Obentraut, Hans Michael Elias von; Generalleutnant [2.10.1574 - 5.11.1625]
Als ältester Sohn des Oberschultheißen Johann Bartel von Obentraut und seiner Frau Anna Apollonia Schenkh(in) von Schmittberg wurde Hans Michael Elias von Obentraut am 2.10.1574 in Heddesheim[1] bei Kreuznach[2] geboren.[3] Später wurde der Vater “Churfürstlich Pfälzischer Amtmann zu Stromberg” (im Hunsrück); auf der dortigen Stromburg wird Michael seine Kindheit und Jugend verbracht haben. Michael und sein Bruder Conrad Nikolaus werden vermutlich das ,reformierte’ (calvinistische) Gymnasium in Kreuznach besucht haben.
Dem Wunsch seines Vaters folgend nahm Obentraut zunächst in Heidelberg[4] ein Jurastudium auf, scheint sich aber sehr schnell auf eine militärische Laufbahn hin orientiert zu haben. Als er 1592, mit 18 Jahren, einen Besuch bei den Eltern auf der Stromburg machte, soll er schon das Leutnantspatent gehabt haben. Es war die Zeit der österreichischen Türkenkriege (1593-1606). Michael Obentraut war in Ungarn eingesetzt und soll dort die Bekanntschaft Tillys gemacht haben.[5]
Mit 34 Jahren Reiteroffizier, soll Obentraut 1618 in den Dienst der von Friedrich V. und anderen Ständen gegründeten protestantischen ,Union’ getreten sein und u. a. 1610 mit 500 Reitern im Jülich-Kleveschen Erbfolgestreit (1609-1614) eingesetzt worden sein.
Als das Passauische Kriegsvolk unter Erzherzog Leopold von Österreich im Februar 1611 in Böhmen einfiel und auch die Obere Pfalz bedrohte, kam Obentraut mit zwei Reiterkompanien im März von Heidelberg über Neumarkt[6] und Amberg[7] nach Weiden[8] und blieb dort zehn Wochen, bis die Gefahr beseitigt war.
1619 stand er aus im Dienst Friedrichs V. von der Pfalz.
Es erscheint einigermaßen sicher, dass Michael von Obentraut 1619 von Friedrich V. von der Pfalz nach dessen Wahl zum König von Böhmen mit der Aushebung von Truppen in der Pfalz beauftragte wurde. Da er nicht vermögend war, wird Obentraut die Rekrutierung wohl nicht leicht gefallen sein. Aber er konnte 300 Reiter anwerben. Die Untere Pfalz wurde von einem spanischen Heer bedroht[9] und im Winter 1620/21 führte Obentraut dort einen durchaus effektiven Kleinkrieg gegen die Spanier. Obentraut soll seine Gegner ständig durch unerwartete Aktionen in Atem gehalten haben. Eine nicht belegte Überlieferung besagt, dass Obentraut von spanischen Söldnern respektvoll “Miguel Aleman”, „Deutscher Michel“ genannt worden sei.
Vermutlich im Spätherbst 1621 schloss sich Obentraut dem Heer des Söldnerführers Ernst von Mansfeld[10] an, den Friedrich V. mit der Verteidigung der Rheinpfalz beauftragt hatte. Im November erzielte man Erfolge gegen die Spanier, doch als Tilly mit seinem Liga-Heer heranrückte, zog sich Mansfeld zurück. Reuss berichtet in seiner Strassburger Chronik: „Der obrist Obentraut fiel mit seinen reutern im Breyssgau ein und streyffte biss vor Breysach[11] und Ensissheymb,[12] erschluge alle soldaten, was er von oestreichischen fandte und plünderte alles aus“.[13] „Samstags den 11. Mai morgens seint 6 cornet Leopoldisches volck aus mangel der bezahlung und hungersnoth abgefallen und vor hiesige statt kommen, und zuforderst ihre dienste der statt Strassburg ahngeboten. Weilen nuhn ebenselbigen tages der herr Obentraut allhie ahngelangt, hatt er selbige reutter nach mittag durch den iungen Obentraut vor dem Steynstrasser thor besichtigen, ahngenommen und ihme huldigen lassen, darauff sie alssbalden ihre cornet von den stangen gerissen, die stangen zerbrochen. Die statt hat ihnen lassen etliche ohmen wein und brot hinauss führen und verehren, dessgleichen auch herr Christoffel Merckelbach, fürnehmer handelsmann, ihnen lassen im nahmen dess von Obentraut wein, brot und habern lassen verehren, welches sie mit freyden ahngenommen haben, weilen sie gar abgemattet undt hungrig waren.
Under dessen diesses vorgangen ist der fürst von Sachsen-Lauenburg,[14] so allhier zum Raben gelegen, auff den abendt spet mit ettlichen pferdten zum thor hinauss geritten; als er nuhn für die pforten hinauss kommen, ist ihme gleich vor dem schlagbaum der junge Obentraut nachgevolgt undt den fürsten in gegenwertigkeit etliche der herren Dreizehen uad Fünffzehen ahngegriffen, wehrloss gemacht und gefangen mit sich ihn ihre quartier geführet“.[15]
Im Frühjahr 1622 vereinigte er sein Heer bei Germersheim[16] mit den Truppen des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach. Am 27.4. kam es bei Mingolsheim[17] zum Gefecht mit den Ligatruppen. Nach anfänglichen Erfolgen Tillys lockte Obentraut dessen Truppen in eine hinter einem Pass liegende Ebene bei Wiesloch[18] und schlug sie vernichtend. Obentraut wurde bei diesem Gefecht verwundet, aber nach zwei Wochen Krankenlager war er wieder im Einsatz.
