Herrliberg, Hannibal von

Herrliberg, Hannibal von; Obrist [ – ] Hannibal von Herrliberg [ – ] führte als Obrist ein kurbayerisches Regiment und hatte an den Kämpfen in Böhmen teilgenommen, als er in die Obere Pfalz einrückte. Das Regiment war ursprünglich aus bayerischen Kreistruppen zu Fuß gebildet worden.[1]

Die Rekatholisierung der Oberpfalz durch bayerische Truppen konnte beginnen,[2] die Mehrzahl der Adligen zog es dagegen vor, das Land zu verlassen.[3] Von Amberg[4] aus – Mortaigne blieb mit Kompanien des Herlibergschen und Bönninghausen’schen Regiments dort in Garnison, „cum rigorissimo mandato de nemine offendendo, minus spoliando“,[5] der Feldprediger Johann Einslin SJ des Herrliberg’schen Regiments scheint dort Predigtaufgaben wahrgenommen zu haben – marschierte Jost Maximilian von Gronsfeld in das Sammellager bei Neumarkt[6] ab, um vom 12. bis 16.10. den erschöpften und erkrankten Soldaten Ruhe zu gönnen. 150 ligistische Reiter nutzten die Gelegenheit, warfen ihre Waffen weg und verschwanden aus diesem Krieg oder zumindest aus dem Liga-Dienst.[7]

1622 stand Herrliberg unter dem Befehl des kaiserlichen Obristen und Herzogs Johann Adolph von Holstein-Gottorp[8] vor der Stadt Germersheim,[9] die nach mehrtätiger Belagerung am 12.8.1622 im Sturm genommen wurde.[10] In der ersten Wut machten die Sieger auch hier alles nieder, was sie noch an Bürgern in der Stadt vorfanden. Der offizielle Bericht nach München verschwieg das wiederum: „Massacre fand keins statt; nur im Anfang wurden 3 bis 4 Bürger erschlagen, auch keine Brunst noch Schändung der Weibsbilder unangesehen die Cosaggen und allerlei Gesindel dazu gefallen, nicht ergangen“.[11] Gerade die „Croatesca“ (Arkebusierreiter) aus Herrlibergs Regiment unter Gronsfelds Kommando richteten mit Sengen, Brennen und Rauben große Verheerungen in der näheren Umgebung an.Das galt besonders für das Gebiet des Deutschen Ordens, so dass Maximilian[12] Tilly[13] zur Disziplinierung seiner Armee ermahnen musste, „denn es kommt vor, daß sie sogar die hochheiligen Statuen mit Füßen getreten und auf andere Weis hochsträflich verunehret haben. Wenn Wir solches ungestraft hingehen ließen, so würden Wir Gottes Zorn auf uns und unsere ganze Armada laden“.[14]

Hervorgehoben wurde dagegen die Einstellung der gegnerischen Streitkräfte: „Man muß mit Schmerzen sehen, wie ganz anders sich die Befehlshaber des Feindes halten und trotz mangelnder Besoldung ihren Pseudogeneral Mansfeld[15] und den Pfalzgrafenrespektieren und ihnen getreülich nachfolgen“. Ein Heer von 7.000 Mann Kavallerie und 24.000 Mann Infanterie wurden daher nach Herrlibergs und Eisenreichs, die als Kriegskommissare Maximilian I. in München berichteten, für unabdingbar gehalten, um den Gegner nach einer Vereinigung und bei zu erwartender Unterstützung durch die Generalstaaten den Vorstoß ins Erzbistum Köln, ins Münsterische oder nach Oberdeutschland zu verwehren und den „Scheinneutralen“, noch bevor sie gerüstet hatten, „die Larve vom Gesicht zu reißen“.[17]

Während seiner mehrwöchentlichen Abwesenheit nach der Schlacht bei Stadtlohn[17] war Gronsfeld zu seiner Überraschung von Tilly zum Obristleutnant des Herrlibergschen Regiments ernannt worden. Auf Tillys Anweisung hin sei er nach seinen eigen Aufzeichnungen „ohne mein begehren, außer mein vorwissen und in meiner absens und wie eben in commission vohr Kurbayern verschikt gewesen“, dem Regiment als Obristleutnant vorgestellt worden.[18]

