Kolb von Reindorf [Rhaindorf], Andreas Freiherr

Kolb von Reindorf [Rhaindorf], Andreas Freiherr; Generalwachtmeister [ – 13.4.1666] Andreas Kolb von Reindorf[1] war bereits am 20.4.1620 als gemeiner Soldat in die kurbayerische Armee eingetreten. Kolb taucht natürlich in den Berichten aus der Oberen Pfalz auf: „Am 16.4.1639 kam Reiterei u. Fußvolk unter Oberstleutnant Kolb nach Neustadt [a. d. Waldnaab;[2] BW], erstieg die Mauern, brach Löcher hinein, ließ die Tore aufhauen, in der Stadt dann Quartier gemacht, Geld abgepreßt und Herrn Georg Grünbauer so geschlagen, daß er keinem Menschen mehr gleichgesehen, in die Häuser Löcher gebrochen, Ochsen und Vieh herausgenommen, jämmerlich und erbärmlich gehaust“.[3] Er wurde am 11.7.1646 zum Generalwachtmeister der Kavallerie befördert, diente zuletzt als Feldmarschallleutnant (1647) und war neben Schoch, Werth, Haes und Druckmüller eines der wirklich seltenen Beispiele eines militärischen und sozialen Aufstiegs von der Pike auf, eines Soldaten von fortune. Er diente bis Januar 1649.

1636 versuchte er unter der Führung des kaiserlichen Feldmarschalls Johann von Götz Dorsten[4] zu erobern, wie sich der Zeitzeuge Augustin von Fritsch erinnert: …. „von dannen auß sein wür vf Dorsten, welches ein haubtvösstung, selbiges berent vnnd hat vnnßer Regiment, der Veldtmarschalckh selbsten ganz nahe ans Thor in einen hopfengardten, welcher ganz Niderig oder dis gelegen, hineingefürth, da dann der Feindt zu Ross vnnd Fuss yber 1500. Mann starckh vf vnß außgefallen, ist der General spornstreich zum alten Obristen Kolben geritten, vnnd befolchen vnß zu entsezen, welches er fleissig verricht, vnnd dem Feindt biß vf Ir Schlagbrückhen hinein gejagt, da dann vil Volckh von dem Feindt gebliben, Eß hat vnnß vnd den Obristen Kolb auch nit gefehlt, da aber der Obrist Kolb wider zurückk khommen, hat er den General berichtet, daß wür da nicht stehen khönnen mit dem Regimment, sondern würden alle zuschandten geschossen, hat er vnnß alsobalden abfordern vnnd zur Armee welche allernechst gestandten Marchirn lassen, Da sie vnnß dann noch zimblich auß der Vösstung mit stückhen vnnd Mußqueten eingeschenckht, daß noch etlich Todt vnd gequetscht worden, nachdem aber der General von den gefangenen, welche der alte Kolb zwey mit sich gebracht, vernommen, daß die hessen und hollender yber 3.000 zu Ross vnd Fueß darinnen ligen, auch schon spat Im Jahr ist, sein wür dauon ab: und in daß Wintterquartier gezogen, ins Bergische Landt“.[5]

„Das bayerische Kürassier-Rgt. Kolb kam Anfang Januar [1639; BW] von Heideck[6] her in die Jungpfalz ins Quartier und blieb bis zum Sommer“.[7] „Vor den bayerischen Kürassieren Kolbs flüchteten die Leute im Januar in die Wälder, die Pfarrer von Aschach[8] und Lintach[9] kamen am 15. Januar nach Amberg.[10] Oberst Kolb sah sich veranlaßt, am 18. Januar eine strenge Weisung gegen die Räubereien seiner Reiter hinauszugeben. Das Gut Afalter haben sie völlig ausgeplündert“.[11] Schwandorf[12] allein musste für Teile des Regiments Kolb in diesem Jahr 21.000 fl. aufwenden.[13] „Im Februar lauerten die in der Jungpfalz einquartierten Reiter des bayerischen Rgt. Kolb an Sonntagen den die Kirche in Ensdorf[14] besuchenden Leuten bei Thannheim[15] auf“.[16] Der Chronist und Bürgermeister Georg Leopold aus dem von Eger[17] abhängigen Marktredwitz[18] erinnert sich an den Februar bzw. März 1639: „Den 26. dito [2.; a. St.; BW] ist es [et]was still[er] gewesen, doch [sind] so viel[e] Bericht[e] ein[ge]kommen, daß sich zu Windisch-Eschenbach[19] an [die] 200 Mann zu Roß und etlich[e] 100 zu Fuß, Kai[serische] und Churbayerische Völker, versammelten, [die] gegen Hof[20] gehen und auch bei uns Rendezvous halten wollten.

Eodem die, in der Nacht, ist ein[e] Churbayer[ische] Partei, 70 Pferd[e] stark, nach Waldershof[21] und weiter gegen Hof [ge]gangen. Selbe Nacht sind auch etliche Reiter vom Kolbischen Regiment vor dem Badtor gelegen. Den 27. ist abermals eine Churbayer[ische] Partei hier durch und gegen Hof [ge]gangen. Eodem hat uns auch H[err] Oberl[eutnant] Andreas Kolb von Reinsdorf [aus], damit wir von den Churbayerischen Parteien gesichert wären, schriftliche Salva guardi[a] überschickt. Den 28. dito sind 2 Parteien von den Churbayerischen zurück[ge]kommen. Die haben den Leuten auf dem Feld viel Hafersam[en], samt den Säcken, genommen. [Die haben] auch berichtet, daß der Feind, an [die] 1500 Mann stark, zu Hof an[ge]kommen sei“.[22]

„Im Januar 1639 rückte Banner [Banér; BW] gegen die in der Mark Brandenburg gelagerte kaiserliche Armee. Er hatte es, wie er am 6/16. Februar Oxenstierna mitteilte, in erster Linie auf die sieben Regimenter abgesehen, welche unter ‚[Hans Wolf von; BW] Salis Commando auffm Eichsfeld commoriren sollen‘ und die er ’nach gelegenheit der occasionen … aufzuheben‘ vorhabe. Gallas sei ‚dergestalt zugerichtet, daß er vor dießmal vor keinen feindt, so schaden thun kann, zu achten‘. In einem Postscriptum desselben Schreibens berichtet Banner, Salis sei mit den sieben Regimentern, ‚mit welchen er bis dato in und bei Mühlhausen[23] (an der Unstrut) gelegen, nach Franckhausen[24] (in Schwarzburg-Rudolstadt[25]) gerückt und von dannen auch, wie jedermann sagte, über die Unstrut forgegangen‘, und werde ‚vielleicht zu Torgau[26] seinen übergang nehmen‘. Banner’s Anschlag auf Salis‘ Heer sollte nur zu gut gelingen. Gallas, dessen Truppen sich nur noch auf 8000 Mann belaufen haben sollen, wich mehr und mehr durch die Lausitz und Schlesien nach Böhmen zurück – ihm nach Salis. Letzterer war noch in Kursachsen, aber schon nahe an der böhmischen Grenze, als sein Verhängnis über ihn hereinbrach.

Es war am Abend des 2. März (1639) acht Uhr, als der zu Eger anwesende kurbayrische Oberst Moser dem uns schon bekannten früheren Kommandanten des Regiments Salis in bayrischen Diensten Obersten Schütz ‚in großer Eil‘ die Nachricht zugehen ließ, ‚daß der Feindt 7 Meilen von hier (Eger) Herrn General Feldtzeugmeister Salys angetroffen‘ und demselben ein Treffen geliefert habe; ‚wie es abgegangen‘ wisse man noch nicht, allein Salis habe die Seinigen ‚mit aller sach alhero nach Eger geschickt; ‚ist bey ihnen große forcht, … es möchte in zwei Tagen auf das lengst Freund und Feindt hiero bey uns sein‘. […] Und nun folgen sich rasch hinter einander eine ganze Reihe nach und nach bestimmter auftretender und eingehender Nachrichten, welche, zum größern Teil in den Münchener Akten des 30jährigen Krieges aufbewahrt, einen ziemlich klaren Einblick in den Verlauf dieses verhängnisvollen Ereignisses gestatten.