Im Juni 1622 war Obentraut an der Einnahme Darmstadts[19] beteiligt. Von Norden zog Christian von Halberstadt mit einem Heer heran, wurde aber von Tillys Ligatruppen in der Schlacht bei Hoechst[20] erheblich geschwächt. Am 22.6. vereinigte er seine Truppen mit denen Mansfelds. Doch am 13.7. entließ der bankrotte pfälzische Kurfürst Ernst von Mansfeld und Christian von Halberstadt aus seinen Diensten, und diese wandten sich daraufhin mit ihren Truppen in Richtung Niederlande. Obentraut hatte versucht, in bayerische Dienste zu treten, was aber an seiner Konfession gescheitert war.
“Trotzdem konnten sich die Bayern während der Belagerung von Heidelberg noch keineswegs als alleinige Herren des Umlandes fühlen, sondern mußten nach wie vor mit Störaktionen pfälzischer Truppen, die mit Mannheim[21] auch noch einen Rheinübergang in ihrer Gewalt hatten, rechnen. Herzog Maximilian schickte am 13.7. [1622, BW] seinen Hofrat Esaias Leuker in die Unterpfalz mit dem Auftrag, zunächst mit Tilly und Córdoba, dann auch mit dem Erzherzog Leopold von Österreich in Breisach[22] zu konferieren.
Leuker kam am 16.7. in Wimpfen[23] an, von wo er am 18.7. zu Tilly ins Hauptquartier nach Leimen[24] weiterreiste. Tilly ließ den Hofrat von Leimen aus nach Ladenburg geleiten, wo er jedoch Córdoba wider Erwarten nicht antraf. Der spanische Kommandant Weiß teilte ihm mit, daß der General sich in Lampertheim[25] aufhielte, und gab ihm als Geleitschutz dorthin 5 kroatische Reiter mit, versicherte aber zugleich, daß keine Feindesgefahr bestünde. Trotzdem wurde der Konvoi ungefähr eine Stunde hinter Ladenburg von einer Kompanie pfälzischer Reiter des Regiments Obentraut angegriffen, die den Diener Leukers und zwei der Kroaten niederschossen, Leuker selbst zusammen mit den drei übrigen Kroaten gefangennahmen. Die Gefangenen wurden zunächst über den Neckar nach Mannheim zu General de Vere gebracht, der sich Leuker gegenüber sehr höflich verhielt. Von dort aus wurde der bayerische Hofrat über den Rhein nach Freinsheim[26] zum pfälzischen Obristen Michael Obentraut, dessen Reiter ihn gefangengenommen hatten, geführt, der ihn gleichfalls ehrenvoll behandelte.
Leuker bat Oberst Obentraut um seine Freilassung, weil er als ‘persona publica’ mit fürstlichen Patenten und nicht in privaten Angelegenheiten gereist sei. Obentraut verwies ihn deswegen an General Vere, erlaubte ihm aber am 20.7., an Maximilian zu schreiben. Tags darauf wurde Leuker wieder nach Mannheim gebracht. Auf seinen Hinweis, daß Vere als englischer General keine Veranlassung habe, einen bayerischen Beamten in Gefangenschaft zu halten, erklärte dieser, daß er den Obersten Obentraut nicht in seiner Eigenschaft eines Generals ‘du Roy de la Gran Bretagne’, in welcher Eigenschaft er Maximilian und dessen Angehörige nicht für Feinde hielte, sondern in der eines Generals des ‘Königs aus Böhmen’ zu kommandieren habe, in welcher sich beider Seiten Armeen feindlich gegeneinander bezeigten. Im übrigen behandelte er Leuker wieder mit größter Höflichkeit und ließ ihn sogar an seiner Tafel speisen, obwohl dieser es sich ‘zum höchsten verwidert’ hatte.
Zugleich mit Leuker hatte Obentraut die Bedingungen, die man seiner Ansicht nach für dessen Freilassung stellen sollte, nach Mannheim überschickt. Der bayerische Herzog sollte veranlassen, daß der pfälzische Adelige von Sickingen, der sich bereits ein Jahr lang in der Gefangenschaft Córdobas befand, freigelassen werde; außerdem sollte er dafür sorgen, daß der Bischof von Speyer [Philipp von Sötern; BW] den zu Udenheim (1623 in Philippsburg[27] umbenannt) in seiner Gewalt befindlichen französischen Adeligen Villarnon gegen den bischöflich-speyerischen Beamten Wingarten austauschte. Schließlich sollte er für Leuker ein Lösegeld von 10.000 Reichstalern erlegen. Für die drei Mitgefangenen Leukers sollte hingegen nur Lösegeld in Höhe der angefallenen Quartierkosten bezahlt werden.
Angesichts dieser für einen bürgerlichen Gefangenen übermäßig hoch erscheinenden Forderungen schrieb Leuker am 21.7. aus Mannheim an Maximilian, daß de Vere seiner Meinung nach damit noch heruntergehen werde. Er bat den Herzog inständig, Tilly zu befehlen, daß dieser für seine Freilassung sorge, oder gar selbst an de Vere zu schreiben, ‘ander gestalt ist zu besorgen, ich werd hierunder mein leben zubüessen und im stich lassen müüessen, welches ich aber lieber anderwerts zu E. F. D. diensten anwenden, und mit mehrerm nutzen in E. F. D. diensten continuiern woldt’.
