Geyso [Geiß, Geiso, Geyß, Geyße, Giese, Gyse, Geihe, Geisse, Geiss, Grese], Johann von

Geyso [Geiß, Geiso, Geyß, Geyße, Giese, Gyse, Geihe, Geisse, Geiss, Grese], Johann von; Generalmajor [29.1.1593 Borken-1.5.1661 Kassel]

GeysoJohann von Geyso[1] [Geiß, Geiso, Geyß, Geyße, Giese, Gyse, Geihe, Geisse, Geiss, Grese] stieg im Dienst Hessen-Kassels bis zum Generalmajor auf.

In chronikalischen Aufzeichnungen aus Höxter[2] heißt es: „Im jahr 1631, wie landtgraff Wilhelm zu Hessen am 26. Octobris die statt Paderborn[3] eingenommen hatte, rückte er am 31./21. mit seiner gantzen armee vor hiesige statt undt beschoß dieselbe mit etzlichen canonen, da dan capitain Siebelstorff [Georg von u. zu Seibelsdorff; BW] accordiren, undt am 22. Octobris stili veteri [1.11.; BW] auß. Die Hessischen aber eingezogen seindt. Der obrist Johann Giese [Geyso; BW] ward mit dreyen compagnien außschuß darein gelegt, so aber den 5. Novembris wieder außgezogen undt obristwachtmeister Stoltz mit dragoneren einkommen ist. Den 20. Novembris hatt der obrist Bönninghausen die Hessen außgetrieben, die statt zum theill geplündert […]“.[4]

„Am 3. und 4. Februar [1633; BW] war der Landgraf [Wilhelm V.; BW] in Lette,[5] 5 km südlich Koesfeld.[6] Er hatte noch das weiße und das blauweiße Regiment z. F. und die Kavallerie bei sich. Das Baudissinsche Hilfskorps, bei dem jetzt ein Generalmajor von Berbistorf mehrfach erwähnt wird, löste die unter Hauptmann Motz in Haltern[7] zurückgelassenen Teile des weißen Regiments ab, besetzte Dülmen[8] und sicherte nach Osten gegen Soest-Arnsberg,[9] wo [Jost Maximilian v.; BW] Gronsfeldsche Truppen aufgetaucht waren. In Lette beratschlagte der Landgraf mit Fr. E. v. Dalwigk und Joh. Geyso, ob und wie Koesfeld belagert werden könne. Die anfangs gehegten Bedenken bezüglich eines Angriffes auf diese stärker befestigte und auch stärker besetzte Stadt, die die Residenz des Bischofs und nächst Münster[10] damals die bedeutendste Westfalens war, schienen nicht begründet gewesen zu sein. Es gelang schon in einer der nächsten Nächte, die Stücke an die Umwallung heranzubringen. Die mit 1500 Mann besetzte Stadt akkordierte schon nach eintätiger Beschießung (7.2.). Zum Kommandanten wurde Joh. Geyso ernannt“.[11]

„Vor der feindlichen Übermacht weichend, ließen Geleen[12] und Bönninghausen[13] beim Durchzug durch Hamm[14] 9 Kompanien zurück, mit dem Befehl, durch hinhaltende Verteidigung der Armee Zeit zum Rückzug zu gewinnen. Aber schon in der Nacht zum 27. Mai [1634; BW] wurde Hamm erstürmt, der Kommandant Baron Siebelsdorff [Seibelsdorff; BW] gefangen, seine Soldaten – soweit sie nicht entkommen konnten – niedergemacht ‚undt uff Höxarische Manier begraben in der Lippe‘. Gefangene hessische Offiziere, darunter Obrist Wendt von Krassenstein, konnten befreit werden; nach dem Bericht des Obristen Geyso an den Landgrafen dauerte die Plünderung der Stadt ‚sechs Stunden, doch ohne einige Tyrannei‘ !“[15] „Am 15. [25.5.; BW] begann die regelrechte Belagerung, aber schon in der Nacht vom 16. [26.] zum 17. [27.] gelang es dem Oberst St. André drei Tore zu petardieren. Geyso, der auf Geheiß des Landgrafen die Offensive mitmachte, berichtet über dieses Ereignis: ‚Diese Nacht ist der Hamm petardiert, bestiegen und in einer halben Stunde übermeistert. Von den 1100 Mann, die in dieser Garnison gelegen, sind wenige niedergemacht, die meisten haben sich versteckt gehalten, der Kommandant Seibelsdorf ist gefangen; unsere Gefangenen Oberst Cratzenstein, Major v. Dalwigk u. a. sind befreit. Auch Kanons, Feuermörser, Fähnlein und Cornets sind genommen. Gott hat wunderbar diese Eroberung gegeben, und ist Oberst St. André Direktor dieses glücklichen Anschlags und Ausgangs gewesen. Das Plündern hat sechs Stunden gedauert, doch ohne einige Tyrannei. Der Feind jenseits der Ase (Nebenfluß der Lippe) ist kanoniert und in Konfusion gebracht. Herr von Geleen ist so perturniret, daß er sich den Tod wünschet. Man hält auch davor, daß Bönninghausen seinen Pferden die alten Standen wieder angelegt habe (?)‘ „.[16]

„Während Herzog Georg mit der Belagerung von Borken beschäftigt war, bewies Bönninghausen durch einen seiner unerwarteten Reitereinfälle, daß er trotz der Verluste, die seine Kavallerie betroffen hatten, noch immer ein Faktor war, mit dem man auf protestantischer Seite zu rechnen hatte. Am 20. Juni zog er sechs Reiterregimenter zusammen, sein Leibregiment und die Regimenter der Obristen Eremite, Loe, Osterholt, Wendt und Schwarzenberg, und ging mit ihnen über Olpe[17] auf Attendorn[18] vor; am 22. Juni erfuhr der Landgraf von Hessen, daß es auf seine Stammlande abgesehen. Es schien, als wolle Bönninghausen die hessische Offensive nach dem Rhein wieder mit einer Gegenoffensive auf Hessen parieren. Er zwang den hessischen Obristen Geyso, die Belagerung von Obermarsberg[19] aufzugeben, brach in die Grafschaft Waldeck[20] ein, führte Pferde und Schlachtvieh mit sich fort, brandschaftete die Dörfer und tat den hessischen Untertanen auf alle Art Abbruch. Eiligst sandte Herzog Georg den schwedischen Generalmajor Beckermann mit 3000 Pferden und allen Dragonern ab, um Bönninghausen zu stellen, der nach seiner gewohnten Art auswich. Verfolgt von der gegnerischen Reiterei erschienen seine Regimenter am Abend des 7. Juli im Herzogtum Berg, wo Bönninghausens Name für die Bevölkerung von seinen letzten Durchzügen her einen furchtbaren Klang hatte. Sie nahmen ihren Weg über die Wipperfürther Straße bis Mülheim,[21] massenweise geraubtes Vieh mittreibend. Graf Mansfeld, der inzwischen am Rheine angelangt war und von den Kurfürsten von Köln und Mainz zu scharfem Vorgehen gegen den Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm veranlaßt wurde, wies Bönninghausens Reiterei in den bergischen Ämtern Porz[22] und Lülsdorf[23] Quartiere an. Wieder hausten die Söldner in zügelloser Weise, zerstörten die Feldfrüchte und trieben in förmlichen Treibjagden das Vieh ab, das die Bauern großenteils in die Wälder geflüchtet hatten. Durch die Einlegung dieser Truppen suchten die geistlichen Fürsten den Widerstand des Pfalzgrafen gegen die Vereinigung seiner Soldaten mit der kaiserlich-ligistischen Armee zu brechen. Mansfelds Generale und Obristen benutzten die Gelegenheit, auf Kosten des Landes ihre Taschen zu füllen“.[24]

Für die Niedergrafschaft Hessen hält Geyso fest: „Die Landleute hatten sich aus Angst vor den Kroaten mit ihrem Vieh in die Städte und Wälder geflüchtet. Die meisten Häuser waren leer. Soldaten und Pferde hungerten, die Neugeworbenen fingen an, sich zu verlaufen, die Kranken mehrten sich. ‚Wasser zu trinken in diesen Winterzeiten macht keine starken Leute … selbst für Geld ist nichts zu haben … ich fluche und schwöre mich selbst noch in die Hölle‘ heißt es in den Briefen [Johann] Geysos. Alle seine Bemühungen konnten weder das Plündern der fouragierenden Reiter verhindern, noch der Soldateska Brot verschaffen. Trotzdem wollte er, wenn nur einige Lebensmittel von rückwärts zugeführt würden, einem weiteren Vordringen der Kroaten auf Homberg,[25] Melsungen,[26] Eschwege[27] Widerstand leisten, ‚alles thuen, was zu E. F. Gn. Staat und der armen Untertanen Besten gereicht‘. Der Landgraf beauftragte den Kommissar Horn, den Oberst Geyso zu unterstützen, aber auch er konnte keine Lebensmittel und Munition herbeizaubern. Wenn die Kroaten nicht unter ähnlichen Schwierigkeiten gelitten hätten, würde es den Hessen schlecht ergangen sein. Erstere hielten sich weit auseinandergezogen in der Linie Salzungen[28]-Schenklengsfeld[29]-Schlitz[30]-Lauterbach[31] und machten von hier aus ihre Raubzüge. Am, 18. Februar [1637; BW] erschien der Oberst Budiany (Bathiany ?) mit 400 Pferden vor Hersfeld,[32] ließ den Rat ‚vor sich fordern und verlangte wöchentlich 500 tlr. Kontribution; bei Verweigerung derselben wollte er die Stadt an 20 und mehr Orten anstecken‘. Er begnügte sich dann mit dem Versprechen der Hersfelder, ihm in drei Tagen 100 tlr. nach Schenklengsfeld senden zu wollen. Aber auch das könnten sie nicht halten, so schreiben Bürgermeister und Rat am 19. Februar an Geyso und bitten ihn um einen guten Rat und um Schutz. Geyso hatte das bunte Gemisch seiner 6-7 Reiter- und Dragoner-Abteilungen seinem Bruder Ludwig unterstellt. Er gab ihm 200 gute Musketiere bei und riet, den Oberst Budiany in seinen Quartieren zur Nachtzeit zu überfallen. Der erste Versuch in der Nacht vom 21. zum 22. Februar mußte aufgegeben werden, da Pferde und Musketiere auf grundlos gewordenen Wegen nicht weiter konnten. In der Nacht vom 24. zum 25. gelang es jedoch dem Oberstleutnant L. Geyso in Weißenborn[33] und Schenklengsfeld, wo 600-800 Kroaten lagen, einzubrechen. Die größere Anzahl von ihnen wurde niedergemacht. Wertvoller als die gefangenen fünf Offiziere und 34 Reiter waren den Hessen eine größere Anzahl erbeuteter Pferde, unter denen sich auch die des Oberst Budiany befanden. Er selbst war zu Fuß entkommen und tauchte nach einigen Tagen als Verwundeter in Fulda[34] auf. Der Landgraf, hocherfreut über diese Tat, sandte dem Oberst Geyso noch 300 Reiter und 150 Dragoner zu. Sie kamen gerade zur rechten Zeit. Isolani [Isolano; BW] hatte – wohl um die Scharte auszuwetzen – seine verschiedenen Abteilungen bei Hünfeld[35] zusammengezogen und rückte am 3. März über Hersfeld vor. Auf den Höhen bei Lispenhausen[36] traten ihnen die hessischen Truppen entgegen und nötigten Isolani nach ‚stundenlangem Scharmütziren‘ wieder abzuziehen. Er schlug nun sein Hauptquartier in Fulda auf. Am 8. März wollte der Oberst Geyso noch ‚etwas Größeres unternehmen, nicht nur, um den Feind zu schädigen, sondern auch weil bei dem Fouragiren und unter diesem Schein gar zu schelmische und räuberische Händel vorgehen und die rechten Täter nicht auszuforschen seindt, die armen Leute aber darüber ins äußerste Elend gerathen‘. Die Absicht Geysos kam nicht zur Ausführung“.[37]

Das „Theatrum Europaeum“ berichtet zu 1639: „Damit wir aber eines nicht vergessen / so ist dieses übrige noch zu wissen / dass der Hessen-Casselische Obriste Geisse um den 15. 25. Maji auch in die Graffschafft Waldeck mit 1600. Mann zu Roß und Fuß gerucket / und an die Herren Grafen begehrt / eine Guarnison in dero Graffschafft Städte einzunehmen: Als sie aber solches rund abgeschlagen / hat er etliche Wagen mit Aexten / Granaten / Petarden und dergleiches Kriegs-Machinamenten beladen beladen / anführen / und die Stadt Mengeringshausen[38] fortziren wollen / immittelst durch eine Stratagema derselben sich bemächtiget / darauff die andere Städte zu sich beschrieben / und categorische Resolution von ihnen begehret / ob sie gutwillig etliche Völcker einnehmen wollten / im widrigen hätte er die Schlüssel bey sich / und wollte alsdann alles außplündern lassen. Ob nun gleich lang darvor gebetten / hat es doch nicht erhalten werden können / derowegen sie grösserer Gefahr vorzukommen / seinem Zwang nachgeben / und etliche einzunehmen / willigen müssen / darauff hat er 150 in bemelte Graffschafft Waldeck vertheilet / darvon in Corbach[39] 38. zu Fuß / neben einem Capitän-Lieutenant gelegt. Ihre Gn. Graff Volrad zu Waldeck / seynd wegen dieses Streichs hoch bestürzt gewesen / und sich beklaget / dass der Obriste Geisse gar übel zu entbieten / und fast grosse und gefährliche Dinge zumuthen lassen. Ermelter Obrister ist / nach Verrichtung solches / mit seinen Trouppen zu Fuß / wieder in Cassel[40] / die Reutterey aber gen Lippstatt gangen / und haben diese Hessische das Zeugnuß in der Graffschafft ihres Wohlverhaltens erhalten“.[41]

Der Hildesheimer[42] Arzt, Ratsherr und Chronist Dr. Jordan hält in seinem Tagebuch unter dem 8./18.10.1640 fest: „Eodem komt der Obrist Giese von Caßel anhero“.[43]

„Anfang Juli [1641; BW] kam zum erstenmal Hatzfeld mit seinem Generalstab nach Dortmund.[44] Er unternahm von hier aus die Belagerung und Eroberung Dorstens[45] (Juli-Sept. 1641)“.[46] Das „Theatrum Europaeum“ berichtet dazu: „Die Wolfenbüttelische[47] Belägerung / und daß die Schwedischen  wegen der Käis. Armada Gegenwart genug zu thun gehabt / hat verursachet / daß Herr General von Hatzfeld Dorsten im Julio vom weitem zu belägern angefangen / darzu der Herr von Vehlen [Alexander II. v. Velen; BW] im Eingang deß Monats / als unten folgen wird / zu Münster gemustert / und das Geschütze darzu / samt Feuermörseln die Stadt hergegeben hat[48] : und lag der von Hatzfeld gegen dem Ende Julii auff eine Stunde nahe von Dorsten / aber auß Calcar kamen noch 400. Hessische hinein / daß sie sich also bey 2000. starck darinnen befunden haben.

