Colloredo [Coloredo, Coloreto, Coleredo, Colredo, Kolloredo]-Waldsee [Wallsee], Rudolf [Rodolfo] Graf (III)

Colloredo [Coloredo, Coloreto, Coleredo, Colredo, Kolloredo]-Waldsee [Wallsee], Rudolf [Rodolfo] Graf (III); Feldmarschall [2.11.1585 Budweis – 24.2.1657 Prag]

Zwischen dem 9.1. und dem 13.12.1640 sind 95 Schreiben Colloredos mit ausführlichen Berichten über den Schwedenkrieg an Piccolomini erhalten.[1] Am 12.1.1640 hatte sich Piccolomini aus Schüttenhofen[2] wieder an den Kardinal-Infanten gewandt: Er sei mit Hatzfeldt und Colloredo über den Termin des Aufbruchs der Armee gegen den Feind übereingekommen. Ort des Generalrendezvous sei die Umgebung von Tabor,[3] die Zeit der 15. bis 20.1. Dann werde die Armee wahrscheinlich zur Elbe und gegen Nimburg[4] marschieren; während des Feldzugs werde man erkennen, ob der Feind zu kämpfen beabsichtige. Sollte der Feind keinen Kampf riskieren wollen, werde dieser wohl nach Leitmeritz[5] zurückweichen und, damit müsse gerechnet werden, alles hinter sich zerstören. Daran werde ihn der bewegliche Teil der Armee hindern müssen; dieser bestehe aus 5.000 Kürassieren, 3.000 Reitern und weiteren Kroaten und Ungarn, die Infanterie zähle 14.000 bis 15.000 Mann, die Artillerie verfüge über 60 Kanonen. In Prag stünden an die 7.000 Mann und 2.000 Reiter unter Colloredo, in Pilsen[6] 4.000 bis 5.000 Infanteristen, die gleiche Anzahl sei nach Eger[7] und in einige weitere Orte im Land kommandiert worden. Der Proviant für den Feldzug stehe bereit. Die kaiserliche Armee könne sich in ihrer jetzigen Position keinen weiteren Rückzug mehr erlauben, sie wüsste nicht, wohin. Die feindlichen Streitkräfte zählten an die 10.000 Reiter und 9.000 Infanteristen, ihre Artillerie besitze 70-80 Geschütze. Nun komme es darauf an, dass sich die Feinde nicht, wie schon früher geschehen, zum Unglück der Kaiserlichen rechtzeitig an einem einzigen Ort konzentrieren.[8] Ferdinand III. schrieb am 25.1.1640 aus Regensburg an Colloredo: Das Mehl und Getreide aus Freistadt[9] sei nach Krumau,[10] Wittingau[11] und Budweis[12] zu schaffen. Befestigte Orte, vor allem Tabor, seien gegen einen feindlichen Einfall zu besetzen, die Bürger zur Wachsamkeit und fälligen Abwehr des Feindes aufzurufen. Colloredo solle ihm über die Besatzungsstärke und Versorgungslage referieren.[13]

Colloredo informierte Piccolomini am 11.2.1640 aus Prag: Die Schweden hätten Nimburg[14] verlassen, sich nach Benatek[15] zurückgezogen und die nahe gelegene Brücke hinter sich verbrannt. Während das Eis auf den Flüssen schon zu schmelzen beginne, weiche der Feind gegen Jung-Bunzlau[16] zurück und sammle seine Bagage in Weißwasser.[17] Landbewohner meldeten, dass er auf seinem Weg alles niederbrenne. Heute sei aus Prag die Nachricht eingetroffen, dass die Schweden im Begriff stünden, Melnik[18] zu verlassen und dass der Ort, wo sie ihr Militär und ihren geringer werdenden Proviant konzentrieren wollten, Böhmisch-Leipa[19] sei. Torstensson und Banér seien sich über die Richtung des Rückzugs uneinig. Unterdessen sei Königsmarck mit 3.000 Mann zu Hilfe gekommen und habe Aussig[20] besetzt. Wegen des Hochwassers aber sei ihm die Errichtung einer Schiffsbrücke nicht gelungen und er sei entschlossen, längs der Elbe nach Leitmeritz[21] und weiter vorzurücken. Auch die Kaiserlichen besetzten Orte an der Elbe.[22]

Piccolomini unterrichtete Colloredo am 9.3.1640 aus Prag: Banér habe sich nach Meißen[23] zurückgezogen. Er, P., billige Colloredos Absicht, Leitmeritz in einen Stützpunkt zu verwandeln und dort Kanonen und Munition anzusammeln. Über die Verteidigung Böhmens habe auch W. E. von Lobkowitz mit ihm korrespondiert.[24] Colloredo selbst schrieb am 11.3. an Piccolomini: Banér sei am 9.3. in Leitmeritz erschienen. Diese Stadt sei zum Mittelpunkt der Feinde geworden, weitere schwedische Abteilungen zögen aus Eger über Raudnitz[25] hin. Dort sollte die kaiserliche Armee die schwedischen Verbindungen mit Eger und Meißen[26] abschneiden. Allerdings benutzten die Schweden auch den Wasserweg und stießen von Westen her auf der Eger zu den anderen.[27]

Am 14.3. hatte Colloredo Borri aus Prag mitgeteilt, er sei von Leopold Wilhelm und Piccolomini angewiesen worden, bei Nimburg eine Brücke über die Elbe zu schlagen; seiner Meinung nach wäre Kosteletz[28] der dafür am besten geeignete Ort, denn er habe eine günstige Lage und Verbindung mit Rostok an der Moldau.[29] Colloredo ließ am 20.3.1640 einen neuen Lagebericht an Piccolomini abgehen: Nach wiederholten Verschiebungen beider Armeen hätten die Schweden am 19.3. Leitmeritz verlassen; ihr Versuch, die Brücke zu verbrennen, sei jedoch gescheitert. Die Kaiserlichen seien im Besitz von Laun,[30] Rakonitz und Schlan.[31] Königsmarck halte sich noch immer in Komotau.[32]

Colloredo schrieb am 17.4. aus Prag an Piccolomini: Die Schweden hielten sich nicht nur noch immer in Nordböhmen, sondern könnten, wann immer sie wollten, aus der Lausitz und Meißen kommen, da die Grenzübergänge in ihren Händen seien. Er kümmere sich um Lebensmittelvorräte für die kaiserlichen Soldaten, damit diese nicht zum Feind überliefen; die Vorräte würden auf dem Wasserweg von Prag und Melnik[33] nach Leitmeritz befördert.[34]

Am 5.5.1640 hatte sich Leopold Wilhelm wegen der Notwendigkeit, Proviant nach Dresden und Getreide mit Ochsenfuhren zur Armee schaffen zu lassen, an Colloredo gewandt. Den Streifzügen des Feindes von Görlitz[35] aus müsse von den Gallas’schen und anderen verfügbaren Truppen Einhalt geboten werden. Zudem ging es um Rekrutengelder und die Fürsorge für Soldaten über den Winter. Kinskýs Kompanie sei zum Unterhalt an Piccolomini überwiesen worden. Schließlich forderte er einen Bericht über die Anzahl der in beiden Prager Spitälern und auch in Privathäusern liegenden Kranken sowie den wahrscheinlichen Termin ihrer Genesung an.[36]

Am 12.5.1640 schrieb Leopold Wilhelm aus seinem Hauptquartier Saalfeld[37] an Colloredo, seine Briefe vom 21.4. und 1., 3. und 5. habe er zur Kenntnis genommen. Er übersende ihm eine Abschrift der am selben Tag für Graf Heinrich von Schlick erlassenen Versorgungsvorschrift. Der Vorschlag zu Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch mit dem Feind sei angenommen. Die in Oberösterreich liegenden Soldaten hätten die Salzeinfuhr sehr geschädigt und seien daher dem Kommando Camillo Gonzagas unterstellt worden. Zudem ging es um die Abkommandierung von 5 Gallas’schen Reiterkompanien zur Armee, die Ausrüstung der Dragoner zu Fuß und den Ankauf von Pferden für Rekrutengelder.[38]

Am 20.5. wandte sich der Kaiser an Colloredo: Das besetzte Schloss Tetschen[39] sei mit einer Garnison zu versehen und in ihm oder in seiner nächsten Umgebung sei ein Proviantmagazin zu errichten; Graf Schlick solle eine Liste alles Notwendigen anlegen und Colloredo solle es in dessen Abwesenheit besorgen. Vor allem sei darauf zu achten, dass Tetschen besser als bisher befestigt werde. Alle Schiffe müssten zur Ausfahrt bereit stehen, die Getreideausfuhr dürfe nicht aufgehalten werden. Das gefundene Salz gehöre ebenso wie andere Bedarfsartikel dem Herrscher, bis auf weiteren Befehl dürfe nichts davon genommen werden.[40]

Erzherzog Leopold Wilhelm informierte am 3.6. Colloredo aus seinem Feldlager bei Saalfeld:[41] Er möge die Statthalter von Böhmen dazu bewegen, für die zur Überwinterung nach Böhmen zugeteilten Regimenter das Geld für einen Monatssold zu beschaffen und auszuzahlen; er habe sie bereits mehrfach darum ersucht. Das übrige an verschiedenen Orten in Böhmen liegende Kriegsvolk solle nach Eger[42] überstellt und dort die Ankunft Carettos erwarten, der sie zur Armee führen werde.[43] Am 8.6. schrieb Erzherzog Leopold Wilhelm aus seinem Hauptquartier Saalfeld an Colloredo: Obwohl man die Pläne des Gegners nicht kenne, müsse man jetzt schon Sicherheitsvorkehrungen treffen. Den Schutz Pilsens und Egers solle Piccolomini übernehmen; Pilsen werde außerdem noch mit einer Briaumont’schen Kompanie besetzt, die mit Rekruten unter dem Kommando Briaumonts oder eines anderen tüchtigen Kommandanten ergänzt werden solle. Auf die gleiche Weise müsse Eger zur Verteidigung gerüstet werden. Der Gegner sei in seinen Bewegungen von allen Orten zu verfolgen und sein Auftauchen wo immer sofort zu melden; nötigenfalls müsse die Feldmunition von Eger nach Amberg[44] überführt werden.[45]

Am 10.6.1640 hatte Ferdinand III. aus Regensburg an Colloredo geschrieben: Johann Georg I. von Sachsen habe Proviantlieferungen für die Festung Magdeburg[46] und Geld zur Bezahlung des bereits zwei Monate überfälligen Soldes für die Soldaten und Offiziere der Festung angefordert. Die Versorgungslage der Festung sei sehr ernst, weder die ober- und unterschlesischen Stände noch der Erzbischof von Magdeburg, Herzog August, könnten Geldmittel beisteuern und die von ihm, Ferdinand, übersandten 6 000 fl. seien bereits zur Deckung anderer Ausgaben bestimmt. Er habe dem Kurfürsten mitgeteilt, dass Colloredo den Auftrag erhalten habe, 4 000 Metzen[47] Getreide zu beschaffen und sie auf der Elbe nach Magdeburg zu schaffen. In der Geldfrage sei er der Ansicht, August Adolf Trandorf, der dortige Kommandant, solle selbst versuchen, Geld zu beschaffen und auch die Festung Dömitz zu proviantieren. Das Geld zur Bezahlung des schuldigen Soldes werde ihm die ausgeschriebene Kriegsanleihe einbringen. Der Kurfürst möge den wirklichen Stand der Truppen in der Festung melden. Colloredo würden Dispositionen für die Getreidebeförderung zugehen.[48]

Leopold Wilhelm wandte sich am 6.7. aus seinem Hauptquartier Neustadt an der Saale[49] an Colloredo und legte das Gesuch der Stadt Tetschen um Loslauf des ehemaligen Bürgermeisters M. Lindtner und weiterer vier Bürger, die wegen Nichtbezahlung von 2.000 ungarischen Dukaten, die der schwedische Kriegskommissär widerrechtlich der Stadt auferlegt hatte, von den Schweden abgeführt wurden. Leopold Wilhelm schlug Colloredo vor, die Geiseln gegen den bei der Eroberung Tetschens gefangen genommenen und in Prag eingekerkerten schwedischen Obristleutnant auszutauschen.[50]

Der Kaiser teilte am 31.7.1640 aus Regensburg Colloredo mit: Obwohl man ihm sage, dass der Großteil der Rekruten und des Kriegsvolks bereits zur Armee abkommandiert worden sei, schlage sich dennoch Kriegsgesindel raubend und plündernd durch das Land und mache die Wege unsicher. Da er das Land vor ähnlichen Leuten schützen wolle, sollten diese ausfindig gemacht und bestraft werden. Entsprechende Anweisungen seien zum gleichen Zweck an die Statthalter von Böhmen sowie an die Kreishauptleute ergangen.[51]

Am 5.8. wandte sich Erzherzog Leopold Wilhelm aus seinem Hauptquartier in Vacha[52] an Colloredo: Ferdinand III. habe beschlossen, die 6 Kompanien Gall’scher Kürassiere nicht in Schlesien zu belassen, sondern zur Hauptarmee abzuordnen. Sollten inzwischen die erwarteten Artilleriepferde aus Mähren eintreffen, solle Colloredo die 6 Kompanien mit den restlichen Infanteristen sowie 6 Kanonen, die Vierpfünder verschossen, und 6 Falkonen als Konvoi zur Hauptarmee führen. Sollten die bewussten Pferde noch nicht zur Verfügung stehen, sollten jene Kompanien zur Armee abmarschieren. Er wolle über den eingeschlagenen Weg sofort informiert werden, um die entsprechende Order schicken zu können. Der Kaiser habe seinen Beschluss hinsichtlich der für die Truppenrekrutierungen bestimmten Orte bekannt gemacht; Stände und Bevölkerung der Erbländer müssten sich fügen.[53]

Am 8.8.1640 schrieb Leopold Wilhelm erneut aus seinem Hauptquartier in Vacha an Colloredo: Er habe die Regimenter Kapoun und Webel mit einer gewissen Anzahl vom Kriegsvolk Goltz‘ von Vacha aus nach Schlesien abkommandiert. Sie würden über Böhmen marschieren und deshalb möge Colloredo für ihre Übernahme durch Kommissäre an bestimmten Orten sowie für die Lebensmittelbeschaffung sorgen. Feldzeugmeister Goltz werde über alles unterrichtet sein.[54]

Der Kaiser informierte Colloredo am 17.8.1640 aus Regensburg, er habe zum 28.8. den böhmischen Landtag nach Prag einberufen und als seine kaiserlichen Bevollmächtigten W. E. Lobkowitz, J. V. Berka von Dubá und J. J. Chanovský hin entsandt. Colloredo sei gebeten, persönlich am Landtag teilzunehmen und mit seinem Einfluss die Forderungen des Kaisers bei den Ständen zu unterstützen.[55]

Am 18.8. schrieb Leopold Wilhelm aus seinem Hauptquartier Fritzlar[56] erneut an Colloredo: Er habe seinem Bericht vom 4.7. über Goltz‘ Ausfall gegen die Stadt Fürstenberg,[57] der trotz seiner Übermacht misslungen sei, zur Kenntnis genommen. Aus Vacha sei das Regiment Goltz, das Infanterieregiment Webel und Kapoun mit seinem Reiterregiment hinkommandiert worden. Man hatte auch erwartet, dass die sächsischen Einheiten bereits konzentriert wären und dass 1000 Pferde ankämen. Er zweifle nicht, dass die Armee stärker war als der Gegner, man hätte bloß den günstigsten Augenblick zu einem siegreichen Treffen abwarten sollen, wenn noch dazu die Artillerie in der Übermacht war.[58]

Ferdinand III. informierte Colloredo am 21.8.1640 aus Regensburg: Der Statthalter des Kurfürsten von Brandenburg, Adam Graf von Schwarzenberg, fordere die versprochenen 4.000 Strich Getreide und 200 bis 400 q Schießpulver. Colloredo möge dafür sorgen, dass das Getreide aus Böhmen von Dresden nach Magdeburg und Havelberg[59] transportiert werde. Schwarzenberg werde das Getreide dann in die Festung Dömitz[60] befördern, an deren weiterem Besitz ihm, Ferdinand, sehr gelegen sei. Ferner solle er 200 q Schießpulver in die Festung Spandau[61] bringen lassen.[62]

