Schönburg [Schönberg, Schönenberg] auf Wesel, Otto Friedrich Freiherr von

Schönburg [Schönberg, Schönenberg] auf Wesel, Otto Friedrich Freiherr von; Obrist [1589-17.9.1631 bei Breitenfeld gefallen]

Schönburg, Otto Friedrich Freiherr vonSchönburg, Otto Friedrich Freiherr von

Otto Friedrich Freiherr von Schönburg (Schönberg)Schönburg_bei_Wesel_Johannes Robalotoff [=> Abb. rechts: Johannes-Robalotoff] auf Wesel,[1] 7.2.1624 Panier- und Freiherr v. Schönburg, Seigneur de Montquintin de Saulcy de Montigny-sur-Chiers de Malatour de Bertrange de Messancy et de Vance [Herzogtum Luxemburg] als Schenkung seines Onkels Philipp Dietrich v. Schönburg, hatte 1609 Reisen in Schottland und England unternommen und dabei u. a. Bekanntschaft mit Ludwig Günther I. Graf von Schwarzburg-Rudolstadt[2] [=> Abb. links]Schwarzburg-Rudolstadt.Ludwig.GüntherI. geschlossen.

Er diente 1619 als Obristleutnant[3] im würzburgischen Regiment[4] Franz von Herzelles, das 1623 in ligistische Dienste übernommen wurde,[5] und nahm am Feldzug in Böhmen teil.

Das Regiment Baur von Eyseneck wurde nach dessen Tod (16.7.1621) im Frühjahr 1622 an Schönburg übertragen, unter dem auch Werth[6] dienen sollte. Schönburg führte mit Pappenheim[7] und 1.000 Mann die Blockade Frankenthals[8] 1622 weiter, bis kaiserliche Einheiten sie ablösten.[9] Nach der Einnahme der kurpfälzischen Hauptstadt Heidelberg,[10] deren Fortifikationen einer längeren Belagerung ohnehin kaum standgehalten hätten,[11] sei darin, so ein zeitgenössischer Bericht, „ein jämmerlich Zetergeschrey und Wehklagen, durch Niederhauen, Plündern und Geld heraus martern mit Däumeln, Knebeln, Prügeln, Peinigen, Nägelbohren, Sengen an heimlichen Orten, Aufhenken, Brennen an Fußsohlen, mit Schänd und Wegführung der Frauen und Jungfrauen gegangen“.[12] Selbst die abziehende Garnison – der englische Kommandant, Sir Gerard Herbert, war beim „dritten Secundiren durch den Kopf geschossen“ worden,[13] an seiner Stelle kommandierte Merven – wurde überfallen und misshandelt; wahrscheinlich, weil die Belagerung 400 Tote unter den Ligisten gefordert hatte.[14] Die Ligisten rissen ihnen Unter- und Oberwehr [Degen und Schusswaffen] ab, hatten „etliche auf ein Seil genommen[15] und ihnen Riemen aus dem Leib geschnitten“[16] und verschonten auch den Kommandanten nicht, so dass Tilly[17] selbst mit dem Degen in der Hand für Ordnung sorgen musste und den Abziehenden freies Geleit bis nach Frankfurt[18] geben ließ.[19] Beteiligt waren an den Ausschreitungen die Regimenter Schönburg, Truchsess von Wetzhausen und Johann Joachim von Wahl. Allerdings sollten die würzburgischen Regimenter Truchsess von Wetzhausen und Schönburg[20] seit Herbst 1622 keinen Sold mehr erhalten und wurden später mit einem Drittel ihrer Ansprüche abgefunden.[21]

Schönberg nahm mit seinem Regiment auch an der Schlacht bei Stadtlohn[22] teil. Bei Stadtlohn[23] besetzte Christian von Braunschweig eine Anhöhe, die den Blick auf die Anmarschwege erlaubte und zu beiden Seiten durch ein Sumpfgelände gegen Flankenangriffe der gegnerischen Reiterei gesichert schien. Hier vollzog er eine Schwenkung gegen die Ligisten und fand kaum Zeit, seine Truppen in die übliche Gefechtsposition zu bringen, als Tillys Einheiten über ihn herfielen. Es war um die Mittagsstunde des 6.8.1623, Sonntag und Fest der Verklärung Christi. Der militante Katholik Tilly, der diesen Feiertag als gutes Omen ansah, erblickte voller Erstaunen auf Christians Fahnen den in seinen Augen blasphemischen Wahlspruch: „Tout pour Dieu et pour elle“,[24] womit die von Christian verehrte Gemahlin Friedrichs V.[25] gemeint war, um deretwillen die schottischen Verbände in den Krieg gezogen waren, während sich die bayerisch-katholische Identität in der Gestalt Marias auf ihren Fahnen und in ihrem Schlachtruf symbolisierte.[26] So konnte der Sieg nach Tillys Überzeugung nicht Männern wie Christian[27] beschieden sein, die so blasphemisch waren, dass sie den Namen eines „sterblichen Madensacks“, wie der Generalleutnant die schöne Königin von Böhmen nannte, zugleich mit ihrem Schöpfer auf eine Feldfahne setzten.[28] Zwar hatte Christian die vorteilhaftere Stellung auf dem später nach der Schlacht sogenannten »Blutkamp« bezogen, doch war ihm der ligistische Kommandierende an Truppen überlegen. Tilly verstand diese auch geschickter einzusetzen, indem er zunächst nur seine Avantgarde vorschickte, die er, während das Hauptheer und die Artillerie nachrückten und in Stellung gingen, verstärkte. Unter den unablässigen, immer heftiger werdenden Angriffen und dem ständigen Geschützfeuerkam die Kavallerie an den Flanken des halberstädtischen Heeres ins Wanken. Zum Manövrieren bot die Anhöhe zu wenig Raum, und die Kavallerie dieser Zeit war für die Defensivtaktik denkbar schlecht geeignet. Durch die nun einsetzende Flucht der Berittenen konnten die Fußtruppen der herandrängenden, überwältigenden Übermacht der Ligisten nicht länger standhalten, und Christians Truppen verließen die Anhöhe, wurden jedoch durch das Sumpfgelände, das hinter ihnen lag, aufgehalten.[29] Die Mehrzahl der Reiter kam durch, aber Infanterie, Tross[30] und Artillerie blieben in dem sumpfigen Gelände stecken.

Nach Tillys Bericht fielen an die sechstausend Mann oder waren geflohen,[31] viele wurden von den Kroaten[32] abgeschlachtet, viertausend wurden gefangen genommen,[33]darunter fünfzig höhere Offiziere Christians und sein Verbündeter, Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar,[34] dessen „Allianz der Patrioten aller Stände“[35]die „deutsche Libertät“ vor dem Dominat des Hauses Habsburg hatte retten sollen. Aus Münster[36] wird berichtet, dass Kroaten als Begleiteskorte die Gefangenen „wie auf Jahrmärkten das unvernünfftig Vieh“ vor sich hergetrieben hätten.[37] Die ligistischen Truppen hatten etwa 1.700 Mann verloren, während sechzehn Kanonen, darunter neue, von Moritz von Oranien entwickelte Modelle, und fast alle Munitionsvorräte, 85 Fahnen und zwei Silberwagen erbeutet werden konnten.[38] Während der Flucht der Braunschweigischen war zudem einer der Pulverwagen explodiert, was das allgemeine Durcheinander nur noch verstärkt hatte.

Ein Kornett[39] und 300 Mann des Regiments Schönburg lagen vom Herbst 1623 bis Juni 1625 in Schmalkalden.[40] Bei dem Schmalkaldener Chronist Johann Georg Pforr [1612  – 1687] heißt es dazu: „A[nn]o 1623, den 3. 9br:, ist die beschwerliche und verderblich<e> Schönbergische einquardirung erfolgt, indem bemelder Keyserliche Obriste Schönbergk mit einer compania[41] reuter von 150 pferd und dem regiments[stab] sich uff dato in die statt Schmalkald[en einlogirt und alta 1 ¾ jahr, biß uff den 3. Jun: des folgenden 1625. jahrs gelegen, binnen welcher zeitt statt und ambt ein uberauß großen und schweren uncosten uff berührte völcker /.welches fast lauter Frantzosen geweßen:/ ufgewendet und darbey etliche tausent th[a]l[e]r schulden gemacht.

Bey dieser einquartirung hat der vetter, beneben noch 3 bürger<n>, den Capitänleutenant Claudius Syfry unterhalten sollen, welcher bey dem alten Hanßen Fuchsen geleg[en. Hat auch [der vatter] sein quotam nach mügklichkeit beygetragen. Aber durch anstifftung Hanßen Fuchsen hat berührter leutenant seiner knegt 6, so Franzoßen geweßen, [dem vatter] ins hauß gelegt, denen er 6 wochen zu freßen und zu sauffen genug geben müßen“.[42]

„Den 2. Febr: [1624; BW] hat der Schönbergische Capitänleutenant[43] Syfry bey dem vatter, Sigmund Pforn, sein quartir genommen und 26 wochen bey ihme gelegen. Es ist zwar dem vatter von den burgermeister<n> wöchentlich 100 f zu deß leutenants unterhaltung verheißen worden, hat sie aber keine einige wochen vollkömlich bekommen. Und ist ihme obbemelter Hanß Fuchs dem vatter allein noch zu bezahlen schultig verblieben 121f, welcher den leutenant hat sollen helffen unterhalden. […] Den 9. Maii 1624 haben die Schönbergische reutter das dorff Hergeß[44] im ambt Hallenbergk in brantt gesteckt, weil sich selbige bauren den reuttern wiedersetzet. Bey dieser einquartierung ist ein corporal[45] gehenckt und ein reuter bey nacht erschlagen worden“.[46]

1624 wurde Schönburg in den Freiherrnstand erhoben.[47] Pforr berichtet weiter: „Hieruff ist den 3. Jun: [1625; BW] der Obriste Schönberg, wie hievorn gemelt, uffgebrochen. Vor seinem abzugk haben die dorffschafften einem jeden reuter ein feltzeichen von 6 eln [Ellen] rotem doppeldaffet[48] kauffen müßen und alß ein reuter in der obervogthey daß gelt vor daß feltzeichen abgeholet, ist er uf dem heimweg erschlagen word[en“.[49]

In diesem Sommer 1625 war Schönburg unter Tillys Kommando damit beschäftigt, die braunschweigischen Lande bis vor Hannover[50] auszuplündern und zu verwüsten. In der Hannover’schen Chronik heißt es: „Tilly als er seinen Vortheil ersehen und daß er keinen Widerstand gehabt, hat erstlich die Stadt Hameln[51] angefallen, mit seiner Armee und der Artillerie davor gerücket, auf beyden Seiten hart belagert, die Mühlen zu beschießen und lahm zu legen angefangen und die Stadt mit seiner praetendirten und allzeit im Munde führenden kayserl. Ungnade dahin geschrecket, sonderlich weil sie keine Soldaten, besondern nur etlich Landvolk darin gehabt und in solcher Eile keines Entsatzes sich zu getrösten gewußt, daß sie sich dem Tilly ergeben, auf gute parole, wie man sagt. Der Bürgermeister hat die Stadtschlüssel dem Tilly entgegen getragen auf der weserbrücke, und ist bald eine Tillysche Guarnison darin gelegt von 500 Mann, welche die Bürger eine Zeitlang speisen müssen. Er Tilly selbst hat auch sein Hauptquartier in Hameln[52] genommen. Nachdem hat er das Braunschweigische und Calenbergische Theil mehrentheils occupiret und überziehen lassen. Den 30. Julii Nachts haben die Tillyschen Münder,[53] Hallerspringe[54] und Völksen[55] ausgepochet[56] und haben die Hausleute, so aus dem gantzen Calenbergischen Lande nach der Stadt Hannover gescheuchet und gejaget worden, die Nacht häufig auf den Gassen unter dem blauen Himmel mit ihren Wagen und darauf ihrem bey sich habenden Gerähte, Betten und andern Hausgerähte, das sie fort bringen können, weil die Häuser voll gelaufen, halten müssen, welches zu erbarmen gewesen. Ferner haben die Tillyschen nicht allein hinter dem Deister übel gehauset, besondern sein auch über den Deister kommen und zwischen Deister und Leine bis vor Hannover tyrannisiret, alle Dörfer bis an Hannover ausgepochet und die Leute, die sie angetroffen, greulich gepresset, mit sich genommen oder durchschossen. Derowegen die Leute aus den Dörfern darvon laufen, das Korn im Felde in der Ernste stehen lassen müssen. Das Braunschweigische Land zwischen Deister und Leine hat Tilly gantz occupiret bis auf die Vestung Calenberg.[57] In Pattensen[58] ist der Obrist Schönburg mit 400 Reutern kommen und hat seine Reuterey auf die nächsten Dörfer vor Hannover geleget, welche den 9. Aug. vor Hannover von dem Steinwege vor der Innenbrücke 12 Pferde geraubet und ausgespannet. Ob nun wohl die Tillyschen um Hannover her greulich gehauset, so hat er doch der Stadt dero Zeit noch nicht sonderliches angemuhtet, nur daß er vor seine Armee Proviant begehret um Geld und Bezahlung. Dahero des von Erwitte Secretarius selbdritte den 10. Aug. 1625 in Hannover kommen als Tillysche Abgesandte zu kaufen, welches man ihm concediren müssen“.[59]

