Mislík [Myslík, Misslig, Mißling, Mistling, Mislich, Mißlich] von Hyršov [Mislík z Hyršova], Johann Sigismund [Jan Zigmund] Freiherr

Myslik+Siegmund+

Mislík [Myslík, Misslig, Mißling, Mistling, Mislich, Mißlich] von Hyršov [Mislík z Hyršova], Johann Sigismund [Jan Zigmund] Freiherr; Feldmarschallleutnant [1606-3.11.1666] Mislík[1] von Hirsov[2] stand als Obrist und Feldmarschallleutnant in kaiserlichen Diensten.

Über die kaiserliche Niederlage am 14.4.1639 berichtet der Erzgebirgschronist Christian Lehmann [11.11.1611-11.12.1688] in seiner „Kriegschronik“ unter „Das gröste Unglück vor Chemnitz“[3]: „Der Schwedische General Leonhart Torsten-Sohn wahr nun mit der hinderstellichen Armee und Artollerey auß dem Stift Halberstadt[4] aufgebrochen, Nach dem Fürstenthumb Altenburg[5] gerückt und zue Zeitz[6] den 2. April mit Banern sich conjungiret, und weil er kundtschaft eingezogen, daß die keyßerlichen und Chur-Sächsischen[7] zwischen Zwicke[8] und Chemnitz stünden und sicher legen, brach er den 3. April von Zeitz auf und eilte auf die keyßerlichen zue, ehe Hatzfeld, der schon ezliche Regiementer zum Succurs vor Freyberg[9] geschickt hatte und nunmehr in March wahr, von Eichsfeld[10] durch Düringen mit den Chur-Sächsischen zuesammenzuestoßen, sich conjungiren kundte, schickte von Altenburg den General Schlangen [Slange; BW] uff Zwicka und von dar mit wenig reutern mittin unter die Marzinischen [Morzin; BW] und Chur-Sächsischen. Der recognoscirte alles, wie sie lagen, und ritte wieder zum Baner. Der General Marzin wuste nicht, daß Baner so nahe, und daß Torstensohn zu ihme gestoßen sey. Doch bekam er 3. April abendts umb 5 Uhr kundtschaft, ließ seine Regiementer zuesammenziehen und befahl, daß Sie Morgens alle solten vor Chemnitz stehen. Des abendts zuevor war das keyßerliche Haupt-Quartier zum Honstein[11] gewesen; dohin kam Baner, der sich 4. April viel früher aufgemacht, mit aufgang der Sonne, traf doselbst in der retrogarden 300 Pferde und jagte Sie ins Corpus, das vor Chemnitz stunde. Marzin hatte den Paß an einen Morast vor Chemnitz, den er durchmuste, mit Trajonern besezt, damit der feind nicht da durchbreche, aber es halfe nichts. Baner sezte an, brachte in der eil uber 4 Regiementer zue Pferde, Sein leib Regiement, des Torsten-Sohns, Hans Wachtmeisters und Hans Wittenberg(s), darzue viel Wagehälse, die theils in nachjagen ermüdeten und sich in Marrast durchwuhleten, uber den Marrast hatte (er) die andere Armee ihme nach commandirt, jagte die Trajoner weg, hiebe durch, machte das felt unsicher und nahmb dem Marzin die Höhe, welcher unter deßen, Ehe der feindt uber den Pas kommen, Zeit gehabt, sich zue stellen.

Gegen die Statt sazte er an einen Marrast den lincken Flügel, der meist von Curaßiren bestundte, hinder Chemnitz aber uber den fluß den rechten flügel, die wahren viel stärcker an Volck, den der feindt, hatten stücke und Munition bey sich, welches dem feinde noch zur Zeit fehlte. Baner thete mit seinen regiement den ersten angrif an Lincken flügel und litte schaden, die andern 3 Regiementer entsazten ihn, und kamen andere Regiementer mehr darzue und jagten den Lincken flügel in disordre an 2 marrastigen graben, drüber Sie nicht kommen kunten, zum großen Vortheil der Schwedischen; den was nicht gegen Chemnitz zum rechten flügel entkam, das wurde alles entweder gefangen oder Niedergehauen. Weil nun der Schweden volle Armee auch ankommen wahr, wurde commandirt, wer reiten kundte, sezten derowegen die Schwedischen regiementer durch den fluß Chemnitz und chargirten den rechten flügel, der schon gewichen und sich hinder 3 Morrastigte Dämme gesetzet hatte, gingen doch fort und wurden meist niedergehauen. Das Fußvolck drengte Sich an ein Wäldlein nach der Stadt und trachtete ferner an Walt 400 schrit gegen den gebirge und wolte außreißen. Baner ließ ihnen vorbeugen durch General-Major Stalhansen [Stålhandske; BW], Herr Major Pfulen [Pfuel; BW], Obrist Schlangen [Slange; BW] Regiement und 1 Esquadron von Konigsmarck untter Obrist-Leutenant Hammerstein, die hohleten Sie ein, machten ezliche 100 nieder, nahmen den Rest gefangen und richteten damit die keyßerliche, Chur-Sächsische und Salische armee auf einen tag hin, verfolgeten die flüchtigen Nach Leipzig,[12] Freyberg, Annen[13]- und Marienberg.[14] Der General Marzin kam kümmerlich darvon ohne hut und mit einen Pferd biß an die Seigerhütte an die Flöhe. 800 blieben auf der Walstat, 2000 zue fuß wurden gefangen, 40 standtarten, 20 fahnen, alle stücke, munition und Pagage bliebe in stich. Das thaten die Schweden nur mit der Avangardia von lauter Reutern, und ist kein Canonschuß darzue kommen, welches der Churfürst dem General Marzin, den er mit den Calenbergischen [Reinecke v. Callenberg; BW] Regiement nach Dresden[15] confoiren ließe, heftig verwiese, von seinen Reutern 400 wiedersamlete und den rest von allen seinen Regiementern den Obristen Wachtmeister Trautischz [Traudisch; BW.] ubergabe, der reformirte Sie und nahm sie mit sich in Böhmen. Da hatte des Marzins Commando ein Ende.

Die keyßerlichen gingen nach Pirn,[16] Frauenstein,[17] in Böhmen nach Brüx[18] und Prag. Viel wahren nach diesen gebirgen geflohen und gingen die gantze Nacht durch Elterlein[19] auf Annenberg mit blutigen Köpfen, ferner hienunder biß nach Dresden, darüber alles rege und furchtsam wurde in Gebirge, alle Flecken und Dörfer rißen auß nach den Wäldern und in die Städte. Den 5. April sahe mann noch immer einzlich die geschlagenen reuter auf allen straßen nach Böhmen reiten, die leute untterwegens angreiffen, den Sie sehr hungrich thaten und wurden eines theils an Päßen mit Pulver und bley gespeist, daß Sie des hungers vergaßen, ehe sie in Böhmen kommen. Die Schweden haben ihnen auch nachgesezet in das gebirg undt vor Annenberg etliche Chur-Sächsische weggenommen“.[20]

