”. LAHRKAMP, Münsters Rolle, S. 44f.

Cappell [Cappelle, Capell], N [de]; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cappi, Carlo; Ingenieur [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Caprara, Lodovico Girolamo Graf; Obrist[leutnant ?] [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Capromalleus, Johannes; Kriegsauditor [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Capsius [Kaps], Liborius; Professor, Rektor [1589 - 1654 (so BEYER; BIEREYE, S. 556; DOMINIKUS, Erfurt, S. 447)] Besuch des Ratsgymnasiums, Magister, seit 1615 Professor am Ratsgymnasium in Erfurt, 1632 Professor der Logik und Metaphysik, Rektor der Universität 1641-1642, 1643-1654 (1655; WIESE, Schulwesen, S. 280) Rektor des Ratsgymnasiums. KLEINEIDAM III, S. 247-250; MOTSCHMANN, Erfordia Literata Vierdte Sammlung, Sectio I, S. 549-553; WEISSENBORN, Hierana, S. 60.

Caracciolo, Carlo Andrea, Herzog von Torrecuso [1583 - 1646] von Patrick Grothe, siehe unter „Miniaturen“.

Carey [Carie], Ferdinand [Ferdinando] Sir; Colonel [ - 1663] Carey, der Sohn des Sir Robert Carey, stammte aus England und diente 1636 im Heer der Generalstaaten. COKAYNE, Complete Peerage Bd. 6, S. 630; RITTER; KEIL, Crowne, S. 82.

Carracciolo, Don Tommaso [10.3.1572 in Neapel - 5.12.1631 ebenda] von Patrick Grothe, siehe unter „Miniaturen“.

Carafa, Luigi; Hauptmann [ - ] Nach Aussage Formarinis gegenüber Piccolomini vom 28.8.1647 soll er er in der Schlacht bei Plauen [richtiger: Plan !; BW] am 21.8.1647 – gemeint war wohl das Reitergefecht bei Triebl [Trebl, 20 km s/ö: Marienbad] am 22.8. – gegen schwedische Einheiten verwundet worden sein. TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 1068.

 

Carafa [Caraffa] della Stadera, Don Mario; Obrist [ - 7.9.1632] siehe unter “Miniaturen”.

Carandolet, Wilhelm von; Generalwachtmeister [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Caratti, Ferdinand; Hauptmann [ - ] Caratti stand im Gradiskaner-Krieg als Hauptmann im Dienst des Erzherzogs Ferdinand von Österreich. PECHMANN, Obrist Gabriel Pechmann.

Cárdenas, Don Pedro de; Maestre de Campo [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Caretto, Ferdinando del; Diplomat [1617 – 1651] siehe unter „Miniaturen“.

Caretto [Carretto, Carretti, Caretti, Claretti], Francesco [Antonio] marchese de Savona e Finale e Grana, conte di Millesimo [Marquis de Grande, Marqui de Grane, Gran, Grane v. Corretto, Coretto und Grane]; Feldmarschall [1594/1590/1592-9.11.1651/1652] siehe unter „Miniaturen“.

Caretto, Leopold von; Kämmerer [ - ] Caretto stand als Kämmerer des Erzherzogs Leopold Wilhelm in kaiserlichen Diensten.

Carico [Carie], N; Feldwachtmeister [ - ] Carico stand bis 1646 als Feldwachtmeister in kaiserlichen Diensten.

Am 14.7.1642 schrieb der Kaiser Enckevort: Er habe seine Relation vom 12.6. aus Valenciennes erhalten und sei zufrieden mit seiner Tätigkeit, insbesondere mit der Tapferkeit, die er in der Schlacht gegen den Grafen de Guiche [Gramont] befehligte französische Armee an den Tag legte. Gleich nach Erhalt seiner Relation sei ihm ein Bericht des spanischen Gouverneurs in den Niederlanden, F. de Melo, zugegangen. Ferner forderte ihn Ferdinand III. auf, sich mit dem übrigen Generälen bei Feldwachtmeister Carie (Carico) zu melden, um unter dem Kommando von Erzherzog Leopold Wilhelm ins Feld zu ziehen; ihm, Enckevort, werde der Oberbefehl über das neu formierte Regiment Leslie übertragen. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1309.

Er wurde 1646 entlassen, wie Ferdinand III. Ferdinand von Köln mitteilte. WOLF, Landsberg-Velen, S. 119.

Carl, N; Hauptmann [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Carlewitz [Carlowitz, Carlwitz], Hans Georg; Offizier [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Carl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt; Graf [6.11.1576 - 24.9.1630] Ältester Sohn Albrechts VII. und seiner Ehefrau Juliane von Nassau-Dillenburg, Cousin von Christian Günther I., Graf von Schwarzburg-Sondershausen. 1593 Immatrikulation an der Universität Jena, im Sommersemester 1597 Besuch der Universität Leipzig, 1598 bis 1600 (?) Besuch der Akademie in Straßburg. Nach dem Tod des Vaters wurde er dessen Nachfolger und trat 1605 die Regentschaft an. 1609 veranlasste er den Bau einer Schule in Rudolstadt, die 1611 eingeweiht wurde. 1610 musste er Teile der Grafschaft an seine Brüder abtreten, was nach langen Auseinandersetzungen 1624 bestätigt wurde. Am 13.6.1613 heiratete er Anna Sophia, Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt. Wahrscheinlich am 5.9.1616 nahm ihn sein Schwager Ludwig I. von Anhalt-Köthen in die „Fruchtbringende Gesellschaft“ auf. Er bemühte sich vergeblich um die Ausweitung seiner Residenz Rudolstadt. FLEISCHER, Carl Günther; APFELSTEDT, Heimathskunde, S. 116.

Carocho, Don N; Reiter [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Carpzow [Carpe(n)zon, Carpezan, Carpezano, Carpenzahn, Carpenzan, Karpzow], Joachim von; Obrist [1585 - 1628] siehe unter „Miniaturen“.

Carpezon, Ludwig von; Generalfeldwachtmeister [1586 – 1620] siehe unter „Miniaturen“.

Carrado [?], N; Obrist ? [ - ] Carrado war der Name eines Regiments, das bis zum 5.3.1641 in Neumarkt (Obere Pfalz) einquartiert war und dann zur Altmühl abgezogen wurde. RIED, Neumarkt, S. 102.

Carrasco [Carrasco, Carssos, Carasko, Korasko, Corasco, Corasso, Cattrecho] Cisnero [Dessineros], Don Felipe de [Philippo di(e)]; Obrist [ - November 1646] siehe unter „Miniaturen“.

Carrasco, Jean de; Offizier [ - ] Der Benediktiner-Abt Hugo von Werden berichtete im März 1639 aus Werden Melchior von Hatzfeldt über die Besetzung der Burg. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 104.

Carrasco, Philipp de; Hauptmann [ - August ? 1643] siehe unter „Miniaturen“.

Carre [Karr, Kerr], James; Generalmajor [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Carrel, N; Obrist ? [ - ] Carrel soll ein kaiserliches Regiment geführt haben. BECK, Chronik 1. Bd. 2. Abt., Sp. 44.

Carve [Carew, Carue], Thomas; Feldkaplan [1590 in Mobernan, Co. Tipperary, Irland – 1672 ?] siehe unter „Miniaturen“.

Casenheim, Nicolas; Leutnant [ - ] 1631 stand Casenheim als Leutnant unter dem Befehl des Grafen Ernst Christoph I. von Rietberg.

“Am 18. Juli 1631 wendet sich Ernst Christopher, Graf von Rietberg und Ostfriesland, an Bürgermeister und Rat der Stadt Rüthen mit der Mitteilung, daß Nicolas Casenheim, Leutnant und Hauptmann von Erwitte, in Rüthen etliche Soldaten für den Dienst der römisch-kaiserlichen Majestät geworben habe. Sie sollen den Leutnant bitten, daß er die Soldaten ‘ausfolgen’ lassen solle”. TEMPEL, Rüthen, S. 218.

Casewell, John; Obrist [ - ] Casewell führte als Obrist ein englisches Regiment [ehemals Sir Thomas Conway] in schwedischen Diensten, das im Juli 1633 an der Schlacht bei Hessisch Oldendorf teilnahm: ENGERISSER, Nördlingen 1634, S. 248.

Caspar, Don; Obrist [1610-1672] „Don Caspar“ war die Bezeichnung für den kurbayerischen Obristen Caspar Schoch.

Der Kaiser wandte sich am 21.4.1637 an Generalleutnant Gallas: Er habe seinen Bericht über die Ereignisse in der Schweiz zusammen mit den Avisos des Fähnrichs Adreas von Zweyer erhalten; „darauf wir für gut befunden die schweizerischen Cantoni über vorher abgegangene Expeditiones nochmals zur Abhaltung von gedachtem Bündnischen Wesen und Leistung denen Franzosen, wider dieselben keines Vorschubs beweglich zu ermahnen; wöllen auch zu besserem Nachdruck der Sachen erwarten, was die von gemelten Zweyers Bruder oder andernorten hierüber weiter einlangen wird; unterdessen Du Dich unserer bei letzt den 7. dises abgefertigtem Currier angeordneten Disposition nachzuregulirn, und weilen nunmehr der Termin zur Franzosen Auszug aus Pündten [Graubünden], Veltlin, Bormio und Chiavenna gestern eingangen, den dahin ordinirten Succurs also hinterhalten würdest, damit er auf unserer Frau geliebsten Mumhb der Erzherzogin Claudiae Liebden oder oder derselben verordneten Commissarien nächste Erinnerung stracks bei der Hand sein können“. Aus der Beilage zu seinem Schreiben werde er ersehen, was Graf Puchheim in Sachen der Überstellung der Kompanie Don Caspars zu seinem Regiment verlange; er sei damit einverstanden, dass sie mit der Kompanie des Rittmeisters Wesselius verbunden und dem Regiment Puchheim angegliedert wird. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 439.

Caspar, N; Obrist [ - ] Bei dem als „Caspar“ benannten Obristen handelt es sich um den kurbayerischen Obristen Caspar Schoch [1610-1672].

Caspar, N; Adjutant [ - ] Caspar stand als Adjutant in kaiserlichen Diensten.

Er soll am 15./25.6.1631 zusammen mit dem ligistischen Generalleutnant Tilly in der freien Reichsstadt Mühlhausen einquartiert gewesen sein. JORDAN, Mühlhausen, S. 52.

Cassevel, Wolf von; Obrist [ - ] Cassevel stand als Obrist in hessen-kasselischen Diensten.

Am 19.8.1637 schrieb Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen an den kaiserlichen Kommandierenden Gallas: Bose sei bei Dörrendorf (in der Nähe von Eisenach) mit hessischen Truppen, die gegen Erfurt marschierten, zusammengestoßen, habe ein ganzes feindliches Regiment unter dem Kommando von Wolf von Cassevel geschlagen und viele Hessische gefangen genommen, während er selbst nur geringe Verluste erlitt. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 498.

Cassianati, [Chassignetti ?] N; Obrist [ - ] Cassianati soll 1645 als Obristleutnant in kaiserlichen Diensten gestanden haben.

Nach Aussage des Historiographen und Habsburg-Anhängers Wassenberg in seinem 1647 erneut aufgelegten „Florus“ soll er in der Schlacht bei Jankau am 6.3.1645 in Gefangenschaft geraten sein. WASSENBERG, Florus, S. 608. Möglicherweise handelt es sich um den 1638 erwähnten Obristleutnant Chassignetti.

Cassignetti [Castegnetta ?], N; Hauptmann [ - ] Cassignetti stand als Hauptmann in kaiserlichen Diensten. Nach der Schlacht bei Wittstock stellte er im Oktober 1636 einen Antrag auf Entlassung. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 451.