Die in München von den Kriegsminimalisten-Kreis um Hohenzollern vertretene Einstellung zur Einsparung bei den Kriegsaufwendungen sollte auch für Gronsfeld, der 1626 nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge[19] das Herrliberg’sche Regimentals Inhaber erhielt, bedeuten, entweder selbst ständig vorfinanzieren zu müssen, ohne die Sicherheit zu haben, seine Auslagen ohne den „üblichen“ Nachlass[20] erstattet zu bekommen, oder das besetzte Land dafür aufkommen zu lassen.[21]

Die Bereicherungen, die Gronsfeld vorgeworfen wurden, sind wohl auch aus seiner sehr beschränkten finanziellen Situation heraus zu verstehen, jedoch damit nicht zu entschuldigen. Zudem war bereits die Verlagerung von Kompanien nach Niederhessen vorgesehen. Ab dem 1.11.1623 war er mit dem Stab und zwei Kompanien zu Fuß des Herlibergschen Regiments in Homburg/Efze[22] einlogiert. Bis zum 27.8.1624 beliefen sich die Kosten für diese Einquartierung auf 16.000 Rt.; für Hafer mussten 1.125, für Heu und Stroh 562 1/2 Rt., als Ranzion für den Herzog von Sachsen-Lauenburg 1.400 und vierzehn Heerwagen für 350 Rt. aufgebracht werden. Vom 27.8. bis zum 8.6. 1625 beliefen sich die Kontribution für den Stab und zwei Kompanien zu Fuß auf 36.080 Rt., für Hafer 4.357 1/2, Heu und Stroh 2.178 3/4, Holz 516 Rt. Vom 8. bis 11.6. war nur noch eine Kompanie eingelagert, die 953 Rt. kostete; dazu kamen für Hafer 13 1/2, für Heu, Stroh und Holz 12, 1.000 Rt. mussten für die Bewirtung und Unterbringung der die Lauenburg’schen und Herliberg’schen Kompanien besuchenden Offiziere aufgebracht werden. Allein 8.600 Rt. Weingeld wurden für die Herrliberg’schen Offiziere in Anrechnung gebracht, was auf regelrechte Sauforgien schließen lässt.[23] 1625 befehligte Gronsfeld 1.500 Musketiere und vertrat als dienstältester Obristleutnant den abwesenden Kommandeur Herrliberg, der dem Münchner Kriegsrat vorsaß, ein Regiment, das er 1627 endgültig als Inhaber erhielt und das er bis 1635 führen sollte.

Die Dänen warfen in der Schlacht  bei Lutter am Barenberge ihre ganze Hauptmacht an die hinübergegangenen Truppen heran. Dadurch geriet die ligistische Kavallerie in Auflösung, die das 2.500 Mann starke Regiment Reinach in die allgemeine Verwirrung mit hineinzog. Hinter Gronsfeld auf dem linken Flügel gelangten die Dänen so weit über den Bach, dass sie Tillys Artillerie „mit den Händen angriffen“.[24] Gronsfelds ligistisches Infanterieregiment von Herrliberg hielt trotz massiver Angriffe durch dänische Kavallerie und Infanterie stand: „Ich aber / vnerachtet Ich von Reutter vnd Fußvolck chargiret war / wiche keinen Fußbreit zurück / vnnd hielte die Charge also glücklich auß / welches dann vervrsacht / daß Hochwolgedachter General die andern auff mein Exempel gewiesen / die Außreissende Reutter wiederumb zum Standt gebracht / vnd das Treffen so tapffer ernewert / daß endtlich der Feind zu weichen angefangen / vnd vns das Feld cedirt“.[25] Durch das an sich fehlerhaft erscheinende Vorschieben eines isolierten Detachement hatte Tilly unter Gronsfelds entschlossenem Einsatz den Gegner dazu verleitet, aus einer sicheren Verteidigungsstellung herauszukommen und sich beim Überschreiten des eigenen Fronthindernisses einem massiven Gegenstoß auszusetzen. Das Feuer der von Tilly in einer maskierten Batterie zusammengefassten Geschütze und die energischen Angriffe frischer ligistischer und kaiserlicher Einheiten führten einen raschen Umschwung des Kampfgeschehens herbei.[26] Die in Auflösung geratenen dänischen Abteilungen wurden zersprengt und unter hohen Verlusten an Toten und Verwundeten – auf ihrer Seite verjagt.[27] „Nach gewonnener Schlacht begannen die Ligisten, besonders die Kroaten, eine blutgierige Jagd auf verwundete und geflüchtete Dänen. Stundenweit ward nach ihnen der Wald durchsucht; man holte sie aus jedem Verstecke, schoß sie von den Bäumen herunter. Pardon ward Tillys Befehl gemäß nicht gegeben. Bis in die Nacht hinein währte dieses ‚Metzgen‘ im Walde“.[28] Die dänischen Verwundeten mussten zum Teil ein Jahr lang in den Klöstern und Orten im Norden unterhalten werden: Noch Anfang 1630 beklagte man im zu restituierenden Kloster Lilienthal[29] (Erzstift Bremen), dass man „insonderheit diesem closter für anderen ein überauß großer hauffe undt anzahll der in der bekanten sieghafften schlacht für Lutter gequetzschten undt verwundetenn, auch mit anderen gefehrlichen anklebenden kranckheitten behaffteten kriegsvolcks zugeführet undt man dieselbe fast ein gantzes jahrlang mit curiren undt anderer täglichen notturft mit unerstattlichen schaden dieses closters […] zu unterhalten genohtrengett“.[30]