Die Belägerten [Johann v. Geyso mit 2.000 Mann; BW] gehalten wurde bekamen von ihrem Generalen dem Herrn Grafen [Kaspar; BW] von Eberstein / mit Vertröstung gewissen Entsatzes / ernstlichen Befelch / sich biß auffs äußerste zu wehren. Darauff machten sie /benebens guter Ordnung / unterschiedliche Durchschnitte / liessen alle ledige Häuser und Ställe abbrechen / und für die Soldaten am Wall Hütten dahin bauen / auch führeten sie äussere Werck im Angesicht ihres Feindes / thäten außfallen und und ruinirten ihm eine Battery vor der Lipp-Pforten / zerstiessen einen halben Canon / und einen andern halben zersprengten sie.

Der von Hatzfeld liesse 3. Brücken auff die Lippe schlagen / ums Läger Schantzen auffwerffen / dieselben mit Cortinen[49] zusammen zu schliessen : auch wurden noch vier halbe Carthaunen und zween Feuermörser auß Käiserswerth[50] Eingangs Augusti dahin gebracht : nicht weniger in kurtzer Zeit 3. Battereyen gemacht. Es judicirte eine qualificirte Person von dieser Belägerung mit Verwunderung / daß man sie um diese Zeit vornehmen möge : Angesehen die darinnen ligende / Obr. Geiß / und Obr. Kotz / mit andern guten Officirern und 2000. guter  Soldaten / auch mit allerhand Nothdurfft überflüssig versehen wären : hergegen grosser Mangel im Hatzfeldischen Läger sey / das Volck auch unter der Befahrung ankommenden Entsatzes sehr außrisse.

Bald kam Bericht / der Freyherr von Veelen hätte die an der Lippe gelegene Schantze erobert / und hoffe der von Hatzfeld innerhalb 14. Tagen sich der Vestung zu bemächtigen : Man schriebe um den 15. Augusti auß Cölln[51] / wann kein Succurs komme / so sey sie verlohren. Es wurde auch der Ort hart beschossen : und ob wol eine Hessische Parthey von 300. Man / sampt andern Statischen Volck / deß Obr. Meuters Convoy / so mit Munition und Proviant / von Käiserswerth auch nach dem Läger gehen sollten / auffgewartet / so hatte es doch damit den Außschlag / daß besagter Obrist Meuter diese Parthey beym Deisberger Busch bemeisterte / alle Hessischen nieder machte / und die Statische gefangen ins Läger brachte. Die darinnen wehreten sich zwar noch immer tapffer / und wurden Verwundete täglich nach Dortmund gebracht / es hatte aber der von Hatzfeld um den 11. Septembr. sich allbereit der äussern Werck bemächtiget / und bestunde Hatzfeldischen theils mit einander auff einen General-Sturm : doch wurde um den 25. ejusdem nooch immer an völliger Bress geschossen / darzu man aus Cölln im Ende Augusti bey 2000. Kugeln gelieffert hatte. Es sollte aber die Bresse nächsten Tags an zwey Orten / an einem von 2000. Musquetierern / an dem andern 1500. Schußfreyen Curassirern / unter auffgesetzten Sturm-Hüten / angelauffen werden.

Um den 14. Septembr. wurde ein gemeiner Sturm gethan / deme ein General-Sturm nachfolgen sollte / der von Hatzfeld aber schickte zuvorn dem Commendanten einen Trompeter / mit Erinnerungs-Schreiben / es darzu nicht kommen zu lassen / sondern guten Accord anzunehmen. Dieweil dann keine zeitliche Entsatzung mehr zu hoffen / und der Graben an der Lipp-Pforten allbereit so wol außgefüllet war / daß eine Comp. in Ordnung darüber marchiren können / dannenhero es die Belägerten auff keinen General-Sturm verantwortlich setzen dörffen : als ist der Accord angenommen / und derselbe den 18. dieses mit Gebung beyderseits Geisseln geschlossen worden / und zogen die Hessischen den 19. deß Mittags mit Sack und Pack / fliegenden Fahnen / Ober- und Unter-Gewehr / Kugeln im Munde / 2. Stück Geschützes auß / hergegen nahme das Hatzfeldische Leib-Regiment seinen Einzug“.[52]

„Auch nach dem Ende des Waffenstillstandes 1638 bemühte sich die Landgräfin den Krieg von der Langrafschaft Hessen-Kassel fernzuhalten. Die Unterhandlungen scheiterten jedoch an den zu hohen Geldforderungen. So bot sie 1641 dem kaiserlichen General an, auf die Kontributionen aus dem Stift Paderborn, über das sie zu der Zeit zum großen Teil diie Gewalt besaß, bis auf 3500 Taler zu verzichten. Im Gegenzug erwartete sie, daß der Kommandant von Marsberg[53] mit 500 bis höchstens 1000 Talern monatlicher Kontribution zufrieden wäre. Dabei machte sie zur Bedingung, daß die Marsberger Besatzung ihre Raubzüge nach Hessen einstellte, andernfalls drohte sie mit energischen Gegenmaßnahmen.

Es blieb jedoch bei den Drohungen. Die Landgräfin war machtlos gegenüber den kaiserlichen Truppen. Die monatlich zu zahlenden Steuern an Marsberg und Höxter betrugen 1200 Taler und mehr. Sie wurden zum Teil willkürlich erhöht und zwangsweise eingetrieben. Nur zu verständlich, daß die Landgräfin über diesen Umstand klagte und mit Rache drohte. Auf das eifrigste war sie bestrebt, die lästige Bergfestung auszuschalten und die kaiserlichen Truppen zu verjagen.

Nach und nach wurde die Marsberger Besatzung immer dreister und bald sehr gefürchtet. Viele hessische Kaufleute ließen sich Reisepässe, mehrere Orte Schutzbriefe vom Marsberger Kommandanten ausstellen, wofür sie stets viel Geld bezahlen mußten. Gefangene feindliche Offiziere, sogar Generale wurden auf der anscheinend uneinnehmbaren Festung Obermarsberg untergebracht.

Währenddessen beobachtete die Landgräfin mit wachem Auge die Vorgänge auf der Eresburg, um eine Gelegenheit zu einem Handstreich gegen die Stadt und ihre Besatzung zu finden. Die Gelegenheit hierzu bot sich 1643. Der kaiserliche Feldmarschall Oberst von Lautersheim (Leutersum) kam von Marburg[54] nach Marsberg, um die zu der Zeit bei Höxter stehende kaiserliche Armee mit seinen Truppen zu verstärken. Er legte eine Reitertruppe von 700-800 Mann in 700-800 Mann in die Altenstadt und ordnete ihnen noch 100 Musketiere von der Oberstädter Garnison zu[r ?] Sicherheit hinzu. Darauf hatte die Landgräfin gewartet. Sie schickte, als sie von dieser Einquartierung hörte, den Generalmajor Oberst Johann Geiso (Geyso/Geiß) mit 15000 Reitern und 700 Fußknechten nach Marsberg. Am 6. Oktober erreichte der Generalmajor noch vor Tagesanbruch die kaiserlichen Truppen. Er überlistete und tötete die Wachen an den Toren und jeden, der in der Stadt mit Waffen in der Hand angetroffen wurde, darunter auch mehrere Offiziere. 70 Mann wurden festgenommen, unter ihnen auch der ‚abtrünnige‘ Graf Hermann Adolf von Lippe-Detmold. Allen übrigen gelang die Flucht zur Oberstadt. Dort befand sich zu der Zeit auch der kaiserliche Feldmarschall, der gerade einer Einladung des Kommandanten der Oberstadt gefolgt war. Die Kriegsbeute des Generalmajors bestand aus 600 Pferden mit sämtlichen Sattelzeug und Geiso hätte mit Sicherheit noch die Altenstadt in Brand gesteckt, wenn sie nicht den Hessen kontributionspflichtig gewesen wäre. Die Oberstadt jedoch blieb auch weiterhin uneingenommen“.[55] Marsberg galt im Dreißigjährigen Krieg lange Zeit als uneinnehmbar. Die kaiserliche Garnison, die 1643 unter dem Befehl Papes stand, trieb rücksichtslos ihre Kontributionen in der Landgrafschaft Hessen-Kassel ein, so daß die Landgräfin Amalie Elisabeth mehrfach versuchte, Marsberg erobern zu lassen. Am 6.10.1643 schickte sie ihren General Geyso mit ca. 1.500 Reitern und 700 Fußsoldaten nach Marsberg, um die Stadt im Handstreich zu nehmen. In der Altenstadt lagen neben 100 Musketieren der Garnison noch ca. 700 Reiter des kaiserlichen Feldmarschalls Leittersam. Den Hessen gelang es, die Wachen zu überraschen und in die Altenstadt einzudringen. Die Kaiserlichen flüchteten sich in die stark befestigte Oberstadt, worauf die Hessen mit 70 Gefange-nen, darunter auch Hermann Adolf von Lippe-Detmold, wieder abzogen. Nach diesem Vorfall ließ Pape eine Untersuchung anstellen, um zu klären, warum die Hessen unbehelligt in die Stadt eindringen konnten. In dem Protokoll vom 8.10.1643 machten die Bürger Marsbergs im Wesentlichen die fremde Reitertruppe hierfür verantwortlich, die die Wacht nicht versehen und keine Patrouillen ausgeschickt hatte.

Demnach vorgestrigeß tags, den 6. dießeß monatß, morgens früh umb vier uhren ein geyendtlicher einfall in die Altenstadt, woselbsten etliche Kayßerliche truppen zu vferdt logirt geweßen, vorgangen; und sothaner einfall dem feyendt gerahten, dabey aber praetentirt [ = vorgehalten] undt vorgewendet werden wöllen, alß ob diejenige officierer undt solthaten, welche von der hiegiger guarnisaum, auff empfangenen befelch, zu siecherheit undt wachte zue fuß beygegeben, ihre debi[tum] [= Pflicht] undt schuldigkeit der gebuhr nicht verrichtet undt deßwegen ihnen einige schuldt, daß [sie] an dießem einfall wegen versaumbnuß mit uhrsache sein solten, beygemeßen werden wöllen. So hat es die notwendigkeit erfordert, auch der hiegiger com mendant undt obrister leutenandt herr Ernest Weßeler von Papen daruber fleißige inquisition [= Untersuchung] vorzunehmen undt zeugnuß einzuziehen anbefohlen undt begeheret. Undt damit niemandt mit vielen captiosos [= verfänglichen] und verdechtigen fragstucken beschwer[t] werden muchte, alß hat man etliche burgere auß der Altenstadt, welche mit in dießen einfall geweßen undt davon, weiln sie alles gesehen undt gehöret, die richtige wahrheit woll außsagen könten, vorgefördert, dieselbe vermittelß guten gewißens, undt des eidts, womit sie dero Churfürstlicher Durchlaucht zu Coln etc. [= Kurfürst Ferdinand von Köln] alß gehorsambste underthanen verwant, ernstlich vermahnet, auch deß mey[n]eydts verwahrnet, daß sie summarie [= insgesamt], auffrichtig, ohne schew, auch ohn respect, niemandt zu lieb oder leidt, nicht auß furcht oder nachdencken, sondern auß ihrem eignen wißen, undt waß sie recht gesehen undt gehört, wie es mit dießem einfall vom anfang biß zum endt umbstendtlich abgelauffen, außsagen, undt zu bestettigung der wahrheit zeugen solten.

Nach welchem die hernach benente in praesentia [= in Gegenwart] hern drostens Rumpß zur Wenna, burgermeistern Christian Kleinsorgen undt Adami Rodderß alhier auffm rhadthauß auf der gewohntlichen rhatstuben an eydtstadt undt mit verpflichten, solches, wan es erfordert wurde, mit einem leiblichen aydt zu bestettigen, außgesagt undt bezeugt, wie folgtt:

1. Herr Jost Warburg pastor in der Altenstadt bezeugt, daß er 3 viertel stunde vor dem einfall bey dem leuttenant deß rittmeisters Reigels compagnin auff dem kirchhoff, woselbst auch die wacht von den musqwattirern geweßen, mit ihnnen geredet undt hernach widder in sein pfarrhauß gangen, nach drey viertel uhr der lermen angangen undt die kreigsleut freund undt feyendt durcheinander gerhaten, viel schuße durcheinander gefallen, von weme, wuste er eygentlich nicht; er hette sonst die musquetier auff dem kirchhoff in guter positur undt wacht befunden. Deß abendts aber bez[eugt] er, daß der Greße Thonieß, so von herrn obristleutnant Papen auff kundtschafft außgeschickt, bey ihme geweßen, er gefragt, waßen newes hette, welcher geandtwortet, daß der feyendt sich auff Warburg[56] gezogen undt weheren etliche auff Germete zumarchiret, welche avisen [= Nachrichten] der pastor dem herrn Graffen von der Lippe etc. undt obristen wachtmeister Witten in Herman Förmerß hauße hinterbracht, welche dazu stillgeschwiegen. Im rechten einfall hatte sich herr pastor in seinem hauß endthalten undt wuste nicht meher hinnvon zu sagen.