Castel Barco, Giovanni Battistia, Baron [ - ] Castel Barco gehörte zu dem weit verzweigten Informantennetz von Ottavio Piccolomini. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1462.

Castell-Remlingen, Wolfgang Georg I. Graf von [6.2.1610-14.5.1668] siehe unter „Miniaturen“.

Castiglione [„Castilia“], Hippolitus von; Leutnant [ - ] Castiglione stand 1621 als Hauptmann in hessen-kasselischen Diensten. Nach einer Chronik aus Höxter aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts soll Nievenheim im Dezember 1621 versucht haben, die Stadt einzunehmen: „Wie aber im jahr 1621 die statt einßmahls unbesetzt war, nahm solches der kayserlicher obrister Nievenheimb in obacht undt vermeinte, mit 4000 mann zu roß undt zu fueß in der heyligen Christnacht die statt zu überrumpelen, wie aber sölcher anschlag des nachts verkundtschafftet undt deßwegen die bürgerschafft ins gewehr gebracht worden, auch gedachter obrister auff allen thürmen der stattmawe daß fewer undt liechter gesehen undt die bürger in guter wacht stunden, ist derselbe unverrichteter sachen wieder zurückgezogen, ohngeachtet daß volck schon biß an daß Siechenhauß geführet worden; hatt alßo der gnädige Gott dießmahl unsere statt behütet.

Wie nun dieses die bürgere bey den damahligen schutzfürsten, alß Braunschweig undt Hessen, unterthänigst anbrachten, haben sie beyderseits eine besatzung herein gelegt, da dan unter den Braunschweigschen der capitain Schwartzkopff auß Firbeck [Einbeck; BW], von den hessischen aber ein Lieutenandt Hippolitus von Castilia dass commando gehabt, welche biß in den May selbigen jahrs darinn gelegen undt hernacher von dem Braunschweigischen Capitain [Thilo Albrecht v.; BW] Üslar abgelöset worden sind; wie sich aber eine zeitlang die krieges unruhe dieses orths gestillet, seindt die völcker auff anhalten der Hüxarischen bürger wieder abgefordert worden“. NEUWÖHNER, Im Zeichen des Mars, S. 91.

Castro, N; Hauptmann [ - ] Castro stand 1626/27 als Hauptmann im Regiment Ott Heinrich Fugger. HABERER, Ott Heinrich Fugger.

Caswell [Casewell, Cassels], John; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Caver, N; Hauptmann [ - ] Caver stand 1634 als Hauptmann in kaiserlichen Diensten. Im September 1634 berichteten die bambergisch-würzburgischen Räte und Statthalter Melchior von Hatzfeldt von einem Duell zwischen Caver und dem kaiserlichen Obristen Hans Wolf von Wolfsthal. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 27.

Caxero [Cajero ?] N [Lukas ?]; Kapitän [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Celli (Celles, Zelle), N Baron de; Obristleutnant [ - ]  Celli soll 1638 in den Kämpfen bei Rheinfelden in Gefangenschaft geraten sein. KODRITZKI, Seitenwechsel, S. 187.

 

Cempe, N; Rittmeister [ - ] Cempe stand als Rittmeister in sächsischen Diensten. Nach den Erinnerungen des sächsischen Chronisten Lehmann lag seine Kompanie zusammen mit Hoßfeld, er selbst war noch gefangen, ab März 1637 „zum Elterlein, blieben 9 Wochen und 4 tage liegen und fraßen das gebirg auf. Den 8. Maii brachen Sie wieder auf, lagen die 1 Nacht 3 Meilen hinder Zwicka zue Crimmitschz, gingen von dar nach Eilenburg, blieben so lange aldar liegen, biß General Banér von Torga wegginge …“ LEHMANN, Kriegschronik, S. 92.

 

Cerboni, Tomasso; Obrist [ - ] Cerboni stand als Obrist in kaiserlichen Diensten.

Cerboni nahm an der Schlacht bei Lutter am Barenberge (1626) teil. “Anfang August [1626] hatte er [de Fours; BW] mit seinem Regiment und den Scharen der Obristen Cerboni und Colloredo die Grafschaften Regenstein und Stolberg zu decken, mit dem Befehl, sich im Notfall mit Tilly zu vereinigen, während Wallenstein mit der Hauptarmee nach Schlesien aufbrach, um Mansfeld zu verfolgen, der in dänische Dienste getreten war. Auf Ordre des Generals Aldringen wurde am 17. August des Fours mit 32 Reiterkompanien und zwei Infanterieregimentern von Blankenburg nach Göttingen geschickt; am 22. August vereinigte sich des Fours bei Geismar mit der Liga-Armee des Grafen Tilly”. LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 246. Am 27.10.1626 besetzte er die Stadt Salzwedel. Vom 28.10.1627 bis 1.9. 1628 war er in Eiderstedt einquartiert. RATHJEN, Soldaten, S. 248, Anm. 9.

Cerconcelli, Pietro [ - ] Auch vom italienischen Kriegsschauplatz waren Nachrichten eingetroffen. Cerconcelli informierte Piccolomini am 20.10.1635 aus Florenz, dass die Franzosen drei Generalangriffe unternommen und dabei 3.500 Mann und ihren Tross verloren hätten. Die Verteidiger hätten etwa 400, in dieser Woche insgesamt 800 Mann verloren und bereiteten einen Gegenangriff vor. Gegenüber den 5.000 Soldaten Créquis und 4.000 Savoyarden habe Parma 2.000 Mann, Carlo Colonna 5.000, Signorini 220 Neubewaffnete, Pandolfini 2.000 Mann und 400 Reiter. Das spanische Heer sei auf 12.000 Mann angewachsen, somit bestehe Aussicht auf Erfolg. Der Papst werbe 6.000 Söldner an. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 125.

Cernilau, Johann; Hauptmann [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Černin z Chudenic [Tzscherein, Tzschernin] Herman; Obrist [24.7.1576 Nedrahovice - 6.2.1651 in Kost] siehe unter „Miniaturen“.

 

Černín z Chudenic der Ältere, Jan [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cervinus von Harschin, Jodok; Hauptmann [ - 15.9.1645 in Neumarkt] Cervinus von Harschin war Hauptmann in einem nicht näher genannten Regiment. Er verstarb am 15.9.1645 in Neumarkt (Obere Pfalz).

Chabot, N; Offizier [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Chamberlain, N [John ?]; Hauptmann [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Chambley [Chamblay], César; Kommissar [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Chambord, N Sieur de; Kommandeur [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Chambre, N; Obrist [ - 3.8.1645 bei Alerheim ?] Chambre stand als Obrist in französischen Diensten. Er wurde nach der Schlacht bei Tuttlingen wahrscheinlich am 25.11.1643 durch Sporck gefangen genommen, als dieser die flüchtende französische Kavallerie unter Reinhold von Rosen verfolgte. In der Schlacht bei Alerheim (3.8.1645) fiel er nach dem Bericht des Historiographen Wassenberg in seinem 1647 neu aufgelegten „Florus“. WASSENBERG, Florus, S. 632; vgl. die Erwähnungen bei ENGERISSER; HRNČIŘÍK, Nördlingen (die umfassendste und detaillierteste Darstellung der Schlacht).

Chammilliart, N; Rittmeister [ - ] Chammilliart stand 1626 als Rittmeister in kaiserlichen Diensten und wird anlässlich des Prozesses von des Fours gegen ihn in Aschersleben erwähnt; ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 559.

Champagna, N; Obrist ? [ - ] Champagna soll 1632 nach Aussage der Hildesheimer Chronisten, Arztes und Ratsherrn Dr. Jordan als Obrist ? in kaiserlichen bzw. ligistischen Diensten gestanden haben. SCHLOTTER, Acta, S. 52.

Chanovsky [Chanowsky, Canoffsky, Kanofsky] von Langendorf, Friedrich Ludwig; Obrist [1593 - 24.11.1645 Strasbourg] siehe unter „Miniaturen“.

 

Chanovský z Dlouhevzi [Dlouhé Vsi], Jan Jindřich; Unterkämmerer [ - 1647] Chanovský stand als Unterkämmerer in kaiserlichen Diensten. Vgl. die Erwähnungen bei HARRACH, Tagebücher.

Der Kaiser informierte Rudolf von Colloredo am 17.8.1640 aus Regensburg, er habe zum 28.8. den böhmischen Landtag nach Prag einberufen und als seine kaiserlichen Bevollmächtigten Lobkowitz, J. V. Berka von Dubá und J. J. Chanovský hin entsandt. Colloredo sei gebeten, persönlich am Landtag teilzunehmen und mit seinem Einfluss die Forderungen des Kaisers bei den Ständen zu unterstützen. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1070.

 

 

Chapelle, N de la; Fähnrich [ - 9.9.1621] siehe unter „Miniaturen“.

 

Charle, N; Rittmeister [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Charlouna, N; Generaladjutant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Chassignetti, N; Obristleutnant [ - ] Chassignetti stand 1638 als Obristleutnant in kaiserlichen Diensten.

Aus Teforn (?) wandte sich der kaiserliche Obristleutnant Chassignetti am 29.3.1638 an Generalleutnant Gallas: Er berichtete ihm über bewaffnete Abteilungen von Lüneburger und Braunschweiger Bauern, die zusammen mit mehreren Reiterabteilungen Georgs von Braunschweig-Lüneburg die Elbe-Übergänge bewachten, um die Soldaten nicht in die Quartiere zu lassen. Bei Teforn (?) lagerten 3.000 bewaffnete Landbewohner, in Dannenberg errichte ein Reiterobrist mit 220 Bauern Befestigungen gegen die Elbe, um Militärüberfälle zu verhindern. Angeblich hätte der Herzog jeden siebten Bauern bewaffnet nach Dannenberg entboten. Bei jedem Elbe-Übergang stehe eine befestigte Bauernwache von 200-300 Mann. Zudem sei großer Lebensmittelmangel ausgebrochen. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 584.

Chastelnau, N Marquis de; Offizier [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Châtillon [Castillion], Caspar Coligny duc de; Marschall [1605-1649] siehe unter „Miniaturen“.

Chaumare, N de; Obristleutnant [ - ] Chaumare stand als Obristleutnant in schwedischen Diensten.

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet über den Aufstand Elsässer Bauern gegen die schwedische Besatzungsmacht (1633): “Den Bauren im Sundgau hat dieses Wesen / nach dem gemeinen Sprichwort: Dulce bellum inexpertis: dem unerfahrenen Mann / stehet der Krieg wol an / so wol gefallen / daß sie auch gegen die Schwedische auffgestanden / und gleich in Harnisch geschloffen / doch ihnen selbsten zum allergrösten Schaden und untergang. Dann sie fast auf 4000. starck / gleich einen Schneeballen zusammen gerollet / die Schwedische Salva-Guardie hin uñ wider nidergemacht / Pferdt eingenommen / den Obristen Leutenant Erlach / deme sie gleichwol das Leben versprochen / gantz jämmerlich und Barbarisch ermordet / zerfetzet und zerstücket / Hände und Füß / Nasen und Ohren abgeschnitten / den Kopff abgehauen / die Stücke im Schauspiel herumb getragen / solche auch dem zu Altkirch gefangenen Mons. de Chaumare, mit Bedrohung / es ihme nicht besser zumachen / gezeiget”. THEATRUM EUROPAEUM Bd. 3, S. 4.

Chel, Baron N de; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Chemnitz [Kemnitz], Niklas [Nikolaus]; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

 

Chemnitz (der Jüngere), Dr. Martin; Resident [13.5.1596 in Rostock-24.10.1645 in Jägerndorf (Schlesien)] siehe unter „Miniaturen“.