Als Tilly 1626 vernahm, dass sich Ernst von Mansfeld[60] in der Grafschaft Diepholz[61] festsetzen wollte und damit die Stifter Osnabrück[62] und Minden[63] unmittelbar bedrohte, wurden ihm Jost Maximilian von Gronsfeld und Anholt entgegen geschickt. Als sie zwischen Minden und Hameln ankamen, erhielten sie die Nachricht, dass dänische Verbände ihnen den Pass abzuschneiden drohten. Sie rückten ihnen entgegen und schlugen sie – allerdings unter dem hohen Verlust von 3.000 Mann – in die Flucht.[64] In der Hannover’schen Chronik heißt es: „Darzu hat der Obrister Conrad Nelle [Nell; BW] zu Escherde[65] Hochzeit eben gehalten, und als ihnen Burchard von Hanensee, welcher Commendante auf der Erichsburg[66] gewesen, und von der Erichsburg kommen, in seiner dahin Ankunft angezeiget, daß die Tillische so stark im Anzug wären und sie übereilen würden, haben sie es nicht glauben wollen. Als nun die Tillische in solcher guten Ordnung zu Poppenborg[67] vorüber und auf das Dorf Rößing,[68] nicht weit vom Calenberge gelegen, ankommen, habe sie den Obristen Berend Geist und Obristen Leo Freitag, welche sich mit ihrer Reuterey fast alleine praesentiret und zur Wehr gesetzet, angetroffen, welche sich alsobald gegen die Tillischen auf einen Pistolenschuß weit avancirt und wieder etwas stille gehalten. Demnach aber die Tillische inzwischen sich versammlet und in Schlachtordnung gestellet und den Feind vor Augen gesehen, haben sie länger nicht Geduld haben wollen, bis die Retrogarde ankäme, besondern dieselben frisch und tapfer mit 32 Cornetten angegriffen, und als auf des Obr. Freyherrn von Cronburg 5 Compagnien Curassirer[69] wohl 14 Compagnien Königsche[70] chargiret, hat ihnen der von Billay [Billehé; BW], so damahls 6 Schönebergische [Schönburg; BW] Compagnien Curassirer commandiret, mit solcher Tapferkeit secundiret, daß sie der Königischen, denen nicht secundiret worden, Ordnung so bald getrennet und in Confusion gebracht, darin sie ohne das schon waren, weil sie vom Gesöffe unversehens zu Pferde kommen und der Tillischen von der Göttingischen[71] Belagerung so schleunig nicht vermuhtet waren. Da sie doch hätten gedenken sollen, weil sie ja Göttingen nicht entsetzen wollen, besondern dem Tilly nur eine Diversion mit der Calenbergischen Blocquirung zu machen gesinnet gewesen, daß er nicht ruhen, besondern den Calenberg entsetzen würde. Als der von Cronburg den Angriff gethan und ihn Ballay secundiret, hat auf der andern Seite der Obrist Erwidt [Erwitte; BW] in die Flanke und Obr. Four [Nikolaus Des Fours; BW] mit 10 Compagnien mit großer Courage und Valeur vornen her angegriffen, imgleichen haben auch die übrigen Compagnien das ihre gethan und in die Königschen dermaßen gesetzet, daß dieselben gantz und gar getrennet und in die Flucht gejaget worden, weil Obristen Geists und Freytags Reuter nicht entsetzt, besindern allein im Stich gelassen worden. Auf der Dänischen Seiten ist der Obriste Freytag sammt 6 Rittmeistern und etlichen andern Officiren auf der Wahlstid todt blieben und ein junger Graf von Stolberg, Bodo Ulrich, welcher hernach in Hildesheim[72] begraben worden. Die Anzahl der todten Reutere, so auf der Wahlstid befunden, ist über 500 gewesen, ohne diejenigen, so in der Flucht, und insonderheit alle die Dänischen Dragouner, so mit vor dem Calenberg gewesen, nieder gehauen worden“.[73] Ein Dankschreiben Maximilians I.[74] war auch an Schönburg abgegangen.

1626 war Schönberg an der blutigen Erstürmung Mündens,[75] dem sogenannten „Mündener Blutpfingsten“ beteiligt. „Den 6. Junij ist General Tylli mit 8 Reg[imen]t[e]r[n] Vor Munden gerücket, daselbsten 3 Lager geschlagen. Erstlich in der von den Mundischen selbst abgebranten Vorstadt, die Blum genant, alda der Graff Von Fürstenberg, Obrister und General über artillerey, Herr Cortenbach Undt Schönberg Jhr Qvartier gehabt; Das ander der Stadt, da die Weser und Fulda Zusammenfließen; das Dritte hatt der General Tylli auff dem Galgenberge selbst eine gehabt. Am H[eiligen] Pfingsttag ist beederseits starck geschoßen Und sonderlich hat der Von Fürstenberg über die Weser in die Stadt fast den gantzen tag tapffer feur gegeben. Montags ist nicht viel vorgenommen, allein hat sich der General Tylli bemühet, die Stadt per accordo[76] einZubekommen, Jmmaßen Er Zum Dritten Mahl Trommeter[77] in die Stadt geschicket. Es ist aber Vom Obr[ist]LieutenantCloutkeine ander resolution erfolget, alß daß Er gemeinet Zufechten bis in dem Todt. Und hat die Besatzung Viel Höhnische Worte durch die Trompeter hinauß geboten. Dienstages hat der General befohlen, alle Geschütze gegen die Stadt Zu richten Und so lange Feur Zugeben, biß eine pressa geschoßen würde, daß man mit einem gantzen Regiment Zu Sparung der Soldaten stürmen könte, Welches dan der von Fürstenberg effectuiret Und von Morgen Zu 5 Uhr bis in die Nacht umb 9 Uhr fast in die Tausendt Schüße in die Stadt und wieder die Mauren gethan. Wie dan durch solch starck und unabläßiges schießen die Mauren an der Werra Zerschmettert, die Belagerten aber keines accords jemahls begehret, Alß hat der von Fürstenberg umb 9 Uhr mit 2 Reg[imen]t[e]r[n], Welche erst über die Werra setzen müßen, den Sturm anlauffen laßen Und in einer Viertel Stunde die Oberhandt behalten, in die Stadt gedrungen Und alle ManßPersohnen meistentheils mit Axten vnd Beilen Zu todt gehawen. Der meiste Theil der Bürger und Soldaten haben sich noch eine gute Zeit von dem Kirchhoff, allda Sie sich Zuvor verschantzet, mit Mußqueten[78] Tapffer gewehret. Alß aber Unmüglich denselben Zuerhalten, haben Sie sich uff das Schloß reteriret Und sich davon gewehret, daß es voller Todten Ringsherumb gelegen, darauff dieselbe auch vollents hingerichtet. Es seind aber die Bürgere, Soldaten, Bauren und Schieffleute mehrentheils geblieben vnd weinig davonkommen, die Weiber, deren gar Viel den Soldaten entgegengelauffen Und vermeinet, Jhre Männer Zu erretten, seind mit Barten[79] darniedergehawen. Jn summa es ist ein über die Maß erbärmlicher und Cläglicher Zustandt gewesen Und obwoll viele Wagen von Allendorff[80] und Witzenhausen[81] dahin geschicket, die Todten Zubegraben Und theilß in die Weser Zuführen, konten Sie doch in Vier Tagen das Schloß undt die Stadt nicht gäntzlich saubern, ungeachtet fast alle Cörper, darunter der Obriste Clout selbsten, in die Weser geworffen worden. Sonnabents, den 13. Junij, hat man 18 C[entner] Pulver in einem Thurn gefunden, daßelbe ist angangen, durch was Mittel aber ist unbewust, hat viel Schaden gethan. Jst also die gute Stadt Munden, mit welcher Osteroda[82] alleZeit vndt sonderlich vor alters, wie davon in 5. capittel gemeldet worden, in guten Nachbarlichem Vertrawen gestanden, auff einmahl Jhrer Bürgerschafft beraubet Und seind daselbst Viele Witwen und Weisen in wenig Stunden gemacht“.[83]

„Den Obristen Cronberg und Schönburg waren [1627; BW] die Wetterau[84] sowie das Frankenland zur Überwinterung zugeteilt. Als nun der Kitzinger[85] Stadtvogt Samuel Mann die Nachricht erhielt, die Schönburger Reiter seien in der Schweinfurter[86] Gegend angelangt, schickte er einen Boten aus um Näheres in Erfahrung zu bringen. Dieser Bote brachte an 15. Dezember einen Quartierplan mit, aus dem hervorging, daß Kitzingen keine Quartierlast zu tragen hatte. Die Schönburger waren rings um Schweinfurt einquartiert (317, 77). Dennoch kamen sie auf ihren Streifzügen auch bis nach Kitzingen, und verübten dort allerlei Schandtaten. So betranken sich am 28. Dezember/7. Januar zwei Reiter in der „Güldenen Gans“ in Kitzingen. Nach ihrem Aufbruch schossen sie in Etwashausen[87] ohne erkennbaren Grund den Schmied nieder (317, 79 und 80). Andere (fünf) Schönburger Reiter führten am hellichten Tage in der Gegend von Schlüsselfeld[88] drei stadt- und klostereigene Pferde weg. Ein Kitzinger Aufgebot holte am nächsten Tage die Pferde gegen eine „Verehrung[89] von sechs Reichstalern“ wieder aus dem Quartier der Reiter aus Rödelsee[90] zurück (317, 85 bis 92). Auch an einem dritten Vorfall waren Schönburger beteiligt. Zwölf außerhalb des regulären Geleits von Nürnberg[91] nach Würzburg[92] fahrende Wagen Wagen mit Kaufmannsware wurde von ihnen überfallen, einer davon ausgeraubt. Die andern elf gelangten unversehrt nach Kitzingen. Doch die Schönburger wollten sich solch fette Beute nicht entgehen lassen, und dem Zug, dem Kitzingen wegen der besonderen Umstände ein Sondergeleit verweigert hatte, nach seiner Weiterfahrt erneut auflauern.

Oberst Schönberg waren diese Übergriffe bekannt. In einem Patent vom 26. Dezember/5. Januar 1627 ließ er auch eine Warnung verlautbaren: ‚Daher ergeht an die Fürsten und Grafen, auch Herren mein unterthänig, auch freundlich Bitten: Die wollen solche bösen Gesellen, wo sie betreten[93] werden, alsobald verhaften und mir jedes Mal berichten… So wird sich ein jeder Reuter davor zu hüten wissen’ (317, 81). Allein, geändert hat sich daraufhin nicht viel“.[94]

Nach den Erinnerungen des schwarzburg-sondershausischen Hofrats Happe[95] war im Juni 1627 das Regiment Schönburg in die Grafschaft Schwarzburg-Sondershausen eingezogen: „Den 8. Juni [1627; BW] sind sie von dar auf die Sachsenburg[96] nach Sangerhausen[97] gezogen. Ist also dieser Zug, dafür wir uns balde 4 Wochen sehr gefürchtet, vor der Herrschaft Schwartzburg[98] übergangen. Es haben aber Mein Gnädiger Herr[99] dem Obersten Schönberg ein stadlich Pferd wie auch dem Generalquartiermeister[100] Slawitzki [Schlawitzky (Schiawitzky, Salviski, Slawitzki), Adam; BW] auch ein schön Pferd, alle beyde wohl 800 thlr werth, verehret. Als sie im Ambt Weißensee[101] gelegen, haben sie von Creußen[102] vier Pferde den Bürgern und einem Gespannen und zu Clingen[103] Wolf Schneidern 2 Pferde ausgespannet und mitgenommen“.[104]

Der Pfarrer Jacob Möser [um 1570-1644][105] aus Stassfurt[106] erinnert sich: „Den 12. Juni [22.6.1627; BW] marschiert das Schönburgische Regiment von 12 Corneten, meistentheils Cüraßier hier durch, war jegliche Compagnie 100 Pferde stark, haben alle großen Schaden auf dem Lande gethan, hier jagen sie muthwillig einen armen Hirten in die Buden, der ersaufen muß“.[107]

Das Verzeichnis der Unkosten des benachbarten Reichsdorfs[108] Sennfeld[109] bei Schweinfurt hält für den Juni 1627 fest:„Im Juny sind wiederum an 500 Mann an Reutern und Fuß Volck 1 Nacht alda gelegen, welche großen Schaden an Heußern gethan, kostet die gemeind 356fl., hat man des Herrn Obristen Schönbergs Quartier Meistern zur Contribution erlegh 200 fl“.[110]

Tilly hatte Schönburg, der als sein Protégé galt,[111] schon am 22.8.1626 vergeblich zum Generalwachtmeister[112] der Kavallerie vorgeschlagen.[113]Am 3.7.1627 hatte Tilly ihn erneut zum Generalwachtmeister der Kavallerie vorgeschlagen, „weil er nicht allein von guten Qualitäten, sondern auch mit der schönsten Reiterei in 1400 Pferde stark auf das beste und stattlichste montiert versehen sei“.[114] Als Maximilian I. nach drei Jahren endlich zustimmte, wollte Tilly allerdings die Stelle weiter offen halten.[115] Schönburg wurde erst 1631 in der Nachfolge Pappenheims[116] kaiserlicher Generalwachtmeister.[117] Maximilians I. eigentlicher Wunschkandidat war Philipp Graf von Mansfeld gewesen, auf Vorschlag Tillys wurde jedoch Schönburg ernannt.[118] Tilly hatte bereits 1622 sein Bedauern gegenüber Eynatten und Schönburg ausgedrückt, dass sich selbst hohe Chargen in diese Rangkämpfe „gegen einander einlassen“ würden.[119]

Schönburgs Reiterkompanien waren ab Mitte Dezember 1626 als „Press- und Fressreiter“ vor allem in den protestantischen Herrschaften Frankens stationiert, z. T. in Sommer[120]- und Winterhausen,[121] dann im Castell’schen Obereisenheim.[122] Allein in Obereisenheim kostete die Einquartierung für 58 Pferde, 63 Reiter, 33 Trossbuben und 1 Frau in 23 Wochen 10.000 Rt.[123] Seine Press-Reiter haben sogar Eingang ins zeitgenössische Liedgut gefunden: „Ein cläglich lied von dem ausgestandenen fünf monat langen Schönberg und Truckhsässischen [Truchsess v. Wetzhausen; BW] winterquartier im Hällischen land“.[124] In dem Verzeichnis der Unkosten des Reichsdorfs Gochsheim[125] bei Schweinfurt[126] heißt es für 1627:„Hat man den Obrist Schönberg; in 23 Wochen contribuirt an baarem Geld 1380 fl., dann auch 46 Fuder Heu = 230 fl“.[127]

Am 31.5.1627 war Schönburg mit 2.000 Reitern in Gräfenthal[128] einquartiert, um tags darauf durch Saalfeld[129] nach der Grafschaft Schwarzburg zu ziehen.[130]

Teile seines Regimentes lagen unter Obristwachtmeister[131] Maximilian von Billehé auch in der Grafschaft Hohenlohe.