Das „Theatrum Europaeum“[21] berichtet sehr ausführlich über die Ereignisse: „Nichts destoweniger aber hat Hr. General Banner / wiewol er auch von Käis. und Chur-Bäyerischem Volck um ein zimliches übermannet gewesen / bey obbesagtem Hohenstein / nahend Kemnitz / dergestalt gefochten / daß nicht allein seines Feindes (die reichsArmada genennet) meinste Infanterie, von sehr gutem Volck / und dabey so viel hohe / als untere officirer / guten theils darauff gangen / sondern auch die Cavallerie zertrennet worden / das geschütz und alle Bagage in zimlicher Anzahl im Stich geblieben / und hat sich so gar die Schwedische Reuterey auch deß an ihrer reuterey vor freyberg erlittenen Schadens von diesem Treffen wiederum erholet: von welchem allem uns für gut angesehen / das außführliche Schreiben / so Hr. General Banner hiervon an einen hohen der Cron Schweden Bedienten alsbald abgehen lassen / hierbey in Druck mitzugeben / also lautend: Meinem jüngsten Schreiben zu Folge / habe ich die Conjunction mit dem Herrn General der Artillerie Leonhard Dorstensohn / am 2. dieses zu Zeitz effectuiret / und wie ich die gewisse Kundschafft von meinen außgehabten Partheyen / die mir von unterschiedenen deß Feinds rencontrirenden und niedergehauenen Partheyen häuffig gefangenen einbracht / erhalten / daß der Feind / als die Käiserl. und ChurSächs. Armee / zwischen Kemnitz und Zwickau sich befinden thäte / habe ich darbey considerirt / wie hochnöthig es seyn wolle / ohne Säumnüß mein Heyl an diesen zu versuchen / ehe Hatzfeld / wie bißhero / sowohl von Herrn[22] / als auch von Minden[23] / Hamburg[24] und Erfurt[25] / und andern vielen Orten / mehr Bericht geschehen / daß er im marchiren übers Eichsfeld und durch Thüringen begriffen / zu ihnen stossen möchte / bin derowegen am 3. dieses zu Zeitz auffgebrochen / und desselben Tags biß an Kemnitz avancirt / indem auch einen Gefangenen bekomen / der soviel außgesagt / daß der Feind noch also elargiret still ligẽ / und von meiner Ankunfft nicht wissen sollte / mich darauff resolviret / dieselbe Nacht zeittlich auffzubrechen / ihnen zwischen die Quartier einzugehen / und also von ihnen auffzureiben / soviel ich immer gekönt / und Gott der Allmächtige darzu Glück / Segen und Heil verleihen / und die Gelegenheit Anweisung gethan hätte. Es hat zwar der Feind bemeltes Abends um 6. Uhr Nachricht von mir und Alarme bekom̃en / auch die armee zusammen gezogen / und gegen Morgen zeitlich auff den Rückritt gegen Kemnitz sich begeben / als ich aber gleichwohl auch sehr frühe noch vor der Sonnen Auffgang auffgebrochen / meinen March nacher Glaucha[26] gerichtet / und also zeitlich zu Hohenstein[27] / da den Abend zuvor deß Feinds Haupt-Quartier gewesen / habe ich in seinen Retrogarden in 300. Pferd starck angetroffen und dieselbe verfolgt / biß in das Corpus, so allbreit nahe allhie bey Kemnitz gewesen / eingejagt / und weil ich einen Morastigen Ort vor mir zu filiren gehabt / den der Feind mit Dragonern besetzt / hat er Gelegenheit erlangt sich zu stellen / demnach den lincken Flügel / so mehrentheils in Cürassirern bestanden / dahinden / und auff die Seit Kemnitz / den rechten Flügel aber weiter hinter sich / über den Fluß die Kemnitz genant / hinter der Stadt / auch gesetzet / darauff ich mit meiner Guarde von Dragonern / an bemelten Morastigen Paß / dahin wegen der Tieffe deß Sumpffs nicht zu kommen war / zu Fuß übergesprungen / nach wenigem disputiren / deß Feindes Dragoner gewichen / quittiret / und mir die Occasion zum filiren geöffnet / welcher ich also wahrgenommen / dem Feind die Höhe zu nehmen / und das Feld unsicher zu machen / so auch geschehen / also daß ich Anfangs mein Regiment / wie auch des Herrn General Dorstensohns Obrist Hanß Wachtmeisters / und Obr. Wittenbergs Regiment / überbracht / wovon wegen deß grossen Eilens / viel Reuter / so ermüdet waren / zurück geblieben / hinweg gewesen / damit erwehnten lincken Flügel chargirt / mit meinem Regiment den ersten Angriff gethan / und wegen empfundenen Widerstands in Schaden gerathen / aber weil deß Herrn Generaln / wie auch Hanß Wachtmeisters und Wittenbergs Regiment / auch zeitlich genug dem Feind zu schaffen gegeben / ist dieser lincke feindliche Flügel / so in Disordre kommen / und zu seinem grossen Schaden / und unserm trefflichen Vortheil zween grosse Morastige Gräben hinter sich gehabt / biß auff weniges / so sich an den rechten Flügel zu entfliehen / hat gearbeitet / gantz nidergehauen / wir starck nachgedrungen / auch fort und fort / wegen Ankunfft und mehrer Versammlung der unsern / je mehr und mehr verstärcket worden / solches ohne Säumnüß gethan / und 3. Dämme zu filiren / gehabt / hinder welche sie sich zwar hätten setzen / und Widerstand thun können / aber weil der Muth gantz entsuncken / haben die unserige alles niedergehauen / und wenig darvon kommen lassen / das Fußvolck aber / hat sich zwar an die Stadt gedrenget / gleichwol durch einen kleinen Wald / nahe bey der Stadt / so nur 400. Schritt von einem andern Wald / gegen den Gebürge werts distiret / sich zur Flucht wenden wollen / denen ich aber Hn. General Major Stallhansen / Herrn Major Pfuls / und Obr. Slangens Regimenter / und von den Königsmarckischen eine Squadron / unter ihrem Obrist-Lieutenant Hammerstein / nachgeschickt / die sie umringet / und auch totaliter ruiniret und geschlagen / also daß nunmehr / was Salis bey sich gehabt / schon vernichtiget / in dieser glücklichen Expedition die gantze Käiser. und Chur-Sächsische Armee zu Grund gerichtet / Stücke / Munition / Fähnlein und Standarten / darvon mir die Anzahl / weil noch die wenigsten einbracht / nicht soeben bewust / so dann alle Bagage der Generalen / Officirer und gemeinen zu Fuß erobert / und eine treffliche Anzahl Officirer gefangen worden : von denen so man in der Eil weiß / und von hoher Importantz seyn / ist der GeneralWachtmeister der Cavallerie Graf von Puchheim / Obr. Webel / Obr. Wangeler / der biß auff den Tod verwundet / der Obr. Lieutenant Paradiser / von Marq. de Grana, Obr. Lieutenant Wachenheim von Graf Schlicken / und eine große Anzahl Majorn / Rittmeister / Hauptleute / Lieutenant / Cornet und Fähnrich / die Specification wird von den Regimentern colligirt / / soll ohne Säumnuß in Form gebracht / und dem Herrn mit ehistem nachgeschickt werden: an unserm Ort weiß man noch von keinem Officirer / so sonderlich Namkündig / die gequetscht oder geblieben wären / als deß Herrn Gen. Stallhanß Obr. Lieutenant / so geblessiret / und der junge Graf von Witgenstein / der unter Hn. General Pfuls Regiment gewesen / etc. etc. Datum im Haupt-Quartier zu Chemnitz / den 5. April. Anno 1639“.[28]

Am 26.4.1639 unterrichtete der Kaiser[29] den Kardinal-Infanten: Über Morzins unglückliche Niederlage am 14.4. habe er bereits eine Sonderrelation an Piccolomini[30] abgesandt mit der Auflage, sie an ihn weiterzuleiten. Obgleich damit der Gegner die Chance gewonnen hat, in Böhmen und die übrigen Erbländern einzudringen, wenn er, Ferdinand III., nicht unverzüglich entscheidende Hilfe erhalte, hege er nicht die Absicht, die mit den spanischen Regimentern in Belgien vereinigten kaiserlichen Truppen zurückzurufen, da die Hoffnung auf mindestens 8.000 Mann und 1.000 Reiter starke Hilfstruppen aus Mailand bestehe; da aber der Mailänder Gouverneur Marquis de Leganés ohne Befehl Philipps IV. den Abmarsch der Hilfstruppen verzögern könnte, möge der Kardinal-Infant beim Gouverneur die sofortige Abkommandierung der Hilfstruppen nach Lindau[31] einrichten.[32]

Am 1.5.1639 informierte Ferdinand III. Schlick: In der Beilage übersende er ihm zum Zweck einer Vergleichsmöglichkeit mit anderen Aussagen bei der Untersuchung gegen Morzin eine Abschrift von dessen Brief, in dem er seine Niederlage bei Chemnitz entschuldigt. Da er nun aus Gallas'[33] Brief an Schlick entnommen habe, dass Morzin auf die Frage, weshalb er Gallas‘ und Friedrich von Fürstenbergs Ankunft nicht abgewartet habe, behaupte, einen anderen Brief vom Kaiserhof erhalten zu haben, von dem er, Ferdinand, nichts wisse, möge Schlick Morzin befragen, wer ihm jenen Brief vom Kaiserhof geschickt und wie er gelautet habe, um dieser ernsten Sache auf den Grund zu kommen.[34] Vom19.4. datiert Morzins Rechtfertigungsschrift für Ferdinand III.: „E. K. Mt. kann ich aus alleruntertänigster Schuldigkeit zu berichten nit unterlassen, welchergestalt ich unlängsten mit einer unproportionable Force den Feind seine vor Freyberg gefasste Posto zu verlassen, negst göttlicher Hilf necessitirt, und darauf, weil er sein völliges Corpo zur selben Zeit nicht bei Handen, bis gegen Khemenicz und Hochenstein, wegen allerhand Considerationen avancirt, sonderlich aber dahero, weil derselbe meiner Näherung halber seine retirada je mehr und mehr genomben, und sich nach aller eingelangten Kundschaft bei Zeitz von der Elster nach Naumburg[35] über die Saale gezogen haben solte. Ich auch dabeneben mein einziges Absehen (mich dem Grafen von Fürstenberg, welchem ich seine Marche gegen Wiesenthal[36] und Anneberg zu dirigiren, zugeschrieben), der auch des anderten Tags bei mir sein können, und der Feind (bei seiner Ankunft mich in etwas respectiren müssen, (zu naheren auch denselben desto eher und füglicher an mich zu ziehen) dahin eingerichtet, jeglichem auf des Feindes von Freyberg genombenen schleinigen Retirada zu versuchen, ob die Stadt Zwikhau, welche annoch besezet, ich mich womüglichen hätte impatroniren, hernacher bis nach erlangter und längst gewünschter nutzbaren Haubtconiunction, und denen darzu erwartenden allerlei bedörfenden weiteren Requisiten, an welcher Aussenbleibung sonsten bis anhero gewisslich eine grosse Versaumbnus verursachet, daselbsten einen sicheren Fuss sezen und den Feind von seinen zählenden Vorteilen und weitern Progress, weil er über zwei im Weg gestandene Ströme, ohne meine vorige zeitliche Nachrichtung nicht so leichtlichen kommen, ich auch auf solchen begehenden Fall meine ausersehene Vortl zeitlich ergreiffen können, nach Möglichkeit abhalten, auch nebenst disem zu desto besserer Conservirung derer bei mir habender Völker notdurftige und bessere Lebensmittel, welche sonster diser Gegend in I. Churf. Gn. Lande gänzlichen entgangen, erhalten mögen.

Wiewol ich nun bei solcher meiner erreichten Posto zum Hochenstein, uf des Feindes weitere Actiones mit Ausschickung unterschiedlichen Parteien ohne Unterlass solche Anordnung getan, dass er ohne meine zeitliche Nachrichtung gegen mir etwas vorzunemben, fast nicht müglichen gewesen, ungeachtet aber dises angestellten Fleises, so ist doch nicht von einiger Partei damals etwas Nachrichtliches einkomben, ausser den 13. Dises bei abends, von einem alten gewesenen und anjezo in einem Städtlein, Grimniz[37] genannt, wohnhaftigen Leutenant, Bericht erlangende, wie dass des Feindes Cavalleria in geschwinden Eil daselbsten gleich bei seinem damaligen Abgehen durchgangen, dahero ich in nachfolgenden Consideration gestanden, er werde die in Zwickhau annoch ligende Besatzung wo nicht abführen, demnach zu verstärken, oder mich in den Quartiern unversehens zu überfallen, seine Intention gerichtet haben, zu welchem Ende und umb besserer Sicherheit willen ich auch vorsorglichen in puncto alle bei mir habende Völker ins Feld rucken lassen; und alldar bis ich von den ausgeschickten Parteien wegen dessen Gewissheit, auch sonsten seines weiteren Vornehmens halber Kundschaft erhalten, zu erwarten ratsamb befunden, massen dann frue des andern Tags als den 14. dises eine wider zuruckkombende Partei mitgebracht, wie denn der Feind mit seiner ganzen Macht durch Glaucha,[38] drei Meilen von mir abgelegen, marschiret. Darauf ich alsobalden die Infanteria und Artilleria, so in 4 kleine Stuck bestanden, sambt der Pagage, umb die Zeit zu gewinnen, wieder zuruck nacher Khemeniz (daselbsten ich schon vorhero auf einen guten vortlhaften Posto, unangesehen der Feind so stark als er immer gewesen wäre, mir aldar zu tun und zu lassen freigestanden, vielweniger zu etwas Necessität werden können, mein einziges Absehen, und mich gleichsamb gänzlichen darauf gehabt) fortgehen lassen, umb sich jenseit auf obernenten Ort zu setzen und seine Ankunft mit der Cavalleria, der ich allgemach ihnen auf dem Fuss nachgefolget, zu erwarten.