 

Chiesa, Giovanni Batista [Johann Baptist]; Obristleutnant [ - Sept./Okt. ?1632 in Salzburg] siehe unter „Miniaturen“.

 

Chiesa, Kaspar Franz; Obristleutnant [ - 4./14.4.1631] siehe unter „Miniaturen“.

Chistel, N; Obristwachtmeister [ - ] Christel stand 1632 als Obristwachtmeister im Regiment Pappenheim.

Der Hildesheimer Chronist, Arzt und Ratsherr Dr. Jordan notiert in seinem Tagebuch unter dem 10./20.10.1632: „General von Bapenheimb bricht von hinnen mit Obristen und seiner Armee uff, verläßet zum Commendanten Johan Rudolf von Palandt mit seinen 5. Compagnia Pferden unter seinem Capitain-Luitnand Obristluitnand Bartram von Biland [Bertram de Bylandt; BW], Obristwachtmeister Chistel, Rittm: Wulf, Rittm: Scheiler und etzlichen Compagnien zue Fueß. It: der Obrist Otto Heinrich von Blanckhart mit Capitain-Luitnand. Obristluitnand Wilhelm von den Riven, Obr:wachtmeister la d. Vicrae, Hauptman Voigt, Hauptman Page. It: von dem jungen Tillischen [Werner Montigny, Graf Tilly; BW] Regiment 4 Compagnia Hauptman Wendel, Commandant, Wildung, Coeßfeld, Capitain Luitnand“. SCHLOTTER, Acta, S. 65.

 

Christian I. bei Rhein zu Birkenfeld-Bischweiler; Pfalzgraf, General [3.11.1598 - 6.11.1654] Er regierte 1630-1654. Seine Eltern waren Karl I. von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld und Dorothea von Braunschweig-Lüneburg-Celle. 1630 heiratete er Magdalena Katharina von Pfalz-Zweibrücken-Veldenz [1607–1648] und 1648 in zweiter Ehe Maria Johanna von Helfenstein-Wiesensteig [1612–1665]. Schwedischer General, nach der Schlacht bei Nördlingen (5./6.9.1634) Abdankung und Aussöhnung mit dem Kaiser. Vgl. die Erwähnungen bei ENGERISSER, Nördlingen 1634.

 

Christian von Brandenburg-Bayreuth [30.1.1581 in Cölln an der Spree-30.5.1655 in Bayreuth] war Markgraf des fränkischen Fürstentums Bayreuth von 1603 bis 1655. Christian aus dem Hause Hohenzollern war ein Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Johann Georg und dessen dritter Frau Elisabeth von Anhalt-Zerbst. Er trat 1603 die Herrschaft im Markgrafentum Brandenburg-Kulmbach an, nachdem mit dem Tod von Georg Friedrich d. Ä. der Ansbach-Jägerndorfer Zweig der alten Linie der fränkischen Hohenzollern ausgestorben war. Von ihm selbst wurde der Kulmbach-Bayreuther Zweig der jüngeren Linie der fränkischen Hohenzollern begründet. Die Übernahme der Herrschaft war 1598 durch den Geraer Hausvertrag legitimiert und vorbereitet worden. Seine Regierungsübernahme erfolgte zeitgleich mit derjenigen seines Bruders Joachim Ernst im benachbarten Markgrafentum Brandenburg-Ansbach. Ab 1604 verlegte Christian die Residenz von Kulmbach nach Bayreuth. Dabei blieb die Plassenburg oberhalb von Kulmbach weiterhin Landesfestung. Das von ihm regierte Fürstentum wurde seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als Brandenburg-Kulmbach, sondern nach der neuen Hauptstadt als Brandenburg-Bayreuth bezeichnet. 1606 wurde er zum Kreisobristen des Fränkischen Reichskreises gewählt. Er war einer der Gründer der Protestantischen Union und verbündete sich im Dreißigjährigen Krieg mit Schweden. Kaiser Ferdinand II. setzte ihn darauf als Herrscher 1635 ab, er regierte jedoch weiter. Der ab 1637 in Bayreuth als Superintendent amtierenden Johannes Braun (1589-1651) schrieb über den Schwedenkrieg und übte Kritik an dem Verhalten des Markgrafen, zit. bei Roth, Oberfranken, S. 304: “Die kriegerischen Bewegungen im Markgräflichen nahmen immer mehr zu, die Roheit der Soldaten ging über alles Maß hinaus, die Regierung drückte die Augen zu, oder hinderte die Untaten doch nicht. Da unterblieben in den Landkirchen die Gottesdienste sogar an den Festtagen, die Kirchen, elend ausgeplündert und ausgeraubt, waren geschlossen, die Bauern hielten sich in den Mauern der Stadt oder in ihren Waldverstecken auf, und die Pfarrer verzehrten sich in den Städten, ohne Lebensmittel, ohne Besoldung, ohne Einkünfte, und mußten, in quälender Untätigkeit, ruhmlos versumpfen. Die sich aus ihren Gemeinden durch die Furcht vor den Feinden nicht vertreiben ließen, trieb die unsagbare Grausamkeit der Unseren von ihren Schafen weg, zum großen Schaden der Kirche. Der Landesherr aber machte sich mehr Sorge um das Hegen der Hirsche und um die Dressur seiner Jagdhunde, als um das Ergehen der Kirche. Damit er in seinen Amüsements nicht gestört würde, überließ er die Sorge um die kirchlichen Angelegenheiten seinen Räten”. Er war seit 1604 verheiratet mit Marie von Hohenzollern [1579-11.2.1649], Tochter von Albrecht Friedrich, Herzog von Preußen [29.4.1553-27.8.1618] und der Marie Eleonore von Jülich-Kleve-Berg [1550-1608]. Kinder: Anna Maria (1609–1680), Magdalena Sibylle (1612–1687), Erdmann August (1615–1651), Erbprinz von Brandenburg-Bayreuth, Georg Albrecht (1619–1666), (nicht regierender) Markgraf von Brandenburg-Kulmbach (Nebenlinie). STICHT, Christian von Brandenburg-Kulmbach.

 

Christian der Jüngere von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel; Herzog, General [20.9.1599 - 16.6.1626] 1616 war Christian d. J. Administrator von Halberstadt (der „Tolle Christian“), 1621/1623 Söldnerführer auf Seiten der Kurpfalz und der Generalstaaten der Niederlande, später dann dänischer General und Heerführer. Am 6.8.1623 wurde Christian bei Stadtlohn von den Ligatruppen Tillys vernichtend geschlagen. MITTENDORFF, Christian von Braunschweig, S. 1-120; WERTHEIM, Christian von Braunschweig.MITTENDORFF, Christian von Braunschweig, S. 1-120; WERTHEIM, Christian von Braunschweig.

 

Christian der Ältere von Braunschweig und Lüneburg; Herzog [9.11.1566-8.11.1633] Fürst von Lüneburg und Bischof von Minden; 2. Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg und der dänischen Prinzessin Dorothea, 1597 zum Koadjutor des Stifts Minden erwählt, trat 1599 die Regierung daselbst an. Nach dem Tod seines ältern Bruders, Ernst II. (1611) trat er die Regierung des Lüneburger Landes an und erwarb 1617 das Fürstentum Grubenhagen. Beim Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs hielt er mit Friedrich von Holstein zur Partei des Kaisers, wurde Kreisobrist der niedersächsischen Kreistruppen und suchte mit vieler Klugheit den Kriegsschauplatz möglichst vom Stiftsland fern zu halten; doch nahmen 1623 die Kaiserlichen unter Tilly Besitz davon. Als die Stände Niedersachsens zur Abwehr rüsteten, legte Christian sein Amt als Kreisobrist nieder. Erst 1629, nach dem Erlass des Restitutionsedikts, schloss er sich der protestantischen Partei an.

 

Christian II. von Anhalt-Bernburg, auch Christian der Andere oder der Jüngere; Fürst [11.8.1599 in Amberg, Oberpfalz-21.9.1656 in Bernburg) regierender Fürst von Anhalt-Bernburg, Sohn von Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg und Anna, Gräfin von Bentheim-Tecklenburg. Er kam auf Schloss Amberg zur Welt, wo sein Vater als kurpfälzischer Statthalter residierte. Er genoss eine hervorragende Ausbildung und sprach fließend französisch und italienisch. 1608-09 studierte er zusammen mit seinem Dessauer Vetter Johann Kasimir in Genf. Die üblichen „Grand Tours“ nach Frankreich, Italien und England schlossen sich an. Von seinem 19. Lebensjahr an verbrachte er den größten Teil seines Lebens im Dreißigjährigen Krieg mit allen seinen Schrecknissen und Entbehrungen, weshalb er in seinem Tagebuch von „ma fatale destinée“ spricht. Der Krieg begann für ihn mit der Schlacht am Weißen Berge (1620), deren Verlust die Ächtung und Verbannung seines Vaters Christian I. von Anhalt-Bernburg ins Exil zur Folge hatte. Christian II., der zwei Regimenter an seines Vaters Seite kommandiert hatte, geriet in Gefangenschaft, doch gelang es ihm, in Wien die Gunst Kaiser Ferdinands II. zu erlangen und noch 1621 wieder nach Bernburg zurückzukehren. Durch seinen Onkel Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen wurde er unter dem Gesellschaftsnamen „Der Unveränderliche“ in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Nach dem Tod seines Vaters im April 1630 übernahm er die Regierung des Fürstentums Anhalt-Bernburg. Die Kriegsjahre waren hart für den vom Unglück verfolgten Fürsten und sein Land. Noch im ersten Jahr seiner Amtszeit eroberten und plünderten die berüchtigten Reiter des Feldmarschalls Holk die Stadt. Zudem fielen einer Pestepidemie 1700 Einwohner der kleinen Residenzstadt zum Opfer. 1636 wurde das Schloss Bernburg geplündert. Christian II. verstarb 1656 in Bernburg. Sein 24 Bände umfassendes, teilweise ediertes Tagebuch ist bis heute erhalten und bietet eine wertvolle Quelle zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. Christian II. war mit Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg [1603–1675], der Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg, verheiratet, mit der er  insgesamt 15 Kinder hatte, von denen nur wenige aufgrund der hohen Kindersterblichkeit das Kindesalter überlebten. Zu den Teilausgaben seiner Tagebücher vgl. die Angaben bei KRUSENSTJERNA, Selbstzeugnisse, S. 68.

 

Christian von Dänemark und Norwegen, Kronprinz [10.4.1603 in Kopenhagen-2.6.1647 in Gorbitz bei Dresden] Sohn von Christian IV. von Dänemark und dessen Frau Anna Katharina von Brandenburg Kronprinz von Dänemark und Norwegen, starb aber noch vor seinem Vater. Christian wurde 1608 vom Reichsrat zum Thronerben in Dänemark bestimmt. Er erhielt eine erstklassige Ausbildung und übte die Regentschaft aus, als sein Vater 1626 im Niedersächsisch-Dänischen Krieg die Armee führte. Wegen einer nicht standesgemäßen Beziehung und seines ausschweifenden Lebensstils kam es zu Konflikten mit seinem Vater, der ihn faktisch von der Regierung ausgeschlossen. 1634 heiratete er Magdalena Sibylle, Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen. Die Hochzeit wurde unter Teilnahme von Abgesandten aller europäischen Fürstenhäuser aufwändig gefeiert, um zu demonstrieren, dass Dänemark-Norwegen trotz seiner Niederlage im Dreißigjährigen Krieg immer noch eine europäische Großmacht darstellte. Vgl. WADE, Große Hochzeit. Seine Ehe blieb kinderlos. Infolge seines ausschweifenden Lebensstils erkrankte der Prinz und starb während einer Kur noch zu Lebzeiten seines Vaters.

