Hunolstein [Hundelstein, Hundtstein, Honolstein] zu Dürrkastel, Johann Wilhelm Freiherr Vogt von

Hunolstein [Hundelstein, Hundtstein, Honolstein] zu Dürkastel, Johann Wilhelm Freiherr Vogt von; Generalwachtmeister, Feldmarschallleutnant [24.4.1599 Dürkastel-29.9.1665 Breslau]

Vogt von Hunoldstein, Johann Wilhelm Freiherr

Johann Wilhelm Freiherr Vogt von Hunolstein[1] zu Dürkastel[2] [24.4.1599 Dürkastel-29.9.1665 Breslau[3]] war verheiratet mit Maria Elisabeth von Steinkallenfels [ca.1605- 10.7.1669].

Im Münsterland hatte man versucht, sich gegen die Einquartierungen ligistischer Truppen zu wehren. „Wie in Dülmen,[4] das am 12. Februar [1623; BW] aufgab, als Oberstleutnant Mathias de Gallas[5] mit vier Geschützen das Öffnen der Tore erzwang, so wich man in Ramsdorf[6] den massiven Drohungen der anrückenden Truppen. Zwar hatte man im Wigbold[7] beschlossen, bewaffneten Widerstand zu leisten, musste sich aber MItte Februar ebenfalls der Einquartierung durch Kapitän Hundtstein beugen.[8] Das Kapitel der ‚Rebellion’ war damit für die Ramsdorfer aber keineswegs abgeschlossen.

Am 13. März 1623 schrieb Graf Anholt an Ahaus,[9] Ramsdorf, Südlohn[10] und Ottenstein,[11] daß er seinen Hauptmann Jakob Kob von Nürdingen[12] befohlen habe, einen Teil seiner Kompanie bei ihnen unterzubringen. Ihre bisherige Besatzung solle bei seiner Ankunft sofort abrücken. Die Ausführung dieser Order gestaltete sich in Ramsdorf allerdings mehr als schwierig, denn die bereits im Wigbold sitzenden Soldaten unter Befehl Hundtsteins wollten das Feld nicht ohne weiteres für ihre Nachfolger räumen. Offensichtlich hatten sie sich im Wigbold bereits ‚häuslich’ eingerichtet und waren nicht bereit, ihr Quartier gegen eine ungewisse Zukunft andernorts zu tauschen. Beim geplanten Wechsel der Besatzung kam es daher zu einigen Zwischenfällen. In einem Bericht, denn die fürstbischöflichen Kommissare bei der Untersuchung der ‚Rebellion’ 1624 erstellten, sagten die Ramsdorfer aus: ‚Was Hauptmann Kop belangt, denen wollte die von Ranstrup für ihre Person gerne parirt und vermöge seines Patents eingenohmmen haben, sofern er das Hundsteinsche Volck so mit ihre Bagasi [Bagage] alnoch darin gelegen, hette ausschaffen können. Weil aber solches nicht geschehen, sondern das Hundtsteinsche Volck die Bürger und Einwöhneren angereitzet, sie sollten niemandt anders einlassen und sich wiedersetzen, den sie wollten ihr einhabendes Quartier woll verthedigen, so were Kop zugefahren, und der einquartierung ungeachtet die Mühle abgeworffen, das Wasser streichen lassen, und etliche schuß auff das Stättlein getan. Dagegen die Bürgeren acht oder zehn Schuß ins Veldt abgehen laßen, und ob sie woll niemandten verletzt hetten, sie gleichwoll den Capitain Kop, so zwey pforten in brandt gestocken und das stättlein zum hefftigsten beängstigt’. Ob die Weigerung, die Soldaten Kob von Nürdings in den Ort zu lassen, wirklich primär der Widersetzlichkeit der hundtsteinischen Truppen zuzuschreiben war, lässt sich aufgrund der nur spärlich vorhandenen Quellen nicht eindeutig klären. Die münsterschen Kommissare, die das Ausmaß der Rebellion und die Gründe dafür zu untersuchen hatten, sahen die Sache jedenfalls etwas anders. Im Verzeichnis jener Städte und Wigbolde, die im Laufe der Untersuchung gegen die Rebellen inspiziert wurden, heißt es zu Ramsdorf, es ‚habe sich gar rebellisch gezeigt’, und die entsprechende Strafe folgte auf dem Fuße“.[13]

Hunolstein hatte 1629 noch im ligistischen Regiment Cronberg gedient. 1637 wird er als Obristwachtmeister erwähnt. In der Bietigheimer[14] Chronik (Herzogtum Württemberg) heißt es unter 1637: „Hierzwischen grassierte der bittere Hunger immer fort, dann wenig ausgesäet und eine schmale Ernte eingesammelt war. Ohngeachtet dessen aber, so kam in Anno [1]637 abermal ein Obrister Wachtmeister von Hundelstein [Hunolstein; BW] mit einer Compagnia Fueßvolk zue uns mit Vorwenden, es wäre dies Städtlin ihme zum Winterquartier assigniert. Sobald er ein Stuck Geld bekommen, wurde er von dreyen General-Adjutanten, selbige aber hinwiederumb vom Freyherrn von Hertzberg [BW] und Rittmeister Waldecken [Philipp Theodor v. Waldeck-Eisenberg; BW] ausgetriben, welche das Quartier behalten, mit Pressen und Einsperren übel verfahren und die Leut heftig geängstet und gemartert. Denn 4. Martii hat man den Freyherrn umb Nachlaß oder nur Milderung des Gelds, einen Fueßfall getan. Aber es war kein Barmherzigkeit zu verspüren. Ohne den Servis mueßte man monatlich geben 650 Gulden“.[15]

Hunolstein war 1639 in kurbayerische Dienste getreten.

Hunoldsteins[16] Brigade nahm Ende September 1640 an dem Sturm auf Höxter[17] teil.

Im „Theatrum Europaeum“[18] heißt es: „Die Käis. eroberten Höxter im dritten Sturm so weit / daß die darinnen gelegene 900. Lüneburgische unterm Gen. Major Eduard Pithan accordirten; sie setzen darauff mit etlichen Truppen über die Weser / streiffeten auff die neugeworbene Lüneburgischen / und selbigen Außschuß / und schickten deren viel mit blutigen Köpffen zu Weib und Kindern; Herzog August zu Braunschweig geworbenes Volck muste deßwegen an die Weser eilen / ferneres Übersetzen / biß Banner kame / zu verhindern“.[19]

„In diesem 1640. jahr hat der ertzhertzog Leopold [Wilhelm][20] alß er mit der kayserlichen armee von 60.000 mann den Bannier [Banér; BW] verfolgete, hat er auch die statt Huxar belagert, dieselbige auch per accordt nach dreymahligen, andere tagen[21] funffmahligen sturm erobert, eß haben darin 900 mann Braunschweigsche völcker unter dem obristen Brauns gelegen, wie nuhn diese belagerung abgangen, kan man aus folgenden besehen. Den 29./19. Septembris Nach dem ihre kayserliche mayestät bruder eine geraume zeit hero gegen den Schwedischen feldmarschallen Johan Bannier zu Fritzlar[22] undt Wildungen[23] zu felde gelegen, undt nach dem auffbruch auff Warburg[24] undt ferner auf Höxer zog, hat er den 19. Septembris durch generall von Gleen [Geleen;[25] BW] die statt mit 5000 pferden berennen laßen, undt folgenden abents und nachts mit seinem gantzen krieges heer gefolget, alsobalt die stücke gepflantzet, undt unterschidtliche läger von Bruchhausen[26] an bis ober der statt von der Klippmühlen an unter dem Bielenberg heer bis an den Brenckhaüser thurn, undt von dannen unter dem Roseberg heer bis nach Albexen[27] (seindt also das ganze läger in die sechtzigtausendt mann bestanden) schlagen lasen, darauff auch alsobalt angefangen mit 12 stücken an zweyen unterschidtlichen örthern auff den Stumrigen walle an den mauren presse zu schiesen, das Peters thoer abgebrandt, undt über 825 grose kugelen (so weit mann nachrichtung hatt) in die statt geschoßen; wie aber die belagerten unter dem commando herrn obristen Brauns undt den dreyn hauptleuten, Milert, Fischers und Wilcken sich tapfer gewehret, undt mit allerhandt mit mittelen (worzu sie auch etliche immekörbe[28] gebrauchet, welche sie über die mauren unter den feindt gewoffen) fünff generalsturm, worunter einer 3 stunden ohne auffhören gewehret, hurtig abgeschlagen, das dem bericht nach über 70 mann todt undt viell gequetschet worden, entlich aber wie noch 5000 man beordert worden, abermahlß einen sturm zu thun, undt nach eroberung keines menschen zu verschonen, hat der gnädige Gott gegen den abendt ein groses schreckliches blitzen undt donner wetter erwecket, dabey ein ungewöhnlicher regen gefallen, das dem feindt alles pulfer naß undt untüchtig worden: Dannenhero die kayserlichen bewogen worden, den belagerten einen accordt anzubieten; sie wolten anfangklich nichtes davon hören, doch entlich, wie der entsatzs ausblieb undt ein klägliches wintzelen undt wehklagen in allen ecken der statt ware, der obriste auch von den belagerten gahr starck hierzu angehalten wurdt, gingen sie den accord ein, da dan verwilliget worden, bey sonnenschein selbigen tages noch mit sack undt pack undt mit fliegenden fahnen, krieges gebrauch nach über die Weeser außzuziehen, wie sie sich aber etwas über bestimte zeit in der statt verweilten, wardt ihnen der accord nicht gehalten, sondern alle miteinander (ausgenohmen den obristen, capitäinen, lietenanten undt fendrichen) sich unterstellen müsen, darauff ist der obriste Mercii [Caspar v. Mercy; BW] mit seinem regiment gelegt worden in Huxar, folgender tages ihre ertzhertzogliche durchlaucht Leopold Wilhelm selber, Ottavio Picolomini,[29] der herr von Stadien [Johann Kaspar v. Stadion; BW], Teütscher Meister, generall von Gleen [Geleen; BW], von Hannibal de Gonzago [Gonzaga; BW], general Breda, general Mercy, graff [Wilhelm Leopold; BW] von Tattenbach, graff von [Maximilian Felix v.; BW] Wolckenstein, graf [Michael Ferdinand von Althan ?; BW] von Altenhann, ein fürst [Eitel Friedrich; BW] von Hohenzöllern, baron de Hoye [Soye; BW], baron de Rhodan [Rodoan], generalwachtmeister Fernemundt [Fernemont; BW], obriste Rackenwitz [Nikola Rajkovič; BW], obriste Zaradetzky, obrist Bonell, obrister Ägydi, obrister Install, obrister de Meers [Mers; BW], obrister Güsenberg [Giesenberg; BW], obrister Zweyer, undt viele andre obristen undt hohe officier mehr mit ihrem sämbtlichen hoffstäben in die stadt logert und seindt bis über die 8000 pferde bis in den vierten tag still darinn gelegen, welche alles getrayt ausgetroschen, bey die 1200 malter rocken,[30] ohne was verfuttert, unter die füse getretten undt über die seiten gebracht, das also kein korn, obst gemüß, oder etwas anders, womit man sich hette laben können, übrig geplieben“.[31]

Am 14.1.1641 wurde Hunolstein Kommandant im oberpfälzischen Amberg.[32] „Die Aufforderung des am 14. Januar eingetroffenen Kommandanten Freiherr von Hunolstein sich zur Verteidigung der Stadt gebrauchen zu lassen, beantworteten die Amberger dahin, daß sie mit dem Dienst unter dem Gewehr verschont werden wollten, jedoch gerne bereit seien, sich zum Arbeitsdienst gebrauchen zu lassen. (Feuerlöschen, Verbauen von Breschen, Zutragen von Speisen und Trank zu den Soldaten auf die Mauer, Tragen von Verwundeten). Hunolstein ordnete am 15. Januar die Ablieferung ihrer Gewehre an. Am 15. Februar erklärten die Amberger sich bereit, zur Verteidigung der Stadt ‚neben der Garnison auf der Stadtmauer’ sich einsetzen zu lassen“.[33] Doch bereits am 14.3.1641 ging Hunolstein wieder zur Armee zurück.[34]

Der schwedische Obrist Slange nahm auf dem Rückmarsch von der fehlgeschlagenen Belagerung Regensburgs[35] 1641 durch Banér mit dem kleinerem Teil seines Regiments in Burglengenfeld,[36] mit dem größeren in Schwandorf[37] Quartier.