Am 26.7. schrieb Maximilian wegen dieser Angelegenheit an Tilly, der bereits fünf Tage vorher wegen Leuker eine[n] Trompeter zu de Vere nach Mannheim geschickt hatte. Offensichtlich wurden die pfälzischen Bedingungen für die Freilassung Leukers schnell erfüllt. Mitte September 1622 führte er bereits wieder im Dienst Maximilians zu Heiligenberg[28] in Oberschwaben Verhandlungen mit den schwäbischen Reichsständen wegen der Bewilligung von Einquartierungen”.[29]
Eine anscheinend von Mansfeld betriebene Aufteilung des eben noch siegreichen vereinigten Heeres führte dazu, dass Tilly die geschwächten Truppen des Markgrafen von Baden-Durlach am 6.5. bei Wimpfen[30] erheblich dezimieren konnte. Mansfeld zog indessen mit 12.000 Mann Fußvolk und 3.000 Reitern ins Elsass, um die von Truppen des (katholischen) Straßburger Fürstbischofs belagerte Stadt Hagenau[31] zu entsetzen, die von Mansfeldischen besetzt und mit Kriegsmaterial und Beute reich gefüllt war. Fürstbischof Leopold hatte Mansfeld eine starke Abteilung entgegengeschickt, um ihn bis zur Einnahme Hagenaus aufzuhalten. Obentraut, der die Mansfeldische Vorhut anführte, konnte die gegnerische Vorausabteilung jedoch überraschen und schlagen, was der Auftakt zu einem vernichtenden Sieg über die Truppen des Fürstbischofs war.
1624/25 stand er in venetianischen Diensten.[32]
Wahrscheinlich im Juli bzw. August 1625 ist Michael von Obentraut als Obrist eines Reiterregiments in das dänische Heer eingetreten. Johann Ernst von Sachsen-Weimar, von Christian IV. zum Oberbefehlshaber der Kavallerie ernannt, ernannte Obentraut zu seinem Generalleutnant.
In der Hannover’schen[33] Chronik heißt es: „Um diese Zeit [August; BW] ist der Obrister Obentraut, wie auch Obrister Fuchs mit 3000 Mann im Königlichen Lager ankommen. Den Obristen Obentraut hat der General Hertzog von Weimar zum General-Lieutenant über die Cavallerie verordnet.[34] [...]
Den 2. Oct. hat der Königl. General-Lieutenant Obentraut an die Stadt Hannover begehret 1300 Soldaten von Königl. Majestät einzunehmen auf 1 oder 2 Tage, welches zum besten abgelehnet und dagegen gewilliget, der Königl. Armee Proviant um Bezahlung ausfolgen zu lassen. [...]
Sonsten möchte hie zu weitläuftig und dem Leser verdrüßlich fallen durchzusehen die vielen Rahtschläge und Abwendungen sowohl der Königl. als Tillyschen Anmuthungen wegen der Einquartierung in der Stadt Hannover, darin auch endlich gar der König von Dennemark sein Hauptquartier begehret haben, dessenwegen der General und Hertzog [Johann Ernst; BW] von Weymar viele Reisen und Bitten gethan, so doch alle mahl schrift- und mündlich abgewendet, bis endlich nur 2 oder
300 Soldaten gegen eine gewisse Capitulation eingenommen und vom König verpfleget seyn, warum der Raht letzlich durch Gott gebeten worden durch die hohen Officire, welches dann sehr zu verwundern, und als zuletzt der Königsche Capitän mit seiner letzten Compagnie nicht wollen hinwieder aus der Stadt weichen, hat der Stadthauptmann Knust zu ihm gesagt: wollet ihr nicht weichen, so muß ich meine Soldaten auf das Markt bringen, dagegen sollet ihr eure Königl. Soldaten stellen und also wollen wir darum fechten und sehen wer den Platz behalten wird. Hierauf ist der Capitain mit großem Zorn davon gezogen und hat also die Stadt Hannover sich der Einquartierung gäntzlich befreiet.
Auch den 2. Oct. hat der Herr Droste Bartold von Rutenberg auf die Neustadt[35] fordern lassen Bürgermeister D. Bünting und Syndicum Georg Rapken und denselben angedeutet, daß Königl. Majestät ihn abgefertiget zu vernehmen, ob man diese Stadt nach Nohtdurft besetzet, daß man sich gegen die Tillyschen defendiren könnte. Wo nicht, müßte J. Majestät sie mit Soldaten besetzen, damit man nicht übermeistert würde, welches ad referendum angenommen.
Den 3. Oct. hat Obentraut Consulem et Syndicum wieder hinaus fordern lassen, zu vernehmen, was mit dem von Rutenberge verabschiedet, welchem darauf angezeiget mit Danksagung der Königlichen Vorsorge, daß man schon Soldaten geworben hätte, und wäre man im Werke, mehr Soldaten zu werben, damit man verhoffentlich bis zu I. Majestät Entsatzung sich defendiren könnte [...]. Den 4. Oct. hat Bürgermeister Hermann Bartoldes E. E. Raht und der Gemeinde angezeiget, was den 2. und 3. Oct. von Königl. Majestät der Stadt mit Einnehmung J. Majestät Soldaten angemuhtet worden, und wie solches im besten abgelehnet wäre derogestalt, daß man sich vor die Königl. gute Affection und Vorsorge unterthänigst bedanken thäte. Man hätte schon Soldaten geworben und ließe man täglich noch mehr werben, daß man verhoffentlich sich gegen den Feind zu defendiren getrauete bis zu Königlicher Majestät gnädigsten Entsatzung. Sollte etwa Mangel gespüret werden, wollte man von Braunschweig[36] Ausschuß herein nehmen, sollte man über Zuversicht angestrenget werden, wollte man I. Majestät Entsatzung verhoffen.