Inzwischen seind des Feinds Vortroppen, als ich ohne Gefahr eine Stunde gegen Khemeniz avancirt, von meinen zurückgelassenen Nachtroppen verspühret, dass ich also disemnach alsobalden expresse anbefohlen, sich mit denenselben keineswegs womüglich zu impegniren, ich auch zu Gewinnung der Zeit und meinen obgedachten Vorteil zu erlangen, mit Forstellung meiner Marsche gar nicht gesaumet, viel weniger mich dises hindern oder irrmachen lassen, und ob ich zwar, ehe ich die Stadt erreichet, in ungezweifleten Gedank gestanden, es wurde die Infanteria und Artilleria sambt der Avanguarde der Cavalleria sich jenseits des Passes auf vilernenten Ort laut meiner vorerteilten Ordre sich gesetzet haben, so ist doch solches nit erfolget. Dannenhero hab ich mich zum allerhöchsten bemühet, solche über den Pass, damit ich desto geschwinder mit der Arrirguarde, ehe der Feind sie zu etwas nötigen möchte, nachfolgen könte, zu bringen. Es hat aber derselbe inmitels die gedachte Arrirguarde, ehe sie über die Mulde komben, angefallen, und solchergestalt auf sie gedrungen, dass der Obrist Misslig [Mislík v. Hyršov; BW] mit seinen nebenst einen oder zwei von I. Churf. Dt. Regimentern, wie ich mich berichten lassen, zwar wider meinen Willen zu chargiren, und sie darauf sambt denen übrigen von der Arrirguarde, so nicht gefochten, das Feld zu quittirn necessitirt. So ist auch der Feind wider alles Verhoffen durch unterschiedliche Furten, da ich doch sonsten nur einer einzigen daselbst zu sein versichert worden, mit Gewalt durchgedrungen, hat hat der Graf von Buechhaimb [Adolf v. Puchheim; BW], so sich bei der Avanguarde befunden, mit seinem Regiment das Seinige ruhmblich getan, welcher aber (weil die andere Cavalleria alle, ungeachtet sie in vielbemelten Vortl gestanden, ehe sie zu einigen Charge komben, viel weniger mancher den Feind recht gesehen, aus dem Felde geflohen und die meisten mehr die Pagage zu plündern als ihre Schuldigkeit zu erweisen, ihnen angelegen sein lassen) auch endlich zu weichen gedrungen und gar darüber gefangen worden.

Nach solchem Verlauf nun, und da die Cavalleria ohne einige Not und sonderbare Verfolgung das Feld quittiert, hat die Infanteria allbereit in meinen abgesehenem Vorteil gestanden, und wiewohl der Feind von allen Seiten hart auf sie gedrungen, hatte doch derselben, weil sie ein dichtes und weitgranzetes Gehölze, dahin ich sie, umb desto besserer das Feld zu bestreichen und der Cavalleria die Hand zu bieten, gebracht, zum Vorteil gehabt, wann sie das Ihrige hätten tun wollen, nicht leichtlich Abbruch geschehen können. Wie dann die meisten durchs Gebüsch nacher Böheimb tropp- und einzellenweis, indeme ich solche soviel müglichist zusamben bemühet, ohne einige Verhinderung zugangen, dass also verhoffentlichen der Verlust nicht über 5- oder 600 Mann sein wird. Bei der Cavalleria kann ich, weil, wie oben angezogen, nur etliche wenige Esquadronen zur Charge komben, die übrigen aber vor der Zeit alsobalden aus dem Felde gangen, keinen sonderbaren Verlust, der meines Erachtens nicht bei 200 zu schäzen, absehen, dahero lasse ich darvon sagen und judiciren, wer da will.

Nur allein ist dises zu beklagen, dass die vier Stuck durch mutwillige Nachlässigkeit und Verwahrlosung derer darbei gewesenen Officier, welche ohne einige Verfolgung des Feindes gar wohl hätten darvon gebracht werden können, zuruckgelassen worden. So E. K. Mt aus alleruntertänigsten Pflichtschuldigkeit ich zu hinterbringen die unumbgängliche Notdurft zu sein erachtet“.[39]

Mislík schrieb am 10.2.1640 aus dem Feldlager bei Časlau[40] an J. Černin d. Ä.: Die kaiserliche Armee liege bei Časlau, Leopold Wilhelm[41] in Kuttenberg.[42] Die Kaiserlichen hätten bei Kolin[43] eine Brücke über die Elbe geschlagen. Der Feind sei noch im Besitz von Leitmeritz,[44] Melnik,[45] Brandeis[46] und Chlumetz,[47] das in diesem Monat von Piccolomini erobert werden sollte. Man plane die Elbe zu überschreiten und dem Feind ein Treffen zu liefern.[48] Am 28.2.1640 teilte Mislík aus dem Feldlager bei [49] J. Černin d. Ä. mit: Die kaiserliche Armee liege bei Jičin, der Hauptteil der feindlichen Armee bei Aussig.[50] Melnik und Leitmeritz seien noch in Feindeshand. Die schwedische Garnison in Königgrätz[51] unter Schweinitz habe sich ergeben, ihre Soldaten seien in die kaiserlichen Regimenter eingetreten. Auf ähnliche Weise hätten sich auch die Besatzungen in Chlumetz, Smiřitz[52] und anderen Orten ergeben.[53]

Mislík schrieb am 14.3.1640 aus Turnau[54] an J. Černin d. Ä.: Seit dem vergangenen Samstag [7.3.] setze der Feind seine Truppen auf Schiffen bei Leitmeritz über die Elbe, da das Hochwasser die Brücken fortgerissen hatte. Laut Aussagen von Gefangenen stehe Banèrs halbe Armee bereits jenseits der Elbe; gegen den verbliebenen Teil sei Piccolomini mit 4.000 Reitern und etlichen Musketieren ausgerückt.[55]

Mislík teilte am 7.4. aus Luditz[56] an J. Černin d. Ä. mit: Die schwedische Armee habe ganz Böhmen verlassen und ihren Marsch gegen Meißen[57] und Erfurt[58] genommen. Auf dem Rückzug habe sie alle Brücken über die Eger hinter sich verbrannt, um den Vormarsch der Kaiserlichen aufzuhalten. Banér und der größere Teil seiner Reiterei seien von den Kaiserlichen bis hinter Annaberg verfolgt worden. Über die Einquartierung der kaiserlichen Armee sei bisher noch nichts beschlossen worden; vorläufig liege sie in den Kreisen Pilsen[59] und Rakonitz.[60]

Am 16.4.1640 schrieb Mislík aus Luditz an J. Černin d. Ä.: Der aus neun Regimentern bestehende linke Flügel der Schweden habe nach dem Rückzug unter Wittenberg sein Lager bei Plauen[61] aufgeschlagen. Banér stehe mit der Artillerie in Zwickau,[62] die Infanterie in dessen Umgebung. Der rechte Flügel der schwedischen Armee liege zwischen Zwickau und Altenburg.[63] Erzherzog Leopold Wilhelm und Piccolomini hätten beschlossen, einen Teil der Reiterei nach Plauen[64] zu schicken, wohin auch sein Regiment und etliche andere Regimenter, insgesamt 3.000 Reiter, unter Generalwachtmeister Bredow kommandiert worden seien. Ihnen seien dann weitere Truppen gefolgt. Am 14.4. seien die Kaiserlichen bei Oelsnitz[65] und dann noch einmal bei Plauen zum Angriff auf die Polen übergegangen; der Gegner sei gewichen. Horn, einige höhere Offiziere und mehrere hundert schwedische Soldaten seien gefangen genommen und zwei Fahnen erbeutet worden. Beigelegt war eine Liste der versprengten schwedischen Regimenter.[66] Der Habsburg-Anhänger und Historiograph Wassenberg[67] hält in seinem 1647 erneut aufgelegten „Florus“ fest: „Nach Königgrätz [am 19.2.1640 erobert; BW] haben die Schweden alle örther in Böhmen / Budeweiß[68] / Thabor[69] / Leutmaritz / vnd andere / außgenommen die eintzige Stadt Zwickaw verlassen / vnd sind in Thüringen biß auff Erffurt gewichen. Aber die Oesterreichischen folgeten ihnen hinten nach / vnd der General-Wachtmeister Bredaw [Breda; BW] hat ihren lincken Flügel vnter dem General Wittenberg bey Plauen ereylet / vnd dermassen geschlagen / daß er als ein Sieger zehen Obristen / alle Fähnlein / Geschütze / Beute vnnd andern Kriegsvorrath / zum Ertzherzoge in das Läger gebracht“.[70]

Mislík schrieb am 28.4. aus Heinrichsgrün[71] an J. Černin d. Ä.: Nach der Niederlage seiner wenigen Regimenter sei Banér hinter die Saale gegen Erfurt zurück gewichen. Die gesamte kaiserliche Armee habe Böhmen verlassen, um den Feind zu verfolgen.[72]

Am 15.5.1640 informierte Mislík aus dem Hauptquartier bei Saalfeld[73] an J. Černin d. Ä.: Die kaiserliche und die gegnerische Armee stünden sich nahe gegenüber, vorläufig sei es nur zu kleineren Gefechten gekommen. Banér habe seine Stadtgarnison in Chemnitz zurückgelassen. Die Kaiserlichen hätten sie entwaffnet und gehen lassen, auf Grund eines zwischen Braganza und dem schwedischen Obristleutnant Johan Printz abgeschlossenen Akkords. Banér habe sich bei Erfurt befestigt und erwarte die Weimarischen, Hessen-Kasselischen und Lüneburgischen Truppen.[74]

Am 26.7.1640 wandte sich Braganza an Piccolomini und berichtete über das Gefecht bei Rottenburg,[75] an dem zwei seiner Regimentskompanien teilgenommen hatten, und zeigte seine Dienstquittierung an; das Regimentskommando übergebe er an Mislík.[76]