 

Christian IV. von Dänemark und Norwegen; König [12.4.1577 - 18.2.1648] Regierte 1596-1648. Herzog von Schleswig und Holstein. 1625 eröffnete er als niedersächsischer Kreisobrist den niedersächsisch-dänischen Krieg, 1626 schwere Niederlage gegen Tilly bei Lutter am Barenberge. Die “dänische” Armee bestand außer einem Freiwilligenaufgebot von 1.500 Mann, die das Leibregiment verstärkten, zumeist aus niedersächsischen Ausschusstruppen und norddeutschen Söldnern.Das königliche Leibregiment hatte überwiegend deutsche Offiziere und bei neunzehn Regimentern standen nur zwei national-dänische. Auch diese hatten sich an die herrschende Gewalttätigkeit angepasst; EHRENBERG, Altona, S. 2: Die dänischen Soldaten haben “den armen Leuten [...] die Fußsohlen solange gebraten, bis der Dampf aus den Strümpfen geschlagen, ingleichen anderen die bloßen Beine in siedenheißes Wasser gesetzet, noch andere Personen mit den Haaren hinter die Pferde gebunden und geschleifet”. Als 40 dänische Reiter die katholische Kirche in Altona überfielen, EHRENBERG, Altona, S. 3: “turnierten [sie] gräulich darin, zogen die Leute aus bis aufs Hemde, und wurden zwei Männer getödtet, 20 Personen verwundet, etliche sprangen zum Fenster hinaus, kletterten auf und über die Dächer und suchten sich ein jeder aufs beste zu salvieren”. 1629 milder Frieden von Lübeck, die Führung der Protestanten ging jedoch auf Gustav II. Adolf von Schweden über, der Schwedens Aufstieg zur Großmacht und damit Dänemarks Niedergang forcierte. LOCKHART, Denmark.

 

Christian von Nassau-Siegen; Graf, Obrist [16.7.1616-gefallen 11.4.1644], verheiratet mit Anna Barbara Quadt von Landskron [6.5.1620-3.1.1677], Sohn von Johann VII. Graf zu Nassau-Siegen, auch: Johann VII. der Mittlere [7.6.1561-27.9.1623] und dessen zweiter Frau Margaretha Prinzessin von Holstein-Sonderburg-Plön [1583–1638], Studium in Leiden, dann 1632 bei der Belagerung von Maastricht im staatischen Heer dienend, ab 1633 in hessen-kasselischen Diensten, bei der Belagerung Hanaus durch die Kaiserlichen 1636 durch einen Schuss unter das linke Auge verwundet, ab 1642 kaiserlicher Obrist eines Kürassier-Regiments. KELLER, Drangsale, S. 273, 405; DEK, Graf Johann der Mittlere.

 

Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen; Graf [11.5.1578 - 25.11.1642] jüngster Sohn Johann Günthers I., verheiratet seit 15.11.1612 mit Anna Sybilla von Schwarzburg-Rudolstadt; Gräfin [14.3.1584 - 22.8./1.9.1623] Tochter von Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt [16.1.1537-10.4.1605] und der Juliane von Nassau-Dillenburg [1546-1588], der Schwester Wilhelms von Oranien, Volkmar Happes “Gnädiger Herr”.

 

Christian Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen-Arnstadt; Graf [1.4.1616 - 10.9.1666] Sohn von Christian Günther I., Graf von Schwarzburg-Sondershausen, mit dem Beinamen „der Fromme“, regierte 1651-1666 und residierte ab 1643 in Arnstadt, verheiratet mit Gröfin Sophia Dorothea von Mörsburg und Belfort [ - 1685]. APFELSTEDT, Heimathskunde, S. 94; HELLBACH, Nachricht, S. 89; JUNGHANS, Geschichte, S. 201.

 

Christian Wilhelm von Brandenburg; Administrator [25.8.1587 - 11.1.1665] 1598-1628 Administrator von Magdeburg. 1624 in dänischen Diensten, am 25.4.1626 Teilnahme an der Schlacht an der Dessauer Brücke, 1628 Absetzung durch das Domkapitel, Gefangennahme durch Tilly bei der Eroberung und Zerstörung Magdeburgs. 1632 Konversion zum Katholizismus, nach dem Prager Frieden 1635 Rente aus seinem ehemaligen Erzbistum, das von Erzherzog Leopold Wilhelm verwaltet wurde. LUPKE-NIEDERICH, Der erfolglose Kampf.

 

Christina von Schweden; Prinzessin, Königin [18.12.1626 - 19.4.1689] Tochter von Gustav II. Adolf, König von Schweden und Maria Eleonore, Markgräfin von Brandenburg. Regierte 1632 bis 1654. Christina war hochgebildet. Sie nahm den Philosophen René Descartes an ihrem Hof auf und ernannte 1634 den Völkerrechtler Hugo Grotius (1583-1645) zu ihrem Gesandten in Paris. Sie drang gegenüber ihren Beratern auf eine Beendigung des Krieges und nahm auch über ihren Gesandten Adler Salvius Einfluss auf den Gang der Friedensverhandlungen. 1654 dankte sie zu Gunsten ihres Vetters Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken ab, konvertierte zum katholischen Glauben und nahm ihren Aufenthalt in Rom. FINDEISEN, Christina von Schweden; HERMANNS, Christina.

Christine Margarete von Mecklenburg-Güstrow; Herzogin [31.3.1615-16.6.1666, Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow [5.5.1590 in Waren-23.4.1636 in Güstrow] und Margarete Elisabeth [1584-1616], heiratete am 11.2.1640 Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg, am 6.7.1650 Christian Ludwig I., Herzog zu Mecklenburg [-Schwerin] [1.12.1623-21.6.1692]. Am 19.10.1660 wurde sie wieder von ihm, „von diesem (Christian) eigens hierzu niedergesetztes geistliches Gericht wegen böswilliger Verlassung am 19. October 1660 (da sie in einer ihr gelassenen zweimonatlichen Frist nicht zu ihrem Gemahl zurückkehrte“), geschieden. Christine Margarete erkannte diese Scheidung nicht an. Diese wurde im Sommer 1663 von zehn Professoren des kanonischen Rechts an der Universität Paris und von der Sorbonne für rechtmäßig erklärt und in päpstlicher Vollmacht vom 6.8. am 3.10.1663 bestätigt.

Christl, Christoph, Hauptmann [ - ] Christl stand 1626 als Hauptmann in kaiserlichen Diensten; ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 7.

 

Christoffer [Christophoro], Graf [Nicola]; Rittmeister [ - ] Christoffer war 1624/25 Rittmeister in spanischen Diensten unter Graf Henrik van dem Bergh, später unter Piccolomini. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 574.

Ab Dezember 1624 lag er mit seinen Reitern in Soest. “Am 3. Januar 1625 zog Graf von dem Berg mit seiner Kompanie wieder ab. Den schon im Dezember 1624 hierher verlegten 34 Reitern des Rittmeisters Graf Christoffer folgte jetzt noch eine Kompanie mit 207 Pferden. Die Bürgerschaft wurde jämmerlich gequält, geschlagen, erpreßt, wie es in Feindesland nicht weniger hätte sein können. Um ihren Aufbruch zu befördern, erhielten der Graf 400, die Leutnants 200, der Hofmeister 20, die Trompeter zusammen 9 Rt. Die Kompanie verließ Soest zwar am 20. Januar, kehrte aber sofort zurück und blieb bis zum 28. des Monats. Als sie nun endlich aufbrach, gab der Rat nochmals 60 Rt.” WIDDER, Soest Bd. 3, S. 782.

Christoph II. von Stolberg-Wernigerode; Graf [1.12.1567 - 21.11.1638] verheiratet mit Hedwig von Reinstein-Blankenburg [20.1. 1572 - 20.11. 1634]. 1593 wurde der Titel „Graf von Stolberg, Königstein, Rochefort, Wernigerode und Honstein, Herr zu Eppstein, Münzenberg, Breuberg, Agimont, Lohra und Klettenberg“ vom Kaiser bestätigt. 1631 erlosch bereits in der dritten Generation die Harzlinie wieder. Christoph II. aus der Rheinlinie vereinigt daher fast die gesamten Besitzungen wieder in einer Hand. 1645/57: Erneute Teilung der Besitzungen unter den beiden Söhnen des Grafen Christoph II.: Heinrich Ernst begründet die ältere Hauptlinie und übernimmt Wernigerode, Gedern und Schwarza. Johann Martin stiftet die Jüngere Hauptlinie mit den Besitzungen in der Grafschaft Stolberg und Herrschaft Ortenberg. Vgl. BRÜCKNER, Grafen zu Stolberg; ZEITFUCHS, Stolberg, S. 95ff.

Christoph, N; Leutnant/Fähnrich [ - ] Christoph stammte aus Finnland und stand 1631 als Leutnant/Fähnrich in schwedischen Diensten. PLEISS, Finnen, S. 11.

Christoph, N; Obristleutnant [ - ] Christoph  soll als kaiserlicher Obristleutnant in Wolfenbüttel gestanden haben.

Der schwarzburg-sondershausische Hofrat und Chronist Volkmar Happe berichtet: „Den 31. Dezember [1641; 9.1.1642 BW] sind etzliche beyerische Reuter alhier vor Sondershausen in der Schäferey pernoctiret. Morgens frühe sind andere Soldaten darein gefallen und denen Beyerischen zwey Pferde genommen. Als solches dieselben innen worden, haben sie sich gewehret und haben einen von denen Reubern gefangen bekommen, die andern aber sind mit denen gestohlenen Pferden entkommen. Der Gefangene ist grausam übel geschlagen, gibt vor, er sei bürtig von Großenehrich, nennet sich Hans Bernhardt Kruchenberg, sein Vater sey ein Böttiger, sagt, er sey ein Soldat lange gewesen und noch in Wolfenbüttel unter dem Obristen Lieutenant Christoph“. HAPPE II 455 v – 456 r; mdsz.thulb.uni-jena.de.

Chuchelský z Nestajova, Johann Christoph; Stallmeister [1600 - ] Chuchelský z Nestajova war am böhmischen Aufstand beteiligt. Nach seiner Flucht stand er als Rittmeister in dänischem, anschließend in schwedischem Kriegsdienst. Als Ordonnanzoffizier Thurns hielt er sich 1631 beim Einfall kursächsischer Truppen in Prag auf. 1633 geriet er in kaiserliche Gefangenschaft und wurde durch Adam Erdmann Trčka gerettet, der ihn zu seinem Stallmeister machte. Er unterhielt Kontakte zu Wallenstein und floh nach dessen und Trčkas Tod wieder außer Landes.

Cigogna, Alexander; Rittmeister [ - ] Cigogna stand als Rittmeister in kaiserlichen Diensten. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 5.

Ciron, N; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Citon, Matz; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Clara von Braunschweig-Lüneburg-Celle; Herzogin, Ehename: Schwarzburg-Frankenhausen; Gräfin [16.1.1571 - 18.7.1658] seit 1593 zweite Ehefrau von Wilhelm I., Graf von Schwarzburg-Frankenhausen [4.10.1534 - 30.9.1598], Tochter Herzog Wilhelms von Braunschweig-Lüneburg, Schwester Herzog Georgs von Braunschweig-Lüneburg und “Fürstin von Heringen”. Vgl. KUHLBRODT, Clara von Heringen.

Clare, Caspar; Rittmeister [ - ] Caspar Clare stand 1635 als Rittmeister im Regiment Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg.