1627 übernahm Gronsfeld das Regiment als Inhaber. Am 24.5.1635 erhielt Schelhammer, der ehemalige tapfere Kommandant von Hameln,[31] das Regiment als Rekompens für ausstehenden Sold und seine Auslagen übertragen. Nach dessen Tod im gleichen Jahr wurde es wieder Gronsfeld übertragen.

Herrliberg amtierte nach seinem Kruiegsdienst als Pfleger von Mitterfels.[32]

[1] RIEZLER, Baiern V, S. 149.
[2] HANAUER, Die bayerischen Kurfürsten, S. 34ff.; HÖGL, Die Bekehrung der Oberpfalz; HÖGL, Des Kurfürsten Maximilian Soldaten; ferner auch STURM, Benediktinermission. HELML, Dreißigjähriger Krieg, S. 31: „Am 17. Oktober predigte bereits ein Jesuit in Neumarkt und nach einem Nürnberger Bericht hatte Tilly ‚einen ganzen manipulum [Handvoll, oder im Sinne der röm. takt. Einheit v. 200 Mann eine bewusste Übertreibung] Jesuiten‘ bei sich“.
[3] SPERL, Adel, S. 339ff.
[4] Ansbach; HHSD VII, S. 26ff.
[5] ZIEGLER, Dokumente Bd. 2, S. 904.
[6] Neumarkt i. d. OPf.; HHSD VII, S. 505f.
[7] STABER, Die Eroberung der Oberpfalz, S. 211.
[8] Nach DIWALD, Wallenstein, S. 124, war er erst im Juni 1623 zu Tilly abkommandiert; er stand unter dem Befehl Leopolds V.; vgl. allgem. die Biographie v. HANDELMANN, Herzog Adolf von Holstein-Gottorp.
[9] Germersheim [Kr. Germersheim]; HHSD V, S. 112f.
[10] Nach WESKAMP, Heer, S. 30, fiel Germersheim am 13.8., wobei Anholt den Sturm geleitet habe; PROBST, Geschichte, S. 48f. Nach SCHREIBER, Maximilian I., S. 281, waren dabei die Regimenter Herliberg u. Mortaigne eingesetzt. WASSENBERG, Florus, 68, erwähnt die Erstürmung aus einleuchtenden Gründen nur kurz. Nach dem THEATRUM EUROPAEUM bei MILGER, Gegen Land und Leute, S. 147: „Leopold hat Germersheim belagert und beschossen, wodurch die meisten Einwohner samt der Besatzung zur anderen Pforte hinaus gewichen. Worauf die Krabaten alles niedermachten, was sie noch an Bürgern, Soldaten, Weibern und Kindern in der Stadt antrafen. Darauf hat der Erzherzog Leopold bei Leibes- und Lebensstrafe verkünden lassen, keinen Menschen mehr am Leben etwas zu tun. Dadurch hat das Massakrieren ein Ende genommen“. WASSENBERG, Florus, S. 152f.: „Nachdem der von Mansfeld in die Niederlande abgezogen … hat Erzherzog Leopold ohne Mitleid diesen Städten [im Elsass] noch größere Besatzungen als Mansfeld aufgenötigt. Ein armer Bürger muß 10 oder mehr Soldaten aus seinem Vermögen unterhalten. Diese Städte ertragen eine solche Last, daß einem das Herz darüber verschmelzen möchte. Man stellt auch gefährliche Inquisitionen an, predigt und sagt den armen Leuten vom Henken und vom Kopfabhauen, man macht die Leute so irre und scheu, daß sie bald keinem Menschen ähnlich sehen: die Evangelischen nennt man lutherische Schelme, Hunde und Ketzer“.
[11] HEILMANN, Kriegsgeschichte Bd. 2, S. 146. Dass Notzucht aus Rücksicht auf die Empfindlichkeit Maxs. ohnehin nicht erwähnt wurde, liegt auf der Hand, trotz der Klagen Tillys in der »Schultheißen-Instruktion« (1626 X 16); Bayerische Staatsbibliothek München Cgm 3954, fol. 16; ZIEGLER, Dokumente Bd. 2, S. 985ff.
[12] Vgl. ALBRECHT, Maximilian I.