Er zog die Besatzung von Burglengenfeld an sich und marschierte am 17.3. abends nach Neunburg vorm Wald[38] ab, wo er am 18.3. um 3 Uhr morgens eintraf. Die ihm unterstellten Nabburger[39] Regimenter wies er an, unverzüglich nach Neunburg zu marschieren. Diese warteten jedoch, bis die Korps von Auerbach[40] und Vilseck[41] eintrafen und brachen erst am 19. 3. nach Neunburg auf. Der Vortrab der Kaiserlichen und Bayerischen, 7.400 Kavalleristen unter Caspar von Mercy am 17.3. Burglengenfeld, das von den Schweden bereits aufgegeben worden war, und brach am 18.3. gegen Cham[42] auf. Slange wartete in Neunburg das Eintreffen der beiden Nabburger Regimenter nicht ab und marschierte am 19.3. nach Cham ab. Bei Neukirchen-Balbini[43] stieß er auf die Vorhut unter Mercy und wurde nach Neunburg hineingeworfen. Über 600 Wagen, alle Handpferde und die Frauen der Offiziere fielen in Mercys Hände.

Zur Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit ließ Slange in Neunburg 41 Häuser niederreißen, alles Vieh aus den Ställen auf die Straße treiben, seine Pferde hineinstellen und verschiedene Bollwerke errichten. Die beiden Nabburger Regimenter hatten sich am 18.3. mit den Garnisonen aus Auerbach und Vilseck vereinigt und marschierten am 19.3. von Nabburg ab. Sie fanden jedoch Neunburg bereits von kaiserlichen und bayerischen Truppen eingeschlossen. Ein Ausfall Slanges ermöglichte es ihnen in die Stadt zu gelangen. Am 19.3. zog Báner von Cham über Furth[44] und Taus[45] ab. Geleen traf in der Nacht vom 19./20.3. vor Cham ein und nahm sofort die Verfolgung auf. Erzherzog Leopold Wilhelm leitete den Angriff auf Neunburg, der am 19.3. in Neukirchen-Balbini sein Hauptquartier aufschlug. Der Ort wurde von den Kaiserlichen bis auf sieben Häuser völlig niedergebrannt.

Slange „machte Piccolomini, der an der Spitze seiner Reiterei am Ort erschienen war, sogleich klar, daß er nicht daran denke, aufzugeben. Neunburg lag auf dem Weg nach Cham, und um weiter vorrücken zu können, mußten die Kaiserlichen zuerst Slangs Truppe bezwingen. Die Infanterie der kaiserlichen Hauptmacht wurde herangeführt, und am Morgen des 10. [20.] März war auch die gesamte kaiserliche Artillerie herangefahren und aufgeprotzt. Der Angriff konnte beginnen. […] Die einfachste Methode, eine Festung einzunehmen, war das Zernieren, was ein feineres Wort dafür war, daß man alle Ausgänge der Festung verstopfte und dann einfach wartete, bis der Hunger die Menschen in ihrem Inneren zwang, zu kapitulieren. […] Eine Zernierung konnte hier bei Neunburg nicht in Frage kommen, auch eine regelrechte Belagerung nicht. Die Kaiserlichen hatten keine Zeit. Sie mußten Slang und seine Männer schnell aus dem Weg räumen, um weitermarschieren zu können und das schwedische Heer in Cham einzuschließen. Also blieb ihnen nur eine Erstürmung. Es waren stets blutige und gewagte Operationen, im Kreuzfeuer mit Hellebarden und Äxten und Handgranaten anzustürmen und sich auf unangenehm hohe Leitern zu schwingen oder auf blutig geschrammten Händen und Füßen durch eine mit Sprengsteinen gefüllte Bresche in einer Mauer zu kriechen.

Auch solche Festungskämpfe folgten einem bestimmten Ritual. Zunächst verlangte der Angreifer, daß der Verteidiger sich ergeben solle. Die Antwort war in neunundneunzig von hundert Fällen ein Nein, und zwar ungeachtet der Lage. Ohne Kampf aufzugeben machte einen schlechten Eindruck und tat der Ehre Abbruch.[46] Häufig folgte danach ein verbales Spiel von Drohung und Trotz, in dem die Angreifer schworen, zu stürmen und allen und allem den Graus zu machen, während der Verteidiger stolz gelobte, bis zum letzten Atemzug zu kämpfen. Dann begann der Kampf. Tatsächlich kam es äußerst selten dazu, daß Mann gegen Mann kämpfte. Sobald die Verteidiger keine Möglichkeit mehr sahen, die Angreifer zurückzuhalten, gaben sie auf, aller wackeren Rhetorik zum Trotz. Oft genügte es, daß der Angreifer eine Bresche in die Mauer schoß.

Diese ritualisierten Kämpfe waren immer üblicher geworden, ein weiteres Anzeichen dafür, daß der Konflikt einiges von seiner Hitze zu verlieren begonnen hatte. Viel von dem merkwürdigen, schönen und trügerischen Licht, das die innere Landschaft der Ideologen erhellt, hatte inzwischen angefangen zu verblassen. Der religiöse Bürgerkrieg war fast ganz vorbei, und an seine Stelle war ein Krieg zwischen verschiedenen europäischen Großmächten getreten. Die von brennendem Geist erfüllten Kreuzfahrer und Fanatiker waren einer nach dem anderen von der Bühne abgetreten, und ihr Platz war von den Condottieri, den Landsknechten und geworbenen Haudegen eingenommen worden. Die Leiden und das Elend der Zivilbevölkerung waren unverändert entsetzlich, aber in bestimmten Kriegssituationen war doch eine gewisse Zurückhaltung zu erahnen. Sie entsprang zum Teil dem mittelalterlichen Ritterideal, das in Europa weiterlebte, aber auch der klassen- und berufsmäßigen Gemeinsamkeit der Krieger. Fanatismus ist etwas für ideologisch Überzeugte, nicht für Männer, die den Krieg zu ihrem Beruf und zu einer Lebensart gemacht haben.

Den ganzen Mittwoch über sprühte die kaiserliche Artillerie Projektile gegen Neunburgs Mauern, die rasch in rollenden Explosionswolken von Staub und kantigen Sprengsteinen zermahlen wurden. Die Aufgabe war nicht besonders schwer, denn die Festungswälle waren wie gesagt vom senkrechten, alten Typ und außerdem in einem Zustand fortgeschrittenen Verfalls, und den Verteidigern fehlten zu allem Unglück eigene Geschütze, um das Feuer zu erwidern. Gegen Abend war ein klaffendes Loch in der Mauer entstanden. Der kaiserliche Befehlshaber entsandte zu diesem Zeitpunkt einen seiner Obersten, um, wie der Brauch und das Ritual es verlangten, zu fragen, ob Slang und seine Männer jetzt bereit seien zu kapitulieren. Die Schweden hatten jedoch die Bresche mit Brettern und Balken wieder geschlossen, und Slang wies die Vorschläge des Obersten glatt zurück und drohte stolz, ihn zu erschießen, falls er es noch einmal versuchte. Eine Weile später wurde ein kaiserlicher Trommler vorgeschickt, um einen neuen Vorschlag zu machen, aber kaum hatte er sich gezeigt, als er mit einem gutgezielten Schuß von dem löcherigen Festungswall niedergestreckt wurde. Die Antwort kam auf der Stelle, dichte Sturmkolonnen wälzten sich durch die Frühjahrsnässe heran, erreichten die Mauern, wurden aber mit hohen Verlusten zurückgeschlagen.

Am Tag darauf wurde die kaiserliche Artillerie näher in Stellung gebracht, und zwei der Türme der Stadt zerbröckelten bald unter dem Beschuß grober Kaliber. Gruppen kaiserlichen Fußvolks rückten durch den Staub vor und kamen den Löchern in der Mauer so nahe, daß sie mehrere Straßen der Stadt mit Musketenfeuer bestreichen konnten. Nun wollten einige von Slangs Offizieren aufgeben; sie hatten alles getan, was von ihnen erwartet werden konnte. Doch Slang lehnte ab. Als sie daraufhin klagten, daß ihre Munition nur Neige gehe, hatte der halsstarrige Oberst sogleich die Antwort parat: »Statt Kugeln können wir Steine nehmen. Davon gibt es genug. Laß die Leute suchen  und sammeln !«. Es ist unwahrscheinlich, daß die schwedischen Reiter dazu kamen, Steine auf ihre Feinde zu werfen, denn sogleich richteten sich die Schauer brummender Kanonenkugeln gegen die Mauer zwischen den beiden zusammengeschossenen Türmen, und binnen kurzem sackte auch sie krachend in sich zusammen. Die kaiserlichen Kanoniere konnten jetzt direkt in die Stadt hineinsehen, bis zum Marktplatz. Nun hatte auch Slang genug, und er beugte sich dem gesunden Menschenverstand des Belagerungsrituals. Er ließ Trompeter die Kaiserlichen anblasen und erklärte sich zur Kapitulation bereit, falls seine Offiziere nicht gefangengenommen würden (die gemeinen Soldaten sollten zurückgelassen werden). Die Gegner lehnten ab. Die Schweden mußten sich auf Gnade und Ungnade ergeben, bedingungslos. Aus der zerschossenen Stadt trotteten rund 90 Offiziere, 1600 Reiter und 180 Musketiere. Neunburg war gefallen. Der Weg nach Cham war frei“.[47]

Slange, Rudolf von Berkefeld, Obrist Heuking, der Kommandant von Nabburg, Karl Magnus von BadenDurlach und [Jaroslav Petr] Kinský gerieten in Gefangenschaft, wurden nach Regensburg und weiter nach Wiener Neustadt[48] gebracht.

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet über diese Vorgänge: „Der Obrist Schlange lag / wie schon obgemelds / mit seinem Regiment und Volck voran / zu Schwandorff[49] / hatte darvon bey 40. Dragoner im Schloß Burglengenfeld[50] / und mag darvon desselben in der verbrandten Stadt auch etwas herunter gelegen haben / inmassen seine Partheyen von darauß nach Regenspurg / so nur vier kleine Meylen darvon gelegen / wo nicht auch auß dem Regenstauffischen[51] / so halber Weg ist / fast täglich gegangen / die andere Obriste / als Heukhing und Herr Kintzky lagen in Nabburg[52] / und ihres Volcks auch theils an der Vilß zu Vilßeck[53] und Auerbach[54] / so als der weiteste Weg auff sieben guter Meilen von Schwandorff / Nabburg aber nur zwey kleiner darvon ist / ligend hatten / desto bessern Auffenthalt zu haben.