Der schwarzburg-sondershausische Hofrat Volkmar Happe hielt in seiner Chronik fest: „Den 22. Dezember [1.1.1635; BW] etzliche Diebe das Dorf Großbodungen geplündert und haben Meines Gnädigen Herrn Schloss daselbst auch angefallen, das also zugangen. Morgens frühe zwischen 8 und 9 Uhren kommen ohnegefehr 80 Pferde, brechen hinden zum Schloss an zweyen unterschiedenen Orthen ein, kommet auch eine Parthey vornen durchs Thor. Ob man ihnen zwar hievon abzustehen zugeredet, haben sie doch solches wenig geachtet, sondern vorgeben, sie müssten Fourage haben, hat sich also zur gäntzlichen Plünderunge angelassen. Sind also stracks nach dem Pferdestall geeilet, etzliche Pferde, der Frauen von Kotwitz zustendig, genommen. Unterdessen ist der Rittmeister Caspar Clare von Halberstadt, so von den sachsen-lauwenburgischen Regiment im Dorfe sey[n] Quartier gehabt, zu Pferde kommen und haben die Bauern an die Glocken geschlagen, der Rittmeister drey Reuber erschossen, 4 mit dem Degen übel verwundet, einer noch in ein Bein geschossen. Daher die Diebe das Refugium genommen, jedoch sindt ihr 14 davon gefangen behalten worden, die bekant, dass sie von dem Berckhauwerischen [Berghofer; BW] Regiment unter Rittmeister Rieschen“. HAPPE I 352 r – 353 r.

Clare, Heinrich; Bürger [ - ] Clare lebte 1626 als Bürger in Hannover. In der Hannover’schen Chronik heißt es: „Den 26. Oct. [1626] ist der alte Jürgen Meyer, Hanses des Factorn Sohn, bey dem Schlinge an S. Georgii Kirchhof in den Hoken an des Rahts Garküche wohnend, von einem Tillischen Soldaten aus der Neustadt am Rübenberge vor dem Steintohre gegen Abend, als er aus seinem Garten hinter S. Nicolai Kirchhofe kommen, ohngefehr und unversehens, als der Soldate seine Musquete gelöset, erschossen worden. Heinrich Clare der Dreyer beym Schmeer-Johannis Hofe, welcher einen Garten neben Jürgen Meyers Garten gehabt, hat seinen Nachbahrn revanchiren wollen und hat den Tillischen Soldaten wieder geschossen, daß der bald darnach gestorben. Johann Eimbcker, Wache-Herr zu dero Zeit, hat Heinrich Claren zu gefänglicher Haft bringen lassen, weil wir vor der Tillischen Macht uns drücken müssen. Welcher lange in Haft gesessen, aber endlich von Tilly los gesprochen worden“. JÜRGENS, Chronik, S. 434; Hannover; HHSD II, S. 197ff.

Clary [Clari], Hieronymus [Geronimo] de; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Clausberg [Claubert, Klauberger, Klausberger, Klomberg], Clemens; Obrist [ - Juli 1643] siehe unter „Miniaturen“.

Clemens, N; Hauptmann [ - ] Clemens stand 1641 als Hauptmann im Regiment Bertremoville. WOLF, Landsberg-Velen, S. 76, 77.

Clemm, N; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Clerick, N de; Hauptmann [ - ] Clerick stand 1637 als Hauptmann in schwedischen Diensten.

In der Stadt Hof wurde am 23.3.1637 eine 100 Mann starke schwedische Kompanie vom Wrangel’schen Regiment unter dem Hauptmann de Clerick einquartiert. Man hatte sich an den Markgrafen Christian von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth mit der Bitte um Verhaltensmaßregeln gewendet. Am 13.4. traf ein fürstliches Schreiben ein, in welchem empfohlen wurde, “die Wrangelischen Völker noch wenige Tage” zu verpflegen, dann aber alles abzulehnen. Ein billiger, aber schwer ausführbarer Rat. Selbst der Markgraf musste sich darüber klar sein, dass man eine Einquartierung ohne Gewährung einer großen Summe nicht ohne weiteres zum Abzug bewegen könne.

So musste er sich dazu bequemen, mit Hauptmann von Clerick Verhandlungen zu führen. Als mit “Instruction und Vollmacht” ausgestattete Unterhändler sandte er darum Friedrich Weigandt von Lüchau und Leonhard Rodner nach Hof. Aber die Verhandlungen zerschlugen sich. Erst nach Zahlung einer erheblichen Kontribution zogen die Wangelschen Truppen am 31.5. früh 2 Uhr ab.

Cliquot, N de; Obrist [ - ] Cliquot stand 1645 als Obrist und Kommandant der Festung La Motte in lothringischen Diensten.

Der Historiograph und Habsburg-Anhänger Wassenberg schreibt in seinem 1647 erneut aufgelegten „Florus“: „In diesem Monat Junio [1645] ist die vornehme Vestung La Motte in Lothringen auch verlohren gangen / dann nach dem dieselbige in die 5. Monat von den Frantzosen mit 10000. Mann starck / eiferig belägert / minirt vnd bestürmet worden / kein Succurs aber beybracht werden kunte / als musten die Belägerten endlich zum Creutz kriechen / vnd sich mit Accord auff 21. Conditionen ergeben / welcher zwischen dem Frantzösischen Gen. Leutenant Marggraffen von Villeroy vnd dann Monsieur de Cliquot Obristen zu Roß vnd Fuß auch Commendanten in La Motte beliebt worden. Wegen dieser Eroberung hat man den 14. dieses zu Pariß das Te Deum Laudamus gesungen vnd Frewdenfewer angezündet“. WASSENBERG, Florus, S. 629.

Closen, Johann Heinrich von; Malteser-Ritter [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Closen, N von; Leutnant [ - ] Closen stand 1648 als Leutnant in bayerischen Diensten. “Leutnant von Closen in Auerbach erhielt [im Februar 1648] den Befehl, Hartenstein mit 11 Mann zu besetzen, bei feindlichem Anmarsch mit dem Rest nach Amberg zu reiten”. HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 256.

Clotz, N von; Fähnrich [1620 - 1689] siehe unter „Miniaturen“.

Clou, N; Kapitän [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Clout [Glotte], N; Obristleutnant [ - 6.6.1626] siehe unter „Miniaturen“.

Cobb [Kopp, Kobb], Christoph; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cobb [Cob, Kopp] von Neuding[en], Wolfgang Friedrich Krähe Freiherr von; Obrist [ - 1679] siehe unter „Miniaturen“.

Cochrane [Kochran], Adam; Obrist [ - ] Cochrane stand 1636 als Obrist in spanischem Sold.

Am 13.10.1636 quittierte James Christian Butler, der Cousin von Walter Butler, im Hauptquartier Villers-Vaudey, zwischen Champlitte und Chambeaufontaine, ca. 5 km vor der französischen Grenze, den Erhalt von 1000 ungarischen Dukaten für acht Regimenter zu Fuß. Die Obristen dieser Regimenter waren er selbst, Edmont Butler, Vincente Solis (Solet), Matthison, Ludovick Lindsay, Cochrane, Adam Gordon, Johann von Mörder. ERNST, Madrid, S. 295*, 296* nach Haus-, Hof und Staatsarchiv Wien Kriegsakten 118, fol. 46: San Martín an den span. Kriegskommissar Miguel Gallo, 1636 X 13.

Coconati, Anibale; Hauptmann (?) [ - ] Coconati stand 1635 als Hauptmann (?) unter Ernst Albrecht von Eberstein in hessen-kasselischen Diensten. Er war in Schmallenberg einquartiert. Ihm musste die Stadt Hallenberg Kontributionen abliefern. BRUNS, Hallenberg, S. 289f.

Coels, Baron N de; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Coesfeld, N; Kapitänleutnant [ - ] Coesfeld stand 1632 als Kapitänleutnant im Regiment Pappenheim.

Der Hildesheimer Chronist, Arzt und Ratsherr Dr. Jordan notiert in seinem Tagebuch unter dem 10./20.10.1632: „General von Bapenheimb bricht von hinnen mit Obristen und seiner Armee uff, verläßet zum Commendanten Johan Rudolf von Palandt mit seinen 5. Compagnia Pferden unter seinem Capitain-Luitnand Obristluitnand Bartram von Biland [Bertram de Bylandt; BW], Obristwachtmeister Chistel, Rittm: Wulf, Rittm: Scheiler und etzlichen Compagnien zue Fueß. It: der Obrist Otto Heinrich von Blanckhart mit Capitain-Luitnand. Obristluitnand Wilhelm von den Riven, Obr:wachtmeister la d. Vicrae, Hauptman Voigt, Hauptman Page. It: von dem jungen Tillischen [Werner Montigny, Graf Tilly; BW]Regiment 4 Compagnia Hauptman Wendel, Commandant, Wildung, Coeßfeld, Capitain Luitnand“. SCHLOTTER, Acta, S. 65.

Cogticco, N; Obrist [ - ] Cogticco soll 1632 als Obrist in schwedischen oder weimarischen Diensten gestanden haben.

Der Schmalkaldener Chronist Pforr berichtet: „Eben uff diesen tag [6.12.1632; BW] ist der obrist Cogticco mit einem regiment reutter, welcher die nacht uber zu Fambach gelegen, vor die statt kom[m]en und mit gewalt hineinbrechen wollen, aber sie sind durch H[errn Commissario Borsch[en in güte abgewiesen worden“. WAGNER, Pforr, S. 117; Schmalkalden [Kr. Schmalkalden]; HHSD IX, S. 387ff.

Colbach, P. E.; Kapitän [ - ] Colbach stand als Kapitän in den Diensten des Kardinal-Infanten. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 41.

Collalto, Claudio Graf von [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Collalto, Ramboldo XIII. Graf von; Feldmarschall [1575-19.12.1630] kaiserlicher Hofkriegsratspräsident (1624), Feldmarschall (1625). Aus einem altem, in Friaul heimischem Geschlecht stammend, das urkundlich schon im 10. Jahrhundert in der trevisanischen Mark auftauchte, war er der Sohn des venezianischen Generalissimus Anton IV. Er trat, aus Venedig verbannt, in kaiserliche Dienste und wurde, bald Oberst geworden, 1620 von Ferdinand II. an den ungarischen Reichstag in Neusohl abgeordnet, wo er Gábor Bethlen energisch entgegentrat. 1623 kaufte Collalto mehrere konfiszierte Herrschaften in Mähren auf. Für 110.000 Taler erwarb er Pirnitz und für 68.000 mährische Gulden Deutsch Rudoletz. Nachdem er darauf als Gesandter in Rom und Madrid fungiert hatte, kämpfte er 1623 unter Tilly am Rhein und Main und wurde 1624 Präsident des Hofkriegsrats in Wien. Zum kaiserlichen Prinzipalkommissar und Generalissimus ernannt, befehligte er das Heer im mantuanischen Erbfolgekrieg gegen Karl von Nevers, ohne wegen Erkrankung beim Sturm auf Mantua am 18.7.1630 persönlich mitgewirkt zu haben. Der Begünstigung der Venezianer angeklagt, starb er am 19. Dezember 1630 in Chur, als er zu seiner Verteidigung nach Wien zurückreisen wollte. DUCH, Collalto, S. 320-322; BENZONI, Collalto, Rambaldo, S. 782-788.

Collardt, Jakob [Jan]; Obrist [ - 11.6.1636 bei Haselünne gefallen] siehe unter „Miniaturen“.

Colli, N; Obrist [ - 25.4.1626] siehe unter „Miniaturen“.

Colloredo-Waldsee, Hieronymus [Geronimo] Graf von; Feldmarschallleutnant [1582 - Juli 1638 bei St. Omer] siehe unter „Miniaturen“.