Der Chronist und Bürgermeister Georg Leopold[77] aus dem von Eger[78] abhängigen Marktredwitz[79] erinnert sich: „Den 27. August [1640; Bw] sind mit über 300 Pferden 2 Kompagnien Kürassiere(r) von dem Mißlingischen Regiment anher(o) (ge)kommen. Dabei [war] viel Pagage. Als man ihnen auf ihr ernstlich[es] Begehren das Quartier abgeschlagen, haben sie sich so sehr erzürnt, dass sie sich über des Pfarrherrn Flecklein, auf der Höhe gegen meinen Stadel, gestellt [haben]. Etliche [haben] vorher den Markt umritten, ihre Bandeliere(r) und Pistol[en] geladen und gespannt und (al)so mit Gewalt ansetzen und die Tore aufhauen wollen. Darauf [haben] wir sie inständig gebeten, daß sie nichts Gewalttätiges vornehmen sollten. [Das] hat jedoch bei ihnen nicht verfangen, sondern sie haben mit Gewalt hereindringen wollen. Darauf [haben] wir ihnen nochmals angedeutet, daß sie sich außerhalb ein Quartier verschaffen sollten; hingegen wollten wir ihnen Proviant hinausreichen. Wenn sie nun damit nit zufrieden sein wollten und es sie gelüsten sollte, [et]was Feindseliges gegen uns vorzunehmen, so sollten sie wissen, daß wir allem feindlichen Anfall mit Gewalt zu begegnen, resolviert wären. [Wir] protestierten aber(mals) darwider, do ihnen darauf ein Schimpf begegnen oder [ein] anderes Unheil entstehen würde, da wir deswegen entschuldigt (ver)bleiben, hingegen die Verantwortung ihnen [über]lassen [bleibt]. Hierauf (haben) sie mit uns akkordiert, daß zu Leutendorf[80] und Meußelsdorf[81] ihr Quartier suchen wollten, hingegen wir ihnen Fleisch, Bier und Brot hinaus(ver)schaffen sollten, was wir auch willig getan [haben]“.[82]

Am 4.9.1640 hatte Mislík an H. Černín einen Lagebericht abgehen lassen: Am 20.8. sei der Feind zwar gegen die Kaiserlichen ausgerückt, habe aber keinen Angriff gewagt, sondern sich etwa eine halbe Meile vor ihnen, bei Wildungen[83] in der Grafschaft Waldeck, gelagert und befestigt. Daher sei die Fouragebesorgung nun für die Kaiserlichen erschwert. Der Feind halte Kassel,[84] Ziegenhain,[85] Herzberg[86] und andere befestigten Orte, alle im Rücken und auf den Seiten der Kaiserlichen, noch immer besetzt. Jetzt aber würden Hatzfeldt und Wahl mit etlichen Tausend guten Soldaten im Rücken des Feindes logieren und ihn vielleicht zur Änderung seiner Absicht bewegen. Die Kaiserlichen machten täglich feindliche Gefangene. Die hessischen und lüneburgischen Truppen würden immer geringer an Zahl und der hessische General Melander [Holzappel; BW] habe die Truppe verlassen.[87]

Mislík teilte im September 1640 aus dem Feldlager bei Fritzlar[88] J. Černin d. Ä. mit, dass Generalquartiermeister Ruck von Kroaten erschossen worden und Generalwachtmeister Westphalen gestorben sei. Vor drei Tagen seien Geleen mit 5 Reiter- und 6 Infanterieregimentern, Hatzfeldt und Wahl mit 3.000 Kavalleristen im Feldlager eingetroffen; am kommenden Tag werde man wohl gegen Westfalen ausrücken.[89]

Mislík informierte am 18.10.1640 J. Černin d. Ä. aus Fürstenberg:[90] Er liege mit seinem Regiment im Stift Paderborn in Westfalen, der Feind stehe jenseits der Weser im Braunschweigischen. Vorläufig wolle er in der Nähe des Feindes bleiben und dessen Bewegungen verfolgen. Da aber nunmehr der Winter vor der Tür stehe und beide Armeen sehr erschöpft seien, müsse man die Regimenter verstärken und die Armee in Winterquartiere logieren.[91]

Am 10.12.1640 teilte Erzherzog Leopold Wilhelm Rudolf von Colloredo aus seinem Hauptquartier in Aschaffenburg[92] mit, er habe aus seinem Brief entnommen, dass man zur Abwehr eines gegnerischen Einfalls in Böhmen eine gewisse Zahl von Artillerieeinheiten und mindestens 2.000 Kavalleristen brauche. Er habe vor einiger Zeit die Abkommandierung der Regimenter Mislík und Caba nach Böhmen anbefohlen.[93]

Am 7.2.1641 schrieb Mislík aus Moldauthein[94] an J. Černin d. Ä.: Der Mangel an Pferden sei schuld daran, dass die Kaiserlichen dem Feind keinen rechten Abbruch tun können. Eine seiner Regimentsabteilungen habe erkundet, dass Banér mit der Armee von Cham[95] und Furth[96] im Walde ausgerückt sei, sichtlich mit dem Plan, gegen Pilsen zu ziehen, etliche seiner Regimenter hätten sich bei Klattau[97] gezeigt und die kaiserlichen Wachtposten „repoussirt“. Bruay lagere mit den Truppen bei Moldauthein, um wenigstens den Fluss gegen den Feind zu halten. Zudem beklagte sich Mislík, dass sein Regiment kein Quartier habe und sich mangels Pferden in einer üblen Lage befände.[98]

Am 5.3.1641 teilte Mislík aus Tabor J. Černin d. Ä. mit, Bruay sei beordert worden, mit sämtlichen Regimentern zur Donau zu ziehen, bei Vilshofen[99] eine Brücke zu schlagen, sie zu überschreiten und hierauf zu Piccolomini zu stoßen.[100] Am 14.3.1641 schrieb Mislík aus dem Feldlager bei Passau[101] J. Černin d. Ä., sämtliches Kriegsvolk aus Böhmen und Schlesien liege bei Passau und solle von Geleen befehligt werden.[102]

Am 20.3.1641 schrieb Mislík aus Janowitz[103] wieder an J. Černin d. Ä., Banér habe wegen der Nähe der kaiserlichen Armee Cham geräumt und sich in aller Eile über Furth, Taus[104] und Rosshaupt[105] aus dem Königreich Böhmen davon gemacht, wobei er unterwegs viel Bagage zurück gelassen habe, so dass jetzt kein einziger feindlicher Soldat mehr in Böhmen stehe.[106]

Wie Mislík am 30.3. aus Schönhof[107] J. Černin d. Ä. berichtete, sei Banér wiederum der Gefahr entronnen und in Tag- und Nachtmärschen über die Eger geflüchtet, ständig von den Kaiserlichen verfolgt. Piccolomini mit der gesamten Reiterei und Geleen setzten ihm von Kaaden[108] nach, aber Banér sei ihnen um zwei Stunden zuvor gekommen, habe erst an einem Wald bei Pressnitz,[109] geschützt von seiner Infanterie, Halt gemacht und sich kampfbereit seinen Verfolgern gestellt. Die Kaiserlichen hätten keine Infanterie gehabt und es wegen des Schnees nicht gewagt anzugreifen. So sei Banér unter dem Verlust von 4.000 (!) Mann mit dem Leben davon gekommen. Die kaiserliche Reiterei stehe nun bei Kaaden und erwarte weitere Befehle von Leopold Wilhelm, der mit der Infanterie bei Theusing[110] liege.[111]

Mislík schrieb am 12.5.1641 aus Lützen[112] an J. Černin d. Ä.: Er habe die kaiserliche Armee bei Leipzig[113] angetroffen . Banér lagere bei Merseburg[114] jenseits der Saale. Die Kaiserlichen würden bei Weißenfels[115] eine Brücke über die Saale schlagen; am heutigen Tag hielten sie den Brückenkopf bereits besetzt und der Feind greife sie dort an. Die Franzosen und Weimarer hätten sich mit Banér vereinigt, doch die Hessen und Lüneburger nicht. Diese Truppen würden sich nach dem Tod Georgs von Braunschweig-Lüneburgs wohl nicht zu den Schweden schlagen, zumal Georg II. von Hessen-Darmstadt zum Vormund und Statthalter ernannt worden sei. Diese Truppen würden eher zur Verteidigung des eigenen Landes neutral bleiben.[116]

Aus dem Feldlager bei Rosenberg[117] informierte Mislík am 28.5.1641 wohl sehr optimistisch J. Černin d. Ä.: Die kaiserliche Armee stehe im Fürstentum Anhalt. Der Feind habe sich nach Halberstadt[118] zurückgezogen, wo er sich befestige. Banér sei dort am 19.5. [sic] gestorben. Es sei fraglich, wer nach ihm das Kommando übernehmen werden. Ohne Hilfstruppen aus Hessen und Lüneburg – diese Länder seien bisher neutral gewesen – würden die Schweden zum Verlassen des Reichs gezwungen sein. Morgen werde die kaiserliche Armee gegen den Feind anrücken. Man erwarte die Ankunft Leopold Wilhelms.[119]