Darauf Obentraut nochmahls angehalten und gesagt, er zweifelte zwar nicht an der Bereitschaft, es hätte aber viel auf sich, gegen einen mächtigen Feind, als nunmehr der Tilly wäre, sich zu schützen, den Ausschuß oder Landvolk zu gebrauchen, wäre besorglich, wie man an Hameln[37] gesehen und jüngst den 29. Sept. als Tilly über den Lauensteinischen Berg ins Land gekommen, wie der Ausschuß verlaufen und zerstreuet worden. Hätte man Soldaten um Geld, die müßten sich wehren, wollte demnach rahten, die Königsche herein zu nehmen, so unter dem Königschen Commando und Verpflegung bleiben sollten.
Darauf unsere Abgeordneten geantwortet, man hätte bereits Soldaten und viel Volks vom Lande herinnen, weil die Pässe nun allenthalben versperret werden möchten, wollte es endlich an Proviant mangeln. Darauf Obentraut repliciret, wann man nur mit Rocken und Gärsten versehen, wäre genug vor einen Soldaten, Brodt und Trank würde man nicht willigen, und man I. Majestät also entgehen, und die Noht größer würde, möchte I. Majestät die Hand abziehen, man möchte andere Resolution fassen. Unsere Abgeordneten haben es ad referendum angenommen und ist darauf schriftlich geantwortet worden“.[38]
Der niedersächsische Feldzug Christians IV. begann im Juni, kam jedoch schon nach wenigen Wochen ins Stocken, ohne dass es zu einer Konfrontation mit Tilly gekommen war; Christian IV. hatte sich bei einem unglücklichen Sturz schwere Verletzungen zugezogen. So konnte Tilly wiederum die Initiative ergreifen. Er zog die Weser hinunter und versuchte, die dänisch besetzte Festung Nienburg[39] zu erobern, deren Versorgung und Unterstützung Obentraut übertragen war. Gleich zu Beginn der Belagerung ließ er am 2./3. September bei Leeseringen[40] eine Schiffsbrücke über die Weser errichten, um Nienburg einzukreisen und von der Versorgung abzuschneiden. Es gelang ihm auch, einen Brückenkopf am linken Weserufer zu besetzen.
Obentraut griff überraschend an, vernichtete die Verschanzungen des Brückenkopfes, steckte die provisorische hölzerne Brücke in Brand und konnte die gegnerischen Truppen schlagen. Da er nicht über genügend Schiffe für einen erneuten Brückenschlag verfügte, war es Tilly nicht möglich, die Versorgung Nienburgs zu unterbinden; er belagerte und beschoss die Stadt jedoch unter Aufbietung aller Kräfte. Mehrmals versuchte sein Heer, die Stadt im Sturm zu nehmen oder in Brand zu setzen. Mindestens dreimal gelang es dänischen Truppen (vermutlich unter Leitung Obentrauts), bei Entsatzversuchen Wagen mit Proviant, Geschützen, Pulver und Blei durch die Reihen der Belagerer in die Stadt zu bringen.
Entsatzversuche und Ausfälle der Besatzung, die immer schwieriger werdende Versorgung des eigenen Heeres und grassierende Krankheiten schwächten Tillys Heer zusehends, und nach vier Wochen mussten die Ligisten abziehen.
Tilly soll vor Nienburg bis zu 4.000 Mann, nach Darstellung des Historiographen und Habsburg-Anhängers Wassenberg sogar 6.000 Mann[41] verloren haben. Nach dem Ende der Belagerung soll Obentraut auf einen vernichtenden Schlag gegen den geschwächten Gegner gedrungen haben, bei der Heeresführung aber auf Ablehnung gestoßen sein. Am 26.9. konnte der genesene König Christian IV. in Nienburg einziehen.
Tilly, der in der Zwischenzeit sein Heer im Tal zwischen Deister und Süntel neu hatte aufstellen und verstärken können, zog auf dem Weg nach Hannover zunächst vor die Festung Calenberg[42] (bei Pattensen) und belagerte sie. Obentraut lag mit nicht genau zu beziffernden Reiterverbänden im Raum Seelze,[43] in und um Wunstorf[44] waren einige dänische Fußregimenter stationiert.
Am 4.11.1625 kam es bei Seelze zu einem Gefecht der Ligisten mit Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg[45] und dem zu seiner Unterstützung herbeigeeilten Obentraut, die beide fielen.[46]
Die dänischen Truppen hatten sich wohl auf einen Angriff vorbereitet, indem sie Verschanzungen im Verlauf der Osnabrücker Heerstraße bei Letter[47] (im Verlauf einer inzwischen abgetragenen Sandhügelgruppe) und vor Seelze am Bachlauf der Bredenbeeke anlegten.[48] Am 27. Oktober wurden die dänischen Stellungen durch Friedrich von Sachsen-Altenburg mit 700 Reitern verstärkt, die bei Seelze ihr Lager aufschlugen und zur Sicherung des Rückzugs offenbar nahe dem Dorf einen Steg über die Leine bauten.