Als nun obenerwehnte drey Brücken[55] / in Eyl darüber zu kommen / fertig und zu vorderst alles Käis. und Bäyr. Fuß-Volck / sampt der Artigleria bey Kelheimb[56] in der Still gesamlet und vorhanden gewesen / wurde die Marche mit völliger Käiserl. und Bäyr. Armada / die man auff 20000. starck geschätzet / Sambstags den 6. 16. Martii von Phöringen[57] an der Donau / eine Meyle oberhalb von Neustatt[58] mit starcker Reuterey und wenigem Fuß-Volck / so Herr General Piccolomini und Mercy im Vorzug geführet / und den Nachzug deß Herrn Ertz-Hertzogen Hochfürstl. Durchl. überlassen / so mit übriger Cavallerie angefangen / und theils fuß-Volck / Sonntags den 7. 17. diß gefolget / darauff Montags das Bagagy in Convoy der 10. dabey gelassenen Regimentern / und Dienstags den 9. 19. diß die Artiglioria in Begleitung deß de Suys Regiment fortgangen : welcher gantzer Zug den Weg bey der Stadt am Hof[59] vorbey / theils auff die lincke Hand nach Burglengenfeld / theils zur Rechten über die Regenbrücke bey Weix[60] gerad gegen Wald-Neuburg[61] / da der Schwedische Obriste von Bürckenfeld [Berkefeld; BW] gelegen / zugenommen / deß Fürhabens / dem Schlangen / daß er zu seinem Herrn Generalen nach Chamb[62] nicht mehr kommen sollte / den Weg zu vorderst abzuschneiden.

Es hatte aber der Obriste schlang dessen zuvorhero schon etwas Nachricht / so er den genenneten beyden Obristen mitgetheilet / sie auch / daß er und sie / die unter seiner Conduite waren / Ordre habe sich nach Chamb zu retiriren / wissen liesse / die dann ihren nächsten Weg dahin / auf Wald Neuburg / so von Nabburg nur drey Meylen entlegen / zu nehmen gehabt.

Als nun der Käiserl. und Bäyr. starcke Vortrab sich Burglengenfeld unversehens / und zwar Sonntags den 7. 17. Martii bemächtiget hatte / welches der Obriste Schlang / in den ersten zweyen Stunden zu Schwandorff wissen konnte / verließ er seinen Befelch gemäß / Schwandorff / avisirte es beyde Obristen zu Nabburg dessen / und kam er Sonntags den 7. 17. dieses / deß Nachts um 3. Uhren nach Wald-Neuburg / kleiner dritthalb Meylen von Schwandorff / vermeynend der andern zweyen daselbsten zu erwarten / alsdann solches billich / weilen sie unter seiner Conduite gewesen / also seyn sollen. Es hatten aber diese beyde Volck / so zu Vilßeck und Auerbach gelegen / nicht dahinden lassen wollen / welches die Hinderungs-Ursach gewesen / daß sie mit einander im Wald-Neuburg hald hernach ertappet worden. Dann ob sie wol um den 9. 19. Martii daselbsten ankommen / haben sich doch die Käyserl. und Bäyr. schon so starck mit ihrem Vortrag diß Orts befunden / daß ihnen Schlang und Bürckenfeld entgegen ziehen / und sie sich gesampter Hand durch und in Neuburg schlagen müssen : darauff man sie plötzlich eingeschlossen / und ihnen weder Tag noch Nacht Ruhe gelassen / biß sie sich zu rantzioniren versprochen / sonst haben sie vermeynet biß auff den Tod sich zu wehren / und nicht nachzulassen / unangesehen ihre letzte Wehr nur mit Steinen gewesen.

In specie, so viel uns möglich / hiervon zu melden / seyn die Käiserl. und Bäyerischen so starck fortgerucket / daß sie den 9. 19. Martii nicht nur allein mit den Schlangischen deß Tags gefochten / sondern auch sie in Wald-Neuburg noch selbigen Tags eingesperret / und umzingelt / die Nacht noch das Geschütz darvor gebracht / und den 10. 20. diß den Ort beschossen / der Schlang aber die Bresse deß Nachts etwas wieder verbauet / das den Tag über beschehene Stürmen abgeschlagen / dardurch die Käiserl. und Bäyrischen von 5. à 600. erleget und beschädiget / unter denen ein Obrister-Lieutenant und etliche andere Officirer geblieben / und der Obriste Herr von Bemmelberg [Boyneburg ?; BW] gefährlich verwundet worden / daran er nachmals gestorben : und haben sich die in Neuburg den 11. 21. dieses mit Steinen noch etwas gewehret / doch selbigen Tags mit Vorbehalt der Rantzion auff Discretion ergeben.

Haben demnach diese ergebene alsbalden herauß lieffern müssen / 1500 gerüster Pferd / nach welchen sich die Personen gefangen gestellet / nehmlich vier Obriste : als

Schlang / Schwedischer Leibguardien Commendant.

Jobst Rudolf von Bürckenfeld / sampt seiner Frauen und Kindern.

Wilhelm Heukhing.

Janißlaus Kinßky.

4. Obriste Lieutenant.

3. Obr. Wachtmeister.

23. Rittmeister / worunter Marggraff Cal Magn. von Baden Durlach.

3. Capitän Lieutenant.

23. Lieutenant.

26. Cornet.

3. Regiments Quartiermeister oder Corporalen.

16. Compagnien Quartiermeister.

2. Capitäin zu Fuß.

2. Lieutenant zu Fuß.

26. Standarten.

200. Soldaten zu Fuß.

1800. Montirte Reuter.

400. Dienst und andere Pferd.

500. Roß-Jungen und Knecht / etc.

Welche alle noch selbigen Tag auff Regenspurg fortgeschicket / und über die Steinerne Brücken eingebracht / die vornehmste Officirer / in die Landshüter Herberg / zum Pfauen / und schwarzen Adler eingewissen / die andere zurück herüber nach dem Hoff[63] und Weichs[64] / ins Bäyrische kleine Schlößlein einquartiret / alle Wehrloß gemachet / und fürters daselbsten verwachet worden seyn / von welchen die jenigen / so vor diesem in Käiserl. und Bäyr. Diensten gewesen / sich zu denselben zeitlich wiederum eingestellet / und die vornehmste Officirer / daß sie Wehrloß mit ihrer Wacht in die Kirchen / und / anderswohin nach ihrem Belieben gehen mögen zur Gnad empfangen.

So viel nun auß unterschiedlichen guten Berichten. Es ist uns aber auch über alles dieses eine Delineation deß Orts / sampt etwas mehrern Particularitäten von der Eroberung / durch Beförderung deß Käiserl. Ingeniero Herrn Carolo Cappi, zuhanden kommen / so von obigem nicht sehr discrepirt / darum wir beydes das darüber gefertigte Kupfferstück / und was er zugleich davon berichtet / sampt der darinnen gesetzten Ziffern bedeutung / anhero beyfügen lassen / also lautend:

Als die Käiserliche und Bäyerische armada den 6. 16. Martii von Föringen[65] auffgebrochen / den 7. 17. desselben / über die Nab bey Riglingen[66] / vermittelst einer in sechs Stunden gemachter Schiff-Brücken gegangen / haben noch selbigen Abend Herr Feld-Marschall Piccolomini / und der Bäyrische General Feld-Zeugmeister Herr Franciscus Mercy, mit sechs hundert Pferden / und zwölff hundert commandirten Mußquetirern den Vorzug genommen / und Ihrer Hochfürstl. Durchl. mit übriger Armada den Nachzug gelassen. Den dritten Tag hernach / als den 8. 18. Martii / hat die Avantgarde besagter Trouppen / geführet der General-Wachtmeister Herr Caspar Mercy / den Obristen Schlangen mit dreyen Regimentern zu Roß nahend bey Neuburg an der Schwarzach[67] angetroffen / welcher / als er die Käiserl. Trouppen gesehen / sich in diese Stadt begeben / in deren er von den Käiserlichen umringet worden. Als Ihre Hochfürstl. Durchl. dessen erinnert / und dieselbige mit dem Nachzug / und folgender Armada schon zu Neukirchen[68] ankommen waren / und deren Herr Feld-Marschalck Piccolomini diß Orts erwartet / seynd sie mit mit der Infanteria und Canonen / den 9. 19. Abends für die Stadt geruckt / daselbsten ihre Hochfürstl. Durchl. dem Conte de Suys, General Feld-Zeugmeister Ordnung gegeben / die Artigleria zu plantiren / auff dem Posto mit A. bezeichnet / von dannen man den 10. 20. diß angefangen / die Mauer / an dem Ort / da sie schon vor diesem angegriffen / und mit Holz widerum verwahret war / zu beschiessen. Als man nun innerhalb vier Stunden ein ziemliches daran nieder-geworffen / und doch die in der Stadt mit Erden / und allerlei anderer Matery daran wiederum erbauet gehabt / sind etliche Soldaten commandiret worden / die Bresse zu recognosciren / und sich daran / wo möglich zu logiren. Inzwischen aber wurde ein Hauß mit B. bezeichnet / angesteckt / welches die Käiserliche Soldaten beschädigte / es gieng auch folgende Nacht in der Bresse mit C. bezeichnet / ein Feuer auff / so in einem Keller oder Gewölb unter der Bresse sich gezogen / die Bresse aber mit Holz bedecket / und die Mauer darvon eingefallen war / deßwegen man die Canonen an andere Ort gestellet / mit D. bezeichnet / und angehenden Morgens den 11. 21. Martii den Thurn mit E. gezeichnet angegriffen / durch welchen die Käiserliche Soldaten in die Stadt kommen / und auff die Schwedische getroffen / welche als sie alle Bereitschafft zum Sturm gesehen / sich auff Ertzhertzogliche Clementz ergeben / und seyn denselben Tag noch außgezogen der Obriste Schlang / Bürckenfeld / Hekhin / Kintzky / und Herr Marggraff von Durlach / mit 2000. Pferden / 250. Fußknechten / 26. Reuter-Fahnen / unter denen General Banners Leib-Fahnen gewesen / dabeynebens auch drey Carrozzen mit Frauenzimmer und gefangener Officirer Weiber / die alle der Käiserl. Majest. nach Regenspurg zugeführet worden.

Infanteria.

1. Regiment di Caretto

2. Reg. Suys

3. Reg. Savelli.

4. Reg. Happach und Günther.

5. Reg. Haßlang.

6. Reg. Mercy.

7. Reg. Honolstein.

Cavalleria

8. Regiment Gayling.

9. Reg. di Vera.

10. Reg. Rodoan.

11. Reg. Gonzaga.

12. Reg. Nicolas [Montard de Noyrel; BW].

13. Reg. Spiegel.

14. Reg. Ester.

15. Reg. Briganza.

16. Das alte Regiment Piccolomini.

17. Ihrer Hochfürstl. Durchl. Guardia.

18. 700. Cavalli so von dem Obristen Kolben und Sporcken commandirt worden.