2. Herman Förmer bezeugt, daß er dem obrist wachtmeister Witten, welcher bey ihme logirt, selbst angedeutet, daß der feyemdt auff 2 stunde wegs von dannen wehre, derwegen sie sich woll vorzusehen undt die straße woll zu parthiren [= einteilen], auch ihme an die handt gegeben, sie musten fleißige wacht nacher Helmingkhaußen[57] undt Westheimb[58] die Diemel hinab außschicken, wobey der fenderich von Clotz undt der feltwebell gestanden, den an solchen örten die gefahr undt daßelbst nötigh [!]. Darauff den obristwachtmeister die wachten commandiren wollen, w[o]bey sie sich gezancket, endtlich darumb spielen mußen, undt weheren diejenige, so auff die wacht commentirt, woll bey hundert zu pferdt zbdt fueß undt sein ungeduldig geweßen, sich der wacht geweichert. Aber er wiße nicht, daß ein eintziger man davon außerhalb der statt kommen. Eß wehre auchjemandt umb 12 uhr in der nacht vor sein hauß kommen, angeklopfft, undt endtlich nach vielen klopffen, den obrist[wachtmeister] ermuntert; waß sie geredet, wiße er nicht. Anlangt die bestelte wachte zu fueß, hette er schießens meher alß zuviel gehort, undt wehren die feyendparthe[i]en so starck eingefallen, daß die wacht, so in deß burgermeisters Kleinsorgens hauß gestanden, sich uber kopff retoriren [= zurückziehen] undt auff die hauptwacht auff den kirchhoff sich ziehen mußen, woselbste sie sich uber eine viertel stundeß gewehret.

3. Swickert Bunßen deponirt [= legt dar], daß er den Ritmeister Abschlag in seinem qwattier gehapt undt ritmeister Schilder bey ihme geßen; hatte der obristwachtmeister ihme, Schilder, botten geschickt, undt daß er die wacht hette, ansagen laßen; darauff alßbalt gesagt, er wolt nicht wachen, wehre an ihme nicht, wolte es seinem fursten klagen; alß er aber hingangen undt widderkommen, bericht, er solte wachen, wehre er bey vorigem geplieben undt wolte nicht wachen; were auch in sein qwattier gangen, sich nidder gelecht undt seinen wirth Caspar Nolten auff schildtwache gesetzt. Wegen dero wacht den musquetierer wiße er nicht anders, alß daß sie sich wolgehalten; hetten auf dem Buhlberg sich alßo geweheret, daß sie auff den feyendt, so ihn gefangen gehapt, geschoßen, daß sie ihn verlaßen mußen. Sonsten bezeugt er an aydts stad, daß er von dem feyendt, alß er dem abgenommenem viehe gefolgt, selbst gehoret, daß der generall major Giese dem hern graffen von der Lippe zugeredet, sie musten schlechte wachte gehalten haben; auch den rittmeister Temens gefragt, er hette se keine patroll oder eußer wacht gesehen noch befunden, es were schlecht bestelt geweßen; auch ein leutenandt von Weißen regiemendt gefragt, wer deß wehere, der nider geschoßen, er hette sich nicht ergeben wollen, aber sie weren ihm zu sta[rk] auffs leib kommen, die musquetierer hetten sich redtlich undt woll gehalten.

4. Rab Fleckener bezeuget, daß er alzeit in seinem hauße geweßen unt alß der einfall geschehen, were eine courte guarde von mußqwetieren in bürgermeister Kleinsorgen hauß geweßen, worauff die feyendtsmußqwatierer mit gewalt getrungen undt den ersten einfall auff dieß hauß gethan, welch[e] musquatierer hinter dem hauß die schiltwache gehapt; die reuter weren die straß herunter kommen, undt hetten sich die musquetierer, wobey der corporall Veidt Dutz geweßen, alß er zuvor eine salva auß dem hauße gethan, auff den kirchhoff zu den andern reteriren mußen; dieser hette auch die anderen auffm kirchhoff umb Gottes willen gebetten standtzuhalten, wolten sie herauß schlagen; von dem kirchhoff haben sie fewr nach seinem hauß unter dem feyendt gegeben, der feyendt aber mit gwalt auff die musquatierer auff den kirchhoff getrungen, daß sie sich in das Leifflenderß hauß reterirt, an welchem hauß zu sehen im augenschein, wie der feyendt darauff fewr geben, und hetten sich die Marspergische solthaten dapffer gewehret, endtlich aber vor der großen machtauch auß dießem hauße weichen undt sich ferner reteriren mußen. Sonsten habe er dem obristwachtmeister vorher des abendts gesacht, sie solten sich woll vorsehen, der feyendt wolte ihrer haut haben, sie hetten lust zu fechten. Er geandtwortet, sie solten nur herkommen etc., daß aber jemandt von den reutern solte zur wacht außerhin geschickt sein, davon wiße er nicht. Er sagt auch, daß zweyspalt [= Zwiespalt] wegen der wacht unter den officierer-reuteren vorgefallen, habe aber nicht einen schuß von den reuteren gehort oder gesehen, alß von einem corporall von Stakenbregk, welcher die wacht gehapt.

5. Thonieß Tauschen sagt, daß er einen captein leutenandt, so vor einen graven genannet worden, im hauß gehapt, welcher eben auff die stadt gezogen, undt hette er den morgen einen schuß vor dem einfall gehort, darauff die seinigen loßgemacht undt auffgewecket, undt weiln sein hauß nahe bey dem kirchhoff stehet, habe [er] die musquatierer in vieller guter wacht gesehen, undt alß der feyendt auff die courtigwarde [= befestigter Wachtraum] in bürgermeister Kleinsorgen hauß zu-getrunge undt selbige musquatierer loßgetrieben, hetten sich dieselbe auff den kirchhoff ziehen müßen, hetten zuvor ihre salve gethan. Darauff deß feyendts musquatierer so dick undt breit, alß der gantze wegk wie eine walcke auff den kirchhoff zugangen, welche sich mit gewalt geweheret, ein zu andern fewr geben, daß die Stadtbergische der macht weichen mußen. Er hette auch seine einqwartierte gewahrnet, sie solten sich woll vorsehen, der feyendt lege in der nähe uf 2 stunde, welches sie nichts geachtet. Nach dem einfall aber hette sie ihn wegen dießer warnung verdechtig gehalten, falsche actioneß vorgeben; sein hauß spoliirt [= geplündert], bey dem einfall hette er den cornet [= Fähnrich] in seinem hauß vor ein fenster gefhuret, undt wie der feyendt herein getrungen, undt schon […] gezeiget, hette er denselben nicht auff die bein bri[n]gen kon-nen, biß ihnnen die hohe noth herauß getrieben.

6. Lipß Iggell sagt, er habe einen leutenandt von rittmeister von der Stege im hauß gehapt, sey im hauß geplieben, habe vorm Osternthor 2 schuß den morgen umb vier uhr gehört, darauff sein leutenandt undt seine knecht, welche alle geschlaffen, gewecket; bezeugt, daß auff dem kirchhoff ein trefflich schießen vorgefallen.

7. Reinhart Lyßen bezeugt, daß ein schuß am Osternthor, alß deß feyendts trouppen gleich ankommen, von dem fußvolck geschehen, sey darauß auch kein schuß meher gehort. Er habe gesehen, daß 10 reuter zu fuß zu den mußqwetieren an daß thor gangen, habe aber nicht einen menschen auff patroll oder außenwacht deß wegs vernommen noch gesehen.

8. Herman Lyßen sagt, habe keinen reuter auß dem thor reiten sehen, zur patroll oder butenwacht, sondern bey zehen zu fuß, so bey die solthaten commentirt, welche all[e] miteinander auff dem strohe gelegen undt geschlaffen. Die musquetier aber alert [= bereit] geweßen.

9. Henrich Bannenberg sagt, er were ein halb stund ungefeher vor dem einfall bey der wacht vor dem thor gewesßen, die solthaten weren alert gestanden undt zehen reuter dabey auff dem stroh gelegen; sobalt er in sein hauß kommen, were ein schuß von der wacht schehn undt der feyendt alßbalt darauff eingefallen, undt hette er keinen menschen zu dem thor hinauß meher reiten oder gehen sehen, der die außenwacht oder patroll versehen.

Factum [= geschehen] Marspergk, den 8. Octobris anno 1643.[59]

– – Der Historiograph und Habsburg-Anhänger Wassenberg[60] stellt die Eroberung in seinem „Florus“ von 1647 so dar: „Daselbsten als der Hessische Obrister Wachtmeister Geiß nachricht erlanget / daß der Keyserliche Feld-Marschall Leutenant von Lutersheim / welcher eine geraume zeit her auff der Vestung Ehrenbreitstein[61] / sonst Hermanstein genant / im Arrest gewesen / mit 15. starcken hauffen in 7. biß 800. Pferde bestehend / vom Rhein ab / den außgezogenen Wolffenbüttelischen vnnd Einbeckischen Völckern entgegen gangen / vmb sich mit ihnen zu verstärcken / auch allbereit naher Statt-Bergen angelangt; hat gedachter Geiß mit 300. Reuttern vnd 700. zue Fuß einen Anschlag auff die auß vnterschiedlichen Regimenten angeführte / vd vom Herrn Lutersheim in Alt-Stattbergen gelegte Reutter einen Anschlag gemacht / welcher dergestalt wol außgeschlagen / daß den 25. dieses in der Nacht die außgestelte keyserliche Wacht von den Hessischen geschlagen / vnnd für ihre Personen mehrentheils auff die Vestung / allda der von Lutersheim sich die Nacht über auch befunden / geflohen; die Pferde aber alle mit einander / sintemal deren über 16. nicht davon kommen / sampt Sattel / Zeug / Pistolen / Köllern / Manteln / vnd andern sachen den Hessischen zur Außbeute verblieben seynd: Verschiedene / darunter auch etliche Kriegesbeampten seynd nidergemacht / vnnd in 70. beneben einem Grafen von der Lip / 50. Rittmeister / gefangen worden / da hingegen die Hessischen bey solchem Anschlag mehr nit als einen einigen Soldaten verlohren“.[62] – Im „Theatrum Europaeum“ heißt es dazu: „Kurz hernacher / als Herr Feld-Marschall Leutenant Luttersheim (welcher eine geraume Zeit auff der Vestung Ehrenbreitstein in Arrest gewesen) mit funffzehen starcken Trouppen / in sieben biß in achthundert Pferd bestehend / vom Rhein ab / den außgezogenen / vnnd biß nach denen zu Höxter stehenden Wolfenbüttelischen[63] / vnd Einbeckischen[64] Völckern entgegen gegangen / vmb sich mit denselben zuverstärcken. Gestalt dann er von Luttersheim allbereits / biß nacher Statt Bergen / angelangt / vnnd besagte von vnterschiedlichen Regimentern commandirte Reutter / in Alt-StadtBergen geleget.

Hat / auff erlangte Nachricht / Herr GeneralMajor Geyß / mit dreyhundert Reuttern / vnd siebenhundert zu Fuß / ein Anschlag auff ermeldte Käyserliche Reutter in Alten StattBerge gemacht. Nachdem er mit 29. Cornet zu Pferd / vnd in 100. Mußquetirern / solche Conjunction zubehindern / oder jedoch dem von Luttersheim beyzukommen / jhm auff der Seiten beygangen. Ist also der Hessischen Intention dergestalt wol außgeschlagen: dass am 25. Herbst- vnnd 5. Weinmonats / in der Nacht / die außgestellte Käyserische Wachten von den Hessischen geschlagen / vnd für jhre Person mehrentheils auff die Vestung / allda der von Luttersheim sich deß Nachts über auch befunden / geflohen: Die Pferd aber alle miteinander / sintemaln deren über sechzehen nicht darvon kommen / zusampt Sattel / Zeug / Pistolen / Köller / Mänteln / vnnd andern Sachen / denen Hessischen zur Beuth worden. Verschiedene / darunter auch etliche Officirer / sind so bald sitzen blieben: Andere aber in siebenzig / nebenst einem Graffen von der Lipp / so Rittmeister war / gefangen worden. Da hingegen die Hessischen / bey solchem Anschlag mehr nicht / der Sage nach / als einen einigen Soldaten verlohren“.[65]

„Das Mißtrauen der Landgräfin war jedoch so lange noch nicht beseitigt, bis nicht auch noch die letzten Häuser zerstört und der Ort vollständig unbewohnbar gemacht worden war. Im Oktober schickte sie ihren General Geiso mit drei Ingenieuren und einem Regiment zur Oberstadt, um die Festungswerke untersuchen zu lassen. Der General sollte prüfen, ob ein etwaiger Wiederaufbau doch noch möglich wäre. Nach Gutdünken sollte das Regiment die restlichen Häuser abbrennen. Der Bürgerschaft gelang es jedoch, dieses Vorhaben zu verhindern, indem sie den Offizieren vier Ohm Wein für 100 Taler spendierte.“[66]

Wassenberg schreibt weiter in seinem „Florus“: „Hergegen hat der Fürstl. Darmstattische Gen. Leut. Ernst Albrecht von Eberstein / das Stättlein Kirchhain belägert vnd am 17. 27. Augusti durch Accord einbekommen / vnnd als der Nider-Hessische Gen. Maj. Geiß [Geyso] solches zu entsetzen im Anzug gewesen / ihm ihm ein Stund darvon / der in Kirchhain gelegende Major Vffeln [Uffeln] begegnet / darauff sich wider naher Ziegenhain zu rück gezogen / vnd in die Dörfer daselbst die Völcker eingelegt. Mitlerweil ist der Chur-Beyerische Feld-Marschall Leutnant / Freyherr von Mercy / mit 3000. Pferden Herrn General Leut. von Eberstein gestossen / haben sich so balden resolvirt / dem Gen. Geysen in seine Dörffer gesampter Hand einzufallen / auch alsolches Dienstags den 18. 28. Diß / gegen Abend zu Werck gerichtet / da dann die Hessen zeitlich wacker gewesen / also daß von den 24. Comp. zu Pferdt etwa 50. Mann (andere melden nur 19.) todt blieben / etliche wenige gefangen, beneben 2 Standarten / vnd die Bagage (darunter Herrn Landgraff Ernsten Leib-Kutschen: ) bekommen worden: die Flüchtige aber / sampt dem gantzen Fußvolck / so in Dreyß gelegen / vnd gantz keinen Schaden gelitten / haben sich nach Ziegenhain[67] reterirt. Nicht weniger hat wolgedachter Herr Gen. Leut. von Eberstein / auff Herrn Landgraff Georgens Befehl / noch selbigen Tags / nach beschehenem Einfall / das Schloß Rauschenberg[68] durch Accord erobert und Blankenstein[69] belägert“.[70]