Bürgermeister und Rat der Stadt Eger melden am 3. März dem kurbayrischen Rat und Pfleger zu Tirschenreuth[27] an der Waldnaab (bayr. Oberpfalz), Johann Ulrich von Burhus auf Ottengrün, der sich um nähere Details erkundigt hatte: gestern (den 2. März) Abends zwischen 6 und 7 Uhr sei des ‚Herrn Veldtzeugmeisters Hans Wolf Freyherrn von Salis sein Leibwagen und Canzley … mit einer Convoi und Roß‘ angelangt; dessen ‚Leute und Offiziere‘ berichteten, ‚daß Er‘ (Salis) mit 6 und zwar zimblich schwachen Regimentern hernach komme; daß der Feind gestern frühe 8 Meyl von hier zu Rumpersgrün (recte Ruppertsgrün[28]) bei Plauen[29] im Voigtland dieselben mit 12 Regimentern hat wollen überfallen; weil aber Herr General Wachtmeister (sic) al Erto gewesen und sich nicht mit manir (hat) retiriren können, hete Er mit seinem Volgkh sich alda entgegen gesetzt und weren darauf an einander kommen. Und sonderlich sol Herr Obrist Wambold entweder Todt oder doch tödtlich verwund sein‘. Heute, am 3. März, seien weitere ‚avisen‘ eingelangt: Salis sei mit sechs Regimentern, ‚zwei zu Fueß und vier zu Roß‘ von 12 feindlichen Regimentern, ’so General Slang und Pfuel Commandiren‘, überfallen worden; ‚die Reutterey sol alsobalden in Ein Confusion gerathen sein. Weßen dann (diese) theils mit der pagagy anheut über die Eger gangen (sind) und sich am Böhmer Waldt umb Königswarth[30] logiren; die übrigen haben mit Herrn General (Salis) gegen Hoff sich gewendet und werden heunt oder Morgen auch anhero kommen. Das Fueßvolkh, so bey 1000 Mann gewesen sein soll, hat nicht ausreißen können, dahero (es) sich in den Kirchhoff im Dorf reterirt und eine Zeit lang gewöhret (hat); und geben die marchitender vor, daß es sehr soll eingebüßt haben‘. Wie ein vom Feinde wieder entkommener Soldat angebe, habe Feldmarschall ‚Pannier‘ (Banner) 35 Regimenter zu Roß unter sich, auch sei Wrangel mit einem starken Regiment zu ihm gestoßen, sodaß der Feind also ’36 Regimenter zu Pferdt und 14 precaden (Brigaden) zu Fueß, eine Jedliche uff 5: oder 600 Mann stark‘, beisammen habe. Die Schweden hätten alle ihre alten Quartiere in Meißen und Thüringen wieder bezogen, wohin aber ihr Marsch gehen möchte, könne man nicht wissen. […]

Ein anderer Bericht vom Abend desselben Tages (3. März), der dem Obersten Andreas Kolb von Reindorff zu Weiden[31] in der Oberpfalz – es ist nicht ersichtlich von wem – zukam, meldet, daß ‚gestern (2. März) Abends Truppen, geschlagene Reuther ohngefähr bei 300 Pferdt, eilendt‘ angelangt seien, ‚denen zur nacht immer zue mehr und mehr gefolgt, die mit Stifel und Sporen zue Fueß gegangen und uff Eger geeilet‘ (sind). Diese Flüchtlinge sagen ungefähr das nämliche aus. Die ‚Schwedische Parthey‘ habe etwa ‚2000 oder 1500 Pferdt‘ betragen; die Salissche Reiterei, ‚deren 3 Regimenter gewesen‘, seien ‚zerstreut und in die Flucht geschlagen, das Fußvolkh aber, welches in dem Dorf (Ruppertsgrün) gelegen und sich in das Schloß und (auf) den Kirchhoff retirirt und gewehret, … meist nieder gemacht und die übrigen gefangen genommen (worden), alßo daß von Inen gar wenig entkommen (sind) und (haben) ausreißen können, wie dann Herr General Salis und Obrist Spiegel mit (dem) Obrist Leutenant, Obrist Wachtmeister und vielen Rittmeistern neben andern officiren gefangen worden und auff Reichenbach[32] (bei Zwickau[33]) geführt worden. Den Flüchtigen haben die schwedischen biß auff plauen nachgesetzt, also daß sie von früem morgen (des 2. März) vor 8 Uhren, in der sich der Scharmützel angefangen, den ganz tag und nacht (d. h. Abend) gelauffen (sind) und nicht (haben) ruhen dörffen‘. Schleitz sei vom Feinde genommen, ebenso Neustadt[34] bei Zwickau samt andern Orten; in Eger herrsche große Panik.“[35]

„An demselben Tage [5.3.] meldet Oberst Kolb zu Weiden seinem ‚hochgeehrten Herrn Schwagern‘, dem Rentmeister N. zu Amberg, er habe in Erfahrung gebracht, General Salis sei mit den 3 Kavallerie-Regimentern Coloredo, Salis und [Gayling von; BW] Altheim und mit 2 Regimentern zu Fuß, deren Namen der Kundschafter ’nicht behalten‘, bei Plauen[36] auf die Schweden gestoßen, ‚deren 8 Regimenter, 600 Tragoner und 6 Veldtstuckh unter dem Commando Frangels [Wrangel; BW] und Schlangs‘ standen. Das Regiment Salis habe 5 Standarten verloren. Von Salis selbst habe noch nicht in Erfahrung gebracht werden können, ‚ob er gesundt, Gefangen, bey leben oder Todt‘ sei; die ‚bagagi von disen 5 Salischen Regimentern‘ habe bei dem raschen Vordringen des Feindes zurückgelassen werden müssen und sei ‚in der Voidtländischen Bauern Handt verblieben‘ „.[37] Am 8.3.1639 schrieb Maximilian I. an Ottavio Piccolomini: Er habe zur Unterstützung des Feldzugs der Kaiserlichen 500 Kürassiere und 300 Fußsoldaten unter dem Kommando von Kolb abkommandiert. Trotzdem er von der Niederlage der sechs Regimenter des Feldzeugmeisters Salis im Vogtland und dem schnellen Vormarsch des Feindes gegen die Oberpfalz erfahren habe, glaube er fest, sein, Ps., Feldzug werde der Sache am besten dienen; er habe Kolb angewiesen, nach seinen Befehlen mehr in Richtung Böhmen, eventuell auch ins Land hinein zu marschieren. Er hoffe, Piccolomini werde Kolb die nötigen Befehle erteilen und den Krieg so führen, daß keine weiteren Reichsländer bedroht würden; er sei auch überzeugt davon, dass Piccolomini die Truppen auf schnellstem Weg zur kaiserlichen Hauptarmee führen werde. Erhaltenen Berichten zufolge sei der Feind zu weit vorgedrungen und könnte leicht abgeschnitten werden; seiner Meinung nach sollte auch Hatzfeldt etwas vorrücken und so den Erfolg des Feldzugs beschleunigen. Er würde Piccolominis Berichte über den Verlauf des Feldzugs und die noch zu erwartenden Streitkräfte begrüßen.[38]

Der Chronist Leopold aus Marktredwitz erinnert sich an Ostern 1639: „Am heiligen Ostertag ist auch eine Churbayerische Partei über Nacht (ver)blieben und [hat] ihr Geld gezehrt. Als sie des andern Tags nach Marktleuthen[39] [ge]kommen und eine Kaiser[liche] Partei vom Nicolaischen ersehen und angetroffen und solche anfangs nit anders(t) als für Feindesvolk gehalten, haben sie stark Feuer aufeinander [ge]geben. Doch [haben sie] sich bald (gegeneinander) erkannt und sind miteinander zurück [und] hie[r]her(o) [ge]kommen. Von [ihnen sind] die Nicolaischen hier (ver)blieben, die Kolbischen aber weiter gegen Weiden [ge]gangen“.[40]

Am 3.4.1639 schrieb der kaiserliche Kommandierende Gallas aus Prag an den Kaiser: Aus seiner vorigen Relation habe er von den Schwierigkeiten bei der Zusammenziehung der hierher kommandierten Regimenter erfahren; die Truppen aus Franken seien noch nicht angekommen, sie hätten Bamberg[41] erst am 30.3. verlassen. Der Kurfürst von Sachsen urgiere Hilfstruppen für die – von den Schweden belagerte – Stadt Freiberg.[42] Laut Berichten von Spähern Feldmarschall Morzins wisse der Gegner noch nichts vom Rendezvous der Kaiserlichen. Er habe Schlick von allem, auch von der Tatsache, dass die aus Schlesien und Böhmen hierher kommandierten Regimenter noch nicht alle an Ort und Stelle seien, in Kenntnis gesetzt; dieser habe verlangt, alles Menschenmögliche für den Kurfürst von Sachsen zu tun. Deshalb habe er Ruck zu Morzin entsandt und Generalwachtmeister [Hans Christoph von; BW] Puchheim befohlen, zu Morzin zu stoßen. Dem aus Franken kommenden Kriegsvolk habe er einen Obristleutnant mit weiteren Befehlen entgegen geschickt und den bereits erwähnten Ruck aufs Neue mit der Instruktion zu Morzin entsandt, er solle, falls der Gegner noch bei Zwickau[43] stehe, unverzüglich mit allen Truppen durch die Wälder in Richtung St. Joachimsthal[44] und Eger marschieren, um dort zu Friedrich von Fürstenberg zu stoßen. Sollte der Gegner zur Elbe ziehen, möge Morzin genügend Schiffe vorbereiten, um diesen Plan zu vereiteln. Ruck solle sich nach Erledigung seines Auftrags bei Morzin zum Kurfürsten von Sachsen aufmachen und u. a. den verspäteten Truppenanmarsch entschuldigen sowie den Kurfürsten zur Erteilung von Befehlen zum vollen Schutz des Landes vor dem Gegner bewegen. Am Vormittag sei die Nachricht eingetroffen, dass der Gegner mit einem Teil seiner Reiterei nach St. Joachimsthal ziehe und der Stadt Karlsbad[45] einen Brandbrief geschickt habe. Kolb, der Kommandant der bayerischen Abteilungen, habe ihm, Gallas, mitgeteilt, dass Maximilian I. diese Abteilungen abberufe; er habe geantwortet, dass der Kurfürst von den gegenwärtigen Veränderungen nichts wissen könne.[46]