19. Die Käiserlichen Mußquetirer“.[69]

Im November 1642 hielt sich Hunolstein in Worms[70] auf. Im Briefwechsel mit Melchior von Hatzfeldt ging es um die Bezahlung aller Unkosten aus seinen privaten Mitteln.[71]

Aus der Zeit vom Januar bis zum März 1643 stammt die Zusammenfassung der Gründe, warum Gallas[72] die Armee nicht weiter befehligen wollte, sowie über die Schritte, die er zu einer neuerlichen Kommandoübernahme für notwendig hielt: „Von der Röm. K. Mt geheimen Räten I. E. dem Herrn Graf Schlickhen etc und Graf Kurzen etc. hat der Herr Generalleutnant Graf Galas vernommen, dass I. K. Mt[73] genedigst gern hetten, dass er sich wieder zu dero Armada, und zwar alsobalden, begeben tete, aus Ursachen, die alhier unnötig sein zu erzehlen oder zu wiederholen. Nun tuet sich zwar gedachter Graf Galas gegen I. K. Mt allerunderthenigst bedanken umb das gute Vertrauen, so I. Mt seiner wenigen Person sezen, wolte auch (wiewol er alters und anders augenscheinliche Incommodeteten halber für sich selbst entschuldigt zu sein verhofft) nichts lieberes tuen, als dem Werk zue helfen und hierinen vor I. Mt Dienst den letzten Blutstropfen ufzuzezen, aber uf diese Weis, und wie die Sachen anizo beschaffen, will es fast ein wahre Unmöglichkeit sein, dan Magdeburg[74] hat ihme Herrn Generalleutnant zuerkennen, gegen die wenige und schlechte Treu der Soldaten, vorderlichst die Ungeduld etlicher Officiere, die gewont gewesen, alle Jahr ihr ordentliche Winterquartier zue haben. Und danach hat mans ihnen alles passieren lassen, und hingegen ihme Graf Galas nach soviel ausgestandenen Leiden und Ungelegenheiten also übel empfangen und tractiret, dass nit allein er, darbei umb seine Treu gelitten, sondern auch zu I. Mt höchsten und müst die Armada in die Mainung geraten, als wan sie mit aller ihrer Ungeduld und Ungehorsamb recht und wol getan heten, sonderlich aber als sie gesehen, wie ihme die überaus grosse Torto beschehen und die ihme anvertraute Armada in Angesicht seiner aus den Handen genommen worden. So hat auch diese Impression nicht verringert und seine Forza vermehrt, dass eben jüngst nachdem die Franzosen über Rhein gebracht worden, ihme zum andern Mal ohne einzige gegebene Ursache widerfahren tratamente.

Solte nun der Herr Generalleutnant anjetzo zu der Armada kommen und nit […] mit I. H. Dt genedigsten Willen, und dass sie es gern sehen und verlangen teten, ihnen vorgetragen und angedent worden, so siehet der Herr Generalleutnant nit, dass I. K. Mt ein […] nüzlicher guter Dienst könnte erwiesen werden, zuemalen von neuem das Gift so gross bei der Armada, das aussporgirt wird, umb etliche übrige Officieri auch malcontent zu machen, und mit allem Respect von dem Herr Generalleutnant abalienieren, das mit ihme der Herr Graf [Philipp; BW] von Mansfeld als Feldmarschal, Freiherr von Golz [Goltz; BW] als Generalfeldzeugmeister, Herr von Traun volmechtig Generalcommissari und Oberster Wiz [Witz; BW] Generalquartiermeister, mit aller Gewalt kommen, vill Regimenter zu reformieren, also dass ihrer vill bei der Armada sagen, sie bitten Got, dass solches bald geschehe, damit sie dieser Marter einmal abkommen möchten. Dahero hochnötig sein würde, dass I. H. Dt vor ihrem Verreisen der Armada dieses alles wol zu Gemuet führen, sie ihrer Treu, Pflicht und Schuldigkeit erinnern, anmahnen, und dan dass sie selbst des Herrn Generalleutnant desideriert und verlangt. Ohne dieses ist mit des Herrn Generalleutnants Praesenz das ganze Werk nur in noch mehrere Gefahr und Confusion gesetzt. Und damit man sich dessen desto gewisser versichern könnte, auch I. H. Dt mehrmalige Vertröstung in etwas effectuirt wurden, und der Soldat mit Abzug deroselben nit in die Bestürzung gebracht, ob mit dero Abreis nunmehr aller Trost und Hilf vor die Soldatesca verloren, so were hochnötig, denselben zwen Monatssolde zu geben, als einen par und den anderen in Restzetlen nach und nach zu bezallen. Es müsste aber gewiss sein, dan sie schon zum öfteren vertröst worden, es ist aber nichts erfolgt, dan solte es wider geschehen und die Würklichkeit nicht erfolgen, so were die Gefahr umb sovil desto grösser, und man hete ein ihren Dienst nit zu erwarten.

Sodann zweitens, sein bei der Armada drei nötige Personen und alle drei Feldmarschalkleutenants. Der erste ist der [Franz v.; BW] Mercy, welch dem Generalleutnant bei dem Herrn Obristen Vernier geschrieben, wan ihme nit geholfen werde, so müst er die Armada und consequenter I. K. Mt Dinst verlassen, die andere beede sein Trautisch [Traudisch; BW] und Hunoldstein [Hunolstein; BW].

Dritens, die Versicherung zue tun, dass I. Churf. Dt in Bayren ihre Armada von I. Mt nit separiren werden.

Vieertens, die dismundirte Ruter bei der Armada alsobald zu vermundieren, welches seines Erachtens leichtlich geschehen kan, wie dan auch alle in Beheim und Schlesien albereit remondirte Reuter zu ihren Regimentern zue schicken, weil sie ohnedass I. Mt uf diese Weis keinen Dienst tuen, sondern nur das Land ausplündern.

Fünftens, das [Innocentio; BW] Contische und Graf Zuniga Regiment zu Fuss neben die 2 Tragoner Regimenter als des Obristen Lacrona [van der Croon; BW] und Someda, dan das Mirckhowizische [Marcovich; BW] Regiment Croaten, so über 70 Pferd nit stark ist, zu der Armada zu schicken. Von den anderen Völkern, die im Königreich Beheim und Mähren sein, könden diese Völker wol abgelest und die Posten wieder besezt werden, wie dan auch die hinderstellige gesunde Soldaten, so sich hin und wieder in Österreich befänden, zu ihren Regimentern zu schicken. Ein mehrers wird aus beigelegten Puncten ersehen zu sein. Ohne dies bit der Herr Generalleutnant I. E. den Herrn Grafen Schlickhen und Herrn Graf Kurzen zum hochsten, sie wollen es bei I. K. Mt dahin richten, das er dises schweren Lasts möchte in Gnaden enthebt bleiben.

Solte aber dises nit erlangt werden können, und I. Mt es einen als den andern Weg haben wollen, so will zwar der Herr Generalleutnant gehorsamblich pariren und sein Eusserstes und Bestes tuen, aber zu keiner Veranwortung, es gehen auch die Sachen, wie der liebe Gott will, verpunden sein“.[75]

Am 10. (18. ?)6.1643 wurde Hunolstein kaiserlicher Generalfeldwachtmeister und zusammen mit Enkevort im Generalstab von Gallas eingesetzt.[76] Im Januar 1644 versuchte er zusammen mit Generalquartiermeister Reich vergeblich Magdeburg zu entsetzen. „Hunoldstein hingegen war einer der unerschrockenen Haudegen der kaiserlichen Armada, wie ein abenteuerlicher Versuch zur Verproviantierung des durch die Schweden belagerten Magdeburgs zeigte. Mit starker Artillerie, einiger List, jedoch zu wenig Kavallerie wollte sich der Generalwachtmeister den Weg nach Magdeburg freischießen. Allerdings flog der Überraschungscoup auf und die schwedische Reiterei wehrte den Angriff ab, sodass sich Hunoldstein mit seiner Truppe in einem wilden Verfolgungsgefecht nach Wittenberg[77] zurückziehen musste“.[78]

Im April 1644 weilte er in Prag und berichtete Melchior von Hatzfeldt über die Beschießung Grimmas[79] durch Königsmarck, die Hungersnot in Schweinitz[80] und die Übernahme des Regiments des verstorbenen Christian von Nassau-Siegen,[81] wofür sich Graf Heinrich Schlick bei Hatzfeldt eingesetzt hatte.[82]

Im Mai 1644 hatte er im Auftrag des Kaisers die Regimenter im Königreich Böhmen visitiert und 3.950 Mann registriert, während die Generäle – ein übliches Verfahren, da sie daran verdienten – 6.685 Mann angegeben hatten.[83]

Nach dem desaströsen Feldzug von Gallas im so genannten „Torstensson“-Krieg erwog er im Herbst 1644 zusammen mit Traudisch den Austritt aus kaiserlichen Diensten.[84]

Im Januar 1645 berichtete er Hatzfeldt von seinem Marsch von Magdeburg nach Großenhain.[85] Zugleich unterrichtete er Johann Georg I. von Sachsen über die Verfolgung kaiserlicher Truppen durch Königsmarck.[86] „Der kranke Gallas zog daher mit über 1.000 Mann in Magdeburg ein und schickte die letzten verbliebenen, marschfähigen Soldaten unter dem Kommando von Generalwachtmeister Hunoldstein über die eingefrorene Elbe in Richtung Böhmen. Hunoldstein organisierte den Rückmarsch über Wittenberg mit weniger als 2.000 Mann Infanterie und unberittener Reiterei sowie Artilleriegeschützen in einer Wagenburgformation dermaßen geschickt, dass auch Generalmajor Königsmarck, dessen Truppen von Gallas ebenfalls als schon abgemattet bezeichnet wurden, den Kaiserlichen nicht viel anhaben konnte. Obzwar der schwedische Reichshistoriograph Chemnitz, der sich freilich auf die Berichte der eigenen Armee stützen konnte oder musste, angab, Königsmarck hätte 1.000 kaiserliche Soldaten beim Rückmarsch nach Böhmen gefangen genommen, schien Ferdinand III.[87] zufrieden gewesen zu sein und informierte seinen Generalleutnant, dass Hunoldstein die Infanterie gut nach Prag gebracht hätte“.[88]

Am 3.4.1645 wurde Hunolstein zum Feldmarschallleutnant befördert. Die Korrespondenz zwischen ihm und Gallas über die Verteidigung der Donau und Niederösterreichs gegen Schweden, um die er sich kümmern sollte,[89] liegt im Gallas-Archiv.[90]

Im Januar 1646 lag er in Mautern[91] und wies auf die Folgen der zugefrorenen Donau hin.[92] Die Eroberung von Schloss Schiltern[93] war Gegenstand der Korrespondenz mit Melchior von Hatzfeldt.[94] Im Juni ging es um die Verhaftung von Hunolsteins Feldscher in Wien. Die Belagerung von Korneuburg[95] schilderte er im Juli dieses Jahres.[96] „Aber Anno 46. den 26. Julii / Alten Cal. ist dieser Ort wieder mit Accord an die Käiserische übergangen / nach dem sich der Schwedisch Obrist Copi [Koppey; BW] 10. Wochen lang gehalten / und ihr / der Käiserischen / über zwölffhundert todt / und gequetscht worden seyn sollen“.[97] Im September 1646 ging es um die Verstärkung von Regensburg,[98] da Kämmerer und Rat sich an ihn gewandt hatten.[99]

Das strategisch wichtige Eger[100] fiel am 18.7.1647 nach Beschießung, Minenkampf, aber nur zweimaligem Sturm und wurde übergeben von dem Obristen Franz Paradeiser, der dafür zum Tode verurteilt,[101] aber auf Bitten Montecuccolis,[102] Hunolsteins und anderer zu Weihnachten unter Verweisung vom Hofe begnadigt wurde. [103]