Tillys Vorhut und Spähtrupps begnügten sich damit, den Gegner zu beobachten, und versetzten die Dänen in eine zunehmend nervöse Alarmstimmung. Um dem ein Ende zu bereiten, wollte Friedrich von Sachsen-Altenburg in der Nacht vom 3. auf den 4. 11. Tillys Vorposten angreifen. Für den geplanten Überfall sollten zur Verstärkung aus dem Raum Wunstorf dänische Fußregimenter herangeführt werden, die ihr Ziel in der Dunkelheit jedoch nicht erreichten; möglicherweise wurden sie irregeführt. Friedrich von Sachsen-Altenburg hielt die Reiterei die halbe Nacht in Kampfbereitschaft, musste aber in den frühen Morgenstunden, da die Verstärkung nicht in Sicht war, den Angriffsplan fallen lassen. Am 3.11. zwischen 10 und 11 Uhr hatte Tilly die Festung Calenberg in seine Gewalt bekommen. Umgehend machte er sein Heer marschbereit und wandte sich nach Norden, um die Dänen bei Seelze zu überraschen.
Die Liga-Truppen benutzten nicht die Osnabrücker Heerstraße, die sie auf die dänischen Verschanzungen geführt hätte, sondern zogen hinter dem Lindener Berge über Davenstedt[49] auf die Hügelkette von Heisterberg[50] und Linnenberg.[51] Die dänischen Vorposten konnten offenbar weitgehend umgangen werden; Heinrich Busse berichtet (aus unbekannter Quelle), daß sich der Sicherungsposten Limmer[52] mit Tillys Nachhut ein kleines Scharmützel geliefert habe, als die Hauptmacht des Heeres schon vorbei gezogen sei. In der Morgendämmerung des 4. November wurde ein bei der Harenberger Mühle liegender Vorposten der Dänen von Tillys Truppen überrumpelt. Bei Döteberg[53] stellte Tilly seine Truppen auf und der Angriff auf die gegnerische Stellung bei Seelze begann.
Der von spätem Alarm aus dem Schlaf gerissene Friedrich von Sachsen-Altenburg versuchte in aller Eile, einen Gegenangriff zu organisieren, der jedoch schon im Ansatz erstickt und zurückgeworfen wurde. Obentraut, der sein Quartier bei Almhorst[54] gehabt haben soll, wurde durch Meldereiter alarmiert und eilte Friedrich von Sachsen-Altenburg zu Hilfe. Die Lage wurde durch seinen Einsatz zwar vorübergehend stabilisiert, er konnte jedoch den zweiten Angriff Tillys nicht aufhalten oder gar zurückwerfen.
In dem unübersichtlichen Kampfgetümmel wurde Obentraut von mehreren Pistolenschüssen verwundet, geriet so in Gefangenschaft und ist kurze Zeit später gestorben. Die Mannen des Herzogs von Sachsen-Altenburg flüchteten in Richtung des Seelzer Leineübergangs, der aber für viele zu einem unüberwindlichen Engpass wurde. Nur wenigen gelang es, die Leine zu überqueren und so den nachsetzenden Tillyschen Truppen zu entkommen. Der am Arm verwundete Friedrich von Sachsen-Altenburg wurde auf dieser Flucht von einem bayerischen Fähnrich eingeholt und durch einen Schuss in den Kopf getötet. Altenburg war 27 Jahre alt. Sein Tod und der einiger weiterer Offiziere verstärkten die Konfusion der dänischen Truppen, und nach kurzer Zeit war der Kampf mit einem überwältigenden Sieg der ligistischen Truppen entschieden.
Obwohl die dänischen Truppen empfindliche Verluste erlitten, hatte die Niederlage bei Seelze am Ende keine strategischen Auswirkungen. Tilly schrieb einige Tage nach dem Gefecht in einem Brief an Maximilian I. von Bayern, der Tod Obentrauts bei Seelze sei der eigentliche Erfolg dieses Gefechts gewesen. Hannover, das Tilly gern besetzt hätte, wurde anschließend nur wenige Tage erfolglos belagert, dann zog das Heer wieder in Richtung Weser.
Die Hannover’sche[55] Chronik berichtet dazu: „Den 23. Oct. nach Eroberung des Hauses Calenberg hat Tilly mit etlichem Volke sich nach dem Stift Hildesheim gewandt. Inmittelst hatte der Königl. General-Lieutnant über die Cavallerie einen Anschlag mit etlichen Compagnien auf Pattensen[56] gemachet, die Tillyschen darin zu überfallen in der Nacht. Dieweil sie aber aus ihren Quartieren um Seelße vor dem Deister hinauf gezogen in der Nacht, und kein Mondschein war, sein sie durch die Bauren nicht recht geführet, daß sie im Holtze verirret und der Tag darüber angebrochen, wodurch der Anschlag des Morgens den 24. Oct. mißrathen, derowegen sie ihr Volk wieder zurücke nach ihren Quartieren marschiren lassen.
Obentraut aber, neben Hertzog Friedrich von Altenburg ist den 24. dito Vormittag in Hannover kommen.
Den 24. Oct. ist von I. F. G. Hertzog Friederich Ulrich ein Trompeter an die Stadt Hannover abgefertiget mit einem Schreiben und Befehl, Königl. Majestät zu Dennemark Hauptquartier einzunehmen. Als Obentraut in Hannover gewesen und kürtzliche Antwort begehret, ist demselben a Consule geantwortet, daß man die Leute, so darzu gezogen werden müßten, nicht so bald könnte convociren, sollte morgen früh geschehen. Gegen Abend ist der von Obentraut und Hertzog Friederich von Altenburg wieder aus Hannover gezogen nach Seelße zu, da sie ihr Hauptquartier mit der Reuterey gehabt.