Im Juni 1641 wurde Zwickau[120] von den Kaiserlichen erobert, wie Lehmann berichtet: „Uber der Schwedenflucht wahr große freude in Böhmen und in Meißen, daß der Churfürst den 27. Martii zue Dresden ein Freudenfest hielte und die stucke ließ losbrennen und praeparatoria machen, die Schweden auß Zwicka zue jagen, Wie den auch von keyßerlichen Sich der Obrist [Friedrich Conrad; BW] Spiegel mit 5 Regiementern, Nicolaischen und [Hans Abraham v.; BW] Gersdorfischen trouppen erst darfür geleget, die umb Werda[121] an der Pleiß logirten und Zwicka von ferne blocquirten. Die Schwedische besazung in der Stadt achtete des nichts, sondern fiel den 12. April in Glauche,[122] plünderten des Nachts 3 stunden lang auß und nahmen weg Pferde, viehe, gedreit, Victualien und, was Sie kunten fortbringen, kahmen darmit Sicher den 13. April früe ein. Den 11./12. Maii kam darfür General-Wachmeister Alexander Freyherr von Borri mit etlichen Regiementern zue Roß und Fuß, ein Regiement de Sove [Soye; BW], 1 regiement des Nicolai, 4 Compagnien de [Hieronymus v.; BW] Coloredo, 1 Compagnie des [Maximilian v.; BW] Wallensteins, 1 Compagnie von Borri, 300 Pferde von Buchheim [Puchheim; BW] und Mißlich [Mislík; BW], 300 Trajoner von Gallas und Geleen, 300 Pferde Saxische. Das stellete er nach-Mittag umb 5 Uhr in Bataglia vor Zwicke und schlag das lager an dem ort, wo der Unger vorn jahr gelegen. Des abendts branden die Schweden die Lerchenmühl ab. Mann sahe auch mehr feuer. Den 16. Mai brandte Oberhohndorf[123] ab, am 18. huius halb Planitz;[124] an den tag kahmen 4 halbe Carthaunen an von Dresden mit einer Compagnie Trajoner von Grosenhain.[125] Den 19. folgten 4 falconen mit 1 Compagnie Pferde von Radeberg,[126] an den tag machten die keyßerlichen 3 schantzen vor der Statt, eine vorn Frauenthor, die andere Osterstein[127] gegenüber, die 3. uff den Holzanger. Den 22. Maji kahmen die 2 Freyfehnlein von Chemnitz6 und den 25. huius 8 Compagnien von Schleinizischen [Joachim v. Schleinitz; BW] darüber. Den 24. Maji branden die Schweden die Schneide- und Pulvermühle weg und hieben alle beume umb vor der Stadt. Den 1. Junii steckten Sie an die Walck-Mittelmühle und die heußer auf den graben an. So lange aber die Schweden die Schloßmühle, die 9 gänge hat, behielten, kunten Sie der Statt nichts anhaben, welche die belägerer den 2. (12.) Junii mit sturm wegnahmen. Den 28. Maii hatten Sie von Dresden mehr stücke bracht, 2 gantze und 4 halbe Carthaunen, 6 flacianer, 3 Feuermorsel, viel Munition; darauß schoßen Sie auf einen tag binnen 4 stunden 232 mahl auf die stadt, daß mans hier allezeit bobern gehöret. Es kahmen auch mehr völcker darfür, Ertzherzogliche, Beyerische und Saxische, von Duc de Savelli und Grafen von Suys, daß Sie vor der stat starck lagen 5000 zue fuß und 3000 zue roß. Die machten 20 000 schantzkorbe und So viel faschinen. Den 6. Junii wurde hefftig geschoßen, 3 Minen gemacht und der Statt so hefftig zuegesezt, daß die Schweden den 7. Junii parlirten, und muste sich die besatzung auf discretion ergeben, des Obristen Johann Beers Reuter absitzen, Standarten, Pferd und Obergewehr zuerücklaßen, des Obristen Hans Heinrich von Schlieben regiement zue fuß aber nur die fehnlein von sich geben, zogen den 9. Junii auß und wurden nach ihrer Armee convoirt: Die Stat aber mit den 2 Freyfehnlein zue fuß untter des Obrist-Leutenandt [Daniel v.; BW] Schliebens (s. o.) commando besezet, und das hauß Wiesenburg[128] ihnen darzue anvertrauet. Zwicke muste den Borri geben 4000 thl., denen Artollerey verwanden 550 thl. vor die glocken“.[129]

Aus dem Feldlager bei Aschersleben[130] teilte Mislík am 20.6.1641 H. Černin d. Ä. mit, man erwarte Leopold Wilhelms Anmarsch mit jedem Tag, wonach man nach Braunschweig[131] und Wolfenbüttel[132] ziehen werde, um entweder die Blockade der Stadt Wolfenbüttel zu sprengen oder den Feind zu einer Schlacht zu zwingen. Braunschweig und Lüneburg verharrten auf der Seite der Schweden und stellten ihnen ihre Truppen zur Verfügung. Die Kaiserlichen lägen nahe am Feind an der Grenze Braunschweigs; dieser habe noch keinen Oberbefehlshaber.[133] In diesem Juni 1641 berichtete der kaiserliche Obrist und Kommandant von Höxter,[134] Dietrich Hasenbein, Melchior von Hatzfeldt von der Ankunft Torstenssons, den Baner zu seinem Nachfolger bestimmt hatte, mit 7.000 Mann bei Höxter.[135]

Am 7.2.1641 schrieb Mislík an J. Černin aus Moldauthein: Der Mangel an Pferden sei schuld, dass die Kaiserlichen dem Gegner keinen rechten Abbruch tun könnten. Eine Abteilung seines Regiments habe erkundet, dass Banér mit der Armee von Cham und Furth ausgerückt sei, sichtlich mit dem Plan, gegen Pilsen zu ziehen; etliche seiner Regimenter hätten sich bei Klattau gezeigt und kaiserliche Wachtposten „repoussiert“. Bruay logiere mit den Truppen bei Moldauthein, um wenigstens den Fluss gegen den Feind zu halten. Er beklagte sich auch, dass sein Regiment kein Quartier habe und sich aus Mangel an Pferden in einer üblen Lage befinde.[136]

Mislík teilte am 16.7.1641 J. Černin d. Ä. aus Aschersleben mit, die kaiserliche Armee werde bis zur Erntezeit in Aschersleben bleiben und dann nach Braunschweig ziehen. Hatzfeldt wolle den Feind von jenseits der Weser angreifen. Die unzufriedenen französischen Fürsten und Karl IV. stellten eine starke Armee gegen Ludwig XIII. vor, die als innerer Feind in Frankreich gute Ergebnisse erzielen könne. Wie Piccolomini vom Herzog de Guise erfahren habe, befänden sich bereits 800 Adelige unter den Unzufriedenen, den „malcontents“.[137]

Am 2.8.1641 schrieb Mislík an J. Cernin d. Ält. aus Magdeburg,[138] die kaiserliche Armee liege bei Aschersleben. Er sei mit mehreren tausend Reitern nach Magdeburg gekommen, um dort Kanonen, Munition und den aus Böhmen geschickten Proviant zu übernehmen. Nach seiner Rückkehr würden sie in das Land Braunschweig gehen. Die feindliche Armee stehe bei Wolfenbüttel.[139]

Darüber berichtete Mislík an J. Černin d. Ält. am 14.11.1641 aus dem Feldlager vor Göttingen:[140] Nach Eroberung der Stadt Einbeck[141] seien die Kaiserlichen gegen Göttingengezogen, dessen Besatzung der Gegner inzwischen verstärkt hatte. Als Obrist Vollmar von Rosen in Begleitung von Göttingen zur schwedischen Armee zurückritt, sei sein Dragoner-Regiment in der Nachhut geschlagen und mehrere Offiziere gefangen genommen worden. Die Kaiserlichen hätten Göttingen zwar angegriffen, doch erfolglos. In Hinblick auf die späte Jahreszeit und das kalte Wetter werde es kaum gelingen, diese Stadt zu erobern. Melchior von Hatzfeldt liege mit seiner Truppe bei Erfurt. Die gegnerischen Armeen lagerten noch unweit von Hildesheim,[142] in Erwartung von Hilfstruppen und der Ankunft des neuen Kommandanten Torstensson.[143]

Mislík schrieb am 13.8.1642 aus dem Feldlager bei Parchwitz[144] an H. Černin: Die feindliche Armee marschiere von Groß-Glogau[145] gegen Krossen, wo sie ihr Lager zwischen den Flüssen Bober und Oder aufschlagen wolle; sie erwarte eine Verstärkung von mehreren Tausend Mann aus Schweden. Laut Aussage von gefangen genommenen Schweden sei Königsmarck mit vier schwachen Regimentern an die Weser kommandiert worden, wo er zu den schwedischen Garnisonen stoßen und die Kaiserlichen an neuen Werbungen hindern solle. Die kaiserliche Armee stehe jetzt bei Parchwitz und werde so nahe an den Feind heranrücken, dass sie ihm wenigstens die Verproviantierung unmöglich macht. Die neuen ungarischen Soldaten würden den Feind ständig beunruhigen.[146]

Mislík informierte am 12.9.1642 H. Černin aus Lüben:[147] Der Feind habe nach Erhalt einer Verstärkung von 6 Infanterieregimentern und mehreren Reiterkompanien sein Lager bei Guben[148] verlassen und am 10.9. bei Glogau jenseits der Oder, wo er eine Brücke habe, Halt gemacht. Die Kaiserlichen hätten beschlossen, die Belagerung von Glogau aufzugeben und über Lüben gegen Liegnitz[149] zu marschieren. Der Feind habe dann, verstärkt durch 2.000 Mann der Glogauer Garnison, den Großteil seiner Truppen über die Oder geführt, ohne die Kaiserlichen anzugreifen. Laut Aussage von Gefangenen warte er auf weitere Verstärkungen. Die Kaiserlichen warteten gleichfalls auf solche. Die Ausfälle der schwedischen Garnison aus Glogau seien stets abgeschlagen worden. Da in der Stadt eine starke Besatzung liege, werde sie wohl nicht so bald erobert werden. Die kaiserliche Armee leide unter Proviantmangel. Bruay stehe mit etwa 600 Reitern und 2 Dragonerregimentern in Freystadt[150] nahe am Gegner. Diesem sei es zwar gelungen, in die Vorstadt einzufallen und sie niederzubrennen, doch sei er mit Verlusten zurückgedrängt worden. Die Kaiserlichen hätten nur 10 oder 12 Gefangene verloren. Jetzt liege der Gegner zwischen zwei Wasserläufen unweit von Guben,[151] wo er auf Verstärkungen warte. Er, Mislík, werde versuchen, Groß-Glogau zu entsetzen.[152]

Am 4.10. informierte Mislík H. Černin aus dem Feldlager bei Zittau:[153] Der Feind sei vier Tage bei Friedland[154] gelegen; auch die kaiserlichen Truppen seien inzwischen an diese Stadt herangerückt und beide Armeen seien einander dort nahe gegenüber gestanden. Am Vormittag sei der Feind nach Zittau abgezogen, wohin ihm die Kaiserlichen folgten. Der Kommandant der sächsischen Garnison in Zittau habe vor den Augen der Kaiserlichen die Stadt dem Feind übergeben; so könne dieser nun das den Sechsstädten und der Oberlausitz Proviant beziehen, während die Kaiserlichen gezwungen seien, bei Zittau zu liegen und auf die Räumung der Stadt zu warten.[155] Und am 14.10. hieß es aus dem Feldlager bei Grafenstein:[156] Die kaiserliche Armee liege noch immer bei Grafenstein, da sich der Feind bisher nicht aus Zittau weggerührt habe. Puchheim, Webel und er, Mislík, hätten auf Torstenssons Wunsch mit diesem über einen gegenseitigen Gefangenenaustausch verhandelt; es seien schriftliche Abkommen zustande gekommen über die Freilassung der bei den Armeen oder in den Garnisonen befindlichen Gefangen sowie darüber, dass die beiderseitigen Gefangenen in Zukunft ohne Rücksicht auf ihren Rang losgekauft werden sollten. Nach Abschluss der Verhandlungen hätten sich die Schweden und Kaiserlichen gegenseitig bewirtet, die vornehmsten Kommandanten hätten teilgenommen – etwas im Krieg bisher Unerhörtes. Nach Aussage feindlicher Gefangener wolle die schwedische Armee entweder gegen Meißen[157] oder in die Lausitz abmarschieren, so dass sich der Feind von den Grenzen Böhmens entferne.[158]