Das Oberkommando lag in der letzen Kriegsphase 1647/48 außerhalb der bayerischen Erblande und der Oberen Pfalz allein bei dem kaiserlichen Feldmarschall Holzappel;[104] tatsächlich handelte es sich jedoch um zwei getrennte – und zumeist auch wegen der Uneinigkeit ihrer Befehlshaber getrennt marschierende und schlagende – Armeen mit zum Teil unterschiedlichen Zielsetzungen.Holzappel hatte zudem sein Kommando nur unter der Bedingung angetreten, von den Befehlen des Wiener Hofkriegsrats unabhängig zu sein: Er sollte „absolute commandiren und ohne Einholung der kaiserlichen Bewilligung operiren und schlagen“,[105] was entfernt an Wallensteins Vollmachten in den „Göllersdorfer Vereinbarungen“ erinnerte und nach Montecuccoli wohl auf Schlicks Betreiben zurückging, der mit Holzappel befreundet war.[106]Der Begriff „absolute“ wurde anscheinend von Holzappel so interpretiert, dass bei gemeinsamer Kriegsführung außerhalb Bayerns den bayerischen Generälen kein Teilnahmerecht am kaiserlichen Kriegsrat eingeräumt werden musste, was Richel schon am 10.9.1634 bemängelt hatte.[107]Bei der Formierung der Armee hatte Hunolstein durch Ferdinand III. das Kommando über das kaiserliche Fußvolk erhalten: „So baldt Du vernehmen würdest, daß unsere in denen Innen- und Niederösterreichischen Landten gelegenen Völckher über die Donau gehen, Du auch mit Deinen underhabenden Regimentern gleich aufbrechen, bey Linz[108] über die Donau gehen und zwischen Freistadt[109] und Schlag[110] im Landt ob der Enns an der Böhmischen Grenz so lang stehen bleiben sollst, biß der Graff von Holzappel weitere Verordnung Deines Verhaltens zuschicken werde. Bey welchen dann die haltung guter Disziplin und Ordnung hoch von nöthen sein wird“.[111] Das war allerdings trotz seiner Gönner am Kaiserhof in der Praxis kaum durchsetzbar, denn schon bei den ersten Operationen in Böhmen hatte sich gezeigt, dass diese Vollmacht für Holzappel gegen den Einfluss der Hofkriegsräte – und später Maximilians I.[112] – nicht durchsetzbar war. Auch hier erwies sich der „habsburgische Erbabsolutismus mit seinen extremen Personalismus, Nepotismus und Intrigenwesen“[113] letztlich als zu stark, zumal die „Habichte“ der »partido militar« am Kaiserhof bereits Piccolomini[114] als neuen Oberkommandierenden protegierten.

Holzappel selbst hatte beim Kaiser angefragt, ob er bei einem Ausweichen Wrangels ins Reich noch vor dem Winter Eger oder Schweinfurt[115] angreifen sollte.[116] Ferdinand III. hatte ihm befohlen, am Gegner zu bleiben.[117] Beim Kriegsrat in Bela[118] hatte sich nur der vorwärts drängende und Piccolomini treu ergebene Montecuccoli für einen weiteren Vormarsch bis in die Gegend von Leitmeritz[119] plädiert, während die übrigen Teilnehmer Werth, Fernemont, Hunolstein, von der Beck, Reich und Traun sich für das Abwarten bis zum Eintreffen der kaiserlichen Verstärkungen und der bayerischen Reichsarmada ausgesprochen hatten.[120]

Holzappel hatteHunolstein, Montecuccoli und Traudisch während des Rückzugs der schwedischen Armee aus Böhmen ausdrücklich das rücksichtsvolle Fouragieren in Sachsen und den thüringischen Fürstentümern befohlen.[121] Mit wachsender Sorge wurden in dem ruinierten Land die Bewegungen der beiden Armeen beobachtet und deren Abzug erwartet.[122] In Jena[123] wurde am 29.10. endlich der Fluss überschritten.[124]

„Am 15. Oktober hatte Kurfürst Maximilian den Kaiser gebeten, ihm den Feldmarschalleutnant Hans Wilhelm Vogt zu Hunoldstein zu überlassen, der unter Holzappel die kaiserlichen Fußvölker befehligte. Bei der bayerischen Reichsarmada sei die ‚Generalzeügmeisterstell noch nit ersetzt’, beim Korps vor Memmingen[125] sei höchste Gefahr und er, Maximilian, finde Hunoldstein bei der ‚Memmingischen Belagerung sonderbahr vonnöten’. Die Bitte Maximilians war durchsichtig genug. In demselben Schreiben schlug er dem Kaiser vor, Generalfeldzeugmeister Enkevoer vom Oberbefehl über das Memminger Belagerungskorps abzulösen, um Enkevoer anstelle Hunoldsteins bei der kaiserlichen Hauptarmee, oder wo es sonst nötig sei, zu verwenden. Mit dem Tausch der beiden Generäle wollte Maximilian unmittelbaren Einfluß auf die Belagerung von Memmingen nehmen. Ein kaiserlicher kommandierender General vor Memmingen war ihm offenbar nicht so recht. Feldmarschalleutnant Hunoldstein, mit der Beförderung zum bayrischen Generalfeldzeugmeister gelockt und dann bei der Reichsarmee, wäre sein Befehlsempfänger geworden und Enkevoer weit weg im Einsatz. Das Anliegen Maximilians hat der Kaiser zweifellos durchschaut. Er war – wie oft schon – konziliant und zur Abgabe Hunoldsteins bereit, allerdings hätten er und Holzappel gern die Reitergeneräle Werth und Sporck wieder in Verwendung bei der kaiserlichen Hauptarmee gesehen, ohne jedoch expressis verbis ein Junktim herzustellen.

Der Kaiser hat Holzappel am 29. Oktober in einem ‚Handbriefl’ aus Prag aufgefordert, Stellung zur Bitte des Kurfürsten von Bayern zu nehmen. Er trage keine Bedenken, Hunoldstein an die bayrische Reichsarmee abzugeben. Aber vorher, ehe er sich gegenüber dem Kurfürsten äußere, wolle er Holzappels ‚guttachten’ zu folgenden Punkten: wenn Holzappel der Abgabe Hunoldsteins zustimme, wer solle dann ‚zum Commando über die infanteria’ bei der kaiserlichen Hauptarmee bestellt werden; ob Enkevoer diese Aufgabe übernehmen solle und wer dann an seiner Stelle ‚daroben in Tyrol und Schwaben’ die Kriegsvölker und Garnisonen kommandieren solle, oder, ob Enkevoer im Kommando von Tirol und Schwaben zu belassen sei; wer habe dann anstelle Hunoldsteins das kaiserliche Fußvolk zu befehligen ?

Die Entwicklung ging über diese Anfrage des Kaisers hinweg. Am 25. November hatten die Schweden Memmingen übergeben. Der Kaiser überließ es jetzt Holzappel, den geeigneten Zeitpunkt für Hunoldsteins Freigabe zu bestimmen: Holzappel möge ihn für die nächsten Operationen noch verwenden, wenn er wolle“.[126]

Der Pfarrer Johannes Cervinus [um 1579 – 1659][127] aus Wetterfeld[128] in Oberhessen erinnert sich an die Einquartierung des Regiments Hunolstein 1647/48 in Laubach, das die Stadt durch Pallisaden, Zäune und Dornen vor einem möglichen Angriff schwedischer Truppen sichern sollte:[129] „Die Hohensteinischen Volker haben 19 tag lang in groser furcht, bis auf den 14 tag Januarii gelegen, sich umb die gantze stadt, mit stacketen zeunen und dornen vermacht, auf den kirchhof in der Stadt grose Haufen dornen geschleift, die garten elend vergraben und verwusten, und doch aus furcht vor den schwedischen Volckern under Obristen Brangel [Carl Gustav Wrangel; BW] und Konigsmark und Underhessen“.[130] Das Regiment Hunolstein lag noch bis Mitte Januar in der Wetterau,[131] bevor es abgezogen wurde.

„Am 29. Januar 1648 war endlich doch ein Kriegsrat zwischen dem kaiserlichen und bayrischen Befehlshaber in Hammelburg[132] zustande gekommen, an dem einerseits Holzappel, Fernemont, Hunoldstein und [Ernst Adam v.; BW] Traun, andererseits Gronsfeld und sein Generalquartiermeister Marimont teilgenommen hatten. Das Ergebnis war die grundsätzliche Einigung, daß die ‚kaiserlichen und bayrischen Waffen zu einem Corpus zusammentreten’ sollten, wenn sich Schweden und Franzosen ihrerseits vereinigten. Im anderen Falle sollte die bayrische Armee die französische binden, die kaiserliche Armee dagegen sollte, unterstützt von einigen bayrischen Reiterregimentern, die schwedische abwehren. Holzappel und seine Generalität haben ohne jeden Änderungswunsch diesen bayrischen Vorschlägen zugestimmt. Das nächste Ziel der kaiserlichen Operationsführung – schon angestrebt, aber noch nicht offen genannt – war die Anlehnung an die bayrische Armee, die im Vergleich zur kaiserlichen geradezu in einem prächtigen Zustand war.[133]

Nach dem Kriegsrat vom 29. Januar hatten das kaiserliche Fußvolk und die Reiterei Montecuccolis von Hammelburg über Kissingen bis Neustadt zunächst Sperrstellungen hinter der fränkischen Saale eingenommen,[134] um die Aufklärungsspitzen[135] der Schweden abzuweisen, einen Durchbruch der schwedischen Armee nach Schweinfurt[136] zu verhindern und um den rechten Reiterflügel unter Feldmarschalleutnant Trauditsch aus Südthüringen heranzuziehen“.[137]

Im Februar 1648 verhandelte er in Würzburg, um von dem als schwedenfreundlichen Bischof Johann Philipp von Schönborn[138] die Zustimmung zum Bau einer Behelfsbrücke zu erhalten, damit Holzappel den Main überqueren konnte.[139]

„Es hat heut‘ die K. Armada die Avantgarde, und ist die Kavallerie sämmtlich an hiesigem unserm Hauptquartier vorübermarschiert, die haben etliche vom 1. bis letztem Regiment wol besichtigt und darauf in des Feldherrn Zimmer allhier, da Hunoldstein, Herzog Ulrich [v. Württemberg; BW], Gol[t]z und Royer gewesen, kommen und gesagt, sie seien zum höchsten erschrocken gewesen über den elenden Stand der kaiserlichen Kavallerie, sie getrauten sich solche mit 3000 Mann zu schlagen, so wenig seien deren vorhanden; die aber so gegenwärtig, wären mit matten, schlechten Pferden beritten und nicht wenig davon mit keinem Gewehr versehen“.[140]

Am 19.3.1648 trat er in bayerische Dienste unter Beförderung zum Generalfeldzeugmeister,[141] im April erhielt er Reuschenbergs Fußregiment übertragen.

Nach der verlorenen Schlacht bei Zusmarshausen[142] mussten die Schuldfrage und die Umverteilung der Zuständigkeiten geregelt werden.

Der gegen den Willen der Generäle – der karrieresüchtige Fernemont, seit 30 Jahren Piccolomini treu ergeben, ein erklärter Gegner Maximilians I, der sich bereits am 19.5. vergeblich um Holzappels Stelle beworben hatte[143] und nun bis zur Ankunft des noch in Prag weilenden Reuschenberg interimistisch die kaiserliche Armee kommandierte,[144] und Wachenheim waren für den Rückzug[145] vor den Schweden, während bei einer zweiten Abstimmung nur Hunolstein, der um seine Reputation und die Reaktion des Kurfürsten besorgt war, dagegen stimmte; Schäffer, Willeson und Druckmüller hatten bereits die Seite gewechselt . Der eingeleitete Rückzug nach Ingolstadt[146] glich keinesfalls einer fluchtartigen Absetzbewegung. Das wurde jedoch später von Maximilian I. unterstellt, was Fernemont aus Sorge um seine Reputation gegenüber Piccolomini im Laufe der späteren Untersuchungen vehement in Abrede stellte: „Daß sich aber in der that befinden solle, alß wann des feindts gewaldt nichts veranlaßt hette, und es ein unzeittiger schrecken und flehen geweßen sei, kan ich in der wahrheit nicht sagen, daß bei so vielen ehrlichen generalspersonen, cavalliren und soldaten, die I. Ksl. Maj. und I. Kfl. Durchl. in Bayern so lange jahr bei so vielfeltigen schwehren occasionen ehrlich gedient haben, einzigen schrecken und unzeitige forcht, davor unnß Gott behütte, sondern vielmehr eine trewen ehrliche und wohlmeinende betrachtung unnser beiderseits und des gemeinen wesens wohlfahrdt gespühret; alßo ist viel mehrerß von allen mit großem hertzens wehemut protestiret und bedauert worden, wie schwehr es einem jedwedem vorkommen, wegen der reputation und des nachklangß zue einer retirada zue votiren, wiewohl nunmehr eine große gefahr vor augen stünde“.[147]

Nach der Arrestierung Gronsfelds übernahm Hunoldstein das Kommando über die kurbayerische Armee.

