Pallant, Johann Rudolf Freiherr von

Pallant, Johann Rudolf Freiherr von; Obrist [? – 1633] Pallant [Palant, Paland, Palland, Palandt, Pallandt, Palantz, Palanti] stammte aus der Grafschaft Limburg, war kaiserlicher Rittmeister, Obristleutnant, dann Obrist und führte ein 1632 errichtetes Infanterie-Regiment.[1] Nach Jost Maximilian von Gronsfelds späteren Angaben führte er dagegen zwei von Kurköln errichtete Regimenter. Nach dem Rothenburger Chronisten Dehner (1626) stammte er aus Luxemburg.[2] Das Regiment Nievenheim wurde von Ludwig von der Asseburg geführt und bei den Kämpfen gegen Christian von Braunschweig eingesetzt. Seine Truppen waren im Sommer 1623 in Nordhorn[3] in der Grafschaft Bentheim einquartiert. „Fünf Wochen blieben Truppen des Obristen Niewenheim mit 287 Soldaten, 60 Jungen und 17 Frauen sowie 350 Pferden, die unter dem Kommando des Rittmeisters Palant und des Leutnants Asseburg standen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 8.883 Rtlr. Zu allem Überfluß stahlen und raubten die Soldaten, was einen geschätzten Schaden von weiteren 16.870 Rtlr. verursacht haben soll. Dazu wird in den Akten der Stadt vermerkt: ‚Darbaven wo jammerlick de Borger arm und ryk by deser Assenburgs Inquarteringe sindt beschattet und geplaget worden, ist ungelöflick‘ „.[4]

Am 6./16.1.1625 schrieb Georg III. von Sayn-Wittgenstein an die Stadt Hallenberg:[5] „Ersame besondere, wir seindt glaublich berichtet worden, welcher gestalt euer etzliche neben den mitburgern in die funfzig und mehr stark, den 28./7. verwichenen monats Decembris/Januarii anno etc. 1624 [bzw. 1625] in unsere zumal unstreitige hochherlich- und bottmeßigkeit und dorf Girckhausen[6] mit gewapneter handt und feuerbuchsen ganz muttwillicher und landtfriedtbruchiger weise eingefallen, ihre von denen daselbsten einquartirten Pallandtischen reutern praetentirte abgenommene pferdte trotziglich wieder eingefordert und sotanen tumult ereuget, dardurch das dorf und undertanen beynahe, wofern es der Allmechtige nicht sonderlich verhuttet, in grundt ruinirt und jämmerlich verderbt worden were“. Er forderte sie auf, binnen 14 Tagen in Berleburg[7] zu erscheinen und wegen des Landfriedensbruches Genugtuung zu leisten.[8] Im Antwortschreiben der Stadt Hallenberg vom 25.1.1625 hieß es, „daß sieben Reiter zweien ihrer Bürger am 7. Dezember 1624 zwei Pferde abgenommen hätten, deren Spuren wegen des Schnees bis Girkhausen[9] zu verfolgen gewesen seien. Drei in das Dorf zum Kommandanten geschickte Bürger seien von den Reitern mißhandelt worden, wonach sie sich zurückgezogen hätten. Die geraubten Pferde seien nach Berghausen[10] gebracht und sollten dort für 16 1/2 Reichstaler ausgelöst werden. Zudem seien schon früher Pferde geraubt worden, die man in der Stadt Berleburg, zu Diedenshausen[11] und Wunderthausen[12] hätte einlösen müssen, wenn sie nicht verschwunden wären“.[13]