„Als von 1627 an eine Korporalschaft einer Kompanie aus dem Regiment Schönberg für die folgenden zwei Jahre in die hohenlohe-weikersheimische Ämter Hollenbach[132] und Weikersheim[133] kam, um dort zu quartieren, stand der verantwortliche Kornett, Sebastian Sproty, vor dem Problem, daß seine Reiter, es konnten ungefähr 25 pro Amt sein, weit voneinander entfernt unterkommen mußten. Die Zahl der zu seiner Korporalschaft gehörenden Soldaten war allerdings nicht konstant über den langen Zeitraum der Einquartierung. Außerdem gab es zwischendurch immer wieder Verlegungswünsche von Soldaten wie von Untertanen, denen in Absprache zwischen Kornett beziehungsweise dem für die Kompanie zuständigen Obristwachtmeister Maximilian von Billehe und Weikersheimer Räten gelegentlich entsprochen wurde“.[134]

Am 5.1.1628 war eine Kompanie Schönburg’sche Reiter in Trappendorf[135] eingefallen. Am darauf folgenden Freitag waren 5 Kompanien durch Saalfeld[136] nach Gräfenthal[137] gezogen.[138]

„Wegen der weit verstreut liegenden Reiter mußte beispielsweise auch der von 1628 an selbst in Hohebach[139] logierende Sproty ständig unterwegs sein; währen er einerseits oft durch das Amt reiten beziehungsweise für Botendienste sorgen mußte, um Kontakt mit seinen Soldaten zu halten, hatte er zugleich auch stets Verbindung zu dem Obristwachtmeister aufzubauen. Billehe quartierte im hohenlohe-langenburgischen Kirchberg,[140] verwaltete von dort aus seine unter anderem über die Herrschaften Langenburg,[141] Weikersheim und Schillingsfürst[142] verstreuten Corporalschaften und war seinerseits gezwungen, ständig mit dem Obristen Ott Friedrich von Schönberg und der Regimentsleitung zu kommunizieren; das Regiment verteilte sich schließlich gemäß der Kreismatrikel über mehrere Territorien des Fränkischen Reichskreises. In der Grafschaft Hohenlohe quartierte zeitweilig eine weitere Kompanie aus diesem Regiment. Die weiträumige Streuung der Soldaten und deren Kontakt mit unterschiedlichen Quartiergebern gab genauso Anlaß zu Neidreaktionen wie Untertanen stets in gegenseitiger Mißgunst genau darauf schauten, wer von ihnen mehr oder weniger Lasten zu tragen hatte“.[143]

„Die Untertanen indes nutzten gleichwohl die Ordonnanzen als Grundlagen für ihre Beschwerden. In einer im Sommer 1628 eingereichten Supplik aus Münster im Amt Weikersheim wird erwähnt, daß die drei im Dorf einquartierten Reiter vom Kornett Sproty in Hohebach eine neue Ordonnanz des Obristen Schönberg gebracht hätten. In dieser Ordonnanz wurde bekräftigt, daß den Einquartierten Salz, Licht, Heu und Stroh nach Bedarf gegeben werden solle. Die Soldaten würden nun stündlich danach begehren und hätten ihre Gemeinde beim Kornett verunglimpfet. Auf diese Weise wird ein Streit zwischen den Untertanen zu Münster[144] und den dort einquartierten Reitern um deren Versorgung angedeutet, wie er regelmäßig vorkam. Es erscheint bemerkenswert, daß Auseinandersetzungen zwischen einquartierten Soldaten und lokaler Bevölkerung um die Auslegung der Ordonnanz geführt wurden.

In ihrer Supplik unterstrichen die Untertanen, daß sie den Soldaten stets ausreichend gegeben hätten und daß deren gegenteilige Behauptungen unwahr seien. Die Reiter hätten insbesondere großer Mengen Salz bedurft, um das Fleisch – erbeut[e]ter – Schafe und Lämmer zu konservieren. Zudem hätten die Einquartierten verbrauchte Lebensmittel wie Wein nicht bezahlt. Die Kosten dafür seien diesen von der wöchentlichen Geldlieferung abgezogen worden. Vor allem hätten die Soldaten in sieben Wochen über 1.000 Eier verzehrt, so daß nun im Ort kaum eines mehr zu haben sei. Trägern hätten sie ebenda Getreidesäcke und gebackenes Brot abgenommen und in ihre Quartiere getragen. Außerdem behinderten die Reiter die Ernte.

Deswegen baten die Untertanen zu Münster die Herrschaft, dem Kornett in Hohebach zu schreiben und ihn zu ersuchen, den bei ihnen logierenden Soldaten entsprechende Anweisungen zu erteilen: Die Supplikanten erhofften sich, das [sie] von dem Reütern umb den Ausstand köndten befriedigt, aller Ubermaß Unfueg, so geschicht in Gärten […], abgewehrt, […] künftige Unheyl möge verhüetet werden. Der in dieser Bittschrift ausgedrückte Wunsch ist also die Einhaltung der Ordonnanz. Was die Untertanen im einzelnen ansprachen, sind typische und oft vorkommende Exorbitantien gewesen. Nicht bezahlte oder übermäßig verlangte Lebensmittel und aus den Gemüse- und Obstgärten der Quartiergeber genommene Viktualien fanden Eingang in viele Suppliken“.[145]

„Die klare Abgrenzung zwischen ziviler und militärischer Gerichtsbarkeit wurde jedoch des öfteren sowohl unter dem Protest der einen oder anderen Seite als auch in beiderseitigem Einverständnis durchbrochen. So hatte etwa der Obrist Schönberg in seine bereits erwähnte Ordonnanz vom Sommer 1628 die Bestimmung aufgenommen, daß alle Strafverfolgung den hohenlohischen Beamten obläge. Wenn die Verfolgung von straffällig gewordenen Soldaten in den Händen der Offiziere lag, vermitteln die meisten Quellen aus den hohenlohischen Verwaltungsakten allerdings den Eindruck, daß die notwendigen Untersuchungen ohne Eifer vorangetrieben und verschleppt wurden“.[146]

Schönburg war allgemein als Hitzkopf[147] bekannt. 1628 untersagte ihm Maximilian I., sich bei Vermeidung der Ungnade in ein Duell mit Wolf Adam von Steinau einzulassen.

Das Verzeichnis der Unkosten des benachbarten Reichsdorfs Sennfeld[148] bei Schweinfurt hält für 1628 fest: […] „haben wir Herrn Obrist Leutenant Emmerich von Metternich Schönbornischen [Schönburg; BW] Regiments 32 Wochen lang als baares Geld contribuiren müßen 704 fl“.[149]

„Der Würzburger Bischof [Ehrenberg;[150] BW] hatte schon im August 1624 seinen protestantischen Untertanen reformatorische Schriften wegnehmen lassen. Im Zeichen der Rekatholisierung und ermutigt durch die militärischen Erfolge der katholischen Partei erließ er am 18./28. Februar 1628 sein Religions- und Reformationsmandat. Er setzte allen protestantischen Untertanen in seinem Herrschaftsbereich eine vierwöchige Frist, binnen derer sie zum katholischen Glauben zurückkehren müssten. Andernfalls hätten sie „… ihre güter fayl(zu)bieten, (zu) verkaufen und hinaus(zu)ziehen“. Mit der Durchführung der Rekatholisierung der protestantischen Gemeinden beauftragte er den Obristen Schönburg, dessen Truppen schon seit längerer Zeit (s. o.) im fränkischen Raum einquartiert lagen.

Die Kitzinger Archivalien berichten nichts über diese Vorgänge. Nur drei Urkunden insgesamt betreffen das Jahr 1628, davon sind zwei Beschwerden über das Militär. So hatte sich wieder einmal ein Schönburger Reiter unrühmlich hervorgetan. Hanns Kürlenz aus der Kompanie des Rittmeisters [Eberhard Zoege v.; BW] Manteufel hatte versucht, einen von Kitzingen kommenden Weintransport zu überfallen. Die Fuhrleute wehrten sich jedoch, so daß sich der Wegelagerer im buchstäblichen Sinne einen blutigen Kopf holte. Unter ‚Anrechnung’ seiner Verletzungen beschlagnahmte der Untervogt als Gegenleistung für erwiesene ärztliche Versorgung seine Pistolen und entließ den Reiter wieder“.[151]

„Im April 1628 legte der kaiserliche Kommissar Johann Rudolf von Berken im Namen des Generals Wolf von Mansfeld und des Generalkommissars Ossa der Stadt Wimpfen[152] auf, zwei Kompanien des Reiterregiments [Rudolf Maximilian v. Sachsen-; BW] Lauenburg innerhalb ihrer Mauern aufzunehmen. Etliche lauenburgische Reiter waren bereits vorher gewaltsam in die schon mit bayerischen Reitern des Regiments Courtenbach [Cortenbach; BW] belegten Wimpfener Dörfer eingedrungen. Weil der Reichsstadt 1622 im Übergabeakkord zugesichert worden war, daß sie nur mit bayerischen Truppen belegt würde, ließ [Heinrich v.; BW] Metternich den Kommissar Berken auffordern, von der Einquartierung Abstand zu nehmen. Trotzdem zogen die kaiserlichen Reiter nicht ab und versuchten mehrmals, zur Nachtzeit die Stadtmauern von Wimpfen im Tal zu übersteigen. Die Bürgerschaft der Reichsstadt bat Metternich unter Berufung auf die pfälzische Schutz- und Schirmherrschaft um Hilfe, woraufhin die bayerische Garnison im Wimpfen verstärkt wurde. Nachdem wegen dieser Angelegenheit sowohl Metternich als auch die Wimpfener an Maximilian geschrieben hatten, befahl dieser dem Statthalter am 14.5., keine kaiserliche Einquartierung in Wimpfen zu gestatten und notfalls die dortige Garnison noch weiter zu verstärken.

Obwohl Metternich umgehend Mansfeld, Ossa und den Herzog von Lauenburg von diesem Befehl des bayerischen Kurfürsten in Kenntnis setzte, blieben die kaiserlichen Truppen um Wimpfen liegen und begannen sogar eine regelrechte Belagerung der Stadt. Auf Befehl des Herzogs von Lauenburg legten sich 70 Reiter vor den Stadttoren auf die Lauer, beschossen die Wachen an den Toren, hieben einige Wimpfener Untertanen, die auf den Feldern vor der Stadt arbeiteten, nieder und verwüsteten die Felder. Bei Gefechten zwischen ihnen und den bayerischen Garnisonssoldaten gab es auf beiden Seiten etliche Verwundete und zwei Tote. In der Stadt wurden bereits die Lebensmittel knapp. Alles deutete darauf hin, daß die kaiserlichen Truppen, die täglich Verstärkungen erhielten, Wimpfen mit Gewalt einnehmen wollten.

Der Herzog von Lauenburg lud den Syndikus und den Schultheißen von Wimpfen zu einer gütlichen Beilegung des Konflikts nach Heilbronn[153] ein. Als diese jedoch dort ankamen, wurden sie kurzerhand gefangengenommen und am 25.5. unter starker Bewachung nach Memmingen[154] zum General Mansfeld abgeführt.

Obwohl die benachbarten Reichsstädte, wie zum Beispiel Heilbronn, sich ebenfalls weigerten, Reiterei aufzunehmen, wurde ihnen von den Kaiserlichen nicht so zugesetzt. Wie Metternich nach München berichtete, lagen ihm Erkenntnisse vor, daß der Herzog von Lauenburg zu diesem Vorgehen von den Württembergern aufgehetzt worden sei, die der Stadt Wimpfen noch nicht verziehen hatten, daß sie sich im Jahr 1622 gleich zu Anfang des pfälzischen Feldzuges Tillys den Bayern ergeben und damit der protestantischen Sache schweren Schaden zugefügt hatte. Dafür wollte man sich jetzt an den Wimpfenern rächen und ihnen zu-gleich die Wertlosigkeit des bayerischen Schutzes, unter den sie sich gestellt hatten, vor Augen führen. Angesichts dieser Vorgänge unterstellte Maximilian Ende Mai 1628 die bayerischen Regimenter in Franken, Schwaben und am Oberrhein dem einheitlichen Kommando des Obersten Schönberg (in Franken), mit dem Metternich korrespondieren sollte. Der bayerische Kurfürst schrieb persönlich zweimal an den kaiserlichen Generalkommissar Ossa, der schließlich die Aufhebung der Blockade von Wimpfen veranlaßte, nachdem klargeworden war, daß Maximilian wegen dieser Stadt notfalls auch eine größere militärische Konfrontation mit den kaiserlichen Streitkräften in Kauf nehmen würde“.[155]

1629 war Schönburg noch im Fränkischen Reichskreis bei der Durchführung des Restitutionsedikts eingesetzt, z. B. in Tiefenstockheim.[156] Das galt auch für Marktsteft,[157] das Glaubensflüchtlinge aus Kitzingen aufgenommen hatte, bzw. für Obernbreit.[158] „1629 hat zu Buchklingen[159] ein Edelknabe des General von Schönberg, der dort im Quartier lag, seinen Kameraden mit dem Pistol ungern erschossen. (Schn.)“.[160]

Bitter vermerkt der Haller[161] Arzt Dr. Johann Morhard [1554 – 1631][162] in seiner Haller „Haus-Chronik“: „30. Decemb. 1630 ist der obrist Cronberger, nach dem er 2 1/2 jar im hällischen gebiet gelegen, von dem general Tylli neben dem Schönberger abgefordert“.[163]

Von 1631 datieren die „Acta, den Durchmarsch und die Einquartierung der 9 Kompagnien Cronenberg- und Schönebergischer Reiter im Amt Heldburg[164] und in der Zent Hildburghausen,[165] auch was deshalb an Kosten aufgewendet worden, nicht weniger das zwischen den Bauern zu Simmershausen[166] vorgelaufene Unwesen mit den Manteufflischen Reitern betr.“.[167]

Erst 1631 verließen die letzten Schönburg’schen Reiter diesen Teil Frankens.