Mislík  schrieb am 5.11.1642 aus Teplitz[159] an einen ungenannten Empfänger: Die Niederlage der kaiserlichen Armee bei Leipzig sei vom linken Flügel verschuldet worden, der zum Großteil dem Kampf ausgewichen sei – was auch Piccolomini bestätigte[160] – ; dabei habe er, der er auf dem rechten Flügel die Reiterei befehligte, sein Regiment größtenteils verloren. Dabei habe er, M., der auf dem rechten Flügel die Reiterei befehligte, sein Regiment größtenteils verloren. Leopold Wilhelm und Piccolomini hätten Teplitz bereits verlassen.[161] Bereits einen Tag später schrieb er aus Teplitz an J. Černín d. Ä. über die Unordnung und Unsicherheit im Land, die die kaiserlichen Soldaten verschuldeten. Morgen werde er mit seinen Truppen bei Budin[162] die Eger überschreiten, denn Leopold Wilhelm und Piccolomini hätten die Armee schon heute bei Doxan[163] über die Eger gesetzt.[164]

Am 11.11.1642  informierte Jezberovský ze Olivové hory J. Černín d. Ä. über die Niederlage der Kaiserlichen bei Leipzig[165] und die tapfere Haltung Mislíks in dieser Schlacht.[166]

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet: „Es soll hierauff der Schwedische Feld-Marschall Torstensohn / dem Obr. Lieut. Knochen und D. Küelwein / als die bey S. Excell. wegen der belägerten Stadt Leipzig gewesen / die im Treffen [2. Schlacht bei Breitenfeld; BW] bekommene Käis. Kriegs-Cantzley-Schreiben fürgezeigt haben / darauß man genugsame Ursache hätte nehmen können / sich wiederum auff die Schwedische Seiten / und wenigstens Neutral zu legen : wie dann auch darbey Ih. Churfl. Durchl. soll angebotten worden seyn / daß / wann sie mit Einnemmung Wittenberg[167] und Magdeburg / Versicherung thun / sie wegen der Cron Schweden würcklich geschützet / auff widrigen Fall aber keine viertheil Meil Wegs vor der Stadt Dreßden sollten sicher seyn : danebens wollte man die Stadt Leipzig / Wittenberg und Magdeburg / mit so leydentlicher Guarnison tractiren / alß man biß dahero mit Franckfurt an der Oder[168] gethan habe. Solchemnach wurde unterm dato den 16. Decembr. auß Dresden geschrieben / die Conditiones der Tractation über die Neutralität seyen / daß Torstensohn Leipzig und Torgau zur Versicherung haben / im übrigen das Land unmolestirt bleiben / zugleich aber der Churfürst sein Volck von Käis. Armada abfordern / und keine Hostilität wider die Schweden mehr fürgehen lassen solle : auch mögen diese Vorschläge durch den Obr. Lieut. Knochen / wie ein Torstensohnisches Schreiben an den jungen Chur-Printzen zu erkennen gegeben / hinc inde, dem Land zum besten geschehen seyn / es ist aber nichts hierauff zur Folge vernommen worden / sondern nachdem deß Ertz-Hertzogen Hoch-Fürstl. Durchl. den Obr. Mistling an Chur-Sachsen geschickt / und derselbe Eingangs Januarii deß 1643. Jahrs nach Prag wiederum zurück komen / er mitgebracht / daß der Herr Churfürst bey Käiserl. Maj. den letzten Blutstropffen auffzusetzen sich erklärt haben“.[169]

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet weiter: „Der Churfürstlichen Durchleuchtigkeit zu Sachsen  hat weder der Schleinitzische Accord noch die Ubergab Leipzig gefallen / darum der von Schleinitz Zeit seiner Ankunft nach Dreßden schlecht empfangen worden. Dieweil auch von bevorstehender Chur-Sächsischer Neutralität mit Schweden ins gemein viel erschlossen war / als hat man Käiserlichen Seiten den Obersten Mißling [Mislík; BW] nach Dreßden geschicket / darbvon zu vernehmen / der dann / daß Ihre Durchleuchtigkeit den letzten Bluts-Tropffen bey Käiserlicher Majestät auffzusetzen gemeynet seyen / zur Resolution gebracht : Darbey auch Ihre Churfürstliche Durchl. wie wenig sie mit der Ubergab Leipzig zu frieden seyen sich vernehmen lassen / und weiln die zween darinnen gewesene Commendanten sich deßwegen schrifftlich haben verantworten sollen / als wollten der Käiserlichen Majestät Ihre Churfürstl. Durchl. die Justitiam darüber heimgestellet seyn lassen“.[170]

Mislík schrieb am 5.9.1643 aus Austerlitz[171] an H. Černin: Der Gegner sei mit sämtlicher Bagage gegen Brünn zu abmarschiert, wo sie, verfolgt von den Kaiserlichen, am heutigen Tage eingetroffen sei. Nach Aussage gefangen genommener Schweden rüste sich der Gegner zum Marsch über Böhmen nach Meißen oder in die Pfalz, woran ihn die Kaiserlichen zu hindern planten.[172]

Mislík informierte am 3.11.1643 aus Patschkau[173] H. Černin: Der Feind sei zur Oder abmarschiert, die Kaiserlichen würden den Winter über wohl in Pommern und Mecklenburg bleiben, ebenso wie der Feind. Dieser habe Schweidnitz[174] geräumt.[175]

Leopold Wilhelm übersandte Gallas am 19.8. aus seinem Hauptquartier Theben[176] Briefkopien des Kurfürsten von Bayern sowie die Abschrift eines Memorials Maximilian von Törrings für den Kaiser, in denen der Kurfürst eine Hilfstruppe von 2.000-3.000 Reitern gegen die Franzosen anforderte. Er habe beschlossen, dem Kurfürsten folgende Regimenter unter Mislíks Kommando als Hilfstruppe zu schicken: Wolframsdorf, Tappe, Jung-Nassau, Mislík, Eberstein, Isenburg und die Leibgarde Hatzfeldts, insgesamt der Liste nach 2.120 Reiter, und das für die Dauer von 14 Tagen. Zu ihnen stoßen noch die Regimenter Königsegg und Knigge aus Franken. Gallas solle den genannten Regimentern unverzüglich den Marschbefehl nach Bogen[177] oder Straubing[178] und über die Donau zur Reichsarmee nach Donauwörth[179] erteilen und zusehen, dass die Regimenter zwar ohne Bagage marschieren, aber dass sämtliche wehrfähigen und ausgerüsteten Reiter ausrücken und Mislíks Befehlen gehorchen.[180]

Mislik tötete am 30.4.1646 während der Staffelsteiner[181] Militärkonferenz der Kaiserlichen mit den Kurbayerischen Bassompierre wegen einer Beleidigung im Pistolenduell.[182] Karl Friedrich Reich, kaiserlicher Obrist und Generalquartiermeister, schrieb an diesem Tag an Piccolomini: „Heut sind alle Generals-Personen um sich von einem und andern zu unterreden, als auch der Herr General-Feldzeugmeister Bassambier und Herr General-Feldmarschal-Leutnant Mislich alhier gewesen, welche weil sie beisammen logiren, nach Mittag wiederum mit einander hinaus geritten. Unterwegs aber mit Worten und endlichen mit Pistolen an einander kommen, da dann das Unglück den Herrn Feldzeugmeister Bassambier betroffen und selbiger tot blieben. Wie es eigentlich zugangen, kan man noch nicht wissen, seitemahl niemand als ihr Pagen dabei gewesen“.[183] Im Mai berichtete Erzherzog Leopold Wilhelm Hatzfeldt von der Widersetzlichkeit von Offizieren bei dem gegen Mislík eingeleiteten Verfahren, im Juli informierte er Hatzfeldt aus Grünberg[184] von der Entlassung Mislíks wegen der Ermordung Bassompierres.[185] Der Chronist Leopold erinnert sich: „Den 7. Juni [1646; BW] ist der Quartiermeister des Feldmarschalleutnants Mießling mit 35 Pferden aus Böheim(b) hierher[ge]kommen. Weil wir ihm das Quartier abgeschlagen [haben], hat er protestiert. Wenn er draußen vom Feind überfallen werden und Schaden leiden sollte, würden er und sein Feldmarschalleutnant allen Schaden und [alle] Unkosten bei uns suchen. Wir haben zur Antwort [ge]geben, daß wir ohne Order des Feldmarschalls, des Grafen von Hatzfeldt, niemand entlassen und Quartier geben dürften; zudem würde er hier, wenn Feindgefahr vorhanden wäre, ebenso wenig gesichert sein wie draußen. Er ist übernacht zu Dörflas[186] verblieben“.[187] „Den 24. [7.1646; BW] ist H[err] Generalfeldmarschalleutnant Mießling von der Armee herauf mit 8 Pferden anher(o) [ge]kommen und über Nacht geblieben. Er hat sein Geld verzehrt und ist dann gegen Böheim(b) [ge]gangen“.[188]

„Aber auch bei den Franzosen kam es zur offenen Meuterei. Turenne war Mitte April [1647; BW] mit seinen Söldnern näher an den Rhein gerückt, um den Landgrafen Georg von Hessen-Darmstadt zum Anschluß an den Waffenstillstand zu zwingen. Kardinal Mazarin, der Lenker der französischen Politik, glaubte, die Überwältigung des Kaisers den schwedischen Waffen überlassen zu dürfen und berief den Marschall aus Deutschland ab, um ihn gegen die Spanier in den Niederlanden einzusetzen. Damit waren die deutschen Truppen nicht einverstanden. Es ging das Gerücht um, sie sollten wie Bönninghausens Regimenter nach Katalonien ziehen. Angeblich war bereits das nach Flandern beorderte regiment Erlach von den Franzosen niedergemacht worden, weil es sich geweigert habe, dorthin zu gehen. Anfang Juli brach bei Zabern[189] im Elsaß die offene Meuterei aus, als die deutschen Reiterregimenter – 4-5 000 Mann stark – sich schriftlich zu dem Beschluß vereinigten, sich nicht aus Deutschlands Grenzen schleppen zu lassen, ihren französischen Offizieren nicht länger zu gehorchen und ihren ausstehenden Sold zu ertrotzen. Die Regimenter Taupadel, Alt-Rosen, Ehm, Wittgenstein, Betz, Fleckenstein, Mazarin und Roßwurm [Russwurm; BW] trennten sich vom großenteils französischen Fußvolk und setzten über den Rhein; sie wählten Führer aus ihren Reihen, da ihre Offiziere sich ihnen versagten. Ihre Erbitterung wuchs, als Turenne den bei ihnen beliebten Generalmajor Reinhold von Rosen, dem er die Schuld an der Meuterei beimaß, verhaften ließ. Ein ehemaliger Student, Wilhelm Hempel, führte die Regimenter in guter Ordnung am 20. Juli über den Neckar, während Marschall Turenne ihnen mit der Infanterie, den französischen Reitern und einigen Kanonen folgte, dauernd durch Parlamentäre mit den Empörern verhandelnd, die nicht wußten, welchem Feldherrn sie sich anschließen sollten.