Im März 1645 sandte Kurfürst Ferdinand von Köln seinem Bruder Maximilian I. von Bayern einen ausführlichen Lagebericht: „E. L. erinnern sich vngezweifelt zu wass endt dieselbe vor diesem von mir freuntlich begert, dass durch den Veltmarschalcken Grauen von Holtzapfel [Holzappel; BW] eine diuersion gegen das landt von Hessen furgenommen werden möge. E. L. habe ich auch hinwiederumb zu erkennen geben, dass derselbe vnangesehen wegen bey vorigen Jahrs Campagnien durch den Veltmarschalcken Grauen von Geleen[71] E. L. Reichs Armada auss hiesigen Craiss zugefuhrten Succurs die Regimenter vnd compagnien zimblich geschwecht,  dannoch solche anstalt gemacht, vardurch Er den Hessischen general Maicus [Maior ?; BW] Gysen [Johann Geyso; BW] ahn sich gezogen vnnd verursacht, dass derselbe von dero sonsten besorgter coniunction mit dem Khönigsmarck oder anderen Reichsfeinden abgehalten worden. Weiln nun dardurch die manschaft etwass weit abgeführt, unndt der feindt dohero anlass genommen, sich einiger Päss unnd vesten heuseren auf Jehner seithen Rheins im landt von Berge zubemegtigen, vmb die correspondentz auss westualen biss ahn unnd über den Rhein von mir abzuschneiden, hat der general wachtmeister Sparr theilss dieser seiten Rheins noch vberplibne Volcker so viel deren immer zu entrahten, zusammen gezogen erstlich eine von den Hessen ahn Rhein oberhalb Düsseldorf[72] gegen den Neusser[73] Fahr aufgeworfene Schantz geschluhtet, ferrers die hauser Beyenburg[74] und Huikeswagen[75] recuperirt vnnd eingenommen. Vnterdessen aber der Obrist Rabenhaupt auss allenn dieser seithen Rheins habende hessischen guarnisonen die Volckher zue ross unnd fuess zusamen gezogen vnd in der nacht vom 18. auf den 19. dieses meine vnderhalb Collen[76] unweid von Neuss gelegene Statt Zonss[77] mit Canonen, Feuermorsen vnnd stücken per forte angegriffen, aber solchen wiederstand befunden dass, obzwarn er alle pforten bis auf die letztere mit schiessen und petarden eröfnet, dannoch mit schaden wieder abweichen müssen, dessen gleich wol vnerachtet Er sich noch mehrers gesterckt, alles geschutz auss Neuss gnohmen vnnd vorgestrigen nachts sich wiederumb von newem dafur begeben vnndt selbigem orth mit noch grösser Furi dann vorhin steetigen canonieren, auch hineinwerffung bomben und granaten abermahlen gewaltsamblich zugesetzt auch auf gemachte bresche etliche sturmb gethan, endtlich gleichwol auch durch dapfere gegenwehr vnnd weilen inmittels der generalwachtmeister [Ernst Georg v.; BW] Sparr in der nähe wieder ankommen vnnd bereitz einige Reutterey auf diese seith gesezt, wiederumb mit verlust etzlicher haubtleuth auch einer zimblichen anzahl volckher abzuweichen genöthiget worden. Ob nun zwarn die gefahr, welche hiesigem meinem Ertz Stift vnnd sonderlich der Statt Collen dahero angetröhet, für dismahl insoweit abgewendet, weilen dannoch zu besorgen, man auch die nachricht hat, es werde der Maicus Gysen heraussgehen, vnnd sich der sachen mit annehemen, alss welches Ime auch vmb so viel leichter, weilen Er die Böninghaussische und andere ahn der hand vndt solchen falss man dieser endts ohne anderwertliche hülff zu widerstehen nit bastant sein würde, vnd dan Ich berichtet, dass E. L. ohne dass dero Obristen Storkhen [Sporck; BW] befelch ertheilt haben solten, sich gegen Hessen zu auanciren, So habe dieselbe Ich bey so bewandten sachen vmb dero rath vnnd that freuntl. bruderlich pitten unnd dohin ersuchen wollen, Sie geruhen ahn dero Generalitet befelch ergehen zu lassen, dho der Maisus Gysen dem Rhein zugehen würde, dass alsdan gleichwie von hirauss beschehen, also von E. L. Reichs Armada vermittelss einer gleichmessigen Caualcada der feind von seinem bösen vornehmen mich dieser endts gantz zu ruiniren abgehalten werde. Vnnd thue gegen E. L. mich dessen vmb so viel mehrers getrösten, weil dieselbe mit mir vnnd ich mit Iro in dem ainig, dass ob zwarn daß friedenswerck alss viel immer möglich zu befürdern vnndt neben Ihro ich dohero den punctum satisfactionis pester massen poussiren zu helfen mich erklert, dannoch vnderdessen man sich vor gewalt moglichst schutzen vnnd nicht gar von land und leuth vertrieben (!) lassen solle, habs E. L. in freuntlich vertrauen vnuerhalten wollen“.[78]

Dr. Jordan hält in seinem Tagebuch unter dem 21./31.5. fest: „General-Liutnandt Königmarck, Viconte de Touraine und der heßische Gral.-Majeur Geyse conjungiren ihre Armee im Stift Paderborn ufm Sandwelt,[79] nehmen darauf ihre Musquetirer beritten und gehen fort nach der Beyerschen Armee“.[80]

„Ich werde in aller Ewigkeit nicht vergessen, was ich da anschauen und anhören mußte. Die Toten lagen dicht aufeinander in ihrem Blut; Verwundete haben nach Hilfe geschrien, Sterbende haben geseufzt; – grausam waren anzuschauen die Wunden und die abgerissenen Glieder der Toten und Sterbenden, und daneben war helle Lustbarkeit, Schlemmen, Fluchen und Gesang der Sieger; – nein ! ich werde es in aller Ewigkeit nicht vergessen !“[81] Das schrieb der Pfarrer Philipp Holl aus Kirchheim,[82] der als Gefangener der bayerischen Truppen die Schlacht bei Alerheim[83] am 3.8.1645 miterlebte.

Turenne hatte sich nach der Niederlage am 6.5.1645 bei Mergentheim[84] von Franz von Mercy verfolgt nach Gießen[85] zurückgezogen und sich mit dem von Westfalen kommenden Königsmarck vereinigt. Wassenberg schreibt dazu: „Nach dem die Frantzösisch-Weimarischen den 4. May st. n. bey Herbsthausen[86] von den Chur-Beyerischen einen solchen vnversehenen harten Streich bekommen / wie droben gemeldet / als hat sich der Gen. Viconte de Touraine mit dem Rest seiner Armee in Hessen begeben / zu Cassel[87] (allda er den 8. 18. dito mit Lösung der Stück / vnd verehrung 2. köstlichen Pferden stattlich eingeholet worden) sich mit Ihr. Fürstl. Gn. vnd Herrn Gen. Königsmarck / so auch persönlich allda angelanget unterredet. Nach welchem er sich den 10. [20.] wider von dar erhaben / vnd bey Wardburg[88] mit den Königsmarckischen conjungiret / welchen sich auch der Hessische Gen. Major Geisse mit 500. Mann beygefüget / vnd also ein Corpo von 16000. Mann starck formiret / mit  4. halben Carthaunen / 8. zwölffpfündigen / vnd 12. Regimentstücklein.

Diese Conjungirte Armee hat ihren Zug auff Marpurg / Gissen / vnd folgends in die Wetteraw[89] genommen / vnd zwischen Franckfurt vnd Hanaw[90] an dem Mäyn bey dem Dorff Fechenheim[91] sich gelägert / allda Herr General Tupadel [Taupadel; BW] von Mäyntz[92] mit 4000. Frantzosen gestossen; vnterwegs haben diese Frantzosen den 5. 15. Junij das Chur-Mäyntzische Stättlein Ober-Ursel[93] in Brand / vnd gantz vnnd gar in die Aschen gelegt / darauff haben sie den 11. 21. sich gestellet / als wolten sie wider zurück naher Hessen gehen / seynd aber den 14. 24. wider in ihrem alten Quartier zwischen Franckfurt vnd Hanaw angelangt. Den 16. 26. haben sie sich über den Mäyn die Bergstraß hienauff gezogen / zu Ladenburg[94] mit dem Duc de Anguin conjungiret / von dannen sich neben Heidelberg[95] hin auff Heilbronn[96] / weiln ihnen aber die Chur-Beyerischen zuvor kommen / von dar nach Wimpffen[97] gewendet / selbiges beschossen vnd mit Sturm erobert / vnd die darin gelegene 700. Beyerische so meistentheils Reutter / theils nidergemacht / die Officirer gefangen / vnd die übrigen vntergesteckt“.[98]

„Der Plan der beiden französischen Gesandten d’Avaux und Servien, eine neue Werbung ins Werk zu setzen, bei der mit Geldmitteln nicht gespart werden sollte, resultierte aus der kritischen Lage, die für die französischen Waffen entstanden war, nachdem der Vicomte Turenne mit seiner französisch-deutschen Armee am 5. Mai 1645 bei dem Dorfe Herbsthausen unweit Mergentheim seine erste große Niederlage erlitten hatte. Fast das ganze Fußvolk war durch die bayrischen Truppen unter Anführung des Feldmarschalls Mercy und Johanns von Werth niedergehauen oder gefangen worden. Auf der Flucht erschien Turenne mit wenigen schwachen Regimentern an der hessischen Grenze, wo er anfangs einen Sammelpunkt zwischen Marburg und Frankenberg,[99] dann vor den Verfolgern Rückhalt unter den Kanonen der Festung Ziegenhain suchte und von der Landgräfin Amalie Hilfe erbat. Mit Billigung der schwedischen Gesandten in Osnabrück zogen ihm unter dem Generalleutnant Königsmarck, der am 27. Mai bei Höxter über die Weser ging, 4000 Mann zu, ebenso hessische Reiterregimenter unter dem Generalmajor Geyso. Erst als der Herzog von Enghien am 4. Juli sich mit ihnen verbunden hatte, waren sie in der Lage, den geplanten Einfall gegen Schwaben und Bayern auszuführen. Am 5. August kam es bei Allerheim (zwischen Nördlingen[100] und Donauwörth[101]) zur Feldschlacht, in der nach anfänglichem Erfolg der Ligatruppen Geyso mit den Hessen den französischen Sieg entschied; doch überwog nach Turennes eigenem Geständnis der Schaden des französischen Heeres bedeutend den feindlichen. Einige Tage waren nur 1500 Mann Infanterie unter den Fahnen; 4000 Mann lagen tot auf der Wahlstatt“.[102]

Wassenberg berichtet: „Vnterdessen dieses in Catalonien vnd Lothringen vorgangen / haben die conjungirte Frantzösisch-Hessischen vnd Chur-Beyerische einander keine seiden gesponnen / dann nach Eroberung Wimpffen / (davon wir droben gesagt:) durch den Marschall Grammont mit dem Vortrab beschehen / haben die Confœderirten Armeen daselbst eine Brücke über den Neckar geschlagen / sind am folgenden Tag über das Wasser nach der Tauber gegangen / vnd sich vieler Oerter bemächtiget / weiln sich keine Garn. im gantzen Lande zur gegenwähr gesetzt als zu Rotenburg[103] / welches doch in einer Nacht übergieng / mit 200 Mann / so dienste genommen. Den tag zuvor / ehe die Confederirten Armeen ankommen / bekam der H. G. L. Königmarck Zeitung / daß sich die Chur-Säxische[104] sehr stärckten / weßwegen er seinen Abschied genommen / vnd noch selben Tags gegen Thüringen abgangen. Die Chur-Beyerischen giengen inmittelst ihrem Feind stets an der Seiten her / kamen nach Schwäbischen Hall[105] / von dar auff Krelsheim[106] vnd Feuchtwangen[107] / an welchem Ort vnterschiedliche Scharmützel zwischen der Reuterey vorgangen / worbey vnter den Frantzosen vnd Hessen beschlossen / die Chur-Beyerischen entweder zu einer Feldschlacht zu bringen / oder biß an die Donaw zu treiben / vnd alsdann auff Heilbrunn[108] zu gehen.