Am 27.2.1631 rückte das ganze Regiment durch Dessau.[168]

Truppen Schönburgs nahmen auch an der Belagerung und Zerstörung Magdeburgs[169] teil. Noch im August 1631 hatte Schönburg angenommen, dass Gustav II. Adolf nie mehr als ein paar Tagesstrecken herankomme und keine Schlacht riskieren werde.[170]

Schönburg fiel in der Schlacht bei Breitenfeld.[171] Sein Leichnam wurde nach Leipzig[172] überführt und in der damaligen Barfüßerkirche beigesetzt.[173] Aus Leipzig wird unter dem Januar 1633 berichtet: „Am 28sten Jan. ist des Obristen von Schönberg, der im Jahr 1631 auf der Kayserl. Seite in der Schlacht vor Leipzig blieb, Leichnam, so bisher in der Barfüsserkirche gestanden, den Kayserl. auf Churfürstl. Befehl von dannen nach Außigk[174] [Abb. rechts]Aussig in Böhmen zu führen, abgefolgt worden. Den Wagen, darauf die Leiche gesetzt war, haben 6 Rosse mit schwarzem Tuche bekleidet, und ist von dem Obristen Tauben[175]Taube.Dietrich.v. [Abb. links] mit einer Compagnie Reiter bis an den Gottesacker begleitet worden“.[176]

Noch 1651 wurde in einer Klage auf die Kosten Schönburg’scher Einquartierung verwiesen. „Wir drost und sämtliche von der ritterschaft ambts Sparenberg[177] urkunden und bekennen hiemit und in krafft dieses brieffes, alß in anno 1625 bei entsetzung der vestung Sparenberg ein Kayserlicher rittmeister vom Schönenbergischen regiment nahmens Schönenberg, welchem sein quartier gleich andern uff dem platten lande assignirt, sich mit seiner unterhabenden halben compagnie reuter uff das adliche hauß Wehrborg logirt und daselbst nich allein sechs wochen lang kostbarlich verpfleget worden, sondern auch graben und teiche außfischen, die kühe und ander rindtvieh abschlachten, fenster zerschlagen, kisten und kasten eröffnen und allen an victualien und haußgerath befundenen vorraht wegnehmen laßen, welche verpflegung und zugefügten schaden weilandt („titull“) herr Johan Ledebur Kettler, drost zum Limberg,[178] uff fünftausent rthr. […] taxirt und angeschlagen“.[179]

Um weitere Hinweise unter Bernd.Warlich@gmx.de wird gebeten !