Am 14.9.1640 teilte Ferdinand III. Colloredo mit, dass Militärkleidung nach Prag und zu Goltz unterwegs sei. Miniatti sei befohlen worden, auch 100 Paar Pferde und die Knechte zu Goltz zu überstellen. Die Offiziere und Soldaten, die tatenlos in Böhmen lägen, seien zu ihren Abteilungen abzukommandieren.[63] Unter dem 4.10. erging Piccolominis Anweisung an Colloredo über die Verteilung der Winterquartiere für die unter Colloredo in Böhmen zurückgebliebenen Regimenter.[64] Der Kaiser hatte sich am 5.10. aus Regensburg an Colloredo gewandt: Sobald er, F., von Maximilian I. die Nachricht von der Genehmigung des Durchmarsches durch die Obere Pfalz für die Artilleriepferde aus Böhmen erhalten werde, wolle er ihn gleich informieren, damit Colloredo ihre Weiterkommandierung nach Würzburg, Schweinfurt,[65] Königshofen[66] und andere Orte in Franken zur Armee einrichten könne. Aus Böhmen sollen keine Kanonen, nur die dort zurückgelassene Munition ausgeführt werden. Der Kurfürst von Sachsen habe ihn, F., erneut um 5.000 Rt. für die Festung Magdeburg ersucht (der Brief des Kurfürsten vom 21.9. lag in Abschrift bei) und er habe beschlossen, ihm diese Summe aus der nächsten Kontribution in Böhmen zu überlassen. Um aber von der Festung das Schlimmste abzuwenden und Zeit zu gewinnen, möge Colloredo dem Kurfürsten von Sachsen jene 5.000 Rt. vorläufig leihen; sie würden ihm aus der Kontribution zurückgegeben werden.[67] Der Kaiser schrieb am 12.10. erneut aus Regensburg an Colloredo: Der Marschweg durch Hessen sei gesperrt, weshalb die kaiserliche Armee nach Überschreiten der Weser bei Höxter[68] das Herzogtum Braunschweig betreten habe. Somit werde es kürzer und sicherer sein, ihr die Artilleriepferde durch Sachsen nachzuführen. Vorläufig aber würden diese in Böhmen bleiben und auf die Kameralgüter[69] verteilt werden, wo sie zu Feldarbeiten verwendet würden. Er möge in dieser Sache Kontakt mit den Statthaltern aufnehmen.[70] Am 25.10. ging ein weiteres kaiserliches Schreiben an Colloredo: Er habe seinen Brief vom 20.10. betreffs der Verteilung der Artillerie und der Artilleriepferde in der Umgebung von Budweis[71] in Böhmen erhalten. Colloredo solle die Frage der Futtermittel für die Pferde mit den Statthaltern von Böhmen beraten. Die Pferde sollten nicht zu Salzfuhren benutzt und bis zu ihrem Transport zur Armee gut gehalten werden. Da die kaiserliche Armee die Weser nicht überschritt, sondern ins Stift Paderborn zurückkehrte, blieben die Übergänge für die Feinde offen, so dass er in Böhmen einfallen könnte. Colloredo solle daher der Stadt Eger besondere Aufmerksamkeit widmen, da in Böhmen derzeit keine Truppen ständen, 100 Rekruten oder Männer aus verschiedenen Regimentern, die jetzt bei den Artilleriepferden seien, hinkommandieren. Das in Böhmen liegende Kriegsvolk, das derzeit nicht gebraucht werde, solle nach Eger und Elbogen[72] disloziert werden. Colloredos Regiment solle mit 1.000 Mann verstärkt werden und in Böhmen bleiben. Die Anwerbung der genannten Anzahl von Männern wolle er, F., von der nächsten Weinsteuer finanzieren.[73] Bereits am 27.10. wandte sich Ferdinand III. erneut an Colloredo: Am 19.10. habe Leopold Wilhelm die beschleunigte Abkommandierung der Artilleriepferde und des in Böhmen liegenden Trains [Trosses] nach Franken angefordert. Colloredo möge deren Abmarsch aus Böhmen über Nürnberg in die Wege leiten. Um Schwierigkeiten beim Durchmarsch durch die Obere Pfalz zu vermeiden, müsse Maximilian I. ersucht werden, Durchmarsch und Futternahme zu gestatten; vor kurzem habe dieser beides genehmigt. Die Besetzung Egers und der Grenze solle gemäß der letzten Entschließung erfolgen.[74]

Lehmann erinnert sich an den Versuch, Zwickau von der schwedischen Besatzung zu befreien: „Den 10. [a. St.; BW] November kahmen noch zum Succurs auß Böhmen 6 regimenter Colloredisch volck zue roß und fuß Durch Presniz,[75] funden in gebirg niemandt in heußern, weil abermalß alles Volck mit viehe und mobilien in die Städte und wälder geflohen war, und (es) Stunde darauf, daß Sie nun der Stad wolten mächtig werden, aber der Schwedische Succurs verhinderte alles, daß alles wieder in Böhmen außriße“.[76] […] „Die Keßerlichen Gallas- und Colloredischen rißen auch auß durchs gebirg auf 3 Päßen in Böhmen so verzagt, daß Sie sich auch nicht einest umbgesehen. Den 14. November quartirten des nachts darvon 400 in Wiesenthal,[77] 600 uffn Weipert,[78] 3 regiementer uff der Presnitz,[79] die nahmen den deutschen Fuhrleuten, meist Cranzlern, die von Prag kamen, uff der Presnitzer straßen 18. November 38 schöne Pferd weg pro 1500 thl. Den 17. November legten Sich 50 Pferde davon in Wiesenthal auf die Vorwache zue sehen, was der feindt vor hette, 6 tage lang, brachen den 23. November auf, legten Sich zum andern in Böhmen in die Quartiere, partheiten[80] uber den Pas herauß, und wahr vor ihnen niemand sicher in handel und wandel, ließen den feindt in Meißen rauben, sengen und brennen und nahmen sich des nichts an“.[81]

Am 22.11. informierte Colloredo aus Prag Piccolomini: Das kursächsische und das kaiserliche Kriegsvolk seien der Belagerung von Görlitz und Zwickau ins Stocken geraten.[82]

Am 25.11.1640 schrieb der Erzherzog aus dem Hauptquartier Nidda[83] an Colloredo und übersandte ihm eine Kopie des an Piccolomini adressierten Schreibens vom 19.11. mit der Nachricht, dass Banér seine Armee bei Einbeck[84] konzentrieren und nach Alfeld[85] ziehen wolle, um die nach Zwickau marschierenden Regimenter zu verfolgen. Der Braunschweiger Generalkommissär Pape sei angeblich von Georg von Braunschweig-Lüneburg zu Longueville entsandt worden, um mit ihm über die Truppeneinquartierung in Braunschweig zu verhandeln. Colloredo möge ähnliche Nachrichten sammeln und ihm zugehen lassen.[86]

Nach den Anweisungen Ferdinands III. an Colloredo aus Regensburg vom 4.12.1640 sollte das unter Caba stehende Waldstein’sche Regiment zur Hälfte nach Eger, zur Hälfte nach Elbogen, Hartenberg,[87] Graslitz[88] und Joachimsthal,[89] das Regiment Caba zur Hälfte nach Eger, die andere Hälfte in nahe und günstig gelegene Orte verlegt werden. Borri solle Pressnitz und sämtliche Grenzübergänge bis Aussig besetzen. Mislík logiere in den festen Städten von Kaaden über Komotau bis Aussig. Die Kreise Pilsen und Rakonitz helfen den Städten Elbogen und Eger mit der Lebensmittelversorgung aus, der Kreis Schlan entsprechend der Stadt Saaz. Die mit dem Unterhalt der Truppen verbundenen Kosten werden mit Ausnahme von Heu, Stroh und Servitien gegen Kontributionsabzüge ausgeglichen. Colloredo habe mit den Statthaltern in ständiger Korrespondenz zu stehen. Die Getreidevorräte in Prag, Melník, Leitmeritz, Eger und Elbogen seien als Reservebestände zu betrachten und dürften zur Verproviantierung der Einheiten nicht angerührt werden. Die übrigen Getreidemengen in Budweis, Iglau und umliegenden Gegenden seien zusammenzuziehen und auf dem Wasserweg nach Prag oder Melník zu befördern. Sofort nach Erhalt der Meldung, um welche Menge es sich handele, werde der Kaiser seine Entscheidung treffen.[90]

Leopold Wilhelm schrieb am 10.12. aus seinem Hauptquartier in Aschaffenburg[91] an Colloredo: Er habe seinem Brief entnommen, dass man zur Abwehr eines feindlichen Einfalls in Böhmen eine gewisse Anzahl von Artillerieeinheiten und mindestens 2.000 Reiter brauchen werde. Vor einiger Zeit habe er bereits die Abkommandierung der Regimenter Mislík und Caba nach Böhmen befohlen. Nun wolle er mit Rücksicht auf die über die Stärke des Feindes eingegangenen Berichte noch die folgenden Regimenter nach Böhmen kommandieren: Neu-Piccolomini, Bruay, Puchheim und Wolframsdorf sowie die Gall’schen Arkebusiere und Dragoner.[92]

Am 13.12. war Banér auf einer Schiffsbrücke bei Hameln[93] wieder über die Weser gegangen, erschien am 16. vor Leipzig, am 28.12. muss er sich noch in Erfurt aufgehalten haben. Der Kaiser selbst wandte sich am 30.12.1640 vom Regensburger Reichstag an Colloredo: Es gingen Berichte darüber ein, dass der Feind mit der Absicht, in Böhmen oder Franken einzufallen, immer mehr Regimenter in Thüringen konzentriere. Um dies zu verhindern, habe er beschlossen, die von Bruay und Borri nach Böhmen geführten Regimenter zu verstärken, und zwar mit dem Regiment Alt-Piccolomini, das bis auf weiteres im Kreis Prachen[94] einquartiert werden solle.[95]

Leopold Wilhelm übersandte Colloredo am 5.1.1641 eine detaillierte Liste der in Böhmen zurückgelassenen Regimenter, die Rekrutengeld und Remonten erhalten sollten. Dabei sollten aus Wien u. a. 12.000 fl. für die 12 Kompanien Alt-Piccolomini und 10.000 fl. für die 10 Kompanien Jung-Piccolomini kommen, aus Regensburg sollten 13.000 fl. für die 10 Kompanien Leibgarde Leopold Wilhelms und Piccolominis aufgebracht werden. Das Geld werde von Wien nach Iglau geschickt. Er, C., solle einen geeigneten Offizier zur Geldübernahme gegen eine Bestätigung hinkommen. Die Summe solle nach der Anleitung aufgeteilt werden, die Colloredo von Piccolomini erhalten werde.[96]

„Colloredo war also nicht nur eine problematische Persönlichkeit, sondern hatte zudem auch militärische Schwächen. Später beschwerte sich der kaiserliche Generalissimus Erzherzog Leopold Wilhelm über die Respektlosigkeit und den Ungehorsam des in Böhmen kommandierenden Feldmarschalls: Aus  peikhommenden schreiben werden E. K. M. sehen, was ich mich meinß erachens mit ragion wider den Coloredo pekhlagen. […] ich hoffe noch einmall ganzlich zue E. K. M., sie werden ein ernstliche demonstration gegen dm Coloredo erwarten lassen, auff dass andere kinftig daran sich sieglen, doch alsso dardurch E. K. M. peser dienst leisten khenen“.[97]

Am 9.1. schrieb Leopold Wilhelm aus Regensburg an Colloredo, aus den über die feindlichen Bewegungen erhaltenen Nachrichten gehe die Notwendigkeit einer möglichst starken Sicherung des Königreichs Böhmens und insbesondere Prags hervor. Daher möge Colloredo schleunigst die vier Infanterieregimenter, die unlängst nach Schlesien kommandiert wurden, ohne Wagenlenker und Bagage nach Prag führen. Beigelegt war eine Kopie des vom Kanzler aus Kulmbach[98] an den Landrichter in Amorbach[99] adressierten Schreibens vom 27.12.1640, in dem er mitteilte, dass Banér am 26.12. nach Gefell[100] gezogen kam und gleich am nächsten Tag nach Ulm[101] weitermarschierte, um dort zu nächtigen. Sein rechter Flügel solle wahrscheinlich gegen Plauen vorrücken; genauere Berichte habe er nicht, doch scheine Banér eher nach Böhmen als in die Pfalz ziehen zu wollen; diese Orte seien ebenso wie Kronach[102] gewarnt worden. Beigelegt war auch eine Kopie von Georg Paul Kerling, vom 7.1., Buchbach,[103] an Jobst Werth, Leutnant in Pegnitz;[104] darin die Mitteilung, dass Banér in der vergangenen Nacht sein Hauptquartier bei der Stadt Hof[105] aufgeschlagen habe, 132 Regimenter bei sich habe, heute in Arzberg,[106] eine Meile vor Eger, Halt machen und sich dort entscheiden solle, ob er weiter nach Böhmen oder in die Obere Pfalz marschieren werde. Am heutigen Morgen seien 200 schwedische Reiter nach Bayreuth[107] aufgebrochen und der Leutnant habe angedeutet, dass eine gleiche Gruppe auch nach Kemnath[108] abreiten solle.[109]

Am 9.1.1641 schrieb Ferdinand III. aus Regensburg an Colloredo: Er erteilte eine Instruktion betreffs der Besetzung, Verteidigung und Versorgung Egers, die so ausgeführt werden müsse, dass Obrist Borri die Stadt mit einer ausreichenden Besatzung zumindest so lange verteidigen könne, bis die kaiserliche und die bayerische Armee ihre Stellungen eingenommen hätten. Ferner teilte er ihm mit, dass der Feind bei Hof lagere. An Pachonhay sei der Befehl ergangen, sich mit den Gallas’schen Dragonern nach Eger und, falls ihn der Feind darin hindern sollte, nach Pilsen[110] zu legen, wo Colloredo bis auf weiteres das Kommando übernehmen solle. Am selben Tag habe er, Ferdinand, auch an Geleen[111] und Goltz die entsprechenden Befehle zur Sicherung der Verteidigung sämtlicher Orte in Böhmen und in der Pfalz erteilt. Colloredo möge jene in schlesische Winterquartiere geschickten vier Infanterieregimenter nach Böhmen zurückführen lassen und sie in Prag und den umliegenden befestigten Orten einsetzen. Vom Kurfürsten von Bayern erwarte er die Nachricht, mit einer wie großen Truppenzahl er nötigenfalls zur Verstärkung der kaiserlichen Regimenter in Böhmen beitragen könnte. Colloredo solle für ausreichende Mehlvorräte an den Orten sorgen, wo sich die Streitkräfte konzentrieren. Beigelegt war eine Kopie von Leopold Wilhelms Befehl an Geleen vom 6.1., Regensburg, in dem er ihn mit der Absicht eines feindlichen Einfalls in Böhmen oder in der Oberen Pfalz bekannt macht und ihn anweist, das Kommando über die Mainbefestigungen an Fernemont zu übergeben, selbst mit Suys oder de Haes nach Bamberg[112] zu gehen und die Regimenter gemäß beiliegender Liste an einem einzigen Ort in Bereitschaft zu halten; er kommandiere 300 bis 400 Kroaten und Obrist Földváry zu ihm. Für die versammelten Regimenter möge Colloredo ausreichende Proviantmengen in Bamberg oder Schweinfurt bereitstellen; wegen der Rekrutengelder werde er Anweisungen von Piccolomini erhalten. Beigelegt war ferner die Kopie des kaiserlichen Befehls zur Verteidigung und Abkommandierung der Infanteriemannschaft nach Böhmen im Falle von Colloredos Anforderung, er möge vor allem alle möglichen Übergänge zu dem schwedischen Generalmajor Stålhandske bewachen.[113]

Leopold Wilhelm teilte Colloredo am 12.1. aus Regensburg mit: Der Feind habe von seiner Absicht, gegen Eger zu marschieren, abgelassen, abgelassen und ziehe in die Obere Pfalz gegen Amberg. Colloredo solle ein entsprechendes Corps aufstellen und zusammen mit der in Böhmen zurückgelassenen Infanterie die Grenzen gegen das Vogtland[114] und Plauen[115] besetzen lassen. Die Summe von 40.000 fl. zu Remonten und Rekrutierungen werde er wohl aus Iglau[116] bereits erhalten haben. Jeder Offizier sei verpflichtet, die Remonte binnen 14 Tagen durchzuführen. Die Städte Eger und Pilsen müssten mit einer ausreichenden Anzahl von Reiterei und Infanterie besetzt werden. Obrist Borri sei zum Kommandanten von Eger ernannt und Bruay mit dem Oberbefehl über die ganze Kavallerie in Böhmen betraut worden. Die Passübergänge gegen die Obere Pfalz und das Vogtland sollen, wie es bereits den Hauptleuten des Kreises Pilsen befohlen wurde, mit Verhauen versehen werden. Aus Iglau werde Militärkleidung zur Armee gebracht; Colloredo möge schriftlichen Verkehr mit Goltz unterhalten und dem Kaiser alle Ereignisse melden.[117]