„1625/1626 marschieren das Palland’sche und das lauenburgische Kriegsvolk unter Oberst Palland durch das Nürnberger[14] Land. Ein Ereignis ist uns dazu überliefert, als von Hedersdorfer[15] Bauern Vorspanndienste über den Breitenberg für die genannten Soldaten und deren Fuhrwerke verlangt werden. Auf dem Weg in Richtung Entmersberg[16] werden bei der schweren Auffahrt der Pferde zu Tode getrieben. Die Bauern begraben diese sofort neben der Straße. Als die Bauern schließlich die Wagen der letztn Kompanie den Berg hinauffahren helfen, fragen die Soldaten sie erstaunt, was unter den frisch aufgeschütteten Hügeln begraben sei. Ein tapferer Hedersdorfer macht seinem gepressten Herzen Luft und sagt: „Da gräbt man die Landsknechte ein, die die Bauern erschlagen’. Als Reaktion auf diese Antwort werden sämtliche anwesenden Bauern verprügelt und mit fortgeschleppt. Leider wissen wir nicht, was aus ihnen geworden ist“.[17]

Als im Juli 1626 Pallant mit seinem Regiment von Rothenburg o. d. Tauber[18] her gegen das Vorbach- und Taubertal marschierte, ersuchten ihn die beiden Grafen von Hohenlohe-Langenburg und -Weikersheim um Erneuerung des Schutzbriefes, die er auch am 12.7. vornahm. Allein dies hinderte seine Soldateska nicht, gleich darauf Schrozberg[19] zu überfallen, auszuplündern, die Kirche auszurauben und die Mühle zu zerstören.

Pallant diente unter dem berüchtigten Schellart von Gürzenich, der für seine Ausschreitungen 1627 auf Befehl Wallensteins[20] hingerichtet wurde. „Aber schon im Juni 1627 fiel einer seiner Unterführer, der Oberstleutnant Pallant, mit 12 Kompagnien ins Dietzische[21] ein, und blieb dort einige Tage liegen. Es war nicht das erstemal, daß die Grafschaft mit Pallant Bekanntschaft machte. Schon im April 1626 hatte er für einige Tage mit seinen Scharen in Diez gelegen und dort die übelsten Ausschreitungen begangen. Auch diesmal sollte es nicht anders sein. Zum Glück zog er bald wieder ab, nahm jedoch bei seinem Abmarsch den diezischen Amtmann von Weilnau,[22] Jakob Diefenbach und einige Schultheissen als Geiseln mit“.[23]

Im März 1628 quartierte Pallant sich im Havelland ein. „Die Kaiserlichen waren noch nicht fort, als gemeldet wurde, daß sich der Obrist Palandt mit 4 Kompanien im Havelland ausruhen wollte. Dem Gerücht auf dem Fuß folgte der Obrist, der eine seiner Kompanien eigenmächtig in Kremmen[24] einquartierte“.[25] Eine dieser Kompanien ist vom 7.3. bis zum 2.5. in Rathenow[26] nachgewiesen.[27] In der Chronik der Stadt Beelitz[28] heißt es: „Den 13. Juni [1628; BW] zog der Obrist Paland zwar durch mit seinen 500 Mann, aber man mußte ihm mit 60 Thalern die Einquartierung abkaufen“.[29] 1629 waren seine Soldaten erneut ins Havelland eingefallen. „Erst wenige Tage vor dem Eintreffen des kurfürstlichen Verweises [an die Nauener;[30] BW], nachdem ein Teil der Kaiserlichen abgezogen war, neue Schwärme kaiserlichen Volks in das Havelland eingefallen, so Palandtsches Volk, Leute des kaiserlichen Feldherrn Merode, weitere Kompanien des Obristen Altringer, die gehaust hatten wie ‚Heiden und Türken’“.[31] Am 10.6.1628 zogen 500 Mann seines Regiments durch Dessau.[32]

Am 29.3.1629 marschierte das Regiment wieder durch Dessau.[33]

Am 3.4.1632 sollte Pappenheim[34] von Osterode[35] 10.000 Rt. – zuerst waren es 20.000 Rt., die durch „Vermittlung“ des kurbayerischen Kriegskommissars Lerchenfeld halbiert wurden,[36] im Beisein Jost Maximilian von Gronsfelds, des Kriegskommissars Lerchenfelds und Pallants erpressen. Dafür verschonte Pappenheim die Stadt mit einer Besatzung.[37]