„Am 26. Juni [1648; BW], nachdem die Schweden und Franzosen schon in Mühldorf[148] eingezogen waren, berichtete Graf [Ferdinand Lorenz v. Wartenberg; BW] von Wartenberg als Oberst, daß die Bauern zwischen Mühldorf und Neuötting[149] samt ihrem Hauptmann, Herrn [Georg Konrad; BW] von Lerchenfeld, davon gelaufen seien, nachdem der Feind einige Musketenschüsse getan“. „Aus einem Schreiben vom 29. Juni erfahren wir den Namen des Oberbefehlshabers der Streitkräfte rechts des Inns. Darin berichtet die Regierung von Burghausen[150] an die Pflegen, daß ein Schreiben eingelaufen sei, wonach sämtliche Untertanen der Regierung zur Verteidigung des Inns befohlen seien, daß man ‚von Hunoltstein‘ – es ist dies der Generalfeldzeugmeister – möglichst an die Hand gehen solle, daß sich wohl einige besorgte Untertanen zur Verteidigung des Inns meldeten, aber der Großteil derselben aus Schrecken und Feigheit von Haus und Hof gelaufen und mit Roß und Vieh sich zur Flucht ins Gebirg begeben hätten. Die Städte, Märkte und Dorfschaften seien verödet, dermaßen, daß man keine Leute mehr auftreibe zu Schanzarbeiten, zur Führung des Proviants, zur Einlieferung der ‚Fourage, des Brots, Biers und anderer Notdurft‘ mehr. Wie wenig Verlaß auf die Landfahnen war, geht aus einem Bericht des Vizedoms von Burghausen vom 29. Juni hervor, worin er schreibt, daß der Generalfeldzeugmeister das allgemeine Aufgebot wieder zurückgenommen habe wegen ‚der baim allgemainen Glockenstreich besorgte Confusiones und üble Consequentien‘ und daß er begehrt hätte, die Maxlrainischen[151] Schützen möchten ‚eilfertig nacher Mühldorf geschickht werden‘ „.[152]

Grimmelshausen, der als Schreiber im Regimenter Elter an diesem Feldzug teilnahm, schreibt im „Springinsfeld“: „Ich lag unter sieben doch schwachen Regimenten in Wasserburg,[153] als beide Feindsarmeen suchten, selbigen Ort zu bezwingen und über besagten Fluß in das gegenüberliegende volle Land zu gehen, in welchem etliche steinalten Leute die Tag ihres Lebens noch niemals keine Soldaten gesehen hatten; weil aber wegen unserer tapferen Gegenwehr unmöglich war, etwas daselbst auszurichten, unangesehen sie uns mit glühenden Kugeln zusprachen, gingen sie auf Mühldorf, und wollten dort ins Werk setzen, was sie zu Wasserburg nicht zu tun vermocht; aber ihnen widerstand daselbst einer von Hunoldstein, ein kaiserliche Generals-Person, bis sie der vergeblichen Arbeit müd wurden, und ihr Hauptquartier zu Pfarrkirchen[154] nahmen, allwo sie erstlich der Hunger und endlich die Pest zu besuchen anfing, die sie auch endlich zwischen dem Tirolischen Gebirg und der Donau, zwischen dem Inn und der Isar hinausgetrieben, wenn sie das Generalarmistitium, so dem völligen Frieden vorging, nicht veranlaßt hätte, bessere Quartiere zu beziehen“.[155]

Nach dem Abzug vor dem vergeblich belagerten und unter Verlust von fünf- bis sechshundert Mann wieder aufgegebenen Wasserburg,[156] dessen Verteidigungsbereitschaft Wrangel offensichtlich falsch eingeschätzt hatte, angeblich hatte man den Geschützdonner bis Frauenchiemsee[157] gehört,[158] zerstörte er Schloss Hohenburg,[159] verwüstete Gars[160]und scheiterte erst vor Mühldorf am entschlossenen Widerstand Hunolsteins: „Der Feind ist vergangnen Montag Abendts imb 7 Uhr zu Mildorf [Mühldorf] vorderist wegen üblen gestanckhß und Podenlosen erdrichs aldort aufgebrochen. Das Leger hinder ihm angezindt, sowoll auch den Marckht Volgens abgebrent und seine leger (damit die Unsrigen ienseits deß Wassers neue schanzen erheben miessen) zu Neumarckht[161] geschlagen, man sagt fir gwiß daß bei dem feind ain reitter über 2 oder 3 schuß Pulver mit mehr habe, deßwegen er eine starckhe anzahl wagen und Confoi nacher Donauwerdt[162] umb Khraut und fett abgeordnet, denen von den Unserigen auf dienst (ß) geworden. 200 von den feinds Confoi nidergemacht auch etwaß von Munition nacher Inglstat einbracht der Überrest aber ist nach Donauwerdt entwischt“.[163]

Im sogenannten „Kuhkrieg“ schlugen sich Kaiserliche zusammen mit den zwar dank der Organisation durch Generalkommissar Schäffer besser versorgten Bayerischen mit den Nördlingern bei Pfäfflingen[164] um das geraubte Stadtvieh, um an notwendige Verpflegung heranzukommen.[165] An Gronsfelds Stelle war durch Georg Christoph Freiherr von Haslangs eigenmächtiges Handeln Hunolstein getreten. „Maximilian hatte mit Patent vom 13. Juni 1648 die curagierte Vorentscheidung Haßlangs gebilligt: ‚demnach Wir den Hunoldstein das Commando über unsere unterhabende Reichsarmada und insonderheit die Versicherung des Innstroms gnädigst anvertraut …’ Später, als das Feindbild an Konturen gewonnen hatte, unterstellte Piccolomini das kaiserliche Fußvolk zusätzlich dem Kommando Hunoldsteins, ungeachtet, daß dieser nun fie bayrische Reichsarmee zu führen hatte. Hunoldstein war zu äußerstem Widerstand entschlossen und mehr als ein Jahrzehnt Befehlshaber von Fußvolk gewesen. Als nördlicher Eckpfeiler der Verteidigung entlang der beiden Ströme wurde ein Brückenkopf am Südufer der Donau bei Vilshofen[166] gehalten, ausgebaut und dem Kommando Ruischenbergs[167] übergeben.

Generalfeldzeugmeister Hunoldstein und Generalfeldmarschall Ruischenberg ordneten sich der Autorität Piccolominis unter, ohne ihre Selbständigkeit aufzugeben. Neben Generalleutnant Piccolomini wurden beide die Seele des Widerstandes an Inn und Donau. Unstimmigkeiten oder auch nur Auffassungsunterschiede hat es zwischen dem kaiserlichen Generalleutnant und dem bayrischen Generalfeldzeugmeister Hunoldstein nicht gegeben. Piccolomini konnte die kaiserliche Immediatarmee und die bayrische Reichsarmee wie eine Armee führen“.[168]

Doch hatte Maximilian I. schon am 19.6. Enckevort[169] die erledigte Feldmarschall-Stelle angetragen, der am 11.7. in kurbayerische Dienste trat, am 22.7. in Salzburg vereidigt und am 2.8. der Armee vorgestellt wurde. Der gekränkte Hunolstein, dem der Kurfürst wegen seiner lothringischen Besitzungen misstraute, dem aber der „disgust“ genommen werden sollte, „weil er sonst zum Feinde gehe“ (!), wurde am 7.6. offiziell entlassen – Dankbarkeit war nicht gerade eine der Stärken des Kurfürsten –  und dankte ab.[170]Auch Reuschenberg war in kaiserliche Dienste getreten. Nach Haslangs Bericht wäre mit ihm ohnehin wenig geholfen; man vermisse bei ihm die Disziplinierung der Truppen, er sei hochmütig und wenig beliebt.[171]

Gronsfeld war nach wie vor bemüht, die Schuld an der verlorenen Schlacht von Zusmarshausen dem gefallenen Holzappel zuzuschieben, der das Oberkommando geführt habe, wie er auch von Maximilian I. „des öfteren gnädigst bevelcht worden, ihme, grafen, nicht allein nachzugehn, sondern auch nachzugeben, wie die formalia lautten. 2. hat gemelter graf [Holzappel] eine lange zeit die generales beeder armaden zu sich gefordert und confuse rhat gehalten, da dan gar selten das iehnig, waß ein oder der ander votirt, notirt oder prothocollirt“ worden. Das habe solange gedauert, bis es zwischen Hunolstein und Montecuccoli Streit um den Vorrang geben habe,so dass man jeweils für sich Kriegsrat gehalten und nur die jeweiligen Beschlüsse übermittelt habe, was dazu geführt hätte, dass „man zuweiln 2, 3 und 4 mahl, ehe man sich vergleichen khönen, hin- und herschickhen und vil zeit vergebens verliehren missen“. Erst nach Holzappels Tod sei die Entscheidung des kaiserlichen Hofes zu Gunsten Hunolsteins gefallen und gemeinsamer Kriegsrat gehalten worden, wobei Generalkriegskommissar Schäffer das Protokoll, zum Teil allerdings sehr willkürlich, geführt habe. Zudem habe er sich auf kurfürstlichen Befehl hin an die Mehrheitsentscheidung halten müssen: „6. haben Kfl. Durchl. mich pure et simpliciter an die majora gepunden, also daß ich die wenigste authoritet bei der armada gehabt, sondern nur nudus executor alienorum sententiarum [lediglich Vollzugsorgan fremder Entscheidungen; BW] gewesen bin, […] do ich mich dan den maioribus simpliciter confirmiret [einfach der Mehrheit angeschlossen; BW]“,[172] was ihm allerdings sowohl von Maximilian I. als auch von kaiserlicher Seite als Führungsschwäche ausgelegt wurde und er vorübergehend in München im Arrest saß, während der Krieg noch weiter ging. Nach einem Kriegsgerichtsverfahren wurde Gronsfeld jedoch freigelassen.

Hunolstein stand auch nach dem Krieg noch in kaiserlichen Diensten.

Am 9.11.1655 wurde Hunolstein zum Feldzeugmeister befördert.[173]

[1] Hunolstein, heute Ortsteil v. Morbach im Hunsrück [LK Bernkastel-Wittlich]. Vgl. die Erwähnungen bei KELLER; CATALANO, Diarien.

[2] Château-Voué („Dür(r)kastel“) [Frankreich, Dép. Moselle] .

[3] wikipedia.org/wiki/Liste_der_kaiserlichen_Generale_der_Frühen_Neuzeit/V; nach: wikipedia.org/wiki/Hunolstein_(Adelsgeschlecht) 1664. Nach KAPSER, Kriegsorganisation, S. 90, schon 1655 verstorben.

[4] Dülmen [LK Coesfeld]; HHSD III, S. 180f.

[5] Vgl. REBITSCH, Matthias Gallas; KILIÁN, Johann Matthias Gallas.

[6] Ramsdorf, heute Ortsteil v. Velen [LK Borken].

[7] Weichbild; Bezeichnung für Minderstädte (Freiheit, Weichbild).