Leopold Wilhelm informierte Colloredo am 18.1. aus Regensburg, über die Absichten des in der Oberen Pfalz stehenden Feindes sei nichts bekannt. Colloredo möge seine Wachsamkeit erhöhen und vor allem die Pilsener Besatzung mit 300 bis 400 Mann verstärken.[118]

Der Kaiser schrieb am 29.1. wieder an Colloredo: Aussagen von Kriegsgefangenen und Überläufern zufolge rücke Banér direkt nach Böhmen vor. Colloredo solle daher von Goltz die augenblickliche Abkommandierung von 2.000 Kavalleristen fordern und mit deren Geleit einen fähigen Offizier nach Prag einen fähigen Offizier betrauen.[119]

Der Kaiser hatte am 4.2.1641 aus Regensburg Colloredo mitgeteilt: Es sei ihm bekannt, dass Colloredo am 30.1. von Prag zu Leopold Wilhelm gereist und von diesem entsprechende Befehle erhalten habe. Trotzdem möge er nun 2.000 oder auch mehr überflüssige Männer aus Schlesien zur Landesverteidigung abkommandieren. Weil sich die Stadt Cham[120] dem Feinde widerstandslos ergab, sei der Feind offenbar auch im Königreich Böhmen zu erwarten. Deshalb müssten die befestigten Orte mit allem Notwendigen versehen und mit tüchtigen Befehlshabern besetzt werden, damit diese unter Einsatz von Leben und Ehre die ihnen anvertrauten Orte verteidigen. Da sich Leopold Wilhelm gewisse Zeit in Passau und Österreich aufhalten werde, möge Colloredo seine Berichte in doppelter Ausfertigung für Leopold Wilhelm und ihn, F., senden.[121]

Am 8.2.1641 teilte Ferdinand III. aus Regensburg Colloredo mit: In der jetzigen Zeit, da Gerüchte über Banérs beabsichtigten Feldzug gegen Pilsen umliefen, scheine ihm die Ernennung Herreras zum Stadtkommandanten recht ungenügend. Er schicke deshalb einen Sonderkurier an Borri nach Eger. Dieser möge nach der Kommando-Übergabe und entsprechenden Instruktionen an Obrist Neuhaus nach Pilsen gehen und sich dort der Leitung der Verteidigung annehmen.[122] Leopold Wilhelm schrieb am 12. 2.1641 aus Passau an Colloredo: Borris Anmarsch in Pilsen müsse, sofern dies nicht bereits geschehen sei, beschleunigt werden.[123]

Der Kaiser wandte sich am 19.2. an den recht eigenwillig agierenden, teilweise auch wohl mit der Verteidigung Böhmens überforderten Colloredo und gab seinem Unwillen darüber Ausdruck, dass Colloredo jene 2.000 Kavalleristen, die Goltz auf seinen kaiserlichen Befehl hin hatte nach Böhmen führen lassen, jetzt, da der Gegner an der Moldau stehe und sich der Städte Klattau, Schüttenhofen[124] und Pisek[125] bemächtigt habe, zurückführen ließ. Er, Ferdinand III., werde sich eine solche eigenwillige Änderung

seiner Befehle nicht länger dulden. Colloredo solle nun zwecks Verhinderung eines weiteren gegnerischen Vormarsches die genannten Kavalleristen ebenso wie sämtliche in Böhmen stehenden Reiter zu Bruay kommandieren und nur die Abgesessenen und Fußsoldaten in den Quartieren belassen; die ersteren würden mittels der Remontierungen in den einzelnen Kreisen bald wieder einsatzbereit sein, das verbliebene Fußvolk jedoch solle zur Abwehr des Gegners nach Prag und in andere befestigte Orte abkommandiert werden. Die befestigten Orte seien mit ausreichendem Vorrat an Munition und Proviant zu versorgen; Colloredo solle den Stand der Fortifikationsarbeiten in Prag, Königgrätz,[126] Pardubitz und anderen Orten persönlich überwachen und festgestellte Mängel auf der Stelle beheben. Eine Kopie des kaiserlichen Befehls an Goltz vom gleichen Tag lag bei, in dem Ferdinand III. mitteilte, Colloredo habe den am 7.2. erteilten Befehl zur Überführung der 2.000 Kavalleristen nach Böhmen eigenmächtig abgeändert; diese Kavalleristen seien an Bruay, der sich am 15.2. in Moldauthein[127] befunden habe, nach Wittingau[128] und Časlau[129] abzukommandieren.[130]

Die Verwalter der Landeshauptmannschaft Mähren teilten Colloredo am 22.2.1641 aus Olmütz[131] mit: Aus der Nachricht des Iglauer Kreishauptmanns Heinrich von Halebich vom 18.2. gehe hervor, dass der Gegner weiter in Richtung Mähren vorrücken werde; dieser habe mit 8 Reiterregimentern, Dragonern, 1.000 Musketieren und 4 Kanonen bei Moldauthein den Fluss überschritten und Bruay habe sich nach Tabor[132] zurückgezogen. Colloredo möge daher die mährische Grenze schützen und die an die 2.000 Fußsoldaten zählende Landwehr verstärken. Über den Verbleib der 1.000 Pferde, die im Gefolge des Regiments Sperreuter von Goltz über Mähren nach Böhmen geschickt wurden, wüssten sie nichts. Abschließend monierten sie den schlechten Zustand der Stadtbefestigungen in Iglau.[133] Am 28.2. erging aus Regensburg der kaiserliche Befehl an Colloredo, sämtliche aus Schlesien gekommenen Kavalleristen zu Bruay abzukommandieren.[134] Am 2.3. forderte Erzherzog Leopold Wilhelm aus Linz Colloredo zur genauen und unaufschiebbaren Ausführung des kaiserlichen Befehls vom 28.2. auf, dessen Kopie er vorsichtshalber beilegte. Darin befahl der Kaiser Colloredo, die unter Bruay in Böhmen stehende Reiterei zusammen mit der aus Schlesien nach Böhmen gekommenen unverzüglich zur Donau in Marsch zu setzen; die abgesessene und übrige Reiterei solle eine Remonte[135] erhalten und die Infanterie in gutem Zustand gehalten werden, um sie überall einsetzen zu können. Er verlangte häufige Berichterstattung.[136] An diesem 2.3. wandten sich die Administratoren der Landeshauptmannschaft Mähren aus Olmütz an Colloredo und stellten die Nachrichten von einem feindlichen Einfall als blinden Alarm hin, versprachen, auch weiterhin mit ihm in Korrespondenz zu bleiben, und verpflichteten sich im Bedarfsfall zu allseitiger Hilfeleistung.[137]

Die Verwalter der Landeshauptmannschaft Mähren informierten erneut am 4.3. Colloredo: Von der anbefohlenen Anzahl von 3.000 Mann für das Landesaufgebot hätten sie bloß 100 Wallachen aufstellen können. Da aus den von Bruay an den Iglauer Kreishauptmann gesandten Nachrichten hervorgehe, dass sich der Gegner nach Böhmen zurückziehe, verlangten sie die Auflösung des Landesaufgebotes.[138]

Am 12.3.1641 schrieb der Kaiser an Colloredo, laut kaiserlichem Befehl werde der Kreis Eger dem Regiment Waldstein als Quartier zugewiesen, die Kreise Eger, Elbogen[139] und Saaz[140] dem Regiment Borri und der Kreis Elbogen dem Regiment Caba; der Kreis Rakonitz sowie der halbe Kreis Leitmeritz dienen als Aushilfe. Die genannten Regimenter hätten ein Memorandum, dessen Abschrift beilag, an ihn, F., geschickt und sich beschwert, dass ihnen aus den assignierten Quartierten weder für die alten noch die neu geworbenen Knechte, weder für die abgesessenen Reiter oder diejenigen, die ein Pferd haben, die vorgeschriebenen Nutznießungen gewährt würden. Er, F., wisse, dass diese Kreise durch die Kriegsereignisse in Mitleidenschaft gezogen worden seien, doch dürfe nicht zugelassen werden, dass Regimenter, deren Stand erhöht und die remontiert werden sollten, durch Mangel zugrunde gingen. Er gab Colloredo ferner die an die Statthalter ergangene Forderung bekannt, dem Befehl nachzukommen und die Regimenter mit allem zu versorgen, was laut gedruckter Versorgungsvorschrift festgesetzt sei. Colloredo solle in diesem Sinne auf die Statthalter und Graf Wrtba einwirken.[141]

Am 19.3. traf die nächste kaiserliche Weisung an Colloredo ein: Ferdinand III. befahl die unverzügliche Abkommandierung von vier ausgesuchten Infanterieregimentern zusammen mit Borris Regiment und allem, was einsatzfähig sei, von Prag nach Pilsen, wo dieses Kriegsvolk unter Borris Kommando in voller Bereitschaft stehen solle. Auf Befehl des Erzherzogs oder Piccolominis werde es Borri an einen vorher bestimmten Ort führen. In Pilsen sei bloß eine Garnison von 200 Mann zurückzulassen. Andererseits solle Colloredo das in den Stellungen gegen die Lausitz zurückgelassene Regiment nach Prag kommandieren und es dort so lange in Bereitschaft halten, bis ein Befehl von Leopold Wilhelm eintreffe, mit dem es sich dann vereinigen solle.[142]

Ferdinand III. teilte Colloredo am 20.3. aus Regensburg mit, er sei im Besitz von Nachrichten, dass Banér sich von Cham fort bewegte und morgen früh in Furth im Wald[143] stehen und über den Gebirgspass nach Böhmen kommen könnte. Colloredo solle daher alles in voller Bereitschaft halten. An Borri sei bereits der Befehl ergangen, die Festung Königgrätz mit 300 Dragonern zu besetzen.[144]

Leopold Wilhelm hatte am 25.3.1641 aus Tirschenreuth[145] an Colloredo geschrieben: Am 21.3. habe er Banér bei Neuburg vorm Wald[146] eine Niederlage bereitet und viele Gefangene gemacht, wie aus beiliegender Liste hervorgehe. Er, L. W., werde ihm in der Oberen Pfalz weiter nachsetzen und am nächsten Morgen, spätestens nach Mittag, in Eger eintreffen. Daher solle Colloredo eine zureichende Proviantmenge für die Versorgung beider Armeen und eine größere Anzahl Infanterie als Verstärkung nach Pilsen und von dort nach Eger abkommandieren. Hinsichtlich des Proviants habe er eine gleich lautende Anweisung an Skuhrovský und die Statthalter von Böhmen erteilt, mit denen Colloredo Kontakt aufnehmen solle. Kanonen und Munition seien in ständiger Bereitschaft zu halten; er möge baldmöglichst melden, wie viel von beiden zur Verfügung stehe und wie viele Pferde er zur Beförderung brauchen werde.[147]

Am 22.5.1641 übersandte Colloredo Piccolomini die neuesten Nachrichten aus Konstantinopel über die türkischen Kriegsrüstungen und wahrscheinlichen Absichten sowie über Rákóczis Bemühungen um die Zustimmung der Türken zu einem Einfall in Ungarn: “Di Constantinopoli: „Gli ottomanni si mettone al ordine, per non fare parole ma fatti; gli apparechi sono gagliardi, tanto per mare quanto per terra, ne si possiamo persuadere che il tutto sia indirizatto per impresa d’Asach,[148] come corre le voce, ma più tosto si suspetta, che vi siano più altri disegni. Et appariscono inditii, che la tempestà sia per cadere sopra Principe Mattia di Walachia, et che disposto o rovinato questo, sia per voltarsi il Turco verso Transilvania, per aggiuntare Rogozi [Rákoczí],[149] quale non tralascia di mandare messi qui, sollicitando il gran Signore che voglia dare il principato di Transsilvania a suo figliolo, et a lui licenzia et aggiustamento di gente per entrare in Ungheria, et impadronirsi di quella Corona. La Porta péò non vi acconsente per hora, dandoli solamente qualche speranza, in tanto Ragozi scrive di continuo al Versier grande pessime nuove di S. M. Cesea et con istigationi gagliardi di francesi et olandesi. Et per esser il gran Vesier mal affetto contro di noi, fà temere la rottura in Ungheria”.[150]

Schlick schrieb am 18.6.1641 vom Regensburger Reichstag an (vermutlich) Colloredo: Die Dauer der Wintereinquartierungen werde von den bisherigen 5 Monaten auf 4 reduziert, was sowohl für die kaiserliche Armee als auch für die kurbayerischen Truppen gelten solle. Er fügte hinzu, dass die Regimenter in Böhmen bislang 5 Monate in Winterquartieren verbrachten, während es im Reich nur 2 oder 3 Monate waren. Pistolen, Karabiner und anderer Bedarf sollen gegen Ersatz bei dem kaiserlichen Proviant- und Musterkommissar Binago beschafft werden. Die Schiffsbrücken müssten eilends errichtet werden.[151]

Aus seinem Hauptquartier „Dettleben“[152] wandte sich Leopold Wilhelm am 8.7.1641 an Colloredo und forderte 20.000 fl., Proviant und Artillerie an. Zur Beförderung der Kanonen und des Artilleriezubehörs solle man Schiffe verwenden, die zurückgeschickt würden. In Prag seien die dort befindlichen 6 Falkonen und 6 Falkonette zu belassen. Er äußerte sein Erstaunen darüber, dass er entgegen den Versicherungen und der ihm in Prag von Colloredo übergebenen Liste kaum die Hälfte des Proviants erhalten habe. Colloredo möge sich von Skuhrovský die Proviantrelation geben lassen und in dieser Sache Bericht erstatten.[153] Am 9.7.1641 schrieb Leopold Wilhelm aus Tottleben an Colloredo, bei der Hauptarmee herrsche Mangel an Schanzzeug. Er solle es daher besorgen und der Armee auf dem Wasserweg zugehen lassen. Ferner möge er das Reitzeug für die Artilleriepferde, das unlängst aus Nördlingen[154] nach Pilsen beförderte Pferdegeschirr und auch die Artilleriepferde und Knechte, die Miniatti in Mähren erwerben und nach Prag befördern werde, zur Armee schaffen lassen.[155]

Schlick wandte sich am 13.8. wieder aus Regensburg an Piccolomini: Er halte es für sehr weise, dass Piccolomini Wolfenbüttel so gut versorgt hatte; der Feind wage es weder, die Stadt anzugreifen, noch sich im Feld zu stellen. Aus Westfalen sei die Nachricht von Hatzfeldts Angriff auf Dorsten eingetroffen. Er, Schl., erwarte die Besetzung der Stadt. Das Magdeburger Magazin werde aus Böhmen nicht nur mit Proviant, sondern auch mit Munition gut versorgt. Colloredo liefere regelmäßigen Nachschub aus Prag.[156]

Trauttmandorff teilte Piccolomini am 26.8. aus Regensburg mit, die Munitions- und Proviantlieferungen aus Böhmen für die Armee würden tadellos abgehen, da Colloredo die entsprechenden Anweisungen von Ferdinand III. erhalten habe. Der in Prag stattgefundene Landtag habe beschlossen, dass jeder Untertan im Königreich von Haus zu Haus einen und einen halben Strich Korn hergeben und auf eigene Kosten an die Elbe oder nach Prag bringen müsse; auch genaue Ablieferungstermine seien festgesetzt worden, nämlich der 16.9. und 16.10. des laufenden Jahres. Mit solchen die Versorgung, Geld und andere Dinge betreffenden Maßnahmen erreiche man, dass die Armee dort überwintern könne, wo sie stehe, und ihre Quartiere behalte und erweitere. Ferner teilte er ihm die von ihrem anmaßenden Auftreten verschuldete Ausweisung der Vertreter Lüneburgs und Hessen-Kassels aus Regensburg mit.[157]

Im September unterrichtete Colloredo Hatzfeldt aus Prag über den Waffenstillstand zwischen Johann Georg I. von Sachsen und Generalleutnant Königsmarck sowie den schwedischen Vormarsch auf Böhmen, den kaiserlichen Angriff auf Krems,[158] das Erscheinen Torstenssons in Mistelbach[159] sowie die Schwierigkeiten in der Versorgung der Truppen mit Kleidung aus Mähren und Munition.[160]

Ferdinand III. schrieb Colloredo am 26.11. aus Wien, er solle die Proviant- und Munitionslieferungen an die Armee möglichst beschleunigen und Ochsenfuhren nach Leipzig und ins Feldlager nach Erfurt abfertigen, um Hatzfeldts Truppen vor Lebensmittelmangel zu bewahren; zur Beförderung in der Militärkleidung werde er weitere Anweisungen erhalten.[161] Ferdinand III. befahl Colloredo am 24.12.1641 aus Wien, dem Wunsch Leopold Wilhelms entsprechend solle die Militärkleidung auf dem Land- oder Wasserweg nach Dresden oder Leipzig zu befördern. Der mährische Rentmeister Nusser habe berichtet, dass er in den Monaten September und November viermal im Ganzen 3.392 Kleidungsstücke und am 10.12. nochmals 1.010 Stück nach Melník abgefertigt habe, wobei pro Mann mit einer Hose, einem Hemd, einem Paar Strümpfe und einem Paar Schuhe gerechnet werde; außerdem habe er weitere 5.250 Paar Strümpfe und Schuhe dorthin geschickt. Er, F., habe Nusser noch angewiesen, die auf die Gesamtzahl von 6.000 fehlenden Kleidungsstücke eilends nachzusenden.[162]