Dieweiln aber dem Tilly solch gehabter Anschlag auf Pattensen verkundschaft worden, hat er so bald in dieser Nacht zwischen dem 24. und 25. Oct. wieder einen Anschlag gemacht auf des von Obentrauts Quartier mit 12 Regimentern, in 15000 stark mit 8 Stücken Geschützes und nohtdürftiger Munition, ist aus dem Ambt Calenberg[57] und Pattensen in gantzer Stille hinter dem Linderberge hin, Hannover vorbei marschiret, aber nicht die rechte Heerstraßen, in das Amt Blomenau[58] auf Harenberg[59] zu, da er zuvor auf die Königschen recognosciren lassen durch einen gewesenen und abgefallenen Königschen Quartiermeister. Etliche sagen, daß Tilly damahls gehabt nur 3000 zu Fuß und 3 Regimenter zu Pferde, als das Lindlohische [Timon Lintelo; BW], Cronburgische [Cronberg; BW] und Curtenbachische [Cortenbach; BW], der Graf von Anhalt [Anholt; BW] ist auch bey ihm gewesen.
Auf des Quartiermeisters Recognition hat Tilly den 25. Oct. des Dienstags Morgens sehr früh, als jedermann von den Königschen noch im Schlaf gelegen, eetliche Compagnien Reuter auf Seelße zu commandiret, welche die verlorne Schildwacht aufgenommen, dadurch etwas Tumult geworden geworden, daß der Königschen etliche in Seelße, wie auch Hertzog Friederich zu Sachsen-Altenburg, zu Pferde kommen, in der Eile hinaus vor das Dorf Seelße gerücket und mit den Tillyschen scharmutziret, welcher aber übermannet, vor Seelße erschossen und mit 21 Cornetten von seinen Reutern geblieben.
Darauf sein auch aus den andern Quartiern, aus Lohne,[60] Gümmer[61] und anderen Dörfern bey 2 Regiment Reutere ankommen, so mit den Tillyschen scharmutziren müssen. Weil sie aber auch übermannet und viele davon geblieben, haben die übrigen sich mit der Flucht nach der Seelßer Brücke über die Leine salviren müssen, was in der Eile nicht hinüber kommen können, ist alles von den Tillyschen nieder gemacht worden.
Den 25. Oct. Dienstags Morgens sein in diesem Scharmützel etliche Hundert Reutere geblieben. Der von Obentraut ist tödlich verwundet (an dem Orte vor Seelße, da hernach seine Verwandten A. 1628 eine steinerne Seule zum Gedächtniß setzen lassen) und in des Grafen von Anhalt Kutsche geleget worden, darin er nicht lange hernach gestorben.
Als Obentraut, also tödlich verwundet, zu Tilly gebracht, hat er ihn als einen hiebevor in Ungarn gewesenen Bruder beklaget, darauf Obentraut geantwortet: In solchen Wassern fänget man solche Fische. Und ob der Tilly wohl Fleiß angewendet, ihn beym Leben zu erhalten und den Feldscherern anbefohlen, so ist er doch hernacher gestorben.
Es ist auch neben andern vom Adel ein junger Hanensee[62] geblieben. Das Königsche Fußvolk hat so bald aus ihren Quartieren zu der Reuterey nicht kommen können, als der Obrist Geistes [Berend Geist; BW] und andere Regimenter, der Obriste May [Adolf Mey; BW], welcher in Wunstorf[63] gelegen, hat aus seinem Vortheil nicht gewollt, ist in Wunstorf geblieben. Das Tillysche Fußvolk und dessen Geschütze ist zu diesem Treffen nicht kommen, sondern haben vor dem Holtze gehalten.
Der Tilly selber hat unter währendem Scharmutziren im Holtze Messe halten lassen, dabey er selber gewesen. Nach verrichtetem Scharmutziren sein die Tillysche in die verlassenen Quartiere der Königschen gefallen, dieselbe spoliiret, viele Beute und Bagagewagen bekommen.