Colloredo, Johann Baptist [Giovanni Battista] Graf von; Generalmajor [1598-1649] siehe unter „Miniaturen“.

Colloredo [Coloredo, Coloreto, Coleredo, Colredo, Kolloredo]-Waldsee [Wallsee], Rudolf [Rodolfo] Graf; Feldmarschall [2.11.1585 Budweis - 24.2.1657 Prag] siehe unter „Miniaturen“.

Colombo, Giacomo di; Obrist [ - ] Colombo stand als Obrist in schwedischen, dann in kaiserlichen Diensten. Vgl. die Erwähnungen bei KLUGE, Hofer Chronik. Im THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 836, wird zu 1642 berichtet: „Königsmarck hatte einen Anschlag auff Nordhausen und Duderstatt / als er nun diese Ort / und zwar Nordhausen zu erst anzugreiffen angefangen / hat er sich deß Fußvolcks / Geschützes und Munition auß Erfurt darzu gebrauchet / darbenebens auch das übelverwahrte Duderstatt / und darauff das Schloß Gleichenstein durch Accord wieder hinweggenommen / zugleich nach mehrerm Volck an der Weser / alß auß Minden / Niemburg und dergleichen Besatzungen getrachtet. Nordhausen aber gieng mit Sturm über / der Obriste Columbo mit seinen Officirern gefangen genommen / dessen 5. Rittmeister vor diesem unter den Schweden gedienet / deßwegen sie um Gnad zu bitten hatten / die gleichwol vermittelst leydentlicher Rantzion zeitlich sich entledigten“. Erwähnt bei NÜCHTERLEIN, Wernigerode.

Colonna, Carlo; Obrist [ - ] Colonna stand als Obrist in spanischen Diensten.

Auch vom italienischen Kriegsschauplatz waren Nachrichten eingetroffen. Cerconcelli informierte Piccolomini am 20.10.1635 aus Florenz, dass die Franzosen drei Generalangriffe unternommen und dabei 3.500 Mann und ihren Tross verloren hätten. Die Verteidiger hätten etwa 400, in dieser Woche insgesamt 800 Mann verloren und bereiteten einen Gegenangriff vor. Gegenüber den 5.000 Soldaten Créquis und 4.000 Savoyarden habe Parma 2.000 Mann, Carlo Colonna 5.000, Signorini 220 Neubewaffnete, Pandolfini 2.000 Mann und 400 Reiter. Das spanische Heer sei auf 12.000 Mann angewachsen, somit bestehe Aussicht auf Erfolg. Der Papst werbe 6.000 Söldner an. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 125.

Am 7.5.1637 berichtete Colonna Gallas aus Feldkirch [BH Feldkirch]; HHSÖ II, 451ff.] über seine Besichtung der Rheinschanze und die Verhandlungen mit den Graubündnern. In der Schanze habe er auch Herzog Rohan erblickt. Weiter informierte er den Generalleutnant über die Lage in Graubünden und gewisse Kriegsangelegenheiten. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 449.

Colonna [Columba] von Fels [Völs], Graf Caspar; Obrist [1594-31.3.1666 in Oppeln] siehe unter „Miniaturen“.

Colonna von Fels zu Neudek, Hans Georg Freiherr [ - 1634] siehe unter „Miniaturen“.

Colonna [Columna] von Fels [Völs], Karl Freiherr von; Obrist [ - 24.6.1647] siehe unter „Miniaturen“.

Colonus, Georg; Pfarrer [ - ] Colonus war 1632 Pfarrer in Aufkirchen [heute Ortsteil von Berg; LK Starnberg].

“Am 17. Mai 1632 fiel der Pfarrer Georg Colonus aus Aufkirchen zweimal in die Hände der Schweden, welche ihn grausam mißhandelten. Diese Erlebnisse sind aufgezeichnet im Mirakelbuch aus dem Jahre 1632, Nr. 1747 (hier in heutiger Lesart und gekürzt wiedergegeben):

“Der Pfarrer Georg Colonus allda zu Aufkirchen war am 17. Mai 1632 gezwungen, mit seinem Hausgesinde und seinen Pfarrkindern in die nächstgelegenen dichten Wälder und Filze zu flüchten, wo sie glaubten, vor den Schweden sicher zu sein. Auf der Flucht verirrte sich der Pfarrherr und geriet in die Hände der Feinde. Unter großem Getümmel und Geschrei wurde er aufgegriffen und an beiden Händen mit Stricken aus Flachs so stark gefesselt, daß beide Hände schwarz anliefen und ihm am linken Arm Haut und Haare abgingen. Ein Soldat eilte herbei und schlug ihn mit einem Hammer gegen die Schläfe, oben auf das Haupt und auf die Schultern, daß der Unglückliche fast die Besinnung verlor. Hierauf warfen sie einen Strick um seinen Hals und schleppten ihn zwischen zwei Pferden, von denen eins ›leer‹ war, mit. Da er im Galopp nicht mitkommen konnte, fiel er zwischen die Tiere, wobei ihm eins auf die Brust und eines auf die Beine trat. Vor Schmerzen außerstande aufzustehen, kamen andere Bösewichte dazu und stachen ihn mit breiten Eisen (Säbeln) in die Hüfte und in die Seite. Wieder andere nahmen von Häuten gemachte Geißeln und schlugen ihn damit auf den Kopf und auf die Füße, daß große Striemen entstanden.

Zu Aufhausen hatten sie ihn bis auf das Hemd und den Brustfleck entblößt, um ihn dann aufzuhängen. So übel zugerichtet, kam ein Soldat hinzu, der weitere Peinigungen verhinderte mit dem Bemerken, der Pfaffe habe schon genug und könne nicht mehr weiterlaufen. Sie ließen ihn nun entkräftet liegen und zogen fort. Als er sich erholt glaubte, suchte er nach Pfarrangehörigen. Doch bald übermannte ihn wieder große Schwäche und er mußte rasten. Da kam einer seines Ortes und führte ihn zu seinen Leuten, die ihn wegen seines schlechten Aussehens aufgaben. Auch er selbst gab sich für verloren.

Da nun wegen der durchstreifenden Schweden wieder Gefahr bestand, blieb nichts anderes übrig, als den Ort wieder zu verlassen und im dichten Filz und Gehölz sich aufzuhalten. Von den Leuten blieb nur ein alter Mann beim Pfarrer, während die übrigen vor dem Feind sich in Sicherheit zu bringen suchten. Der Getreue brachte ihn in ein sicheres Versteck, wo ihn wieder einige seiner Leute antrafen.

Wenige Tage darauf, kaum von einem Fieber genesen, kam er wieder in die Gewalt der Schweden, von welchen er geschlagen und geschleift wurde. Zu Boden gesunken, wollten ihn die Feinde weiterschleppen. Weil ihnen dieses jedoch nicht möglich war, hatte ein Soldat von seinem Pferde aus mit einer Pistole zwei Schüsse auf ihn abgegeben, von denen einer fehlging, der andere aber die Wade des rechten Fußes verletzte“. BUCHNER; BUCHNER, Bayern, S. 42f.

Collyn, N; Leutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Colrep, N; Rittmeister [ - ] schwedischer Rittmeister. Erwähnt bei NÜCHTERLEIN, Wernigerode.

Comargo [Camargo], Antonio; Hauptmann [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Comargo [Camargo], Gabriel Freiherr de; Obrist [ - 6.7.1634 vor Regensburg] siehe unter „Miniaturen“.

Comargo [Camario, Cammerario; “Carnay”] Theodor Freiherr de; Obrist [ - nach 16.11.1632] siehe unter „Miniaturen“.

Compa laterna, N Marquis de; Offizier [ - ] Compa laterna soll 1623 in spanischen Diensten gestanden und in Herdecke eingelagert gewesen sein. SOLLBACH, Elend, S. 103.

Concin, Ehrenreich Christoph von; Hauptmann [ - 1656] Concin war Hauptmann der 5.Kompanie im Regiment Julius von Hardegg. Ende 1632 wurde er entlassen. HAUSMANN, Regiment, S. 95, 118; HARRACH, Tagebücher.

Concon, N; Obrist [ - ] Concon stand 1635 als Obrist in schwedischen Diensten.

Der Hildesheimer Arzt und Chronist Dr. Jordan berichtet unter dem 3./13.10.1635: „Diesen Nachmittag zogen 5 Regimenter Schwedische Banniersche Cavallerie mit starker Bagage vorüber nach der Marienburg, verwüßteten es sehr, wo ihre March hergieng, der Obrist Graff von Holtz [Hoditz ! BW] und Concon waren dabey, der General-Majeur Beckermann commendirte das Volk“.

Unter dem 10./20.10. heißt es: „Heut kam Zeitung Bannier hätte Lüneburg belagert und schöße Fewr hinein. Hatte 30.000 Thl und sein Hauptquartier von und in die Stadt begehrt, sie haben sich mit 24.000 Thl abkaufen müssen“. SCHLOTTER, Acta, S. 224.

Conhagen, N; Obrist ? [ - ]  Conhagen soll der Name eines kaiserlichen Regiments gewesen sein, das 1638 nach Aussage des Teilnehmers Augustin von Fritsch an den Kämpfen gegen Bernhard von Weimar am Oberrhein bei Breisach beteiligt war: „vnd weiln wider etliche Kayl. Regimenter zu vnß khommen, sein wür gangen Preisach zu entsezen, da wür aber befundten, daß der Feindt so starckh verschanzt, sein wür zwar etliche Tage vor Irem Läger still gelegen, nach solchen aber sein wür unuersehens vfgebrochen, vnnd oberhalb Preysach neben einen Busch, alwo der Feindt 2. schanzen darinnen gehabt, welche zwischen dem schönen fliessenden wässerl so disseits des Rheins vf Preysach laufft vnd zwischen eines khleines Armbs von Rein gelegen, in Petali gestelt, darauf von den Kayl. daß Conhagische Regiment: von vnß aber 1000. Mann vnderm Commando des Obristen Marschalckhs [Philipp Ernst Marschalk; BW], darbey ich auch gewesen, Commandirt worden, vnd haben die zwo schanzen die erste mit Sturm: alwo lautter Franzosen vnnd alle gefrorn oder vesst gewesen, welche wür alle Todt geschlagen, auß der andern aber sein sie alsobalden entloffen, nach diesem haben wür die beyde Schanzen besezt, da ich dann in die erste, in die andere aber Obristl. Göz [Jobst Friedrich v. Götz; BW] Commandirt worden, der Obristmarschalckh ist mit den ybrigen Völckhern fort vnnd vf die Schifbrückhen, welche der Feindt yber einen Armb von Rhein gehabt, vnnd wann er nur 2 Schiff von den Ankhern abgeschnitten hette, so were der Feind von einander separirt worden, weiln aber solches ybersehen gewesen, ist herzog Bernhardt mit villen Gaualirn spornstreich auß der grossen Insel yber die Brückhen deß Armbs vom Rein, welche in 5. Schiffen bestandten, geritten khommen, die Völckher Commendirt, vnnd ist von seinen Pferdt abgestigen, vnsere Leuth zurück getriben“. FRITSCH, Tagbuch, S. 167f.

Conßbruch, Johann Heinrich; Leutnant [ - ] Conßbruch stand 1646 als Leutnant in kaiserlichen Diensten. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 278.

Constante, Vigilio; Kriegszahlmeister [ - ] Constante stand als Kriegszahlmeister in kaiserlichen Diensten.