Vom 5.1. bis 27.1.1642 gingen 29 erhaltene Schreiben Colloredos an Piccolomini, die sich in der Hauptsache mit Fragen der Versorgung, Einquartierung und Verstärkung der kaiserlichen Truppen in Böhmen und Schlesien beschäftigten.[163]

Colloredo war bei Leopold Wilhelm äußerst unbeliebt wegen seiner Respektlosigkeit und seines Ungehorsams, wo er am 7.1.1642 aus Tangermünde[164] an Ferdinand III. schrieb: „Aus peikhommenden schreiben werden E. K. M. sehen, was ich mich meinß erachtens mit ragion wider dem Coloredo pekhlagen. […] ich hoffe noch einmall ganzlich zue E. K. M., sie werden ein ernstliche demonstration gegen dem Coloredo erwarten lassen, auff dass andere kinftig daran sich spieglen, doch also dadurch E. K. M. peser dienst leisten khenen“.[165]

Im Januar 1642 korrespondierte Colloredo mit Hatzfeldt über die Unsinnigkeit der Belagerung Erfurts und dessen Marsch an den Niederrhein. Zugleich ging es um die Versendung von Kleidern aus Mähren nach Köln, von der Ferdinand III. Colloredo unterrichtet hatte.[166] Der Kaiser schrieb Colloredo am 9.1.1642: Seinen Brief vom 28.12. über die Beförderung der aus Mähren gekommenen Militärkleidung sowie der Munition und des Proviants habe er erhalten. Der mährische Rentmeister Nusser habe mitgeteilt, er wolle im Laufe von 2 bis 3 Wochen 1.600 restliche Kleidungsstücke nach Prag und Melník abfertigen; dorthin werde er gleichfalls 500-600 Stück Militärkleidung, die aus den vergangenen Jahren übrig blieben, sowie die bisher in Olmütz aufbewahrten Schuhe und Strümpfe abschicken. 750 Stück Militärkleidung seien bereits lieferfertig und könnten mit je 750 Paar Schuhen und Strümpfen aus Olmütz abtransportiert werden, sobald die erwarteten Getreidefuhren zurückkehrten.[167]

Im Februar informierte Colloredo Hatzfeldt über den kaiserlichen Vormarsch in Schlesien.[168] Colloredo berichtete Hatzfeldt im Juni dieses Jahres von der Eroberung von Schweidnitz[169] durch schwedische Truppen und deren Vormarsch auf Neisse,[170] Olmütz sei durch Torstensson erobert worden, Piccolomini stehe bei Iglau.[171] Nach der Niederlage bei Schweidnitz und den großen Verlusten an Artillerie und Munition existierte praktisch keine kaiserliche Streitmacht mehr. Erzherzog Leopold Wilhelm und Piccolomini versuchten die verstreuten Truppen zu sammeln. In diesem militärischen Vakuum konnten die schwedischen Reitertrupps bis auf vierzig Kilometer vor Wien vorrücken. Aber Torstensson war zu vorsichtig: Statt eines schnellen Sieges hätten ihm auch die Reste der kaiserlichen Armee unter dem fähigen Piccolomini den Rückzug und den Nachschub abschneiden können. So zog er sich mit dem Hauptteil seiner Truppen nach Sachsen zurück, um den schlecht bewaffneten Kurfürsten von Sachsen vor dem Eintreffen möglicher kaiserlicher Verstärkung zu besiegen.

Der schwedische Vormarsch in Schlesien setzte sich im Juli fort. Wie Colloredo Hatzfeldt mitteilte, seien die Prager Bürger bewaffnet worden. Brüx[172] werde belagert.[173]

Am 17.8.1642 schrieb Erzherzog Leopold Wilhelm aus seinem Hauptquartier Wietsch[174] an Colloredo, über die Ordnung seiner; C.s, Beziehungen als Militärstatthalter zu den Statthaltern in Böhmen. Er möge ferner die marschbereiten zwei Kompanien Zúñigas zur Armee abkommandieren, wo sie sehr benötigt würden.[175] Leopold Wilhelm informierte Colloredo am 22.8.1642 aus dem Feldlager vor Groß-Glogau: Seinen Brief vom 13.8. mit der Mitteilung von der Bereitstellung von 2.000 Kanonenkugeln und 100 q Schießpulver habe er erhalten. Das genannte Kriegsmaterial solle der Armee zugeführt werden, da es für die Operationen vor Glogau gebraucht werde; den Transport von Glatz nach Glogau würden Rueblands Soldaten besorgen. Er, L. W., habe auch beim böhmischen Statthalter Hilfe angefordert.[176] In diesem August hatte Colloredo Hatzfeldt zum Tod seines Bruders Franz von Hatzfeldt kondoliert und die Belagerung Glogaus durch kaiserliche Truppen erwähnt. Kaiserliche Truppen seien auf dem Vormarsch auf Olmütz, schwedische Verbände seien bei Krossen aufgetaucht.[177]

Im September unterrichtete Colloredo Hatzfeldt von der Eroberung Nordhausens[178] durch Königsmarck. Torstensson sei über Bunzlau[179] nach Löwenberg[180] gezogen.[181]

Leopold Wilhelm setzte Colloredo am 23.9. von seinem Hauptquartier Goldberg[182] aus von der Nachricht in Kenntnis, die er den Statthaltern in Böhmen zugeschickt habe und die sich auf die gegen die Lausitz gerichteten Bewegungen des Feindes sowie seine eigenen Gegenmaßnahmen beziehe. Colloredo solle so schnell wie möglich eine zureichende Proviantmenge für die Hauptarmee an die böhmische Grenze, vor allem nach Friedland[183] schaffen lassen.[184]

Am 29.9.1642 schrieb Leopold Wilhelm aus seinem Feldlager bei Friedeberg[185] an Colloredo: Vorgestern sei er aus Hirschberg[186] ausgerückt und mit der Absicht, sich weiter gegen Friedland zu wenden, hierher nach Friedeberg zu kommen; sein Marsch habe sich jedoch verzögert, da die Armee auf den Tross warten musste, dessen Großteil wegen plötzlichen starken Nebels nicht weiter konnte; inzwischen aber hatte sich der Feind in Richtung Friedland in Marsch gesetzt. Seine Absichten seien noch nicht bekannt, es sei aber zu befürchten, er könnte seinen Vorsprung nutzen und sich auf Böhmen werfen. Colloredo solle unverzüglich Leitmeritz,[187] Melnik[188] und Brandeis[189] besetzen lassen, um die Schweden an einem Elbe-Übergang zu hindern.[190] Aus seinem Feldlager bei Friedland teilte der Erzherzog Colloredo am 30.9. mit, dass er von Friedeberg nach Friedland gezogen sei; über die Pläne des Feindes sei noch immer nichts bekannt. Er wiederholte seine Befehle vom 29.9., die Elbe-Übergänge zu befestigen und die Armee mit allem notwendigen Proviant zu versorgen.[191]

Colloredo teilte Hatzfeldt im Oktober mit, kaiserliche und schwedische Truppen ständen sich bei Zittau gegenüber.[192]

Am 8.10. schrieb Leopold Wilhelm aus seinem Hauptquartier bei Grafenstein[193] an Colloredo: Ohne Zweifel werde ihn der Kaiser von der Absicht des Feindes, in Böhmen einzufallen, und von den notwendigen Gegenmaßnahmen bereits informiert haben; auch werde ihm der kaiserliche Befehl an Enckevort bekannt sein, sich mit den bei Olmütz liegenden böhmischen und oberösterreichischen Truppen nach Böhmen zu wenden, wohin auch die vier in Österreich angeworbenen alten Kompanien kommen sollen, um dort seine, Leopold Wilhelms, Befehle abzuwarten. Jetzt solle das gesamte Kriegsvolk gegen Bunzlau vormarschieren, und Colloredo solle es mit Proviant versorgen. Es sei ihm ferner bekannt, dass sich im Königreich Böhmen eine Menge verschiedenster Deserteure herumtreibe; daher sollen Profosse mit einer gewissen Anzahl von Soldaten ausgesandt werden, um dieses Gesindel einzufangen und das Land von ihnen zu säubern. Der Kaiser habe erfahren, dass Königsmarck angeblich mit 1.300 Reitern und 700 Infanteristen bei Saalfeld stehe und mit Torstensson den gemeinsamen Vormarsch nach Böhmen abspreche. An Suys sei der Befehl ergangen, dem Feind sofort nachzusetzen, wenn sich dieser nach Böhmen wenden wollte. Colloredo möge über alle feindlichen Bewegungen Bericht erstatten.[194] Diese unangenehme Aufgabe wurde dann Enckevort übertragen, denn in einem weiteren Schreiben des Erzherzogs, der noch bei Grafenstein lag, vom 13.10. an Colloredo hieß es: Er bestätigte den Empfang seines Briefes vom 10.10. In Sachen der Deserteure und des herumvagabundierenden Kriegsgesindels habe er nicht nur Obrist Jan van der Croon [meist La Corona genannt] angewiesen, sie zurück zur Armee zu führen, sondern dem destinierten Profoss mit seinen fünfzig Reitern und Obrist Enckevort den Befehl erteilt, die Deserteure zu fangen. Die von ihm, C., an der Elbe zusammengezogenen Einheiten Henderson, Bourré, Borri und Gonzaga sollen bei Leitmeritz aufgestellt und in ständiger Bereitschaft gehalten werden. Enckevorts abgesessene Reiter sollten bis auf weitere Ordre in Böhmen belassen und mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Laut kaiserlichem Befehl sollen die Verhaue in Stand gehalten, die böhmischen Grenzübergänge gesperrt und bewacht werden. Als Beilage sandte er ihm die Kopie eines kaiserlichen Schreibens, in dem er Enckevorts Mitteilung vom 9.10. vom Marsch seiner Armee gegen Mährisch-Trübau[195] bestätigte und ihm einen weiteren Marschbefehl gegen Pardubitz und Turnau[196] erteilte, wo er Leopold Wilhelms weitere Befehle abwarten sollte; alle durchs Land streifende Parteien, die der Bevölkerung ungeheuren Schaden zufügten, seien zusammenzufangen; dasselbe gelte für die übrigen Soldaten, sofern sie sich nicht mit einem von Leopold Wilhelm oder Piccolomini ausgestellten Pass ausweisen könnten.[197]

Am 18.10. ging ein erneutes Schreiben des Erzherzogs aus Grafenstein an Colloredo: Er habe den Befehl erteilt, die unweit von Leitmeritz in Böhmen logierenden Truppen Borri, Bourré, Henderson und Gonzaga so zusammen zu ziehen, dass sie jederzeit schnellstens zur Hauptarmee abberufen werden könnten. Ihre Quartiere werde das vom Feind übel zugerichtete Dragoner-Regiment Gallas beziehen, um sich zu erholen und für den weiteren Einsatz zu rüsten. Es folgte eine Liste der bei Grafenstein liegenden Männer und Offiziere des Dragoner-Regiments Gallas.[198] Zwei Tage später erhielt Colloredo von ihm beim Ausmarsch aus Grafenstein neue Anweisungen: Leopold Wilhelm sei im Besitz von Nachrichten darüber, dass der Gegner an Bautzen[199] vorbei gegen Kamenz[200] ziehen wolle. Colloredo solle daher für die Zusammenziehung nach Tetschen[201] und die Kampfbereitschaft der in Böhmen liegenden Regimenter Borri, Bourré, Henderson und A. Gonzaga sorgen. Diese Truppen sollten dann von Tetschen entweder zur Armee oder zum Kurfürsten von Sachsen abkommandiert werden.[202]

Am 22.10. bekam Colloredo vom Erzherzog aus dessen Hauptquartier hinter Bautzen neue Befehle: Er erhielt in Kopie die am 21. und 22. in Löbau[203] und hinter Bautzen erteilten Befehle an Enckevort und dessen vier niederösterreichischen alten Kompanien, an Graf Zrinski und dessen neu angeworbenes oberösterreichisches und ungarisches Kriegsvolk, an Graf Schlick, Burian Ladislav von Valdštejn und dessen böhmische Infanterie- und Kavallerietruppen und an den Hauptmann des Kreises Königgrätz. (Enckevort sollte das neu angeworbene böhmische Fußvolk und die Reiterei zur Verteidigung der befestigten Orte in Böhmen und die Rückführung der vagabundierenden Rotten an Burian Ladislav von Valdštejns Oberbefehl übergeben. Enckevort selbst sollte sich mit vier alten niederösterreichischen Kompanien und dem neu angeworbenen oberösterreichischen Kriegsvolk auf weiteren Befehl

marschbereit halten. Zrinski und seine ungarische Reiterei sowie Schlick und seine niederösterreichische Truppe sollen sich zur Hauptarmee aufmachen. Valdštejn soll die alte Garnison des Schlosses Friedland samt dem Kommandanten gegen Leitmeritz oder Tetschen in Marsch setzen, wo sie zur Hauptarmee stoßen werden. Nach Friedland selbst solle er eine 80 Mann zählende Garnison mit tüchtigen Kommandanten aus seinen neu angeworbenen Truppen legen: Ebenso solle er die alte Garnison von Grafenstein samt den Kommandanten mit den Truppen Gonzagas vereinigen. Grafenstein solle mit 140 bis 150 Mann der neu angeworbenen böhmischen Truppen besetzt und 100 Pferde dort gelassen werden. Die von Zittau kommenden Deserteure und Vagabunden sollen zusammengefangen werden. Mit dem übrigen neu angeworbenen böhmischen Volk seien Leitmeritz, Melník und die anderen Orte zu besetzen, die bisher von den Truppen Bourré, Borri, Henderson und Gonzaga gehalten wurden. Die Grenzen sollten mit Reiterei besetzt und 200 Pferde an die Übergänge von Böhmen nach Zittau kommandiert werden, um die feindlichen Streifen aus Zittau nicht durchzulassen. Die Leibgarde des Grafen Vrbno solle er gleich nach ihrer Ankunft in Böhmen zu Obrist Ruebland nach Glatz kommandieren. Sämtliche Salvaguardien und anderes in Böhmen zerstreutes Kriegsvolk, das zur Hauptarmee gehöre, seien unverzüglich zu dieser abzukommandieren und das Land mit Salvaguardien aus eigenen Truppen zu versehen.).[204]

Am 28.10.1642 schrieb Colloredo aus Prag an Piccolomini: Die Landesbereitschaft sei aufgeboten worden, doch sollten seiner Meinung nach Eger, Tetschen und Glatz wegen ihrer wichtigen Stellung von altgedienten Soldaten besetzt werden. Mit der Landesverteidigung sei Maximilian von Waldstein beauftragt worden. Auch die Weimarer marschierten gegen Eger, ihren Einfall aus der Oberen Pfalz nach Böhmen werde aber das Regiment Wahl und 700 bayerische Reiter verhindern. Im Norden seien die Abwehrtruppen zwar von Böhmen nach Pirna verschoben worden, doch der schwedische Vormarsch sei nicht aufgehalten worden und die kaiserlichen Armeen wichen aus Deutschland nach Böhmen zurück. In Melnik, auch in Österreich und in Mähren befänden sich große Mehlvorräte für die Armee.[205]

