Termo, N von

Termo, N von; Obristleutnant [- 11.3.1633] Termo stand als Obristleutnant in schwedischen Diensten, als er 1633 vor Fürstenau[1] fiel.

Barchon war kaiserlicher Kommandant der Petersburg bei Osnabrück[2] (seit Herbst 1632).[3] 1633 hatte er eine Abteilung von 150 Kavalleristen und 3 Fußsoldaten unter Rittmeister Pamps vom Asseburg’schen Regiment zum Überfall auf das von einem ganzen schwedischen Regiment besetzte Fürstenau entsandt: „Der feindliche Anschlag glückte – wie Knyphausen berichtet durch Verrath – vollkommen: der schwedische Oberstlieutenant von Termo, ein Capitain und etwa 30 Mann von der Besatzung der Stadt fielen tapfer kämpfend, während der größte Theil des Regiments sich auf das feste Schloß rettete, welches anzugreifen der Feind nicht einmal versuchte“.[4]

Bei dem protestantischen Osnabrücker Chronisten Bellinckhausen heißt es dagegen: „Denn 11. Martii, am Nachmittage, sind an die 300 von den oßnabruggischen soldaten zu fuß und roß nach der Furstenau gerückt, da sie im fleck die schwedischen soldaten uberfallen, erschoßenn und 50 gefangen mit gebracht und auch beute erworben. Wie das wird von den volck, so schaden gelitten, wird erstattet werden, gibt die zeyt“.[5]

Möglicherweise handelt es sich um den 1622/23 in brandenburg-kulmbachischen Diensten gestandenen Kapitän Hans von Thermo. Ein Hans von Thermo wird 1627 in Melchior von Hatzfeldts Archiv aufgeführt.[6]

[1] Fürstenau [Kr. Bersenbrück]; HHSD II, S. 156f.

[2] Osnabrück; HHSD II, S. 364ff.

[3] Vgl. die Erwähnungen bei BELLINCKHAUSEN; TEGEDER; KREIENBRINK [hier Berchon].

[4] USLAR-GLEICHEN, Belagerung v. Hameln, S. 346.

[5] BELLINCKHAUSEN; TEGEDER; KREIENBRINK, S. 226.

[6] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 7.

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