[8] WESKAMP, Heer der Liga, S. 185.

[9] Ahaus [LH Ahaus]; HHSD III, S. 9f.

[10] Südlohn [LK Borken].

[11] Ottenstein [LK Ahaus]; HHSD III, S. 598.

[12] Nürtingen [LK Esslingen]; HHSD VI, S. 579f.

[13] BARNEKAMP, Sie hausen uebell, S. 37f.

[14] Bietigheim, HHSD VI, S. 83f.

[15] BENTELE, Protokolle, S. 199.

[16] Vgl. die Erwähnungen bei KELLER; CATALANO, Tagebücher.

[17] Höxter [LK Höxter]; HHSD III, S. 346ff.

[18] Vgl. BINGEL, Das Theatrum Europaeum.

[19] THEATRUM EUROPAEUM 4. Bd., S. 371.

[20] Vgl. die ausgezeichnete Dissertation von SCHREIBER, Leopold Wilhelm; BRANDHUBER, Leopold Wilhelm; DEMEL, Leopold Wilhelm.

[21] sagen ?

[22] Fritzlar; HHSD IV, S. 149ff.

[23] [Bad] Wildungen; HHSD IV, S. 35ff.

[24] Warburg; HHSD III, S. 752ff.

[25] Vgl. SCHRIJNEMAKERS; CORSTJENS, Graaf Godfried Huyn van Geleen (in der deutschen Fachliteratur kaum beachtete Biographie).

[26] Bruchhausen; HHSD III, S. 122.

[27] Albaxen, heute Stadtteil von Höxter [LK Höxter].

[28] Bienenkörbe.

[29] Vgl. BARKER, Piccolomini. Eine befriedigende Biographie existiert trotz des reichhaltigen Archivmaterials bis heute nicht.

[30] Das würde einer Gesamtmenge v. 170.400 bis 340.800 Liter entsprechen.

[31] NEUWÖHNER, Im Zeichen des Mars, S. 101f.

[32] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 188. Amberg; HHSD VII, S. 20ff.

[33] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 194.

[34] HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 195.

[35] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.

[36] Burglengenfeld [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 117f.

[37] Schwandorf i. Bay. [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 684.

[38] Neunburg vorm Wald [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 507f.

[39] Nabburg [LK Nabburg], HHSD VII, S. 491f.

[40] Auerbach i. OPf. [LK Amberg-Sulzbach]; HHSD VII, S. 41f.

[41] Vilseck LK Amberg]; HHSD VII, S. 771f.

[42] Cham [LK Cham]; HHSD VII, S. 124ff.

[43] Neukirchen-Balbini [LK Schwandorf].

[44] Furth i. Wald [LK Cham]; HHSD VII, S. 221f.

[45] Taus [Domažlice]; HHSBöhm, S. 598ff.

[46] Für die kampflose Aufgabe einer Festung erfolgte im Regelfall die Hinrichtung des Kommandanten !.

[47] ENGLUND, Verwüstung, S. 246ff.

[48] Nach den Mitteilungen Franzins an W. E. v. Lobkowitz, Regensburg, 1641 III 22,  habe sich Slang mit dem Markgrafen v. Durlach u. 2.000 Reitern Leopold Wilhelm ergeben, sei nach Regensburg u. dann nach Wien gebracht worden. Slangs Reiterei bilde angeblich den Kern v. Banérs Kavallerie u. bestehe größtenteils aus Finnen. Badura; Kočí, Der große Kampf, Nr. 1176.

[49] Schwandorf i. Bay. [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 684.

[50] Burglengenfeld [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 117f.

[51] Regenstauf; unter Neuburg a. d. Donau, HHSD VII, S. 501.

[52] Nabburg [LK Nabburg]; HHSD VII, S. 491f.

[53] Vilseck [LK Amberg]; HHSD VII, S. 771f.

[54] Auerbach [Vogtland]; HHSD VIII, S. 12f.

[55] THEATRUM EUROPAEUM 4. Bd., S. 607: „Käiserl. Majest. liesse die Stadt Regenspurg mit 2. Regimentern auff 800. Mann zu Fuß geschätzet / alsbalden stärcker besetzen / und die Herren Stände / wie bey obigem Reichstags-Verlauff befunden / zum verharren vermahnen : auch wurde Volck bey Kelheim zusammen geführet / dergleichen auch bey Ingolstatt. Herr General Piccolomini / und der von Geleen reyseten unterschiedlich hin und wieder / und gaben Ordre : auch waren sie und andere / zu forderst deß Herrn Ertz-Hertzogen Hochfürstl. Dl. bey Käiserl. Maj. zu Regenspurg / und wurde Kriegs-Rath gehalten : unter anderm 3. Brücken / eine bey Kelheim / über die alte Mühle / die andere bey Sintzing über die Laber / und die dritte bey Rigling und Ort über die Nab geschlagen / das zusammenziehende Volck in Eyl gegen dem Regen über zu bringen : es wurden auch etlich tausend auß Oesterreich herauff zu kommen erfordert / und nichts was zur Defension / und Resistentz nöthig war / unterlassen“.

[56] Kelheim [LK Kelheim]; HHSD VII, S. 349ff.

[57] Pförring [LK Eichstätt]; HHSD VII, S. 582f.

[58] Neustadt a. d. Donau [LK Kelheim]; HHSD VII, S. 513.

[59] Stadtamhoff [Stadt Regensburg]; HHSD VII, S. 708f.

[60] Weichs [LK Dachau]; HHSD VII, S. 793f.

[61] Neunburg vorm Wald [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 507f.

[62] Cham [LK Cham]; HHSD VII, S. 124ff.

[63] Stadtamhoff [Stadt Regensburg]; HHSD VII, S. 708f.

[64] Weichs [LK Dachau]; HHSD VII, S. 793f.

[65] Pförring [LK Eichstätt]; HHSD VII, S. 582f.

[66] Riegling, heute Ortsteil von Sinzing [LK Regensburg].

[67] Neunburg vorm Wald [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 507f.

[68] Neukirchen-Balbini [LK Tirschenreuth].

[69] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 607ff.

[70] Worms; HHSD V, S. 410ff.

[71] ENGELBERT, Hatzfeld, Nr. 495.

[72] Vgl. REBITSCH, Matthias Gallas; KILIÁN, Johann Matthias Gallas.

[73] Vgl. HENGERER, Kaiser Ferdinand III.; HÖBELT, Ferdinand III.

[74] Magdeburg; HHSD XI, S. 288ff.

[75] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1390.

[76] REBITSCH, Gallas, S. 232, 244. Vgl. auch REBITSCH, Generalstab, S. 321-325.

[77] Wittenberg [Kr. Wittenberg]; HHSD XI, S. 504ff.

[78] REBITSCH, Gallas, S. 244, 263f.

[79] Grimma; HHSD VIII, S. 128ff.

[80] Schweidnitz [Świdnica]; HHSSchl, S. 491ff.

[81] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 495.

[82] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 366.

[83] REBITSCH, Gallas, S. 211.

[84] REBITSCH, Gallas, S. 280f.

[85] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 495. Großenhain; HHSD VIII, S. 135f.

[86] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 238.

[87] Vgl. HÖBELT, Ferdinand III.

[88] REBITSCH, Gallas, S. 293.

[89] REBITSCH, Gallas, S. 325.

[90] Státní oblastní archív v Litomĕřicích (Dĕčín), Rodinný archiv Clam-Gallasové XV/14-16 (21 Einheiten, 1645 IV 10-1645 XII 08).

[91] Mautern [BH Krems]; HHSÖ I, S. 416f.

[92] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 495.

[93] Schiltern, heute Ortsteil von Langenlois [Bezirk Krems-Land].

[94] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 495.

[95] Korneuburg [BH Korneuburg]; HHSÖ I, S. 359ff.

[96] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 495.

[97] MERIAN; ZEILLER, Topographia Provinciarum Austriacarum, S. 12.

[98] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.

[99] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 495.

[100] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[101] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 171, fol. 4-5 (Ausfertigung): Ferdinand III. an Holzappel, Prag, 1647 XI 16: Bestätigung des Urteils durch Ferdinand III.

[102] Vgl. SCHREIBER, Raimondo Montecuccoli.

[103] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 172, fol. 185-186 (Ausfertigung): Ferdinand III. an Holzappel, Prag, 24.12.1647.

[104] HÖFER, Ende, S. 6.

[105] HOFMANN, Melander, 247; THEATRUM EUROPAEUM Bd. 5, S. 1053: „Gedachter General Melander thäte benebenst denen zu sich erforderten General und Obristen / den mitgebrachten Käys. Befehl / so er von Käys. Maj. erhalten / eroffnen: Nemlich daß 1. er Gen. Melander / Graf zu Holtzapffel / alle Gen. Personen / und Officirer / absolutè commandiren wolte […]. Daß General Melander / wenn sich eine gute Gelegenheit mit dem Feinde zuschlagen eräugnen würde / befugt seyn wolte / ohne Erholung Käyserlichen Spezial-Befelchs in eine Haupt-Action zutretten“. Vergleichbar ist diese Vollmacht jedoch wohl mit dem „assoluto comando“ Piccolominis, das Formarini in seinem Schreiben an Piccolomini, Wien, 1648 XI 25 (Státní oblastní archív v Zámrsku Rodinný archiv Piccolominiové Nr. 26737) erwähnt; vgl. das Verständnis Maximilians I. in dessen Bestallungspatenten, „die fast alle gleich lauten, gingen zwar noch dahin, dass der Oberst oder Obristleutnant das Regiment erhalte und das Recht habe, es ‚absolute zu kommandieren’; aber die Patente fahren fort, Maximilian versehe sich, dass solches für eine Gnade und das Regiment in gutem esse und disziplin gehalten werde“. DAMBOER, Krise, S. 248f.

[106] VELTZÉ, Ausgewählte Schriften Bd. 3, S. 59. Nach HÖFER, Ende, S. 256, Anm. 167, habe die kaiserliche Armee keinen Umweg zur Verschonung der Schlick’schen Güter bei Plan gemacht, da diese Güter ohnehin schon im Juni 1647 v. schwedischen Truppen geplündert worden seien (!).

[107] BA NF II/9, Nr. 105, S. 210.

[108] Linz; HHSÖ I, S. 66f.

[109] Freistadt; HHSÖ I, S. 38f.

[110] Schlag [Oberösterreich, Mühlviertel].

[111] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 167, fol. 85 (Entwurf): Ferdinand III. an Hunolstein, Pressburg, 1647 VI 06.

[112] Grundlegend ist hier ALBRECHT, Maximilian I.

[113] BARUDIO, Gustav Adolph, S. 599.

[114] Vgl. BARKER, Generalleutnant. Eine befriedigende Biographie existiert trotz des umfangreichen Archivmaterials noch immer nicht.

[115] Schweinfurt; HHSD VII, S. 686ff.

[116] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 169, fol. 351-357 (Ausfertigung): Holzappel an Ferdinand III., Leskau, 1647 IX 19.

[117] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 169, fol. 462-463 (Entwurf): Ferdinand III. an Holzappel, Prag, 1647 IX 23.

[118] Belá [Horní Bĕlá und Dolní Bĕlá; Bez. Pilzeň-sever].

[119] Leitmeritz [Litoměřice]; HHSBöhm, S. 324ff.

[120] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 169, fol. 397-398 (Ausfertigung): Holzappel an Ferdinand III., Bela, 1647 IX 21.