Kolb taucht natürlich immer wieder in den Berichten aus der Oberen Pfalz auf: „Am 16.4.1639 kam Reiterei u. Fußvolk unter Oberstleutnant Kolb nach Neustadt [a. d. Waldnaab; BW],[47] erstieg die Mauern, brach Löcher hinein, ließ die Tore aufhauen, in der Stadt dann Quartier gemacht, Geld abgepreßt und Herrn Georg Grünbauer so geschlagen, daß er keinem Menschen mehr gleichgesehen, in die Häuser Löcher gebrochen, Ochsen und Vieh herausgenommen, jämmerlich und erbärmlich gehaust“.[48]

„Oberst Kolb berichtete am 17. April [1640; BW] von Waldsassen,[49] daß das Rauben und Plündern der um Wunsiedel liegenden Kaiserlichen so sehr überhand nehme, daß er dies auch mit 2000 Reitern nicht verhindern könne. Bei Sigritz[50] haben die Kroaten 1 Reiter Kolbs niedergeschossen. Bei allen Durchzügen der Kaiserlichen wurde in der ärgsten Weise geplündert. Die Landbewohner flüchteten jedesmal mit ihrem Vieh in feste Orte oder in den Wald“.[51]

Der Hofer Chronist Rüthner berichtet: „Den 22. Martii kamen früh um 6 uhr der churbayrische obrist Kolb, dabey auch ein junger Graf [Friedrich Rudolf; BW] von Fürstenberg, mit ein 500 pferden curassierer und dragouner von Oberkozau[52] anher, alda sie die 15 schwedische vor dem Obern Thor in der Altenstadt auf dem stroh liegend gefangen bekommen, wie sie dann auch in die Vorstadt ruckten und, was sie daselbst antrafen, einfingen. Zu denen ging der diesmahl alhier liegende obrist Hofmann hinaus, und nachdem sie ihre recognition verrichtet, auch ihnen etwas von brod und bier gereichet worden, sind sie nach 7 uhr zurückgangen, und sonst nichts feindseeliges gegen die stadt tentiret“.[53]

Am 25.8.1640 berichtete Piccolomini von einer am 18.8. in der Grafschaft Waldeck[54] gelieferten Schlacht. Die kaiserliche Armee befand sich auf Proviantsuche und war weit zerstreut, Banér hielt seine Gelegenheit für gekommen, vereinigte sich mit den Hessen und Lüneburgern und erreichte so eine Truppenzahl von 40000 Mann; am 19.8. überschritt er bei Münden[55] die Fulda und trat den Marsch in die Grafschaft Waldeck an. Am nächsten Tag machte er 2 Marschstunden vor den Kaiserlichen halt. Mit einem Kanonenschuß rief Leopold Wilhelm zu den Waffen und übergab Piccolomini das Kommando. Die Soldaten sammelten sich rasch und diszipliniert und begannen ihre Stellungen zu befestigen. Am 21.8. um 8 Uhr morgens besorgte der Feind einen durch einen Wald günstig gedeckten Hügel auf seinem rechten Flügel. Piccolomini schickte eine Abteilung Dragoner zur Erkundung hin, diese aber überfielen auch noch den Feind und verjagten ihn. Der dort kommandierende Longueville schickte ein Regiment gegen die Kaiserlichen ins Feld, Piccolomini betraute Soye mit der Verteidigung. Daraufhin verstärkte der Feind das angreifende Regiment mit zwei weiteren. Soye, unterstützt von der bayerischen Reiterei unter Caspar von Mercy und den Obersten Kolb und Liebenstein [Löwenstein !; BW], fiel den Feind mit solcher Wucht an, dass dieser auf dem linken kaiserlichen Flügel das Schlachtfeld verließ. Jetzt gab Piccolomini den Befehl zum allgemeinen Angriff. Die Kroaten mit Suys beteiligten sich an ihm und verfolgten die flüchtenden Schweden. Banér wurde gesehen, wie er mit gezogenem Schwert seine Soldaten an der Flucht hindern wollte. Die Kaiserlichen machten erst bei Wildungen[56] halt, wo sie die Gefangenen zusammenzogen.[57]

Kolbs Regiment wurde gegen die von Banér drohende Gefahr Ende Dezember 1640 in die nördliche Obere Pfalz verlegt. So klagte der Rat Neustadts a. d. Waldnaab 1640 beim Landesherrn, dass die Bürger bis auf den letzten Heller (durch Kolb’sches – u. Werner’sches Fußvolk) ausgeplündert worden seien, während die Juden mit den Soldaten und Reitern Schuh-, Sporen-, Pistolen- und Tuchhandel treiben und dabei reich würden.[58]

Das Kolb’sche Kürassier-Regiment (8 Kompanien, zusammen 771 Mann) lag ab Dezember 1640 im Herzogtum Neuburg. „Ins obere Donautal kamen die Kürassiere und zwar nach Lauingen[59] 1 Kompagnie unter Obrist-Wachtmeister von Kleinreuth (100 Mann und 115 Pferde), nach Gundelfingen[60] und Höchstädt[61] je eine halbe Kompagnie und ebensoviel ins Landgericht Höchstädt und Pflegamt Tapfheim.[62] Ende Dezember trafen die Truppen ein; die Versorgungsbezüge wurden aber schon vom 15. Dezember an gerechnet. Lauingen musste für die Mannschaft monatlich 1774 fl. und für Futter 215 fl. aufbringen. Die Stadt richtete deshalb am 19. Dezember an den Herzog Wolfgang Wilhelm ein wehmütiges Schreiben mit dem Bemerken, dass es mit der Bürgerschaft wegen der grossen Lasten »ad extremum« gehe, aber es kam keine Hilfe. (Auch die Dörfer hatten Einquartierung. Beide Riedhausen erhielten 3 Reiter und 1 Marketender, obwohl in beiden Ortschaften nur mehr 18 Personen vorhanden und die Häuser bis auf den Grund verwüstet waren)“.[63]

Das „Theatrum Europaeum“ schreibt zu den Vorgängen 1641: „Von Effurt aus gieng derselbe [Banér; BW] mit theils seines Volcks vollends durch Thüringen / durch das Voigtland und Culmbachische. Als nun die beyde Chur-Bäyr. Obr. Truckmüller und Kolb solches verrmercket / inmassen Truckmüllers Leib-Compagnie / und stab / im Neuenmarck[64] / deß Kolben Cürassier aber in Pfalz-Neuburgischem Gebiet gelegen / haben sie neben dem Herrn [Caspar von; BW] Mercy sich nach Amberg verfüget / und auff allen Fall Anordnung gethan / vom Poyischen [Soye; BW] und Goldischen / im Winterquartieren allbereit außgetheilt gelegenen Regimentern / das Volck etwas enger zusammen gezogen / Neuenmarck / Amberg und die Stadt Weyden besser / und dabenebens auch etliche dort herum ligende Berg-Häuser in etwas besetzet / die zu Weyden noch gestandene Vorstadt / Mauren / Rundelen und Städel / darauff deß Obristen Truckmüllers Rittmeister einen / mit hundert Pferden auff die Schwedischen zu recognosciren commandiret / die also bald 30. Schwedischer Pferd mit Ordinantz von ihrem Herrn Generaln / an den Herrn Majorn Wittenberg angetroffen / dieselbe biß auff 4. nider gemacht / und diese mit sich nach Eschenbach[65] / guter 3. Meilen von der Weyden /geführet / daselbsten aber noch selbige Nacht diese hundert Pferd von 200. Schwedischen überfallen / die meisten hingegen nieder gemacht / und der Rittmeister gefangen worden“.[66]

Im „Theatrum Europaeum“ heißt es dazu: „Es lage in Vilßeck[67] / bey dritthalb Meylen von Eschenbach / in 150. Mußquetirer / die verliessen nach vernommenen diesem Einfall daß Städtlein / und retirirten sich nach Hahnbach[68] / eine Meile abwart der Vilß darvon gelegen : daselbsten sich auch beyde Herrn Obriste Truckmüller und Kolb mit etlichen Compagnien commandiret befunden.

Der von Königsmarck führete die Schwedische Avantguarde, kam in Vilßeck / verkundschafftet die Bäyr. in Hambach / und überfiele sie den 3. 13. Januarii nach Mitternacht / sie musten sich ins Feld herauß begeben / das Städtlein geriethe darüber in Brand / der Bäyr. wurden viel erleget / viel und zwar die meisten zu Roß und Fuß gefangen / und beyde Obriste biß an die Stadt Amberg / zwey Meilen von Hambach unter die Mußqueten verfolget / daß Obr. Kolben Obr. Wachtmeister blieb todt / 1. Rittmeister / 2. Lieutenant / und 3. Cornetten wurden mit gefangen / und wendete sich Königsmarck mit dieser Beute wider zurück nach Vilßeck / berichtete seinem Herrn Generalen von dannen auß dem Verlauf / mit Andeutung / daß [Caspar von; BW] Mercy zu Amberg sey / wolle die Bäyr. Armada diß Orts samblen / von deren 4. Regiment zu Roß bey Amberg ankommen / so sich auff empfangene Allarme hinter die Stadt gestellet haben / darum Ih. Excell. wann sie mit völliger bey sich habender Reuterey fortgehen / die meiste Bäyr. Regimenter in ihre Hände kriegen würden : Seye demnach fernere Ordinantz nach Vilßeck gewärtig / und habe für dißmal / alldieweiln seine Reuterey sehr müde / auch mit vielen Pferden behencket gewesen / ein mehrers nicht wagen dörffen.