In Württemberg ritt Bönninghausen in ihr Lager und bot ihnen kaiserliche Dienste an. Am 5. Juli, dem Tage seiner offiziellen Begnadigung, hatte man im kaiserlichen Hauptquartier auf die Kunde vom Abfall der Weimaraner von Turenne beschlossen, den Versuch zu machen, sie für die Armee des Kaisers zu gewinnen. Als Unterhändler bot sich Bönninghausen an, der den Regimentern wohl bekannt war und ihre ablehnende Haltung gegen Turenne beobachtet hatte. Vielleicht aus einem gewissen Mißtrauen gegen die Ehrlichkeit seiner Versicherungen gab man Bönninghausen den Feldmarschall-Leutnant Mislick bei, der lange im Arrest gewesen war, weil er sich wegen einer Beleidigung mit dem Grafen Bassompierre duelliert hatte. Beide erhielten eine Instruktion ‚über ihre Verrichtung bei dem Weimarschen Generalmajor Rosen und dem Obristen Fleckstein wegen Herüberbringung der Weimarschen Völker‘. Ihr Begleiter war der Obristleutnant Wirz, der später dem Hofkriegsrat über den Mißerfolg der Sendung berichtete. Denn die Reiterregimenter ließen sich trotz lockender Angebote nicht für den Kaiser gewinnen. Rosen oder Fleckenstein hatten bei ihnen keinen Einfluß mehr; der Generalmajor saß im Gefängnis von Nancy,[190] Fleckenstein weilte bei Turenne in Heilbronn.[191] Als der Marschall bei Königshofen[192] den abgefallenen Regimentern auflauerte, brachen diese sich blutig Bahn und flohen nach Thüringen. Sie entschlossen sich, zum Heere des Generals Königsmarck zu stoßen und erreichten mit noch 1500 Mann im August 1647 in der Gegend um Paderborn dessen fliegendes schwedisches Korps. Durch Wrangel ermächtigt, die Umherirrenden lieber aufzunehmen als sie dem Feind zuzutreiben, nahm sie Königsmarck nach langem Bedenken und vergeblicher Einmischung der französischen Gesandten in Münster[193] Anfang September unter seine Truppen auf. Einzelne Reiter mögen auch kaiserliche Dienste genommen haben; am 12. September gab der Hofkriegsrat Anweisung, 300 Pardonspatente für beim Feind befindliche Völker drucken zu lassen“.[194]

Walter Leslie, ein Vertrauter Picolominis im Umfald des Wiener Hofes, schrieb am 30.7.1648 aus Linz[195] an Piccolomini: Er rate ihm, nicht allzu großes Vertrauen in Mislík zu setzen, denn dieser sei von den Herren Maximilian von Waldstein, Puchheim und Schlick völlig abhängig.[196]

Lobkowitz drückte am 30.7.1648 Piccolomini sein Bedauern über die spektakuläre Besetzung der Prager Kleinseite durch Königsmarck aus: “Non ho voluto mancare con questa occasione del Sig.re baron Mislik al debito mio di riverire V. E., e condolermene con Lei dalla perdita di Praga; colpo veramente non aspetto; perciò spero nella gratia di Dio, e nella prudente condotta di V. E., che quelle ci habbia à portare in conveniente rimedio”.[197]

Rudolf von Colloredo wandte sich am 29.9. aus Prag an Piccolomini: Der bayerische Kurfürst habe den Sukkurs verweigert, nun warte man auf die von Schlick versprochenen Truppen. Angeblich seien der Kanzlei auf der Kleinseite Schriftstücke übergeben worden, in denen die Verfasser verlangen, jeder Adelige möge ein Drittel seines Besitzes für die Fortsetzung des Krieges widmen. Der Inhalt dieser Schriftsachen sei nun in Stadt und Land in Umlauf und werde von ihren Prädikanten von den Kanzeln gelesen, wobei diese sagten, die Stände selbst sollten ihre weiteren Schritte erwägen, sich rasch mit ihnen verbinden und dem Land die frühere Freiheit zurück zu gewinnen. All dies habe derartige Verwandlungen bewirkt, dass so mancher beginne, sich kühl zurückzuziehen, und sollte es nicht zum Friedensschluss kommen, müsse man wahrlich den Abfall vieler Menschen fürchten. Vor zehn Tagen sei Puchheim nach Budweis gereist, um militärischen Sukkurs herbei zu schaffen. Die Wahl seiner Person sei nicht eben glücklich gewesen, da er sich unterwegs krankheitshalber aufhielt, der Feind ihn zwischen Frauenberg[198] und Budweis, zusammen mit anderen Offizieren, die ohne ihn die Reise nicht fortsetzen wollten, gefangen nahm und zurück auf die Prager Kleinseite brachte, wo alle am Vormittag eintrafen. Nur Mislík habe sich mit einem Teil der Reiterei nach Oberösterreich retten können.[199]

Wappen Myslik

[1] Vgl. die Erwähnungen bei HARRACH, Tagebücher; SCHMIDT-BRENTANO, Kaiserliche und k. k. Generale, S. 65.

[2] Hiršov (Hirschau) war ein Weiler unweit der deutschen Grenze im Böhmerwald und gehörte zum Bezirk Taus (heute Domažlice). Der Weiler mit Kirchlein gehörte zur Herrschaft Rýzmburk und kam an die Familie Czernin v. Chudenic. Bekanntlich heiratete Mislík eine Tochter aus dem Hause Czernin und kam so wahrscheinlich zu dem Titel „von Hiršov“. Freundlicher Hinweis von Herrn Harald Skala.

[3] Chemnitz; HHSD VIII, S. 43ff.

[4] Halberstadt [Kr. Halberstadt]; HHSD XI, S. 169ff.

[5] Altenburg [Kr. Altenburg]; HHSD IX, S. 6ff.

[6] Zeitz [Kr. Zeitz]; HHSD XI, S. 519ff.

[7] Vgl. SENNEWALD, Das Kursächsische Heer (ab August 2012).

[8] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[9] Freiberg; HHSD VIII, S. 99ff.

[10] Goldene Mark (Kr. Duderstadt); HHSD II, S. 172f.

[11] Hohnstein [Kr. Sebnitz]; HHSD VIII, S. 151f.

[12] Leipzig; HHSD VIII, S. 178ff.

[13] Annaberg; HHSD VIII, S. 5ff.

[14] Marienberg; HHSD VIII, 215f.

[15] Dresden; HHSD VIII, S. 66ff.

[16] Pirna; HHSD VIII, S. 276ff.

[17] Frauenstein; HHSD VIII, S. 98f.

[18] Brüx [Most]; HHSBöhm, S. 79ff.

[19] Elterlein; HHSD VIII, S. 89.

[20] LEHMANN, Kriegschronik, S. 102f. Lehmann datiert nach dem alten Stil.

[21] Vgl. BINGEL, Das Theatrum Europaeum.

[22] Herne; HHSD III, S. 317.

[23] Minden [LK Minden]; HHSD III, S. 517ff.

[24] Hamburg; HHSD I, S. 83ff.

[25] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[26] Glauchau; HHSD VIII, S. 116f.

[27] Hohnstein [Kr. Sebnitz]; HHSD VIII, S. 151f.

[28] THEATRUM EUROPAUM Bd. 4, S. 94f.

[29] Vgl. HÖBELT, Ferdinand III.

[30] Vgl. BARKER, Generalleutnant. Eine befriedigende Biographie existiert trotz des umfangreichen Archivmaterials noch immer nicht.

[31] Lindau; HHSD VII, S. 414ff.

[32] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 795.

[33] Vgl. REBITSCH, Matthias Gallas; KILIÁN, Johann Matthias Gallas.

[34] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 801.

[35] Naumburg; HHSD XI, S. 341ff.

[36] Oberwiesenthal; HHSD VIII, S. 261.

[37] Augenscheinlich handelt es sich um Crimmitschau [Kr. Werdau]; HHSD VIII, S. 53ff.

[38] Glauchau; HHSD VIII, S. 116f.

[39] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 801.

[40] Časlau [Časlav, Bez. Kuttenberg]; HHSBöhm, S. 90ff.

[41] Vgl. die ausgezeichnete Dissertation von SCHREIBER, Leopold Wilhelm; BRANDHUBER, Leopold Wilhelm; DEMEL, Leopold Wilhelm.

[42] Kuttenberg [Kutná Hora]; HHSBöhm, S. 307ff.

[43] Kolin [Kolín]; HHSBöhm, S. 280ff.

[44] Leitmeritz [Litoměřice]; HHSBöhm, S. 324ff.

[45] Melnik [Mělník]; HHSBöhm, S. 370f.

[46] Brandeis a. d. Elbe [Brandýs nad Labem, Bez. Prag-Ost]; HHSBöhm, S. 62f.

[47] Chlumetz an der Cidlina [Chlumec nad Cidlinou, Bez. Königgrätz]; HHSBöhm, S. 96f.

[48] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 987.

[49] Jičin [Jičín], HHSBöhm, S. 233f.

