Münchhausen, Heinrich von

Münchhausen, Heinrich von; Obrist [ – ] Münchhausen war 1639 noch Obristleutnant unter Johan Banér.

Das Theatrum Europaeum Bd. 4, S. 105, berichtet: „Also haben etliche nach der Schlesien im Julio commandirte Völcker unter dem Bannerischen Obr. Lieutenant Münchhausen / 3. Käis. Regiment (so neben denen von Adel ungefehr in 1200. pferd starck  / sowol bey 2000. Mann Landvolck an Schützen und Bauren) bey Johannisbrod [wahrscheinlich Janov nad Nisou (Johannesberg); Bez. Jablonec nad Nisou; BW] an den Mährischen Frontiren / in einem ziemlichen Vortheil angetroffen / von welchen sie mit Stücken und Mußqueten ein harte Salve außstehen müssen. Demnach sich aber die Schwedische Parthey resolvirt / den Gegentheil mit Ernst anzugehen / haben sie denselben endlich / nach langem Scharmutziren aus seinem Vortheil und dem Feld geschlagen / worüber der Obrist Schütz / 2. Obrist-Lieutenante und in 400. gemeine Soldaten / auff der Wahlstatt geblieben / viel Officirer gefangen / und der Rest sich nach Johannisbrod retirirt / welchen die Schwedische auff dem Fuß gefolget / auff deren Seite seynd neben viel gemeinen / Lieut. Gerstenberger und andere gequetscht worden“.

Er stand 1641 als Obrist in schwedischen Diensten.

Der Hildesheimer Chronist, Arzt und Ratsherr Dr. Jordan notiert in seinem Tagebuch den Wortlaut der sogenannten „Allianze“ vom 20./30.5.1641, nach Banérs Tod verfasst; SCHLOTTER, Acta, S. 341: „Dieweilen die Fr. Häuser Braunschweig und Lüneburgk und heßen sich als Mitgehülfen erwiesen und mit ihrer Fortze zur Beförderung des gemeinen Evangelischen Wesens und Beschützung ihrer Lande abermal herbey getreten und als getrewen Freunden gebührt, hinwieder auch getrewlich gemeint und tractirt seyn wollen: Als haben wir hohe Officirer und Obristen zue Roß und Fueß der Königl. Armee hiermit zu mehrer der hochfürstl. Versicherung uf Cavalliirs Trawen und Parol kraft dieses Versprechens und zugesaget, bey Vorstellung oder Annehmung eines newen Königl. Schwedischen Grãls. dabey bestehen wollen, daß wir gegen beede Hochfürstl. Häuser uns nicht verbinden, noch denen selben etwas wiedriges, so lang sie bey der Parthey beständig verbleiben, zufügen laßen, können oder wollen, sondern gleichwie getrewen Mitgehülfen gebühret, dieselbe hinwieder mit trewen Meinen, dero Land und Leute Conservation und ruhe nebest dem allgemeinen Evangelischen Wesens Beste befördern und in Summa uns gegen sie in allen, als redliche Cavalleri gebühret, erweisen wollen. Urkuntlich haben wir dieses samtliche mit unserer Hand, Unterschrift und Pitschaft bevestiget, geschehen im Königl. Schwedischen Feldlager bei Halberstadt, den 20. May Ao 1641 Johan Eberhardt von Bellinghausen, G. M. von Weitzleben [Witzleben; BW], Ro[bert; BW] Duglaß Tobias Tuboldt, Gustaff Horrn, Georg Dorfling, Joachim Ludwig von Seckendorf, Heinrich von Münchhausen, Ewaldt Schütz, Ludwig Ranko, Mathias Höten, Hans Seeseman“.

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