Der Hofer[206] Organist Jobst Christoph Rüthner [1598-1648] beschreibt die Vorgänge vor und während der 2. Schlacht bei Breitenfeld[207] am 2.11.1642, in der Colloredo verwundet wurde: „Den 24. oct[obris] hatten seiner kayserlichen Mayestät nach Leipzig[208] einen conventtag[209] ausgeschrieben, alda zu tractiren[210], wie die schwedische als der reichsfeind von dem reichsboden zu bringen sein, und war kayserlicher legatus,[211] ihro gnaden aber der andere jüngere herr von Reuß[212] von Gerau, ingleichen auch fürsten albereit im anzuge begriffen und dahin zu reisen würcklich gefaßet. Alleine es wurde dieser tag bei zeiten zu wasser, maaßen die ganze schwedische armee aus Schlesien in anmarsch begriffen und ihren weg durch das Churfürstenthum Sachsen genommen. Die kayserlichen folgeten ihnen auf eine tagreise weit auf dem fuße nach. Torstensohn aber, der schwedische general, hat seine armee bey Torgau[213] über die Elbe und den 21. october nahe bei Wurzen[214] über die Muldau[215] gebracht. Dann es muste jedesmalen ein regiement reuther ein regiement zu fuß abholen und hinter sich zu pferde setzen. Worauf endlich den 22. october der völlige marsch recta[216] auf Leipzig gegangen, welche stadt sie in der grösesten furie[217] angefallen, aufgefordert und endlich die stücke gegen sie gepflanzt[218] und in zeit von 2 stunden eine ziemliche breche[219] gemachet, darauf aber den sturm angeordnet. Weilen aber ein ziemlich hoher thurn[220] neben solcher breche,[221] so von dem canonirern beschädiget war, eingefallen und solches loch der breche wiederum verstopfet und verschüttet, unterdeßen aber die kayserlichen völcker sich immer mehr und mehr näherten, so daß die partheien einander schon zu unterschiedlichen malen getroffen, so hat der general Torstensohn die belagerung eilend aufgehoben, das lager anzünden und noch selbigen abends die völcker gegen Dölitsch[222] zu marchiren laßen. Dadurch die kayßerliche in den wahn gerathen, als ob der feind zu stehen nicht getraue und sich nicht genugsam im stande befände. Als er aber den breiten plaz, Breitenfeld[223] genandt, nahe bey dem dorfe Budelwiz[224] eine meile[225] von Leipzig erreichet (alda anno 1631 den 7. septembris die grose hauptschlacht zwischen denen römisch-kayserlichen und königlich schwedischen, auch chursächsischen völckern vorgegangen), so hat er sich gesezet, die armee en ordre de bataillie[226] gestellet, auch die nacht zu schanzen und batterien[227] zu machen angewendet. Und obwohl seine kriegsräte und obristen ihm solches wiederrathen und sich an einen sicheren und bequemen ort, da man […] eine vortheilhafte retirade[228] haben könnte, ermahnet, so ist er auch [auf; BW] seiner einmal doch gefasseten resolution[229] bestanden und geantwortet, er wolle da stehen, da der könig, sein herr, ehemalen gestanden und glüklich viktorisiret[230] hätte. Die kayßerlichen, so zwar den abend zuvor auch durch die Muldau[231] gesezet, aber bis über den gürtel im waßer waten müssen, welches dieselbe im fechten sehr beschwerlich gewesen, haben gleichfalls nicht gefeiert,[232] sondern sich gleich in der nacht ebenfalls gestellet und die partheyen gegen die feinde avanciren[233] lassen und in aller frühe annoch in dämmerung mit aller macht den 29. november[234] an dieselbige gesezt und in schlachtordnung angesezt, auch sich so wohl gehalten, daß der sieg anfänglich für die kayserliche favorabel,[235] für die schweden aber sehr müßlich[236] angelaßen. Indeme aber der schwedische rechte flügel bereits zurücke getrieben und in einige disordre[237] gebracht worden, auch dem herren general Torstensohn ein schößlein vom belz[238] hinweggeschoßen, auch sonsten vieles volck eingebüßet worden ist. Allein als der kayserliche lincke flügel von einem haufen schwedischer musquetirs, so in einem dorfe[239] versteckt gewesen, attaquiret worden, in dem rücken ihme starcke salven gegeben, so wurden hierdurch die kayserlichen in große confusion[240] und folgend darauf gänzlich in die flucht gebracht, darüber sodann alle munitionwägen, 48 grose und kleine […] stücke[241] verlohren geggangen. Ja, es ist fast die ganze infanterie auf dem plaz geblieben, welches alles die schweden neben 28 fähnlein und 71 estandarten,[242] 7000 pferden, des Erzherzogs durchlaucht wie auch denen anderen generalspersonen gehörig kriegscanzleygeld, silber und cammergeschirr[243], ihro durchlaucht betten und zelt, welches Torstensohn um 3000 thaler von seiner soldaten einem an sich erkaufet, in summa ein groß guth erobert, und solches treffen keine 3 stunden in allem gedauert. Das wort auf der auf der kayserlichen seiten ist gewesen: ‚Maria hilf !’, auf der schwedischen seiten aber: ‚Jesu Christi hilf !’ Diese niederlage ist für den grösesten verlust derer kayserlichen, welchen sie noch jemalen in diesem kriege gehabt, gehalten worden. Auf kayserlicher seiten wurde 3000 mann auf der wahlstadt[244] gezehlet. Ihro hochfürstliche durchlaucht Erzherzog Leopoldus hatten sich zwar tapfer gehalten und heroisch gefochten, es wurden ihm währenden treffen von 4 schweden die kette vom leibe gerissen, ist auch von einem schuß verlezt worden, ist sodann mit wenig gütern gegen Dreßden[245] gezogen und hat sich in Bremen[246] salviret[247], alwo er hernachmalen bei Rackenau[248] in die 1600 mann an sich gezogen und zusammengebracht. Der obrist Collredo [Rudolf v. Colloredo; BW], […] Pompejus [Tommaso Pompeio; BW], Graf Buchheim [Hans Christoph III. v. Puchheim; BW] sind alle drey verwundet nach Altenburg[249] kommen und von seiner fürstlichen gnaden daselbst nach Zwickau[250] convoiret worden. Der general Picolomini und Don Hannibal Gonzago [Gonzaga; BW] aber sind nach Leipzig gekommen.

An todten sind gewesen:

1. herr generalwachtmeister Graf Broy [Albert Gaston Spinola Graf v. Bruay verstarb erst 1645; BW],

2. herr generalwachtmeister Paron de Soye[251] [Achilles Baron de Soye; BW]

3. obrister Münster [Christian v. Münster; BW]

4. obrister Nicolao [Lorenzo Nicola de Neyvel; S. 210; BW]

5. obrister Wannß [Johann v. Wintz; BW]

An gefangenen sind gewesen:

1. generalfeldzeuchmeister Comte de Soye [Ernst Roland, baron de Grysort, Graf v. Suys (Soise); BW]

1. obrist Wangenheim [Friedrich Luwig v. Wangenheim; BW],

3. obrist Ranff, [Johann Christoph Ranfft v. Wiesenthal (1599-1660); BW]

4. Don Felix [de Zuniga; BW],

welche alle auf Erfurth,[252] die generals auf einer kutschen, dir[253] anderen officiers aber auf rüstwägen,[254] sind geführet worden. haben daselbsten bei dem thor absteigen und zu fuß hineingehen mßen. Daselbst ein danckfest gehalten und die stücke gelößet[255] worden.

Auf derer schweden seiten sind geblieben und verlohren worden in und bei dieser schlacht:

1. generalfeldzeuchmeister Lilienhoeck [Johan Liliehöök, BW]

2. generalmajor Schlangen [Erik Klarson Slange; BW] […]

3. obrist und assistenzgeheimderrath Biber [N. Bibo, BW]

4. obrist [Hans Heinrich v.; BW] Schlieben

6. obristlieutenant Stinz [wahrscheinlich Anton King; BW],

7. obristlieutenant Tozky [Tortz, Trotzig; BW]

8. capitain Banner [Obrist Banér von Banér zu Fuß ?, geriet allerdings in Gefangenschaft; BW],

9. capitain Montaigne [N. Mortaigne; BW]

10. capitain Manß Person [Måns Pierson; BW].

Der generalmajor Stollhanß [Torsten Stålhandske; BW] verfolgete die victorie und gienge denen flüchtigen bis in die bergstädte nach. Der generalmajor Königsmarck aber gienge in die Schlesien, und war dazumal die französische oder weimarische armee auch im anzuge und befande sich kurz darauf in Sangerhausen“.[256]

Leopold Wilhelm schrieb am 4.11.1642 aus Zehista[257] nach der vernichtenden Niederlage der Kaiserlichen bei Breitenfeld an Colloredo, erhaltenen Nachrichten habe er entnommen, dass der Feind seine Artillerie und Königsmarcks Stab bei Leipzig zurücklassen und mit der Reiterei in Richtung Freiberg vorrücken werde. Er, L. W., habe beschlossen, mit der Armee nach Rosenthal,[258] dann nach Tetschen und nach Übersetzen der Elbe in Richtung Böhmisch Leipa,[259] Jung-Bunzlau und Pardubitz zurückzuweichen. Das Wichtigste sei nun, Eger, Elbogen, Pilsen, Tabor und Budweis mit sämtlichem in Böhmen befindlichen Militär zu besetzen und sie mit Proviant und allem Notwendigen ordentlich zu versorgen.[260] Leopold Wilhelm betraute am 6.11. aus Minkowitz[261] Colloredo mit dem Militärkommando in Prag und der Verteidigung der Stadt.[262] In einer Mitteilung Leopold Wilhelms aus Pilsen vom 5.12.1642 für Colloredo hieß es, dass Gonzaga an Stelle des von den Schweden gefangen genommenen Feldzeugmeisters Suys zum Kommandanten der kaiserlichen Feldartillerie ernannt worden sei; er solle nach Prag kommen, um mit den Aufgaben betraut zu werden. Colloredo möge ihn in allem entgegen kommen.[263]

Am 10.12.1642 schrieb Leopold Wilhelm aus Pilsen an Colloredo: Laut Berichten der Kommandanten aus Zwickau habe der Feind durch Akkord am 6.12. Stadt und Schloss Leipzig übernommen – auch Hatzfeldt war in diesem Monat von Colloredo über die Beschießung und Übergabe der Stadt informiert worden[264] – . Somit sei es nicht ausgeschlossen, dass er während des Winters gegen Prag vorrücken werde. Colloredo solle daher die Verteidigung Prags nicht aus den Augen lassen und seine Truppen in ständiger Bereitschaft halten, um sie im Falle plötzlichen Notstands so rasch wie möglich nach Prag zusammenziehen zu können. Sollte sich der Feind der Stadt nähern, solle Colloredo melden, wie viel Kavallerie er in Prag unterbringen und wie lange er sie unterhalten könne.[265]

Der doch etwas zu vertrauensselige W. E. von Lobkowitz berichtete noch am 17.12.1642 aus Prag dem Reichshofrat Dr. Justus von Gebhardt und entschuldigte sich für die schlechten Informationen, die er ihm über Leipzig erteilt habe, Colloredo habe ihn dazu verführt. Verhängnisvoll habe sich der von Joachim von Schleinitz und August Adolf Trandorf schlecht abgeschlossene Akkord ausgewirkt, beide seien beim Kurfürsten in Ungnade gefallen und angeblich im Gefängnis. Über den Feind sei derzeit nicht viel bekannt. Leopold Wilhelm befinde sich in Tepl[266] oder in Pilsen, seine Rückkehr hierher sei ungewiss.[267] Colloredo hatte Hatzfeldt in diesem Monat von der Reise des Erzherzogs über Prag nach Wien informiert.[268]

Leopold Wilhelm wandte sich am 18.1.1643 aus Pilsen an die obersten Beamten in Böhmen: Aus dem Schreiben Colloredos an Piccolomini habe er erfahren, dass Colloredo zum Schutze Prags 2.000 Mann Infanterie von Hatzfeldts Truppen abkommandierte, die sich bei Königsaal konzentrieren sollen. Er, L. W., habe ferner befohlen, dass die jetzt bei Tabor liegenden 1.000 Infanteristen so schnell wie möglich zu jenen stoßen sollen. Sie, die obersten Beamten, sollen für das bei Königsaal[269] liegende Militär aus den umliegenden Dörfern oder aus Prag noch vor der Bewilligung der Getreidekontribution durch den Landtag Getreidevorräte beschaffen.[270]

Am 5.2.1643 teilte der kaiserliche Sekretär Schröder aus Prag Piccolomini mit: Damit die Armee nicht ohne Oberbefehlshaber bleibe, habe der Kaiser für die Zeit der Abwesenheit Piccolominis und seines Dienstes in Spanien den Grafen Colloredo zum – vorläufigen – Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee ernannt,[271] denn mit Gallas wurde ja noch verhandelt. „Reichshofrat Schröder sondierte inzwischen in Prag, ob Colloredo ein tauglicher Nachfolger im Oberkommando des Heeres sei. Dieser erwies sich jedoch, so ergaben die Gespräche, als untauglich für  den Posten“.[272]

Bereits am 6.2. wandte sich Piccolomini aus Brüx[273] an Colloredo: Er sei in Sachen seines spanischen Dienstantritts nach Wien geladen worden, müsse noch vor seiner Abreise mit Colloredo gewisse dringende Armeefragen besprechen und schlage als Ort ihrer Zusammenkunft Plauen vor.[274]

Am 6.2.1643 schrieb Piccolomini aus Brüx an Leopold Wilhelm: Der Kurfürst von Sachsen habe den Mut der Verteidiger Freibergs durch Zusicherung baldiger Hilfe gestärkt. Die Schweden steigerten ihr Bemühen, die Stadt noch vor dem Anmarsch der kaiserlichen Armee zu erobern. Heute sei ein Kurier aus Freiberg nach Brüx gekommen und habe wissen wollen, ob die Stadt sich weiterhin wehren solle und auf Hilfe hoffen dürfe. Er habe ihn seiner baldigen Hilfe versichert. Den Feldzug bereite er im Einverständnis mit Colloredo vor. Zugleich würden die Schweden in Mähren angegriffen, wohin er das Regiment Sperreuter[275] abkommandiert habe. Er arbeite mit den Statthaltern in Prag und Mähren zusammen.[276] Am 9.2. schrieb Piccolomini an einen ungenannten spanischen Gesandten, sehr wahrscheinlich aber Salamañca: „Sua Maestà Cesarea mi ha comandato, ch’io vengo quanto prima a Vienna, però senza detrimento al suo imperial servizio, ed intanto m’ha ordinato di vedermi col Conte Colloredo e d’incaricargli il commando, ma egli non ne vuol saper niente. Io temo che in queste congionture io restarò qua, attacato, non per altro, se non per necessità perchè non habbia chi mandarei o chi ci voglia servire. Io non vorrei esser necessitato a pigliar esempio dalla disubbedienza degli altri, havendo sempre obbedito al Padrone con ogni puntualità e prontezza. Ma richiedendomi il Re con dimonstrazione di tanta clemenza io sono resoluto di eseguire la sua volontà. Se io resto qua non potrò servire qua nè là. Io ne ho voluto dar parte a V. E. acciò possi pensare a trovare remedio”.[277]

Piccolomini wandte sich am 13.2. aus Brüx an den Erzherzog: Er habe lange Zeit keine Antwort auf seine Anforderung eines Marschbefehls gegen Freiberg erhalten, obgleich er dargelegt hatte, dass ein Einsatz Freibergs im Interesse der Verteidigung Böhmens liege. Sollte Freiberg fallen, wäre dem Feind der Weg nach Meißen und in die Obere Pfalz offen und er könnte sich mit den Weimarern und Franzosen vereinigen. Die Feinde bedrohten nämlich auch Eger. Er habe darüber an Trauttmansdorff geschrieben und Colloredo um Rat gebeten. Dieser sei am 9.2. nach Laun[278] gekommen und man habe sich über die Maßnahmen zur Verteidigung Böhmens geeinigt. Einiges Kriegsvolk habe er mit Colloredo nach Prag schicken lassen, mit den übrigen werde er nach Freiberg ziehen.[279]

Piccolomini schrieb am 15.2. aus Brüx an Leopold Wilhelm und versprach, die Aufgabe, mit der ihn Ferdinand III. und Leopold Wilhelm betrauten, nämlich Freiberg Hilfe zu bringen, gewissenhaft zu erfüllen. Er habe Colloredo benachrichtigt, dass alles für seine, C.s, Kommandoübernahme vorbereitet sei, da er sich selbst nach Beendigung dieses Unternehmens zu Ferdinand III. und Leopold Wilhelm begeben werde.[280] Am 20.2. teilte Leopold Wilhelm aus Wien Colloredo mit, er habe Piccolomini angewiesen, Freiberg so schnell wie möglich zu entsetzen. Sicher werde Colloredo laut letztem Schreiben vom 17.2. jenem die restliche Artillerie und Infanterie als Hilfstruppe nachgeschickt haben; nun verlange Piccolomini die Abkommandierung weiteren Fußvolks aus Prag. Er, L. W., habe erfahren, dass 600 Mann des österreichischen Heeres am Vortag über Iglau anmarschiert seien und jetzt in der Umgebung von Caslaustehen; diese Truppe solle er möglichst schnell als Ersatz für die abkommandierten Soldaten nach Prag führen.[281]

Am 10.3. informierte der Erzherzog aus Wien Colloredo: Er sei auf eigenen Wunsch vom Kaiser des Amts des Oberbefehlshabers der Armee entsetzt worden. Seine Infanterie-Leibgarde sei laut kaiserlichen Beschluss als Anerkennung seiner Verdienste an Colloredo übergeben worden.[282] Im März 1643 war Colloredo als untauglich für das Oberkommando des Heeres befunden worden.[283]