Als Stadtkommandanten in Hildesheim[38] setzte Jost Maximilian von Gronsfeld, Pappenheims Stellvertreter im Weserbereich, seinen limburgischen Landsmann Pallant,[39] ein. Von der von Pappenheim ursprünglich geforderten, zur Bezahlung seiner Truppen vorgesehenen Kontribution von 300. 000 (?)  Rt.[40] – was immerhin ca. 28 % der jährlichen Steuereinkünfte Schwedens entsprach – , dann 150.000 Rt.,[41] waren bis zum 10.10. „nur“ 96.274 Rt. in Gold und Silber sowie 2.000 Malter Korn[42] abgeliefert worden. Pappenheim hatte Kurfürst Ferdinand[43] geschrieben: „Die mächtige und reiche Stadt Hildesheim soll der Armada, weil sie, so lang ich sie führe, kein Geld bekommen, ein Monat Sold geben, und das wird das erste Geld sein“.[44] Mitglieder der Stadtregierung waren bereits auf Pappenheims Befehl hin durch Lerchenfeld als Geiseln genommen worden, um der Forderung den entsprechenden Nachdruck zu verleihen.[45] Gronsfeld selbst soll gedroht haben, falls die Summe nicht bis zum 17.10. – an diesem Tag sollte der Feldmarschall nach Sachsen aufbrechen[46] – erlegt sei, werde er die Herren hängen lassen,[47] doch bewilligte er einen Tag später einen Aufschub von vier Tagen. Bis zum 19.10. sollten nach seinen Anweisungen die fehlenden 50.000 Rt. aufgebracht sein oder er wolle den Ratsherren „Nasen und Ohren abschneiden lassen“[48] und noch drei Regimenter in die Stadt führen, d. h. die üblichen „Dragonaden“[49] durchführen, obgleich für die in der Alt- und Neustadt einquartierten Soldaten bereits 2.882 Rt. wöchentlich aufgewandt werden mussten.[50]

Aus Hildesheim versuchte Gronsfeld mit Pallants Unterstützung die noch fehlenden Gelder herauszupressen, indem er erneut Geiseln festnehmen ließ, die Pallant allerdings wieder freilassen musste, damit bei säumigen Bürgern der ausstehende Schoss eingetrieben und in der Kämmerei verbliebenes Gold, Silber, Münzen und Kleinodien zusammengesucht werden konnten, was ihn zunächst zufrieden stellte. Jedoch erhielt der Bürgermeister die Anweisung, „die ausgewichenen Bürger alsbald durch offene Patente und sonsten anhero wieder innerhalb Monatsfrist zu zitieren mit Androhung, daß sonst ihre Güter konfisziert und davon die Kontributionsquote abgestattet werden solle; kein Bürger soll aus der Stadt, der sich nicht zu der Kontribution und seinen onera civica kaviert“[51] hätte. Allerdings weigerte sich der Rat unter Berufung auf das im Akkord zugestandene „jus emigrandi“[52] das geforderte Patent zu erlassen.[53] Am 12./22.10.1632 kommandierte Palland die Hildesheimer Kavallerie nach Steinbrück.[54] Teilweise wird behauptet, er sei in der Schlacht bei Lützen[55] gefallen.

Für 1632 ist seine Teilnahme an den Kämpfen vor Chemnitz[56] bezeugt. So berichtet der Erzgebirgschronist Christian Lehmann [11.11.1611 – 11.12.1688][57]: „Und [Bernhard v. Sachsen-Weimar;[58] BW] rückte darmit vor Chemnitz, drinnen 3 Regiementer Keyßerlicher lagen, Obrist Comargo, von Wunden in der Schlacht drinnen gestorben, war in Böhmen geführet worden, Palantz und Obrist Contreras, Commendant, wehreten Sich wohl, aber General-Wachtmeister Kniphausen[59] brauchte einen ernst, daß Sie den 21. November accordiren, 24 eigene fahnen und 6 fahnen, so sie in Hildesheim bekommen, uberliefern musten; ein ganz Regiement knechte steckte er untter, die Pagagi Plünderten ihre eigene Volcker, darzue die Schweden halffen. Der Rest mit den Offficirern wurde biß an Paß Reitzenstein[60] confoirt“.[61]