Zu welchem Ende die Confœderirten sich rectà gegen Dünckelspiel[109] gezogen / welchen Ort sie zwar stracks anzugreiffen vermeinten / weiln man aber Kundschafft bekam / daß die Chur-Beyerische die gantze Nacht fortgiengen / eine Stund Wegs von dar / liesse man den Troß stehen vnd zog ihnen entgegen. Kurtz hierauff kriegten beyde Theil einander ins Gesichte / Vnd wurden die Confœderirten gewahr / daß sich die Chur-Beyerische gar vortheilhafftig gestellt / nemblich an einen Moraß mit Weyern verwahrt / die von einem Flügel biß zum andern reichten / also daß nur ein einiger Durchgang war / ihnen beyzukommen / worüber man einen gantzen Tag zugebracht / vnd in 2. biß 300. Mann beyderseits durch den Canon erlegt worden. Weil nun die Chur-Beyerische an diesem Ort zu keinem schlagen zu bringen / nahmen die Confœderirten ihren Weg auff Nördlingen / die Beyerischen aber auff Donawerth / da inmittelst Bericht einkommen / die Chur-Beyerischen giengen nur anderthalb Stund von denen Confœderirten / wie man dann auch befunden / daß sie sich disseits deß Flusses Wernitz gestellet / weßwegen Duc de Anguin [d’Enghien = Condé II.; BW] die gantze Armee in Eil fort zu rucken ermahnete / vnd allda in einem flachen Feld in Ordnung gestellt würde. Der Frantzosen Schlachtordnung ward also formirt / der Marschall de Grammont führete den gantzen rechten Flügel / in welchem die völlige Frantzösische Reutterey. Der Marschall de Touraine den gantzen lincken / bey welchen die gantze Teutsche Reutterey. Das gesampte Fußvolck (so zwischen beyden Flügeln stunde) ward vom Herrn von Bellenave / von Marsin vnd Casteleau [Castelnau; BW] commandirt. Der Hessische General Herr Geyß / vnd Herr Obrister Oehm [Ehm; BW] / führeten die gantze zweyte Ordnung / welche bestund in Hessen vnd 2. Turainischen Regim. als ein Reserve hinder dem lincken Flügel. Mons. de Chabot führete den Hinderhalt / der Marquis de Monsaye aber beneben dem Duc de Anguin ritten vmbher / vnd gaben Ordre / wo es schiene Noth seyn. In Vorgang dessen legten sich die Chur-Beyerische auff eine Höhe / daran nicht leicht zu kommen / hatten auch noch einen andern Berg vnd Felsen zur rechten Hand / sehr hoch vnd schwerlich zu ersteigen / auff welchen sie Fußvolck gelegt / daselbsten sie angefangen sich zu verschantzen. Etwas herabwarts lag das Dorf Allerheim / vnd gerad gen der Seiten das Schloß gleichen Namens / so die Chur-Beyerischen mit Fußvolck besetzt. Darauff ließ der Duc de Anguin das Dorff mit der Frantzösischen Infanterie angreiffen / welches bey einer halbē Stund canonirt / vnd darauff zwischen den Fußvölckern so hart gegeneinander getroffen worden / daß neben vielen andern der Chur-Beyerische Herr General Feld-Marschall Freyherr von Mercy ein treflich berühmter vnd wolversuchter Soldat / allda todt geblieben.[110] Nach dem nun das Dorff in Brand gerathen / muste das Fußvolck weichen in die Kirchen / vnd 2. Adeliche von Stein erbawte Hauser / darauß ein grosser Widerstand geschehen / massen daselbst der Herr von Marsin / Herr von Casteleau / Marggraff von Monßloye vnd Herr von Bellenave verwundet worden. Vnter dessen giengen die Chur-Beyerische auff der Frantzosen lincken Flügel / mit Reutterey vnd Fußvolck / denen der Duc de Anguin mit Curassirern vnd Fußvolck begegnete / vnd sie wider zurück triebe / allda im ein Pferd erschossen / vnd er selbst in den Oberschenkel verwund ward / darauß etwas vnordnung entstunde / in welcher occassion der Marschall de Grammont gleichsfalls einen Schuß auf den Helm empfangē. Solchem nach begab sich der Duc de Anguin zur lincken / da dann noch ein Pferd im vorüber reiten vnter im erschossen worden / worauff die Beyerischen mit der Reuterey vnd Fußvolck einen gewaltigen Angriff gethan / also dz nach einē grossen Widerstand das Frantzös. Fußvolck vnd Cürassirer auß dem Dorff getrieben wurden / allda Mr. de la Rabastelerie / Leutn. vnter den Anguini-schen Cürassirern / Mr. de Montaret / Obr. Leut. de Conty / Obr. Leut. de Montausier / vnd andere hohe Officirer mehr geblieben. Mr. de Beufalmy / so die Mazarinischen Welschen geführt / wurd verwund vnd gefangen / in dem er sein Gebühr wol gethan. Gremonville vnd Morses Gen. Maj. Leut. blieben auch tod / vnd eben zur Srund gieng die Beyerische Reutterey auff die Frantzös. welche der Marschall de Grammont vnd Mr. Arnoult führeten / da die erste Ordnung der Frantzos. getrennt wurde. In dem nun Mr. de Grammont sich wider zu stellen Platz suchte / hat er mit der zweyten Ordnung auch ansetzen lassen / wurden aber ebenmessig getrennt / vnd er gefangen / vnd beneben ihm der Marquis de Chastre: Mr. de Lyruy Feld-Marschall deß Anguinischen Regim. blieb auch tod / der Marschall de Pienne Feldm. deß Mazarinischen Regim. verwundt / der Obr. Chambre tod. Mons. de Islebonne deß Duc de Elbeuf Sohn / vnd Rittmeister vnter dem Mazarin hat im ersten Treffen sich wol gehalten / vnd empfieng 2 Pistol-Schüsse / doch ohne Lebens Gefahr: der Marquis Pisany tod / der Vicomte de Aubeterre gefangen / Obr. Truchseß [v. Wetzhausen; BW] vnd Sourzat Obr. Leutn. die der Marschall de Grammont mit ihren Reg. hatte befohlen anzuziehen / die Reutterey zu beschützen / wie auch deß Faberts / seynd alle tod geblieben. Der Chevalier de Chabot kam mitlerweilen an mit seinem grossen Hauffen Reserve / vnd hielte die Beyerischen lang auff / weiln aber die Reutterey sich hinter ihm nit wider gestellt / nach dem er alle Möglichkeit gethan / ward er endlich auch getrent / Mr. de Baron de Poty / Obr. Leut. deß New-Ros. Regim. verwundt / Mons. Lamberti / Obr. Leut. vnterm Fußvolck gefangen. Vnter dessen drungen die Chur-Beyerischen weit ins flache Feld / auff der Confœderirten Bagage / weil der gantze Flügel zertrennt war / wurden doch von deß Marquis Regim. so bey dem Troß gestanden / abgetrieben. Hingegen hat der Marschall de Touraine mit seiner ersten Ordnung der Beyerischen rechten Flügel durchbrochen / darauff der Hertzog von Anguin mit der zweyten Ordnung angezogen / da sich die Hauffen von der ersten Ordnung wider gesamlet. Als nun der Duc vnd Marschall de Touraine zugleich vnd auff einmal auff die Beyerische gegangen / vnd alsobald etliche hauffen getrennet / haben sich etliche vor / etliche nach / widerumb gestellt / nach dem jeder 4. oder 5. mal angesetzt / da dem Duc de Anguin sein Pferd getroffen / vnd er selbst von einer Pistol-Kugel am Arm verwundt worden. Inzwischen liessen die Beyerisch. ihren lincken Flügel / wie auch den grossen Hauffen deß Hinderhalts herbey kommen / weßwegen auch die gantze Hessische Armee herbey / vnd die reutterey ins gesampt in gleicher Ordnung neben einander / den letzten Gewalt zu versuchen / da dann das Treffen erst recht angangen / beyderseits mit so grimmigem Ernst / biß endlich die Chur-Beyerischen Reichs-Völcker getrennet vnd flüchtig worden. Weilen aber in ermeldtem Dorff noch etlich Beyerisch Fußvolck vnd Reutterey / so der Frantzosen rechten Flügel geschlagen / vnd die Nacht mit Gewalt eingebrochen / hat man sich auff der Confœderirten Seiten gleichfalls zusammen gezogen / vnd das Beyerische Fußvolck / 1. Regim. auff dem Kirchhof gefangen[111] / auch 12. Stück Geschütz sampt der Munition / vnd 40. Fahnen / etc. erhalten. Hierbey ward gefangen / Herr Graff von Geleen / Keyserl. Succurs General, Herr General Freyherr von Mercy tod. Der Hertzog [Philipp Ludwig; BW] von Hollstein / Obr. Royer / Kolb vnd Hüller [Hiller; BW] / gefangen / Obr. Pucher [Puech; BW] tod blieben / neben viel Obristen / Obr. Leut. vnd Hauptleute / 3. in 4000. gemeine Knechte todt; 1500. biß in 2000. gefangen / auff Beyerischen Seiten. Frantzösischen Theils seynd ebenen falls in 3000. Mann / beneben vielen Officirern vmbkommen / auch eine grosse Menge verwundet worden.

Auf so hitzige Action / ward der Teutschen Retterey ein sonderlicher Ruhm ihres erwiesenen Valors zugeschrieben / vnd bevorab neben dem Duc de Anguin / vnnd Marschall de Tauraine / der Herr General Major Geyß / vñ Junge Landgraff  [Ernst v. Hessen-Rheinfels-Rotenburg; BW] / als Obr. Leut. vnterm Obr. Schwert [Sweerts; BW] / so geblieben / hoch gepriesen daß sie ihr eusserstes gethan; vnnd könne man den Hessischen ins gemein ihre ehre nicht nehmen / weil sie ein grosses verrichtet haben. Der Herr Graff von [Sayn-; BW] Witgenstein wurde gleich anfangs mit einem Stück getroffen / darob er tod geblieben / Herr Obr. [Friedrich Wolfgang v., BW] Fleckenstein an einem Arm verwundt. Herr Obr. Rußwurm / Herr Obr. Oehm [Ehm; BW] / welcher bey den Hessischen gefochten / der Obr. Leutn. deß Tupadelischen [Taupadel; BW] Regiments / vnd in Summa alle / so die Teutsche Regimenter geführt / nemblich Nichius / Berchen / deß Chanoffskyschen [Chanovský v. Langendorf; BW] Reg. Obr. Leut. so verwundet / haben das Lob / daß sie sich tapffer gehalten. Mr. Trahi [Tracy; BW] ist zweymal verwundt worden / in dem er sein Reg. angeführt. Mr. de Tourville verwundt / Ma. de Meilles / de Bocquet / de Fors / de Canisy / vnnd de Grammont General Major bey Duc de Anguin haben sich alle woll gebrauchen lassen. Mr. de Allegre / de Cherisy / de Villemontee vnd Fombert / welche das Persanische / Anguinische / Mazarinische Regim. geführt / wie auch Haute / vnnd andere mehr verwundt / wie dann in gleichem der Marquis de Bourry / so die Frantzösische Reutterey geführt / tod geblieben. Den Chur-Bäyerischen hat der Herr Mar. de Tauraine mit 1000. Pferden nachgesetzt / vnd ein Schloß / Henneberg[112] genannt / anderthalb Stunden von dar eingenommen. Die Chur-Bäyrischen aber haben sich in selbiger Nacht zusammen gezogen / vnnd weil sie sich auß Mangel Munition nicht mehr praesentiren können / ihren Weg auff Donawerth zu genommen / auff dem Schellenberg allda sich wider gesetzt / vnnd auß Bäyern verstärckt. Die Confœderirten Armeen hingegen haben sich gegen Nördlingen gewendt / selbige Statt mit Accord eingenommen“.[113]

Der Schmalkaldener[114] Chronist Johann Georg Pforr [1612 -1687] hielt das Geschehen recht ausführlich fest: „Balt hierauff, den 24. Julii:, nachdem sich die Frantzoßen gesterckt und mit den Hessen Caßelischen coniungirt, haben sie die Beyerischen, beneben etzlichen Keyßerischen, unweit Nör<d>lingen angegriffen und alda wiederumb geschlagen. Wiewol anfangs die victori uff die Beyerische seitten fallen wollen, indem sie den duc de Anguin alß generalissimuß, welcher den Frantzösischen rechten flügel commandirt, und der General Guebrian den lincken  flügell geführet, der General Geiß aber mit seinen Hessen /: so in 40 comp: reutter und 6 brickaten zu fueß bestand[en :/ hinter beyden flügell in der mitten gestanden, zu weichen gezwungen. Alß aber die Hessischen angegriffen die Beyerischen an einem berg in einem vortheill mit einer sonderlich[en furi und tapferkeitt angegriffen, sint die Beyerischen flüchtig worden, worauff die Hessischen alßobalt 16 stück geschütz erobert, deßwegen sich der General Angiun, welcher mit seinen Frantzoßen schon in der flucht geweßen, sich wiederumb gewendet und die Beyerischen helffen verfolgen. Ist alßo dieße victori und lob von freund und feinden den Hessischen zugeschrieben worden. Dießes soll ein gar harttes und blutigeß treffen geweßen sein“.[115]

Der niederrheinische Chronist Wilmius aus Kempen[116] notierte in seinen Aufzeichnungen: „Am 3. August brachte der Komman-dant des französischen Heeres Anguines mit dem Marschall Torain und dem General der hessischen Streitmacht Geiß [Geyso] die Bayern in schwere Bedrängnis. Es war das einzige Land, das ihren Siegeslauf in Deutschland aufhielt und ihrem Vordringen hartnäckig Widerstand entgegensetzte. Mit einer Streitmacht von 30.000 Mann kam der Feind bis in die Nähe von Nördlingen, wo das bayerische Heer unter Führung des Franziskus Mercy lagerte. Eine furchtbare Kanonade schwerer Geschütze, die neun Meilen weit zu hören war, gab den Auftakt zu einer mörderischen Schlacht. Gegen zwei oder drei Uhr nachmittags stiessen die Heere mit solcher Wut und Verbissenheit aufeinander, daß der rechte Flügel der Franzosen bedrohlich zu wanken schien. Indes durch die schnelle Hilfe der Hessen wurde er bald wieder stabil. In dem erbitterten Ringen und gefährlichen Kugelregen fiel Mercy, ein sehr tapferer General. Durch seinen Tod geriet der rechte Flügel der Bayern bedrohlich ins Wanken, wurde aber dank der Tapferkeit und Gewandtheit des Reuschenberg, der geschickt und schneidig auf dem linken Flügel operierte, wieder zu einem festen Block zusammengeschweißt. Sein beherzter Angriff auf das (feindliche) Fußvolk führte sozusagen zu seiner vollständigen Vernichtung. Die größeren Geschütze der Franzosen wurden erbeutet. Dieses grausame Spiel des Kriegsgottes dauerte bis in die Abendstunden und wurde schließlich wegen der hereinbrechenden Dunkelheit von beiden Parteien beendet. Freilich warteten die Bayern die Dämmerung des folgenden Tages in geschlossener Formation auf dem Schlachtfeld ab. Sie wollten keineswegs den Eindruck erwecken, sie wären vor dem Feind gewichen und geflohen. Schließlich sahen sie sich aber wegen der ermüdeten Soldaten und Pferde gezwungen, in der benachbarten Stadt Donauwörth Quartier zu beziehen und die Verwundeten zu versorgen. Die erbeuteten Feldgeschütze ließen sie mangels Zugpferde zurück. Eine große Zahl der feindlichen Streitkräfte wurde erschlagen oder gefangengenommen und 60 Fahnen erobert. Von den Bayern sollen 2.000 und von den Franzosen 6.000 Mann gefallen sein“.[117]

