Milanz, N

Milanz, N; Obristleutnant [ – ] Milanz stand 1638 stand als Obristleutnant in kaiserlichen Diensten.

Am 30.6.1638 schrieb Milanz aus Prenzlau[1] an Hans Heinrich von und zu Schütz: Der Meldung eines Deserteurs zufolge, dem am Donnerstag die Flucht aus dem schwedischen Lager gelungen sei, befinde sich Banér persönlich auf dem Schloss zu Stettin;[2] Kanonen und Munitionswagen seien auf dem Schlossplatz aufgestellt. Banér solle neue Verstärkungen erhalten haben, und zwar 3.200 Schweden, 7.000 Schotten und Engländer, 900 Finnen in sieben Kompanien, die gegen Oldenburg[3] zu lagern. Herman Wrangels Truppen sollen bei Schwerin[4] an Land gehen, am folgenden Montag werde angeblich die Haupt-Truppenschau stattfinden und die Soldaten sollten einen dreimonatigen Sold erhalten, den die Franzosen vorgeschossen hätten. Am Vortag sei Obrist Wittenberger[5] mit 10 starken Abteilungen durch Löcknitz[6] gezogen und habe in der Nacht die polnischen Truppen bei Strasburg[7] überfallen.[8]

[1] Prenzlau; HHSD X, S. 320ff.

[2] Stettin [Szczecin]; HHSD XII, S. 280ff.

[3] Oldenburg, heute Ortsteil von Züssow [Ostvorpommern].

[4] Schwerin; HHSD XII, S. 114ff.

[5] N Wittenberger [Wittberger] [ -18.11.1639 Bautzen], schwedischer Obrist.

[6] Löcknitz [Pommern; Bez. Neubrandenburg]

[7] Strasburg, HHSD X, S. 369.

[8] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 646.

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