Dr. Jordan erwähnt ihn unter dem 18./28.2.1633 zum letzten Mal: „Der Obrist Paland ließ durch eine Proposition von der Bürgerschafft 4,000 Rtlr wegen des Graffen [Johann II.; BW] von Merode fodernden 5000 Thl. nachstendige Contribution, in Nicht-Erfolgung solcher wollte er die Stadt ausplündern laßen“.[62]

Pallant kämpfte im kaiserlichen Heer, bis er 1633 unweit von Steinefrenz[63] bei einem Gefecht nach dem Verlust von Montabaur[64] fiel.

Jost Maximilian von Gronsfeld, der damalige ligistische Kommandierende im Weser-Bereich, musste zur Kontentierung seiner über die üblichen Soldrückstände murrenden Truppen Kontributionen in den Hochstiftern Münster und Osnabrück eintreiben lassen. Im April beschlagnahmte er kurzerhand 11.000 Rt., die im Besitz Pallants aufgefunden wurden und in einem Mindener Kloster deponiert waren. Dessen Witwe Antonetta Maria von Wylich zu Winnenthal verwies er zur Rückerstattung der Gelder an Kurköln; wie es scheint, jedoch vergeblich, denn daraus sollte ihm ein neuer Prozess erwachsen.

Die Witwe Pallants, die Gronsfeld zum Ersatz ihrer Ansprüche an Kurköln[65] verwiesen hatte, verlangte den Ersatz der 11.619 Rt., nachdem sie sich in zweiter Ehe mit Lothar von Bönninghausen[66] vermählt hatte.[67] Nach ihrem Tod führten ihr Bruder[68] und ihr Schwager den Prozess gegen den Grafen weiter.[69]

[1] KONZE, Stärke, S. 19, 23.

[2] HELLER, Rothenburg, S. 25.

[3] Nordhorn [Kr. Grafschaft Bentheim]; HHSD II, S. 351f.

[4] STEINWASCHER, Krieg, S. 40.

[5] Hallenberg [LK Brilon]; HHSD III, S. 282f.

[6] Girkhausen, heute Ortsteil von Bad Berleburg [LK Siegen-Wittgenstein].

[7] Berleburg [LK Wittgenstein]; HHSD III, S. 67f.

[8] BRUNS, Hallenberg, S. 250.

[9] Girkhausen, heute Ortsteil von Bad Berleburg [LK Siegen-Wittgenstein].

[10] Berghausen, heute Ortsteil von Schmallenberg.

[11] Diedenshausen, heute Ortsteil von Bad Berleburg [LK Siegen-Wittgenstein].

[12] Wunderthausen, heute Ortsteil von Bad Berleburg [LK Siegen-Wittgenstein].

[13] BRUNS, Hallenberg, S. 250f.

[14] Nürnberg; HHSD VII, S. 530ff.

[15] Hedersdorf, heute Ortsteil von Schnaittach [LK Nürnberger Land].

[16] Etmersberg, heute Ortsteil von Kirchensittenbach [Nürnberger Land].

[17] KÄPPEL, Nürnberger Land, S. 38.

[18] Rothenburg o. d. Tauber [LK Ansbach]; HHSD VII, S. 637ff.

[19] Schrozberg [LK Schwäbisch Hall]; HHSD VI, S. 717f.

[20] Vgl. REBITSCH, Wallenstein; MORTIMER, Wallenstein; SCHUBERTH; REICHEL, Die blut’ge Affair’.

[21] Diez [Unterlahnkr.], HHSD V, S. 75f.

[22] wahrscheinlich Schloss Neuweilnau gemeint, um 1520 erbaut, heute Ortsteil der Gemeinde Weilrod im Hochtaunuskreis.

[23] HECK, Kriegsverbrecherprozess, S. 53.

[24] Kremmen [LK Oberhavel]

[25] SCHRÖER, Havelland, S. 42.