[13] Vgl. KAISER, Politik; JUNKELMANN, Der Du gelehrt hast; JUNKELMANN, Tilly.
[14] SCHREIBER, Maximilian I., S. 282.
[15] Vgl. KRÜSSMANN, Ernst von Mansfeld.
[16] BA NF II/1, S. 5f.
[17] 6.8.1623: Niederlage Christians von Braunschweig-Wolfenbüttel gegen Tilly. Zwei Drittel von den 15.000 Mann Christians fielen oder gerieten in Gefangenschaft. HAPPES Zahlen [I 42 r: 8.000 Tote; mdsz.thulb.uni-jena.de] sind zu hoch. Im weitverbreiteten Kupferstich „Warhafft vnd eigentlicher Bericht / was massen Hertzog Christian von Braunschweig Armada den 6. Augusti 1623. im Stifft Münster auffs Häupt erlegt“ (1623) [Germanisches Nationalmuseum Nürnberg HB 1780], ist allerdings von etlichen 1000 Toten und über 9.000 die Rede. Nach Tillys Bericht jedoch fielen an die 6.000 Mann oder waren geflohen, viele wurden aus Rache von den Kroaten abgeschlachtet: „300 [Dragoner] von der Art hat, wie ich glaube, unsere Truppe bei Stadtlohn wie Schweine abgeschlachtet, denn sie brauchen nicht so sehr geschont zu werden“, hieß es in Tillys Protokoll über die Schlacht bei Altenoythe. 4.000 wurden gefangen genommen, darunter fünfzig höhere Offiziere Christians und sein Verbündeter, Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar, dessen Allianz der Patrioten aller Stände die „deutsche Libertät“ vor dem Dominat des Hauses Habsburg hatte retten sollen. Der kaiserliche Obristleutnant Ilow hatte Wilhelm einem Leutnant abgekauft und dem Kaiser übergeben lassen, die kaiserliche Belohnung betrug 1.200 Rt. Militärhistorisch muss der Hauptanteil am Sieg Gallas zugeschrieben werden. Die ligistischen Truppen hatten etwa 1.700 Mann verloren, während sechzehn Kanonen, darunter neue, von Moritz von Oranien entwickelte Modelle, und fast alle Munitionsvorräte, 85 Fahnen und zwei Silberwagen erbeutet werden konnten. Während der Flucht der Braunschweigischen war zudem einer der Pulverwagen explodiert, was das allgemeine Durcheinander nur noch verstärkt hatte. FLIEGER, Schlacht bei Stadtlohn; OER, Schlacht bei Stadtlohn.
[18] Bayerisches Staatsarchiv München FA Törring-Jettenbach M 1: Comoedia Gronsfeldiana fol. 6.
[19] 27.8.1626: Sieg der kaiserlichen Truppen unter Tilly über das dänische Heer unter König Christian IV. und seine protestantischen Verbündeten, die bis auf die Herzöge von Mecklenburg von ihm abfielen. Die Dänen verloren etwa 6.000 Mann, 2.500 gerieten in Gefangenschaft. Zu Beginn der Schlacht waren beide Armeen etwa 19.000 Mann stark. Die genauen Verluste sind nicht mehr feststellbar. Die Dänen dürften etwa 4.000 Tote und Verwundete, 3.000 Gefangene, etwa 100 Fahnen und Standarten, dazu die gesamte Artillerie und einen Großteil ihrer Bagage verloren haben. LAHRKAMPS Angaben, Bönninghausen, S. 246 (8.000 Tote), liegen eindeutig zu hoch. Das zeitgenössischen Flugblatt »Kurtze[r] vnd einfältige[r] […] Bericht« spricht von 6.000 Toten und 2.000 Gefangenen. Tillys Verluste lagen wohl deutlich unter 1.000 Mann. MELZNER, Schlacht bei Lutter am Barenberge; VOGES, Schlacht bei Lutter am Barenberge; VOGES, Neue Beiträge, Chronik; KLAY, 27./17. August.