Es lagen zwey und eine halbe Compagnie Fuß-Volck Poyischen Regiments / in Sulzbach[69] / eine starcke Meile von Amberg / die reterirten sich eben so wol dahin / und wurden nach Neumarck / 5. Meilen von Amberg / sampt übriger Kolbischer Reuterey geleget“.[70]

Burglengenfeld[71] war Anfang 1641 noch von Reitern Kolbs besetzt, die sich beim Anmarsch der Schweden zurückzogen.[72] „Die kleineren Ortschaften wurden durch die Plünderungen der 2 Rgt. z. Pf. Kolb und Druckmüller, deren Reiter das Land oft in Horden von 300-400 Mann durchstreiften, in Schrecken gesetzt“.[73]

In Vilseck standen im Januar 1641 150 kaiserliche Musketiere, die sich auf die Nachricht von Banérs Eintreffen in Auerbach[74] nach Hahnbach zurückzogen, wo 250 Mann der beiden bayerischen Reiter-Regimenter Kolb und Druckmüller lagen. Kolb wollte mit diesem am 13.1. morgens abreiten, wurde jedoch beim Abmarsch von Königsmarck, der mit sechs Reiterregimentern von Vilseck gekommen war, überfallen, südlich von Hahnbach geschlagen und bis nach Amberg verfolgt. Da südlich von Amberg vier bayerische Regimenter – nach einem schwedischen Bericht, tatsächlich befanden sich jedoch die Rekruten von zwei Regimentern darunter – eine Aufnahmestellung bezogen hatten, die Pferde der Schweden durch Gewaltritte stark ermüdet und auch durch angebundene Beutepferde in der Bewegung stark eingeschränkt waren, nahm die Verfolgung hier ein Ende. Die Schweden plünderten den Drahthammer und die Neumühle und gingen dann auf Vilseck zurück, wobei sie Hahnbach anzündeten. Die auf Amberg zurück geworfene Besatzung von Hahnbach zog größtenteils zu Fuß nach Schwandorf ab.[75]

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet über diese Vorgänge: „Der Obrist Schlange lag / wie schon obgemelds / mit seinem Regiment und Volck voran / zu Schwandorff[76] / hatte darvon bey 40. Dragoner im Schloß Burglengenfeld[77] / und mag darvon desselben in der verbrandten Stadt auch etwas herunter gelegen haben / inmassen seine Partheyen von darauß nach Regenspurg[78] / so nur vier kleine Meylen darvon gelegen / wo nicht auch auß dem Regenstauffischen[79] / so halber Weg ist / fast täglich gegangen / die andere Obriste / als Heukhing und Herr Kintzky lagen in Nabburg[80] / und ihres Volcks auch theils an der Vilß zu Vilßeck und Auerbach[81] / so als der weiteste Weg auff sieben guter Meilen von Schwandorff / Nabburg aber nur zwey kleiner darvon ist / ligend hatten / desto bessern Auffenthalt zu haben.

Als nun obenerwehnte drey Brücken[82] / in Eyl darüber zu kommen / fertig und zu vorderst alles Käis. und Bäyr. Fuß-Volck / sampt der Artigleria bey Kelheimb[83] in der Still gesamlet und vorhanden gewesen / wurde die Marche mit völliger Käiserl. und Bäyr. Armada / die man auff 20000. starck geschätzet / Sambstags den 6. 16. Martii von Phöringen[84] an der Donau / eine Meyle oberhalb von Neustatt[85] mit starcker Reuterey und wenigem Fuß-Volck / so Herr General Piccolomini und Mercy im Vorzug geführet / und den Nachzug deß Herrn Ertz-Hertzogen Hochfürstl. Durchl. überlassen / so mit übriger Cavallerie angefangen / und theils fuß-Volck / Sonntags den 7. 17. diß gefolget / darauff Montags das Bagagy in Convoy der 10. dabey gelassenen Regimentern / und Dienstags den 9. 19. diß die Artiglioria in Begleitung deß de Suys Regiment fortgangen : welcher gantzer Zug den Weg bey der Stadt am Hof[86] vorbey / theils auff die lincke Hand nach Burglengenfeld / theils zur Rechten über die Regenbrücke bey Weix[87] gerad gegen Wald-Neuburg[88] / da der Schwedische Obriste von Bürckenfeld [Berkefeld; BW] gelegen / zugenommen / deß Fürhabens / dem Schlangen / daß er zu seinem Herrn Generalen nach Chamb[89] nicht mehr kommen sollte / den Weg zu vorderst abzuschneiden.

Es hatte aber der Obriste Schlang dessen zuvorhero schon etwas Nachricht / so er den genenneten beyden Obristen mitgetheilet / sie auch / daß er und sie / die unter seiner Conduite waren / Ordre habe sich nach Chamb zu retiriren / wissen liesse / die dann ihren nächsten Weg dahin / auf Wald Neuburg / so von Nabburg nur drey Meylen entlegen / zu nehmen gehabt.

Als nun der Käiserl. und Bäyr. starcke Vortrab sich Burglengenfeld unversehens / und zwar Sonntags den 7. 17. Martii bemächtiget hatte / welches der Obriste Schlang / in den ersten zweyen Stunden zu Schwandorff wissen konnte / verließ er seinen Befelch gemäß / Schwandorff / avisirte es beyde Obristen zu Nabburg dessen / und kam er Sonntags den 7. 17. dieses / deß Nachts um 3. Uhren nach Wald-Neuburg / kleiner dritthalb Meylen von Schwandorff / vermeynend der andern zweyen daselbsten zu erwarten / alsdann solches billich / weilen sie unter seiner Conduite gewesen / also seyn sollen. Es hatten aber diese beyde Volck / so zu Vilßeck und Auerbach gelegen / nicht dahinden lassen wollen / welches die Hinderungs-Ursach gewesen / daß sie mit einander im Wald-Neuburg hald hernach ertappet worden. Dann ob sie wol um den 9. 19. Martii daselbsten ankommen / haben sich doch die Käyserl. und Bäyr. schon so starck mit ihrem Vortrag diß Orts befunden / daß ihnen Schlang und Bürckenfeld entgegen ziehen / und sie sich gesampter Hand durch und in Neuburg schlagen müssen : darauff man sie plötzlich eingeschlossen / und ihnen weder Tag noch Nacht Ruhe gelassen / biß sie sich zu rantzioniren versprochen / sonst haben sie vermeynet biß auff den Tod sich zu wehren / und nicht nachzulassen / unangesehen ihre letzte Wehr nur mit Steinen gewesen.

In specie, so viel uns möglich / hiervon zu melden / seyn die Käiserl. und Bäyerischen so starck fortgeruc-ket / daß sie den 9. 19. Martii nicht nur allein mit den Schlangischen deß Tags gefochten / sondern auch sie in Wald-Neuburg noch selbigen Tags eingesperret / und umzingelt / die Nacht noch das Geschütz darvor gebracht / und den 10. 20. diß den Ort beschossen / der Schlang aber die Bresse deß Nachts etwas wieder verbauet / das den Tag über beschehene Stürmen abgeschlagen / dardurch die Käiserl. und Bäyrischen von 5. à 600. erleget und beschädiget / unter denen ein Obrister-Lieutenant und etliche andere Officirer geblieben / und der Obriste Herr von Bemmelberg gefährlich verwundet worden / daran er nachmals gestorben : und haben sich die in Neuburg den 11. 21. dieses mit Steinen noch etwas gewehret / doch selbigen Tags mit Vorbehalt der Rantzion auff Discretion ergeben.

Haben demnach diese ergebene alsbalden herauß lieffern müssen / 1500 gerüster Pferd / nach welchen sich die Personen gefangen gestellet / nehmlich vier Obriste : als

Schlang / Schwedischer Leibguardien Commendant.

Jobst Rudolf von Bürckenfeld / sampt seiner Frauen und Kindern.

Wilhelm Heukhing.

Janißlaus Kinßky.

4. Obriste Lieutenant.

3. Obr. Wachtmeister.

23. Rittmeister / worunter Marggraff Cal Magn. von Baden Durlach.

3. Capitän Lieutenant.

23. Lieutenant.

26. Cornet.

3. Regiments Quartiermeister oder Corporalen.

16. Compagnien Quartiermeister.

2. Capitäin zu Fuß.

2. Lieutenant zu Fuß.

26. Standarten.

200. Soldaten zu Fuß.

1800. Montirte Reuter.

400. Dienst und andere Pferd.

500. Roß-Jungen und Knecht / etc.

Welche alle noch selbigen Tag auff Regenspurg fortgeschicket / und über die Steinerne Brücken eingebracht / die vornehmste Officirer / in die Landshüter Herberg / zum Pfauen / und schwarzen Adler eingewissen / die andere zurück herüber nach dem Hoff und Weichs / ins Bäyrische kleine Schlößlein einquartiret / alle Wehrloß gemachet / und fürters daselbsten verwachet worden seyn / von welchen die jenigen / so vor diesem in Käiserl. und Bäyr. Diensten gewesen / sich zu denselben zeitlich wiederum eingestellet / und die vornehmste Officirer / daß sie Wehrloß mit ihrer Wacht in die Kirchen / und / anderswohin nach ihrem Belieben gehen mögen zur Gnad empfangen.