[26] Rathenow [Stadtkr. Rathenow/Kr. Rathenow]; HHSD X, S. 333f.

[27] SCHRÖER, Havelland, S. 42, Anm. 22.

[28] Beelitz [LK Potsdam-Mittelmark].

[29] SCHNEIDER, Chronik der Stadt Beelitz, S. 28.

[30] Nauen [LK Havelland].

[31] SCHRÖER, Havelland, S. 45.

[32] WÜRDIG; HEESE, Dessauer Chronik, S. 217. Dessau [Stadtkr. Dessau]; HHSD XI, S. 77ff.

[33] WÜRDIG; HEESE, Dessauer Chronik, S. 218.

[34] Vgl. STADLER, Pappenheim.

[35] Osterode; HHSD II, S. 370ff.

[36] Niedersächsisches Staatsarchiv Hannover Cal. Br. 9/118/II, fol. 227f.: „Ungefehrlicher bericht“, o. D. [nach 1632 IV 04], fol. 232).

[37] GÜNTHER, Harz, S. 379. Für das Fürstentum Grubenhagen – mit Ausnahme der Hauptstadt Einbeck – sollten die sieben Ämter von Einquartierungen verschont bleiben, wenn wöchentlich 2.000 Rt. an die Armee abgeführt würden; Niedersächsisches Hannover Cal. Br. 9/118/II, fol. 246f. (Abschrift): Salvaguardia für Grubenhagen, Hameln, 1632 IV 16. Ein halbes Jahr später soll Mérode (GÜNTHER, Harz, S. 453) in Osterode nochmals 10.000 (nach MAX, Geschichte Bd. 1, S. 452f., sogar 12.000) Rt. erpresst haben; GÜNTHER, Harz, S. 379. In der Hauptkriegskostenrechnung (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Dreißigjähriger Krieg Akten 77, fol. 149) erschienen als Kontributionsbeitrag Osterodes für 1632 ganze 4.500 fl.; somit verblieb ein enormer Gewinn. Zur Plünderung und Verwüstung Blankenburgs durch Mérode GÜNTHER, Harz, S. 759f.; ferner W. V. an Oxenstierna, Kassel, 1632 III 24 (a. St.); AOSB II/7/2, S. 334f. Zu den Forderungen an Clausthal MAX, Geschichte Bd. 1, S. 451.

[38] Hildesheim; HHSD II, S. 228ff. Zu den Kriegsereignissen in Hildesheim vgl. auch PLATHE, Konfessionskampf.

[39] STADLER, Pappenheim, S. 818. Nach SCHLOTTER, Acta. S. 61, kommandierte er in Hildesheim 5 Kompanien Reiter.

[40] Vgl. Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kasten schwarz 961, fol. 313 (Abschrift): „Endtliche resolution“ Pappenheims, Steuerwald, 1632 X 09; SCHLOTTER, Acta, S. 59; THEATRUM EUROPAEUM Bd. 2, S. 742.

[41] SCHLOTTER, Acta, S. 60.

[42] Das entsprach etwa 100.000 Broten zu je 3 Pfd. ( etwa 4.000 fl.).

[43] Vgl. FOERSTER, Kurfürst Ferdinand von Köln.

[44] DROYSEN, Krieg, S. 384; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kasten schwarz 961, fol. 314f. (Abschrift): Pappenheim an Kurfürst Ferdinand, Hildesheim, 1632 X 10.

[45] GEBAUER, Geschichte Bd. 2, S. 69.

[46] STADLER, Pappenheim, S. 709ff.

[47] FISCHER, Hildesheim, S. 55.

[48] Was durchaus keine leere Drohung darstellte. 1634 schnitten schwedisch-weimarische Soldaten im Kloster Elchingen einem Prälaten das Ohr ab; BRUNNER, Botzenhart, S. 195. Einer der Beteiligten – die später in Ulm hingerichtet wurden – rühmte sich, 32 Ohren abgeschnitten zu haben; ZILLHARDT, Zeytregister, S. 24; ferner HINCKELDEY, Strafjustiz, S. 153f.