Ferdinand III. wandte sich am 13.3. an Colloredo, eingegangenen Nachrichten zufolge sei der Feind im Begriff, die Elbe zu überschreiten und werde wahrscheinlich versuchen, über den Bunzlauer oder Leitmeritzer Kreis in Böhmen oder in Schlesien einzufallen. Daher habe er alles Nötige bei Piccolomini eingerichtet. Colloredo solle die Königgrätzer Besatzung mit nahe liegender Infanterie verstärken; wenn keine zur Verfügung wäre und wenn er von ihm, Ferdinand, die Nachricht erhielte, dass der Feind tatsächlich die Elbe überschritten habe, dann solle er aus Stadt und Kreis Pilsen Militär nach Königgrätz abkommandieren.[284] Bereits einen Tag später schrieb der Kaiser Colloredo, er sei entschlossen, zur Rettung des vom Feinde bedrohten Römischen Reichs, der Erbkönigreiche und Erbländer selbst ins Feld zu ziehen. Da die Kriegskosten sehr hoch seien, müsse er dem Land eine 6%-ige Kriegsanleihe von 2.000 Gulden auferlegen.[285]

Am 18.3.1643 schrieb der Kaiser an Colloredo: Er habe den Befehl erteilt, in Königgrätz[286] und Pardubitz[287] Proviantmagazine für den kommenden Feldzug zu errichten. Daher müssten beide Städte gut besetzt und verstärkt werden. Colloredo solle beide Orte mit einer ausreichenden Mannschaft versehen. Ferner solle Burian Ladislav von Waldstein aus seinem Regiment einen Konvoi zum Schutz der von Graf Sezima von Wrtba abgefertigten Proviantfuhren so bilden, dass sowohl die sichere Hinfahrt als auch die ungehinderte Rückkehr von Wagen und Pferden gesichert sei. Zu diesem Zweck solle auch Graf Wrtba eine gewisse Anzahl von Reitern aus seiner Kompanie zur Verfügung stellen.[288]

Der Kaiser hatte Colloredo am 22.3.1643 informiert, Gallas habe sich von seiner Krankheit, deretwillen er seinerzeit um Urlaub angesucht hatte, erholt und sei wieder mit dem Oberbefehl über die Hauptarmee und alle anderen Corps betraut worden. Colloredo solle mit Gallas Kontakt aufnehmen und ihm in allem, insbesondere in der Landesverteidigung, entgegen kommen.[289]

Ein weiteres Schreiben des Kaisers an Colloredo datiert vom 23.3.1643: Seinen Vorschlag betreffs der Einquartierung der Armee, die vor dem Feind nach Böhmen zurückweichen musste, habe er zur Kenntnis genommen. Colloredo werde der beigelegten Kopie seines kaiserlichen Befehls an die böhmischen Statthalter seine Absicht entnehmen können. Er solle alle seine Kräfte in den Dienst der von ihm geforderten Aufgaben stellen und mit Gallas, der sich am heutigen Tag zur Armee begeben habe, mit Piccolomini, den Statthaltern in Böhmen und insbesondere mit dem Grafen Wrtba in Verbindung treten. Beigelegt war ein kaiserliches Schreiben gleichen Datums, Wien, an die Statthalter in Böhmen. Laut eingegangenen Nachrichten habe der Feind sein Hauptquartier in Sonnenwalde[290] in der Lausitz aufgeschlagen, wo er Stålhandskes Anmarsch erwarte und scheinbar ein Unternehmen gegen Schlesien oder Böhmen plane. Darum habe er, F., der zum Entsatz Freibergs in Marsch gesetzten Armee den Rückmarsch nach Böhmen und die Beziehung der ihr vor kurzem von der böhmischen Hofkanzlei zugewiesenen Quartiere anbefohlen. Das Militär solle in den unteren Moldaukreisen sowie beiderseits der Elbe, also in den Kreisen Leitmeritz, Königgrätz, Kouřim, Chrudim und notfalls auch Časlau untergebracht werden, um so schnell wie möglich zusammengezogen und ins Feld geschickt werden zu können. Die angeführten Kreise würden allerdings mit eigenen Mitteln ein so zahlreiches Heer nicht unterhalten können; deshalb müssten die nicht besetzten Kreise in die soeben in Königgrätz und Pardubitz errichteten Magazine eifrig Korn einfahren. Die Statthalter seien angewiesen, rechtzeitig alle Vorbereitungen zu treffen und sich sowohl mit Piccolomini als auch mit Gallas zu verständigen. Letzterer habe soeben Wien verlassen, um sich des Oberbefehls über die Armee anzunehmen. Den Grafen Colloredo und Wrtba sei bereits bedeutet worden, sich zu Beratungen mit Piccolomini in Leitmeritz einzufinden.[291]

Am 27.4.1643 wandte sich der Kaiser erneut an Gallas: Seinen Briefen vom 25. und 26.4. habe er entnommen, dass sich der Feind mit allen Streitkräften in Marsch gesetzt, mit seiner Vorhut bei Turnau[292] schon die Grenze überschritten habe und weiter gegen Gallas‘ Armee oder gegen Prag zu ziehen beabsichtige. Er erwarte Nachrichten über die feindlichen Bewegungen und über Gallas‘ Vorkehrungen zur Abwendung des feindlichen Einfalls. Er habe die königlichen Statthalter in Prag sowie Feldmarschall Colloredo bereits gewarnt und sie aufgefordert, zur Verteidigung der Stadt Prag mit Rat und Tat beizutragen und die Prager Soldaten, Bürger und Studenten zur Hilfe heranzuziehen.[293]

„Schon Ende April drangen die ersten [schwedischen; BW] Aufklärungsabteilungen und Angriffsspitzen über Schlesien nach Böhmen ein. Der Schwerpunkt des Schwedenkrieges, das war auch dem Kaiser gänzlich bewusst, lag nun in den Ländern der Wenzelskrone. Wieder einmal hatte es Gallas dabei nicht leicht mit den Verantwortlichen an der Moldau. Bei den offensichtlich eintretenden Koordinationsproblemen zwischen dem Hauptquartier und Prag, fühlte sich mitunter auch Ferdinand bemüßigt einzugreifen: dieweill wier aber befunden, dass sovil undterschiedliche ordinanzen unsern diensten nur schädlich sein. Konsequenz der offensichtlichen Dissonanzen war, dass der Militärkommandant von Böhmen, Colloredo, seine Befehle in Zukunft mit dem Generalleutnant abstimmen musste“.[294]

Am 1.5.1643 wandte sich der in der Prager Bevölkerung wohl nicht besonders beliebte Colloredo an den Kaiser: Er bestätigte den Erhalt des Befehls vom 27.4. und versprach, Prag unter allen Umständen gegen den Feind verteidigen und etwaige plötzliche Überfälle durch feindliche Truppen abwenden zu wollen. Würde er mit vollem Verfügungsrecht in Militärsachen betraut, mit geeigneten Mitteln ausgerüstet und wären die Kreis- und Stadthauptleute in Militärsachen auf ihn angewiesen, dann könnte er für alles die volle Verantwortung übernehmen. Auf eine Verteidigung Prags durch Bürger- und Studentenschaft könne er sich überhaupt nicht verlassen. – Dass diese jedoch sehr effektiv sein konnte, zeigte sich beim Überfall Königsmarcks auf die Prager Kleinseite im Sommer 1648, als eben nicht Colloredo die Befehle gab. – Er sei überzeugt davon, dass sich die Bürger beim Heranrücken des Feindes außerhalb von Prag in Sicherheit bringen und einen Angriff erst gar nicht abwarten würden. Die Studenten eigneten sich besser zur „Comedien“ als zur Verteidigung. Trotzdem habe er ihnen die Bildung eigener Kompanien anbefohlen. Auch auf das angeworbene Fußvolk und die Reiterei sei kein Verlass, wie sich jüngst bei Jung-Bunzlau gezeigt habe, wo der Feind leicht hatte durchbrechen können. Die Grenzpässe müssten unbedingt militärisch besetzt werden; nur so werde man die aus Erfurt, Chemnitz, Torgau und Zittau heranmarschierende feindliche Armee an einem Eindringen in Böhmen hindern können. Königsmarck sei vor drei Tagen mit drei Regimentern bei Torgau gewesen, man wisse aber nichts über seine Pläne. Er, C., wolle selbst ein neues Regiment aufstellen und zur Landesverteidigung einsetzen; Soldaten und Offiziere würde er teils unter der Prager Bürgerschaft aufteilen, teils zum Schutz der Grenzpässe abkommandieren. So könnte es gelingen, die Verbindung zwischen den einzelnen feindlichen Abteilungen abzuschneiden. Er habe sich darüber bereits mit Gallas beraten und diesen um Abkommandierung der angeworbenen Reiter ersucht.[295] Am selben Tag ging ein weiteres Schreiben an den Kaiser: Soeben eingetroffenen Nachrichten nach stehe Torstensson mit der feindlichen Armee noch immer bei Münchengrätz,[296] sei aber in voller Bereitschaft. Man wisse nichts Bestimmtes über seine nächsten Ziele; den einen zufolge wolle er weiter ins Gebirge, den andern nach gegen Prag ziehen. Die Elbe-Übergänge seien so gut wie möglich gesichert worden. Das in Eger liegende Regiment Goldacker sei angewiesen worden, sofort 100 Mann nach Prag zu schicken. Ein feindlicher Versuch, Prag anzugreifen und die Elbe zu überschreiten, werde auf den Widerstand von 1.200 bis 1.300 Mann stoßen und die Bürger würden auch helfen. Der Aussage eines Gefangenen habe man entnommen, dass Torstensson zwar nach Mähren marschieren, seinen Weg dorthin aber über Schlesien nehmen werde. Er erwarte angeblich 7.000 Mann Hilfstruppen aus Siebenbürgen, die sofort bei Torstenssons Anmarsch an die ungarische Grenze marschieren sollen.[297]

Am 3.5. schrieb Gallas Ferdinand III. aus Königgrätz: Der Großteil des Kriegsvolks stehe marschbereit bei Schweidnitz; ob auch die Truppen aus Frankfurt/Oder, Guben[298] und anderen Orten kommen, wisse er noch nicht. Ein Kornett des Regiments Bruay, der den Feind auskundschaften ging, sei sowohl mit Beute als auch mit 25 Gefangenen zurückgekommen; diese seien dann in kaiserliche Dienste übernommen worden. Es herrsche Mangel an Artilleriebedarf, doch werde er binnen 14 Tagen hoffentlich behoben sein. Im Postskriptum teilt er mit, dass der Feind ohne Unterlass starke Spähtrupps in Böhmen einfallen lasse. Darum habe er beschlossen, dem Grafen Colloredo 2 Regimenter und die Leibkompanie des Generalkommissärs von Wrtba zur Verfügung zu stellen. Diese sollten die Grenze besetzen und sie befehlsgemäß von Leitmeritz ab längs des Gebirges bis nach Eger gegen diese Einfälle schützen; zugleich sollten sie laufend über den Feind Bericht erstatten.[299] „Wieder einmal hatte es Gallas dabei nicht leicht mit den Verantwortlichen an der Moldau. Bei den offensichtlich eintretenden Koordinationsproblemen zwischen dem Hauptquartier und Prag, fühlte sich mitunter auch Ferdinand bemüßigt einzugreifen: dieweill wier aber befunden, dass sovil undterschiedliche ordinanzen unsern diensten nur schädlich sein. Konsequenz der offensichtlichen Dissonanzen war, dass der Militärkommandant von Böhmen, Colloredo, seine Befehle in Zukunft mit dem Generalleutnant abstimmen musste“.[300]

Am 23.5.1643 rügte Ferdinand III. Colloredo: Seinem Schreiben vom 20.5. habe er entnommen, dass er Obrist Kapoun befohlen habe, mit der Reiterei in Richtung Leitmeritz auszurücken. Gallas aber habe beschlossen, Kapoun gegen Königsmarck, der in die Obere Pfalz marschiere, einzusetzen. Er, F., sei mit diesem Beschluss, dem Kurfürsten von Bayern zu helfen, einverstanden; Colloredo möge daher Kapoun diesen Marschbefehl erteilen und sich in Zukunft stets vorher mit Gallas beraten.[301]

Ferdinand III. schrieb am 13.6.1643 an Colloredo: Er habe erfahren, dass die feindliche Armee entweder gegen Budweis oder gegen Mähren aufgebrochen sei. Auch wenn unter diesen Umständen Prag keine Gefahr drohe, müssten doch andere befestigten Plätze sorgsam im Auge behalten werden. Zum Kommandanten in Budweis habe er Obristleutnant Schwenck bestimmt. In Mähren habe er Obristfeldwachtmeister Ladislav von Waldstein beordert, dass das Regiment Borri mit einem geeigneten Kommandanten Iglau besetzen solle. Gleiche Vorbeugemaßnahmen müssten ihrer Bedeutung wegen für die Stadt Tabor getroffen werden. Er, F., zweifle nicht daran, dass Gallas alle jene Orte bereits mit einer genügenden Anzahl von Soldaten und Kommandanten besetzt haben werde. Colloredo solle bei der Besetzung der Orte mithelfen und sie mit allem Nötigen versehen.[302]

Ferdinand III. wandte sich am 21.7.1643 an Gallas: Seine Berichte über die der Armee gelieferte „schlechte Münz“ und über den Befehl an Colloredo wegen der Aktion bei Zittau habe er ebenso zur Kenntnis genommen wie die Berichte über die laufende Korrespondenz zwischen Fürst Rákóczi von Siebenbürgen und Torstensson und auch über den Marsch des Obristen Kapoun sowie dessen Verbindung mit den bayerischen Truppen. Die Klärung der Geldfrage für den Loskauf der Gefangenen überlasse er Gallas. Jene Summe von 24.000 Rt. sei in scheinbar guter Münze abgeschickt worden. Wegen Rákóczi habe er Berichte erhalten, dass dieser im laufenden Jahr nichts unternehmen werde.[303]

Am 1.8.1643 wandte sich Johann Georg I. an Gallas: Generalwachtmeister Wevel und Obrist Kapoun hätten einen Sturm auf Schloss Hof versucht. Als Königsmarck wegen des Entsatzes von Hof Magdeburg auf beiden Elbufern umzingelte, habe er Krockow befohlen, zu Kapoun zu stoßen und mit der Reiterei Königsmarcks Abteilungen, die die Ernte vernichteten, zu bedrängen. Mit Colloredos Unterstützung habe er sich zum Angriff auf Zittau[304] entschlossen, gleichzeitig aber von Colloredo und dem Görlitzer Kommandanten Oberst Arnim die Nachricht erhalten, dass Torstensson sein Feldlager verlassen habe und in Richtung Schlesien marschiere. So sehe er sich gezwungen, von seinem Plan abzulassen und abzuwarten, wie sich die Kämpfe zwischen der Hauptarmee und Königsmarck entwickeln würden.[305]

Am 7.10.1643 schrieb der Kaiser aus Ebersdorf an Colloredo und übermittelte ihm die Bitte Maximilians I. um Besetzung

des Schlosses Hof durch Truppen aus Böhmen. Bei Königsmarcks letztem Einfall in Böhmen war Hof von [Jaroslav Petr] Kinskýs Regiment besetzt worden, doch Maximilian sei es mit der kaiserlichen Armee gelungen, das Schloss wieder zu entsetzen. Nun müssten Vorkehrungen getroffen werden, dass die Stadt nicht wieder dem Gegner in die Hände falle. Mit dieser Aufgabe hatte er Christian von Brandenburg-Kulmbach betraut, der aber Hof wegen Mangel an Truppen nicht besetzte. Nun solle Colloredo das Schloss mit Truppen aus Böhmen besetzen.[306]

Am 29.10. berichtete Warasiner Gallas über die Übergabe der von ihm kommandierten Festung Dömitz. Wenn es ihm gelänge, wolle er mit den Offizieren und dem Rest der Truppe von Magdeburg nach Prag gehen. Er bitte um eine schriftliche Intervention bei Colloredo, in Prag ausruhen und sich erholen zu dürfen. Der Feind beabsichtige, seine Streitkräfte zusammenzuziehen, Krockow und dessen Regimenter zu vernichten und dann mit dem ganzen Armeekorps gegen die kaiserliche Hauptarmee in Schlesien und Mähren zu ziehen und Gallas anzugreifen.[307]