So viel nun auß unterschiedlichen guten Berichten. Es ist uns aber auch über alles dieses eine Delineation deß Orts / sampt etwas mehrern Particularitäten von der Eroberung / durch Beförderung deß Käiserl. Ingeniero Herrn Carolo Cappi, zuhanden kommen / so von obigem nicht sehr discrepirt / darum wir beydes das darüber gefertigte Kupfferstück / und was er zugleich davon berichtet / sampt der darinnen gesetzten Ziffern bedeutung / anhero beyfügen lassen / also lautend:

Als die Käiserliche und Bäyerische armada den 6. 16. Martii von Föringen auffgebrochen / den 7. 17. desselben / über die Nab bey Riglingen / vermittelst einer in sechs Stunden gemachter Schiff-Brücken gegangen / haben noch selbigen Abend Herr Feld-Marschall Piccolomini / und der Bäyrische General Feld-Zeugmeister Herr Franciscus Mercy, mit sechs hundert Pferden / und zwölff hundert commandirten Mußquetirern den Vorzug genommen / und Ihrer Hochfürstl. Durchl. mit übriger Armada den Nachzug gelassen. Den dritten Tag hernach / als den 8. 18. Martii / hat die Avantgarde besagter Trouppen / geführet der General-Wachtmeister Herr Caspar Mercy / den Obristen Schlangen mit dreyen Regimentern zu Roß nahend bey Neuburg an der Schwarzach angetroffen / welcher / als er die Käiserl. Trouppen gesehen / sich in diese Stadt begeben / in deren er von den Käiserlichen umringet worden. Als Ihre Hochfürstl. Durchl. dessen erinnert / und dieselbige mit dem Nachzug / und folgender Armada schon zu Neukirchen[90] ankommen waren / und deren Herr Feld-Marschalck Piccolomini diß Orts erwartet / seynd sie mit mit der Infanteria und Canonen / den 9. 19. Abends für die Stadt geruckt / daselbsten ihre Hochfürstl. Durchl. dem Conte de Suys, General Feld-Zeugmeister Ordnung gegeben / die Artigleria zu plantiren / auff dem Posto mit A. bezeichnet / von dannen man den 10. 20. diß angefangen / die Mauer / an dem Ort / da sie schon vor diesem angegriffen / und mit Holz widerum verwahret war / zu beschiessen. Als man nun innerhalb vier Stunden ein ziemliches daran niedergeworffen / und doch die in der Stadt mit Erden / und allerlei anderer Matery daran wiederum erbauet gehabt / sind etliche Soldaten commandiret worden / die Bresse zu recognosciren / und sich daran / wo möglich zu logiren. Inzwischen aber wurde ein Hauß mit B. bezeichnet / angesteckt / welches die Käiserliche Soldaten beschädigte / es gieng auch folgende Nacht in der Bresse mit C. bezeichnet / ein Feuer auff / so in einem Keller oder Gewölb unter der Bresse sich gezogen / die Bresse aber mit Holz bedecket / und die Mauer darvon eingefallen war / deßwegen man die Canonen an andere Ort gestellet / mit D. bezeichnet / und angehenden Morgens den 11. 21. Martii den Thurn mit E. gezeichnet angegriffen / durch welchen die Käiserliche Soldaten in die Stadt kommen / und auff die Schwedische getroffen / welche als sie alle Bereitschafft zum Sturm gesehen / sich auff Ertzhertzogliche Clementz ergeben / und seyn denselben Tag noch außgezogen der Obriste Schlang / Bürckenfeld / Hekhin / Kintzky / und Herr Marggraff von Durlach / mit 2000. Pferden / 250. Fußknechten / 26. Reuter-Fahnen / unter denen General Banners Leib-Fahnen gewesen / dabeynebens auch drey Carrozzen mit Frauenzimmer und gefangener Officirer Weiber / die alle der Käiserl. Majest. nach Regenspurg zugeführet worden.

Infanteria.

1. Regiment di Caretto

2. Reg. Suys

3. Reg. Savelli.

4. Reg. Happach und Günther.

5. Reg. Haßlang.

6. Reg. Mercy.

7. Reg. Honolstein.

Cavalleria

8. Regiment Gayling.

9. Reg. di Vera.

10. Reg. Rodoan.

11. Reg. Gonzaga.

12. Reg. Nicolas.

13. Reg. Spiegel.

14. Reg. Ester.

15. Reg. Briganza.

16. Das alte Regiment Piccolomini.

17. Ihrer Hochfürstl. Durchl. Guardia.

18. 700. Cavalli so von dem Obristen Kolben und Sporcken commandirt worden.

19. Die Käiserlichen Mußquetirer“.[91]

„Die in Lauingen[92] liegende Abteilung des Kolb’schen Regimentes erhielt erst am 4. März [1641; BW] den Befehl, zur Armee zu stossen. Die Stadt gewann dabei nicht viel, denn sie musste nach wie vor monatlich 1831 fl. und 100 Malter Haber nebst anderem Futter zum Unterhalte der Kompagnie leisten. Ein »qualificierter« Offizier (der sich übrigens in seinen Briefen an den Rat einer sehr höflichen Sprechweise bediente), wurde zur Eintreibung dieser Contribution zurückgelassen“.[93] Der Chronist Leopold erinnert sich an den April 1641: „Den 10. dito ist der Oberst Kolb mit seinem Regiment zu Roß zu Erckendorf auf[ge]brochen und [hat] selbe Nacht zu Arzberg[94] logieret“.[95]

Am 11.2.1642 kam Kolb mit seinem Kürassierregiment nach Cham und Umgebung.[96]

Die Pfarrchronik von Großgründlach[97] (bei Nürnberg[98]) erwähnt das Regiment unter dem 12.2.1642: „Anno 1642 ist das Kriegsvolk in die Winterquartier gezogen, und am Lichtmestag allhier ankommen und über Nacht gelegen. Do ist durch Verwahrlosung der Jungen des Obristen Kolben, der denn den andern Tag in das Ei[ch]stättische gezogen, das Obdach an der Werkstätt, Stuben und Kühstall abgebrannt“.[99]

Im August 1642 übernahm der aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrte Johann von Werth im Lager von Zons[100] das Kommando über Kolbs Regiment.[101]

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet: „Dieser Tagen [Ende Juli 1643; BW]  sind die Weymarischen von Engen[102] / gegen Vberlingen[103] / vffgebrochen / haben hernach Marcksdorff[104] / Buchhorn[105] / vnd viel andere Oerter / biß ein halbe Meil von Lindaw[106] / außgeplündert : Auch mit 2000. Pferdten Ravenspurg[107] überrumpeln wollen / denen aber der General-Wachtmeister Mercy / die Obristen Kolb / vnd Lapier / mit 3000. Curassier / fürgebogen : solche zertrennt / in 500. Pferdt samt einem Obristen-Lieutenant / vnd zween Rittmeister niedergemacht / auch andere 25. Officirer / vnd viel andere Knechte / gefangen einbracht“.[108]

Kolb nahm am 24.11.1643 an der Schlacht bei Tuttlingen[109] gegen die Franzosen teil.

„Auf der Gegenseite war man nicht müßig gewesen. Feldmarschall [Franz von; BW] Mercy hatte sich am 14. November bei Malmsheim[110] mit den Truppen des Herzogs Karl von Lothringen vereinigt, hatte zu Balingen[111] mit dem Herzog, Jan von Werth und Feldmarschall Graf Hatzfeldt – ‚welcher in Person vor Ankunft seiner unterhabenden Kayserlichen Völcker herbey kommen‘ – Kriegsrat gehalten, und man war übereingekommen, die Franzosen entweder zur offenen Schlacht zu zwingen oder sie in ihren Quartieren zu überraschen. Bei der lothringischen Armee befanden sich sechs kaiserliche Reiterregimenter unter dem Befehl des Generalwachtmeisters Zahradecky [Zahradetzky, BW], die vom Rheine[112] herangerückt waren. Hatzfeldts Armeeabteilung war im Anmarsch. Auf Kundschaftermeldungen, daß der Feind unter Zurücklassung einer starken Besatzung im eroberten Rottweil[113] mit der Armee auf Tuttlingen ziehe, marschierten die bayerisch-lothringischen Streitkräfte über Straßberg[114] nach Sigmaringen,[115] wo sie am 23. November anlangten.

Ohne Ahnung von der Nähe ihrer Gegner hatten die Franzosen, deren Oberkommando der Generalleutnant Graf Rantzau übernommen hatte, ihre Winterquartiere bezogen. Rantzau besaß weder das militärische Genie noch die moralische Autorität Guébriants; er war ein Prahler, dem die weimarischen Regimenter nur ungern folgten. Taupadel war krank in Rottweil geblieben. Er hätte sich wohl kaum so leicht überraschen lassen, wie der Holsteiner Graf, der mit der Generalität, der sämtlichen Artillerie und dem Regiment der Königin in Tuttlingen Unterkunft bezog. Sieben französische Fußregimenter nahmen Quartier in Möhringen;[116] Generalmajor Rosen lagerte sich mit der deutschen Reiterei im Städtchen Mühlheim an der Donau[117] ein. Die notwendige Feindaufklärung [für die Rosen verantwortlich gewesen wäre; BW] wurde versäumt, in tiefer Sicherheit überließ sich die ganze Armee der Ruhe, ohne Kunde vom Gegner, welchen der Fluß und undurchdringliche Wälder von ihr trennten.