[1] Vgl. die Erwähnungen bei ENGERISSER, Von Kronach; die zurzeit beste kriegsgeschichtliche Darstellung.
[2] Ludwig Günther I. Graf v. Schwarzburg-Rudolstadt [27.7.1581-4.11.1646], Cousin v. Christian Günther I., Graf v. Schwarzburg-Sondershausen. 1598-1600 Studium in Jena, 1601-1602 in Straßburg, 1602-1604 Kavalierstour durch Frankreich. Mitregent ab 1605, residierte 1605-1630 in Stadtilm; er überließ jedoch seinem Bruder Karl Günther die Regierung, um weiter reisen zu können. 1606 erneut in Frankreich, 1607-1608 in Spanien u. Portugal (über diese Reise ist ein ausführliches Reisetagebuch erhalten). 1609 Reisen in England u. Schottland, wo er auf Otto Friedrich Freiherr v. Schönberg auf Wesel traf. Im Winter 1609/10 Rückkehr nach Rudolstadt. 1619 wurde er Mitglied der „Fruchtbringenden Gesellschaft“. Am 10.11.1610 erhielt er bei der 1. Erbteilung Frankenhausen, 1624 wurde ihm Stadtilm zugesprochen. Als seine beiden Brüder Karl Günther 1630 u. Albrecht Günther 1634 starben, regierte er allein in Rudolstadt. Als die Stadt Königsee mit der Stadtkirche am 3.11.1635 bis auf 10 Häuser abbrannte, ließ er das alte Wüllerslebische Schloss zur neuen Stadtkirche umbauen, die am 21.11.1638 vollendet und 1642 eingeweiht wurde. Am 4.11.1638 heiratete er Aemilia Antonia v. Oldenburg-Delmenhorst. Er stiftete mehrere Kirchen u. reformierte das Schulwesen. Ludwig Günther wurde schon zu Lebzeiten „der schwarzburgische Salomo“ genannt, er war Gründer der Rudolstädter Kirchenbibliothek u. einer Hofkapelle. APFELSTEDT, Heimathskunde, S. 116f.
[3] Obristleutnant: Der Obristleutnant war der Stellvertreter des Obristen, der dessen Kompetenzen auch bei dessen häufiger, von den Kriegsherrn immer wieder kritisierten Abwesenheit – bedingt durch Minderjährigkeit, Krankheit, Badekuren, persönliche Geschäfte, Wallfahrten oder Aufenthalt in der nächsten Stadt, vor allem bei Ausbruch von Lagerseuchen – besaß. Meist trat der Obristleutnant als militärischer Subunternehmer auf, der dem Obristen Soldaten und die dazu gehörigen Offiziere zur Verfügung stellte. Verlangt waren in der Regel, dass er die nötige Autorität, aber auch Härte gegenüber den Regimentsoffizieren und Soldaten bewies und für die Verteilung des Soldes sorgte, falls dieser eintraf. Auch die Ergänzung des Regiments und die Anwerbung von Fachleuten oblagen ihm. Zu den weiteren Aufgaben gehörten Exerzieren, Bekleidungsbeschaffung, Garnisons- und Logieraufsicht, Überwachung der Marschordnung, Verproviantierung etc. Der Profos hatte die Aufgabe, hereingebrachte Lebensmittel dem Obristleutnant zu bringen, der die Preise für die Marketender festlegte. Um all diese Aufgaben bewältigen zu können, waren umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen notwendig. Nicht selten lag die eigentliche Führung des Regiments in der Verantwortung eines fähigen Obristleutnants, der im Monat je nach Truppengattung zwischen 120 und 150 fl. bezog. Voraussetzung war allerdings in der bayerischen Armee die richtige Religionszugehörigkeit. Maximilian hatte Tilly den Ersatz der unkatholischen Offiziere befohlen; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Dreißigjähriger Krieg Akten 236, fol. 39′ (Ausfertigung): Maximilian I. an Tilly, München, 1629 XI 04: … „wann man dergleich officiren nit in allen fällen, wie es die unuorsehen notdurfft erfordert, gebrauchen khan und darff: alß werdet ihr euch angelegen sein lassen, wie die uncatholischen officiri, sowol undere diesem alß anderen regimentern nach unnd nach sovil muglich abgeschoben unnd ihre stellen mit catholischen qualificirten subiectis ersezt werden konnde“. Von Piccolomini stammt angeblich der Ausspruch (1642): „Ein teutscher tauge für mehrers nicht alß die Oberstleutnantstell“. HÖBELT, „Wallsteinisch spielen“, S. 285.
[4] Regiment: Größte Einheit im Heer: Für die Aufstellung eines Regiments waren allein für Werbegelder, Laufgelder, den ersten Sold und die Ausrüstung 1631 bereits ca. 135.000 fl. notwendig. Zum Teil wurden die Kosten dadurch aufgebracht, dass der Obrist Verträge mit Hauptleuten abschloss, die ihrerseits unter Androhung einer Geldstrafe eine bestimmte Anzahl von Söldnern aufbringen mussten. Die Hauptleute warben daher Fähnriche, Kornetts und Unteroffiziere an, die Söldner mitbrachten. Adlige Hauptleute oder Rittmeister brachten zudem Eigenleute von ihren Besitzungen mit. Wegen der z. T. immensen Aufstellungskosten kam es vor, dass Obristen die Teilnahme an den Kämpfen mitten in der Schlacht verweigerten, um ihr Regiment nicht aufs Spiel zu setzen. Der jährliche Unterhalt eines Fußregiments von 3000 Mann Soll-Stärke wurde mit 400- 450.000 fl., eines Reiterregiments von 1200 Mann mit 260.-300.000 fl. angesetzt. Zu den Soldaufwendungen für die bayerischen Regimenter vgl. GOETZ, Kriegskosten Bayerns, S. 120ff.; KAPSER, Kriegsorganisation, S. 277ff. Ein Regiment zu Fuß umfasste de facto bei den Kaiserlichen zwischen 650 und 1.100, ein Regiment zu Pferd zwischen 320 und 440, bei den Schweden ein Regiment zu Fuß zwischen 480 und 1.000 ((offiziell 1.200 Mann), zu Pferd zwischen 400 und 580 Mann, bei den Bayerischen 1 Regiment zu Fuß zwischen 1.250 und 2.350, 1 Regiment zu Roß zwischen 460 und 875 Mann. Das Regiment wurde vom Obristen aufgestellt, von dem Vorgänger übernommen und oft vom seinem Obristleutnant geführt. Über die Ist-Stärke eines Regiments lassen sich selten genaue Angaben finden. Das kurbrandenburgische Regiment Carl Joachim von Karberg [Kerberg] sollte 1638 sollte auf 600 Mann gebracht werden, es kam aber nie auf 200. Karberg wurde der Prozess gemacht, er wurde verhaftet und kassiert; OELSNITZ, Geschichte, S. 64. Als 1644 der kaiserliche Generalwachtmeister Johann Wilhelm von Hunolstein die Stärke der in Böhmen stehenden Regimenter feststellen sollte, zählte er 3.950 Mann, die Obristen hatten 6.685 Mann angegeben. REBITSCH, Gallas, S. 211; BOCKHORST, Westfälische Adlige.
[5] WEBER, Aschhausen, S. 104.
[6] Vgl. LAHRKAMP, Werth.
[7] Vgl. STADLER, Pappenheim.
[8] Frankenthal, HHSD V, S. 100ff.
[9] Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2315, fol. 540 (Ausfertigung): Tilly an Maximilian I., Assenheim, 1622 XII 17.
[10] Heidelberg; HHSD VI, S. 302ff.
[11] Nach SCHÜTTE, Schloss, S. 98f., hatte Fr. V. wenig Wert auf eine wirkliche Verteidigungsfähigkeit gelegt. Einen guten Einblick vermittelt der im Kurpfälzischen Museum Heidelberg S 1302 vorhandene Kupferstich eines unbekannten Künstlers: »Wahre abbildung dern Fortification vnd Außwercken an der Churfl haupt vnd Residentz Statt Heydelberg, vnd wie dieselbige von General Tilly Belägert vnd eingenommen worden Anno 1622«; Kurpfälzischen Museum Heidelberg S 58982 (M. Merian): »Wahre Contrafactur«.
[12] WIRTH, Schicksale, S. 169; zit. in veränderter Form bei JESSEN, Dreißigjähriger Krieg, S. 144. FRITSCH, Tagbuch, S. 122, berichtet, dass es „ansehentliche Beutten an Gelt, Goldt vnnd Silber“ gegeben habe.
[13] JESSEN, Dreißigjähriger Krieg, S. 143.
[14] VILLERMONT, Tilly Bd. 2, S. 263, Beilage Nr. 19.
[15] raiteln, reuteln: zügeln, züchtigen, quälen, insbesondere foltern. Bei dieser Foltermethode wurde ein Strick um die Stirn oder den Unterleib gelegt und mittels eines Holzpflocks zusammengezogen. Am Unterleib traten auf diese Weise die Gedärme hervor. Am Kopf traten die Augen aus den Höhlen, die Kopfhaut wurde eingeschnitten und am Ende brach, so wird berichtet, die Schädeldecke. Eine zeitgenössische Beschreibung liefert der Abt Veit Höser (1577 – 1634) von Oberaltaich bei Straubing: „Diese ‚Tortur’ besteht darin, dass sie ihrem Opfer den Kopf bis zur Stirnhöhe (cerebrotinus) mit einem Bündel Seiden- oder Leinenfäden, die sie zu einer Schnur drehen, umwinden. Dabei pressen sie durch immer strafferes und strengeres Herumdrehen die Hirnschale immer fester und so lange zusammen, bis die Augäpfel mehr und mehr aus den Augenhöhlen hervorquellen und in abscheulicher Weise herausgetrieben werden“. SIGL, Wallensteins Rache, S. 151.
[16] Riemenschneiden: streifenförmiges Ablösen einzelner Hautpartien, wobei zur zusätzlichen Peinigung die Wunde mit Salz und Pfeffer eingerieben oder heißes Öl in sie gegossen werden konnte. Tilly entschuldigte im Niedersächsisch-Dänischen Krieg die Gewalttaten seiner neugeworbenen und unerfahrenen Soldaten, die von den Bauern immer häufiger angegriffen wurden und ungeachtet ihrer eigenen Herkunft aus bäuerlichen oder unterbäuerlichen Schichten diese als Feinde ansehen mussten, damit, dass „die Bauern durch ihren beharrlichen und vermittelst bei sich habender Directorn und Offizierern besteiften Ungehorsam und rebellische Mordthaten es verdient hätten, als ob sie die Bauern nit auch der Soldaten Weib und Kinder schänden und schinden, Ohren und Nasen, Händ und Füß, ja gar die Häls und Häupter mit Aexten, auch den vornehmsten Offizieren unter den Soldaten greulich abhauen und theils lebendig schinden, ihnen Riemen aus den Leibern schneiden und sie also lebendig liegen lassen thäten, wie bei Holzminden und anderen Orten den Soldaten wahrhafftig beschehen“ sei. OPEL, Der niedersächsisch-dänische Krieg Bd. 2, S. 247. Vgl. dazu die Strafexpedition des kaiserlichen Obristen Pecker v. der Ehr gegen Harzschützen u. deren Hinrichtung in Halberstadt, wo ihnen „Riemen ausgeschnitten“ wurden; BOBLENZ, Aktionen, S. 105f.; BOBLENZ, Aktionen, S. 294, Anm. 96: Pecker habe die „Hartzbauren gar erbärmlich in Halberstadt hinrichten, rädern, spiessen, mit glühenden Zangen ziehen, auch zum theil Riemen ausschneiden, andre aber köpfen und hängen lassen“. BÖTTCHER, Halberstadt, S. 182. Zum »Riemenschneiden« im Strafvollzug HEINEMANN, Richter, Abb. 114. Zum Teil schnitt man Gefangenen Riemen aus der Haut, um sie als Erinnerungsstücke mit nach Hause zu nehmen; RUMPLER, Festungsbaumeister, S. 6. Der Fall der zwei geschundenen Kronacher, denen „Riemen“ aus der Haut geschnitten wurden, fand anlässlich der 1. Belagerung Kronachs durch den schwedischen Obristen Claus Hastver statt; ENGERISSER, Von Kronach, S. 84.
[17] Vgl. KAISER, Politik; JUNKELMANN, Der Du gelehrt hast; JUNKELMANN, Tilly.
[18] Frankfurt/M.; HHSD IV, S. 126ff.
[19] WIRTH, Gleichzeitige Berichte, S. 31; OPEL, Niedersächsisch-dänischer Krieg Bd. 1, S. 354. Vgl. den zeitgenössischen Bericht im THEATRUM EUROPAEUM Bd. 1, S. 645-648; zit. bei JESSEN, Dreißigjähriger Krieg, S. 143ff. KLOPP, Tilly Bd. 1, S. 157, bestreitet dagegen Gräueltaten in Heidelberg u. stellt auch die Plünderung in Frage. Nach WEISS, Friedrich V., S. 53, sei der freie Abzug nicht behindert worden.
[20] Sie waren zusammen mit Wahl, Obristleutnant in Tillys Leibregiment, in die Werrastädte Witzenhausen, Eschwege u. Allendorf gelegt worden; Schönburgs Leibkompanie (1 Kornett + 300 Reiter) lag v. Herbst 1623 bis Juni 1625 in Schmalkalden; GEISTHIRT, S. 36f.
[21] So waren 160.000 fl. Sold für 22 Monate ausgeblieben; den letzten Sold hatte man im Dez. 1621 erhalten. Nach DÜRR, Ehrenberg, S. 14, sollen (unter Berufung auf Staatsarchiv Würzburg Militärsachen 3105/150) 160.000 fl. im Herbst 1622 ausgezahlt worden sein. Anfang 1624 drohten Schönburg u. Wolf Dietrich Truchsess v. Wetzhausen Ehrenberg mit Plünderung; DÜRR, Ehrenberg, S. 23. Vgl. Staatsarchiv Würzburg Militärsachen 3105 (Ausfertigung): Truchsess v. Wetzhausen an Ehrenberg, Eschwege, 1624 VII 02; ders. an Tilly, Eschwege, 1624 VII 02. Die dann getroffene Regelung sah vor, dass beide Regimenter jeweils 1/3 des ihnen v. Okt. 1622 bis Sept. 1624 zustehenden Solds erhielten; DÜRR, Ehrenberg, S. 24f. DÜRR, Ehrenberg, S. 18: „Bezeichnend für Philipp Adolf war das Verhalten der Würzburger Abgeordneten auf den verschiedenen Ligatagen. Stets und ständig war Würzburg unter denen zu finden, die gegen Erhöhungen der Bundesbeiträge oder Auferlegung besonderer, notwendiger Sonderumlagen protestierten. Würzburg schlug sogar des öfteren vor, durch Beiziehung anderer, außenstehender Stände zu Abgaben, die Kontributionslasten der Ligastände zu verringern. Ein Vorschlag übrigens, der leicht vorzubringen und schwer durchzuführen war. So erreichte Würzburg durch seine unnötigen Oppositionen, daß es von willigen Ligamitgliedern, die eine Zustimmung der vorgebrachten Notwendigkeiten durchbringen wollten, meist mit Mißtrauen beobachtet wurde. Vor allem auf dem Ligatag, der im Frühjahr 1624 zu Augsburg stattfand, zeigte sich Würzburg den Ständen von dieser unangenehmen Seite. Die Abgeordneten Philipp Adolfs brachten an dieser Tagung eine Sonderschrift ein, in der der Bischof forderte, alle seine Landschäden, die das Stift durch den Krieg erlitten hatte, an der Bundesquote abziehen zu dürfen. Die Stände widersprachen und warfen Würzburg vor, ein schlechtes Vorbild für die anderen Ligamitglieder zu sein. Trotzdem ging Würzburg nicht von seinem Verlangen ab und nahm den Abschied nur unter Protest an. Obgleich nun Würzburg stets opponierte, wenn es galt Zahlungen zu bewilligen, bequemte es sich doch auch stets dazu, die von der Mehrheit beschlossenen Ligabeiträge zu bezahlen; dadurch aber wurde seine anfängliche Opposition noch nutzloser“.