Bei Alerheim muss die Verlustquote zwischen 31, 5 bzw. 37, 5 % gelegen haben. „Lapierre [La Pierre] schreibt dagegen am 19. August dagegen am 19. August von Roggenburg[118] aus, die Sache stünde nicht so schlimm. Der Feind habe sich zwar verstärkt und mit grosser Furie angegriffen, aber es sei auch auf kaiserlicher Seite sehr tapfer gekämpft und 3 Tage lang continue gefochten worden, wobei das kaiserliche Fussvolk beträchtlichen Schaden erlitten habe. Allein auf 1 Toten bei ihnen träfen mindestens 3-4 auf Seite des Feindes; dieser habe einen Verlust von 6000 Mann gehabt“.[119] Bei dem Söldner Hagendorf heißt es lapidar: „Hier stillgelegen bis auf den 2. August. Da ist die französische Armee gekommen mit 70 000 Mann, uns in unsern Schanzen angegriffen und auch vertrieben. So sind wir mit der Armee auf einen Berg gezogen, mit dem Feind gefochten Tag und Nacht. Da sind dem Feind an die 6000 Mann geblieben, auf unserer Seite 120 Mann. Den 4. August hat er noch einmal angesetzt, aber auch nichts gerichtet, also ist er wieder fort“.[120]

Willich war hessen-darmstädtischer Kommandant in Marburg. Er hatte am 15.1.1646 dort kapituliert und war am 29.1.1646 zur Strafe in Gießen enthauptet worden: „In dem der Oberste Rabenhaupt im Stifft Cölln also procedirte, hat den 6. Nov. ein andere Parthie die Pforten zu Butzbach[121] in der Wetteraw petardiret / vnd mit Gewalt erobert / vnd solches mit 300. Mann besetzt / hernach ist der Gen. Maj. Geyse [Geyso] auff Marpurg gangen / solches auffordern lassen / nach dem er aber ein abschlägige Antwort von dem Oberst. Leut. Willich empfangen / hat er den 10. November sich darvor zu vergraben angefangen / den 12. Bresse geschossen / vnd in der vndergassen ein Stück von der Mauren gefället / darauff die Statt accordirt vnd jhme die Statt eingeraumbt worden; der Oberst Leut. aber hat sich mit 2. Compag. Soldaten auff das Schloß / so in der Statt ligt / salvirt / aber also bald von den Hessischen Bloquirt / biß den 7. 17. Januarij 14. in 16. Stück / theils halben / theilß dreyvierthels Carthauen vnd 3. Fewermörser darvor gebracht / mit welchem Sie dem Schloß dergestalt zugesetzt / vnd von 2. Batereyen dermassen beschossen / also daß sich der Commandant Christian Willig endlich zum Accord bequemet / der dann den 15. 25. diß in 8. Puncten geschlossen / daß sie am 16. 26. mit Sack und Pack / fliegenden Fahnen / Ober- vnd Vndergewehr abgezogen / vnd bey 120. Mann nacher Giessen convoyiret worden / der Commandant ist alsobald in Arrest genommen / vnd wenig Tag hernach / zu sampt einem Feldwebel in besagtem Giessen das Haupt abgeschlagen worden“.[122]

Bei dem Pfarrer Johann Daniel Minck [1611-1664]  aus Groß-Bieberau[123] heißt es dazu: „Darumb sie [= Amalia] auch dieses Jahr ohn einige vorher geschickte Fehedensbrief Marburg mit etlich Regimentern ließ besetzen unter dem Schein eines Winterquartirs. Bald darauf aber rückt ihr General Guisse [= Guiche[124]] in den Lustgarten für [= vor] das Schloß, verschanzte sich darinnen, vorgebend, er des Schlosses nicht begehrete, wolle sich allein wider den Einfall seiner Feinde, der Kaiserlichen, versichern. Als er sich aber gnugsam verschanzt zu haben vermeint, beschießt er das Schlo0 und greifts mit Stürmlaufen, unaufhörlich canonisiren und anderer Kriegsgewalt und mit allen Kräften an.

Inzwischen unseres gnädigen Fürsten und Herrn Succurs [= Entsatzmannschaft] aufm Weg und ehistens erwartet wurde, accordirt [= unterhandelt] der im Schloß liegende Obrist-Lieutenant Willich, unangesehen er weder an Proviant noch Munition oder Mannen einigen Mangel hatte, und übergibt das Schloß schandlich, deswegen er, Commandant Willich, zu Gießen fürs [= vors] Kriegsrecht gestellt und ufm Mark[t] enthaupt wird; hat ein stattlich Begräbnis gehabt“.[125]

Der Hildesheimer Chronist Dr. Jordan notiert in seinem Tagebuch unter dem 9./19.11.1646: „Der Caßelsche Oberster Geihe [Geyso; BW] mit Zuthun des Schwedischen Gr: Lewenhaupt [Gustav Adolf v. Levenhaupt; BW] schlächt den Darmstetischen Gral. Graf  [Ernst Albrecht; BW] von Eberstein vnnd Melendrische oder Graf Holtzapfelß [Holzappel; BW] Troupen bei Frankenberg[126] an 1500 Pferd, das der Graf mehrlich [nehrlich = kaum ?; BW] mit 100 Pferden davon kommen. Ein Graf von Neßeln [Moritz Heinrich v. Nassau-Hadamar; BW] vnnd Obr: Galle [Gall de Burgo; BW] gefangen It: 2 Obristliutnandt, worunter ein junger Graf von Hohenloe [Siegfried Graf v. Hohenlohe-Weikersheim; BW], 2 Majeurß, 9 Corneth bekomen, nebest 2 Regimentstücken, – worauf die Heßischen Rauschenberg[127] berendt – , haben an die 1000 Pferde vnnd 500 gefangene bekomen“.[128]

Bei Wassenberg heißt es: „Nach dem hernach Herr Gen. Major Geisse Nachricht erlangt / was massen der Ober-Hessische Gen. Leut. Eberstein / mit etlichen ihme vom Keyserliche[n] Herrn Feld-Marschallen Graffen von Holtz-Apffeln / sonsten Melander / zugeschickten Völckern zusammen in 1500 Pferd starck nacher Franckenberg begeben / vmb ins Nider-Furstenthumb Hessen einzufallen / als hat er den Königl. Schwedischen Herrn Gen. Majorn / Herrn Gustav Adolphen [v. Levenhaupt; BW] / Grafen von Raßburg vnd Falckenstein / etc. ersucht / etwas Volck mit ihme zu Conjungiren / welches er dann auch verwilliget / vnd in der Person mitgangen / vnd den 9. 19. Nov. in der Nacht vnfern von Franckenberg in einem Gehöltz angelangt / vnd die Darmbstättische vnd Melanderische selbiger Gegend noch angetroffen / den andern Tag mit anbrechendem Morgen selbige dergestalt angegriffen / daß sie das Feld raumen vnd auff die Flucht begeben müssen / bey welcher Action die Schwedische / Hessischen 2. obersten / 2. Oberst-Leut. 2. Obrist-Wachtmeister / ettliche Rittmeister / Leut. Cornett / vnd andere Vnder-Officirer / wie auch gemeine Reuter vnd Knecht zusammen biß in 500 gefangen / an allerhand Reit- vnd Pagage Pferd in 700. vnd neben 2. Feldstücklein / 8. Standarten erobert / neben etlichen Carossen / Caletschen vnd andern guten Beuten / der Schwedischen sind 30. Der Niderhessischen 9. tod blieben / was auff der Ober-Hessischen Seiten tod geblieben / kan man nicht gewiß wissen / hierauff haben sich die beyde Häuser Wolckersdorff[129] vnd Rauschenberg auff Gnad vnd Vngnad ergeben / da dann dieses zerstört vnd jenes besetzt worden“.[130]

Wassenberg hält für 1646 fest: „Hergegen habe[n] die Hessen-Casselische im Ober-Fürstenthumb Hessen vnder Herr Gener. Major Geisse die Statt Alsfeld[131] mit Sturm erobert / (darvor 1. Major / vnd Capitain / so ein Graff von Kirchberg gewesen. 2. Leut. vnd 1 Fändrich / neben etlichen gemeinen Knechten geblieben) die 4. Darmbstattische Comp. vom Eber-steinischen Regiment / sampt dem Commandanten Oberst. Leut. Seidler / vnd alle Officirer auff discretion angenommen / welche nach Cassel / biß auff Erlegung ihrer Rantzion / gebracht / die gemeinen Knecht aber vntergestellt / gleichfalls haben auch die Niderhessischen der inliegenden 4. schwarze Fähnlein / vnd der jenigen 4. Comp. Reuter Bagage, so darinnen gelegen / vnd bald anfangs durchgangen vberkommen.

Nach dem hernach Herr Gen. Major Geisse Nachricht erlangt / was massen der Ober-Hessische Gen. Leut. Eberstein / mit etlichen ihme vom Keyserliche[n] Herrn Feld-Marschallen Graffen von Holtz-Apffeln / sonsten Melander / zugeschickten Völckern zusammen in 1500 Pferd starck nacher Franckenberg begeben / vmb ins Nider-Furstenthumb Hessen einzufallen / als hat er den Königl. Schwedischen Herrn Gen. Majorn / Herrn Gustav Adolphen / Grafen von Raßburg vnd Falckenstein / etc. ersucht / etwas Volck mit ihme zu Conjungiren / welches er dann auch verwilliget / vnd in der Person mitgangen / vnd den 9. 19. Nov. In der Nacht vnfern von Franckenberg in einem Gehöltz angelangt / vnd die Darmbstättische vnd Melanderische selbiger Gegend noch angetroffen / den andern Tag mit anbrechendem Morgen selbige dergestalt angegriffen / daß sie das Feld raumen vnd auff die Flucht begeben müssen / bey welcher Action die Schwedische / Hessischen 2. obersten / 2. Oberst-Leut. 2. Obrist-Wachtmeister / ettliche Rittmeister / Leut. Cornett / vnd andere Vnder-Officirer / wie auch gemeine Reuter vnd Knecht zusammen biß in 500 gefangen / an allerhand Reit- vnd Pagage Pferd in 700. vnd neben 2. Feldstücklein / 8. Standarten erobert / neben etlichen Carossen / Caletschen vnd andern guten Beuten / der Schwedischen sind 30. Der Niderhessischen 9. tod blieben / was auff der Ober-Hessischen Seiten tod geblieben / kan man nicht gewiß wissen / hierauff haben sich die beyde Häuser Wolckersdorff vnd Rauschenberg auff Gnad vnd Vngnad ergeben / da dann dieses zerstört vnd jenes besetzt worden.

Diesem zu entgegen hat eben in diesem Monat Nov. der Keyserl. Oberst-Leut. Balduin Reumond Commendant in Weydenbrück[132] / auß vnterschiedlichen Besatzungen in selbiger Gegend etlichen 100. Mann stilschweigend zuwegen gebracht / vnd vermittelst zuziehung anderer Melandrischer Völcker den 22. Nov. A. vnd 2. Decemb. N. C. morgens zwischen 6. vnd 7. Vhren die Statt Paderborn[133] an 4. Orten angefallen / vnd wie wol die Seinen zu mehrmalen abgetrieben worden / gleichwol widerumb frisch ansetzen lassen / biß sich endlich die Hessischen / nach dem sie sich in 4. stunden lang Mannlich widersetzt / ergeben müssen. Das Schloß Newhauß[134] aber / nechst vor der Statt gelegen / haben sie noch behalten / vnd auß Lipstatt[135] / nebenst einem Leut. noch 50 Mann hinein gebracht“.[136]

In der „Wöchentlichen Zeitung Anno 1646. N. 6“ heißt es unter Kassel, den 31.12.: „Man hatte allhier vermeynt / es würden sich die Chur-Bäyrischen vnterfangen das Schloß Marpurg zu entsetzen / deßwegen General Major Geise vnd Land-Graff Friedrich [v. Hessen-Rotenburg zu Eschwege; BW] nach dem Ober-Fürstenthumb abgereiset / mit allem Anstand zu machen / darbey Ihre Fürstl. Gn. das seine würde gethan / vnd mannlich erwiesen haben / wie dann die Cavallerie schon theils im Anzug / vnd von hieraus abermahls ein gut theil von Fuß-Volck commandiret / hingegen etliche Benninghausische [Bönninghausen; BW] Compagnien zu Fuß herein gelegt worden / so were dem Herrn Feldmarschall Tourenne [Turenne; BW] auch hiervon avisiret / so ingleichem vff allen Nothfall die Niederhessische secundiret hatt / Obr. Rabenhaupt hatte auch schon Ordre mit seinen Völckern jenseit Rheins fort zu gehen / daß man also selbsten bastant gnugsam gewesen were / weiln aber solche ihren March fortgesetzet / vnd Ihre Fürstl: Gn: sich eusserst wegen Ausschaffung der Nieder.Hessischen Guarnison in Butzbach vnd Marpurg bemühen werden / in welchem letzten die Guarnison mit Schiessen sich tapffer hören lesset / also daß fast niemand vff der Gassen / wohin sie sehen können / sich darff mercken lassen / als wird man versuchen / solches nach Möglichkeit zu wehren / vnd das Schloß mit härtern Ernst an zu greiffen“.[137]