Als ausgesandte Kavalleriepatrouillen meldeten, daß die Franzosen um Tuttlingen lägen und vom Anmarsch der Armee keinerlei Ahnung hätten, faßten die Generäle den Entschluß, unverweilt den Feind zu überfallen. Ihr Heer setzte in aller Stille über die Donau und zog auf Meßkirch,[118] während die Bagage nach Riedlingen[119] zurückgeschafft wurde. Die Nacht über standen die Verbündeten ohne Feuer in Schlachtordnung bei Meßkirch, indem sie ‚zu solchem End Tag und Nacht marschirt‘. Gefangene bestätigten die Sorglosigkeit des Feindes. Ohne Trompetenschall und Trommelschlag rückten die Truppen durch die Wälder. Jan von Werth führte als General der Kavallerie und ‚Meister im Aufschlagen der Quartiere‘ die Avantgarde, die aus 1000 kommandierten Reitern, den Dragonern des bewährten Obristen [Caspar von; BW] Wolff und 600 Musketieren bestand, die der bayerische Obrist Johann Ulrich Gold befehligte. Enge Waldwege behinderten den Vormarsch; man mußte beim Dorfe Neuhausen ob Eck,[120] nur eine Stunde von Tuttlingen entfernt, verhalten, bis das Gros mit der Artillerie nachkam, in steter Sorge, ob nicht Wachen Rosens, der ganz in der Nähe in Mühlheim lagerte, Alarm schlagen würden. Erst gegen 3 Uhr nachmittags stand Jan von Werth mit der Vorhut vor Tuttlingen, ohne daß der Gegner bisher etwas bemerkt hätte, ‚welches am mehristen zu verwundern, weil gleichwohl der Pferde Geschrey, der Stimmen Getöß einen nicht geringen Laut und Getümmel verursacht‘. Aber zum Glück begann es zu schneien, dichte Flocken verwehrten die Sicht, und die Luft wurde ‚dick und dunkel‘.

Die Artillerie der Franzosen war einen Flintenschuß entfernt von der Stadt auf einem Kirchhof aufgefahren, nur von einer geringen Wache beschirmt. Mercy versprach dem Obristen Wolff tausend Dukaten, wenn er sich der Geschütze bemächtige,[121] und Wolffs Dragoner, unterstützt durch Reiter des kaiserlichen Obristen Epp [Wilhelm von Epp; BW], hieben die Bedeckung nieder und besetzten den Friedhof. Einige Schüsse mit den umgedrehten Kanonen auf das Städtchen taten den Überfallenen die Gefahr kund und riefen unbeschreibliche Verwirrung hervor. Tuttlingen war ganz von der Reiterei eingeschlossen, die Franzosen sahen ihre Kanonen und Pulverwagen im Besitz eines wie aus der Erde gestiegenen Feindes, jeder Ausgang war versperrt, jede Verbindung mit den benachbarten Dörfern abgeschnitten. Das feste Schloß Homburg[122] wurde durch Golds Musketiere erstiegen, die gesamte bayerisch-kaiserliche Armee nahm ’solche Postur, daß denen in der Stadt ohne hazard kein Entsatz zukommen‘ konnte. Bei Anbruch der Nacht zeigte sich zwar Generalmajor Rosen mit der weimarischen Kavallerie ‚unterhalb Tuttlingen im Felde‘; als er aber die gegnerische Schlachtordnung erblickte, kehrte er um und jagte mit verhängtem Zügel davon, verfolgt durch den Generalwachtmeister Caspar von Mercy, der mit seinem Regiment das französische Fußvolk aus Mühlheim zerschlug. Werth dagegen rückte mit 2000 Pferden nach Möhringen, wo der Hauptteil der französischen Infanterie einquartiert lag. Die dortige Reiterei ergriff die Flucht; doch wurden im Nachhauen viele Franzosen gefangen oder niedergeritten. Das Regiment Mazarin, eine Truppe, die zum Teil aus kriegsgefangenen Spaniern gebildet worden war und heftigen Widerstand leistete, wurde fast gänzlich vernichtet. Das französische Fußvolk verweigerte zunächst die Übergabe und wurde durch die Kürassierregimenter Kolb und La Pierre sowie das kaiserliche Regiment Epp zu Pferde die Nacht hindurch eingeschlossen gehalten. Werth und Graf Hatzfeldt, der ihm nach Möhringen gefolgt war, ritten nach Tuttlingen zurück, während Caspar von Mercy das Kommando vor Möhringen übernahm und der Obrist von Sporck mit 1000 Reitern zu Rosens Verfolgung ausgesandt wurde.

Am Vormittag des 25. November 1643 ergaben sich nach angstvoller Nacht alle französischen Generale in Tuttlingen, samt zwei Regimentern zu Fuß, ihrer berittenen Leibgarde und allen Artilleriebedienungen auf Gnade und Ungnade; die sieben Regimenter in Möhringen folgten ihrem Beispiel. Sporck kehrte von der Verfolgung der flüchtigen Kavallerie mit acht erbeuteten Standarten, dem gefangenen Obristen Chambre und mehreren Offizieren zurück; Rosen hatte sich nach Rottweil gerettet, verweilte dort aber nicht lange, sondern nahm Guébriants Leiche, den kranken Taupadel und Guébriants Leibregiment mit sich und wandte sich durch den Schwarzwald gegen Freiburg,[123] nachdem er die Besatzung von Rottweil auf sechs Regimenter, über 2000 Mann, verstärkt hatte. Viele Gefangene wurden durch die Garnisonen von Sigmaringen, Pfullendorf,[124] Meßkirch und Villingen[125] eingebracht, das ganze Franzosenheer befand sich in völliger Auflösung.

Die ganze Bedeutung des Sieges, die geringe Anzahl der entkommenen Feinde – nicht über 4500 Mann – und die fast gänzliche Vernichtung des Fußvolkes, stellte sich, wie Mercy dem Kurfürsten am 26. Dezember berichtete, erst nach und nach heraus. Einen glänzenderen Sieg hatte das bayerische Heer seit Tillys Zeiten nicht erfochten: 261 Offiziere, gegen 7000 Mann waren in den Händen der Sieger. ‚Angehend die Beuten, hat man einen Monatssold an barem Gelde, für mehr als 100000 Kronen Silbergeschirr, über die Maßen stattliche Rosse, köstliche Kleinodien, prächtige Kleidungen und dergleichen bekommen‘. 560 Artilleriepferde und 24 Maulesel wurden erbeutet, über 50 Feldzeichen nach München und Wien gesandt. Empfindliche Einbuße erlitt Frankreich durch die Gefangennahme fast aller Führer der Armee; neben dem Generalleutnant Graf Rantzau hatten sich die Generäle Louis de la Trémouille, Marquis de Noirmoutier, der Comte de Maugiron, der Baron de Sirot und der Marquis de Montausier – sämtlich im Rang eines Maréchal-de-Camp – ; ferner die Obristen Ehm, Schönbeck, Kluge, Kohlhaas, Nothafft, Tiffel und de Folleville ergeben müssen. Das war das größte Quartier, welches Jan von Werth unter den vielen jemals ‚aufgeschlagen‘; hatten gleichwohl auch die anderen Feldherren rühmlichen Anteil am Erfolge, so war er es doch gewesen, welcher die Vorhut mit solcher Kühnheit und Klugheit zuerst vor das Städtchen geführt; Kurfürst Maximilian sandte ihm am 30. November ein Lobschreiben.

Vergebens bemühte sich Mazarin, die Bedeutung der französischen Niederlage zu verkleinern, indem er seinen Gesandten beim Friedenskongreß in Münster[126] schrieb, vier Kompanien der Garde und ein Fußregiment seien vernichtet, der Rest der Armee sei in zwei Korps unter Rosen und Taupadel auf dem Rückzug begriffen. In Wirklichkeit war nur ein Teil der weimarschen Kavallerie dem Zusammenbruch entkommen und fand bei Erlach, dem Gouverneur von Breisach,[127] ein Asyl. Hugo Grotius meldete nach Schweden, die französischen Generäle hätten beim Kartenspiel gesessen, anstatt sich vor dem Überfall in Acht zu nehmen“.[128]

„Im Frühjahr [1644; BW] garnisonierten in der Oberpfalz 6 Komp. z. Pf. der Rgt. Mercy und Kolb, die am 22. April nach Passau verlegt wurden, da in der Oberpfalz alles aufgezehrt war“.[129] Am 17.4.1644 schrieb der kaiserliche Kommandierende Gallas an Bruay: Königsmarck rücke mit allen Streitkräften vor und wolle laut Berichten von Hatzfeldt Zeitz[130] und Pegau[131] belagern. Hans Abraham von Gersdorff habe ebenfalls Berichte über Bewegungen der Schweden bei Leipzig. Die Kaiserlichen müssten sich unbedingt mit dem Kurfürsten von Sachsen vereinigen. Er selbst habe die Regimenter Sporck und Kolb als Verstärkung angefordert, doch dann erfahren, dass Maximilian I. von Bayern sie bereits an Hatzfeldt abkommandiert habe.[132]

In der Schlacht von Jankau[133] (6.3.1645) hatte Kolb der Gefangennahme gerade noch entkommen können.

Das Regiment Alt-Kolb hatte auch an der Schlacht bei Bad Mergentheim (Herbsthausen)[134] teilgenommen.