[22] 6.8.1623: Niederlage Christians von Braunschweig-Wolfenbüttel gegen Tilly. Zwei Drittel von den 15.000 Mann Christians fielen oder gerieten in Gefangenschaft. Happes Zahlen [HAPPE; mdsz.thulb.uni-jena.de] sind weit übertrieben. Im weit verbreiteten Kupferstich „Warhafft vnd eigentlicher Bericht / was massen Hertzog Christian von Braunschweig Armada den 6. Augusti 1623. im Stifft Münster auffs Häupt erlegt“ (1623) [Germanisches Nationalmuseum Nürnberg HB 1780], ist allerdings von etlichen 1000 Toten und über 9.000 die Rede. Nach Tillys Bericht jedoch fielen an die 6.000 Mann oder waren geflohen, viele wurden aus Rache von den Kroaten abgeschlachtet: „300 [Dragoner] von der Art hat, wie ich glaube, unsere Truppe bei Stadtlohn wie Schweine abgeschlachtet, denn sie brauchen nicht so sehr geschont zu werden“, hieß es in Tillys Protokoll über die Schlacht bei Altenoythe. 4.000 wurden gefangen genommen, darunter fünfzig höhere Offiziere Christians und sein Verbündeter, Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar, dessen Allianz der Patrioten aller Stände die „deutsche Libertät“ vor dem Dominat des Hauses Habsburg hatte retten sollen. Der kaiserliche Obristleutnant Ilow hatte Wilhelm einem Leutnant abgekauft und dem Kaiser übergeben lassen, die kaiserliche Belohnung betrug 1.200 Rt. Militärhistorisch muss der Hauptanteil am Sieg Gallas zugeschrieben werden. Die ligistischen Truppen hatten etwa 1.700 Mann verloren, während sechzehn Kanonen, darunter neue, von Moritz von Oranien entwickelte Modelle, und fast alle Munitionsvorräte, 85 Fahnen und zwei Silberwagen erbeutet werden konnten. Während der Flucht der Braunschweigischen war zudem einer der Pulverwagen explodiert, was das allgemeine Durcheinander nur noch verstärkt hatte. FLIEGER, Schlacht bei Stadtlohn; OER, Schlacht bei Stadtlohn. „Obwohl die Braunschweigischen Wind zum Vorteil und die Ligistischen denselben mit dem Rauch und Staub entgegen gehabt, sind doch nichts desto minder, als diese ernstlich darauf gesetzt, die Braunschweigi-schen, sonderlich das Fußvolk, so mehrenteils neu geworben und des Durcheinander Schießens in Feldschlachten noch nicht gewohnt gewesen, ungeachtet ihrer Obristen Bedrohen und Bitten, in Unordnung und nachgehend in eine allgemeine Flucht geraten, da es dann an ein jämmerlich Massakrieren und Metzeln gegangen, darinnen sich die Krabaten sonderlich mit ihren Säbeln gebraucht und weder alt noch jung verschont, also daß der Graf von Tilly selber endlich dadurch zu Mitleid bewegt worden, daß er mit Trompetenschall ausrufen lassen, mit weiterm Totschlagen aufzuhören und den Rest, was sich nicht in die Wälder, Morast und sonsten salviert, gefangen zu nehmen“. Nach dem Bericht eines bayr. Augenzeugen, zit. bei JESSEN, Dreißigjähriger Krieg, S. 159. Zur miserablen Behandlung der Gefangenen vgl. BEER, Teutsche Winter=Nächte, S. 614f.
[23] Stadtlohn [LK Ahaus]; HHSD III, S. 699f.
[24] OPEL, Niedersächsisch-dänischer Krieg Bd. 1, S. 448ff.; KHEVENHILLER, Annalen X, Sp. 190f.
[25] Vgl. WOLF, Winterkönig; BILHÖFER, Nicht gegen Ehre und Gewissen; http://www.hdbg.de/winterkoenig/tilly.
[26] Dass Tillys exaltierte Marienverehrung wohl Ausdruck seiner sublimierten Sexualität war (vgl. SRAVAMIS), dürfte kaum widerlegbar sein.
[27] Wie Christian seine eigenen Verbündeten u. Gegner einschätzte, zeigt die grobianische Schimpfartistik seiner Tischgespräche, zit. bei RITTER, Geschichte Bd. 3, S. 243, Anm. 3. Jakob I. war „der alte Hosenscheißer, der alte englische Bettschiffer, der größte Cujon der Welt“; seine Tochter Elisabeth sei „mehr wert in ihrem Exkrement“ als ihr Vater. Die tiefreligiöse spanische Infantin nannte er eine Nonne u. alte Vettel.
[28] WERTHEIM, Der tolle Halberstädter Bd. 1, S. 95.
[29] Dargestellt wurde die Schlacht v. dem bekannten, in habsburgischen Diensten stehenden Schlachtenmaler Peeter Snayers, der als „Kriegsberichterstatter“ an den Feldzügen Bucquoys u. Piccolominis teilnahm. Seine Gemälde »Einnahme v. Pisek, Beschießung v. Pressburg, Heer Bucquoys vor Wien, Einnahme v. Horn« (vgl. BUßMANN; SCHILLING, 1648 Bd. 1, S. 98ff.) befinden sich zusammen mit einem Portrait Bucquoys in der Harrach’schen Gemäldegalerie auf Schloss Rohrau (Niederösterreich). Das Gemälde »Schlacht bei Stadtlohn« (Museé des Arts, Bruxelles, Inv. Nr. 1834; LAHRKAMP, Dreißigjähriger Krieg, S. 68) gibt die Geländebeschaffenheit nicht unbedingt getreu wieder u. vereinigt wie schon in der »Schlacht am Weißen Berg« (Bayerische Staatsgemäldesammlung München; LAHRKAMP, Dreißigjähriger Krieg, S. 50-51) verschiedene Phasen der Schlacht, zeigt jedoch auch die Veränderung der ehemals quadratischen »Tercios« zu den mehr flachen, langgestreckten Tercios, die den in den protest. Armeen üblichen Bataillonen glichen. Abgebildet im THEATRUM EUROPAEUM Bd. 1, S. 746-747; vgl. »Warhafft vnd eigentlicher Bericht« (Germanisches Nationalmuseum HB 1780; LAHRKAMP, Dreißigjähriger Krieg, S. 68 – augenscheinlich seitenverkehrt) mit der Schlachtaufstellung einzelner Verbände; bzw. »Warhaffte beschreibung« [IZF 796] u. »Warhafftige vnd glaubwürdige Zeitung« [IZF 798].
[30] Tross: Der Tross war der gesamte Begleitzug eines Heeres (ohne Anspruch auf Verpflegungsrationen) und bildete sich, neben den Offiziers- und Soldatenfamilien, aus Dienstpersonal, Feldpredigern, Feldchirurgen, Feldschern (vgl. s. v.), „Zigeunern“ als Kundschaftern und Heilkundigen, Köchen und Handwerkern, Händler/innen und Marketender/innen, Invaliden und Entwurzelten, Glaubensflüchtlingen, Soldatenwitwen und Kriegswaisen, Hunger leidenden Zivilisten und Bauern, Gefangenen, behördlicher Strafverfolgung Entflohenen und zum Dienst bei der Artillerie verurteilten Straftätern sowie Gauklern, Wahrsagern und in 4 Klassen eingeteilte Prostituierten („Mätressen“, „Concubinen“, „Metzen“ und „Huren“). Der schwer bewegliche Tross und die ambulante Lagergesellschaft waren z. T. doppelt bis viermal so groß wie das Heer, dem er folgte, und war somit zahlenmäßig größer als eine Großstadt wie etwa Köln. Während zu Anfang des Krieges der Tross etwa 30 % größer war als die kämpfende Truppe, war er am Kriegsende nach Aussage des bayerischen Feldmarschalls Gronsfeld unkontrollierbar angewachsen. Er erinnerte daran, dass man „in disen beiden armaden sicherlich über 180 000 seelen hat, welche, es sein gleich jungen, fuhrknecht, weiber und künder, doch alle sowoll alß soldaten leben müssen. Nun werden die beeden armaden ungefähr uf 40 000 mann proviantirt, und mehrer nicht, alß ein mensch in 24 stundt nöthig hat. Wie nun die übrige 140 000 menschen leben können, wan sie nicht hin und her ein stuckh brott suchen thun, solches ist über meinen verstandt“. Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kasten Äußeres Archiv 2961, fol. 29 (Ausfertigung): Gronsfeld an Maximilian I. von Bayern, Thierhaupten, 1648 III 31. In der Werbeinstruktion (1639 VII 04; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kasten Äußeres Archiv 2624, fol. 4-5) war bestimmt worden, dass „taugliche knecht und nit solche, wie zum theil bei vorigen werbungen geschehen, geworben werden, die mit zu villen kindern beladen und sich allein wegen der quartier underhalten lassen, khonfftig aber wanns zum veldzug khombt, wider dauongehn, also werb: und lifergelt umb sonst angewendt wirdet“. Zum Teil wurden sogar Schiffsbrücken im Tross mitgeführt. Zudem unterlag der gesamte Tross der Militärjustiz, vgl. GROßNER; HALLER, Zu kurzem Bericht, S. 35 (1633): „Haben 4 von dem Troß ins Feuer geworfen, wie man denn nach geschehenem Brand 2 Köpf, etliche Finger und einen halben gebratenen Menschen noch übrig gefunden“.Zur „Lagergesellschaft“ vgl. KROENER,  „ … und ist der jammer nit zu beschreiben“, S. 279-296; LANGER, Hortus, S. 96ff.; WAGNER, Ars Belli Gerendi. In Notsituationen wurden Trossangehörige, wenn auch erfolglos, als Kombatanten eingesetzt; BRNARDIC, Imperial Armies 1, S.19.
[31] WASSENBERG, FLorus, S. 74: „Allhier in diesem § ist erstlich ganz irrig / daß die von Lingen oder Groll einen Mann bey dem Treffen gehabt / zum andern ist vielweniger wahr / daß der Graff Tilly nur 5000. Mann starck / sondern ist wohl sicherlich / daß wir vber 35000. Mann starck gewesen / kan aber wohl seyn / daß nicht auff einmal 5000. Mann zum Treffen kommen. Zum dritten / seynd nicht vber 2000 geblieben / aber wohl 9000. gefangen worden / vnter denen Gefangenen ist kein Graff von Löwenstein / vnd auch kein Graff von Schlick gewesen / vnd kann ich vor diesem Treffen vnd allen Vmbständen besser als einer reden / weil ich von vielgemelten General Tilly nach dem Herzog auß Bayern geschicket worden / vom ganzen Verlauf ordentliche Relation zuthun“. Nach dem Bericht eines Augenzeugen bei BEER, Teutsche Winter=Nächte, S. 613: „Er (Tilly) war lang nicht so stark wie wir, und weil ein unsriger Obrist, wie man sagte, unter dem Hütlein spielte, auch mit dem Feind in guter Bekanntschaft stund, wurden am hellen Tage, innerhalb zwei kurzen Stunden, unser siebentausend bei Iserlohn [Stadtlohn] in Westfalen geschlagen und die andern in die Flucht getrieben“.
[32] Kroaten: (kroatische Regimenter in kaiserlichen und kurbayerischen Diensten), des „Teufels neuer Adel“, wie sie Gustav II. Adolf genannt hatte (GULDESCU, Croatian-Slavonian Kingdom, S. 130). Mit der (älteren) Bezeichnung „Crabaten“ (Crawaten = Halstücher) wurden die kroatischen Soldaten, die auf ihren Fahnen einen Wolf mit aufgesperrtem Rachen führten führten [vgl. REDLICH, De Praeda Militari, S. 21], mit Grausamkeiten in Verbindung gebracht, die von „Freireutern“ verübt wurden. „Freireuter“ waren zum einen Soldaten beweglicher Reiterverbände, die die Aufgabe hatten, über Stärke und Stellung des Gegners sowie über günstige Marschkorridore und Quartierräume aufzuklären. Diese Soldaten wurden außerdem zur Verfolgung fliehender, versprengter oder in Auflösung begriffener feindlicher Truppen eingesetzt. Diese Aufgabe verhinderte eine Überwachung und Disziplinierung dieser „Streifparteyen“ und wurde von diesen vielfach dazu genutzt, auf eigene Rechnung Krieg zu führen. Zum anderen handelte es sich bei „Freireutern“ um bewaffnete und berittene Bauern, die über Raubzüge Verwirrung hinter den feindlichen Linien schufen. Sie taten dies entweder mit Erlaubnis ihrer Kommandierenden, als integraler Bestandteil der kaiserlichen Kriegsführung, oder aber unerlaubter Weise – nicht ohne dabei z. T. drakonische Strafen zu riskieren. Diese „Freireuter“ stahlen und plünderten auf Bestellung der eigenen Kameraden sowie der Marketender, die ihrerseits einen Teil ihrer Einnahmen an die Obristen und Feldmarschälle abzuführen hatten. An Schlachten nahmen sie in der Regel nicht teil oder zogen sogar auch in der Schlacht ab. Zudem war „Kroaten“ ein zeitgenössischer Sammelbegriff für alle aus dem Osten oder Südosten stammenden Soldaten. Ihre Bewaffnung bestand aus Arkebuse, Säbel (angeblich „vergiftet“; PUSCH, Episcopali, S. 137; MITTAG, Chronik, S. 359, wahrscheinlich jedoch Sepsis durch den Hieb) und Dolch sowie meist 2 Reiterpistolen. Jeder fünfte dieser „kahlen Schelme Ungarns“ war zudem mit einer Lanze bewaffnet. SCHUCKELT, Kroatische Reiter; GULDESCU, Croatian-Slavonian Kingdom. Meist griffen sie Städte nur mit Überzahl an. Die Hamburger „Post Zeitung“ berichtete im März 1633: „Die Stadt Hoff haben an vergangenen Donnerstag in 1400. Crabaten in Grundt außgeplündert / vnnd in 18000 Thaller werth schaden gethan / haben noch sollen 1500. fl. geben / dass sie der Kirchen verschonet / deßwegen etliche da gelassen / die andern seind mit dem Raub darvon gemacht“. MINTZEL, Stadt Hof, S. 101. Zur Grausamkeit dieser Kroatenregimenter vgl. den Überfall der Kroaten Isolanis am 21.8.1634 auf Höchstädt (bei Dillingen) THEATRUM EUROPAEUM Bd. 3, S. 331f.; bzw. den Überfall auf Reinheim (Landgrafschaft Hessen-Darmstadt) durch die Kroaten des bayerischen Generalfeldzeugmeisters Jost Maximilian von Gronsfelds im Mai 1635: HERRMANN, Aus tiefer Not, S. 148ff.; den Überfall auf Reichensachsen 1635: GROMES, Sontra, S. 39: „1634 Christag ist von uns (Reichensächsern) hier gehalten, aber weil die Croaten in der Christnacht die Stadt Sontra überfallen und in Brand gestecket, sind wir wieder ausgewichen. Etliche haben sich gewagt hierzubleiben, bis auf Sonnabend vor Jubilate, da die Croaten mit tausend Pferden stark vor Eschwege gerückt, morgens von 7-11 Uhr mittags mit den unsrigen gefochten, bis die Croaten gewichen, in welchem Zurückweichen die Croaten alles in Brand gestecket. Um 10 Uhr hats in Reichensachsen angefangen zu brennen, den ganzen Tag bis an den Sonntags Morgen in vollem Brande gestanden und 130 Wohnhäuser samt Scheuern und Ställen eingeäschert. Von denen, die sich zu bleiben gewaget, sind etliche todtgestoßen, etlichen die Köpfe auf den Gaßen abgehauen, etliche mit Äxten totgeschlagen, etliche verbrannt, etliche in Kellern erstickt, etliche gefangen weggeführet, die elender gewesen als die auf der Stelle todt blieben, denn sie sind jämmerlich tractirt, bis man sie mit Geld ablösen konnte“. LEHMANN, Kriegschronik, S. 61, anlässlich des 2. Einfall Holks in Sachsen (1632): „In Elterlein haben die Crabaten unmanbare Töchter geschendet und auf den Pferden mit sich geführet, in und umb das gedreid, brod, auf die Bibel und bücher ihren mist auß dem hindern gesezt, In der Schletta [Schlettau] 21 bürger beschediget, weiber und Jungfern geschendet“. LANDAU, Beschreibung, S. 302f. (Eschwege 1637). Auf dem Höhepunkt des Krieges sollen über 20.000 Kroaten in kaiserlichen Diensten gestanden haben. In einem Kirchturmknopf in Ostheim v. d. Rhön von 1657 fand sich ein als bedeutsam erachteter Bericht für die Nachgeborenen über den Einfall kroatischer Truppen 1634; ZEITEL, Die kirchlichen Urkunden, S. 219-282, hier S. 233-239 [Frdl. Hinweis von Hans Medick, s. a. dessen Aufsatz: Der Dreißigjährige Krieg]. Vgl. BAUER, Glanz und Tragik; neuerdings KOSSERT, „daß der rothe Safft hernach gieng…“ http://home.arcor.de/sprengel-schoenhagen/2index/30jaehrigekrieg.htm: „Am grauenhaftesten hatte in dieser Zeit von allen Städten der Prignitz Perleberg zu leiden. Die Kaiserlichen waren von den Schweden aus Pommern und Mecklenburg gedrängt worden und befanden sich auf ungeordnetem Rückzug nach Sachsen und Böhmen. Es ist nicht möglich, alle Leiden der Stadt hier zu beschreiben.