Am 10.12.1643 informierte Colloredo allerdings zu optimistisch Piccolomini: Gallas‘ Rückzug sei ohne größere Verluste gelungen. Der Hauptteil der Armee unter Bruay, Montecuccoli, Enckevort und Traudisch sei aus der Oberlausitz nach Böhmen zurückgewichen, Bruay und Monteccucoli hätten sich in kleineren Scharmützeln durchgefochten. Enckevort wie de Vacchi und Heinrich von Schleinitz konnten einen Teil ihrer Regimenter retten; bisher seien aus dem Regiment Schleinitz 35 Soldaten mit 5 Standarten in Böhmen eingetroffen. „Queste accennate truppe, entrano à poco à poco in Bohemia et io li faccio la dispositione di quartieri. Il conte d’Hatzfeld com le sue truppe à qua in Bohemia, la sua Cavalleria non passa 1.400 Cavalli, et per questo non se fida d’avanzare, mentre che ben presto non venghi un buon socorso dall’armata di Baviera”.[308] In diesem Dezember hatte Colloredo Hatzfeldt über die Besetzung Löwenbergs[309] durch kaiserliche Truppen informiert; Torstensson stehe bei Torgau, Gallas vor Zittau.[310]

Im Januar 1644 informierte Colloredo Hatzfeldt über die Kriegslage in Schlesien. Torstensson sei nach Dömitz gezogen, die Schweden seien in Holstein eingefallen. Königsmarck sei im Erzstift Bremen erschien. Wohlau werde durch Götz belagert.[311]

Der Kaiser informierte am 27.1.1644 Gallas und Colloredo: Rottal, der Landeshauptmann der Markgrafschaft Mähren, habe Beschwerden über verschiedene fremdländische Werbungen eingegeben. Er, F., habe den königlichen Statthaltern befohlen, gemäß früheren Verboten sämtliche ausländische Werbungen einzustellen, Offiziere und Werber gefangen zu nehmen sowie deren Werbepatente und Verzeichnisse einzusenden; die angeworbenen Knechte sollten unmittelbar in die kaiserlichen Truppen aufgenommen werde. Wer kein Patent mit der kaiserlichen Signatur vorlegen kann, dürfe keine Werbungen vornehmen.[312]

Colloredo informierte Gallas am 29.1.1644: Nachrichten zufolge scheine sich der Feind in Meißen zusammen zu ziehen, um in Böhmen einzufallen. Er, C., habe von Generalkriegskommissar Heusner von Wandersleben erfahren, dass der Kurfürst von Sachsen eine 1.000 Pferde zählende Reiterabteilung zurück kommandiert habe, um sie aus Dresden über die Elbe zu schicken. Er, C., sorge für genügenden Munitionsvorrat an allen in dieser Richtung liegenden Orten.[313]

Am 10.2. hatte der Kaiser an Colloredo geschrieben, er habe beschlossen, die Armee sofort nach Ende des Winters ins Feld führen zu lassen, weshalb sie neben anderen Militärbedürfnissen rechtzeitig mit genügenden Getreidemengen versorgt sein müsste. Er könnte freilich von seinen Ländern eine ausgiebige Getreideanleihe fordern, wolle dies jedoch nicht tun. Da Colloredo und andere Obrigkeiten bekanntlich über beträchtliche Getreidevorräte verfügen, möchten sie im Interesse der Allgemeinheit zu genanntem Zweck soviel Getreide zur Verfügung stellen, wie sie entbehren könnten. Es werde ihnen durch Abzüge an gegenwärtigen und künftigen Kontributionen ersetzt werden.[314] Colloredo hatte Hatzfeldt u. a. in diesem Monat darüber informiert, dass die schwedische Besatzung in Glogau Proviant aus Polen beziehe.[315]

Der kursächsische Geheimrat Sebotendorff teilte W. E. von Lobkowitz am 21.3.1644 mit: Die kaiserliche und die kurfürstliche Reiterei liegen in Pegau,[316] Grimma[317] und Borna.[318] Der kaiserliche Geheimrat Tattenbach habe mit Schreiben vom 17.3. mitgeteilt, dass Königsmarck das Stift Bremen verlassen und in Eilmärschen gegen Halberstadt[319] und Magdeburg vorrücke, wovon am heutigen Tag Gallas, Colloredo und Hatzfeldt unterrichtet wurden. Der Kurfürst von Sachsen habe vom Dänenkönig ein wichtiges Schreiben bekommen, das die Ursachen von Torstenssons Aktionen erkläre. Ferner habe der Kurfürst ein gedrucktes Manifest des Königs von Dänemark erhalten, das er nach Kenntnisnahme einschicken werde.[320] Colloredo informierte Hatzfeldt im März über die Bemühungen Frankreichs und der Generalstaaten, Schweden und Dänemark zu versöhnen, die Eroberung Sagans[321] durch La Carona und einen polnischen Sieg über tartarische Truppen.[322]

Am 2.4.1644 schrieb der Generalproviantkommissar der sächsischen Kreise, Sieber, aus Hamburg an Colloredo und dementierte die Nachricht von einem Treffen zwischen dem Prinzen Christian von Dänemark und Gustav Horn, wonach der Prinz tödlich verwundet und Horn von den Dänen gefangen genommen sein sollen. Vor einigen Tagen seien die Garnisonen aus Glückstadt[323] und Krempe[324] zu einem Angriff auf den Feind ausgerückt, die Glückstädter seien jedoch innerhalb einer Stunde wieder zurückgekehrt. Piccolomini bleibe in Spanien, wo er den Oberbefehl über die Armee gegen Katalonien führe.[325]

Aus Eger schrieb Bruay am 11.4. an Gallas: Laut Berichten von Gersdorf habe sich Königsmarck der Stadt Halle[326] bemächtigt. Er selbst wolle mit einigen Abteilungen gegen Plauen und weiter nach Pegau marschieren, was die wichtigste Aufgabe sei. Die Truppen müssten auch an der Elbe bis Dessau[327] vorrücken und Bernburg[328] besetzen; sie könnten mit Fähren oder auf Hängebrücken über den Fluss setzen. Er habe festgestellt, dass der Gegner nicht stark und durch Wetter und Hochwasser im Vormarsch behindert sei. Colloredo rücke mit der Infanterie gegen Zwickau vor.[329] Bei dem Erzgebirgschronisten Lehmann heißt es: „Die Obristen Colloredo und Colobrad [Jaroslav Julius v. Kolovrat-Lipštejnský; BW] mit 3000 Mann zue Roß und Fuß rißen auch durch diß gebirg (aus), weil ihnen der Eger Pas zue gefehrlich. Den 1. May lagen Sie zur Tschopa, den 2., 3., 4., 5. umb Annenberg und Buchholz;[330] darvon ritten die Crabaten herüber in grundt, plünderten Aue, lauter[331] und dran liegende dörffer, packen auf die Pferde brod, fleisch, huner, gänß, schaf, kälber, haber usw. und was Sie funden. Salvaguardien, deren Scheibenberg[332] 3 hatte, kunten kaum solche Mauspartheien abweisen, und wahr biß auf den 12. May (in) diesen gebirg eine heiße Woche, weil die Völcker durch alle Päße in Böhmen zogen“.[333]

Am 13.4. teilte Bruay aus Ölsnitz[334] Gallas mit: Er logiere mit einer geringen Truppenzahl in Ölsnitz und wolle am nächsten Tag gegen Plauen vorrücken. An der Saale gebe es keine feindlichen Truppenteile. Laut Colloredos Nachricht sei Douglas vor 11 oder 12 Tagen aus Schlesien abgezogen, vermutlich werde er bei Barby[335] zu Königsmarck stoßen. Es sei daher für ihn Bruay, wichtig sich bald mit den Truppen Gersdorfs und und des Kroaten-Obristen Rajkovič zu vereinigen.[336] Im April informierte Colloredo Hatzfeldt über das Verhalten Rákóczis und Gefechte zwischen schwedischen und dänischen Truppen: Königsmarck stehe bei Nordhausen.[337] Colloredo berichtete Hatzfeldt im Mai über die Verhandlungen kaiserlicher Generäle mit Rákóczi.[338]

Am 3.8.1644 erging die kaiserliche Weisung an Colloredo, Maximilian von Waldstein solle Königgrätz mit wenigstens 200 bis 300 Mann und Pardubitz mit 100 Mann besetzen. Die übrigen Knechte solle er nach Eger kommandieren. Er, Ferdinand, habe die Stadthalter angewiesen, für die Aufnahme beider Stadtgarnisonen und deren Sommerverpflegung Sorge zu tragen. Das übrige Kriegsvolk in Böhmen sollte Colloredo mit der Graf von Vrbno-Kompanie vereinigen und die Reiterabteilungen zum Einsatz gegen die dortigen gegnerischen Streifzüge nach Schlesien expedieren. Diejenigen Einheiten, die wegen der großen Entfernung weder die Haupt- noch die ungarische Armee erreichen könnten, sollte er zu L. von Waldstein nach Olmütz abkommandieren.[339]

Colloredo hatte Gallas am 6.8. aus Prag mit Neuigkeiten versorgt: Um das Schicksal des belagerten Gravelingen[340] zu erleichtern, schicke Montecuccoli drei Regimenter in die Spanischen Niederlande. In Ungarn unternahmen die Kaiserlichen Angriffe auf Rákóczi und Palatin[341] Eszterházy rüste sich emsig zum Beistand der Kaiserlichen. Oppeln[342] habe kapituliert, die kaiserliche Armee konzentriere Munition in Dresden und einige Reiterei bei Aussig. Der Kurfürst von Sachsen habe sich der Stadt Chemnitz bemächtigt.[343] Den kaiserlichen Sieg über Torstensson bei Dömitz meldete er ihm im September. Torstensson stände bei Halberstadt, die kaiserliche Armee bei Bernburg. Johann Georg I. von Sachsen habe Luckau[344] erobert.[345]

Aus Bordesholm[346] schrieb Gallas dem Kaiser am 19.8.: Er habe von den Plänen des französischen Gesandten erfahren, in Dänemark und Holstein die Vereinigung der Franzosen mit den Schweden vorzubereiten. Seine eigenen Abteilungen stehen bei Neumünster,[347] wo das Gelände sumpfig und schwer zugänglich ist. Königsmarck rücke mit 22 Kompanien längs der Elbe vor und verfüge über 12.000 Reiter, viele Knechte und 6 Infanteriebrigaden mit 3.000 Mann. Die Kaiserlichen verfügten über 5.000-6.000 Reiter, 300 Kroaten, 1.200 Dragoner und 4.500 Infanteristen, dazu noch die 900 Reiter und 1.600 Mann der Dänen. Der Feind werde wohl versuchen, zu Rákóczi zu stoßen, weshalb der Grenzschutz in Böhmen, Mähren und Schlesien verstärkt werden müsse; das sollten Colloredo, die Regimenter L. B. v. Waldstein und Mörder besorgen. Er selbst wolle ganz Jütland besetzen. Die schwedische und die dänische Flotte stünden bei Christianpries.[348] „Der Militärkommandant von Böhmen, Feldmarschall Colloredo, hingegen unterschätzte, aus welchen Gründen auch immer, die Gefahr, in der sich sein Offizierskamerad Gallas befand und beschwichtigte die Situation gegenüber dem neuen Hofkriegsratsvizepräsidenten Lobkowitz“.[349]

Der Kaiser hatte am 22.9. aus Ebersdorf[350] an Colloredo geschrieben: Damit die Hauptarmee wegen Proviantmangels nicht aus fremden Ländern zurück nach Böhmen gezogen werden müsse, habe er der Kommission der Böhmischen Kammer die Beschaffung von Getreidevorräten angeordnet. Er wisse um Colloredos Getreidevorräte und fordere ihn daher auf, der Böhmischen Kammer alle entbehrlichen Vorräte anzubieten. Das Getreide werde ihm ersetzt und die entsprechende Obligation ausgestellt.[351]

Ferdinand III. unterrichtete am 19.10. aus Linz[352] Colloredo: Er habe den kaiserlichen Proviant- und Musterkommissar Antonio Binago und Benedetto Caccia, Bier-, Wein- und Salzsteuereinnehmer in Böhmen, angewiesen, Gallas in Dresden oder Wittenberg[353] 15.000 fl. einzuhändigen. Er möge für das notwendige Geleit sorgen.[354] Colloredo berichtete Piccolomini am 26.11. aus Prag über Gallas‘ Rückzug von Bernburg nach Magdeburg. Dazu beschrieb er ihm eine neue in Prag hergestellte und wirksame Kanone, die auf 700 Schritt Steine schleudern könne.[355]

[1] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 960.

[2] Schüttenhofen [Sušice, Bez. Klattau]; HHSBöhm, S. 558.

[3] Tabor [Tábor]; HHSBöhm, S. 592ff.

[4] Nimburg [Nymburk]; HHSBöhm, S. 413ff.

[5] Leitmeritz [Litoměřice]; HHSBöhm, S. 324ff.

[6] Pilsen [Plzeň]; HHSBöhm, S. 444ff.

[7] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[8] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 963.

[9] Freistadt; HHSÖ I, S. 38f.

[10] Böhmisch Krumau [Český Krumlov]; HHSBöhm, S. 53ff.

[11] Wittingau [Třeboň, Bez. Neuhaus] HHSBöhm, S. 666ff.

[12] Böhmisch Budweis [České Budějovice]; HHSBöhm, S. 46ff.

[13] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 974.

[14] Nimburg [Nymburk]; HHSBöhm, S. 413ff.

[15] Benatek [Benátky, seit 1950 Benátky nad Jizerou; Bez. Jung-Bunzlau], HHSBöhm, S. 26f.

[16] Jung-Bunzlau [Mladá Boleslav]; HHSBöhm, S. 237ff.

[17] Weißwasser [Bělá pod Bezdězem; Bez. Jung-Bunzlau]; HHSBöhm, S. 651f.

[18] Melnik [Mĕlník]; HHSBöhm, S. 370f.

[19] Böhmisch Leipa [Česká Lípa]; HHSBöhm, S. 57f.

[20] Aussig [Ústí nad Labem]; HHSBöhm, S. 13ff.

[21] Leitmeritz [Litoměřice]; HHSBöhm, S. 324ff.

[22] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 988.

[23] Meißen; HHSD VIII, S. 223ff.

[24] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1006.

[25] Raudnitz [Roudnice nad Labem, Bez. Leitmeritz]; HHSBöhm, 511ff.

[26] Meißen; HHSD VIII, S. 223ff.

[27] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1007.

[28] Elbekostelez [Kostelec nad Labem; Bez. Melnik]; HHSBöhm, S. 133.

[29] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1009; Rostok [Roztoky; Bez. Prag-West], HHSBöhm, S. 333.

[30] Laun [Louny]; HHSBöhm, S. 319f.

[31] Schlan [Slaný, Bez. Kladno]; HHSBöhm, S. 550f.

[32] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1012.

[33] Melnik [Mĕlník]; HHSBöhm, S. 370f.

[34] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1026.

[35] Görlitz; HHSD VIII, S. 119ff.

[36] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1032.

[37] Saalfeld [Kr. Saalfeld]; HHSD IX, S. 369ff.

[38] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1036.

[39] Tetschen [Děčín]; HHSBöhm, S. 610ff.

[40] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1038.

[41] Saalfeld; HHSD IX, S. 369ff.; vgl. dazu STURNBRICH, unter Quelle 18.

[42] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[43] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1046.

[44] Amberg, HHSD VII, S. 20ff.

[45] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1050.

[46] Magdeburg; HHSD XI, S. 288ff.

[47] 1 Metze = 11,361 – 11,83 Liter.

[48] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1051.

[49] Bad Neustadt/Saale [LK Rhön-Grabfeld], HHSD VII, S. 59f.

[50] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1057.

[51] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1064.

[52] Vacha (Kr. Bad Salzungen); HHSD IX, S. 447f.

[53] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1067.

[54] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1069.

[55] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1070.

[56] Fritzlar; HHSD IV, S. 149ff.

[57] Fürstenberg [LK Soest]; HHSD III, S. 240f.

[58] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1071.

[59] Havelberg [Kr. Westprignitz/Havelberg]; HHSD X, S. 217ff.

[60] Dömitz [Kr. Ludwigslust]; HHSD XII, S. 21ff.

[61] Berlin-Spandau; HHSD X, 97ff.

[62] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1073.

[63] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1079.

[64] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1084.

[65] Schweinfurt; HHSD VII, S. 686ff.

[66] Bad Königshofen im Grabfeld [Stadt Bad Königshofen i. Grabfeld]; HHSD VII, S. 368.

[67] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1086.

[68] Höxter [LK Höxter]; HHSD III, S. 346ff.

[69] Kameralgut, Kammergut: bewegliches und unbewegliches Gut eines Landesherrn, das bzw. dessen Erträge (Abgaben und Erträgnisse aus Domänen) in erster Linie zur Bestreitung der Ausgaben für fürstliche Hofhaltungen, aber auch für besondere Staatsbedürfnisse dient (DRW).