An der Werth’schen Revolte im Sommer 1647 scheint Kolb dagegen aber nicht beteiligt gewesen zu sein: „Der erste Regimentskommandeur, der sich für Maximilian erklärte, war der Obrist Hans Jakob Kolb von Reindorf, der nach Aufklärung über Werths Absichten abschwenkte und nach Landshut zog“.[136]

„Die Zahl der unter Werths Kommando über die Donau rückenden bayerischen Regimenter belief sich auf zwölf, je zur Hälfte Kavallerie und Fußvolk. Es waren die Kürassierregimenter Gayling, La Pierre und Fleckenstein, die Arkebusiere Werth, Sporck und Walpott von Bassenheim sowie die Infanterieregimenter Holtz, Marimont, Reuschenberg, Cobb, Jung-Mercy [Heinrich von Mercy; BW] und Winterscheid. Obwohl Werth gute Disziplin zu halten suchte, ging der Marsch nicht ohne Ausschreitungen ab. Weil wegen des Waffenstillstands die Bagagepferde vermindert worden waren, mußten zur Fortschaffung des Trosses Pferde requiriert werden. Da für die Truppen keinerlei Zufuhr organisiert war – die kurfürstlichen Beamten widersetzten sich oder hatten keine Anweisung – , waren die Regimenter genötigt, sich Lebens- und Futtermittel aus den durchzogenen Gegenden selbst zu besorgen. In einzelnen Fällen wurden Beamte mißhandelt, die ihren Exzessen zu wehren suchten. Die mit Werth einverstandenen Offiziere suchten jede Verbindung ihrer Truppen mit kurfürstlichen Boten und unterrichteten Beamten möglichst zu verhindern, keiner traute dem anderen; einzelne Werth verdächtige Obristen, wie etwa Marimont wurden streng überwacht. Marimont, der insgeheim kurfürstliche Schreiben erhalten hatte, die ihn über Werths Abfall aufklärten, schrieb, er würde durch die Zustellung der Patente an seine Kameraden sein Leben riskieren, da er wie ein Gefangener gehalten werde. Trotzdem gelang es der Entschlossenheit des Werth nachgeschickten Kommissars Franz Niclas von Königsfeld, nach Vilshofen zu kommen und sich mit Holtz, Gayling und Marimont in Verbindung zu setzen. Der Generalwachtmeister Andreas Kolb von Reindorf war inzwischen dem Beispiel seines Sohnes gefolgt und führte sein Regiment nicht in Werths Lager, sondern nach Cham und weiter auf Amberg, nachdem er Druckmüller von seiner bevorstehenden Ankunft unterrichtet hatte“.[137] „Am 6. Juli überbrachte 1 Offizier einen Johann von Werth[s] an den in Cham stehenden Generalwachtmeister Andreas Kolb von Raindorf. Werth forderte darin zum Übertritt in die Dienste des Kaisers auf. Kolb ließ den Offizier sofort verhaften und traf die notwendigen Gegenmaßnahmen, scheint aber so nahe an der böhmischen Grenze seiner Sache doch nicht sicher gewesen zu sein, da er nach einem Bericht Schäffers ‚mit seinem Rgt. zu Druckmüller retirirte‘ „.[138]

„Auf den vom Kaiser selbst aus Strakonitz[139] unter dem 8. Juli an den Generalwachtmeister Kolb gerichteten Befehl, zu ihm zu stoßen, antwortete dieser, er wolle dem Kaiser nicht verhehlen, daß, als er vor 25 Jahren zu Tauß seine ihm noch jetzt unterstellte Kompagnie, in der er vom gemeinen Reiter an der Reihe nach alle Chargen bekleidet, neben den vier anderen neu geworbenen Kompagnien aufgerichtet und gemustert, diese fünf Kompagnien damals allein dem Kurfürsten von Baiern gehuldigt haben, u n d  d a ß  i h m  a u c h  s e i t h e r  k e i n e  a n d e r e  P f l i c h t  z u g e m u t e t  w o r d e n  s e i. Es gebühre ihm also diese Pflicht nicht außer Acht zu lassen“.[140] Kolb führte in dieser Zeit 855 (917) Mann.[141]

„Bei den in der Oberpfalz liegenden Rgt. scheint der Schritt Werths einige Verwirrung angerichtet zu haben, da ein Bericht des Magistrats Lauterhofen von der ‚Werthschen Confusion‘ spricht. Am 9. Juli lagerten die 3 Rgt. Kolb, Württemberg [Ulrich Hg v. Württemberg in Neuenburg] und Coselkhe [Rgt Wilhelm Coselky v. Herschowitz] sowie die 2 Rgt. zu Fuß Elter und Beltin um Amberg; sie marschierten am 10. gegen Neumarkt ab und am 13. zurück, dann von Amberg wieder in ihre alten Quartiere, aus denen sie vor dem 9. nach Amberg gekommen waren. Zweifellos steht dieses planlose Hin- und Hermarschieren im Zusammen- hang mit der Aufforderung Werths zum Übertritt in die kaiserlichen Dienste. Das Rgt. Jungkolb[142] scheint sich als nicht zuverlässig

erwiesen zu haben, da es aufgelöst und auf die anderen Rgt. verteilt wurde. Sein Oberst war jedenfalls daran nicht beteiligt, da er noch 1649 als Oberst in bayerischen Diensten stand. Nach Cham wurden außer dem Rgt. Altkolb noch 100 Musketiere gelegt, ferner wurden dort Schanzarbeiten ausgeführt, alles in der offenbaren Absicht, sich gegen ein Eindringen der Kaiserlichen aus Böhmen sicher zu stellen“.[143]

Einem Bericht aus Waldsassen zufolge (1647) soll Druckmüller einen Sohn Kolbs im Duell erschossen haben.[144]

Johann von Götz urteilte einmal über Kolb, dass er noch nie einen so tapferen und unverdrossenen Soldaten gesehen habe. Würde ihm im Rang einer vorgezogen werden und deswegen gehen, so würden auch die meisten Offiziere und Soldaten aus Anhänglichkeit mit ihm das Regiment verlassen und das Regiment dadurch scheitern.[145]

[1] Aus Reindorf bei Runding, heutiger LK Cham; GEGENFURTNER, Wiesent, S. 47.

[2] Neustadt a. d. Waldnaab [LK Neustadt a. d. Waldnaab];

[3] ASCHERL, Geschichte, S. 602.

[4] Dorsten [LK Recklinghausen]; HHSD III, S. 165f.

[5] FRITSCH, Tagbuch, S. 162f.

[6] Heideck [LK Roth]; HHSD VII, S. 276.

[7] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 177.

[8] Aschach, heute Ortsteil von Freudenberg [LK Amberg-Sulzbach].

[9] Lintach, heute Ortsteil von Freudenberg [LK Amberg-Sulzbach].

[10] Amberg; HHSD VII, S. 20ff.

[11] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 178.

[12] Schwandorf i. Bay. [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 684.

[13] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 181.

[14] Ensdorf [LK Amberg-Sulzbach].

[15] Thannheim: nicht identifiziert.

[16] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 183.

[17] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[18] Marktredwitz [LK Wunsiedel im Fichtelgebirge]; HHSD VII, S. 429f.

[19] Windischeschenbach [LK Neustadt/Waldnaab]; HHSD VII, S. 824.

[20] Hof; HHSD VII, S. 302f.

[21] Waldershof [LK Tirschenreuth].

[22] BRAUN, Marktredwitz, S. 101. Braun datiert nach dem a. St.

[23] Mühlhausen [Kr. Mühlhausen]; HHSD IX, S. 286ff.

[24] [Bad] Frankenhausen [Kr. Artern]; HHSD IX, S. 29ff.

[25] Schwarzburg [Kr. Rudolstadt]; HHSD IX, S. 395ff.; Rudolstadt [Kr. Rudolstadt]; HHSD IX, S. 360ff.

[26] Torgau [Kr. Torgau]; HHSD XI, S. 467ff.

[27] Tirschenreuth; HHSD VII, S. 747f.

[28] Ruppertsgrün, heute Ortsteil von Pöhl [LK Vogtlandkr.].

[29] Plauen [Vogtland]; HHSD VIII, S. 279ff.

[30] Bad Königswart [Lázně Kynžvart, Bez. Eger]; HHSBöhm, S. 20f.

[31] Weiden; HHSD VII, S. 794ff.

[32] Reichenbach; HHSD VIII, S. 298f.

[33] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[34] Neustadt (Kr. Sebnitz); HHSD VIII, S. 247f.

[35] SALIS-SOGLIO, Hans Wolf von Salis, S. 89ff.

[36] Plauen [Vogtland]; HHSD VIII, S. 279ff.

[37] SALIS-SOGLIO, Hans Wolf von Salis, S. 92.

[38] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 760.

[39] Marktleuthen [LK Wunsiedel im Fichtelgebirge].

[40] BRAUN, Marktredwitz, S. 104f.

[41] Bamberg; HHSD VII, S. 66ff.

[42] Freiberg; HHSD VIII, S. 99ff.

[43] Zwickau; HHSD VIII, 380ff.

[44] [Sankt] Joachimsthal; HHSBöhm, S. 540ff.

[45] Karlsbad [Karlovy Vary]; HHSBöhm, S. 249ff.

[46] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 784.

[47] Neustadt a. d. Waldnaab [LK Neustadt a. d. Waldnaab].

[48] ASCHERL, Geschichte, S. 602 (nach Statní oblastní archiv v Zámrsku/Zitonice, Lobkowitz Archiv Raudnitz, Neustädter Miszellen Nr. 4).

