Daun-Falkenstein-Daun, Franz Christoph Graf von

Daun-Falkenstein-Daun, Franz Christoph Graf von; Obrist [ -4.10.1636 bei Wittstock gefallen] Falkenstein stand als Obrist des ehemaligen Hans Ernst Vitzthum von Eckstädt’schen Kürassierregiments[1] in kaiserlichen Diensten. „Von 1628 bis 1636 trat Franz Christoph von Daun-Falkenstein-Daun den Besitz der Grafschaft Falkenstein an“.[2] Er ist nach den Angaben im „Eigentlichen Bericht“ von 1636[3] und in Wassenbergs[4] „Florus“ von 1647 am 4.10.1636 bei Wittstock[5] im Kampf gegen Melchior von Hatzfeldt gefallen.[6] „Falkenstein, durch viele Wunden ganz entstellt und unkenntlich, wurde mit den Gemeinen in eine Grube geworfen“.[7] Seine Grabinschrift in der Franziskanerkloster-Kirche in Bad Kreuznach lautet: „Der hochberühmte Herr Franz Christoph von Daun, Graf in Falkenstein, Herr in Oberstein, Bruch und Reipoldskirchen, seiner kaiserlichen Majestät Rat, Kammerdiener und Oberst der Panzerreiter, Letzter aus der Familie der Grafen in Falkenstein, ein außerordentlicher Gönner des seraphischen Ordens, der im Jahr 1636, gerade am Festtag seines Namenspatrons Franziskus (4. Oktober) in der Schlacht gegen die Schweden bei Wittstock in Sachsen sein Leben ließ, zusammen mit 7000 Gefallenen (aus den Reihen) der Kaiserlichen und der Sachsen; seines Alters 33 Jahre“.[8]

1636 bekam Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein-Bruch [1613-1682] durch Testament die Grafschaft Falkenstein von seinem Onkel 3. Grades Franz Christoph von Daun-Oberstein.

[1] WREDE, Wehrmacht 3. Bd., S. 433.

[2] HAUBRICH; RASCHE, Die Geschichte von Falkenstein. Online verfügbar unter: new.falkenstein-pfalz.de/erzaehlung.

[3] Eigentlicher Verlauff Des Treffens bey Wittstock / etc. vorgangen den 4. October / 24. September 1636 [VD17 23.313240S].

[4] Vgl. LAHRKAMP, Everhard Wassenberg.

[5] Schlacht bei Wittstock am 24.9./4.10.1636: Schwedische Truppen (9150 Berittene und 7228 Infanteristen) unter Johan Banér schlagen die kaiserlich-kursächsischen Truppen (9000 Berittene und 9000 zu Fuß) unter Melchior von Hatzfeldt. Dadurch konnten die schwedischen Kontributionsgebiete wieder ausgeweitet werden; Banér hatte bewiesen, dass mit Schweden als Militärmacht in dieser Kriegsphase wieder zu rechnen war. Vgl. Eigentlicher Verlauff Des Treffens bey Wittstock / etc. vorgangen den 4. October / 24. September 1636 [VD17 23.313240S]. Vgl. die hervorragende Edition von EICKHOFF; SCHOPPER, 1636; MURDOCH; ZICKERMANN; MARKS, Battle of Wittstock; ferner HÖBELT, Wittstock; HEßELMANN, Simpliciana XXXIII. Vgl. Quellen 32, 33. – Wittstock [LK Ostprignitz/Wittstock]; HHSD X, S. 394ff.

[6] WASSENBERG, Florus, S. 328.

[7] SCHMIDT, Schlacht, S. 79.

[8] Bad Kreuznach, ehemalige Franziskanerkloster-Kirche; DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 536† (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k0053609.

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