Er schrieb am 13.2.1647 aus Wien Gallas, über das Geschehen am Pressburger Landtag, an dem auch Erzherzog Leopold Wilhelm teilgenommen hatte, werde ihm wohl Vernier unterrichten. In Wien erwarte man Leopold Wilhelms Rückkehr von Pressburg, wohin er sich vor einigen Tagen wegen seiner Flandernreise zu dem spanischen Orator am Kaiserhof, Terranova, begeben habe. Dieser Tage sei auch der venezianische Gesandte Niccoló Sagredo nach Pressburg zurückgekehrt. TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 996.

Constante teilte Stephan Rathmüller, dem Regenten der Gallas’schen Güter, am 27.4.1647 aus Wien mit, dass Matthias Gallas am 25.4. zwischen der fünften und sechsten Nachmittagsstunde verschieden sei. TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 1035.

Conti [„Kondi“], Innocentio, marchese de Guadagnola, duca di Pola; Obrist [ - 1661] siehe unter „Miniaturen“.

Conti, Torquato, duca di Guadagnolo; luogotenente generale [1591 – Juni 1636] siehe unter „Miniaturen“.

 

Contreras, Andrés de; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Coopmann, N; Obristleutnant [ - ] Coopmann stand 1634 als Obristleutnant im Reiterregiment Piccolomini. GAYLER, Historische Denkwürdigkeiten Bd. 2, S. 62.

Copy => Koppey, Johann v.; siehe unter „Miniaturen“.

Coramine [Coramines], N; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cörber, Johannes; Superintendent [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Corbey, N; Obrist [ - 17.9.1631] Corbey soll 1631 als Obrist der Artillerie in schwedischen Diensten gestanden haben. Nach den Tagebuchaufzeichnungen des Fürsten Christian von Anhalt hatte ihn Gustav II. Adolf in seiner Rede vom 24.9.1631 als in der Schlacht bei Breitenfeld gefallen erwähnt. JESSEN, Dreißigjähriger Krieg, S. 271.

Cordes, N; Hauptmann [ - ] Cordes stand 1643 als Hauptmann unter dem Befehl von Prosper Graf Arco. WOLF, Landsberg-Velen, S. 91.

Corneis, N; Offizier [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cornelius, Thomas; Hauptmann [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Coronini [Coronino, Coronina, Cornini, Corronin] di Cronberg, Giovanni Pietro [Joan Pietro, Johann Peter], Baron di Prebacina et di Gradiscata; Obrist [um 1581 - 1646] siehe unter „Miniaturen“.

Coronini [Coronino], Pompeio; Obrist [um 1581 - 1646] Coronini war ligistischer Hauptmann unter Pappenheim und führte eine Kavallerie-Kompanie während der Belagerung der Festung Wolfenbüttel 1627. 1629 war er bereits Obrist und im Herzogtum Jülich einquartiert. KÜCH, Landtagsakten Bd. 1, Nr. 448; vgl. die Erwähnungen bei HARRACH, Tagebücher.

Corpes [Corpus, Corpitz, Corps, Cörber, Coepus, Korpus, Korbitz], Markus von; Obrist [ - 9.7.1638 bei Benfeld] siehe unter „Miniaturen“.

Corpes [Corpus], N von; Offizier [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cortenbach [Courtenbach, Curtenbach, Cordebach] von Helmond, Adrian Freiherr von; Obrist [ - 15.9.1630] siehe unter „Miniaturen“.

Cortes, Jacinto; Kapitän [ - ] Cortes stand als Kapitän in spanischen Diensten und gehörte zu Piccolominis Informanten. Vgl. BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 234, 240.

Corveil, Augustin; Offizier [ - ] Corveil stand 1631 als Offizier im Regiment Marradas in kaiserlichen Diensten.

Er nahm an der Schlacht bei Breitenfeld am 17.9.1631 teil und geriet verwundet in Gefangenschaft. RUDERT, Kämpfe, S. 69. Gegen Ende November trat er in kursächsische Dienste. RUDERT, Kämpfe, S. 79.

Corville [Courville], N; Hauptmann [ - ] Corville  stand 1648 als Hauptmann im französischen Regiment Montausier.

“Ausgangs November erschienen nämlich vom Regimente Montausier 164 Gemeine nebst 9 Offizieren und 5 Unteroffizieren in Bruchsal, während sich die übrigen auf Waibstadt, Rothenburg, Grombach und Kißlau verteilten. Die Einwohner sollten ‘diesen Völkern neben ihren Pferden’ nicht nur den Unterhalt, sondern auch noch  t ä g l i c h  zusammen 241 fl. reichen. Vergebens drohte Sötern, wenn Frankreich sich nicht an den westphälischen Friedensschluß binde, werde er sich auch nicht daran halten, sondern das im Frieden abgetretene Philippsburg feierlich reclamieren. Vergebens stellte Hontheim dem General Turenne persönlich vor: ‘Die Untertanen können es nit prästieren, dann sitzen die Beamten allein im Labyrinth’. Vergebens ergieng eine fürstbischöfliche Proklamation an die Bevölkerung, daß diese ‘executio militaris dem Friedensschlusse schnurstracks zuwiderlaufe und darum niemand mehr eine Kontribution zu erlegen brauche’ – man vermochte nichts gegen die Gewalt. Die Untertanen nicht minder als die Beamten wurden eingesperrt; die fürstbischöflichen Schlösser wurden aufgehauen, die Weine und Früchte ‘verführt und verkauft’. Die Soldaten beschlagnahmten alle Mobillen und Haustiere; ja ‘wenn auch ein einzelner Ort seine Quote entrichtet hat, wollen sie nicht weichen, bis auch die anderen bezahlt haben’ “. BAUR, Speier, S. 58f. “Waibstadt, welches täglich 34 fl. erlegen sollte, sandte dem Hauptmann Corville 100 fl. ‘Da hat er sich vermessen, er wolle das Städtlein und die Dorfschaften in Brand stecken, wenn man nit innerhalb 3 Tagen die Ästimation vor den völligen Monat erlege’ “. BAUR, Speier, S. 59, Anm. 2. Corville drohte damit, ‘alles zu verhergen und die Untertanen nach Frankreich zu führen’ “. BAUR, Speier, S. 60.

Coselky, Sebastian; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Coselky von Herschowitz [Kossetzky, Cosezki, Kasetzky, Cosalki, Casalki], Wilhelm" href="http://www.30jaehrigerkrieg.de/coselky-von-herschowitz-kossetzky-cosezki-kasetzky-cosalki-casalki-wilhelm-2/">Coselky von Herschowitz [Kossetzky, Cosezki, Kasetzky, Cosalki, Casalki], Wilhelm; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cotbus, N; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Courbes, N; Kapitän [ - ] Courbes hat 1627 wahrscheinlich in kaiserlich-ligistischen Diensten gestanden. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 7.

Courval [Corval], Charles Christoph de Mazencourt, vicomte de; Statthalter [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Courville [Corvill, Corvillt, decourville, Correuila], Nic(h)olas de; Generalmajor [ - 1.6.1634 in Regensburg gefallen] siehe unter „Miniaturen“.

Couture, Julius Caesar de la; Rektor [1597-1651 oder 1659] siehe unter „Miniaturen“.

Couvong [?], N; Obrist ? [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cracau [Crockow], Gneomar Reinhold von; Obrist [ - ] Cracau soll als Obrist der Kavallerie in schwedischen Diensten gestanden haben. Sein Regiment in der Stärke von 8 Kompanien lag im September 1635 vor Magdeburg. KODRITZKI, Seitenwechsel, S. 35.

Craey, Cornelius; Obristleutnant [ - ] Craey stand als Obristleutnant in hessen-kasselischen Diensten.

1633 war er Kommandant von Coesfeld und unterschrieb am 11.11.1633 den Passzettel nach Münster für die ausgewiesenen Jesuiten. SCHÜTTE, Dreißigjähriger Krieg, Nr. 128. Vgl. auch Nr. 127.

Crailsheim [Kreilßheim], Bernholf von; Obristleutnant, Hofmarschall [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Crailsheim, Johann Ulrich von; Adjutant [14.9.1626-13.4.1684] Der in Rügland [Kr. Ansbach] geborene Crailsheim fungierte als Adjutant Sperreuters in den Schlachten bei Herbsthausen und Alerheim. Er starb zu Ansbach am 13.4.1684. LEISTIKOW, Sperreuth, S. 46.

Crailsheim [Kreilsheim], Wolf Christoph von; Obristleutnant [8.1.1597 Hornberg - 14.1.1647 vor Weißenburg] siehe unter „Miniaturen“.

Crailsheim, N von; Rittmeister [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cramer [Kramer], Laurentius; Kriegskommissar, Superintendent [ - 15.9.1640] Sachsen-weimarischer Kriegskommissar und Superintendent von Mühlhausen. Vgl. JORDAN, Mühlhausen, S. 72ff., 75; WAGNER, Pforr, S. 118; MARX; mdsz.thulb.uni-jena.de 30 v, 32 v, 90 r.

Cramm [Cram], Barthold von; Hauptmann [ - ] Cramm auf Schloss Volkersheim bei Wolfenbüttel stand als Hauptmann in braunschweig-lüneburgischen Diensten.

Der Hildesheimer Arzt und Chronist Dr. Jordan notiert in seinem Tagebuch unter dem 8./18.9.1636; SCHLOTTER, Acta, S. 248: „Hauptman Rode und Hauptman Barthold von Cram mit ihren Compagnien aus und nach der Armee gezogen“.

15./25.10.1638; SCHLOTTER, Acta, S. 291: „Hauptman Cram ziehet mit seiner Compagnia von hinnen“.

23.9./3.10.1640; SCHLOTTER, Acta, S. 324: „Vorigen, heutigen und folgende Tage war ein gewaltiges Flüchten von der Leine herein und kamen Abends zwischen 7 und 9 Uhr Obrist-Luitnand Schwartzen, Hauptman Schirmers, Cram und jungen Greberß Compagnia zue Fueß herauß, auch darauf selben Abend zwischen 9 und 10 Uhren Ihre Fr. Gn. Herzog Georg mit 5 Comp. Pferde, so daraußen blieben, und 1. Comp. Dragoner. Es stund über die Maßen gefährlich“.

Cramm [Cram], Franz Georg von; Obristleutnant [ - 22.12.1634/1.1.1635] Cramm war 1635 Obristleutnant unter dem braunschweig-lüneburgischen Kommandanten von Hildesheim, Alexander Oestringer [Ostringer].

Der Hildesheimer Arzt und Chronist Dr. Jordan notiert in seinem Tagebuch unter dem 22.2./3.3.1935; SCHLOTTER, Acta, S. 213: „Ist Franz Jörg von Cram für ein Obrist-Leutnand dem Ostringerschen Regiment angewiesen“. 20.5./30.5.; SCHLOTTER, Ata, S. 215: „Heut Vormittags zog Obrist-Luitnand Frantz Jorg von Cram und der junge Hauptman Greber ein; jedweder mit ihren Compagnien hinaus nach Peine“. SCHLOTTER, Acta, S. 232: 22.12.1634/1.1.1635: „Frantz Georg von Cram Leichbegräbniß allhie zu s: [Sankt; BW] Georgen“. 24.12.1634/3.1.1635: „Frantz Georg von Cram wird hinaus geführt nach Folckerßen [Volkersheim bei Wolfenbüttel; BW]“.

Cratz von Scharffenstein, Adam Dietrich; Obrist [ - 6.5.1631] Bruder des Johann Philipp Cratz von Scharffenstein, 1626 unter Tilly, 1627 im Fränkischen Kreis einquartiert, erst ligistischer, dann kaiserlicher Obrist. Ende 1630/31 war er Kommandant in Landsberg/Warthe [Gorzów Wielkopolski, Brandenburg, h. Polen; HHSD X, S. 446ff.], das er gegen die Schweden verteidigen konnte. Am 3.5.1631 bei Landsberg verwundet, seinen Verletzungen am 6.5.1631 erlegen. KÖLLNER, Geschichte, S. 258 Anm. 72.