[49] Waldsassen [LK Tirschenreuth]; HHSD VII, S. 785ff.

[50] Siegritz, heute Ortsteil von Erbendorf [LK Tirschenreuth].

[51] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 186.

[52] Oberkotzau [LK Hof]; HHS VIII, S. 547.

[53] KLUGE, Hofer Chronik, S. 156f.

[54] Waldeck; HHSD IV, S. 444f.

[55] Hann. Münden; HHSD II, S. 333f.

[56] [Bad] Wildungen [Kr. Waldeck]; HHSD IV, S. 35ff.

[57] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1074; bzw. Nr. 1076.

[58] ASCHERL, Geschichte, S. 602.

[59] Lauingen (Donau) [LK Dillingen/Donau]; HHSD VII, S. 396f.

[60] Gundelfingen a. d. Donau [LK Dillingen/Donau]; HHSD VII, S. 257ff.

[61] Höchstädt a. d. Donau [LK Dillingen]; HHSD VII, S. 301f.

[62] Tapfheim [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 735.

[63] RÜCKERT, Lauingen II, S. 23.

[64] Neumarkt i. d. OPf.; HHSD VII, S. 505f.

[65] Eschenbach i. d. OPf. [LK Neustadt/Waldnaab], HHSD VII, S. 186.

[66] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 604f.

[67] Vilseck [LK Amberg]; HHSD VII, S. 771f.

[68] Hahnbach [LK Amberg-Sulzbach].

[69] Sulzbach-Rosenberg [LK Sulzbach-Rosenberg]; HHSD VII, S. 728ff.

[70] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 605.

[71] Burglengenfeld [LK Schwandorf]; HHSD VII, 117f.

[72] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 198.

[73] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 205.

[74] Auerbach i. OPf. [LK Amberg-Sulzbach]; HHSD VII, 41f.

[75] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S.189.

[76] Schwandorf i. Bay. [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 684.

[77] Burglengenfeld [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 117f.

[78] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.

[79] Regenstauf; unter Neuburg a. d. Donau, HHSD VII, S. 501.

[80] Nabburg [LK Nabburg]; HHSD VII, S. 491f.

[81] Auerbach [Vogtland]; HHSD VIII, S. 12f.

[82] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 607: „Käiserl. Majest. liesse die Stadt Regenspurg mit 2. Regimentern auff 800. Mann zu Fuß geschätzet / alsbalden stärcker besetzen / und die Herren Stände / wie bey obigem Reichstags-Verlauff befunden / zum verharren vermahnen : auch wurde Volck bey Kelheim zusammen geführet / dergleichen auch bey Ingolstatt. Herr General Piccolomini / und der von Geleen reyseten unterschiedlich hin und wieder / und gaben Ordre : auch waren sie und andere / zu forderst deß Herrn Ertz-Hertzogen Hochfürstl. Dl. bey Käiserl. Maj. zu Regenspurg / und wurde Kriegs-Rath gehalten : unter anderm 3. Brücken / eine bey Kelheim / über die alte Mühle / die andere bey Sintzing über die Laber / und die dritte bey Rigling und Ort über die Nab geschlagen / das zusammenziehende Volck in Eyl gegen dem Regen über zu bringen : es wurden auch etlich tausend auß Oesterreich herauff zu kommen erfordert / und nichts was zur Defension / und Resistentz nöthig war / unterlassen“.

[83] Kelheim [LK Kelheim]; HHSD VII, S. 349ff.

[84] Pförring [LK Eichstätt]; HHSD VII, S. 582f.

[85] Neustadt a. d. Donau [LK Kelheim]; HHSD VII, S. 513.

[86] Stadtamhoff [Stadt Regensburg]; HHSD VII, S. 708f.

[87] Weichs [LK Dachau]; HHSD VII, S. 793f.

[88] Neunburg vorm Wald [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 507f.

[89] Cham [LK Cham]; HHSD VII, S. 124ff.

[90] Neukirchen-Balbini [LK Schwandorf].

[91] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 607ff.

[92] Lauingen (Donau) [LK Dillingen/Donau]; HHSD VII, S. 396f.

[93] RÜCKERT, Lauingen II, S. 26.

[94] Arzberg [LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge]; HHSD VII, S. 31f.

[95] BRAUN, Marktredwitz, S. 148.

[96] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 213f.

[97] Großgründlach [Stadt Nürnberg]; HHSD VII, S. 250f.

[98] Nürnberg; HHSD VII, S. 530ff.

[99] GROßNER; HALLER, Zu kurzem Bericht, S. 69.

[100] Zons [LK Grevenbroich]; HHSD III, S. 811f.

[101] LAHRKAMP, Werth, S. 122.

[102] Engen [LK Konstanz]; HHSD VI, S. 181f.

[103] Überlingen [Bodenseekr.]; HHSD VI, S. 807f.

[104] Markdorf [Bodenseekr.]; HHSD VI, S. 511f.

[105] Buchhorn, unter Friedrichshafen [Bodenseekreis]; HHSD VI, S. 228f.

[106] Lindau (Bodensee); HHSD VII, S. 414ff.

[107] Ravensburg [LK Ravensburg]; HHSD VI, S. 644ff.

[108] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 106.

[109] Tuttlingen [LK Tuttlingen]; HHSD VI, S. 806f. Vgl. die bayerische „Relation über den Überfall von Tuttlingen und die Rückeroberung von Rottweil“ bei HEILMANN, Feldzüge, S. 61-73.

[110] Malmsheim [Renningen, Kr. Böblingen]; HHSD VI, S. 500f.

[111] Balingen [Zollernalbkr.]; HHSD VI, S. 61ff.

[112] Rheine [LK Steinfurt]; HHSD III, S. 637f.

[113] Rottweil [LK Rottweil]; HHSD VI, S. 676ff.

[114] Strassberg [Zollernalbkreis]; HHSD VI, S. 765f.

[115] Sigmaringen [LK Sigmaringen]; HHSD VI, S. 738ff.

[116] Möhringen [Tuttlingen, LK Tuttlingen]; HHSD VI, S. 531f.

[117] Mühlheim a. d. Donau [LK Tuttlingen]; HHSD VI, S. 537f.

[118] Meßkirch [LK Sigmaringen]; HHSD VI, S. 523ff.

[119] Riedlingen [LK Biberach]; HHSD VI, S. 661f.

[120] Neuhausen ob Eck [LK Tuttlingen], HHSD VI, S. 569.

[121] Der Kurfürst erlegte dier erforderliche Summe und erlaubte, dass Wolff nach Wien reiste, um der Majestät ‚die particularia zu referirn‘. LAHRKAMP, Werth, S. 137, Anm. 84.

[122] Gemeint ist hier die Honburg, unter Tuttlingen [LK Tuttlingen], HHSD VI, S. 806f. 1645 von Widerholt, dem Kommandanten des Hohentwiel, im Handstreich genommen und zerstört.

[123] Freiburg im Breisgau, HHSD VI, S. 215ff.

[124] Pfullendorf [LK Sigmaringen]; HHSD VI, S. 631.

[125] Villingen im Schwarzwald [Villingen-Schwenningen, Schwarzwald-Baar-Kr.]; HHSD VI, S. 834ff.

[126] Münster; HHSD III, S. 537ff.

[127] Breisach am Rhein [LK Breisgau-Hochschwarzwald]; HHSD VI, S. 110ff.

[128] LAHRKAMP, Werth, S. 136ff.

[129] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 221.

[130] Zeitz [Kr. Zeitz]; HHSD XI, S. 519ff.

[131] Pegau [Kr. Bornau]; HHSD VIII, S. 272ff.

[132] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 215.

[133] Jankau [Jankov, Bez. Beneschau]; HHSBöhm, S. 226.

[134] 5.6.1645: Die bayerische Armee unter Franz von Mercy und Johann von Werth schlug die französische Armee unter Marschall Turenne.

[135] –

[136] LAHRKAMP, Werth, S. 177.

[137] LAHRKAMP, Werth, S. 178.

[138] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 247.

[139] Strakonitz [Strakonice]; HHSBöhm, 587f.

[140] RIEZLER, Meuterei II, S. 229.

[141] Bayerisches Hauptstaatsarchiv Kurbayerisches Äußeres Archiv 2953, fol. 111-111′; fol. 85-86.

[142] Jung-Kolb, bayerisches Arkebusierregiment (im Juli 1647 813 Mann – Bayerisches Hauptstaatsarchiv Kurbayerisches Äußeres Archiv, fol. 111-111′; fol. 85-86 – , im Februar 1648 989 Mann – fol. 154 – geführt v. dem Obristen Hans Jakob Kolb v. Kager, dem Sohn des Andreas Kolb v. Reindorf; am 10.9.1650 abgedankt; HEILMANN, Kriegsgeschichte Bd. 2, S. 930. Nach RIEZLER, Meuterei II, S. 218, hatte er angeblich das Werth’sche Regiment erhalten.

[143] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 248.

[144] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 249.

[145] HEILMANN, Kriegsgeschichte Bd. 2, S. 1124; die Erwähnungen in BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, z. B. Nr. 1074, S. 370. Zur Familie Kolb LIEBERICH, Übersicht, S. 358; STAUDINGER, Geschichte, S. 7*f.; DAMBOER, Söldnerkapitalismus, S. 225; vgl. die Erwähnungen bei dem Weidener Bürgermeister Schabner; WAGNER; USCHOLD, S. 72f.

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