[49] Dragonaden: eigentlich die Strafmaßnahmen Ludwigs XIV. von Frankreich gegen die protestantischen Kamisarden in Südfrankreich, vor allem in den Cevennen, um ihre Konvertierung zum katholischen Glauben zu erzwingen.

[50] FISCHER, Hildesheim, S. 58. Vgl. die Auflistung, was das Regiment des Hermann von Westerholt täglich verlangte; darunter waren allein 18.231 l Bier (Umrechnung nach den Angaben bei NEUWÖHNER, Im Zeichen des Mars); SCHÜTTE, Dreißigjähriger Krieg, S. 123.

[51] für ihre bürgerliche Lasten bürgen, haften.

[52] Das „jus emigrandi“ war im § 24 des Augsburger Religionsfriedens festgelegt. Danach konnten Untertanen, die nicht der Konfession des Landesherrn folgen wollten, in Begleitung ihrer Familie und unter Mitnahme ihres Eigentums auswandern. Die Untertanen hatten somit das Recht, einem erzwungenen Konfessionswechsel auszuweichen. Allerdings konnte diese Auswanderung aus Glaubensgründen nur vollzogen werden, wenn alle herrschaftlichen Verbindlichkeiten abgelöst waren; beispielsweise durch Freikauf aus einer Leibeigenschaft, was den wirtschaftlichen Ruin bedeuten konnte. [wikipedia]

[53] Nach FISCHER, Hildesheim, S. 71.

[54] SCHLOTTER, Acta, S. 66; Steinbrück [Kr. Hildesheim-Marienburg]; HHSD II, S. 439f.

[55] Lützen [Kr. Merseburg/Weißenfels]; HHSD XI, S. 286f. Schlacht bei Lützen am 16.11.1632 zwischen den Schweden unter Gustav II. Adolf (18.000 Mann) und den Kaiserlichen (16.000 Mann) unter Wallenstein. Die für die Schweden siegreiche Schlacht endete mit dem Tod Gustav Adolfs und dem Rückzug Wallensteins, der etwa 6.000 Mann verloren hatte, nach Böhmen. Nach Lützen schlug Wallenstein keine Schlacht mehr. Vgl. dazu HAPPES ausführliche Schilderung und Reflexion der Ereignisse [HAPPE I 295 v – 302 r; mdsz.thulb.uni-jena]. Vgl. SIEDLER, Untersuchung; STADLER, Pappenheim, S. 729ff.; WEIGLEY, Lützen; BRZEZINSKI, Lützen 1632; MÖRKE, Lützen als Wende; WALZ, Der Tod, S. 113ff.

[56] Chemnitz; HHSD VIII, S. 43ff.

[57] SCHMIDT-BRÜCKEN; RICHTER, Der Erzgebirgschronist Christian Lehmann.

[58] Vgl. JENDRE, Diplomatie und Feldherrnkunst.

[59] Vgl. SATTLER, Reichsfreiherr Dodo zu Innhausen und Knyphausen.

[60] Reitzenhain; heute Ortsteil von Marienberg [Erzgebirgskreis].

[61] LEHMANN, Kriegschronik, S. 55. Lehmann datiert nach dem a. St.

[62] SCHLOTTER, Acta, S. 74.

[63] Steinefrenz [LK Westerwaldkreis].

[64] Montabaur [Unterwesterwaldkr.]; HHSD V, S. 239f.

[65] Vgl. FOERSTER, Kurfürst Ferdinand von Köln.

[66] Vgl. LAHRKAMP, Bönninghausen.

[67] LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 320; sie verstarb am 12.2.1636.

[68] Karl Dietrich Freiherr von Wylich zu Winnenthal [1615-1677], 1658-1665 münsterischer Kanzler. Den Prozess gegen seinen Schwager wegen des Nachlasses seiner Frau sollte Bönninghausen allerdings verlieren; Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichshofrat 510; LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 364, Anm. 18.

[69] Unter W 3639 liegt im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf ein Prozessakt, den Prozess der Johanna vom Wylich gegen Gronsfeld betreffend.

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