Wassenberg berichtet im „Florus“ für Februar/März 1647: „Vnter erzehltem Verlauff ist Herr General KönigsMarck mit vngefehr 2500 Pferden / 4. Regimenter zu Fuß / 200 Pagagywägen nebenst 19. Stück Geschützes von der Haupt Armee abgangen / es ist ihm zwar Herr General de Werth mit etlich 1000. Mann nachgeschickt worden / weil es aber Königsmarck zu zeitlich wahrgenommen / hat er nichts richten können / sondern es hat Herr General Königsmarck sein Weg nacher Wertheim[138] genommen / vnnd vnweit darvon vber den Mäyn gangen / auch auch in selbigem Fortzug die Darmstättische Besatzung in Sahlmünster[139] / 4. Compag. von demn Jungen Nassawischen [Moritz Heinrich v. Nassau-Hadamar; BW] Regiment zu Pferd / so Keys. May. neben andern Regimentern / Herrn Landgraff Georgens F. G. vberlassen / auffgehoben / vnd vntergestellet / den Oberst Leut. Herrn Graffen Siegfrieden von Hohenlohe / neben andern Officirern gefänglich mit sich genommen. Von dar ist er vor Kirchheim[140] gangen (welches seithero / da es der Niderhessische General Major Geisse wider eingenommen / vnd die Mauren niderreissen lassen / Ih. Fürstl. Gn. Herzog Georg zu Hessen / etc. es wieder starck bevestigen vnnd mit etlichen 100. Mann besetzen lassen) vnd selbiges beneben dem Hessischen General Major Geissen mit 16. groben Stücken vnd 4. Fewer Mörsern einen halben Tag beschossen vnd ein gefährliche Presse gemacht / darauff sich die Besatzung auff Gnad vnd Vngnad ergeben müssen / vnd seynd die 300. Darmstättische Soldaten vnter die Regimenter getheilt / die Officirer aber gefänglich nach Ziegenhain gefhührt worden / 5. Stück Geschützes / vnd 2. Fewer Mörser darinnen bekommen / vnd der Platz vnterm Oberst-Leut. Stockheim mit 500. Casselischen Soldaten besetzt worden. Hernach ist offterwehnter Herr Ge. Königsmarck nach Cassel kommen / mit Lösung deß Geschützes empfangen / auff das Schloß logirt / mit einem schönen Teitpferd vnd Gutschen verehret / vnd am 6. 16. Martii / widerumb stattlich hinauß begleitet / dessen Artillerie ist zu Cassel in Schiff gelade[n] / vnd die Weser hinunter geführt / die mit gehabte Völcker aber in ihre zugeschriebene Quartier gelassen worden“.[141]

Da Wrangel, Hessen-Kassel, Königsmarck und Turenne sich zum Angriff auf Bayern anschickten, sollte Lamboy, der eigenwillige Günstling Ferdinands von Köln, den Angriff auf Ostfriesland einstellen und sich gegen St. Goar,[142] Bacharach[143] und Bingen[144] wenden, um die kaiserliche Armee unter Holzappel zu entlasten.[145] Bereits zum 4. Mal war Lamboy die Diversion befohlen worden.[146] Lamboy zog stattdessen eine Diversion an die Weser vor, was in Wien als Befehlsverweigerung angesehen wurde und zur Ablösung Lamboys durch Sparr führen sollte.[147] Am 11.3.1648 schrieb Ferdinand III.[148] an Sparr: „Dieweiln aber […] durch dergleichen Hintenansetzung und Versäumnis Unserer Kaiserlichen Befehle die größten und wichtigsten Occassiones in dem Hauptwerk des heiligen römischen Reiches mit des gemeinen Wesens höchstem Schaden negligiert worden, wie auch solches noch länger zuzusehen keineswegs gemeint sei: Also haben wir ermelten Feldmarschall Lamboy an Unseren Hof gefordert und befohlen, daß er Dir das Kommando über alle Völker in Westfalen bis auf weitere Unsere Verordnung überlassen soll. Und ist es demnach Unser ernstlicher und gemessener Befehl an Dich, alsobald ermeldte Impressa zu unternehmen, dieselbe mit allem Ernst und Gewalt fortzusetzen und Dich auf der Welt durch nichts, was es immer sein mag, aufhalten noch verhindern zu lassen“.[149] Als Sparr wegen Erkrankung ausfiel, wurde Lamboy zum 5. Mal (!) bei seinem Kopf die Diversion befohlen,[150] allerdings wiederum vergeblich. Als die Operation endlich anlief, konnten bei Geseke hessen-kasselische Regimenter eingeschlossen werden,[151] denen jedoch unter Geysos Führung der Ausbruch gelang.[152] „Als Geyso sich mit etwa 2500 auf den Weg von Warburg nach Coesfeld[153] in Geseke[154] aufhielt, wurde er im März von etwa 8000 Mann unter dem Kommando von Lamboy belagert, der sein Hauptquartier in Störmede[155] hatte. Die eingeschlossenen Hessen waren zunächst kaum zu Abwehrmaßnahmen gegen die Beschießung in der Lage, da ihnen ihre Munitionswagen fehlten, sie hatten aber das Wetter auf ihrer Seite. Während eines dichten Schneegestöbers konnte eines Nachts aus Lippstadt unbemerkt Verstärkung mit Pulver Geseke erreichen. Der auf freiem Felde lagernden Kreisarmee machten Nässe und Kälte dagegen sehr zu schaffen: Der Boden war aufgeweicht, so daß die Musketiere bis zu den Knien im Schlamm standen und die Pferde kaum noch vorankamen. Als Geyso am 25. März mit der Kavallerie nach Lippstadt entkommen war, brach Lamboy die Belagerung ab“.

Nach einem zeitgenössischen Bericht, den der Hildesheimer Arzt Dr. Jordan mitteilt, soll Goldacker bei dem Sturm auf Geseke durch Lamboy ums Leben gekommen sein: „Relatio von der Belagerung der Stadt Geseke durch Hanß Voget, Bürgern in Lipstadt[156] advertirt:

‚Dem 3. hujus kam der heßische Gral-Lieutenandt Johann Giese anhero, logirte sich zue Erwiete[157] vnnd Cold. (?) Inmittelst Gen. Lamboy in die Seßerbörde[158] ankomen, hat sich H Gen. Giese mit seiner Armee, außbescheiden  4 Compaign. Pferde, so alhie einquartiert, in Geseke gelegt, darauf Gral. Lamboy dafür gerückt, selbe belagert, vnnd mit heftigen Canoniren vnnd Granaten à 500 Pfund schwer hart bedacht, und den 17. die Belagerung quitirt. Zu werender Belagerung sein vnsere Reuter à 8 Compagn. von hierauß geritten, Geseke mit Pulver proviandtirt, folgents sein 6 Compagn. Pferd auß dem Stift Münster vnnd 4 Compagn aus Heßen, darunter H Landtgraf Ernst [v. Hessen-Rheinfels-Rotenburg; BW] alhie ankomen.

Dieselbe den 14. hujus hierauß geritten, damit der Reuterey in Geseke Luft gemacht, vnnd vf den Kayserl. Lager gangen, daßelbe chargirt, vnnd das Fürstl. holsteinische [Philipp Ludwig v. Holstein; BW] Regiment ruinirt, darauf die gantze Kayserl. Reuterey loßgangen, und die Heßischen in confusion gebracht, das von selben 109 Reuter, 2 Rittmeist., 6 Cornet, 4 Coporale vnnd H Landgraf Ernst gefangen, auch etzliche todt blieben. Jedoch sein beinah von den Kayserl. so viel alß von den Heßiuschen geblieben. Vnter wehrendem Scharmützel haben der heßischen Reuter à 41 Compagn. Geseke verlaßen vnnd hie ankomen, auch inquartiert worden, darauf die kayserl. Geseke gestürmet, vnnd mit Hinterlaßung 500 todten, darunter Obrist Goldacker, Obristwachtmeisters vnnd viel Officirer. Die Belagerung vfgehoben, das also Gen. Lamboy wehrender Belagerung vber 1500 Man, so geplieben, gefangen vnnd verleufen, verlohren“.[159]

Noch am 3.4.1648 schrieb der bayerische Kommandierende Jost Maximilian von Gronsfeld an Maximilian I.: „Was uns alle glauben macht, daß der Turenne dem Rhein zuegehe, kombt aus disem, daß nunmehr von allen orthen confirmirt wird, daß der Lamboy den hessischen generalmajor Geyso in dem kurkölnischen stättlein Geseke umbringt und gezwungen habe, sich auf discretion zu ergeben: So ist auch kheines wegs zu glauben, daß der Wrangel, wenn der nicht bei ihme ist, sich lanng in der Pfalz wird aufhalten, in betrachtung, daß, wann der succurs bei unnß anglangt, er uns bei weitem nicht bastant ist, sondern halt ich meines theils darvor, wan er sich ohne dem Turenne hinein begibt, daß er eilendt durch nach Böhmen oder gar widerumb durch das Vogtland uf Erfurt[160] – das schwedische Generalmagazin lag dort; BW – zu gehen gesinnet, welches sich gleichwol in einem baar tag außweisen wirdt“.[161]

„Am 14. Juni 1648 griff Lamboy die Hessen an der Erft und bei Neuß[162] an. Sie hatten dort ihr Lager aufgeschlagen und es mit einem Wall imgeben. Zum Unglück aller Katholiken der unteren Diözese wurde Lamboy trotz eines schneidigen Angriffs zurückgeschlagen und überwältigt. Die Hoffnung, er werde Israel erlösen, erfüllte sich nicht. Doch auch den Hessen kam dieser Sieg teuer zu stehen. Er hätte beinahe zu ihrem Untergang geführt. In einem Blutbad, wie es größer und schlimmer seit langer Zeit nicht bekannt geworden war, hatten fast alle Offiziere, Kompanieführer, Fähnriche und Regimentskommandeure den Tod gefunden. Unter den mir bekannten Gefallenen befand sich auch Sprewitz“.[163] Bei dem Bei dem Schmalkaldener Chronisten Pforr heißt es lakonisch: „Den 4. Junii haben die F[ürstlichen Hessischen Caßelischen völcker unterm commando Generalleutnand Johan Geyßen die Churcöllnische armee, so der Lampoi geführet, am rein auß dem felt geschlag[en“.[164] Dr. Jordan hält in seinem Tagebuch fest: „Als Sontags Morgen vmb 4 Vhr ist das harte Treffen ohnweit Grevenbrouch[165] in der zwischen dem Feltmarschall Erpe Lamboy vnnd dem heßischen Gral.-Liutnadt Geisen vorgangen, sas beederseits viel Volck verloren, Lamboy aber mit Hinterlassung (von) Stück(en) vnnd mehrentheils Cavalleria das Felt reumen vnnd reterirn müßen“.[166] Unter dem Oktober 1648 notiert Dr. Jordan: „Zwischen 6. vnnd 7. ist die Stadt Paderborn, nachdem es etzliche Zeit von den landgräflichen Caßelschen General Gresen belagert vnnd Fewer hingeschoßen von dem Chur-Cölnischen Lamboy entsetzet, 3-viertel pfündig Stück, in die Stadt von den Heßen gebracht, auch ihrer, der Heßen, 100 in die Schantzen zuenichtgemacht. Zwischen 9. vnnd 10. Paderborn besetzt vnnd quitirt, sich nach Höxter an die Weser begeben“.[167]

Am 4.5.1649 teilte Wilhelm von Westphalen Piccolomini mit: „Ihrer Fürstlichen Excellence hochangenehmes schreiben vom 18. passati habe ich mit großer dancksagung empfangen und darab den anfang der gegentheiligen praetensionen mit mehrern ersehen. Ob sich nuhn zwar angelassen, als wan die zusammengezogene Schwedische auffbrechen und etwa eine marche vornehmmen wollen, so ist darauff nichts erfolget, sondern sich wiederumb von einander in die vorige quartier begeben. Daher in diesen landen annoch nichts des lieben friedens halber genießen, sondern in den beschwerden forthan stecken pleiben. Die Hessische haben dieser endts einig muht und hoffnung gemacht, ein oder anderen ohrt zu quitiren. Ist aber nichts erfolget, sondern alles bis dato besetzet plieben. Der Generallieutenant Giese ist sonsten hiervorbey auff Münster[168] gangen und das schloß Neuhaus hier vor hiesiger statt annoch besetzet gelassen“.[169]

Aus Paderborn wandte sich Wilhelm von Westphalen am 21.5. wieder an Piccolomini: „Was Ihrer Fürstlichen Excellence mir unterm 4. dieses monats zu communiciren beliebig gewesen, habe ich mit höchtlicher dancksagung und darab einig Anfang dasiger vorgenohmmenen tractaten mit mehrern ersehen. Der Allerhöchster verlihe seine gnade, daß zu einig glücklichen undt gewünschten endt ausschlagen, warauff diesmahlen alles verlangen der stände gesetzet, zumahlen in dieser stundt der churmayntzische cantzler [Nikolaus Georg v. Reigensberger; BW] sambt den Nürenbergischen[170] und Regensburgischen[171] gesandten von Münster alhier anglangt, umb ihre reis ferner fortzusetzen. Die einquartirte Schwedische ziehen sich itzo zusammen und seind beordert, sich auff 6 thag mit proviant zu versehen. Wohin nuhn die marche angesehen, wirt sich balt ausweisen. Inmittels haben dieselbe dies- und jenseits der Weser noch nichts abgedanckt und wie sich vernehmmen lassen auch die licentyrung nicht erfolgen wirt. So soll das schloß Neuhaus alhier in der nähe von den Hessischen vor anlangung der Generallieutenant Giesen nit quitirt werden, also noch zur zeit von den gegentheiligen weinig fruchtbarliches zu gewarten haben. Weilen nuhn jedermenniglichen von einigen effect und glückliche vollenziehung dasiger Nürenbergischen handlungen sehr verlanget“.[172]

Um weitere Hinweise unter Bernd.Warlich@gmx.de wird gebeten !