Des Obentrauts und Hertzog Friederichs zu Sachsen-Altenburgs Cörpere sein nach dem Calenberge gebracht, des von Hanensee Cörper aber nach Pattensen“.[64]
Der ligistische Augenzeuge Fritsch schreibt dazu: „vnd da wür Battensamb [Pattensen; BW] eingenommen, sein wür mit den Schmidt[von Wellenstein; BW]ischen, alß meines Obristen vnd herrn von Gera Regiment, samt dreyen Compagnie zu Pferdt hinein gelegt worden, da wür dann nichts in der Statt gefunden, sondern vnser Prouiant alles auf den Landt hollen müssen, da vnnß dann der Feindt zimblichermassen aufgebasst, wie sich dann Herzog Früz von Altenburg, vnnd der General yber die Gauaveleri, der Oberthrautt, mit etlich 1000 Mann sich vnweit vnsers Quartiers, nechst bey hawber befundten, sobalden der Tilli dessen von vnsern Obristen ist berichtet worden, ist er mit etlich 1000. Mann in aller Eyl vf den Feindt loßgangen, demselben dermassen chargirt, daß daryber gedachter Herzog Friz von Altenburg, samt dem General von Obertrautt vf der Wahlstatt Todt geblieben, vnnd sein von Vns, die wür mit 1000. Mann comendirt gewesen, wieder in die Quartier nacher Pattensamb geschickht, vnd die zwey Generalen Todter mit vnß in deß Generals Tilli Gutschen gefürth, vnnd in der Kürchen beygesezt worden, biß sie förders nacher Hammeln allwo vnser hauptquartir gewesen, geführt worden“.[65]
In der Hannover’schen Chronik heißt es weiter: „Den 15. Febr. ist der Tillische Obrister [Blankart; BW], welcher den 2. Dec. 1625 gefänglich in Hannover gebracht und bis dato gefänglich gehalten worden, den Tillischen wiederum los gegeben und durch Rittmeister Dorstatt aus dem Leinthore convoiret, mit 5 Pferden des Abends um 3 Uhren, welchen der Rittmeister Dorstatt zur rechten Seite reiten lassen. Zu seiner Entledigung sein des Obentrauts und Hertzogen Friederichs zu Sachsen-Altenburg Körpere den 17. Febr. restituiret, hat also ein Lebendiger zwei Todte erlöset“.[66] [...] „Den 17. Febr. sein des Obentrauts und Hertzogen Friedrich zu Sachsen-Altenburg Körpere von Calenberg, da sie bis dahero nach dem Treffen zu Seelße in Verwahrung gehalten, in Hannover gebracht, auf die Entledigung des Tillischen Obristen, welcher den 15. dito vor 2 Tagen erlassen worden, die Tillischen haben die Körpere in gemeinen Säcken geliefert im Linderfelde, auf dieser Seiten der Mordmühlen. Dieselben zu empfangen und abzuholen sein die 2 Compagnien Reuter, deren die eine in der Stadt, die andere auf der Neuenstadt quartieret, des Morgens frühe um 8 Uhren ins Feld gerücket, die eine in das Linderfeld, die ander aber ist vor der Ihmenbrücke neben etlichem Fußvolke behalten blieben, und sein davon 40 aus commandiret, so die Leiche von den Tillischen, welche ebenmäßig nicht stärker gewesen, um 11 Uhr empfangen und angenommen.
Die beyden Compagnien Reuter haben solche des Obristen Obentrauts und Fürstl. Leiche zusammt dem Fußvolk, welches auf der Neustadt gelegen, bis vor das Leinthor gebracht, da sie die beyden hie in der Stadt quartierte Königsche Fahnen angenommen und in Process, wie folget, herein geführet. Die Compagnie Reuter, so herein gelegen, ist vornan geritten, darauf ein Theil Musquetirer von den beyden Königschen Fahnen, zusammt den beiden Fahnen und etlichen Pikenieren, so gefolget. Darauf sein die Leichen geführet, jede auf einem bedeckten Wagen darüber noch darzu schwartz Wand gehenget gewesen, vor jedem Wagen 6 Pferde, vier Trompeter sein vor dem Wagen her geritten und auf jeder Seiten der Wagen vier Trabanten gegangen. Nach denen Leichen sein wiederum Pikenierer und dann Musquetirer gangen, zuletzt die Compagnie Reuter, so auf der Neustadt quartieret, gefolget.
Die Musquetirer sein mit umgekehrten Musqueten, die Pikenierer und Officirer mit bey sich herschleppenden Piken und Pertisanen und gedempfeten Trommelspiel gangen, die Reuter mit niedergewandten Bandeliren geritten. Sein also mit solchem Process die Leinstraße hinan über das Markt (darauf die Englische, Herzog Christian zugesandte Munition gestanden) durch die Seelwindesstraße, die Osterstraße hinauf nach S. Aegidien Kirche marchiret, da die Leiche auf dem Kirchhofe von dem Wagen genommen und in die Capelle daselbst gesetzet, um 12 Uhr des Mittags bey wehrendem Process hat man auf allen 3 Kirchthürmen den Leichen geläutet. Sein in schlechten vierkantigen gemeinen Sarcken herein gebracht und nicht balsamiret gewesen, derowegen sie folgende Tage balsamiret worden“.[67]
Obentraut wurde später in der heutigen Marktkirche in Hannover beigesetzt. Noch heute sind sein Banner, Schwert, Sporen, Helm und Schild in der Johanneskirche in Hannover zu sehen.
[1] Heddesheim, heute Ortsteil von Guldental [LK Bad Kreuznach].
[2] Bad Kreuznach; HHSD V, S. 24ff.
[3] Im Folgenden nach: http://www.seelze.de/wDeutsch/stadtinfo/stadtgeschichte/menschen/obentraut.php. Hier findet sich auch weiterführende Literatur.
[4] Heidelberg; HHSD VI, S. 302ff.
[5] JÜRGENS, Chronik, S. 378.
[6] Neumarkt i. d. OPf.; HHSD VII, S. 505f.
[7] Amberg; HHSD VII, S. 20ff.
[8] Weiden; HHSD VII, S. 794ff.
[9] Vgl. EGLER, Spanier in der linksrheinischen Pfalz.
[10] Vgl. die Erwähnungen Obentrauts bei KRÜSSMANN, Mansfeld.
[11] Breisach am Rhein [LK Breisgau-Hochschwarzwald]; HHSD VI, S. 110ff.
[12] Ensisheim [Anze, Dép. Haut-Rhin].
[13] REUSS, Strassburg, S. 15.
[14] Rudolf Maximilian von Sachsen-Lauenburg [1596-1647].
[15] REUSS, Strassburg, S. 16.
[16] Germersheim [Kr. Germersheim]; HHSD V, S. 112f.
[17] Bad Mingolsheim [LK Karlsruhe]; HHSD VI, S. 43f.