Am ehesten kann man sich das Leid vorstellen, wenn man den Bericht des Chronisten Beckmann über den 15. November 1638 liest: ‚… Mit der Kirche aber hat es auch nicht lange gewähret, sondern ist an allen Ecken erstiegen, geöffnet und ganz und gar, nicht allein was der Bürger und Privatpersonen Güter gewesen, besonders aber auch aller Kirchenschmuck an Kelchen und was dazu gehöret, unter gotteslästerlichen Spottreden ausgeplündert und weggeraubet, auch ein Bürger an dem untersten Knauf der Kanzel aufgeknüpfet, die Gräber eröffnet, auch abermals ganz grausam und viel schlimmer, als je zuvor mit den Leuten umgegangen worden, indem sie der abscheulichen und selbst in den Kirchen frevelhafter und widernatürlicher Weise verübten Schändung des weiblichen Geschlechts, selbst 11- und 12-jähriger Kinder, nicht zu gedenken – was sie nur mächtig (haben) werden können, ohne Unterschied angegriffen, nackt ausgezogen, allerlei faules Wasser von Kot und Mist aus den Schweinetrögen, oder was sie am unreinsten und nächsten (haben) bekommen können, ganze Eimer voll zusammen gesammelt und den Leuten zum Maul, (zu) Nase und Ohren eingeschüttet und solch einen ‚Schwedischen Trunk oder Branntwein’ geheißen, welches auch dem damaligen Archidiakonus… widerfahren. Andern haben sie mit Daumschrauben und eisernen Stöcken die Finger und Hände wund gerieben, andern Mannspersonen die Bärte abgebrannt und noch dazu an Kopf und Armen wund geschlagen, einige alte Frauen und Mannsleute in Backöfen gesteckt und so getötet, eine andere Frau aus dem Pfarrhause in den Rauch gehängt, hernach wieder losgemacht und durch einen Brunnenschwengel in das Wasser bis über den Kopf versenket; andere an Stricken, andere bei ihren Haaren aufgehängt und so lange, bis sie schwarz gewesen, sich quälen lassen, hernach wieder losgemacht und andere Arten von Peinigung mit Schwedischen Tränken und sonsten ihnen angeleget. Und wenn sie gar nichts bekennen oder etwas (haben) nachweisen können, Füße und Hände zusammen oder die Hände auf den Rücken gebunden und also liegen lassen, wieder gesucht, und soviel sie immer tragen und fortbringen können, auf sie geladen und sie damit auf Cumlosen und andere Dörfer hinausgeführt, worüber dann viele ihr Leben (haben) zusetzen müssen, daß auch der Rittmeister der Salvegarde und andere bei ihm Seiende gesagt: Sie wären mit bei letzter Eroberung von Magdeburg gewesen, (es) wäre aber des Orts so tyrannisch und gottlos mit den Leuten, die doch ihre Feinde gewesen, nicht umgegangen worden, wie dieses Orts geschehen’ „. Vgl. auch die Beschreibung des Kroateneinfalls in Neustadt a. d. Aisch am 18.7.1632 => Kehraus [Kerauß, Kehrauß], Andreas Matthias in den „Miniaturen“.
[33] Staatsarchiv Bamberg C 48/95: „Abschrift des General Tilly Schreiben an H. Bischofen zu Bamberg, Stadtlohn“, 1623 VIII 07; ident. mit dem beiliegenden Schreiben Tilly. an Johann Georg I. v. Sachsen. Ein Bericht aus Kassel, 1623 VIII 20 (C 48/95) spricht dagegen v. nicht mehr als 1.400 Toten u. 2.000 Gefangenen. Vgl. den Bericht aus Köln, 1623 VIII 10.
[34] Staatsarchiv Bamberg C 48/95 (Abschrift): »Ganz vertrauliche Aviso«, Stadtlohn, 1623 VII 29 (a. St.): Wilhelm IV. v. Sachsen-Weimar berichtete, man habe ihm in den rechten Arm u. die Seite geschossen u. gefangen genommen; nach einem Bericht aus Köthen, 1623 VIII 10 (a. St.), sei Bernhard v. Sachsen-Weimar nicht auf dem Schlachtfeld geblieben, sein Aufenthaltsort sei jedoch unbekannt. Nach der Schlacht wurde Wilhelm IV. zusammen mit Friedrich v. Sachsen-Altenburg im November (nach LAHRKAMP, Münsters Rolle, S. 39, bis Jan. 1624 ? in Münster festgehalten; dagegen nach KUPFER, Forchheim, S. 63, 2 Tage lang Rast gehalten) in Wien Ferdinand II. übergeben, in Haft gehalten (vgl. C 48/99, die Gefangenschaft Friedrich Wilhelms in Wien betreffend) u. Weihnachten 1624 wieder entlassen, während die Herzöge Bernhard, Johann Ernst u. Johann Friedrich nach den Generalstaaten hatten entkommen können. Nach KOHL, Westfälische Geschichte, S. 545, sollen die gefangenen Offiziere bis nach Neumarkt (Steiermark) gebracht worden sein, um dort interniert zu werden.
[35] PATZE; SCHLESINGER, Geschichte Thüringens Bd. 6, 1. Teil, 1. Teilband, S. 113f.
[36] Münster; HHSD III, S. 537ff.
[37] LAHRKAMP, Münsters Rolle, S. 38.
[38] OPEL, Niedersächsisch-dänischer Krieg Bd. 1S. 543.
[39] Fähnrich (Kornett): Rangunterster der Oberoffiziere der Infanterie und Dragoner, der selbst bereits einige Knechte zum Musterplatz mitbrachte. Dem Fähnrich war die Fahne der Kompanie anvertraut, die er erst im Tod aus den Händen geben durfte. Der Fähnrich hatte die Pflicht, beim Eintreffen von Generalspersonen die Fahne fliegen zu lassen. Ihm oblagen zudem die Inspektion der Kompanie (des Fähnleins) und die Betreuung der Kranken. Der Fähnrich konnte stellvertretend für Hauptmann und Leutnant als Kommandeur der Kompanie fungieren. Bei der Kavallerie wurde er Kornett genannt. Vgl. BLAU, Die deutschen Landsknechte, S. 45f.
[40] GEISTHIRT, Historia Schmalcaldica, S. 36f.; Schmalkalden [Kr. Schmalkalden]; HHSD IX, S. 387ff.
[41] Kompanie: Eine Kompanie zu Fuß (kaiserlich, bayerisch und schwedisch) umfasste von der Soll-Stärke her 100 Mann, ihre Ist-Stärke lag jedoch bei etwa 70 Mann, eine Kompanie zu Pferd bei den Bayerischen 200 Mann, den Kaiserlichen 60 Mann, den Schwedischen 80 Mann. Geführt wurde die Fußkompanie von einem Hauptmann, die berittene Kompanie von einem Rittmeister. Vgl. TROUPITZ, Kriegs-Kunst. Vgl. auch „Kornett“, „Fähnlein“, „Leibkompanie“.
[42] WAGNER, Pforr, S. 97.
[43] Kapitänleutnant: Der Kapitänleutnant war der Stellvertreter des Kapitäns. Der Rang entsprach dem Hauptmann der kaiserlichen Armee. Hauptmann war der vom Obristen eingesetzte Oberbefehlshaber eines Fähnleins der Infanterie. (Nach der Umbenennung des Fähnleins in Kompanie wurde er als Kapitän bezeichnet.) Der Hauptmann war verantwortlich für Werbung und Soldzahlung, für Disziplin, Ausrüstung und Verpflegung sowie für die Ernennung der untergebenen Führer. Oft war er in erster Linie für die materielle Versorgung der Truppe zuständig und die eigentlichen militärischen Aufgaben wurden von seinem Stellvertreter, dem Kapitänleutnant übernommen. Der Hauptmann marschierte an der Spitze des Fähnleins, im Zug abwechselnd an der Spitze bw. am Ende. Bei Eilmärschen hatte er zusammen mit einem Leutnant am Ende zu marschieren, um die Soldaten nachzutreiben und auch Desertionen zu verhindern. Er kontrollierte auch die Feldscher und die Feldapotheke. Er besaß Rechenschafts- und Meldepflicht gegenüber dem Obristen, dem Obristleutnant und dem Major. Dem Hauptmann der Infanterie entsprach der Rittmeister der Kavallerie. Junge Adlige traten oft als Hauptleute in die Armee ein.
[44] Hergest(-Hallenberg), OT von Steinbach-Hallenberg (Thür.)
[45] Korporal: Der Korporal war der unterste Rang der Unteroffiziere, der einen Zug als Teil der Kompanie führte. Er erhielt in der kaiserlichen Armee (1630) 12 fl. Sold.
[46] WAGNER, Pforr, S. 97.
[47] Diplom im Österreichischen Staatsarchiv Wien AVA VB 12492.
[48] Doppeltaft = dichtes, starkes Seidenzeug.
[49] WAGNER, Pforr, S. 98.
[50] Hannover; HHSD II, S. 197ff.
[51] Hameln; HHSD II, S. 192ff.
[52] Hameln; HHSD II, S. 192ff.
[53] [Bad] Münder am Deister [Kr. Springe]; HHSD II, S. 27f.
[54] Springe; HHSD II, S. 430ff. Die Stadt liegt an der sogenannten Deisterpforte, einem flachen Talpass zwischen den südlichen Aus-läufern des Deisters und dem Kleinen Deister. In der Deisterpforte entspringt der Fluss Haller, der ihr ihren mittelalterlichen Namen „Hallerspring“ gab.
[55] Völksen, heute Ortsteil von Springe.
[56] auspochen: ausplündern.
[57] Calenberg [Kr. Springe]; HHSD II, S. 91ff.
[58] Pattensen [Kr. Springe]; HHSD II, S. 376f.
[59] JÜRGENS, Chronik, S. 365f. JÜRGENS datiert nach dem alten Stil.
[60] Vgl. KRÜSSMANN, Ernst von Mansfeld.
[61] FORST, Korrespondenz, Nr. 130, S. 109: Aldenhoven an F. W. v. Wartenberg, Köln, 1625 XI 23; Diepholz [Kr. Grafschaft Diepholz]; HHSD II, S. 114f.
[62] Am 27.10.1625 war F. W. v. Wartenberg zum Bischof postuliert worden, trotz der Bemühungen Dänemarks u. Ferdinands II., die das Stift für ihre Söhne beanspruchten. Wartenberg selbst war wie Maximilian u. Kurfürst Ferdinand über die Postulation nicht gerade erfreut gewesen; FORST, Korrespondenz, Nr. 128, S. 105: „Der herr hatt mir die Martinßganß wohl versaltzen und gar verderbt; ich kan mirs noch auf diese stund nit imaginiren, und wans der herr nit mit beilagen von Osnabrug selben confirmirt, hett ichs je noch so viel nit geglaubt“. Wartenberg an Aldenhoven, Kirbach, 1625 XI 12.
[63] Minden [LK Minden]; HHSD III, S. 517ff.
[64] HEILMANN, Kriegsgeschichte Bd. 2, S. 184. Dankschreiben gingen an Lintelo, J. L. v. Fürstenberg, Schönburg, Cortenbach, Cronberg, Graf Spaur, Hans Ernst v. Vizthum v. Eckstädt; BA NF II/2, Nr. 136, S. 456 (Max. an Tilly, 1625 XII 02).
[65] Escherde: Groß und Klein Escherde, Ortsteile der Gemeinde Nordstemmen [LK Hildesheim].
[66] Erichsburg [Gem. Hunnesrück, Kr. Einbeck]; HHSD II, S. 141.
[67] Poppenburg [Kr. Alfeld]; HHSD II, S. 384.
[68] Rössing, Ortsteil der Gem. Nordstemmen [LK Hildesheim].
[69] Kürassier: Kürisser, Kyrisser, Corazzen (franz. Cuirasse für Lederpanzer (cuir = Leder). Die Kürassiere waren die älteste, vornehmste – ein gerade daher unter Adligen bevorzugtes Regiment –  und am besten besoldete Waffengattung. Sie gehörten zu den Eliteregimentern, der schweren Reiterei, deren Aufgabe im Gefecht es war, die feindlichen Linien zu durchbrechen, die Feinde zur Flucht zu nötigen und damit die Schlacht zu entscheiden. Sie trugen einen geschwärzten Trabharnisch (Brust- und Rückenharnisch, den „Kürass“), Ober- und Unterarmzeug, eiserne Stulphandschuhe, Beinschienen und Stulpstiefel mit Sporen, Schwert oder Säbel und zwei lange Reiterpistolen, die vor dem Aufsitzen gespannt wurden. Im späten 16. Jahrhundert wurde es in der schweren Reiterei üblich, einen knielangen Küriss ohne Unterbeinzeug zu tragen. Der Kürass wurde mit 15 Rt. veranschlagt. SKALA, Kürassiere; WALLHAUSEN, Kriegs-Kunst zu Pferd. Nach LICHTENSTEIN, Schlacht, S. 42f., musste ein dänischer Kürassier mit einem mindestens16 „Palmen“ [1 Palme = 8, 86 cm] hohen Pferd, Degen u. Pistolen antreten. Der Kürass kostete ihn 15 Rt. Er durfte ein kleineres Gepäckpferd u. einen Jungen mitbringen. Der Arkebusier hatte ebenfalls Pferd, Degen u. Pistolen mitzubringen, durfte aber ein 2. Pferd nur halten, wenn er v. Adel war. Für Brust- u. Rückenschild musste er 11 Rt. zahlen. Der Infanterist brachte den Degen mit u. ließ sich für das gelieferte Gewehr einen Monatssold im ersten halben Jahr seines Dienstes abziehen. Bei der Auflösung des Regiments erhielten die Soldaten sämtl. Waffen mit einem Drittel des Ankaufspreises vergütet, falls der Infanterist noch nicht 6 Monate, der Kavallerist noch nicht 10 Monate gedient hatte; andernfalls mussten sie die Waffen ohne jede Vergütung abliefern. Der Kürassier erhielt für sich u. seinen Jungen täglich 2 Pfd. Fleisch, 2 Pfd. Brot, 1/8 Pfd. Butter oder Käse u. 3 „Pott“ [1 Pott = 4 Glas = 0, 96 Liter] Bier. Arkebusier u. Infanterist bekamen die Hälfte. Die tägliche Ration betrug 12 Pfd. Heu, Gerste oder Hafer je nach den Vorräten. An das Kommissariat musste der Kürassier für Portion u. Ration monatlich 7 Rt., an den Wirt im eigenen oder kontribuierenden Land musste der Kürassier 5, der Unteroffizier 4, der Sergeant 3, Arkebusier u. Infanterist 2 1/2 Rt. zahlen. Im besetzten Land, das keine Kontributionen aufbrachte, wurde ohne Bezahlung requiriert. Ein Teil des Handgeldes wurde bis zum Abschied zurückbehalten, um Desertionen zu verhüten, beim Tode wurde der Teil an die Erben ausbezahlt. Kinder u. Witwen bezogen einen sechsmonatlichen Sold.  Zu den schwedischen Kürassierregimentern vgl. die Bestimmungen in der Kapitulation für Efferen, Adolf Theodor [Dietrich], genannt Hall => „Miniaturen“. Des Öfteren wurden Arkebusierregimenter in Kürassierregimenter umgewandelt, falls die notwendigen Mittel vorhanden waren.
[70] Vgl. HEIBERG, Christian 4.
[71] Göttingen; HHSD II, S. 178ff.
[72] Hildesheim; HHSD II, S. 228ff.
[73] JÜRGENS, Chronik, S. 420f. Jürgens datiert nach dem alten Stil.
[74] Grundlegend ist hier ALBRECHT, Maximilian I.
[75] Hann. Münden; HHSD II, S. 333f.
[76] Akkord: Übergabe, Vergleich, Vertrag; Vergleichsvereinbarungen über die Übergabebedingungen bei Aufgabe einer Stadt oder Festung sowie bei Festsetzung der Kontributionen und Einquartierungen durch die Besatzungsmacht. Angesichts der Schwierigkeiten, eine Stadt oder Festung mit militärischer Gewalt einzunehmen, versuchte die militärische Führung zunächst, über die Androhung von Gewalt zum Erfolg zu gelangen. Ergab sich eine Stadt oder Festung daraufhin ‚freiwillig‘, so wurden ihr gemilderte Bedingungen (wie die Verschonung von Plünderungen) zugebilligt. Garnisonen zogen in der Regel gegen die Verpflichtung ab, die nächsten sechs Monate keine Kriegsdienste beim Gegner zu leisten. Zumeist wurden diese Akkorde vom Gegner unter den verschiedensten Vorwänden bzw. durch die Undiszipliniertheit ihrer Truppen nicht eingehalten.
[77] Trompeter: Eigener gut bezahlter, aber auch risikoreicher Berufsstand innerhalb des Militärs und bei Hof mit wichtigen Aufgaben, z. B. Verhandlungen mit belagerten Städten, Überbringung wichtiger Schriftstücke etc., beim Militär mit Aufstiegsmöglichkeit in die unteren Offiziersränge.