[121] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 170, fol. 305 (Ausfertigung): Hauptquartier Hartenstein, 1647 X 20. TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 995, S. 318: Walter Leslie an Piccolomini, Pressburg, 1647 II 12: Man warte begierig auf Melanders Ankunft, v. dem man sich eine Erneuerung der Militärdisziplin erwarte. Der Auffassung KROENER, Soldat, S. 113, dass nach eingehenden neueren Forschungen der fehlende soziale Antagonismus zwischen Bauern u. Soldaten dazu geführt habe, dass bei Plünderungen zwar Gewalt angewandt wurde, Morde u. Massaker jedoch selten gewesen seien (!), lässt sich nicht nachvollziehen.

[122] „Den 20. Octob. und nachgehende Tage hatt die Kayserl. und bayersche Armee und der General Feldmarschall Graff Peter von Holzapffel, sonst Melander genannt, und der bayrische General Graff Gronsfeld gleichen march genommen, das Haubtquartier zu Dobizschen [Dobitschen, Kr. Schmölln] gesezt und den 25 ej. fd. zu Zeitz, den 26. zu Eysenberg ankommen, von dannen sie weiter nach Jena, Weymar und Heßen sich gewendet“. Stadtarchiv Altenburg Ratsbibliothek C I 79: FÖRSTER, Annales Altenburgenses II. Vgl. BEUST, Jahrbücher Bd. 3, S. 18, 77. Die bayerische Armee war über Werdau, Ronneburg, Gera, Stadtroda in Jena eingetroffen. Beide Armeen zogen über Isserstedt (5 km nw: Jena), Isseroda, Hayn, Arnstadt (17 km ssw: Erfurt) u. Wandersleben weiter. Zwischen dem 20. u. 30.10. lag das Hauptquartier in Wobeck bei Fritzlar. Genaue Angaben über die Bewegungen der schwedischen u. kaiserlich-bayerischen Truppen bei ihren Durchzügen durch Thüringen enthält der Schreibkalender Wilhelms IV. v. Sachsen-Weimar für die Zeit vom 28.9. bis 5.11. (a. St.). Hauptstaatsarchiv Weimar A I Nr. 1, fol. 343-345.

[123] Jena; HHSD IX, S. 215ff.

[124] Österreichisches Staatsarchiv Wien Kriegsarchiv Alte Feldakten 1647/10/18 (Ausfertigung): Holzappel an Piccolomini, Hauptquartier Isserstedt, 1647 X 31.

[125] Memmingen; HHSD VII, S. 439ff.

[126] ERNST, Ende, S. 132f.

[127] KRUSENSTJERN, Selbstzeugnisse, S. 64f.

[128] Wetterfeld, heute Ortsteil von Laubach [LK Gießen].

[129] Laubach [LK Gießen].

[130] WÖRNER; BENOIT, Wetterfelder Chronik, S. 90.

[131] Wetterau; HHSD IV, S. 457ff.

[132] Hammelburg [LK Bad Kissingen]; HHSD VII, S. 268ff.

[133] Schon 1646 hatte Kurfürst Maximilian I. Erzherzog Leopold Wilhelm und dessen Armee als „Bärenhäuter und Straßenräuber“ tituliert. So jedenfalls der Erzherzog an seinen Bruder, Niederdorf, 30.11.1646. SCHREIBER, Leopold Wilhelm, S. 64, bzw. 66, Anm. 67.

[134] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 175, fol. 46-47 (Ausfertigung): Kaiserliches Hauptquartier Hammelburg, 5.2.1645 an Hunolstein u. die Kommandanten der berittenen Freikompanien. Kompanie (auch Freifahne), die keinem Regiment und keinem Regimentsstab unterstellt war. Bei den Kaiserlichen waren dies Hannemann, Unger und Augustin.

[135] Das galt vor allem für das Korps unter Königmarck.

[136] Schweinfurt; HHSD VII, S. 686ff.

[137] HÖFER, Ende, S. 155.

[138] Vgl. WILD, Johann Philipp von Schönborn.

[139] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 175, fol. 164 (Ausfertigung): Hunolstein an Holzappel, Würzburg, 1648; HÖFER, Ende, S. 157.

[140] Maximilian I. an Ferdinand III., München, 27.4.1648, zit. bei SCHMIDT, Kalvinist, S. 140. Der Bericht stammte v. Generalkriegskommissar Schäffer.

[141] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 176, fol. 377-384 (Ausfertigung): Ferdinand III. an Holzappel, Prag, 27.3.1648.

[142] 17.5.1648: Die französisch-schwedischen Truppen unter Turenne und Wrangel schlagen die Kaiserlich-Kurbayerischen unter Holzappel, der dabei fällt, und Gronsfeld. Vgl. HÖFER, Ende, S. 175ff.

[143] Österreichisches Staatsarchiv Wien Kriegsarchiv Alte Feldakten 1648/5/13 (Ausfertigung): Fernemont an Ferdinand III., Augsburg, 1648 V 19.

[144] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 1175, S. 374: Fernemont an Piccolomini, Linz, 1648 IX 05: Der Widerstand des bayr. Kf gegen die Abkommandierung v. Hilfstruppen nach Böhmen beweise seine bösen Absichten, sein Warten auf den Niedergang des Kaiserhauses. Seit zwei Monaten spreche man am Ort v. einer Niederlage der spanischen Armee in Flandern u. v. Turennes unmittelbar bevorstehendem Angriff auf die kaiserliche Armee. Zwar sei Pfalzgraf Carl Gustav nach Böhmen gekommen, aber man müsse sich fragen, ob ein Friedensschluss, den der Kaiserhof so sehr ersehnt u. mit solchem Eifer betreibt, in dieser traurigen Lage wohl mögl. sein wird.

[145] Wie auch aus Schäffers Protokoll hervorgeht; Österreichisches Staatsarchiv Wien Kriegsarchiv Alte Feldakten 1648/7/75.

[146] Ingolstadt; HHSD VII, S. 326ff.

[147] Österreichisches Staatsarchiv Wien Kriegsarchiv Alte Feldakten 1648/7/75 c (Ausfertigung): Fernemont an Piccolomini, Vilshofen, 1648 VI 20.

[148] Mühldorf [LK Mühldorf]; HHSD VII, S. 462f.

[149] Neuötting [LK Altötting]; HHSD VII, S. 511.

[150] Burghausen [LK Altötting]; HHSD VII, S. 115.

[151] Maxlrain [Gem. Beyharting, LK Bad Aibling]; HHSD VII, S. 436f.

[152] URZINGER, Mühldorf und Umgebung IV.

[153] Wasserburg am Inn [LK Rosenheim]; HHSD VII, S. 790ff. Wrangel hatte am 11.6. sein Hauptquartier in Haag aufgeschlagen; SCHLERETH; WEBER, Chronik, S. 40. Von hier aus leitete er die Belagerung Wasserburgs. Die Stadt wurde am 16.6. durch schwedisch-französische Truppen beschossen, die aber am 18.6. unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten; vgl. den Kupferstich »Gelegenheit der Stadt Wasserburg / vnd wie die Königl: Schwed: vnd Frantzösische Armen einen Versuch darauff gethan den 5. Juny / vnd de 8. dito wider abmarschiret Ano 1648«, Historisches Museum Frankfurt; LANGER, Kulturgeschichte, Abb. 128. Nach Mitteilung des Propsts v. Weyarn hatten die Konföderierten dabei 600 Mann verloren; BIRKMAIER, „Weil ich noch leb“, S. 56; RIEZLER, Baiern Bd. 5, S. 641. Über seine Motive, die Belagerung Wasserburgs aufzugeben u. sich nach Mühldorf am Inn zu wenden, Wrangel an Carl Gustav v. Pfalz-Zweibrücken, Mühldorf am Inn, 1648 VI 15/VI 25; Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Friedensakten 56 c, fol. 217-224 (Abschrift); ferner HÖFER, Ende, S. 210ff. Anscheinend hatte der permanente Regen (vom 11.6. bis 29.9.) nach den Aufzeichnungen der Äbtissin v. Frauenchiemsee (STALLA, Haidenbucher, S. 164) den Übergang über den Inn verhindert. Vgl. Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2979, fol. 548 (Ausfertigung v. Grimmelshausen): Elter an Maximilian I., Wasserburg, 1648 VI 25, dass „des feindts armee […] annoch beÿ Mühldorf stehe, unnd in zueführung holtzes und anderm, so zu bauung einer pruckhen tauglich, sich noch embsich bearbeÿthe“. So auch nach Aussagen schwedischer Gefangener (dt. Abstammung), dass Flöße aus Balken u. Blockhäusern gebaut werden sollten u. dass man unterhalb v. Mühldorf über den Inn setzen wollte; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2979, fol. 589 (Ausfertigung): Elter an Maximilian I., Wasserburg, 1648 VI 28. An diesem Tag verlieh der Kurfürst Elter den Rang eines Kämmerers.

[154] Pfarrkirchen [LK Rottal-Inn]; HHSD VII, S. 581f.

[155] KELLETAT, Simplicianische Schriften, S. 211f.

[156] Vgl. HÖFER, Ende, S. 210ff.

[157] Frauenchiemsee [LK Traunstein]; HHSD VII, S. 206f.

[158] WILDGRUBER, Haidenbucher, S. 162.

[159] Schloss Hohenburg, bei Lenggries [LK Bad Tölz-Wolfratshausen].

[160] SCHMALZ, Gars, S. 37; BACKMUND, Chorherrnorden, S. 82ff.; HAUSER; SCHMALZ, 2000 Jahre Gars) mit dem Kloster OSACan; zu Au vgl. SCHMALZ, Au; BACKMUND, Chorherrnorden, S. 46ff.

[161] Neumarkt-Sankt Veit [LK Mühldorf]; HHSD VII, S. 506f.

[162] Donauwörth [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 147ff.

[163] BIRKMAIER, „Weil ich noch leb“, S. 59f.: Propst v. Weyarn an Abt v. St. Georgenberg, Weyarn, 1648 VII 10; WILDGRUBER, Haidenbucher, S. 185f.

[164] Pfäfflingen, heute Stadtteil von Nördlingen [LK Donau-Ries].

[165] VOGES, Reichsstadt Nördlingen, S. 235.

[166] Vilshofen [LK Passau], HHSD VII, S. 772f.

[167] REUSCHENBERG, „Jesus Maria und kein Quartier !“; EHRENPREIS, Feldmarschall Johann von Reuschenberg.

[168] HÖFER, Ende, S. 208f.

[169] HEILMANN, Kriegsgeschichte Bd. 2, S. 773f. Maximilian Kurz hatte deswegen mit Traun Verbindung aufgenommen; Österreichisches Staatsarchiv Wien Kriegsarchiv Alte Feldakten 1648/7/ad 72 (Ausfertigung): M. Kurz an Traun, Salzburg, 1.7.1648. Piccolominis Zustimmung war bereits eingeholt. Am 21.7. hatte auch Ferdinand III. sein Einverständnis erklärt; LAHRKAMP, Werth, S. 200f. Am 15.10.1649 wurde E. wegen der zwischen ihm u. Maximilian I. bestehenden Differenzen entlassen; ENCKEVORT, Geschichtliche Nachrichten, S. 100ff.

[170] HÖFER, Ende, S. 221.

[171] Staatsbibliothek Cgm 1938: Sonnenleitners Beiträge, fol. 216 (Abschrift): Georg Christoph von Haslang an Maximilian I., Schärding, 1648 VI 12.

[172] Österreichisches Staatsarchiv Wien Kriegsarchiv Alte Feldakten 1648/7/75 f (Ausfertigung).

[173] STAUDINGER, Anlage 7*; HEILMANN, Kriegsgeschichte Bd. 2, S. 1122; TÖPFER, Urkundenbuch. Vgl. ferner die Hinweise bei ENGELBERT, Hatzfeldt.

Dieser Beitrag wurde unter Miniaturen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.