[1] Zu Geyso vgl. GEYSO, Beiträge I-III; ferner ENGELBERT, Hessenkrieg II.
[2] Höxter [LK Höxter]; HHSD III, S. 346ff.
[3] Paderborn; HHSD III, S. 601ff.
[4] NEUWÖHNER, Im Zeichen des Mars, S. 93.
[5] Lette [LK Wiedenbrück]; HHSD III, S. 458.
[6] Coesfeld [LK Coesfeld]; HHSD III, S. 144ff.
[7] Haltern [LK Recklinghausen]; HHSD III, S. 283ff.
[8] Dülmen [LK Coesfeld]; HHSD III, S. 180f.
[9] Soest [LK Soest]; HHSD III, S. 692ff.; Arnsberg [LK Arnsberg]; HHSD III, S. 28ff.
[10] Münster; HHSD III, S. 537ff.
[11] GEYSO, Beiträge II, S. 23f.
[12] Vgl. SCHRIJNEMAKERS; CORSTJENS, Graaf Godfried Huyn van Geleen (eine in der deutschen Fachliteratur kaum bekannte Biographie).
[13] Vgl. LAHRKAMP, Bönninghausen.
[14] Hamm in Westfalen; HHSD III, S. 286ff.
[15] LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 299.
[16] GEYSO, Beiträge II, S. 135.
[17] Olpe [LK Olpe]; HHSD III, S. 593f.
[18] Attendorn [LK Olpe]; HHSD III, S. 36ff.
[19] Marsberg [Hochsauerlandkr.]; HHSD III, S. 494ff.
[20] Waldeck [LK Waldeck-Frankenberg].
[21] Mülheim [LK Arnsberg]; HHSD III, S. 531.
[22] Porz [Rhein.-Berg. Kr.]; HHSD III, S. 614f.
[23] Lülsdorf [Siegkr.]; HHSD III, S. 486.
[24] LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 300f.
[25] Homberg a. d. Efze [Kr. Fritzlar-Homberg]; HHSD IV, S. 236f.
[26] Melsungen; HHSD IV, S. 327.
[27] Eschwege; HHSD IV, S. 114ff.
[28] Bad Salzungen [Wartburgkreis]; HHSD IX, S. 36ff.
[29] Schenklengsfeld [Kr. Hersfeld]; HHSD IV, S. 400.
[30] Schlitz [Kr. Lauterbach]; HHSD IV, S. 403f.
[31] Lauterbach; HHSD IV, S. 286.
[32] (Bad) Hersfeld; HHSD IV, S. 20ff.
[33] Unterweisenborn, heute Ortsteil von Schenklengsfeld [LK Hersfeld-Rotenburg].
[34] Fulda; HHSD IV, S. 154ff.
[35] Hünfeld; HHSD IV, S. 238f.
[36] Lispenhausen, heute Ortsteil von Rotenburg a. d. Fulda [LK Hersfeld-Rotenburg].
[37] GEYSO, Beiträge III, S. 121f.
[38] Mengeringhausen [Kr. Waldeck]; HHSD IV, S. 327f.
[39] Korbach [Kr. Waldeck]; HHSD IV, S. 275ff.
[40] Kassel; HHSD IV, S. 252ff.
[41] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 79.
[42] Hildesheim; HHSD II, S. 228ff.
[43] SCHLOTTER, Acta, S. 326.
[44] Dortmund; HHSD III, S. 166ff.
[45] Dorsten [LK Recklinghausen]; HHSD III, S. 165f.
[46] STEFFEN, Reichsstadt Dortmund, S. 63.
[47] Wolfenbüttel; HHSD II, S. 503ff.
[48] Nach LAHRKAMP, Münsters Rolle, 97, waren es zwei Geschütze.
[49] Kurtine: Teil eines Walles, der zwei Bastionen verbindet, oft durch ein vorliegendes Werk (Ravelin) gedeckt.
[50] Kaiserswerth [Stadt Düsseldorf]; HHSD III, S. 371f.
[51] Köln; HHSD III, S. 403ff.
[52] THEATRUM EUROPAEUM Bd. 4, S. 562f.
[53] Marsberg, Ober- und Nieder- [LK Brilon]; HHSD III, 494ff.
[54] Marburg; HHSD IV, S. 35ff.
[55] STOLZ, Marsberg, S. 124f.
[56] Warburg [LK Warburg]; HHSD III, S. 752ff.
[57] Helminghausen, heute Ortsteil von Marsberg [Hochsauerlandkr.].
[58] Westheim, heute Ortsteil von Marsberg [Hochsauerlandkr.].
[59] CONRAD; TESKE, Sterbzeiten, S. 220ff.
[60] Vgl. LAHRKAMP, Everhard Wassenberg.
[61] Ehrenbreitstein [Stadt Koblenz]; HHSD V, S. 86f.
[62] WASSENBERG, Florus, S. 538f.
[63] Wolfenbüttel; HHSD II, S. 503ff.
[64] Einbeck [LK Northeim]; HHSD II, S. 128ff.
[65] Theatrum Europaeum V, S. 160.
[66] STOLZ, Marsberg, S. 128.
[67] Ziegenhain; HHSD IV, S. 483ff.
[68] Rauschenberg [Kr. Marburg]; HHSD IV, S. 369f.
[69] Blankenstein; bei Gladenbach [LK Marburg-Biedenkopf].
[70] WASSENBERG, Florus, S. 693f.
[71] Vgl. SCHRIJNEMAKERS; CORSTJENS, Graaf Godfried Huyn van Geleen (eine in der deutschen Fachliteratur kaum bekannte Biographie).
[72] Düsseldorf; HHSD III, S. 185ff.
[73] Neuss; HHSD III, S. 556ff.
[74] Beyenburg [Stadt Wuppertal], HHSD III, S. 72f.
[75] Hückeswagen [Rhein-Wupper-Kr.]; HHSD III, S. 350f.
[76] Köln; HHSD III, S. 403ff.
[77] Zons [LK Grevenbroich]; HHSD III, S. 811f.
[78] Ferdinand von Köln an Max., Bonn, 1645 III 25; ENNEN, Ferdinand, S. 33f.
[79] Sandwelle [Gem. Metelen, LK Steinfurt]; HHSD III, S. 661f.
[80] SCHLOTTER, Acta, S. 446.
[81] BRUTSCHER, Die Beschirmung der Länder, S. 57.
[82] Kirchheim i. Schw.; HHSD VII, S. 356.
[83] Alerheim [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 6f.
[84] (Bad) Mergentheim [Main-Tauber-Kr.]; HHSD VI, S. 41ff.
[85] Gießen; HHSD IV, S. 172ff.
[86] Herbsthausen [Bad Mergentheim, Main-Tauber-Kreis]; HHSD VI, S. 330.
[87] Kassel; HHSD IV, S. 252ff.
[88] Warburg; HHSD III, S. 752ff.
[89] Wetterau; HHSD IV, S. 457ff.
[90] Hanau; HHSD IV, S. 19ff.
[91] Fechenheim; heute Stadtteil von Frankfurt/M.
[92] Mainz; HHSD V, S. 214ff.
[93] Oberursel; HHSD IV, S. 357f.
[94] Ladenburg; HHSD VI, S. 439ff.
[95] Heidelberg; HHSD VI, S. 302ff.
[96] Heilbronn; HHSD VII, S. 315ff.
[97] Wimpfen; HHSD VI, S. 51f.
[98] WASSENBERG, Florus, S. 624f.
[99] Frankenberg; HHSD IV, S. 124f.
[100] Nördlingen [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 525ff.
[101] Donauwörth [LK Donau-Ries]; HHSD VII, S. 147ff.
[102] LAHRKAMP, Bönninghausen, S. 336f.
[103] Rothenburg o. d. Tauber [LK Ansbach]; HHSD VII, S. 637ff.
[104] Vgl. neuerdings SENNEWALD, Das Kursächsische Heer.
[105] Schwäbisch Hall [LK Schwäbisch Hall]; HHSD VI, S. 723ff.
[106] Crailsheim [LK Schwäbisch Hall]; HHSD VI, S. 133f.
[107] Feuchtwangen [LK Feuchtwangen]; HHSD VII, S. 196f.
[108] Heilbronn [Stadtkr.]; HHSD VI, S. 315ff.
[109] Dinkelsbühl [LK Ansbach]; HHSD VII, S. 142ff.
[110] Teilweise wird überliefert, er sei von einer Kugel vom Alerheimer Kirchturm aus getroffen worden; HHSD VII, S. 6.
[111] Nach HEML, Dreißigjähriger Krieg, S. 225, das Rgt. Haes; 300 Mann sollen bei der Verteidigung des Friedhofs gefangen worden sein.
[112] Möglicherweise eine Verwechslung mit dem Wennenberg.
[113] WASSENBERG, Florus, S. 629ff.
[114] Schmalkalden [Kr. Schmalkalden]; HHSD IX, S. 387ff.
[115] WAGNER, Pforr, S. 165.
[116] Kempen [LK Kempen-Krefeld]; HHSD III, S. 384ff.
[117] WILMIUS, Chronicon, S. 151.
[118] Roggenburg; HHSD VII, S. 629f.
[119] RÜCKERT, Lauingen, S. 33f.
[120] PETERS, Söldnerleben, S. 179f. Vgl. TOEGEL; KOČÍ, Der Kampf, Nr. 641: Ferdinand III. an Gallas, St. Pölten, 1645 VIII 17: Der bayerische fürstliche Kämmerer Maximilian v. Törring habe die Nachricht vom Treffen der bayerischen u. französischen Armee bei Nördlingen (Alersheim) gebracht; der Gegner verlor über 6000 Mann u. Reiter, viele hohe Offiziere fielen oder wurden gefangen genommen; die gegnerische Infanterie sei fast völlig vernichtet u. auf 800 Mann reduziert. Der Gegner erwarte aber Verstärkungen, Anfang August seien solche bereits bei Zabern gesehen gesehen worden. Maximilian glaube, mann könnte dem Gegner noch vor dem Heranmarsch französischer Verstärkungen einen Hauptstreich versetzen, wenn die Kaiserlichen mit 1000 bis 2000 Reitern zur Unterstützung der bayerischen Armee aushelfen wollten; dies sei wegen der gegnerischen Kavallerieübermacht notwendig; er verspreche, nicht nur die Truppe in kurzer Zeit zurück zu schicken, sondern sie mit einem Hilfskorps zu ergänzen. Er, Ferdinand, entsende in dieser Angelegenheit Traun u. Törring zum Erzherzog, damit dieser die notwendigen Befehle zur Truppenzusammenziehung erteile. Gallas möge sich auf Befehl des Kurfürsten in Bereitschaft halten, um so schnell wie möglich die bayerische Armee einzuholen.
[121] Butzbach [Kr. Friedberg]; HHSD IV, S. 73f.
[122] WASSENBERG, Florus, S. 656f.
[123] Groß-Bieberau [LK Darmstadt-Dieburg/Hessen].
[124] Gemeint ist natürlich Johann Geyso !
[125] KUNZ; LIZALEK, Südhessische Chroniken, S. 267.
[126] Frankenberg; HHSD IV, S. 124f.
[127] Rauschenberg [Kr. Marburg]; HHSD IV, S. 369f.
[128] SCHLOTTER, Acta, S. 474.
[129] Wolkersdorf, Schloss [Gem. Bottendorf, Kr. Frankenberg]; HHSD IV, S. 481.
[130] WASSENBERG, Florus, S. 705f.
[131] Alsfeld; HHSD IV, S. 3.
[132] Wiedenbrück [LK Wiedenbrück]; HHSD III, S. 782f.
[133] Paderborn; HHSD III, S. 601ff.
[134] (Schloss) Neuhaus [LK Paderborn]; HHSD III, S. 671f.
[135] Lippstadt [LK Lippstadt]; HHSD III, S. 474f.
[136] WASSENBERG, Florus, S. 705.
[137] ADRIANS, Journalismus, S. 177.
[138] Wertheim [Main-Tauber-Kreis]; HHSD VI, S. 880ff.
[139] Salmünster [Kr. Schlüchtern]; HHSD IV, S. 395f.
[140] Kirchhain [Kr. Marburg], HHSD IV, S. 269f.
[141] WASSENBERG, Florus, S. 715f.
[142] Sankt Goar; HHSD V, S. 328ff.
[143] Bacharach [Kr. St. Goar]; HHSD V, S. 18ff.
[144] Bingen; HHSD V, S. 43ff.
[145] Holzappels Schreiben an Ferdinand III., Freystadt, 1648 II 24; Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 175, fol. 366-371, hier 369 v – 369 r (Ausfertigung).
[146] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 176, fol. 50-51 (Entwurf): Ferdinand III. an Lamboy, Prag, 1648 III 04.
[147] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 176, fol. 166-205 (Entwurf): Ferdinand III. an Lamboy, Prag, 1648 III 14; in der Anlage Ferdinand III. an Lamberg in Osnabrück, der den Abberufungsbefehl zuzustellen hatte; Ernennung v. Sparr, Befehl an Sparr zur Übernahme des Kommandos u. Durchführung der Diversion; Schreiben an Kf Ferdinand zur Enthebung Lamboys.
[148] Vgl. HÖBELT, Ferdinand III.
[149] SCHMIDT, Kalvinist, S. 136: Ferdinand III. an Sparr, 1648 III 11.
[150] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 176, fol. 369 (Ausfertigung): Lamberg an Lamboy, Osnabrück, 1648 III 26; bzw. Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten fol. 373-375 (Ausfertigung): Lamberg an Ferdinand III., Osnabrück, 1648 III 26: Vollzugsmeldung.
[151] APW II C 4/1, Nr. 181: Salvius an Christina, Osnabrück, 1648 III 13/23.
[152] Österreichisches Staatsarchiv Wien Reichskanzlei Kriegsakten 176, fol. 363-366 (Ausfertigung): Lamboy an Holzappel, vor Geseke, 1648 III 26.
[153] Coesfeld [LK Coesfeld]; HHSD III, S. 144ff.
[154] Geseke [LK Lippstadt]; HHSD III, S. 253f.
[155] Störmede [LK Lippstadt]; HHSD III, S. 708f.
[156] Lippstadt [LK Lippstadt]; HHSD III, S. 474f.
[157] Erwitte [LK Lippstadt]; HHSD III, S. 210f.
[158] Soest [LK Soest]; HHSD III, 692ff. Gemeint ist hier natürlich die Soester Börde, und nicht wie angegeben „vermutl. Senner Heide südl. am Teuteburger Wald“ !, wie SCHLOTTER, Acta, S. 487, Anm. 2, annimmt.
[159] SCHLOTTER, Acta, S. 487f.
[160] Erfurt; HHSD IX, S. 100ff.
[161] Bayerisches Hauptstaatsarchiv München Kurbayern Äußeres Archiv 2961, fol. 31ff. (Ausfertigung): Gronsfeld an Maximilian I., Hohenwart, 1648 IV 03.
[162] Neuss; HHSD III, S. 556ff.
[163] WILMIUS, Chronicon, S. 161.
[164] WAGNER, Pforr, S. 174.
[165] Grevenbroich [LK Grevenbroich], HHSD III, S. 265f.
[166] SCHLOTTER, Acta, S. 490.
[167] SCHLOTTER, Acta, S. 492.
[168] Münster; HHSD III, S. 537ff.
[169] NEUWÖHNER, Im Zeichen des Mars, S. 138f.
[170] Nürnberg; HHSD VII, S. 530ff.
[171] Regensburg; HHSD VII, S. 605ff.
[172] NEUWÖHNER, Im Zeichen des Mars, S. 139.
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