[78] Muskete: Die 1, 5 – 2 mm dicken Brustharnische der Pikeniere boten keinen ausreichenden Schutz gegen Musketenkugeln, die mit 300 m/sec noch auf 40 Meter den Harnisch und seinen Träger durchschlugen und ihm meist tödliche Verletzungen zufügten. EICKHOFF; SCHOPPER, 1636, S. 79, 156. Bei einer Schussentfernung von 100 m wird der Brustpanzer noch durchschlagen, in der Regel blieb aber die Kugel im Körper zurück und fügt dem Getroffenen schwere Verletzungen zu. Bei einer Entfernung von 200 m wird der Panzer zwar nicht mehr durchschlagen, der Getroffene erleidet aber schwere Prellungen. EICKHOFF; SCHOPPER, 1636, S. 79f. Vgl. auch EICKHOFF; SCHOPPER, 1636, S. 59ff
[79] Hellebarde: Hieb- und Stichwaffe des 13. bis 17. Jahrhunderts mit einem aus einem Stück geschmiedeten Kopf, der ein Beil, eine Klinge und einen Haken besaß, die zu den Stangenwaffen des Fußvolks gezählt wird. Die Hellebarde hat eine breite („Beil“, „Barte“), eine kurze Klinge („Haken“) sowie am Ende eine Stoßklinge. Der meist 1½ bis 2 Meter lange hölzerne Schaft („Halm, Helm“) besaß oft einen mehreckigen Querschnitt oder Lederwicklungen, um beim Hieb das Wegdrehen der Waffe in der Hand zu vermeiden. Der Bereich zwischen Klinge und Schaft wurde seitlich mit „Schaftfedern“ aus Metall verstärkt.
[80] Allendorf; HHSD IV, S. 33f. [unter Bad Sooden-Allendorf (Kr. Witzenhausen)].
[81] Witzenhausen; HHSD IV, S. 478f.
[82] Osterode; HHSD II, S. 370ff.
[83] Bericht des Osteroder Chronisten Heinrich Wendt (1605-1683; 1635 Stadtschreiber u. Syndikus, 1647 Bürgermeister v. Osterode u. Autor der „Chronica oder Zeytbuch vnd Wahrhafftige Beschreibung der Löblichen Stadt Osteroda“, 1635-1680 verfasst), S. 404ff. Ausführlich dargestellt bei KOSSERT, Eroberung.
[84] Wetterau; HHSD IV, S. 457ff.
[85] Kitzingen; HHSD VII, S. 357ff.
[86] Schweinfurt; HHSD VII, S. 686ff.
[87] Etwashausen, heute Ortsteil von Kitzingen.
[88] Schlüsselfeld [LK Bamberg].
[89] Verehrung: Schenkung: Derartige „Schenkungen“ oder auch „Discretionen“ waren von Anfang des Dreißigjährigen Krieges an zumeist erzwungene oder von vornherein erwartete Leistungen in Geld- oder Sachwerten an die Offiziere einer Einheit, die den Stadt- oder Gemeindehaushalt je nach Umständen erheblich belasten konnten. Diese mehr oder minder freiwilligen „Verehrungen“ waren zur Abwendung von Einquartierungen oder zur Durchführung rascher Durchzüge gedacht. Sie waren je nach Rang des zuständigen Offiziers gestaffelt und wurden von diesen als fester Bestandteil ihres Einkommens betrachtet, zumal Soldzahlungen nicht selten ausblieben. Vgl. ORTEL, Blut Angst Threnen Geld, der diese Euphemismen für Erpressungen, erwartete oder erzwungene „Verehrungen“ etc. auflistet.
[90] Rödelsee [LK Kitzingen]. Nach Einführung der Reformation durch die Markgrafen von Ansbach waren alle Bewohner evangelisch. Um 1600 waren das Hochstift Würzburg, die Abtei Ebrach, die Grafen zu Castell-Rüdenhausen und die späteren Freiherren von Crailsheim Ortsherren. Ab 1627 begannen das Hochstift Würzburg und Kloster Ebrach mit der Durchsetzung der Gegenreforma-tion.
[91] Nürnberg; HHSD VII, S. 530ff.
[92] Würzburg; HHSD VII, S. 837ff.
[93] angetroffen
[94] HOCK, Kitzingen, S. 55f.
[95] KRUSENSTJERN, Selbstzeugnisse, S. 111f.
[96] Sachsenburg [Burgenlandkreis]; HHSD VIII, S. 312f.
[97] Sangerhausen [Kreis Mansfeld-Südharz]; HHSD XI, S. 409f.
[98] Schwarzburg [LK Saalfeld-Rudolstadt]; HHSD IX, S. 395ff.
[99] Christian Günther I. Graf zu Schwarzburg-Hohenstein (11.5.1578-25.11.1642)]
[100] Generalquartiermeister: Der Generalquartiermeister leitete das Quartieramt (mit zwei Oberquartiermeistern und dem Stabsquartiermeister sowie drei weiteren Offizieren), unterstützt von der Kriegskanzlei. Die Eingänge wurden dem Feldmarschall vorgetragen und die Antwortschreiben dementsprechend zur Billigung vorgelegt. Für technische Fragen wurden Ingenieure des Stabs herangezogen. Die mündliche Befehlsübermittlung oblag zwei bis vier Generaladjutanten. Das Quartieramt lieferte je nach Eingang Berichte an den Kaiser, den Hofkriegsrat, Weisungen an die Kommandeure der Feldarmeen, an die örtlichen Kommandeure und Festungskommandeure, an alle zuständigen Verwaltungsbehörden und gab Lageberichte an hohe abwesende Generäle und Nachrichten an die Gesandten des Westfälischen Friedenskongresses heraus. Der Generalquartiermeister hatte als Dienstvorgesetzter alle Quartiermeister der einzelnen Regimenter unter sich, sein Amt war eine sehr lukrative Einnahmequelle wegen der „Verehrungen“, um Einquartierungen (gerade bei den Winterquartieren) abzuwenden oder zu erleichtern. Zudem war er meist auch Inhaber eines eigenen Regiments, das die besten Quartiere zu erwarten hatte.
[101] Weißensee [LK Sömmerda]; HHSD IX, S. 487ff.
[102] Creußen unter Clingen [Kyffhäuserkreis]; HHSD IX, S. 69f.
[103] Clingen [Kyffhäuserkreis]; HHSD IX, S. 69f.
[104]  HAPPE I 111 r – 111 v; mdsz.thulb.uni-jena.de.
[105] Vgl. KRUSENSTJERN, Selbstzeugnisse, S. 170f.
[106] Staßfurt [Kr. Calbe/Staßfurt]; HHSD XI, S. 443ff.
[107] WINTER, Möser, S. 18.
[108] Reichsdorf: „reichsunmittelbarer Ort, der aber keine Reichsstandschaft besaß. Die Reichsdörfer wurden 1648 im Westfälischen Frieden neben den Reichsständen und der Reichsritterschaft anerkannt. Reichsdörfer waren die Überreste der im 15. Jahrhundert aufgelösten alten Krongüter. Bewohner von Reichsdörfern waren keiner Leibeigenschaft unterworfen und mussten auch keine Frondienste leisten. Diese Rechte blieben auch bei den nicht selten vorkommenden Verpfändungen an lokale Fürsten stets gewahrt. Mit gewissen Einschränkungen übten die Reichsdörfer das Hoheitsrecht in Kirchen- und Schulangelegenheiten aus. Seit der Reformation besaßen sie ebenfalls die Religionsfreiheit. Reichsdörfer wählten ihre Schultheiße (Bürgermeister) und Richter, mit niederer, zum Teil auch hoher Gerichtsbarkeit, selbst und setzten Dorfordnungen fest. Sie zahlten nur Reichssteuern“. [wikipedia]
[109] Sennfeld [LK Schweinfurt]; HHSD VII, S. 239.
[110] WEBER, Gochsheim, S. 200.
[111] STEFFEN, Wiltheim, S. 84.
[112] Generalfeldwachtmeister: Bei den hohen Offizierschargen gab es in der Rangfolge „Generalissimus“, „Generalleutnant“, „Feldmarschall“, „Generalfeldzeugmeister“, auch den „General(feld)wachtmeister“, den untersten Generalsrang im ligistischen Heer („Generalmajor“ bei den Schweden). In der Regel wurden Obristen wegen ihrer Verdienste, ihrer finanziellen Möglichkeiten und verwandtschaftlichen und sonstigen Beziehungen zu Generalwachtmeistern befördert, was natürlich auch zusätzliche Einnahmen verschaffte. Der Generalwachtmeister übte nicht nur militärische Funktionen aus, sondern war je nach Gewandtheit auch in diplomatischen Aufträgen tätig. Der Generalfeldwachtmeister entsprach rangmäßig dem Generalmajor. Der Generalmajor nahm die Aufgaben eines Generalwachtmeisters in der kaiserlichen oder bayerischen Armee war. Er stand rangmäßig bei den Schweden zwischen dem Obristen und dem General der Kavallerie, bei den Kaiserlichen zwischen dem Obristen und dem Feldmarschallleutnant. Die Bezeichnung ergab sich aus seiner ursprünglichen Aufgabe, der Inspektion der Feldwachen und dem Überwachen der Aufstellung der Brigaden und Regimenter im Felde und beim Marsch.
[113] Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2367, fol. 595 (Ausfertigung): Tilly an Maximilian, Angerstein [Augenstein ?], 1626 VIII 08.
[114] HEILMANN, Kriegsgeschichte Bd. 2, S. 1117, Anm.
[115] Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2383, fol. 612 (Ausfertigung): Tilly an Maximilian I., Güstrow, 1629 VI 23.
[116] Vgl. STADLER, Pappenheim.
[117] Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2397, fol. 388f. (Ausfertigung): Ruepp an Maximilian I., Brandenburg, 1631 IV 03.
[118] Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2395, fol. 169 (Ausfertigung): Tilly an Maximilian I., Fürstenwalde, 1631 II 16.
[119] Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Dreißigjähriger Krieg Akten 128/II (Konzept): Tilly an Eynatten bzw. an Schönburg, Schriesheim, 1622 VII 06.
[120] Sommerhausen [LK Würzburg]; HHSD VII, S. 701f.
[121] Winterhausen [LK Eibelstadt].
[122] Obereisenheim bei Volkach [LK Kitzingen]; HHSD VII, S. 776f.
[123] Fürstliches Hausarchiv Castell VI b/14; SPERL, Castell, S. 276.
[124] STEIFF;MEHRING, Geschichtliche Lieder, S. 514ff.; Schwäbisch Hall [LK Schwäbisch Hall]; HHSD VI, S. 723ff.
[125] Gochsheim [LK Schweinfurt] ; HHSD VII, S. 239.
[126] Schweinfurt; HHSD VII, S. 686ff.
[127] WEBER, Gochsheim, S. 197.
[128] Gräfenthal [LK Saalfeld-Rudolstadt]; HHSD IX, S. 161.
[129] Saalfeld [LK Saalfeld-Rudolstadt]; HHSD IX, S. 369ff.
[130] BLÖTHNER, Apocalyptica, S. 41f.
[131] Obristwachtmeister: Der Obristwachtmeister mit einem monatlichen Sold von 50 fl. entsprach vom Rang her dem Major in der schwedischen Armee. Er sorgte für die Ausführung der Anordnungen und Befehle des Obristen und Obristleutnants. Im Frieden leitete er die Ausbildung der Soldaten und war verantwortlich für die Regimentsverwaltung. Im Krieg sorgte er für Ordnung auf dem Marsch und im Lager, beaufsichtigte die Wach- und Patrouillendienste und stellte die Regimenter in Schlachtordnung. Zudem hatte er den Vorsitz im Kriegs- und Standgericht.
[132] Hollenbach [Gem. Mulfingen, Hohenlohekr.]; HHSD VI, 357.
[133] Weikersheim [Main-Tauber-Kr.]; HHSD VI, S. 860ff.
[134] KLEINEHAGENBROCK, Hohenlohe, S. 112.
[135] Trappendorf: nicht identifiziert.
[136] Saalfeld [LK Saalfeld-Rudolstadt]; HHSD IX, S. 369ff.
[137] Gräfenthal [LK Saalfeld-Rudolstadt]; HHSD IX, S. 161.
[138] BLÖTHNER, Apocalyptica, S.43.
[139] Hohebach [Gem. Dörzbach, Hohenlohekr.]; HHSD VI, S. 347.
[140] Kirchberg an der Jagst [LK Schwäbisch Hall]; HHSD VI, S. 400f.
[141] Langenburg [LK Schwäbisch Hall]; HHSD VI, S. 448f.
[142] Schillingsfürst [LK Ansbach].
[143] KLEINEHAGENBROCK, Hohenlohe, S. 113.
[144] Münster, heute Ortsteil von Creglingen [Main-Tauber-Kreis].
[145] KLEINEHAGENBROCK, Hohenlohe, S. 119f.
[146] KLEINEHAGENBROCK, Hohenlohe, S. 121.
[147] DAMBOER, Söldnerkapitalismus, S. 292.
[148] Sennfeld; unter Gochsheim; HHSD VII, S. 239.
[149] WEBER, Gochsheim, S. 200.
[150] Vgl. DÜRR, Philipp Adolf v. Ehrenberg.
[151] Hock, Kitzingen, S. 57f.
[152] [Bad] Wimpfen [LK Heilbronn]; HHSD VI, S. 51f.
[153] Heilbronn [Stadtkr.]; HHSD VI, S. 315ff.
[154] Memmingen; HHSD VII, S. 439ff.
[155] MAIER, Unterpfalz, S. 88f.
[156] Tiefenstockheim, heute Ortsteil von Seinsheim [LK Kitzingen].
[157] Marktsteft [LK Kitzingen]; HHSD VII, S. 431f.
[158] Obernbreit [LK Kitzingen].
[159] Buchklingen: nicht identifiziert.
[160] SCHMIDT, Der protestantische Aischgrund, S. 8 (nach SCHHNIZZER, Chronica).
[161] Schwäbisch Hall [LK Schwäbisch Hall]; HHSD VI, S. 723ff.
[162] KRUSENSTJERN, Selbstzeugnisse, S. 172.
[163] MORHARD, Haller Haus-Chronik, S. 136.
[164] Heldburg [Kr. Hildburghausen]; HHSD IX, 192f.
[165] Hildburghausen [Kr. Hildburghausen]; HHSD IX, S. 198ff.
[166] Simmershausen [LK Hildburghausen].
[167] Thüringisches Staatsarchiv Meiningen, Amtsarchiv Heldburg Best. 411230, Nr. 2412.
[168] WÜRDIG; HEESE, Dessauer Chronik, S. 217. Dessau [Stadtkr. Dessau]; HHSD XI, S. 77ff.
[169] Magdeburg; HHSD XI, S. 288ff.
[170] Staatsarchiv Bamberg 48/127 (Ausfertigung): Schönburg an Bischof v. Bamberg, Tangermünde, 1631 VIII 10. OMPTEDA, Kronberg, S. 524: Cronberg an seine Gattin Marie Sidonie v. Daun, Feldlager vor Tangermünde, 1631 VIII 07: „haben allezeitt gehoft, der feint werde uns eine gutte occasion machen, er hat aber schlechten lust darzu; weiss gott wasz weiters worden wirt und seint mihr gewiz resolvirt, ihm nicht zue weichen; er ist aber ein tax und verlassett seine höllen nicht“.
[171] HEILMANN, Kriegsgeschichte 2. Bd., S. 284; LAHRKAMP, Kriegsvolk, S. 133. Vgl. die Erwähnungen bei RUDERT, Kämpfe.
[172] Leipzig; HHSD VIII, S. 178ff.
[173] RUDERT, Kämpfe, S. 78.
[174] Aussig [Ústí nad Labem, Tschechien]; HHSBöhm, S. 13ff.
[175] Dietrich Freiherr v. Taube [Daube] zu Neukirchen [1594 Maardu [Estland]-29.1.1639 Dresden], kursächsischer Obrist, Generalmajor.
[176] [N, N], Die Geschichte der Stadt Leipzig 4. Teil, S. 319.
[177] Sparrenburg [Stadt Bielefeld]; HHSD III, S. 73.
[178] Limberg, Burg [Gem. Holzhausen, LK Lübbecke]; HHSD III, S. 464.
[179] SCHÜTTE, Dreißigjähriger Krieg, S. 249, die noch 1651 ergangene Klage wegen Ersetzung v. Einquartierungsschäden v. 1625. „Die beschriebenen Einquartierungsschäden beziehen sich auf das Rittergut Werburg bei Spenge, damals in Besitz der Familie von Ledebur-Ketteler, nicht auf den Sparrenberg. Zu Werburg vgl. KAMM, Werburg (o.J.), Europäisches Burgeninstitut der Deutschen Burgenvereinigung e.V. UrL: http://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=4301 (Stand: 15.04.2015). Die Anlage Spar(r)enberg, heute Sparrenburg, war eine von Brandenburg und Pfalz-Neuburg gemeinsam verwaltete ravensbergische Landesfestung (seit 1647 brandenburgisch). Kaiserliche Entsatztruppen unter Tillys Oberbefehl hatten 1625 die Belagerer des Sparrenberges zur Aufgabe gezwungen. Es handelte sich hierbei, wie Sie schreiben, um das Schönenbergsche Regiment. Es zog danach über Land Richtung Nordosten und ließ sich eben auf der Werburg nieder“. Freundliche Hinweise von Herrn Andreas Kamm. Vgl. auch KAMM, Sparrenburg. Burg, Festung, Wahrzeichen; KAMM, Sparrenburg (o.J.), Europäisches Burgeninstitut der Deutschen Burgenvereinigung e.V. URL: http://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=4315 (Stand: 15.04.2015).
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