[70] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1089.

[71] Böhmisch Budweis [České Budějovice]; HHSBöhm, S. 46ff.

[72] Elbogen [Loket, Bez. Falkenau]; HHSBöhm, S. 133f.

[73] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1094.

[74] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1096.

[75] Pressnitz [Přisečnice; Kr. Chomutov (Komotau)]: Bergstadt im Erzgebirge, bis 1974 an der Stelle, wo sich heute die große Fläche der Pressnitztalsperre (vodní nádrž Přisečnice) erstreckt. Häuser, Kirchen und Schloss von Přisečnice sowie die benachbarten Dörfer Rusová (Reischdorf) und Dolina (Dörnsdorf) wurden abgerissen und an deren Stelle der Fluss Přísečnice (Pressnitz) gestaut.

[76] LEHMANN, Kriegschronik, S. 126f.

[77] Oberwiesenthal; HHSD VIII, S. 261.

[78] Weipert [Vejperty]; HHSBöhm, S. 650.

[79] Pressnitzer Pass: Der Pressnitzer Pass stellt eine der ältesten Pfadanlagen dar, die aus dem Zentrum Mitteldeutschlands über den dichten Grenzwald nach Böhmen führte. Sein ursprünglicher Verlauf ging von Halle (Saale) kommend über Altenburg, Zwickau, Hartenstein, Grünhain und Zwönitz nach Schlettau. Hier wurde die obere Zschopau gequert. Anschließend führte der Weg über Kühberg am Blechhammer vorbei nach Weipert (Vejprty) und erreichte dann östlich schwenkend über Pleil (Černý Potok) mit Pressnitz (Přísečnice) die älteste Bergstadt des Erzgebirges. Von hier aus verlief der sogenannte Böhmische Steig vermutlich über Kaaden (Kadaň) und bis nach Saaz (Žatec). Die Passhöhe selbst befand sich auf böhmischer Seite nahe Pleil (Černý Potok) auf ca. 800 m ü. NN. Damit war der Pressnitzer Pass deutlich niedriger als die sich nach Westen hin anschließenden Pässe über Wiesenthal, Rittersgrün, Platten, Hirschenstand und Frühbuß. Dies war einer der Gründe für seine häufige Benutzung während des Dreißigjährigen Krieges. [wikipedia]

[80] auf Streifzug gehen.

[81] LEHMANN, Kriegschronik, S. 127.

[82] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1102.

[83] Nidda [Kr. Büdingen], HHSD III, S. 345f.

[84] Einbeck; HHSD II, S. 128ff.

[85] Alfeld; HHSD II, S. 5f.

[86] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1106.

[87] Hartenberg [Hřebeny], Ortsteil von Josefsdorf [Josefov, Bez. Sokolov].

[88] Graslitz [Kraslice]; HHSBöhm, S. 169f.

[89] [Sankt] Joachimsthal; HHSBöhm, S. 540ff.

[90] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1108.

[91] Aschaffenburg; HHSD VII, S. 33ff.

[92] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1110.

[93] Hameln; HHSD II, S. 192ff.

[94] Prachiner Kreis [Prácheňský kraj; Böhmen].

[95] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1111.

[96] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1115.

[97] REBITSCH, Gallas, S. 133.

[98] Kulmbach; HHSD VII, S. 379f.

[99] Wahrscheinlich Lesefehler, gemeint ist Ansbach; HHSD VII, S. 26ff.

[100] Gefell [Kr. Schleiz]; HHSD IX, S. 129f.

[101] Ulm erscheint sehr unglaubwürdig, da war er zu diesem Zeitpunkt ganz bestimmt nicht.

[102] Kronach [LK Kronach]; HHSD VII, S. 375f.

[103] Büchenbach [LK Erlangen-Höchstadt]; HHSD VII, S. 108f.

[104] Pegnitz [LK Bayreuth]; HHSD VII, S. 577.

[105] Hof; HHSD VII, S. 302f.

[106] Arzberg [LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge]; HHSD VII, S. 31f.

[107] Bayreuth; HHSD VII, S. 77f.

[108] Kemnath [LK Tirschenreuth]; HHSD VII, S. 351f.

[109] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1119.

[110] Pilsen [Plzeň]; HHSBöhm, S. 444ff.

[111] Vgl. SCHRIJNEMAKERS; CORSTJENS, Graaf Godfried Huyn van Geleen (in der deutschen Fachliteratur kaum beachtete Biographie).

[112] Bamberg; HHSD VII, S. 66ff.

[113] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1120.

[114] Vogtland; HHSD VIII, S. 350ff.

[115] Plauen [Vogtland]; HHSD VIII, S. 279ff.

[116] Iglau [Jihlava]; HHSBöhm, S. 214ff.

[117] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1128.

[118] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1124.

[119] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1133.

[120] Cham [LK Cham]; HHSD VII, S. 124ff.

[121] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1135.

[122] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1143.

[123] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1146.

[124] Schüttenhofen [Sušice]; HHSBöhm, S. 558.

[125] Pisek [Písek]; HHSBöhm, S. 452f.

[126] Königgrätz [Hradec Králové]; HHSBöhm, S. 269ff.

[127] Moldauthein [Týn n. Vltavou, Bez. Budweis]; HHSBöhm, S. 379.

[128] Wittingau [Třeboň, Bez. Neuhaus] HHSBöhm, S. 666ff.

[129] Časlau [Časlav, Bez. Kuttenberg]; HHSBöhm, S. 90ff.

[130] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1156.

[131] Olmütz [Olomouc]; HHSBöhm, S. 420ff.

[132] Tabor [Tábor]; HHSBöhm, S. 592ff.

[133] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1158.

[134] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1162.

[135] Wiederausrüstung.

[136] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1166.

[137] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1165.

[138] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1168.

[139] Elbogen [Loket); HHSBöhm, S.133f.

[140] Saaz [Žatec, Bez. Laun]; HHSBöhm, S. 535ff.

[141] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1170.

[142] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1172.

[143] Furth i. Wald; HHSD VII, S. 221f.

[144] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1175.

[145] Tirschenreuth; HHSD VII, S. 747f.

[146] Neunburg vorm Wald [LK Schwandorf]; HHSD VII, S. 507f.

[147] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1177.

[148] Asow [Russland].

[149] Vgl. SZILÁGY, Georg Rakoczy I.

[150] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1192.

[151] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1208.

[152] Tottleben [Unstrut-Hainich-Kreis].

[153] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1215.

[154] Nördlingen [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 525ff.

[155] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1216.

[156] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1227.

[157] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1230.

[158] Krems an der Donau [Statutarstadt]; HHSÖ I, S. 363ff.

[159] Mistelbach/Zaya [BH Mistelbach]; HHSÖ I, S. 424ff.

[160] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[161] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1253.

[162] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1261.

[163] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1266.

[164] Tangermünde [LK Stendal]; HHSD XI, S. 458ff.

[165] REBITSCH, Gallas, S. 133.

[166] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[167] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1269.

[168] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[169] Schweidnitz [Świdnica]; HHSSchl, S. 491ff.

[170] Neisse [Nysa]; HHSSchl, S. 331ff.

[171] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[172] Brüx [Most]; HHSBöhm, S. 79ff.

[173] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[174] Wiese [Louka u Litvínova; Bez. Most].

[175] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1314.

[176] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1315.

[177] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172; Krossen oder Crossen a. d. Oder [Krosno Odrzańskie; Brandenburg, h. Polen]; HHSD X, S. 246f.

[178] Nordhausen [Kr. Nordhausen]; HHSÖ IX, S. 305ff.

[179] Bunzlau [Boleslawiec]; HHSSchl, S. 63ff.

[180] Löwenberg [Lwówek Śląski]; HHSSchl, S. 296ff.

[181] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[182] Goldberg [Kr. Lübz]; HHSD XII, S. 33f.

[183] Friedland [Mieroszów, Kr. Waldenburg], HHSSchl, S. 109f.

[184] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1323.

[185] Friedeberg/Isergeb. [Mirsk, Kr. Löwenberg]; HHSSchl, S. 107.

[186] Hirschberg [Jelenia Góra]; HHSSchl, S. 189ff.

[187] Leitmeritz [Litoměřice]; HHSBöhm, S. 324ff.

[188] Melnik [Mělník]; HHSBöhm, S. 370f.

[189] Brandeis a. d. Elbe [Brandýs nad Labem, Bez. Prag-Ost]; HHSBöhm, S. 62f.

[190] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1327.

[191] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1328.

[192] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[193] Grafenstein [Grabštejn, Bez. Reichenberg]; HHSBöhm, S. 169.

[194] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1330.

[195] Mährisch Trübau [Moravská Třebová, Bez. Zwittau]; HHSBöhm, S. 361f.

[196] Turnau [Turnov, Bez. Semil]; HHSBöhm, S. 633f.

[197] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1132.

[198] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1335.

[199] Bautzen [Oberlausitz], HHSD VIII, S. 19ff.

[200] Kamenz; HHSD VIII, S. 158ff.

[201] Tetschen [Děčín]; HHSBöhm, S. 610ff.

[202] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1336.

[203] Löbau [Lubowa]; HHSSchl, S. 123f.

[204] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1137.

[205] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1340.

[206] Hof; HHSD VII, S. 302f.

[207] Breitenfeld [Kr. Leipzig]; HHSD VIII, S. 38f.

[208] Leipzig; HHSD VIII, S. 178ff.

[209] Konferenztag

[210] verhandeln

[211] Gesandter

[212] Heinrich II. Reuß von Plauen zu Gera, der Jüngere (1602-1670)

[213] Torgau [LK Torgau-Oschatz].

[214] Wurzen [LK Muldentalkreis].

[215] Mulde

[216] geradewegs

[217] Wut, Sturmlauf

[218] die Geschütze gegen sie in Stellung gebracht

[219] Bresche

[220] Turm

[221] Gemeint ist hier wohl die Bresche am Pauliner-Kolleg, später Augusteum der Universität

[222] Delitzsch [Kr. Delitzsch]; HHSD XI, S. 73f.

[223] Breitenfeld [Kr. Leipzig]; HHSD VIII, S. 38f.

[224] Rackwitz-Podelwitz [LK Delizsch].

[225] 1 Meile = ca. 7,420 km.

[226] in Schlachtordnung

[227] Geschützstellungen

[228] Rückzugsmöglichkeit

[229] Entschluss

[230] gesiegt

[231] Mulde

[232] haben gleichfalls keine Zeit verloren

[233] vorrücken

[234] verschrieben für „23. october“ = 2.11. n. St.

[235] günstig

[236] ungünstig angelassen.

[237] Unordnung

[238] Schoßteil des Pelzes; vgl. ENGLUND, Verwüstung, S. 285.

[239] Klein-Wiederitzsch, (Wiederitzsch) heute Stadtteil von Leipzig.

[240] Verwirrung, Auflösung

[241] Nach RUDERT, Kämpfe, S. 150, und ENGLUND, Verwüstung, S. 288, 46 Stücke.

[242] Nach RUDERT, Kämpfe, S. 150, 69 Standarten und 121 Fahnen.

[243] Nachtgeschirr

[244] Schlachtfeld

[245] Dresden; HHSD VIII, S. 66ff.

[246] Bremen; HHSD II, S. 69ff.

[247] gerettet

[248] Rakonitz [Rakovník]; HHSBöhm, S. 508f.

[249] Altenburg [Kr. Altenburg]; HHSD IX, S. 6ff.

[250] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[251] So auch bei RUDERT, Kämpfe, S. 150.

[252] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[253] verschrieben für „die“

[254] Plan-, Fracht-, Tross-, Kriegswagen

[255] die Geschütze abgefeuert

[256] KLUGE, Hofer Chronik, S. 207ff., Sangerhausen [Kr. Sangerhausen]; HHSD XI, S. 409f.

[257] Zehista, heute Stadtteil von Pirna [LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge].

[258] Rosenthal [Rožmitál pod Třemšínem [Bez. Příbram].

[259] Böhmisch Leipa [Česká Lípa]; HHSBöhm, S. 57f.

[260] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1347.

[261] Minkwitz [Minkovice], heute Ortsteil von Višňová u Frýlantu [Böhmisch Weigsdorf; Bez. Liberec].

[262] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1351.

[263] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1366.

[264] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[265] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1367.

[266] Tepl [Teplá; Bez. Karlsbad]; HHSBöhm, S. 603f.

[267] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1370.

[268] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[269] Königsaal [Zbraslav, Bez. Prag-West]; HHSBöhm, S. 275f.

[270] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1384.

[271] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1391.

[272] REBITSCH, Gallas, S. 231f.

[273] Brüx [Most]; HHSBöhm, S. 79ff.

[274] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1393.

[275] Vgl. LEISTIKOW, Sperreuter.

[276] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1392.

[277] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1394.

[278] Laun [Louny]; HHSBöhm, S. 319f.

[279] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1335.

[280] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1396.

[281] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1335. Nr. 1400.

[282] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1410.

[283] HEYDENDORFF, Korrespondenzen, S. 125f.

[284] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1416.

[285] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1418.

[286] Königgrätz [Hradec Králové]; HHSBöhm, S. 269ff.

[287] Pardubitz [Pardubice]; HHSBöhm, S. 436ff.

[288] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1424.

[289] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1429.

[290] Sonnewalde [Kr. Luckau/Finsterwalde]; HHSD X, S. 358.

[291] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1431.

[292] Turnau [Turnov, Bez. Semil]; HHSBöhm, S. 633f.

[293] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1468.

[294] REBITSCH, Gallas, S. 234f.

[295] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1472.

[296] Münchengrätz [Mnichovo Hradiště], HHSBöhm, S. 383ff.

[297] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1474.

[298] Guben [Gubin, Niederlausitz]; HHSD X, S. 210ff.

[299] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1480.

[300] REBITSCH, Matthias Gallas, S. 234f.

[301] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1506.

[302] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 7.

[303] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 29.

[304] Zittau; HHSD VIII, S. 371ff.

[305] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 34.

[306] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 89.

[307] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 102.

[308] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 466.

[309] Löwenberg [Lwówek Śląski]; HHSSchl, S. 296ff.

[310] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[311] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[312] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 148.

[313] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 152.

[314] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 165.

[315] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[316] Pegau [Kr. Borna]; HHSD VIII, S. 272ff.

[317] Grimma; HHSD VIII, S. 128ff.

[318] Borna; HHSD VIII, S. 34ff.

[319] Halberstadt [Kr. Halberstadt]; HHSD XI, S. 169ff.

[320] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 192.

[321] Sagan [Żagań; Kr. Sprottau/Sagan]; HHSSchl, S. 462ff.

[322] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[323] Glückstadt [Kr. Steinburg]; HHSD I, S. 66ff.

[324] Krempe [Kr. Steinburg]; HHSD I, S. 140f.

[325] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 203.

[326] Halle a. d. Saale [Kr. Halle]; HHSD XI, S. 177ff.

[327] Dessau; HHSD XI, S. 77ff.

[328] Bernburg; HHSD XI, S. 37ff.

[329] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 208.

[330] Buchholz [Kr. Annaberg]; HHSD VIII, S. 41f.

[331] Lauter/Sa. [Erzgebirgskreis].

[332] Scheibenberg [Kr. Annaberg]; HHSD VIII, S. 316ff.

[333] LEHMANN, Kriegschronik, S. 152.

[334] Oelsnitz; HHSD VIII, S. 263f.

[335] Barby [Kr. Calbe/Schönebeck]; HHSD XI, S. 31ff.

[336] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 210.

[337] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[338] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172.

[339] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 350.

[340] Gravelingen [Gravelines; Span. Niederlande, h. Frankreich, Dép. Nord].

[341] Palatin: im Königreich Ungarn in den Jahren 1350 bis 1848 der vom König vorgeschlagene und vom Reichstag gewählte königliche Stellvertreter und gleichzeitig der oberste Richter des Landes.

[342] Oppeln [Opole], HHSSchl, S. 378ff.

[343] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 356.

[344] Luckau [Niederlausitz; Bez. Cottbus]; HHSD X, S. 268ff.

[345] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 172; Luckau [Niederlausitz; Bez. Cottbus]; HHSD X, S. 268ff.

[346] Bordesholm [Kr. Rendsburg-Eckernförde]; HHSD I, S. 17f.

[347] Neumünster (Holstein); HHSD I, S. 187f.

[348] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 375; Christianpries => Friedrichsort [Stadt Kiel]; HHSD I, S. 60f.

[349] REBITSCH, Gallas, S. 284.

[350] Kaisersebersdorf, heute Stadtteil von Wien.

[351] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 407.

[352] Linz; HHSÖ I, S. 66f.

[353] Wittenberg; HHSD XI, S. 504ff.

[354] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 431.

[355] TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 456.

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