[20] So hatte man den Offizieren der nach den Kämpfen gegen Bethlen Gábor abgedankten Regimenter während der Verhandlungen in Freistadt vorgehalten, kein Kriegsherr habe je alle Außenstände beglichen, ein Nachlass sei doch üblich; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2345, fol. 69f. (Abschrift): »Fürhalt« an die Offiziere der Liga-Regimenter u. Freikompanien, Freistadt, 1624 V 15. Die sogenannten „freien u. einschichtigen“ Kompanien (1619-1648) schlugen immerhin mit 5.042.840 fl. 58 kr. in der Hauptkriegskostenrechnung zu Buch; GOETZ, Kriegskosten, S. 123; KAPSER, Kriegsorganisation, S. 282.
[21] REDLICH, Enterpriser Bd. 1, S. 331ff.; KIERNAN, Foreign Mercenaries, S. 77. Jedoch muss man wohl davon ausgehen, dass nicht alle Offizierschargen in gleichem Umfang an diesen lukrativen Geschäften beteiligt waren. Die bei DAMBOER, Krise, S. 150, dargestellte „Schatzkammer“ eines Hauptmanns ist nicht unbedingt typisch.
[22] Homberg (Efze) [Schwalm-Eder-Kreis]; HHSD IV, S. 236f.
[23] LUCKHARD, Homberg, S. 170f. Das Saufen bis zur Bewusstlosigkeit war „normal“; vgl. TANNAHILL, Kulturgeschichte; BOCK, Kurze Geschichte.
[24] VOGES, Schlacht, S. 85ff. Vgl. dazu die abweichende Darstellung bei VILLERMONT, Tilly, S. 319.
[25] WASSENBERG, Florus, S. 113.
[26] Nach LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 246, der v. Des Fours, unter dem auch Bönninghausen diente, geführten Attacke zu verdanken, wobei sich LAHRKAMP auf HALLWICH, 5 Bücher I, S. 541, 545, 547, stützt. Vgl. auch JÜRGENS, Chronik, S. 420f.
[27] Zu Beginn der Schlacht waren beide Armeen etwa 19.000 Mann stark. Die genauen Verluste sind nicht mehr feststellbar. Die Dänen dürften etwa 4.000 Tote u. Verwundete, 3.000 Gefangene, etwa 100 Fahnen u. Standarten, dazu die gesamte Artillerie u. einen Großteil ihrer Bagage verloren haben. LAHRKAMPS Angaben, Bönninghausen, S. 246 (8.000 Tote), liegen eindeutig zu hoch. Das zeitgenössische Flugblatt »Kurtze[r] vnd einfältige[r] Bericht« (Germanisches Nationalmuseum Kapsel 1342 HB 450) spricht v. 6.000 Toten u. 2.000 Gefangenen. Tillys Verluste lagen wohl deutlich unter 1.000 Mann. Vgl. VOGES, Schlacht, S. 82ff.; bzw. THEATRUM EUROPAEUM Bd. 1, S. 932f. RILLS Angaben (S. 184) sind hinsichtlich der dänischen Verluste ebenfalls zu hoch. Der auch nicht immer zuverlässige SCHREIBER, Geschichte Bayerns Bd. 1, S. 78, führt die hohen Verluste auf die an der Pest verstorbenen Verwundeten zurück. Vgl. LICHTENSTEIN, Schlacht, S. 3-29. Nach BECHTOLD, Julius-Spital, S. 11-16, wurden die bei Lutter, Steinbrück u. andernorts erbeuteten Geschütze 1628 nach Würzburg in das als Zeughaus verwendete Julius-Spital verbracht; ein Teil kam nach München u. fiel dort nach dem 17.5.1632 in die Hände Gustav Adolfs.
[28] GÜNTHER, Harz, S. 295.
[29] Lilienthal [Kr. Osterholz]; HHSD II, S. 296f.
[30] Staatsarchiv Osnabrück Rep. 100 Abs. 1 Nr. 66, fol. 387 v.
[31] Hameln; HHSD II, S. 192ff.
[32] Mitterfels [LK Straubing-Bogen]; HHSD VII, S. 453.
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