[50] Aussig [Ústí nad Labem]; HHSBöhm, S. 13ff.

[51] Königgrätz [Hradec Králové]; HHSBöhm, S. 269ff.

[52] Smiřitz [Smiřice, Bez. Königgrätz]; HHSBöhm, S. 575.

[53] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 997.

[54] Turnau [Turnov, Bez. Semil]; HHSBöhm, S. 633f.

[55] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1008.

[56] Luditz [Žlutice]; HHSBöhm, S. 347f.

[57] Meißen; HHSD VIII, S. 223ff.

[58] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.

[59] Pilsen [Plzeň]; HHSBöhm, S. 444ff.

[60] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1019; Rakonitz [Rakovník]; HHSBöhm, S. 508f.

[61] Plauen [Vogtland]; HHSD VIII, S. 279ff.

[62] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[63] Altenburg; HHSD XI, S. 9.

[64] Plauen; HHSD VIII, S. 279ff.

[65] Oelsnitz; HHSD VIII, S. 263f.

[66] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1024.

[67] Vgl. LAHRKAMP, Everhard Wassenberg.

[68] Mährisch Budweis [Moravské Budějovice, Bez. Trebitsch]; HHSBöhm, S. 352.

[69] Tabor [Tábor]; HHSBöhm, S. 592ff.

[70] WASSENBERG, Florus, S. 358.

[71] Heinrichsgrün [Jindřichovice, Bez. Falkenau]; HHSBöhm, S. 187f. BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, vermutet Helmersgrün = Helmsgrün, nordöstlch von Plauen.

[72] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1031.

[73] Saalfeld [LK Saalfeld-Rudolstadt]; HHSD IX, S. 369ff.; vgl. dazu auch Quelle 18: STURNBRICH, Kriegsereignisse (1640)

[74] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1037.

[75] Rottenburg [LK Tübingen]; HHSD VI, S. 674ff.

[76] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1063.

[77] KRUSENSTJERN, Selbstzeugnisse, S. 151f.

[78] Eger [Cheb]; HHSBöhm, S. 119ff.

[79] Marktredwitz; HHSD VII, S. 429f.

[80] Leutendorf, heute Ortsteil von Marktredwitz [LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge].

[81] Meußelsdorf, heute Ortsteil von Marktredwitz [LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge].

[82] BRAUN, Marktredwitz, S. 126f.

[83] [Bad] Wildungen [Kr. Waldeck]; HHSD IV, S. 35ff.

[84] Kassel; HHSD IV, S. 252ff.

[85] Ziegenhain; HHSD IV, S. 483ff.

[86] Herzberg, Schloss [Gem. Gehau, Kr. Ziegenhain], HHSD IV, S. 217.

[87] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1076.

[88] Fritzlar; HHSD IV, S. 149ff.

[89] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1081.

[90] Fürstenberg [LK Soest]; HHSD III, S. 240f.

[91] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1090.

[92] Aschaffenburg; HHSD VII, S. 33ff.

[93] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1110.

[94] Moldauthein [Týn n. Vltavou, Bez. Budweis]; HHSBöhm, S. 379.

[95] Cham [LK Cham]; HHSD VII, S. 124ff.

[96] Furth i. Wald [LK Cham]; HHSD VII, S. 221f.

[97] Klattau [Klatovy]; HHSBöhm, S. 262ff.

[98] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1141.

[99] Vilshofen [LK Passau], HHSD VII, S. 772f.

[100] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1169.

[101] Passau; HHSD VII, S. 571ff.

[102] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1171.

[103] Janowitz [Janovice, Bez. Freudenthal]; HHSBöhm, S. 226f.

[104] Taus [Domažlice]; HHSBöhm, S. 598ff.

[105] Rozvadov [Bez. Tachov].

[106] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1174.

[107] Schönhof [Šenov, poln. Szenów, Bez. Friedek-Mistek]; HHSBöhm, S. 555f.

[108] Kaaden [Kadaň, Bez. Komotau]; HHSBöhm, S. 241ff.

[109] Pressnitz [Přisečnice; Kr. Chomutov (Komotau)]:  Bergstadt im Erzgebirge, bis 1974 an der Stelle, wo sich heute die große Fläche der Pressnitztalsperre (vodní nádrž Přisečnice) erstreckt. Häuser, Kirchen und Schloss von Přisečnice sowie die benachbarten Dörfer Rusová (Reischdorf) und Dolina (Dörnsdorf) wurden abgerissen und an deren Stelle der Fluss Přísečnice (Pressnitz) gestaut.

[110] Theusing [Toužim, Bez. Karlsbad]; HHSBöhm, S. 614f.

[111] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1181.

[112] Lützen [Kr. Merseburg/Weißenfels]; HHSD XI, S. 286f.

[113] Leipzig; HHSD VIII, S. 178ff.

[114] Merseburg [Kr. Merseburg]; HHSD XI, S. 322ff.

[115] Weißenfels [Kr. Weißenfels]; HHSD XI, S. 487ff.

[116] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1190.

[117] Rosenberg [Rožmberk, seit 1950 Rožmberk nad Vltavou]; HHSBöhm, S. 524f.

[118] Halberstadt [Kr. Halberstadt]; HHSD XI, S. 169ff.

[119] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1199.

[120] Zwickau; HHSD VIII, S. 380ff.

[121] Werdau; HHSD VIII, S. 357f.

[122] Glauchau; HHSD VIII, S. 116f.

[123] Oberhohndorf, heute Stadtteil von Zwickau.

[124] Planitz [Stadtkr. Zwickau]; HHSD VIII, S. 279.

[125] Großenhain; HHSD VIII, S. 135f.

[126] Radeberg [Kr. Dresden]; HHSD VIII, S. 292f.

[127] Osterstein, Schloss von Zwickau.

[128] Wiesenburg [Kr. Zwickau]; HHSD VIII, S. 360.

[129] LEHMANN, Kriegschronik, S. 134f. Lehmann datiert nach dem alten Stil.

[130] Aschersleben [Kr. Aschersleben]; HHSD XI, S. 23ff.

[131] Braunschweig; HHSD II, S. 63ff.

[132] Wolfenbüttel; HHSD II, S. 503ff.

[133] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1210.

[134] Höxter [LK Höxter]; HHSD III, S. 346ff.

[135] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. 179.

[136] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1141.

[137] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1218.

[138] Magdeburg; HHSD XI, S. 288ff.

[139] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1224.

[140] Göttingen; HHSD II, S. 178ff.

[141] Einbeck; HHSD II, S. 128ff.

[142] Hildesheim; HHSD II, S. 228ff.

[143] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1252.

[144] Parchwitz [Prochowice, Kr. Liegnitz]; HHSSchl, S. 392f.

[145] Glogau [Głogów]; HHSSchl, S. 127ff.

[146] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1312.

[147] Lüben [Lubin]; HHSSchl, S. 305ff.

[148] Guben [Gubin, Niederlausitz]; HHSD X, S. 210ff.

[149] Liegnitz [Legnica]; HHSSchl, 283ff.

[150] Freystadt [Kożuchów, Kr. F./Neusalz]; HHSSchl, S. 105ff.

[151] Guben; HHSD X, S. 210ff.

[152] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1321.

[153] Zittau; HHSD VIII, S. 371ff.

[154] Friedland [Frýdlant, Bez. Reichenberg]; HHSBöhm, S. 155f.

[155] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1329.

[156] Grafenstein [Grabštejn, Bez. Reichenberg]; HHSBöhm, S. 169.

[157] Meißen; HHSD VIII, S. 223ff.

[158] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1333.

[159] Teplitz [Teplice]; HHSBöhm, S. 604ff.

[160] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1345.

[161] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1348.

[162] Budin a. d. Eger [Budyně nad Ohří, Bez. Leitmeritz]; HHSBöhm, S. 85.

[163] Doxan [Doksany, Bez. Leitmeritz]; HHSBöhm, S. 115.

[164] BADURA; KOČĺ, Der große Kampf, Nr. 1349.

[165] Leipzig; HHSD VIII, S. 178ff.

[166] BADURA; KOČÍ, Der große Kampf, Nr. 1354.

[167] Wittenberg [Kr. Wittenberg]; HHSD XI, S. 504ff.

[168] Frankfurt a. d. Oder [Stadtkr.]; HHSD X, S. 177ff.

[169] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 832.

[170] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 894.

[171] Austerlitz [Slavkov u Brna; Bez. Wischau]; HHSBöhm, S. 17ff.

[172] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 69.

[173] Patschkau [Paczków, Kr. Neisse]; HHSSchl, S. 393ff.

[174] Schweidnitz [Świdnica]; HHSSchl, S. 491ff.

[175] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 105.

[176] Theben [ung. Devény, slow. Dévin; Oberungarn, h. Slowakei].

[177] Bogen [LK Straubing-Bogen], HHSD VII, S. 102ff.

[178] Straubing; HHSD VII, S. 723ff.

[179] Donauwörth [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 147ff.

[180] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 646.

[181] Staffelstein [LK Lichtenfels]; HHSD VII, S. 711f.

[182] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 813; LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 352; LAHRKAMP, Werth, S. 166, Anm. 19.

[183] Státní oblastní archív v Zámrsku Rodinný archiv Piccolominiové Nr. 25212: Reich an Piccolomini, Staffelstein, 1646 IV 30.

[184] Grünberg [Kr. Gießen]; HHSD IV, S. 189f.

[185] ENGELBERT, Hatzfeldt, Nr. N 153.

[186] Dörflas, heute Stadtteil von Marktredwitz [LK Marktredwitz i. Fichtelgebirge].

[187] BRAUN, Marktredwitz, S. 271.

[188] BRAUN, Marktredwitz, S. 272.

[189] Zabern [Saverne; Elsass, heute Frankreich, Dép. Bas-Rhin].

[190] Nancy [Frankreich, Dép. Meurthe-et-Moselle].

[191] Heilbronn [Stadtkr.]; HHSD VI, S. 315ff.

[192] Königshofen [Lauda-K., Main-Tauber-Kr.]; HHSD VI, S. 418f.

[193] Münster; HHSD III, S. 537ff.

[194] LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 351f.

[195] Linz; HHSÖ I, S. 66f.

[196] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 1146.

[197] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 1147.

[198] Frauenberg [Hluboká nad Vltavou, Bez. Budweis]; HHSBöhm, S. 145f.

[199] TOEGEL; KOČĺ, Der Kampf, Nr. 1190.

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