[18] Wiesloch [Rhein-Neckar-Kr.]; HHSD VI, S. 886f.
[19] Darmstadt; HHSD IV, S. 79ff.
[20] Höchst a. d. Nidder [Kreis Büdingen]; HHSD IV, S. 228f.
[21] Mannheim; HHSD VI, S. 501ff.
[22] Breisach am Rhein [LK Breisgau-Hochschwarzwald]; HHSD VI, S. 110ff.
[23] [Bad] Wimpfen [LK Heilbronn]; HHSD VI, S. 51f.
[24] Leimen [Rhein-Neckar-Kr.]; HHSD VI, S. 461.
[25] Lampertheim; unter Schriesheim [Rhein-Neckar-Kr.]; HHSD VI, S. 716f.
[26] Freinsheim [Kr. Neustadt a. d. Weinstraße]; HHSD V, S. 104.
[27] Philippsburg [LK Karlsruhe]; HHSD VI, S. 632f.
[28] Heiligenberg [Bodenseekr.]; HHSD VI, S. 321.
[29] MAIER, Unterpfalz, S. 34f.
[30] [Bad] Wimpfen [LK Heilbronn]; HHSD VI, S. 51f.
[31] Hagenau [Elsass, h. Frankreich, Dép. Bas-Rhin].
[32] Vgl. die Erwähnungen bei KRÜSSMANN, Ernst von Mansfeld.
[33] Hannover; HHSD II, S. 197ff.
[34] JÜRGENS, Chronik, S. 367. Die Chronik verwendet den alten St.
[35] Neustadt am Rübenberge; HHSD II, S. 343ff.
[36] Braunschweig; HHSD II, S. 63ff.
[37] Hameln; HHSD II, S. 192ff.
[38] JÜRGENS, Chronik, S. 368ff.
[39] Nienburg/Weser; HHSD II, S. 346f.
[40] Leeseringen, heute Ortsteil von Estorf [LK Nienburg/Weser].
[41] WASSENBERG, Florus, S. 99.
[42] Calenberg [Kr. Springe]; HHSD II, S. 91ff.
[43] Seelze [Region Hannover]; HHSD II, S. 425.
[44] Wunstorf [Kr. Neustadt a. Rübenberg]; HHSD II, S. 513ff.
[45] Friedrich Herzog von Sachsen-Altenburg [12.2.1599 - 5.11.1625] Herzog Friedrich „mit der leeren Tasche“. Aus kursächsischen Diensten in spanische getreten, legte er 1622 in Sachsen-Altenburg einen Werbeplatz an. Angeblich hatte er am 20./30.9.1623 vom Erfurter Rat 60.000 Reichstaler gefordert, der Rat aber habe den Bauern befohlen, die in den Quartieren liegenden Soldaten zu erschlagen, was auch geschehen sei. Vgl. auch BEYER, Ein Erfurter Volkslied. Aufgrund der Beschwerden soll Kursachsen ihn genötigt haben, die spanischen Dienste wieder aufzugeben. FROMMELT, Sachsen-Altenburgische Landeskunde, S. 130. Darauf Obrist unter Christian von Braunschweig, später in dänischen Diensten, gefallen in der Schlacht bei Seelze. Vgl. BERG, Regulating war, S. 19f., 21, 22; VENTZKE, Zwischen Kaisertreue und Interessenpolitik. S. 66-72; WAGNER, Einlagerung. vVgl. die Erwähnungen bei HAPPE, KRAFFT und HEUBEL.
[46] SCHLOTTER, Acta, S. 6; FORST, Korrespondenz, Nr. 129, S. 108: Dr. Arnold Prüm, genannt Aldenhoven, kurköln. Geheimrat u. Hofrat, an F. W. v. Wartenberg, Brühl, 1625 XI 16.
[47] Letter, heute Stadtteil von Seelze [Region Hannover].
[48] Im Folgenden nach: http://www.seelze.de/wDeutsch/stadtinfo/stadtgeschichte/menschen/obentraut.php.
[49] Aldem-Badenstedt-Davenstedt, heute 11. Stadtbezirk Hannovers.
[50] Heisterberg: nicht identifiziert.
[51] Linnenberg: nicht identifiziert.
[52] Limmer, heute Stadtteil von Hannover.
[53] Döteberg, heute Ortsteil von Seelze [Region Hannover].
[54] Almhorst, heute Ortsteil von Seelze [Region Hannover].
[55] Hannover; HHSD II, S. 197ff.
[56] Pattensen [Kr. Springe]; HHSD II, 376f.
[57] Calenberg [Kr. Springe]; HHSD II, S. 91ff.
[58] Blumenau, heute Ortsteil von Wunstorf/Region Hannover.
[59] Harenberg, heute Stadtteil von Seelze/Region Hannover.
[60] Lohne, Teil des Ortsteils Neuwarmbüchen der Gem. Isernhagen/Region Hannover.
[61] Gümmer, heute Ortsteil von Seelze/Region Hannover.
[62] Burchard von Hanensee bei JÜRGENS, Chronik, ist falsch; dieser ist noch 1626 Kommandant auf der Erichsburg. Vgl. JÜRGENS, Chronik, S. 419f.
[63] Wunstorf [Kr. Neustadt a. Rübenberg]; HHSD II, S. 513ff.
[64] JÜRGENS, Chronik, S. 376ff.
[65] FRITSCH, Tagbuch, S. 114f.
[66] JÜRGENS, Chronik, S. 408.
[67] JÜRGENS, Chronik, S. 409f.