Cratz Graf zu Scharfenstein, Johann Philipp; Feldmarschall [um 1590 – 6.7.1635 hingerichtet] siehe unter „Miniaturen“.

Craussert, N; Obristleutnant [ - ] Craussert stand 1637/1638 als Obristleutnant in pfalzgräflichen Diensten.

Neben 13 Kompanien unter Bossard (Brosart) waren 4 pfalzgräflichen Kompanien unter Obristleutnant Craussert in Stadthagen (Grafschaft Schaumburg) einquartiert. “Als lüneburgische Truppen am 25. November [1638] die Stadt durch einen Handstreich zu nehmen suchten, wurden von den Schweden gegen 13 Häuser bei den Toren angesteckt, und 126 Häuser sind im Laufe dieser Einquartierung niedergerissen. Den Gesamtschaden beziffern die Listen auf 117 426 Taler, wobei die niedergerissenen Häuser mit 50 000 Taler angesetzt sind”. ZARADETZKY, Stadthagen, S. 315.

Craven, William 1st Earl of; Obrist [1608 - 1697] siehe unter „Miniaturen“.

Crepa, N; Obristleutnant [ - 2.11.1642 bei Breitenfeld] Crepa stand als Obrist im Regiment Alt-Piccolomini, als er in der 2. Schlacht bei Breitenfeld am 2.11.1642 fiel; RUDERT, Kämpfe, S. 149.

Crespu, Georg von; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Creutz [Kreitz], Georg; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Creuz [Kreuz], Johann Ferdinand; Obrist [ - ] Creuz stand als Obrist in kurbayerischen Diensten; vgl. die Erwähnungen bei KAPSER, Kriegsorganisation.

Crichton [Krichton, Krüchten, Kröcher, Krecher, Krescher, Kriegen], Robert von" href="http://www.30jaehrigerkrieg.de/crichton-krichton-kruchten-krocher-krecher-krescher-kriegen-robert-von-2/">Crichton [Krichton, Krüchten, Kröcher, Krecher, Krescher, Kriegen], Robert von; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Critzheimer, N; Kapitän [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Crivelli, N; Hauptmann [ - ] Crivelli stand 1631 als Hauptmann im Regiment Ott Heinrich Fugger; HABERER, Ott Heinrich Fugger, S. 263.

Cronberg [Cronberger, Kronberg, Cronburg] und Hohengeroldseck, Adam Philipp Freiherr, später Graf von; Obrist [um 1600-3.8.1634 in Regensburg an der Pest] siehe unter „Miniaturen“.

Cronberger, Nikolaus; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Croneck [Cronegg, Kronegg], Baron von; Offizier [ - ] Croneck war 1622 ligistischer Offizier unter Anholt. SCHÜTTE, Dreißigjähriger Krieg, Nr. 39.

1634 muss er in schwedischen Diensten gestanden haben. Angeblich lag er bis zum 22.3.1634 in der Feste Ingolstadt in Gefangenschaft, bis er gegen Landsberger Geiseln audgetauscht wurde. BUCHNER; BUCHNER, Bayern, S. 164.

Cronenberg, N; Hauptmann [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cronenburg, N von; Obristleutnant [ - 8.3.1637] siehe unter „Miniaturen“.

Croon, Jan van der [Corona, Croen, Crona, Lacron, La Cron, von der Kron, Johann (Jan, Jean) Freiherr de la]; Feldmarschallleutnant [um 1600 - 8.11.1665 Prag] siehe unter „Miniaturen“.

Crotto, Johann Julius Eberhard; Hauptmann [ - ] Crotto war erst Kapitänleutnant, er wurde als Nachfolger Kosteletzkis Hauptmann im Regiment Julius von Hardegg. HAUSMANN, Regiment, S. 107, 115.

Crotto [Croto], N; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Croy, Jakob Philipp Herzog von [ - ] Croy war verheiratet mit Isabella von Bronkhorst, bzw. Anholt.

1622 bemühte er sich um die Wiederbeibringung der von Christian von Braunschweig aus dem Paderborner Dom entwendeten Liborius-Reliquien, die der Rheingraf Philipp Otto von ihm gekauft hatte. SCHÜTTE, Dreißigjähriger Krieg, Nr. 129 (275).

Croy [Cröde, Crode], N Freiherr von; Obrist [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Crumbach von Beesendahl, N; Rittmeister [ - ] Crumbach von Beesendahl stand 1638 als Rittmeister wahrscheinlich in kaiserlichen Diensten. ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 226.

Crusius [Kruse], David [29.1.1589 - 15.6.1640] Dr. med., immatrikuliert Erfurt 1602, Jena 1606, Magister 1607 in Erfurt, Leipzig 1607, Gießen, Strassburg und Basel, Dr. med. 1610 und Stadtphysikus in Erfurt, Professor der Physik, Leibarzt vieler Fürsten, z. B. des Kurfürsten von Sachsen, und Grafen; ein „wahrer Polimath“; (DOMINIKUS, Erfurt, S. 445), Ratsmeister 1634, 1637, starb am Fleckfieber. BAUER, Ratsherren, Nr. 105; MOTSCHMANN II, S. 99.

Cubitz, N; Rittmeister [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cuenin, Marc; Jesuit [1586-13.11.1634] Beichtvater Tillys während der Belagerung und der Einnahme Rothenburgs im Oktober 1631 war Marc Cuenin SJ. Er wurde 1586 in Delémont in der Schweiz geboren, trat 1605 zu Landsberg am Lech in den Orden ein, empfing die Priesterweihe 1618 in Eichstätt, legte die Letzten Gelübde 1625 in Luzern ab, und starb am 13. November 1634 in Stuttgart. Von 1621 bis 1628 war er Beichtvater des Nuntius Alessandro Scappi, den er bei seinem Weggang aus Luzern nach Italien begleitete. 1627/28 war er maßlich an der Gründung der Jesuitenresidenz in Colmar beteiligt. Im September 1631 wurde er Feldkaplan des Grafen Tilly, dem er 1632 im Sterben beistand und dessen letzte Aufträge an Wallenstein und an den Kaiser er besorgte.

Cuevas [Quwevas], Juan Evangelista de las; Obristleutnant [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Culer, Johann Wilhelm; Obrist [ - ] Culer stand als Obrist in kurbayerischen Diensten. Vgl. die Erwähnungen bei KAPSER, Kriegsorganisation.

Cuningham [Cunningham], George; Kapitän [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Cunningham, Alexander; Obristleutnant [ - ] Cunningham stand als Obristleutnant im schottischen Regiment Sir Frederick Hamilton. Vgl. MURDOCH, SSNE ID: 2115; ENGERISSER, Nördlingen 1634, S. 248.

Cunningham, Robert; Obrist [ - 4.10.1636] Der Schotte Cunningham stand als Obrist in schwedischen Diensten und führte ein vier Kompanien starkes Fußschwadron unter dem Befehl Gustav Horns, das erstmals am 1.12.1633 in Oberschwaben erwähnt wird. Er nahm am 5./6.9.1634 an der Schlacht bei Nördlingen teil. Ab 1635 stand er mit 8 neu angeworbenen Kompanien in Preussen, 1636 scheint er in Schottland 4 neue Kompanien angeworben zu haben, die unter dem Befehl Banérs standen. Im Frühjahr 1636 war er möglicherweise Kommandant in Demmin. Er fiel in der Schlacht bei Wittstock am 4.10.1636. Von seinem Regiment blieben nur 50 Mann am Leben. MURDOCH, SSNE ID: 2132; ENGERISSER, Nördlingen 1634, S. 260, Anm. 19.

Cuno, N; Hauptmann [ - ] Cuno stand 1632 als Hauptmann in kurbayerischen Diensten: “Auf Veranlassung Tillys wurde Hauptmann Cuno am 20. März von München nach Neumarkt gesandt, um dort einen Plan für den Ausbau der Stadtbefetigung und insbesondere für das befestigte Lager zu fertigen, das Tilly bei seinem Rückzug von Bamberg in der Nähe von Neumarkt anlegen wollte. Dieser Plan kam nicht zur Ausführung, da Tilly schon am 1. April nach Ingolstadt abzog”. HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 125.

Curt, N; Rittmeister [ - ] siehe unter „Miniaturen“.

Czaki, Ladislaus Graf; Obrist [ - 1655 in Pressburg] Czaki stand als Kämmerer und ungarischer Obrist in kaiserlichen Diensten.

Czernin von und zu Chudenitz, Hermann, Graf [24.7.1576 in Nedrahovice in Böhmen-6.2.1651 in Kost, Böhmen) österreichischer Diplomat und Soldat. Er stammte aus der böhmischen Uradelsfamilie Czernin von Chudenitz. 1594 kämpfte er unter Peter Wok von Rosenberg in den Türkenkriegen. 1598 unternahm er eine Reise nach Italien und von dort weiter ins Heilige Land, dann über Ägypten nach Spanien. 1603 wurde Kämmerer Kaiser Rudolfs II., 1614 wurde er Hauptmann der Altstadt Prag. Vom Februar 1616 bis November 1617 unternahm er seine erste Reise als kaiserlicher Botschafter nach Konstantinopel. Das Tagebuch seiner Reise wurde von seinem Sekretär Adam Werner von Crailsheim geführt. 1620 diente er bei der Armee des bayrischen Herzogs Maximilian I., der gegen den „Winterkönig“ Friedrich V. von der Pfalz in den Krieg zog. Als Hauptmann der Prager Altstadt wohnte er der Hinrichtung der Rebellen – darunter sein eigener Bruder Diwisch – bei. Am 15.3.1623 wurde er in den Reichsfreiherrenstand erhoben. 1624 war er Rat der Böhmischen Kammer, 1625/1626 Proviantmeister der kaiserlichen Truppen, die Albrecht von Wallenstein gegen Dänemark führte. 1625 heiratete er die Witwe von Christoph Harant von Polschitz und Weseritz, Anna Salomena von Harant, geborene von Horschitz, die 1632 verstarb. Am 20. Mai 1627 wurde Hermann durch Ferdinand III. in den erblichen Reichsgrafenstand erhoben. 1629 wurde er zum Hauptmann des Leitmeritzer Kreises und 1631 des Saazer Kreises ernannt. Für die Armee Wallensteins brachte er ein Regiment Kürassiere und 1000 Pferde auf und erhielt dafür den Titel „geordneter Obrist über 1000 Pferde Reiter“. 1633 schloss er seine 2. Ehe mit Anna Sylvia Caretto [1607 in Prag-26.2.1664 in Regensburg]. 1635 wurde Czernin zum Comes Palatinus ernannt; dadurch hatte er verschiedene Rechte, u. a. zu adeln. Im Laufe der Jahre kaufte er über 99 Liegenschaften. Am 30.6.1644 reiste Hermann als 68-Jähriger zum zweiten Male als kaiserlicher Botschafter nach Konstantinopel. Die Reise dauerte bis 31.5.1645. Das Tagebuch schrieb er diesmal persönlich. Er ist im Prager St. Veitsdom in der Czernin-Kapelle neben seiner Witwe Anna Sylvia Caretto  begraben, die nach seinem Tod den Markgrafen Wilhelm von Baden und Hochberg [16.9.1626-23.2.1671 in Baden-Baden] heiratete.

Czernin von Chudenicz [Černín z Chudenic], Maximilian Hermann; Offizier [ - 1647] Czernin stand in kaiserlichen Kriegsdiensten, er starb zwischen Eger und Pilsen.

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November 22, 2009 in Personenregister
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